Die Psychologie eines Flirt-Games – Ich spiele Mystic Messenger.

*räusper* … *hysterischer Fangirl-Modus an* „♥.♥ Yoosung is ma bae!! ! ! ~~~“ So, damit hätte ich jetzt eure Aufmerksamkeit und mal wieder euer vollstes Misstrauen in meine Zurechnungsfähigkeit, oder? :D Sehr gut! Woher kommt dieser plötzliche Versuch, wie ein vierzehnjähriger K-Pop-Fan zu klingen? Es begann alles eines Tages, als mir über Umwege die Idee für diesen sehr random wirkenden Artikel kam.

Ihr wisst vielleicht, dass man in Japan statt Whatsapp eher „Line“ nutzt, eine Chat-App, die vor allem durch ihre Milliarden an animierten und nicht-animierten Sticker hervorsticht. Solche Bildchen gibt es standardmäßig kostenlos mitgeliefert, aber wer es etwas individueller haben möchte, der kauft sich die Sticker mit den lustigsten Charaktern oder einfach das Set mit der Lieblingsband, den liebsten Idols oder den Protagonisten aus dem besten Anime wo gibt. Auf der Startseite dieses Sticker-Shops ist mir permanent das Set für „Mystic Messenger“ empfohlen worden, einem anscheinend sehr beliebten Mobile Game. Neugierig geworden, habe ich mir das Spiel im Google Playstore mal näher angeschaut und entschieden, dass ich es einfach mal ausprobiere und meine Erfahrungen mit euch teilen werde. Wie ihr euch vielleicht dank der Einleitung denken könnt, wird das hier aber kein rationaler Walkthrough für das nächste RPG oder ein Guide für den neuen Egoshooter, bei dem man Brieftauben abschießt. Denn das Spiel gehört ins berüchtigte Genre der Dating-Sims und kann (daher auch der K-Pop-Aspekt) sowohl auf Englisch als auch auf Koreanisch gespielt werden.

Richtig, es ist gar kein japanisches Game und dementsprechend ist es eigentlich doof, es hier im Rahmen meiner Japan-Artikel zu besprechen. Aber erstens hat mich sowas wie fehlender Kontext noch nie von lustigen Ideen abgehalten und zweitens passt es irgendwie doch zum Games-Konsum in Japan. Denn hier sind sogenannte Visual Novel Games sehr beliebt und genau das ist „Mystic Messenger“. Die Spiele – in der japanischen Version oft als „Otome Games“ bezeichnet – richten sich vor allem an junge Frauen und Mädchen und es geht schlicht darum, ein romantisches Verhältnis zwischen dem weiblichen Hauptcharakter (aka einem selbst) und einem der angebotenen männlichen Charaktere aufzubauen. Soweit so langweilig. Was mich jedoch fasziniert hat, waren die hysterisch-positiven Rezensionen der Fans dieses Spiels, die mich stark an die Kommentarsektionen unter K-Pop-Videos erinnert haben. Schon wieder Südkorea, verdammt. Aber das Spiel schien wirklich gut gemacht zu sein, hat sogar ein eigenes Wiki, tausende Fanartikel und Walkthroughs. Und da ich einfach mal davon ausgegangen bin, dass mich ein gut gemachtes südkoreanisches Spiel im gleichen Genre mehr erleuchtet als ein schlecht gemachtes aus Japan, war ich da jetzt einfach mal ländertechnisch so frei, das zu übersehen.

„I just wanted to chat with pretty boys.“

Worum geht es? Nun, wie bei den anderen Spielen dieser Art, verursacht ein mehr oder weniger unrealistisches Ereignis, dass ihr mit den „pretty boys“ (wie das Spiel selbstironisch anmerkt) in Kontakt kommt. Das interessante in diesem Fall ist, dass ihr über eine Chat-App mit den Spielecharakteren kommuniziert und nicht wie in den Dating-Sims, von denen ich schon zu viele Screenshots gesehen habe, irgendwo schlecht animiert in einer virtuellen Umgebung herumlauft. Sobald ihr nach dem erwähnten realistischsten Szenario ever die App öffnet, plöppt also ein Chatraum auf, in dem sich fünf hübsche Wesen unterhalten und die Tatsache, dass ihr wirklich euer Smartphone in der Hand haltet, das ihr vermutlich sonst auch täglich zum chatten benutzt, gibt dem ganzen ein Stückchen mehr Realismus.

Zu bestimmten Zeitpunkten könnt ihr selbst Chatnachrichten absenden – leider ist auch dieses Spiel noch nicht so weit, dass eine 0utofjoint ihre sarkastischen Kommentare oder ihre 12 Kilometer langen Beschwerden über unwichtige Nebensachen selbst verfassen könnte. T_T wie meine Mitchatter in der App nun schreiben würden. So bleibt eurer ärmsten, gebeutelten 0utofjoint nur, eine ihrer eigenen Meinung möglichst nahe kommende Antwort auszuwählen. Aber selbst bei „The Witcher“ kann man seine Antworten ja nich selbst formulieren, von daher ist das nur mein Bedauern, nicht so intelligent, charmant und witzig antworten zu können, wie ich das in der Realität ganz bestimmt täte. ^^

Neben dem Herumgeflirte, auf das die App ausgelegt ist, interessiert mich aber auch die Psychologie, die dafür sorgt, dass nach dem Spielen dieses Games so viele absolut begeistert zu sein scheinen. Ich werde nicht allzu sehr ins Detail gehen, kann aber trotzdem nicht dafür garantieren, dass es keine Spoiler geben wird.

Wie läuft das Spiel also ab?

Bei „Mystic Messenger“ werdet ihr ohne Informationen in den Chatraum einer mysteriösen Messenger-App geworfen (I see what you did there, game …) und müsst nun den anwesenden Chattern erklären, wie ihr überhaupt an die scheinbar Top Secret App kommt und wer ihr seid. Die fünf Menschen mit denen der Spieler (okay, in 90 % der Fälle vermutlich „die Spielerin“) konfrontiert wird, lassen sich bereits nach wenigen Minuten wunderbar in typischer Boyband-da-is-für-jeden-was-dabei-Manier einteilen.

  1. Der eingebildete Schauspieler, der so tut, als wollte er nicht bewundert werden, aber unglaublich offensichtlich stolz auf sich, sein Aussehen und seine Fancyness ist. Außerdem wirkt er im ersten Gespräch etwas sexistisch und ist scheinbar seeeeeeehr am anderen Geschlecht interessiert. Daher bombardiert er einen neben seinem Narzissmus auch gerne mit (in meinem Universum) brechreizerregend kitschigen Komplimenten. Nutzt natürlich einen Künstlernamen.
  2. Der wichtige Firmenerbe, der kühl, schroff und unnahbar wirkt, aber selbstverständlich eigentlich ein weiches Herz und eine flauschige Katze hat. Und jede Menge Geld.
  3. Der stuck up Sekretär, sorry, Sekretärin, der Regeln und Arbeit sehr wichtig sind und die ihrem eben erwähnten Boss ergeben ist, aber auf Anweisung freundlich die Hintergründe des Chatraums zusammenfasst, damit sie auch mal positive Screentime bekommt. Dass ihr der Boss mit seiner exzentrischen Art den letzten Nerv raubt, bekommt man bereits nach einem Tag mit. Da man auch Pluspunkte bei ihr sammeln kann, behandle ich sie aber unabhängig vom Geschlecht einfach mal, wie die anderen Charaktere. Und weil ich im ersten Moment dachte, sie sei männlich, da auf den kleinen Profilbildern hübsche Avatare mit kurzem Haar im Business-Suit jetzt nicht offensichtlich weiblich wirkten. Und ich ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet habe, dass andere Frauen im Spiel vorkommen dürfen, weshalb ich positiv überrascht war. ^^
  4. Der Typ „adorable Fluffball“, der leicht verpeilt, unglaublich naiv und nicht ganz zuverlässig, dafür aber umso lockerer und emotionaler wirkt. Im Angebot für diejenigen, die eher auf niedliche Menschen stehen und gerne Leute beim Zocken anfeuern, da er 80 % der Zeit damit zu verbringen scheint, über sein Lieblingsspiel zu reden.
  5. Der offizielle Nerd der Gruppe, der sich selbst als Hacker bezeichnet und angeblich hauptberuflich internationales Top Secret Gedöns macht. Genaueres findet man nur schwer heraus, sogar seinen eigenen Namen hält er pseudogeheim (er wird im ersten Chatverlauf zweimal erwähnt). Dafür besitzt er die meisten Informationen über die Gruppe und checkt bereits innerhalb der ersten zwei Minuten das Smartphone der SpielerIn, um sicherzustellen, dass es eine vertrauenswürdige Person ist. Selbstverständlich wäre das gar nicht gruselig, wenn das außerhalb eines Spiels stattfinden würde. Nein nein …

Aller Anfang ist schwer

Nachdem man in den Chatraum geworfen wurde und der amüsanten Konversation dieser virtuellen Menschen folgt, wird über Umwege entschieden, dass man ja ab sofort Mitglied in deren Charity Organisation werden und dabei helfen könnte, eine Party zu organisieren. Ich glaube kaum jemand würde im Normalfall gleich „Yay, selbstverständlich, bin dabei!“ schreien, aber selbst wenn man dem Spiel noch etwas skeptisch gegenübersteht, helfen gleich mehrere Faktoren, dafür zu sorgen, dass man als Spieler auf „Ich mache mit“ klickt. Einerseits die leicht emotionale Hintergrundstory, die einem wohl das Gefühl vermitteln soll, dass man die soeben erst kennen gelernten Algor…Chatpartner im Stich lassen würde, wenn man den Job nicht übernimmt und andererseits die leichte Ablehnungshaltung einiger Charaktere, die bei manchen vermutlich unterbewusst dafür sorgt, dass man sich denkt „Was fällt denen ein, an meiner Kompetenz zu zweifeln! Denen zeige ich, wer hier eine Party organisieren kann!“ … ^^

So begann also meine mehr oder weniger romantische Auseinandersetzung mit diversen virtuellen Personen. Ich muss allerdings sagen, dass mich der erzwungene „Realismus“ des Spiels vermutlich noch häufiger in den Wahnsinn treiben wird. Nach diesem ersten Chat bekommt man nämlich nur noch ein paar Textnachrichten von ein paar Charakteren und auf diese kann man ein Mal antworten, muss man aber nicht. Und danach ist erstmal Schluss. Nachdem ich gegoogelt habe, habe ich dann herausgefunden, dass das Spiel deswegen am Anfang gemeckert hat, ich dürfe meine Zeitzone nicht ändern, weil anscheinend nur zu bestimmten Zeiten solche Chats stattfinden und man immer das Glück haben muss, anwesend zu sein … -.- Auch Anrufe kann das Spiel machen, was ich persönlich irgendwie ebenfalls gruselig finde. Ich will nicht von einem Spiel angerufen werden? ;_;

Money, money, money, is the App-developer’s woooorld!

Ebenso ist die Tatsache, dass man diese Chats nur mit Sanduhren – der Währung im Spiel – nachholen kann und Save Slots anscheinend auch nur mithilfe dieser Stundengläser funktionieren, irgendwie nicht so toll. Man bekommt zu Beginn eine feste Anzahl und braucht laut Wiki 5 Stundengläser pro nachgeholtem Chatroom und 15 davon kosten 0,99$. Zwar kann man die Sanduhren auch im Spiel sammeln oder gesammelte Herzchen gegen Sanduhren eintauschen, aber … Innerhalb von vier Tagen habe ich etwa 10 Sanduhren erhalten (die meisten davon am letzten Tag)  und auch wenn ich mehr als 900 Herzchen gesammelt habe, klingt der Umrechnungskurs ähnlich dramatisch wie der von Yen zu Euro: 100 Herzchen für eine Sanduhr. Mal eben ein paar Chats nachholen ist also nicht drin. Aber irgendwie müssen die Entwickler ja ihre Millionen verdienen.

Urgh. So viel zum Thema „wird mich in Zukunft nerven“. Beim erneuten Starten hatte ich direkt einen Absturz zu vermelden, sowie die Tatsache, dass das Spiel einfach mal zwei Minuten lang gar nicht gestartet und abgesehen vom Ladescreen höchstens eine Fehlermeldung rausgehauen hat. Generell ist die App etwas verbuggt. Das Einloggen klappt nicht immer beziehungsweise der Ladesccreen dauert manchmal einfach mehrere (2 … 5 … 10) Minuten, ohne dass wirklich etwas passiert und auch die Buttons reagieren oft nur nach aggressiv machend häufigem und genauem Drauftippen … Auch im Playstore ist der Hauptkritikpunkt, dass das Spiel nicht einwandfrei funktioniert. Login-Probleme, Verbindungsfehler und fehlende Benachrichtigungen werden dabei am Häufigsten genannt und ich kann bestätigen, dass alle drei Dinge vorkommen und furchtbar anstrengend sind, vor allem, wenn man dadurch die Chance verpasst, weiter zu spielen. Das hätte der Hacker mal besser programmieren können, der das Ding angeblich entwickelt hat. Luciel, verbesser das und schaff dir bessere Server an! ~.~

Is this dating?

Die Kernfrage während der meisten Gespräche im Spiel ist die gleiche, die auch viele Menschen zu Beginn einer Datingphase beschäftigt: Verhalte ich mich so, dass ich mehr „Punkte“ bei meinen Lieblingscharakteren sammle (oder bei allen) oder antworte ich so, wie ich das sonst auch tun würde? Das Problem dabei: Im Gegensatz zur Realität kann man hier auch keinerlei relativierende Anmerkung mehr treffen, wenn das virtuelle Gegenüber die Antwort anders interpretiert als man dachte. Zusätzlich kann man eine einmal getätigte Aussage nur mithilfe von bezahltem Reload des Spiels überschreiben – in der Realität könnte man schließlich auch nicht einfach ein Gespräch von vorne starten. Das steigert einerseits die Nervosität der Spieler bei der Auswahl der Antwort (yay, Adrenalin!) und andererseits ermöglicht es den Entwicklern Geld mit dem Spiel zu machen.

Aufgrund der sehr exzentrischen Zeitpunkte, zu denen die App sich mit einem unterhalten möchte (3 Uhr nachts UND 7 Uhr morgens) scheint sie mir nicht darauf ausgelegt zu sein, alle Konversationen zu machen. Man soll sich scheinbar eher auf einen Charakter konzentrieren – falls sich nicht noch herausstellt, dass die Charaktere alle keinen Schlaf brauchen und sich sowohl mitten in der Nacht, tagsüber als auch früh morgens „melden“. :D Alternativ muss man natürlich mal wieder Sanduhren ausgeben oder sich mit einer im Nachhinein gelesenen und nicht mehr beeinflussbaren Konversation zufrieden geben.

Ich darf nichts verpassen! ⊂(゜Д゜⊂

Durch die Taktik, dass das Spiel nur zu bestimmten Zeiten spielbar ist und Konversationen nicht mehr beeinflussbar sind, wenn bereits der nächste Chat läuft, schafft Mystic Messenger aber gleich zwei Dinge: Knappheit und Realismus. Einerseits ist das Spiel in großen Teilen sehr unrealistisch (no shit, Sherlock), andererseits sind Konversationen im echten Leben ja auch nicht unendlich lange verfügbar. Wer jemals einem Gruppenchat bei Whatsapp beigetreten ist und nach einigen Stunden der Handy-Abwesenheit auf die Anzahl der ungelesenen Nachrichten geschaut hat, der weiß, wovon ich rede. ^^

Im wahren Leben kann man natürlich im Nachhinein noch den eigenen Senf dazugeben, aber man war halt nicht dabei. So nutzen die Entwickler gnadenlos das moderne Syndrom aus, das sich „fear of missing out“ nennt und bei vielen von uns für Daueronlineheit sorgt. Und genau das ist der zweite Punkt, nämlich die Knappheit der Chats. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl pro Tag. Verpasst man zu viele, dann hat man kaum etwas vom Spiel und kommt nicht weiter. Dadurch verstärkt sich der Druck, so oft wie möglich aufs Handy zu schauen und wir haben die perfekte Ausnutzung der Angst, etwas zu verpassen. Normale Spiele schaffen so etwas oft nur, indem sie Sonderaktionen mit limitierten Lootboxen oder ähnliches ankündigen, um die Spieler zu bestimmten Zeitpunkten anzulocken. Na gut, der Vergleich hinkt etwas. Denn auch bei Mystic Messenger gibt es Sonderaktionen als DLCs. Denn auch wenn man das Spiel mit allen Charakteren einmal durchspielen kann, ist man im Gegensatz zu Online-Multiplayern eben irgendwann damit durch. Während die Story noch läuft, wird das Spiel aber definitiv keine Probleme damit haben, die Spieler zum regelmäßigen Interagieren zu bringen …

Dritter Tag: Who needs sleep?

So viel zum Thema Zeit … Wisst ihr, das ist einer dieser Momente, in denen man sich fragt, was im eigenen Leben eigentlich falsch gelaufen ist. Es ist 4.30h morgens und ich habe gerade einem imaginären Vorsitzenden einer Organisation für Spieler eines imaginären „League of Legends“-Ripoffs vorgelogen, dass ich Diamant-Rang in „LOLOL“ bin, damit er und seine Organisation an einer virtuellen Party, die ich in diesem Otome-Game organisiere, teilnehmen und ich eventuell herzchenförmige Bonuspunkte von einem der Charaktere bekomme. What am I doing with my life? Äh, ich meine lmfao LOLOLOL … o.O

Morgens um kurz vor 8 habe ich dann der Vorsitzenden der „Romance Novel Organisation“ mitgeteilt, dass ich selbstverständlich wüsste, welches ihrer kürzlich veröffentlichten Bücher sich besser verkauft hätte. Sekretärin einer imaginären Organisation zur Partyorganisierung zu sein ist schon hart. Ach ja, bevor ihr auf falsche Ideen kommt: Nein, ich habe mir keinen Wecker gestellt, um das Spiel zu spielen und ich habe keine Ahnung, warum ich nachts um halb 5 aufgewacht bin. Ich schätze es lag an der Lautstärke des nicht-virtuellen Regens. Immerhin habe ich so herausgefunden, dass man zumindest nachts einen gewissen Spielraum hat, um auf Nachrichten zu antworten, da die Benachrichtigung nämlich bereits um 3 Uhr morgens aufgetaucht war. Trotzdem ahne ich jetzt schon fürchterliches, wenn ich wieder in Deutschland bin, da man die Zeitzone, die in der App gespeichert ist, im Nachinein ja nicht mehr so leicht ändern kann. Ich wusste einfach nicht, wie wenig selbstbestimmt sich dieses Game spielen lässt. In Zukkunft werde ich also vermutlich nur noch die Nachrichten abends und mitten in der Nacht mitbekommen. Oder einfach nie wieder schlafen. :D

Was ist das Ziel des Spiels?

Soweit ich es verstanden habe, geht es darum möglichst viele Punkte (oder Herzchen …) bei einem einzigen Charakter zu sammeln. Was passiert, wenn man überall in etwa gleich beliebt ist, weiß ich nicht, geschweige denn, ob das überhaupt möglich ist. Da ich aber bei meiner App-buggt-rum-Fehlersuche als Überschrift in einem Forenartikel gelesen habe, dass es Leute gibt, deren Spiel nach vier Tagen trotz Gameprogress als „failed“ abbricht, kann das natürlich auch eines der möglichen Endszenarien sein. Da man sich nach vier Tagen für einen der Charaktere entscheiden muss, gehe ich nämlich mal davon aus, dass zu ausgeglichenes nett sein einen nicht weiter bringt.

Nicht alle Charaktere sind übrigens gleich häufig im Chat unterwegs und nicht alle kommen gut miteinander aus. Da wie erwähnt alle fünf sehr unterschiedlich sind, kommt es außerdem oft genug vor, dass die Wahl zwischen zwei Antworten auch bedeutet, dass man nur einem der anwesenden Charaktere zustimmen kann. Okay, manchmal tritt man auch in ein Fettnäpfchen und gibt Antworten, die einem gleich bei mehreren Charakteren Minuspunkte einbringen, aber so is das eben im virtuellen Leben. ^^‘

Igitt, ich habe Spaß!

Ich muss gestehen, auch wenn es mir zwischenzeitlich auf den Keks geht: Ich mag das Game. Also zumindest den Humor. Wer auch immer auf die Idee gekommen ist, einen der Charaktere Alpträume haben zu lassen, dass alle außer der Spielerin in Wirklichkeit Roboter seien, die vorprogrammierte Antworten von sich geben … Ich verneige mich vor diesem Zynismus. :D

Gerade die absurden Organisationen, die man zur Party einladen kann, haben meistens sehr spleenige Vorsitzende. Ich gebe zu, ich habe gegoogelt, welche emails ich verschicken soll, weil man immer nur eine ganz knappe Antwortmöglichkeit und nicht die ganze email sieht und ich anfangs verwirrt war, ob ich wirklich so offensichtlich lügen soll („Ich bin Dia, lol.“). Aber lasst euch gesagt sein, teilweise lohnt es sich wirklich die emails durchzulesen, weil zumindest die richtigen Antworten so auf die Charaktere angepasst sind, dass ich beim Durchlesen eigentlich immer meinen Spaß hatte.

Ohnehin sind die meisten Charaktere (seien es Partygäste oder Flirtpartner) so übertrieben klischeehaft, dass es schon wieder sehr unterhaltsam ist. Insbesondere die Antwortmöglichkeiten den erwähnten narzisstischen Charakter betreffend bringen mich regelmäßig entweder zum Kopfschütteln oder laut loslachen. Ich glaube wenn ich das Spiel nochmal spielen und den Weg dieses Charakters einschlagen sollte, muss ich mich anstrengen überhaupt gar nichts mehr ernst zu nehmen. Andernfalls würde ich bei folgenden Antwortmöglichkeiten (die meiner Befürchtung nach wohl die richtigen für sein Szenario wären) jeglichen Selbstrespekt verlieren.

Ich habe einen Dating-Weg eingeschlagen! \(^_^)/

Im Nachhinein bzw. mitten im Spiel habe ich dann durch Zufall gelesen, dass es eine bestimmte Reihenfolge gibt, in der man die Charaktere durchspielen soll. Denn es ist ja eine Visual Novel, es wird also theoretisch eine Geschichte erzählt. Damit hätte ich also einen Anreiz die Sache doch noch einmal zu spielen. Aber so ein Aufwand und dann noch vier Mal? Und dann solche Antworten geben müssen und mir das dazugehörige Gesülze anzuhören?? O____O Ich weiß ja nicht.

Gestern Abend habe ich einen der Wege eingeschlagen, der zu einem bestimmten Charakter führt. Seitdem unterhalten sich die anderen Charaktere mit mir vornehmlich über den von mir ausgewählten Crush, sind aber trotzdem weiterhin nett zu mir. Ich weiß, es würde kaum Sinn machen, wenn auf einmal vier von fünf Leuten nicht mehr mit mir reden würden oder beleidigt wären, aber ich bin trotzdem positiv überrascht. Vor allem, weil ich auch bei den anderen einige Herzen gesammelt hatte, weshalb mir auch zwei der anderen Charaktere sehr eindeutig auf Dating abzielende Komplimente gemacht haben. Das fällt dann vermutlich weg, ebenso wie hoffentlich endlich die „He is so handsome, I wanna xxxxxxx his xxxx!!“-Auswahlmöglichkeiten für Mr. „Ich kann nichts dafür, dass ich so gut aussehe“ wegfallen. Hoffentlich.

Was übrigens die Dating-Frage angeht, die ich weiter oben erwähnt habe („Eigene Meinung oder Punkte bei Charakter Soundso sammeln“), so hoffe ich, dass die meisten Leute im realen Leben recht schnell erkennen, dass „Punkte sammeln“ noch niemandem etwas gebracht hat. Außer ihr steht auf Rabatte im Supermarkt eures Vertrauens und gebt dafür gerne eure Adresse an. Aber in Datingfragen ist es keine gesunde Taktik zu 100 % zu versuchen, dem potenziellen Partnerwesen alles recht zu machen. Zumindest nicht, wenn man sich psychisch nicht selbst kaputt machen möchte. In der virtuellen Welt ringe ich noch mit mir, wie ich mit diesem Problem umgehen soll. Ich würde gerne immer so antworten, wie ich das auch in der Realität tun würde. Oder aufgrund der begrenzten Antwortmöglichkeiten zumindest ungefähr so. Da das Spiel aber darauf basiert, dass man sich für eine Person entscheidet, fühle ich mich gezwungen, unvernünftige oder nicht meinem unvirtuellen Charakter entsprechende Antworten zu geben, wenn ich vermute, dass „lmfaoooooooo“ mir Punkte einbringt. Ja, so tief bin ich gesunken.

Everyday I’m chahatting …

In anderen Aspekten ist Mystic Messenger ebenso wie eine gewisse Gatebox schon leicht gruselig. Zumindest wenn ich mir vorstelle, dass es Leute gibt, die das Spiel ein wenig zu ernst nehmen. Denn ich nehme einfach mal an, dass oft Leute wie ich dieses Spiel spielen. Also Personen, die gerade eher nicht so viel zu tun haben, keine Freunde vor Ort haben, mit denen sie sich treffen könnten und die vermutlich gerade auch niemanden daten. Das klang jetzt trauriger als ich dachte, aber damit wollte ich sagen, dass man mit Job, Studium, Freunden und/oder Partnern, die man im realen Leben trifft, so eine App eben noch schlechter im Alltag unterbringen kann und man vermutlich gar nicht erst auf die Idee kommt, so ein zeitintensives Spiel mit so eindeutigem Romantikkram zu installieren. Jetzt stelle ich mir gerade vor, was wäre, wenn man einen Partner oder eine Partnerin hat und die mitbekommen, dass man nachts um halb 5 mit virtuellen Menschen flirtet. Ich weiß ja nicht, ob man sich dann als Partner noch so gewertschätzt fühlt … :D

Wenn ich schon nach eurer Meinung frage, wollte ich euch noch ein gewisses Gefühl dafür geben, wie zeitintensiv das Spiel sein kann. Wie erwähnt kann man (mit Ausnahme der relativ seltenen Telefonate) im Spiel hauptsächlich drei Dinge tun: chatten, SMS schreiben und emails verschicken. Die Chats sind die interessantesten und aufwändigsten Tätigkeiten, die trotzdem meist nur 5-10 Minuten dauern. Textnachrichten erhält man direkt nach Ende eines Chats und kann diese ohnehin immer nur einmal beantworten. Je nach Ladezeit dauert das also nur zwei Minuten. Die emails kommen meist auch wenn man bereits online ist und nehmen ebenfalls nur ein oder zwei Minuten in Anspruch, da man auch hier nur jeweils eine von zwei Antwortmöglichkeiten auswählen und absenden kann. Allerdings hat sich das Game bei mir im Durchschnitt mindestens 11 Mal pro Tag gemeldet. Möchte ich also alle Chats mitnehmen, dann kann ich damit rechnen, mich alle zwei Stunden einloggen zu müssen. Wäre das Spiel mein Freund, dann würde ich mir fast schon Sorgen, um dessen Anhänglichkeit machen. ^^

Ist es ungesund, Gefühle für virtuelle Personen zu entwickeln?

Da ich keine Expertin in Sachen Otome- oder Dating-Games bin, kann ich natürlich nicht beurteilen, ob der Großteil der Spieler und Spielerinnen das einfach nur zum Spaß spielt oder um einer gewissen Einsamkeit zu entkommen. Nur um das anzumerken: Ich habe auch nichts dagegen, virtuelle Charaktere zu benutzen, damit man sich besser fühlt. Ich frage mich nur eher, ob es, wenn man das Spiel ernst nimmt, nicht zu schmerzhaft wird, wenn einem vielleicht am Ende des Spiels bewusst wird, dass man die Person, zu der man die letzten Tage eine emotionale Bindung aufgebaut hat, niemals treffen kann. Oder ist das Prinzip hier das gleiche wie bei „waifu“ und „husbando“? So bezeichnen sehr große Anime-Fans ihre geliebtesten Charaktere, die sie gedanklich  geheiratet haben. (Ja, das heißt „wife“ oder „husband“ – japanisches Englisch for the win …) Falls ihr keinen Plan habt, wovon ich rede, dann schaut euch den Artikel von Anime-Bloggerin Lauren Orsini bei Forbes an, darin erklärt sie das Phänomen sehr gut: „Why adults fall in love with cartoon characters“. Vielleicht lässt es sich sogar mit Fans von Stars vergleichen, bei denen die Verliebtheit auch nicht darauf basiert, dass man die Person wirklich persönlich kennt. Andererseits macht es die Illusion der Interaktion und dass das virtuelle Gegenüber einen wirklich zu mögen scheint, vermutlich noch einmal schwerer, keine zu krasse emotionale Bindung aufzubauen, da keinerlei offensichtliche Distanz vorhanden ist. Natürlich nur, wenn man dazu neigt, so zu reagieren, ich gehe jetzt nicht davon aus, dass jeder, der das Spiel spielt, es automatisch hoffnungslos verliebt und mit gebrochenem Herzen beendet.

Entwickelt man wirklich Gefühle für virtuelle Personen, dann ist es zusätzlich auch wesentlich wahrscheinlicher (wie in Lauren Orsinis Artikel angesprochen), dass man für diese Personen Geld ausgibt. Gerade bei den Minitransaktionen in Mobile Games kann das fatal sein. Aber ich wage es jetzt einfach mal, zu behaupten, dass in diesem Fall die meisten Leute mit der Maximalanzahl an Sanduhren für 45,99$ zurecht kommen sollten, egal was sie alles machen möchten. Für das Geld bekommt man nämlich 2000 davon. Das heißt, selbst wenn man 100 Chats verpassen sollte, hat man immer noch genügend übrig, um die beiden bisher erschienenen DLCs für 100 bzw. 60 Stundengläser zu kaufen. Jetzt habe ich extra mal gesucht, ob man für noch irgendetwas Geld ausgeben kann und festgestellt: Es gibt eine „unlimited calling card“ (22,99€ für alle und 3,59-6,50€ für die einzelnen Personen), mit der man die Charaktere so oft anrufen kann, wie man möchte. Im Normalfall kostet das nämlich 5 Sanduhren pro Versuch und die Wahrscheinlichkeit ist (vermute ich) ziemlich hoch, dass man den Anrufbeantworter anstelle des äh interaktiven Anrufbeantworters erreicht. Okaya, ob ich da jetzt einen Sinn drin sehen sollte, lassen wir mal offen … o.o Nun ja, bankrott gehen wird man wegen dieses Spiels schon mal eher nicht, aber muss man beispielsweise noch mit Taschengeld haushalten, dann könnte es durchaus knapp werden.

Hm. Wir werden sehen, ob ich am Ende des Spiels (falls ich es schaffe zu einem happy ending zu kommen), eher zufrieden mit dem Ablauf des Spiels sein werde oder ob ich meinen Chatpartner bis dahin schon so lieb gewonnen habe, dass ich traurig bin, wenn es vorbei ist. Und ob ich für irgendetwas wirklich Geld ausgegeben habe. Mich würde sehr interessieren, wie ihr das Thema seht. Habt ihr vielleicht schon mal so ein Spiel gespielt? Oder kennt ihr jemanden, der solche „Dating“-Games mag? Vielleicht habe ich ja auch das ganze Genre falsch verstanden und die meisten Visual Novel Games sind eigentlich gar keine kitschigen Romantiksimulatoren, sondern in Wirklichkeit storybasierte Spiele mit Tiefgründigkeit? Wenn ihr mehr wissen solltet, dann dürft ihr mich da auf jeden Fall informieren! ^^ Ach ja und wie steht ihr eigentlich zu In-App-Käufen? Gefährlich, nützlich, sinnlos?

Ich werde dann mal versuchen trotz des ganzen Stresses als Partyorganisatorin meine Sachen zu packen und morgen meinen Flug nach Deutschland zu erwischen. :D Ich hoffe der Artikel war nicht zu random, aber ich finde wenn ich schon unterhaltsame Sachen mache, dann kann ich die ja auch mit euch teilen. ^^ So, wünscht mir Glück beim viel zu viele Dinge in einen Rucksack stopfen und alles was nicht reinpasst per Paket nach Deutschland zu schicken! :o

Eure gefühlt die nächsten zwei Tage in einem Flugzeug verbringende nervöse App-Flirterin
0utofjoint =)

PS: Mir fällt gerade auf, dass ich das Thema falsch herum bearbeite. Erst über Sex in Mangas schreiben und dann übers Flirten in Apps? Und das Real Life lasse ich quasi komplett aus. Irgendwo is da was falsch gelaufen bei mir … xD

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14 Kommentare

  1. Yuki und ich habe vor einigen Jahren Second Life (SL) „gespielt.“ Das war, als wir noch in getrennten Städten wohnten. Wobei gespielt so eine Sache ist bei SL. Wir hielten damit Kontakt und haben uns über die Voice Funktion unterhalten, gleichzeitig aber auch diese virtuelle Welt erkundet.

    SL war und ist aber immer auch eine Plattform, um andere Menschen kennenzulernen. Gewollt war das so nie von den Machern. Aber ich weiß von Bekannten, dass es Begegnungen SL – RL gab, die sogar Ehen zerbrechen ließ.

    Ja, man kann durchaus Gefühle für virtuelle Charaktere entwickeln. Die Zahl der Einsamen geht gegen unendlich und viele interpretieren eigene Gefühle, Wünsche und Hoffnungen in das virtuelle Gegenüber. Ich habe einige, nennen wir sie Verzweifelte, virtuell getroffen,

    SL war nie exklusiv für RL-Dating ausgelegt und ich hätte eine solche Plattform auch nie genutzt. Als reiner Chat, zum Gedankenaustausch mit (Menschen deiner Wahl aus Land deiner Wahl einsetzen) ist und war SL genial. Aber ich bin dort schon lange nicht mehr zu finden. Warum auch?

    Schaut man tiefer, schaut man hinter die Kulissen dieser Unterhaltungsindustrie, wird und muss man daran zweifeln, ob es lediglich um Geld geht oder ob „man“ damit die Masse kontrollieren und von aktuellen Ereignissen (Politik) fernhalten kann.

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    1. Ah, da hab ich vor lauter Rückflügen glatt das Antworten vergessen …
      Second Life als Chat-Option für Fernbeziehungen, auch interessant. ^^ Wobei ich auch bei SL die Interaktion mit Menschen, die wirklich im realen Leben existieren dann doch auch vorziehen würde. ;)
      Die Frage die sich mir stellt, ist ja immer noch die, ob ich es den Leuten gönne, die mit nicht RL-„Partnern“ glücklich werden oder ob ich deren Glück anzweifle und davon ausgehe, dass es nur ein Ersatz für die RL-Version ist …
      Klar, die Firmen haben nicht immer das Beste der Kunden im Sinn, auch wenn ich gezielte Kontrolle weg von relevanten politischen Ereignissen dann doch für etwas zu umfassend geplant halten würde.

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  2. Es gibt ein ähnliches Spiel in einem völlig anderem Genre, das sich Paralax nennt. Funktioniert ebenso wie eine Chat-App und erzählt durch die „Interaktion“ mit den Chatpartnern die Geschichte.
    Finde die Art, wie der Spieler in das Spiel eingebunden wird sehr interessant. ^^

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        1. Cool! ^^ Aaaaber ich bin ja immer noch Zombiephobiker (grade die Kurzbeschreibung gelesen) also vielleicht überlege ich mir das lieber nochmal … o_o
          Es ist eine App, natürlich gibt es da die Möglichkeit Geld auszugeben! 😁 Aber chapeau, dass du es schaffst nicht zu ungeduldig zu sein und der Zahlungsversuchung zu widerstehen! ^^

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    1. Ja :D Bin schon erstaunt, dass ich den zweiten Teil von „Maze Runner“ überstanden hab, den ne Freundin von mir unbedingt gucken wollte. Dachte zuerst, dass ich da auch panikieren würde. ^^
      Yay, ein netter Entwickler :)

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  3. Dating Simulatoren sind mir vor ca 10 Jahren schon mal heftig überall um die Ohren geflogen. Und jetzt gerade wieder. Ich bekomme das massig als Werbung angezeigt, einfach nur weil ich viel Manga Kram google, schätze ich. Die Querverbindung finde ich schon mal sehr fragwürdig … davon abgesehen halte ich eigentlich nicht so wahnsinnig viel davon, könnte mir aber vorstellen trotzdem damit angefixt zu werden. ;) So als Guilty Pleasure. Ich denke aber, dass das für sehr junge und einsame Menschen ein schlechter Deal ist, weil sie auch ein seltsames Bild von der Partnerfindung bekommen und das mit „dem anderen gefallen wollen“ gleichsetzen.
    Und ein ähnliches Problem habe ich mit dem bezahlen in den Apps. Es ist schon ein schlaues Geschäftsmodell … mir lief das früher sehr viel bei Facebook Browser-Games über den Weg. Aber auch hier sehe ich das für jüngere Leute ganz schön kritisch.

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    1. Um die Ohren geflogen klingt sehr ungesund. :D Ja, die Querverbindung finde ich auch interessant, allerdings ist der Stil der Games ja meistens schon manga’ig und viele Games kommen aus Japan oder eben Südkorea. Also irgendeinen Zusammenhang gibt es da scheinbar.
      Bei den negativen Aspekten stimme ich dir voll zu. Es ist immer schwierig, wenn Personen ohne richtigen sozialen Halt bzw. in einer beeinflussbareren psychischen Lage mit Dingen wie vorgespielten Emotionen konfrontiert werden. Was das Problem mit den Partnern angeht, würde ich noch etwas hinzufügen wollen. Denn neben diesem „dem Partner gefallen wollen“ simulieren diese Games teilweise eher ein „dein Partner liebt dich über alles und du musst nichts dafür tun außer die richtigen Antworten anzutippen“ und lassen somit wie bei diversen romantisch-bedenklichen Filmen einen Großteil der Partnersuche und des Zurechtkommens mit anderen (aka Kompromisse) vollkommen außen vor. Aber gerade diese „grundlosen“ Komplimente und Liebesgeständnisse sind vermutlich das, was einen an diesen Games „anfixt“, wie du es ausgedrückt hast. Wir wollen ja leider alle irgendwie bedingungslos geliebt werden und sei es nur in schwachen Momenten. 😅
      Diese Microtransactions wurden ja sogar schon vor Jahren von Southpark kritisiert und waren immer schon kritisch. Denn Minibeträge kann man „mal eben“ ausgeben und hat man die Zahlungsinfos einmal hinterlegt und muss nur noch auf „buy“ klicken, summiert sich das ganz schnell. Daher habe ich auch extra geschaut, wie bankrott man mit diesem Game werden kann und Mystic Messenger für definitiv taschengeldgefährdend, aber im Normalfall eher nicht hypothekenverursachend befunden. ^^‘

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  4. I’m totally behind with reading you posts, but I played this game too! Haha yep, Yoosung is bae! :P I actually tried all different characters, but Mr. Chairman was just weirdly obsessed with his cat, and Mr. Narcissist was too obsessed with himself. I did like the Luciel path though. XD
    But you’re right, the fact that you have to do chats at night is just too much. I did lose sleep with this app but I never did the chats at 3am, I just used the few free hours glasses I had.. :P
    I laughed so hard when you compared yourself to a 14-year old K-pop fan. I used the same reference in my post about when I got to speak to that one guy of a little band I like. OMG. x’D

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    1. And I am totally behind with reading anything AND answering comments, so don’t worry! xD
      Ah, yeah, I think Luciel would have been my second favourite, although he could be quite mean. ^^ And yeah, I bought a Yoosung keychain afterwards. I just couldn’t stand not buying it, due to adorableness overload. :D
      And yeah, the app is really only half as useful for people who already have a full schedule. But maybe they don’t need to date virtual people anyway? XD
      Oooh, I need to read your posts as well, but at the moment I am already losing sleep without any dating app and without doing something as educating as reading other people’s blog posts … I need more hours in my days and maybe also should slack off less … (。º̩̩́⌓º̩̩̀).゜
      Well, a few months later and I AM kind of a Kpop fan, so maybe I predicted the future :D So, did you scream at him hysterically and almost faint? ^^

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