Tag: 25/03/2015

Beschleunige in eine andere Welt – Manga-Review Accel World

Habt ihr euch nicht auch schon mal gewünscht ihr könntet die Zeit anhalten? Oder euch einfach aus der Welt ausklinken? Genau darum geht es in „Accel World„, einem Manga, bei dem ich den ersten Band mitgenommen habe, weil ich den Anime so gut fand. „Accel World“ bedient die typischen Emotionen, die Shounen Animes nun einmal ansprechen: Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Feinde, die man wirklich verabscheuen lernt, ausweglose Situationen und eventuell vielleicht sogar umdie erste große Liebe. Um ehrlich zu sein, steht die Liebe ein wenig im Vordergrund, aber Anime wär ja nicht Anime, wenn das heißen würde, dass wir in den ersten sieben Milliarden Folgen mehr als Andeutungen und permanent rot werdende Charaktere erleben. Ignorieren wir also das pubertäre Hormongedöns und stürzen wir uns in die beschleunigte Welt von Accel World.

Cover Accel World Band 1

Cover Accel World Band 1; Zeichnungen: Hiroyuki Aigamo; Story: Reki Kawahara; Charakterdesign: HIMA; Tokyopop

Worum geht es, wenn man das ganze nicht pathetisch in Emotionen ausdrückt? ^^ Nun, es geht um den kleinen, runden Mittelschüler Haruyuki bzw. Haru, der sich so ziemlich am untersten Ende der Nahrungskette befindet und permanent schikaniert wird. Deswegen (Sozialkritik und so!) flüchtet er sich so oft es geht in die virtuelle Welt. Da wir uns ungefähr im Jahr 2055 befinden, tut er das allerdings nicht auf die altmodische Art, mithilfe eines Bildschirmes, pah! In 40 Jahren kann man direkt aus dem Hirn auf das Betriebssystem zugreifen, das einem ähnlich wie Hololens, Google Glass und andere Spielzeuge eine Oberfläche vor der Nase schweben lässt, die man dann anpatschen kann. Nur, dass man dafür eben keine olle Brille mehr braucht. ^^ Mithilfe eines sogenannten Direct Links kann man dann auch gleich komplett in eine virtuelle Welt eintauchen, so wie Haru das tut. Dort wuselt er als Avatar umher, der meiner Meinung nach irgendwie gemein und niedlich zugleich ist: Ein Schweinchen. Da Haru aber auch im nicht-virtuellen Leben weit entfernt vom Standard-Idealtypus des Helden ist, finde ich es sinnig, dass das am Anfang auch hier umgesetzt wird und man nicht direkt mit einem vollkommen anders aussehenden Heldenavatar konfrontiert wird. (mehr …)

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