Monat: Juni 2016

Biometrische Zuggedanken

Ich war mal wieder auf einer Messe unterwegs. Während ich so im Zug vor mich hingegammelt habe, habe ich die Zeit genutzt noch ein paar Artikel auf dem Handy zu lesen und in einem Gratis-Firmenmagazin zu blättern. Dabei bin ich immer wieder auf ähnliche Themen gestoßen, weswegen ihr hier nun (etwas verspätet) meine Grübeleien aus dem Zug findet.

Manchmal hätte ich gern jemanden, mit dem ich einerseits spontan tiefgründige bis blödsinnige Themen diskutieren könnte. Gleichzeitig wäre auch so eine Art Allroundexperte super, den ich zum Beispiel befragen kann, wenn es darum geht, mein Online-Leben sicherer zu machen. Beispielsweise habe ich gerade im Zug gelesen, dass es in den USA bei einigen Banken bereits möglich ist, sich mithilfe biometrischer Merkmale zu identifizieren. Also über einen Iris-Scan der Augen, einen Fingerabdruck oder sogar die Stimmfrequenz.

Die wichtigen Bankmenschen, die sowas wissen, haben der New York Times gesagt, dass sie davon ausgehen, dass Passwörter in einigen Jahren nicht mehr gebraucht werden. Was mich persönlich zu der Frage führt: Wie viele Youtubevideos gibt es eigentlich da draußen, deren Qualität mittlerweile so gut ist, dass man mithilfe zusammengeschnipselter Nahaufnahmen einen Iris-Scanner überlisten könnte? Und wie viele Youtuber haben so einen guten Sound, dass man mit Clips deren Stimme ein ganzes Gespräch mit gelangweilten Callcentermitarbeitern führen, geschweige denn nur einen Satz zur Identifikation abspielen könnte? (mehr …)

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Youtube-Kommentare: The GOOD, the Bad and the Ugly- #3 The Good Ones

Endlich! Die Grausamkeit hat ein Ende! Keine furchtbaren Kommentare mehr, die euch den Glauben an die Menschheit rauben! Also falls ihr noch welchen übrig hattet. Dieses Mal geht es mehr darum, wieso Kommentare überhaupt sinnvoll sein können und welche Arten von positiven Kommentaren ich schon mit ansehen durfte. Die gibt es nämlich tatsächlich auch, obwohl ihr das nach meinen ersten beiden Artikeln vermutlich kaum glauben könnt. :D In diesem Part geht es darum, welche Art von Kommentaren ich gut finde, was Youtuber eigentlich von den ganzen Kommentaren haben und warum ich manchmal das Gefühl habe, dass ich selbst gerne welche schreiben würde, es aber nicht tue.

Was sind also meiner Meinung nach gute Kommentare? Das können ganz unterschiedliche Kommentare sein. Besonders lustige Kommentare, die sich mit dem Video auseinandersetzen beispielsweise. Ein grandioses Beispiel möchte ich euch gleich zu Beginn verlinken. Und zwar ein Beispiel dafür, wie eine gute Community auf ein Video reagieren kann, in dem einfach nur erklärt wird, dass in der letzten Woche wenige Videos kamen, weil man endlich mal Urlaub brauchte.

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Philosophie, Produktdesign und Prokrastination – Liebster Award #7

Die liebe Wordbuzz hat mich für einen Liebster-Award nominiert. Oder ihn mir verliehen oder wie man das nennt. Also da wo man als Blogger nicht der anonymen Academy dankt, sondern der Person, die das eigene Gekritzel anscheinend lesenswert genug fand, um davon noch mehr haben zu wollen. Also danke! :D Dann stelle ich mich mal den elf Fragen, deren Beantwortung mir nicht immer so leicht fiel. An anderen Stellen wiederum musste ich mich zurückhalten, nicht noch mehr zu schreiben. Wie immer also quasi. :D Ah, Moment, man soll ja immer zu Beginn des Artikels einen Cliffhanger einbauen, oder? Äääh, also … in diesem Artikel erfahrt ihr, wie ich zu Veganismus und Schwangerschaften, Zeitreisen und Tätowierungen stehe und warum manche Produkte oder Projekte gleich beim Design zum Scheitern verurteilt werden. Ha! Wenn das mal nich‘ lesenswert klingt, dann weiß ich auch nich‘. xD

1. Wie stehst du zu dem Thema „Zeit heilt alle Wunden“?

Hm. Es kommt auf die Tiefe der Wunde an und auf die Menge an Zeit, die verstreicht. Prinzipiell glaube ich, dass die meisten seelischen Wunden im Verlauf der Zeit heilen, es kommt halt nur darauf an, ob der Heilungsprozess von der Umgebung des verwundeten Menschen auch unterstützt wird, keine neuen Wunden dazukommen und die „Wunde“ nicht so groß ist, dass eigentlich nur noch Bruchstücke des ursprünglichen Menschen vorhanden sind. Die wachsen nämlich auch bei seelischen Wunden selten einfach so wieder zusammen.

Aber auch wenn eine Wunde „verheilt“, kann man meiner Meinung nach trotzdem noch davon beeinflusst werden. Narben können bei schlechtem Wetter schmerzen – also wenn bestimmte Auslöser uns wieder in die Situation versetzen, in der wir verletzt wurden. Oder die Wunde war so schwer, dass uns die Funktion bestimmter Körperteile genommen wurde und wir deswegen zwar über das eigentliche Ereignis hinweg sind, aber trotzdem im Alltag mit bestimmten Einschränkungen zurecht kommen müssen. Von daher finde ich die Metapher eigentlich schon recht passend. :) (mehr …)