Hach ja, ein Mädchen-Manga – Review „Sketchbook Berlin“

Endlich komme ich dazu, den Manga zu reviewen, den mir die liebe Franzi zu Weihnachten geschickt hat. *-* Um mich auch ja auf dem ahnungslosesten Fuß zu erwischen (falls Füße überhaupt Ahnung haben können), hat sie mir einen Mädchenmanga von einem deutschen Zeichnerteam geschickt, weil ich da ja so viel Ahnung von habe. Oder vielleicht gerade deswegen, damit ich welche bekomme. :D Beim Manga handelt es sich um Sketchbook Berlin von Marie Sann und Guido Neukamm. Ich bin allerdings froh, dass ich nach dem ersten „ich teste mal so einen Shojo-Manga“-DESASTER nun eine zweite Chance bekommen habe. Selbst mache ich nämlich im Moment immer noch einen Bogen um Romance-Regale. ^^

Sketchbook Berlin; Marie Sann, Guido Neukamm; Tokyopop

Sketchbook Berlin; Marie Sann, Guido Neukamm; Tokyopop

Oh ja, es sieht aus wie ein Mädchenmanga und es ist ein Mädchenmanga. Die rosa-pinke Gestaltung, die riesigen Augen und der verträumte Blick des blonden Hauptcharakters lassen da gar keine Zweifel aufkommen. Bei der Amazon-Bewertung des Manga hat es übrigens mal wieder jemand nicht geschafft, schlechten Service und das Produkt auseinander zu halten, weswegen von drei Bewertungen eine nur einen Stern hat, weil der Manga gar nicht ankam. Och Leute, tut doch mal nachdenken tuhen … -.- Der Manga ist übrigens bereits einige Jahre alt, falls ihr kritisieren möchtet, solltet ihr im Kopf behalten, die Bewertungs-Maßstäbe für deutsche Mangas von 2006 anzulegen. ;)

Story – meine nichtvorhandenen Erwartungen wurden übertroffen! ^^

Worum geht es im Manga? Es geht um die 16-jährige Leila, die selbstverfreilich unter Liebeskummer leidet und sich mit ihrer BFF (also der allerbestesten Freundin) zerstritten hat und auch von ihrer kleinen Schwester ist sie permanent genervt. Als sie frustriert und deprimiert durch die Stadt rennt, trifft sie auf den (natürlich) gutaussehenden Sebastian, der (natürlich) voll mysteriös ist und ihr fortan immer wieder über den Weg läuft. Könnte sich da etwa eine Lovestory anbahnen?? :O

Auch wenn die Story sehr klischeelastig klingt, fand ich das Lesen von „Sketchbook Berlin“ erstaunlicherweise sehr unterhaltsam. Ich muss so was jetzt zwar nicht dauernd lesen, vor allem da ich nun ja nicht mehr soooo häufig die Probleme einer Sechzehnjährigen habe, aber der Manga war überraschend unkitschig und triefte nicht permanent vor Zucker und Anhimmeleien. Neben dem erfreulich geringen Anteil von rotwerdenden Menschen, die sich tief in die Augen schauen, fand ich vor allem die Auflösung am Ende, bei der in der Mystery-Trickkiste gegriffen wurde, sehr nett – auch wenn ich als altes lesefreudiges Kaninchen die natürlich schon längst vorhergeahnt hatte. ;) Jedenfalls war es kein übertrieben kitschiges Happy End in der Art, wie ich es vor dem Lesen erwartet und befürchtet hatte. Aber ich will ja nicht spoilern, falls irgendjemand von euch doch mal einen Mädchen-Manga zur kurzweiligen und niedlichen Unterhaltung für zwischendurch haben wollen solle. :D

Sketchbook? Die Zeichnungen

Sketchbook Berlin heißt der Manga deswegen, weil er in Berlin spielt (woah) und das Mädchen auf dem Cover gerne zeichnet und mit ihrem Zeichenblock aka Sketchbook (woooaah) durch eben jene Stadt rennt. Unglaublich einfallsreich also, aber ja nicht schlecht. ;)

Von den Zeichnern habe ich noch nie gehört. Marie Sann hat anscheinend noch ein paar andere Sachen gezeichnet, aber nichts allzu bekanntes und das aktuellste Projekt ist eine Graphic Novel namens „Frostfeuer„, die auf einem Buch des Fantasyautors Kai Meyer basiert und auf den ersten Blick ganz gut aussieht. Guido Neukamm zeichnet eher Comichefte als Manga und auch dort in recht speziellen Bereichen, daher werden ihn viele von euch sicher auch nicht kennen. Oder ich hab mal wieder was verpasst. ^^

Die Zeichnungen bei Sketchbook Berlin sind, nun ja, niedlich. Anders kann ich es nicht ausdrücken. :D Sie sind recht einfach gehalten und gefallen mir ganz gut, vor allem weil man sogar einige Charaktere auseinander halten könnte, ohne dass die verschiedene Frisuren haben. Auch schön ist, dass die Hauptfigur Leila für eine 16-jährige (oder ein menschliches Wesen im Allgemeinen) keine ultrakrassunrealistischen Körperproportionen hat, wenn man von den langen Beinen mal absieht. Das einzige, was für mich gar nicht geht, sind die RIESIGEN Augen und das teilweise wirklich übertriebene Kindchenschema-Stupsnasen-Prinzip ebenjener Hauptperson.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an dich, liebe Franzi, dass du mir einen eindeutig mädchenhaften Mädchenmanga beschert hast, den ich nicht für totale Grütze halte und der mich vielleeeeiiiicht sogar motivieren kann, irgendwann noch mal von selbst in ein Shojo-Regal zu greifen. ^-^ Das war jetzt übrigens voll das Kompliment, jaha?! :D

Was haltet ihr von Shojo-Mangas? ^^ Gibt es Genres mit denen man euch bewerfen könnte und ihr würdet sie nicht aufschlagen? Kennt ihr den Manga vielleicht sogar, weil ihr den mit dreizehn oder so mal gelesen habt? ;) Und was haltet ihr eigentlich von diesen vermaledeiten rieeeeeeeeeeeeesigen Augen? o.O Hab ich das schon mal erwähnt oder hab ich das schon mal erwähnt? Ich finde die ja meistens eher creepy. Das ist z.B. auch der Grund, warum ich bisher noch nichts von der deutschen Mangaka Alexandra Völker gelesen hab, egal was für Stories sie schreibt und wie hübsch der Rest der Zeichnung ist: Ich komm einfach nicht auf die Augen klar. o_o

Unabhängig von eurer Augengröße oder euren zeichnerischen Vorlieben wünsche ich euch einen niedlichen und unterhaltsamen Start in die Woche! (Ich bin so nett! xD)
Eure 0utofjoint ^^

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6 Kommentare

  1. Ach das freut mich, dass du gefordert wurdest. *lach* Interessanterweise habe ich den Manga mit 14/15 von meinen Eltern bekommen und ich dachte, ich besorge dir auch ein Stückchen Berlin.
    Ich kann mit diesen übermädchenhaften Sachen nämlich auch meist wenig anfangen, vorallem bei Manga/Anime. Und auch wie du war ich auch angenehm von den Körperproportionen überrascht. Das ganze ist halt irgendwie nett, aber nicht im negativen Sinne. Einfach nur nett. Wie eine Sonntagsnachmittitagskuscheldecke.

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    1. Jiaa, du drückst es genau richtig aus! Sehr niedlich einfach. ^-^
      Ich wurde sehr herausgefordert als ich das Cover gesehn hab, auf jeden Fall! :D Also danke nochmal für die Herausforderung. ;)
      Muss aber zugeben, dass ich von Berlin nicht so viel erkannt hab … o.o

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