crazy people

Eine ganz wichtige Kategorie! Alle irren, spannenden und verwirrenden Begegnungen mit Menschen der seltsamen Art -und natürlich meine Meinung dazu- findet ihr hier.

Foto: Pixabay/Hans

Ritalin, ADS und ich – grüblerische Erkenntnisse

Na? Hattet ihr bisher ein schönes Pfingstwochenende? Ich schon, ich konnte nämlich endlich mal etwas tun, was ich schon seit Wochen tun möchte: nichts. Einfach nur nichts. Ich bin in den letzten Wochen ständig hin und her gehetzt und habe mal wieder keine Zeit für dieses wunderbare Nichts gehabt. Und damit meine ich jetzt nicht das „Nichts“ aus der unendlichen Geschichte, diese gruselige Abwesenheit von Awesomeness, die alle plüschigen Wesen verschlingt, sondern die Gelegenheit mit Entspannung gegen die Leere in meinem Hirn anzuarbeiten.

Wo wir gerade beim Thema Hirn sind: Durch Zufall (okay, weil es in meiner Abobox war) habe ich gestern ein interessantes Video über AD(H)S gesehen. Darin haben die sympathischen Internetmenschen Marti und Rick erklärt, was es eigentlich mit dem Begriff „Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom“ auf sich hat, den bestimmt jeder von uns schon einmal gehört hat. Außerdem räumen sie mit den Vorurteilen auf, die man mit dieser Diagnose verbindet, besonders mit der Vorstellung, dass AD(H)S eine Entweder/Oder-Krankheit ist, bei der kleine Kinder permanent hibbelig und unkonzentriert sind und ohne Medikamente nichts auf die Reihe bekommen. Der Übergang vom ultrakonzentrierten Arbeitsmenschen, der sich null ablenken lässt zu „Ich muss das unbedingt heute ferti- Uuuuh, ein Eichhörnchen!“ ist nämlich eher fließend.

Während des Videos ist mir dann aufgefallen, dass ich selbst vermutlich auch so ein bisschen ADS’ig bin, worüber ich vorher noch nie nachgedacht habe. Aber die Symptome „sich nur auf bestimmte Sachen konzentrieren können“ und „kreativ sein“ in Kombination mit „wirre Hirnverbindungen haben, die zu komischen Zusammenhängen zwischen Themen führen“ … also das hat mich jetzt schon irgendwie an mich – Oh, mein Kaffee ist fertig! Okay, lassen wir die Scherze, ihr versteht sicher was ich meine. ^^ (mehr …)

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Es gibt so viel zu sehen! – Die DoKomi 2016 #3

Nachdem ihr schon mein Gejammer über die Hin- und Rückfahrts-Odyssee zur DoKomi 2016 ertragen musstet und euch Bilder von Cosplayern anschauen konntet, fasse ich nun endlich mal zusammen, was sonst noch so auf der Messe los war.

Da wir leider nur ein paar Stunden Zeit hatten, haben wir so einiges verpasst. Zum Thema Workshops und Shows kann ich euch dieses Mal also leider nicht mehr Informationen liefern als das Programmheft der DoKomi. Trotzdem! Zeichner, Essen, Merch! Wir haben sehr viele sehr tolle Sachen gesehen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will. :)

Bevor ich meine Mitherumlaufer gefunden hatte, bin ich kurz durch Messehalle 3 gehetzt und im Vorbeirennen auf einen Stand gestoßen, der auf den ersten Blick an die „LIES!“-Bibelstände* erinnert, die man sonst in der Fußgängerzone immer mit großem Abstand oder möglichst grumpy-satanistisch aussehend passiert und der auch noch ein „Bundesamt“-Logo auf dem Plakat hat. (* = Gibt es eigentlich irgendjemanden, der da nicht automatisch das englische „Lügen!“ bzw. die Anweisung „Lüg!“ liest? Ô.o)

Ist das nun Bibelpropaganda der Regierung?! Nope. Bei genauerem Hinschauen bemerkt man nämlich, dass es sich dabei um das „Bundesamt für magische Wesen“ handelt und auf den Buchcovern jemand abgebildet ist, der irgendwie Ähnlichkeit mit Edward Dingenskirchen aus Twilight hat. Was kein Zufall ist, da es ein Werbestand für Gay Vampire Romane von Hagrn Ulrich ist. Ich bin immer wieder erstaunt was es alles für Genres gibt. :D Jedenfalls mal ein etwas anderer Merchstand, der mich direkt positiv überrascht hat. ^^

Ihr seht es schon: der obligatorische Tabletop-Raum durfte natürlich auch nicht fehlen. Dort wurde „Krosmaster Arena“ gespielt, was durch sehr niedliche Miniaturen natürlich dafür gesorgt hat, dass ich es fotografieren musste. Was wiederum nicht heißt, dass ich einen Plan hätte, was man mit den Figuren, Karten, Würfeln und Plättchen auf dem Spielbrett dann anstellen muss. Aber es sah hübsch aus und falls euch sowas interessiert könnt ihr ja selbst mal gucken. :P

So viel Talent in einem Raum :O

Mein liebster Raum auf der DoKomi war die Zeichnerallee, die für meinen Geschmack auch gerne noch ein bisschen mehr Platz einnehmen dürfte, damit man sich nicht immer so an den Ständen dazwischendrängeln muss, um nicht gleich den ganzen Gang zu blockieren. Dort gab es so viele talentierte Menschen und ich hätte am liebsten mit jedem zweiten gesprochen und ihr oder ihm ein Bild abgekauft. Ich habe mir auch vorgenommen (was ich mir alles vornehme) beim nächsten Mal wieder so früh da zu sein, dass ich mich auch ohne großes Gedrängel mit nicht vollkommen gestressten Zeichnern unterhalten kann. Ich hoffe die Transportgötter werden in Zukunft mit mir sein.

Ich hätte auf jeden Fall Stunden allein damit verbringen können, mir an jedem Stand genauer anzuschauen, was es dort so gibt. Vor allem die unterschiedlichen Stile fand ich sehr faszinierend. Nicht nur was die Technik angeht (Aquarell, Buntstift, Marker, digital, alles^^), sondern auch bei der Art, wie die Charaktere gestaltet waren, konnte sogar ein laienhaftes Wesen wie ich krasse Unterschiede ausmachen. Und jubilierend im Kreis rennen, weil da doch so viel schön und hübsch und so war!

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Das große Cosplayer-Skin-Googlen :D – Die DoKomi 2016 #2

Endlich bin ich dazu gekommen, meine Fotos von der DoKomi zu sortieren und stelle fest: Ich mag Cosplayer, die das Standardaussehen eines Charakters darstellen. Die sind nämlich viel einfacher zu erkennen. :D Andererseits sehen gerade die Nicht-Standard-Skins oft großartig aus und die Hauptsache ist ja, dass cosplayen Spaß macht. Also genug Geschwafel, fangen wir an!

Epische Krieger mit epischen Rüstungen

Ich habe im Lauf der Woche sehr viel gegoogelt, da ich nicht alle Cosplayer, die PeeT interviewt hat auch kannte, aber natürlich trotzdem die Fotos mit euch teilen wollte. Mehrere Charaktere aus League of Legends waren dabei, unter anderem auch ein Paar, das Darius und Lux dargestellt hat. Wenn man die Charaktere einzeln googelt, bekommt man meistens die megaepischen ultra-Battle-Bilder mit Blut und Schmutz und Explosionen und blaa, die sich in einer Messehalle nicht so ganz nachstellen lassen. Ich habe stattdessen einfach mal nach „Darius Lux League of Legends“ gegoogelt und muss sagen, dass die beiden, denen wir auf der DoKomi begegnet sind, ihre Charaktere als Paar wirklich richtig gut getroffen haben. (Ein Hoch auf Shipping und zeichnende Fans! ^^)

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Lux und Darius

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Zen-Meditation für Fortgeschrittene – Die DoKomi 2016 #1

Ooooohhhhmmmm … Samstag war ein sehr ereignisreicher Tag. Wir (PeeT seine Freundin, die ich jetzt offiziell Peetine nennen darf :D und ich) waren auf der DoKomi* in Düsseldorf. Wie sich das gehört sind wir alle mitten in der Nacht aufgestanden und um 8.15 war ich dann bereit, um am Bielefelder Hauptbahnhof abgeholt zu werden. Leider hat sich den beiden anderen auf dem Weg nach Bielefeld spontan eine Autobahnausfahrt in den Weg geworfen und sie in die Irre geleitet, sodass wir letztendlich erst um 9.30h dort losfahren konnten. Aber gut. Wir wollten ja bloß rechtzeitig ankommen, damit die beiden noch Tickets an der Tageskasse ergattern konnten und mit dem Auto sollte sich Düsseldorf ja in anderthalb oder zwei Stunden erreichen lassen.

Gewiefte Leser werden an dieser Stelle misstrauisch, da sie den Tonfall erahnen, mit dem ich sonst „Die Bahn war ja noch immer pünktlich!“ sagen würde. Zu unserem Pech hatte leider ein Gefahrentransporter genau in dem Autobahnabschnitt einen Unfall auf den wir 80 km von Düsseldorf entfernt aufgefahren waren. Zu unserem Glück nicht in unmittelbarer Nähe unseres Autos, sodass wir unfalltechnisch oder gefahrgutsweise verschont blieben. Zu unserem Unglück ging dann einfach mal nix mehr, weil beide Richtungen der A2 komplett gesperrt wurden.

*= Die Fotos und der eigentliche Bericht über die Messe kommen in einem zweiten Artikel! Ihr werdet merken warum. :D

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Die Erfahrungen eines Noobs!

Noob [nʉb] – […] wird je nach Kontext mehr oder weniger abwertend im Sinne von „blutiger Anfänger mit absolut keiner Ahnung“ gebraucht. In Online-Computerspielen wird dem Adressaten damit oftmals die Kenntnis grundlegender Spielregeln oder die Befähigung zum hilfreichen Mitspielen abgesprochen. Wikipedia.

Wie bereits erwähnt, habe ich mir vor einigen Wochen spontan einen Gaming-Laptop, einen Controller und Dark Souls III zugelegt. Bei dieser Aussage könnte ich es einfach belassen, aber ich finde, dass es viel spannender ist, wenn ihr einen Erlebnisbericht der Anfängerin 0utofjoint bekommt. Und da ich gerade krank zuhause sitze und außer Husten nichts zu tun habe, dachte ich mir, ich bastel euch einfach mal einen.

Aller Anfang ist … Charaktererstellung

Ähm. Ja. Zuerst habe ich bei Dark Souls eine halbe Stunde damit verbracht, mit dem Charaktereditor vollkommen überfordert zu sein (Woher soll ich denn wissen, ob mein Charakter ein vorstehendes Kinn, eine tiefsitzende Nase oder einen großen Augenabstand hat??) und wurde schon von den gemeinen anderen Menschen, die bereits seit 7 Uhr morgens durchgespielt haben, ausgelacht … Was ich nicht sehr nett fand, immerhin habe ich noch nie einen Charakter für so ein RPG (also Roleplay-Game) erstellt und war dementsprechend fasziniert wie viele Dinge man dort einstellen kann. Nachdem ich dann aber beim Haut-Grundton und der Tiefe der Schatten unter den Augen angekommen war, habe ich aufgegeben. Um kurz darauf festzustellen, dass ich als Krieger zu Beginn sowieso einen Helm aufhabe und man gar nicht sieht, wie mein Charakter letztendlich aussieht … xD Aber Hauptsache ich habe ein wenig Zeit verschwendet und konnte mich vorm eigentlichen Spiel drücken.

Für alle die Dark Souls nicht kennen, es ist – ganz ganz grob erklärt – ein sehr schwieriges Spiel, bei dem man in einem mittelalterlichen Setting als Krieger, Magier oder ähnliches herumrennt und Zombies abmetzelt.

Anfangs wollte ich (auf den Ratschlag meines Kumpels hin, dass Magier ja viiieeel einfacher seien, weil sie auf Distanz angreifen und man dann nicht immer so verprügelt würde) einen Magier oder Zauberer spielen – oder wie auch immer die nun offiziell heißen. Jedenfalls einen von denen, die immer so lustige Zauberstäbe haben und leuchtende Sachen durch die Gegend schießen. Leider musste ich innerhalb der ersten paar Sekunden feststellen, dass ich als im wahrsten Sinne des Wortes blutige Anfängerin damit nicht einmal bis zur ersten Nachricht des Tutorials kam, weil ich binnen erwähnter Sekunden gleich von mehreren Zombieskelettuntotenhollow-Viechern abgemetzelt wurde. Von wegen Distanzkampf! o.O (mehr …)

Jahrestag?

Wie was? Heute ist Jahrestag? WordPress! Wir kennen uns nun schon zwei Jahre? So viel Zeit haben wir bereits miteinander verbracht und heute gratulierst du mir einfach? Einfach so, ohne es vorher anzukündigen? Jetzt fühle ich mich wie einer dieser stereotypischen Ehemänner aus amerikanischen Comedysendungen, der von seiner Frau freudestrahlend begrüßt wird und der sich dann spontan einen Tisch im besten Restaurant der Stadt organisieren muss, ohne dort reserviert zu haben.

Schaue ich so in mein Beitragsarchiv, stelle ich allerdings fest, dass unser Jahrestag bereits vorbei ist. So genau hast du dir das also auch nicht gemerkt. Aber wo wir schon einmal dabei sind, blicken wir doch lieber gemeinsam zurück auf zwei Jahre Bloggen. :)

Am 11. April 2014 – das ist wirklich schon zwei Jahre her! – habe ich meinen ersten Artikel veröffentlicht. Der erste Teil von „Warum guckst du Anime?„, den ich einfach so spontan ins Netz geschrieben habe, ohne zu wissen, wo die Reise mit diesem Blog dann hingehen würde. Meine ersten Sätze an euch alle da draußen lauteten: (mehr …)

Zensur oder Schutz?

Ich lerne ja täglich Neues. Okay, vielleicht nicht an den Tagen, wo ich einfach nur vorm PC abgammle und Youtube-Videos schaue … wobei, doch, selbst wenn ich LetsPlays von unbegabten Spielern schaue, lerne ich oft noch etwas. Heißt das ich habe Lerntalent? Krieg ich dafür ’nen Keks? :D Vielleicht sollte ich mal einen Artikel mit „Was ich aus Letsplays gelernt habe“ schreiben … Äh, wo war ich? Ach ja.

In letzter Zeit bin ich über ein paar Artikel gestolpert, die ich sehr spannend fand und die – wie so oft bei mir – eigentlich nicht das geringste miteinander zu tun haben. Aber ihr kennt ja mein Hirn mittlerweile bestimmt schon. Das macht gerne diese Punkte-Verbinden-Rätsel, bei denen wir als Kinder sowieso schon immer wussten, was rauskommt. Nur eben mit den Seiten aus drei Malbüchern gleichzeitig. Und das was dann als Gesamtbild herauskommt, das teile ich normalerweise hier mit euch. Mein Hirn ist also euer persönliches, bereits ausgefülltes „Connect the Dots“-Buch. Ist das nicht einfach toll?? (Ich hoffe ihr habt euch die hysterische Teleshopping-Verkaufsstimme dazu gedacht. :D)

So, genug mit Videoschauen und seltsame Dinge shoppen abgelenkt. Dieses Mal habe ich entschieden, dass ich mich ausnahmsweise nur auf ein Thema fokussiere, damit ich nicht schon wieder einen 800-Seiten-langen Artikel produziere, bei dem am Ende keiner mehr weiß, was er zu Beginn kommentieren wollte. ^^ Das liegt unter anderem auch am Thema, das unter Umständen für einige Diskussionen sorgen könnten. Es geht um einen nicht von mir geschriebenen, aber trotzdem ultralangen Artikel, dem man vermutlich noch hunderte andere Texte widmen könnte und der eher trocken, aber zugleich auch provokant geschrieben ist. Es handelt sich um „The Coddling of the American Mind“ bei The Atlantic, der schon ein paar Monate alt ist und sich mit Triggerwarnungen befasst.

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Random Grammatik-Gedöns des Tages! ^^

Ich sitze gerade an einem öffentlichen PC und schreibe Bewerbungen. Im Gegensatz zu meinem Schrott-Lappi, den ich seit ungefähr anderthalb Jahren schon mal platt machen und neu aufsetzen wollte, hat der hier nämlich Word. So ein richtig echtes Textverarbeitungsprogramm! Ich muss nicht alles mit Google-Docs machen! :O :O :O Dat feeling of Professionalität. *~* Jedenfalls habe ich jetzt schon zwei geschrieben und warte auf die Rückmeldung zu meinem Gebrabbel in der letzteren und auf die Rückmeldung von jemanden, der mir sagen soll, ob ich ihm das digital oder nur per Post schicken darf. Stellenanzeigen sind da nicht immer so 100 -%-ig eindeutig.

Jedenfalls dachte ich mir, ich könnte meine Wartezeit ja mal sinnvoll nutzen und Kommentare beantworten (war dann sogar nur noch einer :D), anstatt wie zuhause weiter meine Playlist mit 191 Videos von sich gegenseitig in den Kopf schießenden Menschen zu schauen. Also Letsplays jetzt, keine gruseligen Horror-Splatter-Videos. Blutspritzer durch Headshots sind virtuell irgendwie meist wesentlich unbeeindruckender als ein Papierschnitt am kleinen Finger in der Realität. Also finde ich. Wobei ich mich bisher weder virtuell mit einem Blatt Papier geschnitten, noch in der Realität jemandem beim Leute erschießen zugeschaut habe. Eine Erfahrung, die ich mir gerne auch weiterhin selbst vorbehalten möchte. Ich weiß, sehr unspannend. Aber so sind Bewerbungen schreibende Menschen eben. Furchtbar unspannend. Um mich herum machen bestimmt alle voll sinnvolle Dinge. Deswegen verfalle ich jetzt in das Hipster-Schema der ganzen Menschen, die mit ihren MacBooks in Cafés sitzen. Tippen, um nicht aufzufallen. Es weiß ja keiner, was ich dabei für einen Schwachsinn fabriziere. Also außer euch. Und ihr seid das ja gewohnt, nich‘? ^^ Oder heißt es „gewöhnt“? Das ist eine dieser Sachen, die mich jedes Mal wieder in den Wahnsinn treiben, weil mich sadistische Germanisten damit gerne aufziehen. „Du weißt ja nicht einmal, worin der Unterschied zwischen „aufgehangen“ und „aufgehängt“ besteht, ahahahaha!*distinguiert Tee schlürf*“

Jepp. Genau so verhalten sich alle Germanisten, die ich kenne. Haben immer ihren Notfall-Tee dabei, für den Fall, dass ein hämisches Lachen gefragt ist. Nein, ich glaube die letzten Menschen, die mich mit meiner grammatikalischen Unfähigkeit geärgert haben, waren ein Geschichtsstudent und jemand, der äh Sozialarbeit glaube ich macht. Irgendetwas soziales jedenfalls. Und wer nur verstaubte Texte über tote Könige liest oder den ganzen Tag nett zu anderen Menschen sein muss, der kann anscheinend abends schon mal grammatikalisch anspruchsvoller werden.

Ich habe jetzt jedenfalls nachgeschaut, damit ihr auch etwas von meiner Wartezeit habt. Also „gewohnt“ und „gewöhnt“ scheinen mir laut der Duden-Definition fast die gleiche Bedeutung zu haben, nur dass man „sich an etwas gewöhnt“ und „eine gewohnte Umgebung“ hat. Das eine ist also ein Verb und das andere … nich‘. Das reicht mir nun schon, um mein ewiges Dilemma aufzulösen. Falls ich es nicht gleich wieder vergessen sollte. :D

Was das Rumgehänge angeht, so ist das eine der Verwurschtelungen im allgemeinen Sprachgebrauch, die dazu geführt hat, dass zum Beispiel keiner mehr die eigentlich korrekte Form von „erschrecken“ verwendet. Theoretisch müsste man wohl „Ich bin erschrocken!“ ausrufen – aber fast jeder erschrickt mit einem „habe mich erschreckt“, obwohl man sich grammatikalisch dafür mit einer gruseligen Maske vorm Spiegel begegnen müsste. Also wenn ihr nicht gerade von eurem eigenen morgendlichen Anblick vor dem Spiegel einen halben Herzinfarkt bekommt (jaaa, das geht auch nicht, ich weiß), dann seid ihr erschrocken, weil euch jemand anderes erschreckt hat. Sagt das Internet. Und die Grammar Nazis im Internet haben doch immer Recht. ;) Aufhängen, aufgehängt und aufgehangen ist wohl ähnlich. Korrekt wäre da laut Internet „Ich habe das Bild aufgehängt.“ Denn das starke Verb hängen (hängt, hängte, hat (auf)gehängt) wird verwendet, wenn man selbst etwas tut und das schwache Verb hängen (hängt, hing, gehangen) verwendet der schlaue Internetnutzer, wenn irgendetwas einfach irgendwo passiv rumhängt. Also „Ich habe die Leiche aufgehängt.“, aber „Die Leiche hing an der Decke.“ um noch einmal bei den vollkommen unverstörenden Bildern aus meinen LetsPlays zu bleiben. Ich hoffe ihr verzeiht mir die Morbidität. Das macht es mit mir, wenn ich mich mit anderen Menschen umgebe! Ich schreibe über grammatikalische Kleinigkeiten und aufge … hängende Leichen! o_O

Immerhin konnte ich zwischendrin ein wenig an meiner Bewerbung weiterschreiben. Vielleicht sind es auch einfach die Bewerbungen, die mich so fertig machen. Immer muss man allen erzählen, wie toll man ist und dass man der besteste Kandidat für diese oder jene Stelle sei und die Stelle ja ohnehin noch viel toller und das Unternehmen erst! Mensch! Das grandioseste Ding seit der Erfindung des Feuers! Ich werde vermutlich nie richtiges Marketing machen können, weil mir das so gegen den Strich geht. :D Es sei denn ich darf nur Sachen vermarkten, die ich alle wirklich total toll finde. Ich befürchte nur irgendwie, dass das schwierig werden könnte. Ich bin ja kein Youtuber mit Milliarden Abonennten und kann mir meine Product Placements aussuchen. Vielleicht sollte ich doch mal selbst damit anfangen, anderen Leuten virtuell schlimme Dinge anzutun. Es gibt ja immer irgendwen, der sich solch verstörende Dinge in seiner Freizeit anschaut. Leider wäre ich vermutlich so schlecht im Spiel und so ununterhaltsam, dass es sich dann doch wieder keiner anschauen würde. (Selbstbewusstsein, whoooo! :D) Nein, ich spinne nur rum und plane keinen LetsPlay-Kanal, keine Sorge. Ich bleibe euch tippend und stumm erhalten. Vorerst. Falls ich nicht doch zu lange arbeitssuchend bin und deshalb auf dumme Ideen komme. :P

Wie ist das so bei euch? Könnt ihr in der Öffentlichkeit gut arbeiten? Oder habt ihr auch immer das Gefühl, dass die Menschen neben euch mitlesen und euch für seltsame Psychopathen halten, weil ihr zugegebenermaßen ein weeeeenig wirres Zeug schreibt, in dem leicht seltsame Beispiel für vollkommen unschuldige Grammatikregeln verwendet werden? :D Ich hoffe ich konnte euch weiterbilden oder unterhalten oooooooder vielleicht ja sogar beides! :> Die Hoffnung stirbt zuletzt und so! (Und dann werde ich sie aufgehangen haben tun, jaja …) Wer in diesem Artikel Grammatik- oder Rechtschreib-Fehler finden sollte, der teile mir dies angemessen hämisch inklusive Korrektur und Teegeschlürfe mit, ja? Dankeeeee! :D

Einen random flauschigen Abend wünsche ich euch! ^^
Eure 0utofjoint =)

2015, Foto: Pixabay/Sweetaholic

2015 war ein seltsames Jahr

Ich hoffe ihr seid gut ins Jahr 2016 gestartet und fange – als positives Omen sozusagen :D – gleich mal eine Woche zu spät mit meinem Jahresrückblick an. Allerdings habe ich die letzten Wochen fast nie die Zeit gehabt, andere Blogs zu lesen, geschweige denn selbst Artikel zu verfassen, weshalb das irgendwie nicht früher geklappt hat. Und noch zählt das Jahr ja quasi als jung. Wir hatten noch nicht mal Montag bisher!

Es ist so viel passiert in meinem Jahr 2015. Ich habe 2014 das Bloggen für mich entdeckt, aber habe es in der zweiten Jahreshälfte 2015 sträflich vernachlässigt. Woran das lag? Nun, hauptsächlich am Stress und meiner mangelhaften Fähigkeit an mehreren Fronten gleichzeitig damit umzugehen.

Deutschlandweite Drehorte ^^

Ich bin beruflich viel unterwegs gewesen und durfte Kräne besteigen und von oben auf die Einzelteile von Windkraftanlagen schauen (und dabei einen feschen „Bob der Baumeister“-Helm tragen!), ich war auf Messen und habe mich mit einem Barista (also einem Kaffeeexpertenkreations-Onkel) über das Berufsleben unterhalten, bevor ich schwimmende PV-Module beim Rumdümpeln beobachtet habe. Ich habe diverse Filme auf Messen und Veranstaltungen gedreht – manchmal mit freundlichen Menschen, manchmal mit sehr abwertend auf mein Equipment schauenden Menschen und teilweise mit Menschen, die eine Stunde für ein fünfminütiges Video gebraucht haben, weil sie vor der Kamera zu nervös waren, um einen vollständigen Satz hervorzubringen. Was habe ich daraus gelernt? Ich kann auch bei einstündigen Dreharbeiten noch nett zu den Leuten vor der Kamera sein. Ich unterhalte mich gerne mit Menschen mit Lebenserfahrung und freue mich auf einer Fachmesse darüber auch mal mit Baristas zu reden.

Damit ich in Zukunft noch besser filmen kann, habe ich von der Arbeit aus sogar eine Fortbildung spendiert bekommen (war ja quasi noch in der Ausbildung, da hat man mehr Anspruch auf Fortbildungen). Die Fortbildung habe ich dann im Dezember, eine Woche vor meinem letzten Arbeitstag, angetreten. Talk about timing. :D Nun ja. Jetzt bin ich jedenfalls Expertin in Webvideos und würde gerne welche drehen – bin mir nur unsicher, worüber ich welche drehen sollte und womit ich die schneiden soll. Denn wie alles, das etwas mit Videos zu tun hat, wurde mir in der Fortbildung sehr schnell klar: Ich habe viel zu wenig Geld für das gute Equipment und darf mich vermutlich auch in Zukunft auch mit diversen „Das ginge schon, aber dafür bräuchte ich leider …“- und „Das könnte man einfacher machen, aber nicht ohne …“-Momenten herumschlagen. ^^

Reisen zu Freunden und in den Rest der Welt

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Fame – ist das ansteckend?

Da geht man ausnahmsweise mal zu Twitter und liest sich motivierterweise die eigene Timeline durch und schon hat man wieder das Gefühl, dass die Welt doch irgendwie gar nicht so schön ist, wie man bis gerade eben noch dachte. Und dafür muss nicht einmal ein Anschlag passiert sein oder irgendjemand radikalidiotische Äußerungen von sich geben, nein, es muss nur einfach jemand über das lustige Verhalten der sogenannten „Celebrities“ aka „Stars“ twittern. Was is‘ dieses Mal passiert? Ausnahmsweise hat das auf was ich mich beziehe nicht nur mit der deutschen Youtubeszene zu tun. Also alle Youtube(r)-Hasser unter euch dürfen ein wenig aufatmen. ;)

In diesem Fall geht es – noch schlimmer? – um Justin Bieber. Der Sänger, dessen Name nun wirklich allen, abgesehen von meiner ausschließlich Alpenromane lesenden Omi, etwas sagen sollte. Ja, genau der Milchbubi, der bereits mit unter 20 Jahren Berühmtheit erlangte und gleichzeitig mit einer Masse hysterischster Fangirls und erschreckend viel anonym über ihn ausgeschütteten Hass zurechtkommen musste. Eben weil er jung aussah und war und mit Popsongs erfolgreich war, die nicht unbedingt jedem mit ihrer seichten Art zusagen. Mir auch nicht und ich muss zugeben, dass ich ebenfalls von seiner Omnipräsenz genervt war und sogar über einige „JB ist doooof!“-Witze gelacht habe. Zumindest bis mir bewusst wurde, dass er ja auch einen Internetzugang haben wird und sich garantiert nicht besser fühlt, wenn er mitbekommt, wie anonyme Menschen ihn verachten und ihm mit schöner Regelmäßigkeit den Tod wünschen. Einfach nur, weil er existiert und ein gutes Ziel abgibt, nicht weil er diesen Personen etwas getan hätte. Anderen das Recht zu leben abzusprechen fällt vielen Leuten online oft gruselig leicht.

Bevor ich mit der Psychoanalyse fortfahre: Was ist denn nun passiert und warum interessiere ich mich plötzlich für Justin Bieber? (mehr …)