Parallelwelten

Mir ist heute mal wieder aufgefallen, dass wir eigentlich alle in Parallelwelten leben. Diese Woche habe ich von morgens bis nachmittags noch einen VHS-Kurs zum Thema Photoshop – damit ich in Zukunft auf der Arbeit voll tolle Sachen basteln kann, wenn unsere Grafiker keine Zeit haben. Ich bin gespannt. ^^ Jedenfalls ist mir da aufgefallen, dass die Toiletten in der Bielefelder Volkshochschule abgeschlossen sind und man nur mit einem der Schlüssel reinkommt, die in den Kursräumen hängen. Mir wurde dann erklärt, dass das daran liegt, dass die VHS direkt an einem Park liegt und dort „die ganzen Drogensüchtigen“ abhängen. Und man will wohl nicht, dass die die Toiletten nutzen, um dort illegalerweise irgendwelche illegalen Substanzen illegal zu sich zu nehmen. Aus genau dem gleichen Grund, ist zum Beispiel das Licht in den Toiletten der Bonner Universität blau. Blaues Licht leuchtet nämlich nicht nur blau, wie uns bereits Rambo erklärt hat, nein, es sorgt auch dafür, dass man wesentlich schlechter die eigenen blau-schimmernden Venen erkennen kann und somit vermutlich ziemliche Probleme bekommt, wenn man sich dort irgendwas injizieren möchte.

Diskrimilegalidingsbums

Diabetiker müssen ihr Insulin glücklicherweise ins Unterhaut-Fettgewebe injizieren, das heißt, die Spritze kann fernab von Adern und Venen in den Bauch gestochen werden und somit werden immerhin keine Diabetiker diskriminiert. Nur Drogenkonsumenten und Leute mit einer Abneigung gegenüber blauem Licht. In solchen Momenten frage ich mich immer wieder: Ist das jetzt Diskriminierung oder muss das so? Wäre es sinnvoller alle Drogen zu entkriminalisieren oder würde dann jeder Zweite völlig die Kontrolle verlieren? Ich gehe eigentlich davon aus, dass die meisten Leute … dass einige Leute … dass ein paar Leute, die ich persönlich kenne vernünftig genug wären, nicht gleich Crack zu rauchen oder sich Ketten aus lustigen Meth-Kristallen zu basteln, wenn so was legal wäre. Aber gut, legalisieren würde man sinnvollerweise ohnehin nur die Drogen, die nicht von alleine gesundheitlichen Schäden mit sich bringen. Dafür haben wir ja schließlich schon Nikotin und Alkohol. :> Bei illegalen Drogen ist der schädliche Part glaube ich oft das Zeug, mit dem zwielichtige Händer den eigentlichen Wirkstoff strecken. Und die würden dann ja wegfallen, die bösen Dealer, wenn man das Zeug beim Fachhändler im Laden kaufen könnte.

Ich steh jetzt ehrlich gesagt überhaupt nicht auf die Vorstellung mich mit was auch immer abzuschießen, da reichen mir Zucker und Koffein. :D Von daher kann es mir persönlich egal sein, wer was wann wie wo und warum legalisieren möchte. Aber irgendwie kam mir der Gedanke, dass es doch seltsam ist, dass eine ganze Gruppe von Menschen als quasi Aussätzige gilt und man unterbewusst gleich davon ausgeht, dass deren Leben eh schon vorbei ist. Is‘ das nich‘ ein bisschen unfair und könnte man durch die Entkriminalisierung der ganzen Herstellungskette und so weiter nicht vielleeeiiiiicht ein wenig dafür sorgen, dass das klischeehafte Abrutschen nicht ein wenig unwahrscheinlicher wird? Sagt ihr es mir und sagt mir auch, warum ich bisher nur in ein paar Youtube-Videos über solche Fragestellungen gestolpert bin. Und eher selten bei anderen Medien. Zusammenfassend kann ich nun also behaupten: Von der Parallelgesellschaft „der Drogensüchtigen“ habe ich null Ahnung, könnte mir aber vorstellen, dass man mit diesem Teil der Gesellschaft wesentlich besser umgehen könnte, wenn das denn wer wollte.

Mal was anderes sehen: Kliniken im Ausland!

Sorry an dieser Stelle noch, falls ihr Spritzen eklig finden solltet. Das ist aber eigentlich auch ein nettes Beispiel: Habt ihr eine Spritzenphobie? Es geht ja scheinbar recht vielen Leuten so, dass sie Spritzen oder Blutabnahmen furchtbar grässlich finden. Und dann gibt es wieder Menschen wie mich, die eher so „Meh.“ reagieren, wenn man ihnen Spritzen präsentiert, dafür aber bei ganz anderen Dingen austicken. ^^ Andere Leute müssen sich täglich z.B. eben Insulin spritzen oder verbringen ohne dort angestellt zu sein, den größten Teil ihres Lebens in Krankenhäusern und Rehakliniken. Selbst wenn man „nur“ ein paar kaputte Nieren hat und deswegen zur Dialyse muss (wo die Giftstoffe aus dem Blut gefiltert werden, die sonst die Niere rausfiltern würde), dann muss man sich entweder zuhause mit der dazu benötigten Technik herumschlagen oder dazu mindestens dreimal pro Woche ungefähr vier oder fünf Stunden in ein Dialysezentrum gurken. Außerdem dürfen Dialysepatienten nicht so viel trinken, wie sie gerne möchten, weil sich bei ihnen schneller Wasser im Körper anlagert und das sonst den ganzen Blutkreislauf durcheinanderbringt. Urlaub ist mit kaputten Nieren also eher schlecht. Zumindest nicht, wenn man irgendwo hin möchte, wo es kein Dialysezentrum gibt, das man alternativ nutzen kann.

Und da sitze ich hier und google nebenher nach den schönsten Sehenswürdigkeiten in Übersee, weil ich gerne dieses Jahr endlich mal wieder einen längeren Urlaub machen möchte. Ein schlechtes Gewissen habe ich deswegen jetzt nicht, aber ab und zu ist so ein Perspektivenwechsel schon ganz gut. Ich muss immerhin nur darauf achten, ob es da wo ich letztendlich hinfliege auch Gemüse mit Gemüse für mich gibt und ob das Land unserer Wahl schon mal etwas von Sojamilch gehört hat. Wenn ich auch noch schauen müsste, dass ich nicht direkt nach einem 17h-Flug den Löffel abgebe, weil das nächste Dialysezentrum zu weit weg ist … zuhause is‘ ja auch schön. o_o

Ja, ich kann BDSM und Entenhausen in einen Absatz packen.

A propos zuhause, neulich war ich bei einem Kumpel zu Besuch und der hatte das örtliche Stadtmagazin aufgeschlagen herumliegen. Die erste Anzeige, die mir ins Auge sprang war der BDSM Jugendstammtisch, der sich gleich eine Straße weiter wohl monatlich zusammenfand. Netterweise stand direkt drin, dass man gerne bereit sei, den ganzen „Fifty Shades of Grey“-Verwirrten zu erklären, worum es bei „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“ eigentlich geht. Vernünftig, finde ich. :D (Das beinhaltet der Begriff BDSM alles, sacht Wiki). Am nächsten Tag hab‘ ich zuhause übrigens die unglaublich harmlosen Fotos vom Junggesellinnenabschied sortiert und mich gefragt, ob ich eigentlich wüsste, wenn irgendjemand meiner Freunde oder Bekannten auf lustige Fesselspielchen stünde. Vermutlich nicht. ^^

Aber interessant fände ich es schon, denn sonst hört man höchstens mal bei CSI Dingenskirchen davon, dass Domina E. Rotica von einem Kunden ermeuchelt wurde oder dass ein neugieriges Ehepaar sich aus Dumm- ahem, aus Versehen beim ersten Fesselspiel selbst stranguliert hat oder so. Ja, CSI Dingenskirchen ist ganz schön hardcore manchmal. Da fände ich jedenfalls einen Einblick mal spannend, einfach weil ich neugierig bin. Lernen Leute, die auf Sexpraktiken stehen, für die man erst die Knotentechnik des Fähnlein Fieselschweifs absolvieren musste, ihre Partner eher über Wege kennen, wo ganz klar ist, dass der andere auch auf HierPraktikEinfügen steht oder kommt es häufiger vor, dass man sich „außerhalb“ verliebt und sich dann irgendwie mit einem Blümchensex-Partner arrangieren muss? Das sind alles Fragen, die einem bei so etwas doch im Kopf herumschwirren, wenn man mal länger als zwei Minuten über das Thema nachdenkt.

Stelle nur Fragen, auf die du selbst antworten würdest! ^^

Die Fragen sind zwar sehr intim, aber ich könnte mir vorstellen, dass es fast immer besser ist, Fragen zu stellen, als eine Parallelwelt, die einem begegnet, gleich ganz zu ignorieren. Auch wenn die Fragen sicher sehr nervig sein können, weil sie zu nahe treten und gleichzeitig deutlich wird, was für eine ahnungslose und ignorante Position der Fragesteller einnimmt. Ich glaube Schwule und Lesben werden zum Beispiel sehr gerne gefragt, ob sie in einer Beziehung eher der Mann oder eher die Frau seien. Eine Frage, die wie erwähnt erstens ziemlich intim ist, weil es darin ja irgendwie um das Sexleben des anderen geht und die zweitens nur bedingt Sinn ergibt. Wir möchten zwar alles in Kategorien einteilen, aber manchmal geht das eben nicht. Das ist ein wenig so, als würde man fragen „Liegst du eigentlich immer oben, wenn ihr Sex habt?“, was vermutlich die wenigsten mit einem klaren „Selbstverständlich!!“ beantworten würden. Eher mit einem „Was zur Hölle geht dich das an?!“

Dass man generell neugierig ist, wie überhaupt eine Tätigkeit zwischen zwei Menschen stattfindet, die man selbst nur kennt, wenn einer dieser Menschen Körperteil A besitzt und der andere Körperteil B, das finde ich wiederum nicht schlimm. Das ist einfach Kopfkino. „Äh, Moment, also Dingsi A muss in Nupsi B, aber wenn ich nur Nupsis habe, dann kann ich die ja nich‘ ineinander … und wenn ich nur Dingsis habe, dann dann dann passt das ja auch nicht! :O“ Wer allerdings nach dem ersten Grübeln immer noch der Meinung ist, dass man das un-be-dingt bei der nächstbesten Person erfragen sollte, die ins „Nupsi+Nupsi“-Schema passt, der sollte sich vielleicht das mit dieser Kreativität noch einmal erklären lassen oder sich damit abfinden, dass man auf manche Fragen einfach keine Antwort bekommt. Zumindest keine, bei der Nupsi B in Nupsi B hinein gedingst wird oder wo es in jeder Beziehung immer einen Mann und eine Frau gibt, die sich zu 100 % nur männlich oder nur weiblich verhalten.

Wie habe ich das hinbekommen? xD

Manchmal überrasche ich mich selbst. Als ich angefangen habe zu schreiben, war mir keineswegs bewusst, dass das hier quasi direkt am Anfang ein „Legalize it!“-Text werden würde, in dem es danach um BDSM, Dialysepatienten und intime Fragen gehen würde … o.O Ich schwöre! :D Ich glaube jedenfalls, wenn ich mal einen Film drehen würde, dann würde er sich mit solchen Parallelwelten beschäftigen. Einfach aufzeigen, wie sehr wir oft aneinander vorbeileben, was es noch alles da draußen gibt und womit sich andere Menschen tagtäglich herumschlagen müssen. Ich mag solche Kontraste. :) Natürlich würde dieser künstlerisch hochwertige Film nur dann entstehen, wenn ich gerade nicht damit beschäftigt bin „GET TO DA CHOPPAAAA!!!„-mäßige Actionfilme mit vielen Explosionen zu drehen. ;)

Dokus wären da natürlich auch cool – und Interviews sowieso. Bis ich es geschafft habe, Geldgeber von meiner Genialität zu überzeugen, müssen wir uns allerdings mit den „Frag ein Klischee„-Videos (hatte ich bereits erwähnt) und den guten Dokus dieser Welt begnügen. Das schafft ihr sicher, ich glaub an euch! :) Genug der Dingsis und Nupsis für heute. Ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß beim Lesen des Artikels und dass er euch vielleicht sogar etwas zum Nachdenken angeregt oder eine neue Perspektive geliefert hat. Ich frage jetzt einfach mal ganz dreist „Na, wie seht ihr das?“, ohne zu definieren, was „das“ genau ist. So könnt ihr euch lustig aus meinem Themen-Potpourri bedienen und loswerden, was euch dazu auf der Seele brennt. Falls es das tut. Sonst schreibt einfach nur „Yaaay, ein Artikel!“ oooder empfehlt mir Dokus, die meine Ignoranz der Parallelwelten-Bewohner heilen. Ich hoffe jedenfalls ich hinterlasse euch nicht allzu verwirrt. In meinem Hirn hat das alles Sinn ergeben, also wird das schon passen. ;)

Einen nupsi- und dingsigerechten Tag mit viel Sonne wünscht euch
eure professionelle Themen-Hopperin 0utofjoint ;)

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14 Kommentare

  1. sehr interessanter Gedankengang :D Grundgedanke, alles zu legalisieren ist eigentlich nicht schlecht (haben nicht die Holländer und Mexikaner das so gemacht?), nur bin ich mir nicht sicher, ob man dann nicht mit etwas Pech in Zustände der Opiumkriege zurückkehrt. Den Menschen aber auch in Industrieländern der natürliche Selektion zu unterwerfen hat durchaus einen gewissen Reiz :D

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    1. Hä? Wieso wurde mir dein Kommentar nich angezeigt? :(
      Hm, die Niederländer haben weed legalisiert, aber was sonst noch, weiß ich ehrlich gesagt nich. Könnte man natürlich googlen, aber das wär zu einfach :D Ich weiß aber, dass die Zahl der Konsumenten daduech nich mega angestiegen ist und eswohl auch keine sonstigen grässlichen Auswirkungen hatte. ^^
      Heh, ich hab genau das nich schreiben wollen, weils so zynisch klingt :D Wollte jetzt nich alle Leute, die zeitweise nich auf ihr Leben klarkommen, vorverurteilen, aber weiß was du meinst. :D

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  2. „Nubsi-Nubsi“ finde ich gut. Die Rambo-Filme auch. Aber das hast du vermutlich schon gewusst. Bei den Suchanfragen meines Blogs häufen sich zur Zeit wieder die eindeutigen Begriffe. Mann scheint dringend Aufklärung zu brauchen, wie das mit den beiden „Nubsis“ geht. Oder sind es doch nur Frauen, die sich an mir reiben wollen? Fragen über Fragen … ich werfe mich gleich lachend weg :D

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    1. Freut mich, wenn du der Nupsi-Nupsi-Thematik etwas abgewinnen kannst! ^^
      Na dann hoffe ich du findest noch eine Antwort, bevor dir Yuki einen Beruhigungstee machen muss. :D Aber schön, dass dir die seltsamen Suchanfragen anscheinend nie ausgehen. ^^

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  3. Ich finde es höchst faszinierend, welche unterschiedlichen Themen du in einen Beitrag verpacken kannst. Das ist ein echtes Talent! Könnten wir daraus vielleicht irgendwie noch Kapital schlagen? Ich schreibe leider meist eher stringente Beiträge, ich Langweilerin. :-D

    Bei uns in der Stadtbücherei ist das Licht übrigens auch blau. Ich hab nie gerafft, warum. Jetzt weiß ich’s und weiß auch nicht, ob ich mich darüber nun aufregen oder nur wundern soll…

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    1. Ich hab ein Talent! :O Äh, danke danke! *verbeug* Manchmal ist mein Hirn irgendwie doch zu etwas zu gebrauchen, auch wenn es verwirrend sein mag. :D
      Hmmm … also ich würde schon gerne schreiben und dafür bezahlt werden. ^^ Vielleicht kannst du für mich die stringente Vermarktung meiner Selbst übernehmen? :D Darin bin ich glaube ich nicht so gut, also wäre da vielleicht noch ne Stelle frei. ;) Aber wenn du andere Ideen hast, was man mit meinem Talent anstellen könnte, immer heraus damit!
      Ich wusste das auch nicht, bis ich irgendwann mal in besagter Uni auf der Toilette war und ganz unschuldig und wortgewandt „Hä?! Warum issn hier das Licht blau?“ rausgeblökt habe. :D Man weiß es nicht … :/

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      1. Wollten wir nicht letztes Mal schon jemanden fürs Marketing einstellen, weil wir das nicht so draufhaben? Mir scheint, ich sollte mich in diesem Bereich mal fortbilden, damit ich deine Managerin werden kann! Talente soll man nicht verkümmern lassen! :-D

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        1. Stimmt, es hatte sich doch sogar jemand freiwillig angeboten (eindeutig ein gutes Zeichen, oder? :D). Aber so eine Fortbildung schadet doch nie, wir müssen ja unsere steile Karriere vorantreiben! ;)

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  4. Dieser rote Faden… er fliegt Loopings, verknotet sich selbst, spiralisiert sich in die Höhe und erhängt sich dann aus purer Verzweiflung selbst :D

    Ich hab zu diesem Beitrag bereits einen Kommentar geschrieben und weißte was? „Kommentar konnte nicht abgeschickt werden“. Mit diesen Worten löschte wordpress auch sämtlichen Inhalt im Texteditor… alles weg *mecker*

    Ähm… also nochmal…:
    Alles zu legalisieren fände ich nicht gut. Manche Stoffe sind auch ungestreckt der absolute Overkill und schlichtweg zurecht verboten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dann mehr Menschen dazu neigen „es mal auszuprobieren“ und dann hängenbleiben. Was nun die weicheren Drogen angeht… man muss wirklich nicht jeden Menschen kriminalisieren, der 1-2 Mal im Jahr einen Joint raucht. Also in diesem Fall sehe ich keinen Grund, das Verbot aufrecht zu erhalten. Die Frage ist nur…wo zieht man die Grenze zwischen harten und weichen Drogen?

    Dingsis und Nupsis…. Dingsis… und… Nupsis… Ernsthaft? xD
    Hm… also ich denke, wenn mein einen bestimmten Fetisch hat, dann gibt es genug Möglichkeiten einen Partner zu finden… Gibt ja beispielsweise ganze BDSM-Clubs und sowas. Außerdem sind bestimmt ein paar Menschen, die bisher auf ein „konventionelles“ Sexleben zurückblicken durchaus experimentierfreudig.

    Richtig, manche Fragen gehen einen dahergelaufenen Fremdling nichts an. Und es gibt Dinge, über die man einfach nicht reden möchte. Völlig verständlich und nachvollziehbar. Aaaaber: Ich verstehe nicht, dass Sexualität von vielen Menschen nach wie vor als absolutes Tabuthema angesehen wird. Naja…

    Hm… ich glaube das war der grobe Inhalt meines gescheiterten Kommentars… :D

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    1. Der Faden kann einem wirklich leid tun! xD
      Nooooiiiin! O_O Ach, WordPress, was machst du denn immer? Erst zeigst du mir manche Kommentare einfach nicht an und dann lässt du andere gar nicht erst zu. Ist dir das alles zuviel Arbeit geworden? Brauchst du mal Urlaub? Vielleicht möchte Tumblr dich in der Zeit vertreten? Oder Blogger? Nein, willst du auch nicht? Na dann funktionier halt gefälligst! :D So!

      Ja, ich habe auch viel zu wenig Ahnung von allem, was man so nehmen könnte, um für eine „Free4all!“-Politik zu sein. Wollte das nur mal in den Raum werfen, so diskussionstechnisch. ;) Das mit der Grenze ist schwierig, ließe sich aber doch eigentlich an gesundheitlicher Gefährdung und am Suchtpotenzial festmachen. Für Studien, um diese Zahlen herauszubekommen finden sich sicher auch genügend freiwillige Teilnehmer. :P

      Ich konnte nicht anders. :D Die eigentlichen Begriffe sind irgendwie gar nich mal sooo sexy und wirken meist eher abschreckend und wenn ich dann schon drumherum rede, dann auch absurd. :>

      Da hast du vermutlich Recht. Das wird sicher je nach Fetisch schwieriger, wenn der besonders un-mainstreamig ist, aber im Internet findet man ja alles. ^^ Ich dachte mir nur, dass da die Kriterien halt immer mehr werden: Person, die man attraktiv findet, die auf den gleichen abgefahrenen Kram steht wie man selbst UND die im Idealfall noch in erreichbarer Nähe wohnt oder langfristig dort hinkommen könnte, wenn man den Kram denn dann auch umsetzen möchte. Experimentierfreudig, njoaaa, das kommt sicher auch wieder darauf an, was man ausprobieren möchte, wäre aber natürlich auch möglich. :)
      Ich finde auch wir sollten alle mehr über Sex reden! :D Dann wären wir auch vielleicht nicht alle so verklemmt. Also was heißt „alle“, aber viel zu viele Menschen. ^^ Hm, vielleicht sollte ich einfach anfangen darüber zu bloggen? Da könnte man sicher viele lustige Fragen stellen. :D

      Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast, ihn nochmal zu schreiben! ^-^

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  5. Also ich wäre auch gegen das schnelle Legalisieren von Drogen.
    Klar, wenn man manche Sachen ein paar Mal nimmt passiert meistens nicht viel – aber sobald man es legal bekommt, werden mehr Menschen darauf aufmerksam und man wird es sich auch öfter leisten können – die Preise der Dealer derzeit wird sich ja nicht jeder Mensch antun. Und gibt es das Ganze legal, wird es auch in allen Preiskategorien erhältlich sein, auch für die kleine Tasche und den gehäuften Konsum.

    Und das mit den abgesperrten Toiletten und dem blauen Licht würde ich jetzt micht rein als „Diskriminierung sehen“. Immerhin ist das mit dem Spritzen schon mächtig gefährlich. Erstens weil die kleinste Verunreinigung des Stoffs schon das Ende bedeuten kann (da es so direkt in den Körper vorbei an allen Stellen, die noch Teile davon abbauen könnten, kommt) und zweitens, weil die Betroffenen ihre Fixerutensilien meistens auch wenig hygenisch behandeln. Und keinen interessiert es regelmäßig Leichen vorzufinden. Ist leider so, das Spritzen ist unabhängig vom Stoff immer ein großes Risiko.
    Und was Gras betrifft…
    Da denke ich mal könnte man schon reden. Aber dann müssten die Leute besser über die seltenen Risiken aufgeklärt werden. Denn in manchen Fällen führt das Zeug zu extremen Wahnvorstellungen (auch negative) und bei Veranlagung (von der kaum einer weiß) kann es Schizophrenie auslösen, schon von einem Joint. Und die Krankheit wünscht man nichtmal seinem schlimmsten Feind. Ich habe mal in der Psychatrie gearbeitet und habe das gesehen – also auch ein Joint ist nicht immer harmlos.

    Und zum anderen Thema: Wenn ich jetzt bei der Partnersuche auch noch auf zusammenpassende Fetische achten müsste, gemeinsam mit dem restlichen „Anforderungskatalog“, sterbe ich mal als Single. Bei wem der Fetisch aber Priorität ist, der kommt eh gleich mal damit an. Man kann nicht alles haben.

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    1. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass dann jeder alles nimmt, aber ich weiß natürlich was du meinst. :)

      :D So hab ich das natürlich nicht betrachtet. Klar, möchte niemand benutzte Spritzen oder Leichen in der Toilette finden, ich hab das eher auf die Gesamtsituation bezogen, dass Drogensüchtige eventuell im Allgemeinen eher ausgegrenzt werden. Jetzt nicht nur auf öffentlichen Toiletten. Und gerade Menschen, die einen Grund haben abzustürzen, sollte man ja eigentlich nicht alleine lassen. Wobei es natürlich nicht gesagt ist, dass sie nicht trotzdem abstürzen würden, aber so ein genereller Rettungsversuch wäre ja mal ganz nett.
      Aufklärung ist bei allen Substanzen wichtig, die seltsame Reaktionen im Körper auslösen können, da stimme ich dir ganz klar zu. :)

      :D :D Okay, dann bin ich ja froh, dass es auch ohne die Einbeziehung eines äh Plüschtier-auf-den-Partner-werfen-Fetischs oder ähnliche Anforderungen bei dir geklappt hat. ^^

      Ich hoffe ich habe nichts übersehen und dass ich keinen Schmarrn geantwortet habe, denn eigentlich wollte ich gerade (viertel nach 1^^) ins Bett als mir aufgefallen ist, dass ich dir ja immer noch nicht geantwortet habe. Sorry! :D

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      1. Ich gaube das Ausgrenzen findet wenn dann eher im persönlichen Kreis statt, denn vom Staat gäbe es eh genug Unterstützungmöglichkeiten durch Sozialarbeiter oder Entzugskliniken. Klar nimmt man aber als Individuum Abstand, verstehe ich auch, denn ein Drogensüchtiger ist unberechenbar. Wenn der mal seinen Stoff nicht hat, kann der richtig, richtig unangenehm werden, auch wenn er sonst der netteste Mensch ist. Und leider sieht man es ihnen nicht immer sofort an…
        Von daher denke ich mal, dass da schon passt wie es ist. Immerhin soll man ja auch nicht fördern, dass noch mehr Menschen abstürzen, und desto mehr „falschangebrachtes Verständnis“ geschenkt wird, desto höher ist das Risiko. Weil dann Menschen glauben könnten, dass es doch „ok“ ist und sie so weiter machen können. Ist immer gefährlich…

        Man kann ja mal schauen wie der Andere reagieren würde ;3

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        1. Okay, da hast du vermutlich auch Recht. Ich glaube aber ja trotzdem an das Gute im Menschen und behaupte, dass gerade am Anfang oft noch etwas zu retten wäre, wenn man mehr Rückhalt hätte als den viele haben. Was natürlich nun nichts mehr mit den Toiletten zu tun hat. :D Und klar, ich möchte auch nicht von einem völlig neben sich stehenden Junkie angefallen werden, weil der denkt, dass ich Geld in der Tasche habe. Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass es vielleeeeiiicht einfacher wäre sich Hilfe zu suchen, solange man das noch gebacken bekommt, wenn man nicht gleich mit diversen Strafen rechnen muss. Aber ich verstehe natürlich dein Sicherheitsargument, weil man bei vielen Menschen doch das Gefühl hat, sie vor sich selbst schützen zu müssen. :/

          Learning by ausprobiering geht natürlich immer :D „Du Schatz, ich hab hier so rosa Plüschhandschellen …“

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