Zombies, Splatter, WTF? – Magical Girl of the End

Okay, ich hab mal wieder spontan einen Manga mitgenommen, der mich auf Anhieb gar nicht mal so sehr angesprochen hat. Einfach weil ich dadurch manchmal doch ein paar tolle neue Sachen entdecke. In diesem Fall jedoch hätte ich das Teil vielleicht besser liegen gelassen. Denn es war wirklich „maaaagiiiicaaaaal …“ *creepy Tonfall* O_O

Zitat: „Wer bitte hat gemeint, dass „die Magical Girls süß sind“?“

„Magical Girl of the End“ heißt das gute Stück und worum geht es in diesem Manga von Kentaro Sato mit dem seltsamen Titel? Nun, das ist schnell zusammengefasst. Langweiler Kii Kogami geht wie jeden Tag zur Schule und ist alles andere als begeistert von der Eintönigkeit als plötzlich ein Gothic Lolita Girl auftaucht – und seine gesamte Schule abmetzelt. Jepp, richtig gehört. Diese Gothic Lolitas tauchen auf einmal in Scharen auf. Sie sind die „Magical Girls of the End“, also die ultra-unknuffigen Botinnen des Weltuntergangs, die jeden Zerhäckseln, der ihnen über den Weg läuft. Dabei geht es sehr sehr rabiat zu und während Kogami versucht zusammen mit den paar anderen Überlebenden aus der Schule zu fliehen, präsentiert Kentaro Sato uns diverse sehr kreative und wunderbar blutige Methoden, um Menschen in ihre Einzelteile zu zerlegen. Dieses Werk hat also definitiv das Prädikat „splattertechnisch wertvoll“ verdient.

Cover Magical Girl of the End; Kentaro Sato; Tokyopop

Magical Girl of the End; Kentaro Sato; Tokyopop

Warum wehrt sich denn dann keiner bei diesem Splatterfest? Oh doch, das versuchen so einige, es gibt da nur ein paar Probleme.
1. Die Magical Girls sind eben das was Magical Girls sonst auch oft sind: derbe stark.
2. Selbst wenn sie einmal umgehauen oder sonst wie umgebracht werden, stehen sie nach kurzem wieder auf und etwaige zerstörte Körperteile wachsen einfach nach (uääärgh).
3. Alle, die von den Magical Girls getötet werden, verwandeln sich danach in „maaaagicaaal“ stöhnende, schnelle und sehr aggressive Gothic-Lolita-Zombies, die ebenfalls Jagd auf Menschen machen.

 Einfach splattern, splattern, splattern …

Kleine Anmerkung am Rande: Das ganze Setting ist creepy as fuck. O_O Ungefähr 160-170 Seiten voller Blut, Gedärme und irrer, die „Magical“ stöhnen, während sie halb zerfleddert hinter den Hauptcharakteren herrennen. Und dabei schwarze Kleidchen tragen. o.O Alles in allem kein Manga für mich, denn ich habe zwar nichts gegen Brutalität, aber abgesehen von kurzen Unterhaltungen zwischen recht häufig wegsterbenden Charakteren bestand der Manga ausschließlich aus KABLÄÄÄMM-Blut-Schmodder-Knochen-Innereien. Ich verrate mal nicht, wie viele der Charaktere, die sich am Anfang zusammenfinden, am Ende noch leben. Im ersten Band schaffen es Kogami und Co. jedenfalls nur aus der Schule zu fliehen und am Ende in ein (hellooooo, Dawn of the Dead) Einkaufszentrum einzubrechen, in dem vermutlich noch viel gruseligere Anblicke auf sie warten werden als bisher. Das ist zwar bei der Umgebung eine ziemliche Leistung, aber während der Actionanteil phänomenal hoch ist, ist die Handlung deswegen leider nur so marginal vorhanden.

Me wants story! :(

Natürlich wird es bestimmt irgendwann auch darum gehen, woher die Magical Girls kommen, warum sie die Erde angreifen und ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, sie auszuschalten. Aber wenn die Story weiter so abläuft, habe ich die Befürchtung, dass die Antworten auf solche Fragen erst in eiiiiinigen Bänden aufkommen werden und Kogami & Friends bis dahin ausschließlich damit beschäftigt sein werden, herumzurennen und nicht wegzusterben. Und da ich nicht auf Zombiefilme stehe, spricht mich diese Aussicht leider nicht an. ;) Ein paar Mal hätte der Zeichner eigentlich auch ein wenig Humor einfließen lassen können, ich bin ja immer so für Stimmungsauflockerungen. Ich dachte zum Beispiel am Anfang, der Manga würde sich etwas über die Klischees in den üblichen Mangas/Animes lustig machen, aber abgesehen von der Tante mit den Brüsten in Größe F ist mir niemand aufgefallen, der ein Klischee total erfüllen könnte und die besagte Dame ist an sich ein ganz normaler Charakter. Aber vielleicht habe ich den Humor auch einfach nicht verstanden …

https://i0.wp.com/www.englishforthewin.com/wp-content/uploads/2014/02/i-dont-get-the-joke.png

Ach ja! Fast vergessen. Den Zeichenstil und das Charakterdesign fand ich sehr standardmäßig – bis die ersten Splatterszenen kamen. Danach wurde es äh eklig? Ja, doch, ich glaube eklig und gruselig reicht hier als Beschreibung. ^^ Wer also auf alptraumverursachende Creepiness steht (und hab ich schon das mit dem Splattern erwähnt? :D), der ist hier an der richtigen Stelle. Ich als Nicht-Zombiefan bleibe leider vollends unbegeistert zurück und greife dann doch lieber wieder zu „BTOOOM!“ oder ähnlichen zombiefreien Action-Mangas. ^^

Wie sieht’s bei euch aus? Würde euch die Story „Magical Girls greifen die Welt an, alles ist voller Zombies und Weltuntergang und aaargh!“ ansprechen? :D Habt ihr den Manga vielleicht schon gelesen und seid gespannt auf den zweiten Teil? Falls ja, dann würde mich interessieren warum! ^^

Eine unsplatterige Woche wünscht euch
eure 0utofjoint =)

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6 Kommentare

    1. Also die story wird ab band 3 extremst gut und so komplex wie ich selten in filmen und serien gesehen hab also band 1+2 sind nur splatter band 3 ist eon mindfuck BÄÄÄÄÄM

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