schauen

Anime & Filme

Seems legit – Anime legal streamen

Vor zwei Tagen habe ich mit dem werten Anime-Experten PeeT unter anderem über die Streamingmöglichkeiten von Anime in Deutschland und die Anime-Industrie im Allgemeinen diskutiert. Da es ja bekanntlich keine Zufälle gibt, habe ich kurz danach bei Otaku Journalist einen verlinkten Twitter-Thread gesehen, in dem jemand über die Anime-Industrie in Japan und weltweit spricht.

Vieles basiert dabei auf dem „Anime Industry Report 2016“ der „Association of Japanese Animations“. Ja, es gibt so einen Verein und ja, die hauen selbst in die englische Kurzfassung sehr viele Daten rein. (Neugierig? Hier findet ihr die AJA-Seite mit den Reports.) Leider heißt der Report zwar „2016“, enthält aber nur die Daten für 2015. Weil ja große Behörden immer mindestens 3 Monate für die Auswertung ihrer ganzen Daten brauchen. Warum es noch keinen Report für 2017 gibt, obwohl wir schon fast Juni haben, das dürft ihr mich allerdings auch nicht fragen. Ich hoffe es liegt daran, dass die Daten dieses Jahr so toll sind, dass die Verantwortlichen zuviel Party gemacht und vergessen haben, den Report rechtzeitig einzureichen. Und nicht daran, dass die Zahlen so abgesackt sind, dass sich jeder Sorgen um die Zukunft der Industrie macht …

Streaming wird immer wichtiger und es gibt immer mehr legale Angebote!

Noch ein kleiner Exkurs, bevor wir zum eigentlichen Thema des Artikels kommen. Außerhalb Japans stiegen die Einnahmen im Zusammenhang mit Anime letztes Jahr von 19,5 auf fast 35 Milliarden Yen (etwa 281,5 Millionen €) an. Das ist immer noch nicht die größte Industrie der Welt, aber der höchste Wert für die Einnahmen seit … ever! Auch die Zahl der Verträge/Lizenzen im Ausland stieg im Vergleich zu den Vorjahren an. Gleichzeitig sind die Produktionsfirmen am Limit, was die Anzahl der produzierten Anime angeht. Über die Studie könnte man noch ewig weiterreden, aber einer wichtigsten Punkte des Reports ist jedenfalls, dass die Umsätze aus Online-Diensten ebenfalls steigen. Das heißt, es gibt mehr und mehr Online-Angebote, bei denen man legal Anime schauen und mit denen man die kreativen Menschen dahinter auch unterstützen kann. Und wir haben uns doch sicher alle schon mal gefragt, wie das eigentlich mit der Legalität bei Anime-Streams ist, oder?

Kurz gesagt ist eigentlich so gut wie alles illegal, bei dem Videos von Leuten hochgeladen und angeschaut werden, für die der Uploader keine Lizenzrechte erworben hat. Das heißt auch sehr beliebte Seiten wie proxer.me sind offiziell nicht legal und auch die Zuschauer dieser Portale können theoretisch fürs Anschauen der illegal hochgeladenen Streams zu Geldstrafen verurteilt werden. Dem europäischen Gerichtshof ist die Argumentation, warum man keine Jahrzehnte auf eine Lizensierung in Deutschland warten möchte oder dass der Anime nur als Fansub existiert oder gar die Tatsache, dass einem die Import-DVDs zu teuer sind, nämlich leider herzlich egal. :/ Ein ausführlicheres Video dazu hat NinotakuTV erst vor Kurzem gemacht.

Jedenfalls bin ich als gesetzestreues Otaku-Wesen nach meiner Rückkehr aus dem fast alle ausländerfreundlichen Streaming-Services blockenden Land Japan noch einmal die Plattformen durchgegangen, bei denen man von Deutschland aus legal Anime schauen kann. Es hat gedauert und die Technik war gegen mich, aber ich habe es geschafft! Meine Erfahrungen teile ich nun in einem wie immer ausladenden Artikel mit euch. Am Ende des Artikels findet ihr die wichtigsten Fakten noch einmal in einem knappen TL;DR. Einfach Strg+F drücken und „TL;DR“ suchen, falls ihr keine Zeit zum Lesen habt. :) Auch wenn ich natürlich hoffe, dass auch irgendwer den Rest des Artikels zu würdigen weiß. :D

(mehr …)

Advertisements
Screenshot of the Kung Fury website

So schlecht, dass es awesome ist. Kung Fury, ein einmaliger Film. :D

Mal was anderes! Ein quasi Mini-Filmreview. ^^ Am Wochenende habe ich „Kung Fury“ gesehen und wie der wunderbare Don Pozuelo bereits gesagt hat, solltet ihr euch den unbedingt anschauen. Das ist ein mithilfe von Crowdfunding realisierter schwedischer Film, den ihr direkt bei Youtube schauen könnt. Bevor ihr draufklickt, möchtet ihr aber vielleicht wissen, was es damit auf sich hat, oder? Nun, Kung Fury ist 30 Minuten Trash – allerdings überaus guter Trash. Ihr dachtet das geht nicht? Und ob das geht! :D

Der Film bedient alle Klischees sämtlicher 80er-Jahre-Filme rauf und runter. Ein Cop verliert bei seinem Einsatz den Partner und während er gerade gegen den Bösewicht antritt (der zufälligerweise ein Kung Fu Heini ist), wird er vom Blitz getroffen und von Kobras gebissen. Passiert ja bekanntermaßen ständig in den Hintergassen amerikanischer Großstädte. Die Kobraplage in New York wird ja bekanntlich nur noch von der Ninja-Waffen schwingender mutierter Riesenschildkröten übertroffen. Jedenfalls wird unser Hauptcharakter daraufhin zu KUNG FURY, dem Auserwählten des Kung Fu’ischsten Kung Fu Praktizierertums überhaupt.

Sylvester Stallone? Oder doch eher Arnie?

Den Rest des Films dürfen wir Kung Fury dabei zusehen, wie er in bester „Ich spreche nur mit tiefer kratziger Stimme und kann keine zwei Sätze aneinanderreihen“-Manier einen Gegner nach dem anderen plattmacht – oder im Zweifelsfalle auch zersplattert. Dabei ist alles übertrieben und ich bezweifle, dass die „Kung Fu Moves“ irgendetwas mit irgendeiner existierenden und funktionierenden Sportart zu tun haben. Doch genau das macht die Sache wieder ziemlich unterhaltsam. Denn wenn der Film nicht einmal den Anschein erweckt, einen Anspruch an dieses Realitätsdings haben zu wollen, also dann verzeiht man mit einem Schwertschlag zerteilte Menschen und fliegende Autos, die sich 8765 Mal überschlagen doch gleich viel lieber als bei Filmen, die sich ernst nehmen … ;)

Wo wir schon bei Klischees sind: Zu Kung Furys Gegnern gehören natürlich Nazis. Denn wo kämen wir denn bei amerikanisch(wirkend)en Actionfilmen hin, wenn es darin keine bösen Nazis gäbe? :O In diesem Fall sogar Hitler, der äääh … zeitreisen kann. Okay, ich gebe auf. Gleich kommen die Dinosaurier und den Amok laufenden Spielautomaten (Arcade Gaming war ja sehr in damals), den gab’s ja auch noch. Werfen wir noch ein paar heiße Babes mit Waffen hinein und optimieren das ganze mit einem 80er-Filter, wirren Spezialeffekten und natürlich der passenden Musik (hab ich David Hasselhoff schon erwähnt?) und fertig ist ein Film, den ihr euch unbedingt anschauen solltet, wenn ihr die 80er liebt und absurd voll euer Ding ist. Und damit ihr nicht noch einen Tab öffnen müsst, binde ich das Ding einfach direkt hier ein. :D Tadhaaaa:

 

Ich bin sehr gespannt, wie ihr das Filmchen findet. Also falls ihr ihn euch anschauen solltet, bitte ich um be- oder entgeisterte Rückmeldungen. :D Übrigens finde ich das mit dem Crowdfunding eine sehr coole Sache, weil so ja theoretisch jeder seinen Traumfilm verwirklichen kann, vorausgesetzt, dass sich genügend Gleichgesinnte finden und man filmerisches oder organisatorisches Talent hat, um das Ding dann auch umzusetzen. Kung Fury verdient jedenfalls jetzt, nachdem das Crowdfunding-Geld vermutlich wirklich für den Film draufging, mit Merchandise weiter. Am Ende könnte sich die Aktion also sogar für die Organisatoren gelohnt haben. Wie seht ihr das? :) Kennt ihr vielleicht noch andere tolle Filme, die so umgesetzt werden konnten?

Einen bescheuert-grandiosen Abend und viel Spaß beim Filmschauen wünscht euch
eure 0utofjoint ;)

Ich habe einen Film geguckt. Watt hat sisch datt jelohnt. :/

Hach ja. Man hätte es ahnen können. Wenn man sich den Trailer angeschaut hätte. Hat man aber nicht. Wir merken uns also vor: Trailer gucken ist wichtig! Warum ich hier so rumnöle? :D Weil ich zum ersten Mal seeeiiiit „Der Hobbit – Smaugs Langeweile“ im Kino war und mich das, was uns da präsentiert wurde, nicht unbedingt vom Konzept „Film“ überzeugt hat. ^^ Aber von Anfang an. Ein guter Kumpel ist über die Filmbeschreibung von „Los Veganeros“ gestolpert – dem ersten richtigen Film, der sich, naja, mit Veganern beschäftigt. Da er auch Veganer ist, schlug er spontan vor, sich das Filmchen anzuschauen. Wir schlenderten also ins Programmkino seines Vertrauens, wo passenderweise das erste vegane Restaurant Bielefelds vor dem Kinosaal PR-profimäßig die eigenen Speisen als Häppchen auftischte und dann kuschelte man sich in mehr oder weniger gemütliche Kinosessel und harrte der Bilder, die da kommen mochten. Mochten sie auch, nur wir mochten sie nicht soooo sehr.

Der Independent-Film war halt sehr äh, independent. Um nicht zu sagen: Man begann zu spekulieren, für wie viele der Menschen im Film es wohlmöglich ihre ersten Minuten vor der Kamera sein mochten. Ich habe sie ja angefeuert und gehofft, dass sie schnell lernen und während der 90 Minuten zu oscarreifen Leistungen auflaufen – leider war dem nich‘ so. Zur Verteidigung des Films sei hier gesagt, dass es sich bei den Darstellern um einige professionelle Schauspieler und 150 Laiendarsteller handelt. Letztere dürfen also ruhig noch üben und man sollte über ein paar Holprigkeiten hinwegsehen. Nur will ich dafür ja eigentlich nicht ins Kino gehen. :D Aber gut, ob ich mit 25.000 € und unbezahlten Schauspielern einen besseren Film hinbekommen würde? (mehr …)

Mecha-Weltall-Kapow-Drama-Anime – Review „Valvrave – The Liberator“

Vor Wochen habe ich den Anime „Valvrave – The Liberator“ gesehen und bin seitdem mal wieder nicht dazu gekommen, euch zu erzählen, wie der so war. Aber nun ist es endlich soweit! ;) Wie bin ich überhaupt auf diesen Anime gekommen? Ich wollte bei Peppermint-Anime ein Abo für 5 Anime-Staffeln abschließen und da fehlte mir noch ein Anime für. Da in dem Angebot nicht alle angezeigt wurden, hab ich meine erste Wahl (die ich schon wieder vergessen habe -.-) nicht nehmen können und dachte mir ich nehm einfach mal einen Anime, von dem ich noch nie etwas gehört habe. Auch da war die Auswahl wieder groß, aber ich hab mich dann auch noch für einen Mecha-Anime entschieden, ein Genre, dem ich bisher null abgewinnen konnte. Ich war also mal wieder sehr experimentierfreudig und hab gleich zwei Staffeln eines mir unbekannten Animes gekauft. Aber no risk, no fun und #Yolo und so, ne? :D

Valvrave - The Liberator; Screenshot vom Peppermint-Anime Portal

Valvrave – The Liberator; Screenshot vom Peppermint-Anime Portal

An Mecha-Animes habe ich bisher nur zwei Filme zu Neon Genesis Evangelion vor Jahren im Fernsehen gesehen und fand sie unglaublich schlecht. Sorry an alle Evangelion-Fans, aber diese beiden Filme unabhängig von irgendwelchen weiteren Infos haben für mich überhaupt keinen Sinn ergeben. Es waren nur aneinandergereihte Kampfszenen und dramatische Tode, gespickt mit merkwürdigen Andeutungen auf übernatürliche, nicht weiter erläuterte Sachen. Ich bin mir sicher, dass die Hintergrundstory gut sein kann, aber die beiden Filme (die vermutlich vom TV-Sender einfach schlecht ausgewählt waren) haben mich abgeschreckt, überhaupt mal einen Mecha-Anime einzuschalten. Ich dachte mir, dass die Transformers-Filme da für den Krachbummpeng-Faktor schon ausreichen. ;) Trotzdem habe ich Valvrave genommen, weil der nicht verwirrend in einer (fast) normalen Schulumgebung anfängt, die sich auf einem im All herumschwebenden verglasten Umwelt-Modul befindet (quasi eine Art Centerpark, falls sich jemand noch an die erinnert) und einfach plötzlich von feindlichen Mächten angegriffen wird. Und erst dann kommen die großen, bösen Roboter ins Spiel.

Die erste Folge war also eine Einführung und sah ganz interessant aus. Haruto und seine beste Freundin Shoko sind kurz davor, sich gegenseitig ihre Liebe zu gestehen, als plötzlich feindliche Raumschiffe das friedliche Schulmodul angreifen und Shoko im Lauf des Angriffs unter Schutt begraben wird. Haruto ist völlig verzweifelt, als er Shokos Tod mit ansieht und stolpert außer sich vor Wut … über einen Valvrave. Jepp, so heißen die Kampfroboter. Durch die Kämpfe ist auch das Versteck des Valvrave freigelegt worden und Haruto kann einfach hineinklettern. Er ist völlig besessen von dem Gedanken, Shokos Tod zu rächen und beantwortet deswegen ohne zu zögern – okay, als er endlich rafft, dass da eine Frage steht – mit Ja, als ihm der Valvrave vor dem Start die folgende Frage (s.o.) präsentiert: „Menschlichkeit aufgeben? Ja / Nein“. (mehr …)

Ich bin doch zu weichherzig für Anime! ;_; – Review „Akame ga Kill!“

Ich muss jetzt mal was tun, was ich sonst eher nicht tue und zwar: Einen Anime reviewen. Normalerweise mache ich das nicht, weil DVDs in Deutschland immer irgendwie erst 384573 Jahre nach der japanischen Veröffentlichung erscheinen – oder eben gar nicht. Und illegales Streamen zu unterstützen, das ist ja an sich auch nicht nett. Dennoch muss ich jetzt mal einen Anime bewerben, den man aber auch beim legalen Streamingportal peppermint-anime.de anschauen kann (kostet 25 € für beide Staffeln). Sorry for werbing. :) Von welchem Anime spreche ich? Von „Akame ga Kill!“, einem Shounen-Anime, der mich trotz der eigentlich einfachen Story sehr beeindruckt hat.

Worum geht es bei „Akame ga Kill!“? Nuja, wie der Name impliziert, geht es um die gute Akame, deren Hauptbeschäftigung in Auftragsmorden besteht. Also auf den ersten Blick ein sehr tiefgründiger Anime – nicht. ^^ Doch „Akame ga Kill!“ ist für mich mehr als ein typischer Anime, bei dem die Welt gerettet wird, indem man alles niedermetzelt, was im Weg ist. Herangeführt werden wir an das Thema durch den eigentlichen Hauptcharakter des Animes, Tatsumi. Dieser ist ein junger, sehr idealistischer und naiver Kerl, der aufgrund seiner Kampfkünste von seinem Dorf ausgewählt wurde, zusammen mit zwei seiner Freunde in die Hauptstadt des Königreichs zu reisen und dort Geld zu machen, um seinem armen Dorf zu helfen. Königreich, jepp, der Anime ist eher ein wenig fantasyartig. Auch wenn es nur Menschen gibt und keine Elfen oder Orks, so handelt es sich bei den Menschen in vielen Fällen um Schwertkämpfer, es gibt ein feudales System, diverse, magisch-wirkende Superkräfte, man fährt mit Kutschen durch die Gegend und in der freien Wildbahn laufen diverse Monster herum. (mehr …)

Every anime has a food maniac

Warum guckst du Anime?

Einfach so zum Spaß (oder für die bessere Lesbarkeit) gibt’s jetzt hier noch einmal meinen Anime-Text als einen einzigen Artikel mit Seiten, so zum umblättern und so, voll krass und so!

Mein Geständnis des Tages: Ich schaue sehr gerne Anime, also diese japanischen gezeichneten Comicserien, die in Papierform übrigens „Manga“ heißen. Die meisten Menschen, denen ich begegne, halten mich deswegen für seltsam und können mit dieser Art der Unterhaltung überhaupt nichts anfangen. Da ich immer das Gefühl habe, in solchen Momenten die Gedankenblase mit „Warum guckt die so einen Schwachsinn??“ über dem Kopf meines Gegenübers zu sehen, dachte ich mir, ich versuche einmal dieses Mysterium zu lüften. Also hier nun meine ausufernde Antwort auf die Fragen „Warum guckst du Anime?“ und „Warum liest du Manga?“. Die kurze Antwort ist natürlich, dass ich den Blödsinn einfach mag. Aber das hilft uns hier nicht weiter. Deswegen muss ich leider recht weit ausholen. Ich hoffe meine imaginären Leser verzeihen mir das. (mehr …)

Warum guckst du Anime? – Teil 4

Endlich! Der letzte Teil der Serie! :D

Es ist ja so romaaaantisch

Aber auch was Liebesgeschichten angeht, stehen Animes den westlichen Filmformaten in nichts nach. Es gibt jede erdenkliche Kombination, was das Liebesleben angeht. Dabei werden die meisten Standard-Animes gar nicht explizit, sondern arbeiten auf den Höhepunkt eines ersten Dates oder eines Kusses hin. Es geht mehr um die Schwierigkeiten, die dafür sorgen können, dass ein Paar nicht zueinander findet. Und was das alles sein kann … o.O Es gibt normale widrige Umstände, socially awkward penguins (also Leute, die sich einfach nicht trauen, andere anzusprechen), love triangles, love äh pentagons (ich vermute es gibt auch love decahedrons oder so, wenn man nur lange genug sucht :D), Beziehungen zu imaginären Personen, Beziehungen zu Werwölfen und natürlich auch -als eigenes Genre!- Beziehungen zwischen Männern. (Über Beziehungen zwischen Frauen gibts auch welche, die hab ich aber seltsamerweise noch nie im Buchladen rumliegen sehen.) (mehr …)

Warum guckst du Anime? – Teil 3

Kultureller Tellerrand

„Alltägliche“ Animes, so nenne ich sie jetzt einfach mal, sind für mich Serien, in denen es um normale Menschen geht, die in einer den normalen physikalischen Gesetzen folgenden Welt, relativ normale Dinge erleben. Dazu zählen für mich auch Serien wie Detektiv Conan, denn abgesehen von diesem einen Punkt mit dem Schrumpfmittel, ist die Serie so realistisch wie jeder Spionagethriller aus den USA. Sie spielt im modernen Japan und da die Serie bereits seit gut 18 Jahren on air ist, kann man nette Details wie das Aufkommen von Mobiltelefonen/Smartphones und Internet beobachten. Vor allem im „Mädchen-Anime“-Bereich gibt es Tonnen solcher Serien, die sich vor allem mit dem Liebesleben der Protagonistinnen oder Protagonisten beschäftigen und in sehr sehr vielen Fällen im Schulbereich angesiedelt sind (Schuluniformen-overload, sag ich nur). Aber auch „Jungs-Anime“-Bereich gibt es viele Serien, die sich mit dem Schulalltag beschäftigen und in denen es um normale Probleme, wie das Außenseiter-Dasein, Klausuren oder ähnliches geht (oder einfach um bescheuerte Männer, wie bei GTO, dem ich nie sooo viel abgewinnen konnte). Da ich aber auch bei deutschen und englischen Serien eher nicht auf so etwas stehe, sind meine Fachkenntnisse in diesen Bereichen recht begrenzt. ^^ (mehr …)

Warum guckst du Anime? – Teil 2

Wo liegt der Unterschied zu Animes?

Nun. Ein Punkt, der mir immer wieder auffällt ist der, dass sich Anime viel schlechter erklären lässt. Ernsthaft jetzt. Sobald ich versuche jemandem die Storyline eines Animes zu erklären, lande ich fast zwangsläufig bei Sätzen wie „äh, also das ist ein wenig kompliziert, aber…“

Während bei Sherlock einfach ein ungleiches Ermittlerduo Fälle löst – PUNKT, ermittelt bei Detektiv Conan ein Grundschüler, der eigentlich ein siebzehnjähriger Schüler ist, aber durch eine böse Organisation geschrumpft wurde und deswegen … äh, ihr seht was ich meine? Und das ist glaube ich für mich ein Reiz bei Anime. Die Stories sind in den meisten Fällen haarsträubend unrealistisch. Wie bei Fantasy und Science-Fiction lassen Mangaka (also die Zeichner) ihrer Phantasie freien lauf. Alles ist erlaubt. Trotzdem sind die Charaktere bei guten Animes sehr realistisch gezeichnet – im Sinne von „dargestellt“. (mehr …)

Warum guckst du Anime? – Teil 1

Mein Geständnis des Tages: Ich schaue sehr gerne Anime, also diese japanischen gezeichneten Comicserien, die in Papierform übrigens „Manga“ heißen. Die meisten Menschen, denen ich begegne, halten mich deswegen für seltsam und können mit dieser Art der Unterhaltung überhaupt nichts anfangen. Da ich immer das Gefühl habe, in solchen Momenten die Gedankenblase mit „Warum guckt die so einen Schwachsinn??“ über dem Kopf meines Gegenübers zu sehen, dachte ich mir, ich versuche einmal dieses Mysterium zu lüften. Also hier nun meine ausufernde Antwort auf die Fragen „Warum guckst du Anime?“ und „Warum liest du Manga?“. Die kurze Antwort ist natürlich, dass ich den Blödsinn einfach mag. Aber das hilft uns hier nicht weiter. Deswegen muss ich leider recht weit ausholen. Ich hoffe meine imaginären Leser verzeihen mir das.

Da der Artikel wirklich lang geworden ist, werde ich ihn in mehrere Teile aufspalten. Den kompletten Artikel mit Umblätterfunktion findet ihr übrigens hier. :)

(mehr …)