Jahrestag?

Wie was? Heute ist Jahrestag? WordPress! Wir kennen uns nun schon zwei Jahre? So viel Zeit haben wir bereits miteinander verbracht und heute gratulierst du mir einfach? Einfach so, ohne es vorher anzukündigen? Jetzt fühle ich mich wie einer dieser stereotypischen Ehemänner aus amerikanischen Comedysendungen, der von seiner Frau freudestrahlend begrüßt wird und der sich dann spontan einen Tisch im besten Restaurant der Stadt organisieren muss, ohne dort reserviert zu haben.

Schaue ich so in mein Beitragsarchiv, stelle ich allerdings fest, dass unser Jahrestag bereits vorbei ist. So genau hast du dir das also auch nicht gemerkt. Aber wo wir schon einmal dabei sind, blicken wir doch lieber gemeinsam zurück auf zwei Jahre Bloggen. :)

Am 11. April 2014 – das ist wirklich schon zwei Jahre her! – habe ich meinen ersten Artikel veröffentlicht. Der erste Teil von „Warum guckst du Anime?„, den ich einfach so spontan ins Netz geschrieben habe, ohne zu wissen, wo die Reise mit diesem Blog dann hingehen würde. Meine ersten Sätze an euch alle da draußen lauteten:

Mein Geständnis des Tages: Ich schaue sehr gerne Anime, also diese japanischen gezeichneten Comicserien, die in Papierform übrigens „Manga“ heißen. Die meisten Menschen, denen ich begegne, halten mich deswegen für seltsam und können mit dieser Art der Unterhaltung überhaupt nichts anfangen. Da ich immer das Gefühl habe, in solchen Momenten die Gedankenblase mit „Warum guckt die so einen Schwachsinn??“ über dem Kopf meines Gegenübers zu sehen, dachte ich mir, ich versuche einmal dieses Mysterium zu lüften.

Auch damals hatte ich schon einen sehr großen Redebedarf und den Hang zu Übertreibungen und viel zu langen Artikeln. Ob ich das Mysterium angemessen gelüftet habe? Sicherlich. Sonst hätte ich ja nicht weiter gemacht mit meiner aufklärerischen Bloggerarbeit und es wären nicht bereits ganze 224 Artikel dabei herausgekommen. ^^

Yay, Kommentare! ^-^

Ich hatte übrigens bereits bei meinem ersten Artikel das Glück, dass er kommentiert wurde und ich mich mit jemand anderem über das Thema austauschen konnte. Etwas, das auch bei vielen anderen Artikeln so war. Und auch wenn ihr mir nicht immer alle bei allem zugestimmt habt, bin ich sehr froh, mit so vielen tollen Menschen über die verschiedensten Dinge diskutieren zu dürfen! Danke dafür! Widersprecht mir weiterhin fleißig, wenn ich Blödsinn rede, und bringt eure Sichtweisen ein! <3

Was die Themenauswahl angeht, so wurde und werde ich da meinem Nickname weiterhin gerecht. „Out of joint“ steht für mich für nicht zusammenpassende Dinge und genau das beschreibt meine Themenwahl eigentlich ganz gut, die von Anime zu Mangareviews wandert, manchmal sogar ernstere Dinge thematisiert und dann doch wieder wild herumphilosophiert. Der erste Artikel dieser Art war übrigens „Intoleranz tolerieren? Oder lieber intolerant gegenüber der Intoleranz?“ Ein Artikel, der trotz seiner langen Überschrift für meine jetzigen Verhältnisse sehr kurz meine Meinung auf den Punkt bringt. Vielleicht sollte ich da mal lieber zu meinen Wurzeln zurückkehren. :D

Ab und zu verirrten sich sogar Artikel auf diese Seite, in denen ich über die Zukunft des Journalismus gegrübelt habe. Immerhin der Job, den ich mir vor ein paar Jahren ausgesucht habe, nachdem ich keine Lust mehr auf Laborarbeit hatte. ^^ Neben den theoretischen Gefaseleien über die Monetarisierung von journalistischen Artikeln habe ich auch sehr oft über mein Leben und meine Erlebnisse abseits des Schreibtischs berichtet. Denn in den letzten Jahren hat sich doch einiges bei mir getan. Okay, das klingt jetzt so als hätte ich eine Firma gegründet, ein Haus gebaut und würde auf die Enkelkinder warten, was nicht der Fall war – aber für meine Verhältnisse hat sich einiges getan! :D

Nein, den Witz habe ich noch nie gehört. Du von Ironie auch nicht, oder?

Ich blogge seitdem ich hier in Bielefeld wohne und durfte feststellen, dass JEDER, aber auch wirklich JEDER Mensch in Deutschland der Meinung zu sein scheint, dass ich den Witz „Bielefeld? Aber das gibt’s doch gar nicht!“ noch nie gehört hätte. Nun ja. Tut mir leid euch enttäuschen zu müssen, aber es existiert. Wo soll denn sonst das Portal nach Atlantis sein, schon mal darüber nachgedacht?! Eben.

In Bielefeld habe ich jedenfalls erstaunlicherweise nette Menschen kennengelernt und wohne zum allerersten Mal in einer eigenen Wohnung. Letzteres ist für eine WG-gebeutelte Person mit viel zu vielen nicht-putzenden Mitbewohnern eine wahre Wohltat. Leider stellte sich heraus, dass eine 27 m² Wohnung nicht auf meinen Mangakonsum ausgelegt ist. Ich sollte wohl doch auf eine eigene Bibliothek sparen …

Die Wohnung leisten kann ich mir wiederum, weil ich arbeite und im Laufe der Arbeit habe ich viele neue Dinge gelernt. Einerseits habe ich einen tollen Monat im Rahmen der Ausbildung in Hamburg verbracht und andererseits war ich öfter auf Messen unterwegs und durfte Menschen filmen. Dabei habe ich gemerkt, dass ich das Filmen eigentlich gar nicht so schlecht finde und mich vielleicht auch privat noch einmal mit einem Schnittprogramm auseinandersetzen möchte.

Ich werde Star! Naja gut, fast. ^^

A propos filmen … Ich habe Youtube für mich entdeckt. Enttäuscht von den Medien im Allgemeinen habe ich als Konsumentin von vielen vielen Videos habe ich unzählige Abende vertrödelt, an denen ich nichts sinnvolles mit mir anzufangen wusste. Schlimm. Doch während ich das Phänomen Youtube und den Umgang der Welt mit Youtubern fasziniert beobachtet habe, hat sich mir das Schnittprogramm wieder in Erinnerung gerufen. Wie es oft so ist, wenn man Leuten die ganze Zeit bei Dingen zuschaut, habe ich mir gedacht: Man könnte so etwas ja auch mal machen. Aber was sollte das Thema für meine Videos sein? Ich habe keine Ahnung von Beauty, bin kein Fitnessguru (Auch wenn ich seit ich hier wohne fleißig Sport treibe. Hat sicher auch was mit den atlantischen Schwingungen zu tun, die hier herumwabern.), habe nie Computerspiele gespielt und wäre zu faul mir Skripte für Comedyvideos auszudenken.

Allerdings ergab sich dann durch Zufall noch ein anderer Plan: Reisevlogs. Nicht dass ich bisher oft verreist wäre, meine Wochenendtrips nach Berlin oder Amsterdam waren da schon Highlights und letztes Jahr habe ich meinen ersten großen Urlaub gemacht. Aber vor einer Weile habe ich dann entschieden „Ich mach das jetzt einfach.“ und bereits die Flüge nach Japan gebucht. Nun muss nur noch das Visum beantragt und ein paar andere Dinge organisiert werden und ich kann einige Monate oder sogar ein Jahr in diesem weit entfernten Land verbringen, in dem ich noch nie war. Dort ließe sich dann bestimmt einiges filmen, das ich mit euch und dem Rest der Welt teilen möchte. Schließlich kommt man nicht jeden Tag nach Japan. :)

Kontinuität muss sein! Auch wenn es nur kontinuierlicher Schlafmangel ist …

Auch wenn ich das alles mit euch geteilt habe, bin ich dann (ein immer wiederkehrendes Problem) letztendlich doch nicht dazu gekommen, die Artikel zum Urlaub zu schreiben, die ich vor mehr als einem halben Jahr schreiben wollte. :( Ich hoffe also, dass sich die Idee unterwegs zu vloggen und zu bloggen nicht auch vom Alltag überholt wird und ich viele neue Eindrücke habe, die ich niederschreiben oder denen ich eine Kamera vor die Nase halten möchte. Ich hoffe darauf, dass die Tatsache keinen 8h-Job zu haben und Tonnen von neuen Dingen zu entdecken dazu beitragen wird, dass ich das mit jemandem teilen möchte. ^^

Die Tatsache, dass ich mir einen neuen Laptop geholt habe, damit ich auch unterwegs ordentlich arbeiten kann, ohne auf einen 13,3-Zoll-Bildschirm zu starren, wird mich hoffentlich auch motivieren. Zusammen mit dem Laptop habe ich – wie ich bereits erwähnt hatte – noch ein Spiel besorgt, um mein Dasein als Letsplayguckerin durch eines als Mitspielerin zu ergänzen. Ich habe so lange anderen Menschen zugeschaut, jetzt möchte ich auch einmal mitspielen. Das läuft momentan allerdings eher nicht so gut. :D Da ich mir ein sehr schwieriges Spiel ausgesucht habe, dass man nicht im Multiplayer spielen kann, sind quasi alle Voraussetzungen erfüllt, dass ich in den nächsten sechs Monaten nicht am ersten Miniboss vorbeikommen werde. :D Aber gut, ich übe erstmal überhaupt mit einem Controller umzugehen, bevor ich weiter darüber meckere, wie schlecht ich generell bin. ^^ Im Endeffekt wird es vermutlich eh auf Minecraft hinauslaufen … ;)

Wie befürchtet habe ich jedoch auch weiterhin nicht spontan Zeit im Überfluss, sondern meistens eher Zeit- und Schlafmangel. Aber wann hätte ich den mal nicht gehabt? Ich fasse zusammen: Es sind viele Pläne entstanden (und einige habe ich wieder verworfen) – ein richtiges Konzept habe ich allerdings immer noch nicht. Dafür werde ich, wie euch vielleicht schon aufgefallen sein wird, wesentlich seltener Mangareviews bringen. Das hat einen ganz einfachen Grund: Ich muss sparen. Ja, man glaubt es kaum, habe ich gerade eben doch noch von neuen Laptops und Videos geredet, aber ich kann es mir schlicht nicht mehr leisten, gefühlt zehn Mangas pro Monat mit nach Hause zu schleppen, wenn ich in Japan mehr als nur Reis mit Reis essen möchte. ;)

Ich tue zu wenig … oder zuviel? o.O

Generell ist die Anzahl meiner Artikel zurückgegangen. Zeitweise habe ich ja dreimal pro Woche gebloggt, aber das ist mir mittlerweile einfach zu stressig geworden. Vielleicht werde ich alt oder es liegt einfach daran, dass ich zu oft dann doch noch andere Dinge zu erledigen habe. Ich hoffe jedenfalls, für den Fall, dass die Antwort „Ja, du wirst alt!“ lautet, mein Humor wenigstens nicht wegaltert und ich euch weiterhin mit meinen Artikeln unterhalten kann. Denn das war ja eigentlich, neben der Idee das ganze Gedankengedöns aus meinem Schädel zu bekommen, immer meine Absicht. :)

In nächster Zeit möchte ich noch zur DoKomi, wo ich eventuell filmen, aber vermutlich nur fotografieren und alle Eindrücke in mich aufsaugen möchte.

 

Events, Bericht von CryOfWrath aus Japan ^^

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22 Kommentare

    1. Dankeschön! ^~^ Hui, drei Jahre ist auch schon lang. Nicht dass du deinem Blog bald einen Antrag machen musst, weil sich das nach so langer Zeit gehört! :D (Da wo ich herkomme ist das bzw. war das mal Brauch.)
      Für dich ist eine Reise nach Japan vermutlich auch nicht die gleiche Art von Abenteuer plus Überforderung wie für mich. :D Freut mich aber, wenn ihr dort wieder vorbeischauen könnt! :)

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      1. Wir sind Auslandsjapanerinnen, die ziemlich westlich denken und handeln. Ich noch mehr, als Yuki. Ich muss mich in Japan wirklich erst wieder eingewöhnen, wenn ich dort Urlaub mache. Das dauert immer einige Tage. Zum Glück ist die Sprache kein Thema. Aber ich kann Europäer gut verstehen, die an den Silbenschriften verzweifeln und keinen Ton verstehen trotz Vorbereitungskursen.

        „Ich heirate (m)einen Blog“, wird dann der Titel meines Antrags. :D

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        1. Das glaub ich dir, ist sicher auch so wine krasse Umgewöhnung. :) Ich werde vermutlich von allem erstmal überwältigt sein („Oh mein Gott, diese Landschaft! Oh mein Gott, sieht das cool aus – kann man das essen? Oh mein Gott ist Tokyo groß! Oh mein Gott, ich hab mich verlaufen!“ und sprachtechnisch an meine Grenzen stoßen. :D
          Jaaa, ich werfe dann virtuelle Blümchen oder virtuellen Reis in die Kommentare oder was man sonst bei solchen Veranstaltungen tut :D

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  1. Glückwunsch^^

    Öhm… was die Reisebeiträge angehen… das dauert wohl noch. :D
    Ich habe zumindest mal angefangen, aber ich habe noch keine Ahnung, wie ich die Ereignisse aufteilen soll und wie ich den ersten Berg an Dingen in den ersten Beitrag verpacke.
    Aber soviel schonmal: Yokohama ist um Welten schöner als Tokyo^^

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  2. Tach! Lange nicht gesehen

    Herzlichen Glückwunsch. Läuft bei dir, wa?
    Jeder Artikel braucht seine Zeit und wenn es mal nen Jahr oder zwei dauert, wen kümmerts? :P
    Einfach weitermachen, Schlaf braucht sowieso keiner und alles andere wird…hoff ich….

    Die Dokomi hatte ich kurzfristig auch mit auf meinen Plan genommen, vielleicht sieht man sich ja^^

    Und dann nochmal nen kitschiger Abschluss, weil ich diesen Song so grandios finde (Ganz ehrlich, fühlt sich an wie 1 Minute Laufzeit oder so), spamme ich einfach mal hier rein:

    Viel Spaß, den restlichen Tag/Nacht/Wachheitszustand

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    1. Ich gebe mir Mühe! Also manchmal zumindest :P Dankeschön auf jeden Fall! ^~^
      Heh. Ja, bei der Recherche für diesen Artikel hab ich festgestellt, dass ich noch so einige Entwürfe und Ideen aus 2014-2015 hier rumfliegen habe … ^^“
      Wie läufts bei dir? :) Lernst du noch oder schläfst du schon? Oder wie auch immer schwedische Möbelhäuser das formulieren würden …
      Ja, das wär cool! Ich werde auf jeden Fall berichten, wenn ich hinfahre. :)
      Danke, dir auch noch einen schönen Wachheitszustand! Das wünsch ich jetzt glaub ich öfter wem :D

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  3. Happy Birthday Bloggeburtstag…
    *hektisch nach Torte und Tröten such* Naja, finde jetzt gerade kein muss auch so gehen… Ich hoffe du bleibst uns noch lange erhalten und ja du bist einfach „Outofjoint“, aber nur im positiven Sinne ;-) Ich weiß es zu schätzen xD

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  4. Ochhh … ich bin zu spät dran. Da passt dein vergleich mit dem Ehemann aus amerikanischen Spielfilmen, der von nichts eine Ahnung hatte und vollkommen überrumpelt ist, gleich noch einmal mehr. :)
    In dem Sinne: nachträglich alles Gute zum Blog-Geburtstag und auf viele weitere Jahre der Bloggerei! :D

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