Monat: Februar 2017

Eine dramatische Liebesgeschichte

Ich weiß, es ist so ziemlich der größte Luxus, sagen zu können, dass  man sich langweilt. Aber mir is trotzdem langweilig! Da sitzt die olle 0utofjoint in Tokio und anstatt tonnenweise Videos und spannende Artikel rauszuhauen, zu feiern und sich eine der gehyptesten Städte schlechthin anzuschauen, meckert sie nur rum, weil sie kein Geld hat, um eben diese Stadt genauer anzuschauen. Was soll man dazu noch sagen? Anscheinend eine ganze Menge, zumindest wenn es nach mir geht. Denn in letzter Zeit nerve äääh versorge ich so ziemlich alle meiner Freunde, wenn nicht mit Skypeanrufen, so doch mit mindestens zehnminütigen Sprachnachrichten, die dann anscheinend wahlweise zum Einschlafen, Aufwachen oder als Hörbuch-Ersatz beim Auto- oder Bahnfahren gehört werden. Vielleicht sollte ich anfangen zu podcasten oder so. Das Problem ist nur, dass ich denen ja auch nichts besonderes erzähle, sondern einfach nur so vor mich hin schwafele, wie ich das hier des öfteren schriftlich tue. Und dann kam mir der Gedanke, dass ich das ja auch noch einmal schriftlich tun könnte, vielleicht würde ich mich dann zumindest produktiver fühlen als zuvor.

Was habe ich in der letzten Woche gemacht? Ich war ein Mal arbeiten (yaaaay!), weil ich dort nicht mehr Schichten bekomme und bin einen nervenaufreibenden Tag lang durch Tokio gerannt. Nachdem ich eines Morgens verwirrt aufgewacht bin, weil mein Wecker nicht geklingelt hat, erlitt ich erst einmal den Schock meines Lebens (okay, des Monats). Denn mein Handy war über Nacht scheinbar verstorben und ließ sich nicht mehr anschalten oder aufladen. Ohne Handy, Geld und Rückflugticket in Tokio? Ich sah mich schon zum Flughafen trampen und dort Leute anbetteln, dass sie mich in ihrem Koffer mit an Bord schmuggeln … (mehr …)

Selbsterkenntnisse in Japan

Warum bin ich nochmal gleich nach Japan gereist? Genau, um Japanisch zu lernen, das Land zu sehen und herauszufinden, was ich so mit meinem Leben anfangen möchte. Oder so ähnlich. Was davon setze ich im Moment um? Äääh … Japanisch zu lernen hat Spaß gemacht, ich konnte mir aber nur insgesamt sieben Wochen Sprachschule leisten, weswegen ich seit Dezember eigentlich null Japanisch gelernt und vermutlich alles bis dahin Gelernte auch wieder vergessen habe. Der Punkt fällt also schon mal weg. (Wer übrigens vom Artikelbild verwirrt sein sollte, der muss sich noch ein wenig gedulden, sorry. ^^)

Sollte ich nich schon DIE Erkenntnis gehabt haben?

Das Land habe ich zwar streckenweise gesehen und für cool befunden, aber aus dem gleichen Grund wie der Sprachkurs fällt momentan auch eine größere Erkundung Tokios und der Umgebung weg: Geldmangel. Cool, also hätten wir das schon mal abgehakt als sinnergebende Punkte meiner Reise. Dann wäre da noch diese ominöse Selbstfindung, die angeblich alle möglichen Menschen mit Auslandsaufenthalten immer betreiben. Eine neue Umgebung und neue Menschen um einen herum regen einen ja schließlich immer zum Nachdenken an und somit findet man in der Theorie einfacher heraus, was man letztendlich von diesem Leben haben und darin erreichen möchte. In der Theorie. ^^

In der Praxis hatte ich leider bisher keine Erleuchtung, die mir spontan den Weg geebnet hätte, um nun meinen Lebenstraum zu verwirklichen und Töpferkurse in der Toskana zu geben (oder Yogakurse was man sonst so an klischeehaften Dingen machen könnte) und muss euch auch bei den Punkten Bekanntschaften enttäuschen. Weder habe ich bisher meinen Traumpartner hier gefunden noch irgendwelche Bekanntschaften gemacht, die mir den beruflichen Wiedereinstieg in der Heimat vereinfachen würden. Ganz im Gegenteil lebe ich momentan so wie vor einigen Jahren wieder vom Geld meiner Eltern und fühle mich dem Versagersein ein Stück näher, da ich bisher keinerlei großartigen Job hier gefunden habe, mit dem sich Miete und Essen einfach so bezahlen lassen.

Andererseits habe ich dann doch ein paar Erkenntnisse gehabt, während meines Jobbens in Tokio. Bis vor ein paar Tagen hatte ich nämlich gleich zwei Teilzeitjobs hier, die sehr unterschiedlich waren, mir aber auf ihre Art ein paar Erkenntnisse über mich selbst geliefert haben. Fangen wir mit dem Job an, den ich verabscheut habe: Airbnb-Apartments sauber machen. (mehr …)

Lookism – A manga got me thinking

I just read a Manhwa (a Korean Webcomic) called „Lookism“ and somehow I feel the need to talk about it. Why in English? Because I can. :D For further info in German scroll a looong way down. :>

Da heck is a „lookism“?

Before we delve deep into the manga itself, let’s shortly define what the concept of „lookism“ is. According to the world’s main source of information, Wikipedia, this word stands for „a concept used to describe a setting where there exists discriminatory treatment toward physically unattractive people; […] While not classified in the same way as racial, cultural sexual discrimination, „lookism“ is widespread and affects how people are perceived as well as affecting their opportunities in terms of relationships, job opportunities, etc.“ That being said, the manga focuses exactly on all those things.

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