crazy world

In dieser Kategorie findet ihr alles, was weltweit für Aufregung sorgt – sofern ich es mir zutraue darüber zu schreiben und es nicht schon zu viele Artikel darüber gibt. Ganz allgemeine Aufreger könnten dabei ebenso vorkommen, wie die neuesten Entdeckungen verrückter Wissenschaftler.

Ein Blick in die Zeichnerhalle der DoKomi 2019.

Die Zeichnerhalle oder: Why I’m broke. DoKomi 2019 #2

Wie war die Dokomi 2019 eigentlich so? Meine Eindrücke vom Gesamtgeschehen bzw. von Halle 14 und 15 gab es schon am Sonntag. Jetzt komme ich auch endlich mal dazu, über die Zeichnerhalle, Halle 13, zu schreiben.

Zuallererst möchte ich sagen, dass ich auch dieses Mal wieder unglaublich dankbar dafür war, dass es eine gesamte Halle für talentierte Menschen gab! *~* Ich erinnere mich daran, wie alle künstlerisch begabten Menschen versucht haben, in einen Miniraum gequetscht zu überleben, während die Besucher mit diversen Taschen regelmäßig die Auslage weggefegt und halb im Stand gehangen haben, wenn plötzlich ein ausladenderes Cosplay an ihnen vorbeilaufen wollte … Die Halle ist verdient und auch so ziemlich gut gefüllt. Eine Liste mit allen teilnehmenden Menschen findet ihr auf der Seite der DoKomi. Das würde nun wirklich zu weit führen, eine ganze Messehalle aufzulisten. So viel habe ich dann doch nicht gekauft. ^^

Eine Warnung vorweg: Wer irgendein Interesse an Zeichnungen hat und diese Halle betritt, wird, genauso wie bei der Merch-Halle, seeeeehr wahrscheinlich froh sein, wenn die Fahrkarte für die Rückfahrt schon bezahlt ist. A propos Rückfahrt, ich möchte auch noch kurz anmerken, dass ich aufgrund der Tatsache, dass ich seit meinem kurzen London-Trip kein einziges Mal mehr ausgeschlafen hatte, ein wenig fertig war und mich deswegen schon abends um 18 Uhr auf den Heimweg gemacht habe und auch nicht alles angeschaut habe, was ich mir hätte anschauen können. Wobei das irgendwie auch nichts neues ist, weil so eine Convention ja darauf ausgelegt ist, dass man dort eine Woche lang campen müsste, um alles zu sehen. :D

Dracheneier, Plüschis, Aufsteller, alles!

Aber zurück zu Halle 13. Prinzipiell findet sich in dieser Halle so gut wie alles an Zeichenstilen, was geht. Von klassischeren Gemälden über düstere Strichzeichnungen, an Albumcover von Heavy Metal Bands erinnernde Drachen, Shounen-Manga-Fanarts, Comicversionen der Verfilmungen amerikanischer Comics (wie meta^^), Shoujo-Manga-Figuren mit dem dafür vorgeschriebenen 200% Augenanteil pro Kopf, Zeichnungen, die nach traditionellen asiatischen Holzschnitten aussehen bis hin zu kawaii-Gedöns ist alles vorhanden und (so gut wie immer) auch kaufbar. Insbesondere die niedlichen Chibiversionen von allen möglichen Charakteren oder Tieren verleiten mich jedes Mal wieder dazu, mein buddhistisches Lieblingsmantra aufzusagen: „Du brauchst das nicht, du hast kein Geld dafür, du würdest das eh nicht benutzen und du möchtest diesen Monat mehr als trockenen Reis essen …“

Ich habe mir nicht von allen Leuten, deren Zeichnungen auf den Fotos sind, Visitenkarten mitgenommen, aber soweit ich das habe, werde ich es immer dazuschreiben und meistens auch die Instagram-Accounts verlinken. :)

Links oben seht ihr den Stand von Koiless Artwork und rechts oben Christian Klements monochromatische Strichzeichnungen, die mich spontan an den Manga „Ajin“ erinnert haben. Die Füchschen und Pandas sind von Verena Achenbach. Und das Bild vom wandelnden Schloss fand ich zwar schön, habe es aber natürlich verpeilt, auf den Namen der Zeichner zu schauen … (Falls ihr Ergänzungen habt, immer gerne in die Kommentare damit! :) )

Aber wo kämen wir denn da hin, wenn es in so einer riesigen Halle wirklich nur Zeichnungen gäbe? Selbstverständlich gab es also auch Pins, Schlüsselanhänger, Schmuck, Plüschis, Aufsteller oder einfach direkt Dracheineier aus Metall. :D Schlüpfgarantien gibt es dafür zwar glaube ich keine, aber man weiß ja nie, wann man die mal brauchen kann. Aber ernsthaft, die waren wirklich gut gemacht und wer auf solche Deko steht, freut sich sicher darüber. (An sich macht „Sternnebel – Scale Artist“ übrigens eher Schmuck als Drachennachwuchs, wenn ich das richtig gesehen habe. Die Dracheneier haben mich nur am meisten überrascht. ^^)

Die Strick-Totoros sind von selfmadebyvava und die Aufsteller habe ich bei Senri fotografiert.

Wofür ich mein Geld ausgegeben habe …

Okay, ich habe natürlich auch Geld für Onigiri ausgegeben – das muss ich einfach, wenn ich in Düsseldorf bin. Für alle Nicht-Anime/Japan-Fans, die sich diesen Artikel aus unerfindlichen Gründen trotzdem antun: Onigiri sind japanische Reisbällchen, umwickelt mit mehr oder weniger viel Seetangblättern und gefüllt mit verschiedenen Sachen, oft mit Fisch. Bei „Waraku„, dem Laden, der die DoKomi beliefert und der eigentlich eben in der Düsseldorfer Innenstadt ist, gibt es immerhin zwei vegane Sorten für Menschen wie mich: Avocado-Wasabi und Möhre-Sojasoße. (Ersteres war nachmittags bereits ausverkauft, aber das ist da irgendwie normal, da denen bei jeder Veranstaltung ihre Onigiri aus den Händen gerissen werden.)

Für den Rest der Welt gab es natürlich auch Essen mit Tier drin und so, an dem bin ich aber eher ignorant vorbeigelaufen. An anderen Stellen (hauptsächlich draußen) gab es noch mehr Essen, laut Karte sogar ziemlich gut klingende japanische Gerichte wie Okonomiyaki und auch vegane Sachen – aber ich war zu fokussiert darauf, mein Geld für Zeichnungen auszugeben und zu übermüdet, um mich auch noch dahin zu begeben, also äh ja. Ich bin so eine gute Reporterin. xD

Finally, we proudly, or in case of my wallet rather ashamedly, present to you: the Zeichnungen! ^^

Dafür dass ich bereits nach drei Ständen mein ursprüngliches Tageslimit ausgegeben hatte, ist es letzten Endes eigentlich gar nicht so viel. Das hier ist allerdings noch nicht alles. Aber der Reihe nach: Aaaaalso das Poster links ist von Senri uuund bei der Onigiri-Kette (ja, das ist ein Onigiri :D) habe ich vollkommen vergessen auf den Namen am Stand zu achten. Zur Ablenkung von meiner erneuten Schusseligkeit hab ich sie mal auf einen „Ich kann voll Japanisch und so!“-Hintergrund gelegt. Ihr seid jetzt also abgelenkt ~~~ o_o Beim Bild oben rechts wird es dann komplizierter: das Deadpool-Pikachu-Crossover ist von natto und das Fanart mit My Hero Academia am japanischen Shinto-Schrein (ich mochte die Idee ^^) ist von miiinoko. Die gelbe Postkarte, die Katzenkarte und die beiden holografischen Bilder (also Bilder mit Holo-Effekt) sind von Hon Hon und ich hab die paar Sachen einfach noch einmal einzeln fotografiert, sonst erkennt man ja nix.

Hier noch einmal nur die Bilder von Hon Hon.

Abgesehen vom Niedlichkeitsfaktor der Katze mag ich den Neon-Stil und diese Stadtausblicke einfach gerne. Der Neon-Stil mit dem Typen, der „Devil“ auf dem Hals und „쩔어“ im Hintergrund stehen hat, bringt uns dann aber auch zum nächsten Thema. Denn laut Künstler-Artbook, in das ich kurz reingeschaut habe, wurde diese Zeichnung von BTS-Member Taehyung/V inspiriert … Also von seiner Existenz und seinem Stil, ich bezweifle, dass er Zeit hat, Fanartists Modell zu stehen, ungeachtet der Tatsache, dass sowas schon ziemlich cool wäre. ^^ Aber Ryan Reynolds wird vermutlich auch nicht mit Deadpool-Kostüm und Pikachu zusammen für ein Porträt bei natto aufgekreuzt sein, von daher lassen wir das mit der Übergenauigkeit und widmen wir uns einem meiner Lieblingsthemen.

Okay, ich hab euch gewarnt.

Jepp. Ich habe euch bereits im letzen Artikel gewarnt: Ein erstaunlich großer Teil der zeichnenden Menschen auf der Dokomi gehört anscheinend zu den immer zahlreicher werdenden K-Pop-Fans. Das heißt, nicht nur in der Merch-Halle, nein, auch hier wurde man quasi alle paar Meter von gezeichneten gutaussehenden jungen Männern und Frauen aus Korea angelächelt. Was ich persönlich jetzt nicht schlimm finde, aber ich weiß ja, dass andere Leute meinen Geschmack da nicht ganz teilen. :D

Beruhigend fand ich übrigens, dass ich, obwohl Yaoi/Boys Love nach wie vor ein sehr präsentes Genre im Manga- und Fanart-Bereich ist, nur einmal eine angedeutete Shipping-Zeichnung mit K-Pop-Künstlern drauf gesehen habe. Love for all und so, aber ich finde es immer noch unangenehm, wenn man von realen Menschen, die in den meisten Fällen nicht einmal ihre sexuelle Ausrichtung öffentlich machen, explizite sexuelle Darstellungen oder Fanfictions veröffentlicht. Es gibt zwar auch zwischen männlichen und weiblichen Idols Shipping, aber das Phänomen kommt meines begrenzten Wissens nach im BL-Bereich einfach viel häufiger vor, daher dieser kurze Umweg.

Gut, eigentlich ging es darum, dass unter den kinnladenherunterklappend talentierten KünstlerInnen auch Fans sind, die ihre liebsten Sänger/Rapper/Idols beeindruckend dargestellt haben. Auf dem Foto seht ihr erstmal einen Doppelstand mit BTS-Sachen, an dem ich eveeeentuell eine halbe Stunde verbracht habe, weil ich den Artstyle so toll fand. Daneben eine wirklich coole Wand mit „Selfies“ der Gruppe Monsta X von Minemikomali, deren Stil, abseits von reinen Idol-Porträts, übrigens auch sehr cool und individuell ist. Blackpink gab es auch häufiger zu sehen, aber ich voreingenommenes Wesen habe natürlich nur die Gruppen fotografiert, die ich selbst auch höre (sorryyyyy!) und erst im Nachhinein daran gedacht, dass sich für andere K-Pop-Gruppen offensichtlich ja auch jemand interessieren könnte …

Als nächstes nun ein Überblick über meinen (ich werde jetzt endlich das Wort verwenden, so als wär ich Beauty-Youtuber, krass oder??) *ähem* über meinen Haul! Also hier nur die Sachen, die auch direkt mit BTS zu tun haben. Für alle, die BTS null interessiert und die es bis hier durchgehalten haben: Ihr könnt bis zur nächsten Überschrift scrollen. :)

Die Postkarten auf diesem Bild (ebenfalls von Hon Hon) musste ich mitnehmen, weil niedlich. (Waiting for you, Anpanmaaaaaan!) Genauso wie den Yoongi-Schlüsselanhänger. Habt ihr jemals etwas so niedliches gesehen?!?! (Ja, habt ihr bestimmt, aber lasst mir meine Quietsch-Momente. Ich brauche die!) In diesem Sinne, hier nochmal eine Großaufnahme des Anhängers (*~*) und der Visitenkarte der Künstlerin Nanniimo, an deren Stand einfach mal aus 20 Metern Entfernung ein BTS-Poster mit dem Satz „BTS paved the way“ zu sehen war. I stan. (Ich stelle fest: Nicht-Fans wird mindestens die Hälfte des Artikels wohl vollkommen verwirrt zurücklassen. Es tut mir leid! :D)

This is so cuuuuuute!

Und was ist das über den Postkarten? Tja, was tut man, wenn man sich nicht entscheiden kann, welches Bild einem am meisten den Atem verschlägt? Genau, man kauft gleich ein ganzes Sketchbook. :D Nee, aber ernsthaft jetzt. Ich brauche an sich keine Poster von BTS, ich weiß mittlerweile so ungefähr wie die aussehen und werd das nicht spontan wieder vergessen. Gleichzeitig fand ich aber den Artstyle der beiden am Doppelstand so unglaublich gut, dass ich da nicht einfach vorbeigehen konnte! First world (fan) problems, I know.

Die Zeichnungen mit „MIC DROP“ und „IDOL“ darauf stammen von LORDiXZY und ich habe zwar gesagt, dass mir „der“ Stil gut gefällt, aber im Buch sind zum Beispiel auch ein Bild von Taehyung im Stil von van Gogh’s „Starry Night“ (wer es noch nicht wusste und trotzdem interessiert ist: der werteste ist großer Kunst-Fan) und ein Bild im eher zuckerwattigen Stil mit den Comic-Charakteren BT21, die ich im ersten Artikel schon mal erwähnt habe. Und alle Stile sind irgendwie awesome! Wie soll man sich denn da entscheiden? Unerhört! Wobei ich persönlich die Lichtreflexe auf dem Bild ganz oben rechts am awesomesten finde. ^^ Aber ich ergebe schon wieder so wenig Sinn, lieber weiter zum nächsten Kunstwerk!

Perfekte Überleitung: Sinn – Gin! Ein Blick ins Artbook von Gin, zu finden unter @ginecinic. Die Brushstroke-Optik und die Darstellung des Lichteinfalls fand ich einfach sehr ansprechend. Ich hab’s scheinbar mit der unglaublich professionellen Aussage „Ich mag, wie du Licht darstellst“. :D Aber stopp, jetzt werdet ihr sicher sagen: „Hey, da sind ja doch kleinere Bilder dabei! Wie war das mit nix aufhängen?“ Najaaaaa, das ist eine längere Geschichte, die passenderweise sogar eines der Probleme der Convention verdeutlicht.

Auch offline geht nichts ohne Internet

Also … Ich wollte unbedingt an Gins Stand etwas kaufen, hatte aber leider ganz überraschenderweise nach vier Stunden Zeichnerhalle und zwei Onigiri kein Bargeld mehr. (Ich verdächtige die Onigiri, ganz klar.) Am Stand war auch ein kleines Schild auf dem stand, dass Kartenzahlung okay sei. Allerdings hatte Gin das gleiche Problem, das bereits der Verkäufer davor gehabt hatte: schlechtes Internet.

Wenn man auf so einer Messe mit Tausenden anderen Menschen unterwegs ist, die alle gerade instagrammen, wo sie sind, welches Cosplay sie gesehen haben und was sie essen, ist es logisch, dass der Empfang bzw. das mobile Internet mies ist. Viele der Stände hatten allerdings eigene Kartenlesegeräte für die Bezahlung mitgebracht und die brauchen wiederum eine Internetverbindung, weil sie sonst die EC- oder Kreditkarten nicht mit der Datenbank da draußen im virtuellen Banknetz abgleichen können. Deswegen ist so etwas eine ziemlich ungünstige Kombination. Gin hat mir dann angeboten, dass ich per Paypal zahlen könnte – leider hatte ich genauso schlechtes Internet und konnte nicht einmal Google laden, geschweige denn irgendwelche Überweisungen per Paypal starten …

Eine kleine Odyssee

Was also tun? Die Zeichnungen nicht zu kaufen … war selbstverständlich keine Option. Während Gin sich bereits 17 Mal bei mir entschuldigt hatte, dass alles so umständlich sei, habe ich einfach versprochen, mit Bargeld wiederzukommen und mich auf die Reise gemacht. Zuerst also auf die DoKomi-Karte schauen. Fotoecken, WCs, Sitzecken, mit Anime-Motiven dekorierte Autos, Host Club, Maid Café, Bühnen … nope. Also einmal bis zum Ende der Halle laufen und schauen, ob auf dem dort fest angebrachten Plan der Messe etwas von Geldautomaten steht. Aha! Es gibt ein EC-Symbol, also vermutlich auch einen Geldautomaten. Also machte ich mich angemessen motiviert auf die Pilgerung zu der Halle, in der ich den Automaten vermutete. Ob ich die Karte jetzt richtig gelesen habe, sei mal dahingestellt, denn irgendwie kam ich am VIP-Eingang wieder raus. Da dort aber nicht nur sehr beschäftigte DoKomi-Helfer, sondern auch eine gerade sogar nicht gestresst aussehende Mitarbeiterin der Düsseldorfer Messe waren, habe ich sie einfach mal gefragt, wie es mit einem Geldautomaten aussieht.

Ihre Antwort: Also theoretisch gibt es den, aber leider ist der nicht zugänglich, weil die Halle mit dem Automaten für die Messe abgesperrt wurde. Ich: „Oh. Ja, das ist jetzt doof.“ Sie: „Ja.“ Auf die Frage hin, ob es denn sonst in der Nähe einen gäbe, sagte sie, dass sich vor der Messe einer befinden würde, aaaaber ich jetzt hier nicht rausgehen könnte, sondern nur über den Ausgang in der Halle am anderen Ende der Messe, weil hier kein offizieller Ausgang war. Also noch einmal den gesamten Weg, auf dem ich mich selbstverständlich nicht wieder drei Mal verlaufen und/oder ablenken lassen würde zurück? Eeeehhh …

Da ich mittlerweile echt müde und die Dame sehr nett war, dachte ich mir, ich frage einfach mal dreist nach. „Komm‘ ich denn mit einem Presseticket hier raus?“ Der Hauptgrund, warum ich ursprünglich ein Presseticket wollte, war nämlich, dass ich nicht vor der Halle anstehen, sondern stattdessen mit einem halbwegs schlechten Gewissen durch den sogenannten VIP-Eingang schlendern wollte. Denn ich erinnerte mich noch mit Schrecken an das Schlangestehen in der prallen Sonne vor der Messe … „Da muss ich mal nachfragen!“, unterbrach die nette Dame meine immer verworrener werdenden Gedankengänge. (Ich glaube das war auch auf den akuten Koffeinmangel zurückzuführen, da es in der Messe natürlich keinen fancy Sojamilchkaffee gab.) Die ebenfalls sehr freundliche DoKomi-Mitarbeiterin scannte jedenfalls kurz darauf mein Ticket, um mich auszuloggen und ich machte mich wieder auf den Weg.

Die frische Luft tat auch meinem etwas zermatschen Hirn gut und deswegen beschloss ich einfach, statt um die Messe herumzurennen, einfach zur Bahnhaltestelle zu laufen, da dort eine Sparkasse ist. Was ich übrigens nicht wusste, weil ich ausnahmsweise mal mitgedacht habe und mir vorher irgendwelche wichtigen Punkte der Umgebung eingeprägt habe, sondern weil das bei der Ankunft in der Bahn jemand neben mir sagte: „Guck mal, da is auch direkt ne Sparkasse, dann kannst du ja doch noch Geld abheben!“ Danke random Person, dass du für mich mitgedacht hast.

In der Sparkasse habe ich dann tatsächlich auch vollkommen unspektakulär Geld abgehoben und es danach noch unspektakulärer ohne falsche Abzweigungen (auf einem vollkommen geraden Weg immer der Straße lang …) wieder bis zum „VIP“-Eingang und in die Halle mit den auf mich wartenden Zeichnungen geschafft. Und ich wurde selten so gerührt empfangen, dafür dass ich eigentlich nur fünfzehn Minuten Fußweg hinter mich gebracht habe. Fühlte sich vermutlich für beide Seiten wesentlich länger an. :D

Ein vielleicht nützlicher Vorschlag

Das war die übertrieben lange Geschichte, wie ich von einer sehr netten Person drei Postkarten mit BTS-Mitgliedern darauf geschenkt bekommen habe. [Kurze Anmerkung: Ich lese mir den Text vor noch einmal durch und sehe gerade, dass ich das „darauf“ vergessen habe. Wunschdenken, pures Wunschdenken hier! XD]

Was lernen wir daraus? Übt das Kartenlesen (also nicht das EC-Kartenlesen, das Messekarten-Lesen, ihr wisst schon!) und merkt euch, wo die nächste Bank ist oder nehmt einfach direkt genügend Bargeld mit. Ich dachte ich hätte genügend dabei, aber mit fällt jedes Mal wieder auf, dass das doch ein sehr dehnbarer Begriff ist … :D Andersherum solltet ihr euch das mit der Bank vielleicht lieber nicht merken, wenn ihr ein festes Limit habt, wieviel ihr ausgeben könnt. Ich will euch ja mit meinen Vorschlägen nicht unnötig in Schwierigkeiten bringen sodass ihr den Rest des Monats nur noch Cup-Ramen essen könnt …

Ich sag es nur noch einmal: Es war voll. Das Foto habe ich eine halbe Stunde nachdem die DoKomi geöffnet hat aufgenommen.

Ich weiß nicht, ob man am schlechten Internet etwas machen kann, also ob es sich lohnen würde bzw. organisierbar ist, dass die Aussteller ein WLAN zur Verfügung gestellt bekommen – immerhin gibt es oft bei Messen ein Messe-WLAN, das man sogar als normaler Besucher nutzen kann. Vielleicht könnte man ja sowas für diejenigen einrichten, die damit ihre Kartenleser betreiben? (Alle Besucher damit auszustatten würde ja eher nichts bringen, weil es dann genauso lahm wäre wie vorher.) Ich weiß auf jeden Fall, dass diese mobilen Lesegeräte WLAN nutzen können. Ob so ein semi-öffentliches WLAN jetzt sicher genug wäre oder der Vorgang dadurch unsicherer würde oder so, kann ich nicht beurteilen, ich werfe hier als Nicht-IT-Expertin nur meine Erfahrungen und random Vorschläge in den Raum. ^^

So, ich glaube damit bin ich endlich am Ende meines Gefasels angelangt. Es war eine sehr coole Veranstaltung und ich hoffe, dass ich irgendwann mal ausgeschlafen zur DoKomi komme und genügend Zeit und Energie habe, um endlich noch einmal an den Workshops und den Vorführungen teilzunehmen. Also mir die anzugucken, auf der Bühne möchte mich dann vermutlich doch keiner haben. ^^ Falls ihr noch mehr zu einem bestimmten Kunstwerk wissen wollt oder den Namen von jemandem kennt, den ich nicht genannt habe, dann sagt Bescheid! :) Jetzt fällt mir aber auch nicht mehr großartig viel ein, außer dass ich mich natürlich generell über alle Rückmeldungen von euch freue und bereits überlege, was ich bei der nächsten Veranstaltung besser machen könnte. Denn ich habe jetzt so lange nichts gemacht (weil Arbeit -_-), dass London&DoKomi innerhalb von einer Woche und die Aussicht auf eine weitere (Nicht-Anime-)Veranstaltung in einer Woche bei mir definitiv wieder die Reise- und Berichtslust geweckt haben.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen ereignisreichen und motivierenden Tag – ich glaube das habe ich beim letzten Artikel auch schon, aber man kann ja nie zuviel Motivation haben!^^ – oder alternativ einen entspannten Start ins Wochenende!

Eure euphorisch ihre neuen Zeichnungen aufhängende
0utofjoint =)

PS: Die beiden Zeichnungen, die auf dem Titelbild des Artikels zu sehen sind, stammen von Rebezza. :)

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Manga, Comics und … K-Pop? – Die DoKomi 2019 #1

Ich war bisher schon zwei Mal auf der DoKomi, der größten deutschen Anime- und Manga-Convention, die jedes Jahr in Düsseldorf stattfindet (2016 und 2017). Eigentlich hatte ich nicht geplant dieses Jahr zu DoKomi zu gehen, weil ich dachte, ich hätte keine Zeit. Aber wie das nun mal so ist, hat es sich spontan – sehr spontan – ergeben, dass ich doch Zeit hatte. Also habe ich Freitagvormittag bei den Organisatoren der Convention angerufen, so ungefähr mit „Heeeey, ich hab schon mal als Presseperson Artikel über die DoKomi für meinen Blog geschrieben … möchtet ihr mir nicht spontan ein Presseticket für morgen früh ausstellen?“ Ich habe ehrlich gesagt damit gerechnet, dass die mir eher mit hochgezogener Augenbraue verbal einen Kalender um die Ohren hauen, aber Andreas, der Hauptorganisator der Messe, meinte einfach nur: „Schick mir mal die Links zu deinen Artikeln zu und dann schaun wir uns die an und melden uns bei dir.“

Was ich dann gemacht habe. Und da ich ja immer noch davon ausgegangen bin, dass die besseres zu tun haben, als die Artikel einer kleinen Bloggerin zu lesen und der Pressetickets auszustellen, dachte ich mir abends, dass es eh nichts mehr wird. Kurz bevor ich dann ins Bett gehen wollte, kam aber dann plötzlich eine email, in der stand, dass ich mir am nächsten Morgen ein Presseticket abholen könnte. Versendet um viertel vor 11 abends. (What the actual Arbeitszeiten?)

Damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass ihr das auch so machen sollt – ganz im Gegenteil! Falls ihr einen Blog oder so betreibt und gerne zu so einer Veranstaltung gehen würdet, um darüber zu berichten, dann meldet euch dort bitte frühzeitig! Das macht alles für alle Beteiligten viel einfacher und unstressiger. Aber ich wollte noch einmal danke sagen für diesen Einsatz und dafür, dass mein Blog überhaupt berücksichtigt wurde und dass alle da so nett sind und überhaupt. m(_ _)m

Die Ausstellerhalle, Halle 15

So, nun aber zur Veranstaltung! :D Nachdem ich die Info gefunden und noch mehr Leute von der Arbeit abgehalten habe, habe ich mich erst einmal umgesehen und mal wieder festgestellt: Ich bräuchte eigentlich einen Job, bei dem ich 10.000 Euro im Monat verdiene, um alles zu kaufen, was ich interessant finde. ^^ Ankommen tut man nämlich in der Aussteller-Halle (Halle 15), das heißt dort findet ihr tonnenweise Merchandise von so gut wie allem, was das Nerd-/Geek-/SpecialInterest-Herz begehrt.

Nicht arbeiten, spielen!

Orientieren kann man sich übrigens auch mit der niedlichen RPG-ig gestalteten Karte, die ich teilweise alle zwei Minuten befragt habe, wenn ich etwas bestimmtes gesucht habe. Zuerst gehen wir aber mal in die „Unterhaltungshalle“ (Halle 14), in der ein hüpfburgartiges Dings dem vielleicht noch einigen Leuten bekannten „Takeshis Castle“ nachempfunden wurde. Man kann darauf also wabbelnd einen Hindernis-Parcours absolvieren, was ehrlich gesagt nach ziemlich viel Spaß aussah. Und vermutlich weniger weh tut als das Original, da ja alles weich ist. ^^ Es heißt übrigens auch „Creamies Castle“ nach dem Muffin-Maskottchen, das ihr im Artikelbild seht.

Eine Seite von Takeshis … ich meine … Creamies Castle in Halle 14 :)

Dann gab es noch ein paar japanische Spiele, die dort bei Festen traditionell stattfinden, wie das „Fäden ziehen“, bei dem man einen Preis bekommen kann, indem man aus einem Gewust herabhängender Fäden am richtigen zieht. Habt ihr sicher schon mal in einem Anime gesehen. In der Halle war außerdem noch ein AMV-Bereich, also Anime-Musikvideos, aber auch alles, was mit Games zu tun hatte. Darunter Indie-Games, Retro-Arcade-Games und Stationen von Playstation und Nintendo. Und natürlich konnte man überall Spiele ausprobieren. Ach und Live-Turniere von verschiedenen Spielen wurden auch übertragen!

Für diejenigen, die Zeug loswerden oder gebrauchte Sachen (von Manga bis Cosplay) kaufen wollten, gab es natürlich wie immer einen Bring&Buy-Raum und natürlich auch Workshops – die allerdings in Halle 13 waren. Von den Workshops habe ich mir dieses Mal nichts angeschaut, weil ich mir relativ sicher war, dass ich sonst nicht alles schaffen würde … ^^“ Die Auswahl war aber wieder gut gemischt, mit Schnupperkursen Japanisch, Workshops zum Thema Cosplay und Synchro war eigentlich recht viel dabei. Wo ich gerade meine Fotos durchschaue: Lasertag und Fußball in äh diesen komischen riesigen aufblasbaren Bällen (sieht man auf einem der Fotos) gab es übrigens auch.

Kurzer Hinweis: Manche Fotos habe ich übrigens relativ kurz nach meiner Ankunft auf der DoKomi gemacht, deswegen ist es dort noch recht leer. Die Halle mit den Spielen ist aber ohnehin eher zum relaxen gedacht, weshalb es dort auch Sitzgelegenheiten gibt, aber die Hallen 13 und 15 sind eigentlich immer voll.

Sehen und gesehen werden

Jetzt muss ich ehrlich gesagt zugeben, dass ich mir nicht ganz sicher bin, wo die Fotokulissen sind. Ich glaube zwar, es war die gleiche Halle, es könnte aber auch Halle 15 gewesen sein, weil dort auf dem Plan ein Fotobereich markiert ist. Davon gab es allerdings mehrere … Der hier war jedenfalls von den Kulissen her (Resident Evil und so) ziemlich cool, mit einem Polizeibereich inklusive blinkendem Auto. ^^ Dort habe ich nur das Auto fotografiert, weil die anderen Bereiche besetzt waren und ich nicht andererleute Shootings stören oder abfotografieren wollte.

A propos Störung … :D Es gab ein Meet&Greet mit berühmteren Cosplayern, das ich fotografieren wollte. Nachdem ich bereits ein paar Fotos gemacht hatte, bei denen ich eigentlich nur den Andrang zeigen wollte und nicht die Cosplayer, hat mir dann ein Dokomi-Helfer dieses wunderschöne Bild geliefert, das ich einfach stattdessen nehmen werde:

Sorry Dude! :D Ich hoffe einfach, wenn ich die komplett erkennbar cosplayende Person mit Creamy zensiere, ist das okay. ^^

Ach ja, es gab natürlich auch verschiedenen Bühnen, auf denen Dinge stattfanden, darunter Cosplay-Contests, Dance-offs, eSport-Turniere und Musik. Die Eröffnungsrede auf der Black Stage in Halle 16 hielt der Vizepräsident der Deutsch-Japanischen … ihr könnt ja alle lesen, oder? Yasuo Inadome hat sich jedenfalls sehr dafür bedankt, dass die DoKomi das interkulturelle Verständnis und die Verbreitung von japanischen Mangas und Animes fördert. ^^ Daneben seht ihr noch ein verschwommenes Foto vom Auftritt des Sängers LEX und die hartarbeitenden Menschen, die sich um Beleuchtung und dieses Gedöns für die Bühne kümmern.

You got some money, fam?

Die Veranstaltung an sich kostet zwar Eintritt, aber es wird, wie ihr seht, mit den Auftritten, Games und Workshops auch schon einiges kostenlos geboten. Ganz anders sieht es da in Halle 13, der Zeichnerhalle, und Halle 15, der Ausstellerhalle, aus. Wer hier mit Bargeld reingeht und Fan von irgendetwas ist, kommt definitiv *Wissenschaftler-Brille zurechtrück* mit signifikant weniger Geld aus der Halle raus.

Zuallererst haben wir da natürlich die ganzen Manga- und Anime-Publisher, bei denen man unüberraschenderweise Mangas, DVDs und (im Fall der Anime-Publisher) teilweise auch Poster und Shirts kaufen kann.

Den Rest der Halle füllen Merch-Stände. Und was ihr hier nicht bekommt, bekommt ihr vermutlich auch sonst nur sehr schwer … Die Glaskästen mit Figuren haben mich teilweise sehr nostalgisch in Erinnerungen an Akihabara in Tokyo schwelgen lassen. Auch wenn es in Düsseldorf natürlich wesentlich weniger waren, einen ganzen Stadtteil nimmt die DoKomi schließlich (noch) nicht ein.

Dann gab es Shirts in allen Variationen, Tassen, Anhänger und Gedöns. Vieles zu amerikanischen Comics oder Serien, aber natürlich auch Sachen wie Jacken, die wie die Uniform oder das Outfit von allen möglichen Anime-Charakteren aussehen. (Dumme Frage, aber nennt man das, was Goku trägt, eigentlich eine Uniform? Ich hab’s ja nicht so mit Dragon Ball.) Was mir aber immer wieder aufgefallen ist: K-Pop has arrived, b*tch. ^^ Anders als beim letzten Mal, wo ich auf der DoKomi war, gab es dieses Mal nicht nur zwei Stände mit ein paar Alben diverser K-Pop-Gruppen. Insbesondere BTS ist mir in der Merch-Halle an etwa jedem dritten Stand in irgendeiner Form begegnet.

Do you know BTS?

Ebenso wie bei Anime/Manga/Comics, gab es auch hier massenweise Shirts, Armbänder, Schlüsselanhänger und sogar Body Pillows. Aber die hatten darauf mehr an, als die Animefiguren sonst! xD Ich habe gespannt neben einer Gruppe aufgeregter Mädchen gestanden, die ein Kissen mit einem Foto von BTS’s Jin kaufen wollten. Also sie dann jedoch festgestellt haben, dass so ein Ding 49 Euro kostet, wurde die Transaktion doch wieder gecancelt. Es ist schon teuer Fan zu sein …

Auch der Trend koreanischer Kosmetik ist hier angekommen. Es gab einen kleinen Stand mit koreanischen Beautyprodukten und Haarbändern von … BTS (bzw. deren Comic-Charakteren BT21). :D Ich habe übrigens mal an einem Tester dort geschnuppert, weil die auch meine Sonnencreme hatten und dem (sehr speziellen) Geruch nach zu urteilen, sind die Produkte auch legit! Beim K-Pop-Merchandise bezweifle ich das stark. Da habe ich, soweit die Sachen in Reichweite waren, mal auf die Zettel geschaut, und es stand eigentlich immer „Made in China“ drauf und nichts von „Bighit Entertainment“ oder „LINE“, den Firmen, die den offiziellen Merch eigentlich vertreiben …

An dieser Stelle ist nun WordPress abgestürzt und ich muss jetzt versuchen den Rest des Artikels wieder aus meinem Gedächtnis nachzuempfinden. Hat ja nur eine Stunde gedauert … Immerhin weiß ich jetzt, dass WordPress nicht mehr automatisch zwischenspeichert.

Fuck. Ich meine ooooommmmmmm …

Von Bento bis Hinamatsuri

Aber zurück zum ursprünglichen Thema: Japan. Zwischen dem ganzen Anime-Merch fanden sich einige traditionelle Sachen, wie Origamikarten, Puppen für Hinamatsuri (das „Mädchenfest“), Laternen und natürlich Bento-Boxen, Stäbchen und Teegeschirr.

Auch immer wieder schön finde ich den Stilbruch, wenn an einem Stand plüschige Häschenmützen (bei den Besuchern sehr beliebt dieses Jahr) direkt neben Ahegao-Unterwäsche hängen (also quasi Stringtangas mit Gesichtern von gezeichneten Frauen während äh bestimmter theoretischer Momente im Schlafzimmer). Japan, eh? ¯\_(ツ)_/¯

Gundam, Gacha, Purikura \(^ ^)/

Weitere typisch japanische Sachen waren übrigens nicht nur die gefühlt eine Milliarde Sorten japanische Süßigkeiten, sondern es fanden sich auch noch ein Gacha-Maschine, Gundam-Basteln und ein Purikura-Automat in dem ganzen Gewusel. Falls ihr jetzt gar keine Ahnung habt, wovon ich rede und das zu viele Fremdworte für euch waren, hier eine kurze Erklärung mit Bild. :D

Also, Gundams sind quasi Kampfroboter, die von Menschen gesteuert werden. Also Modelle davon. ^^ Auf dem Foto sind sie hinter den Teddybären und den Pokémon nicht ganz so gut zu erkennen, aber rechts seht ihr das übliche Bastelchaos, während sich gerade Menschen am Zusammenbau versuchen.

Darunter seht ihr das sehr rüschenhafte Bild mit „LoveStar Slim“ drauf, einem Namen, der fast nur aus Japan stammen kann. Hinter dem Logo verbirgt sich eine Fotokabine, in der man mehrere Aufnahmen machen kann, die automatisch over-the-top-gephotoshoppt werden und danach noch einmal mit einem Eimer Glitzer übergossen und mit Kitsch dekoriert werden, bevor das fertige Ergebnis ähnlich wie ein Polaroid ausgedruckt wird. Diese Automaten nennen sich „Purikura“ und sind in Japan bei (weiblichen) Teenagern sehr beliebt und die so entstandenen Fotos sind so absurd weit von der Realität entfernt, dass es sich auch für Nicht-Teenager lohnen kann, sie auszuprobieren, weil man dann etwas zu lachen hat. ^^

Das letzte Bild zeigt einen Gacha-Automaten, der eigentlich genauso funktioniert, wie ein alter Kaugummi-Automat. Man wirft Münzgeld ein, dreht an einem Griff und heraus rollt eine Plastikkugel mit einem zufälligen Spielzeug. Von den Dingern gibt es in Japan insbesondere vor bestimmten Läden (Animate! <3) ganze Wände und jeder Automat spuckt Gimmicks zu bestimmten Serien oder auch mal klischeehaft kitschige Souvenirs aus. Am Tokyoter Flughafen finden sich auch hunderte Gacha-Automaten, an denen man wunderbar Kleingeld loswerden kann und dafür zum Beispiel kleine Plastikkätzchen mit einem Service mit grünem Tee drauf bekommt. Ich wiederhole mich ungern, aber: Japan halt. :D

Ich kenne mich so gut aus … mit Google …

Was darf auf so einer Messe nicht fehlen? Cosplayer natürlich. Es liefen einige mit sehr coolen Kostümen herum, aber ich muss zugeben, dass ich am frühen Nachmittag schon so fertig war, dass ich irgendwie nicht mehr die Energie hatte, im Außenbereich herumzulaufen, wo es wesentlich einfacher ist, Leute anzusprechen und einem nicht so oft einer ins Bild rennt. Daher hier leider nur fünf der Leute, die mir begegnet sind und wo ich spontan die Kamera dabei hatte.

Den Beginn machen Mina Ashido und genderbent Bakugo aus „My Hero Academia“ und der gute alte Genji aus Overwatch. Darunter Alkali von League of Legends in der K/DA … K-Pop-Version. (Ja, schon wieder dieses Wort mit K, sorry ^^‘) Daneben ist ein Cosplay von Anne Takamaki aus Persona5 und auf dem letzten Gruppenfoto haben wir links Esdeath aus Akame ga Kill und dann ist wieder das eingetreten, was mir jedes Mal passiert. Der Character kam mir sooo bekannt vor … und nach 20 min Googlebefragung finde ich dann heraus, dass es ein alternativer Skin des Charakters Kagura aus einem Spiel namens „Onmyoji“ ist, das sich gerade in der public Betaphase für Mobilgeräte und PC befindet und von dem ich noch nie gehört habe. So kann man sich täuschen. xD Das letzte Bild ist natürlich Ace aus One Piece, aber mit zwei sehr coolen Tattoos, wie ich fand. ^^

Zwischendrin gab es auch immer wieder Dinge, die nicht direkt etwas mit Anime zu tun hatten oder kein direkter Merch waren, aber die möchte ich euch natürlich trotzdem nicht vorenthalten, also da! ^^

So, das war’s erstmal! Im zweiten Artikel werde ich euch dann von der Zeichnerhalle berichten, in der ich am meisten Zeit verbracht habe. Und euch, wie die Youtuber so schön sagen, meinen Haul präsentieren, also den Grund, warum ich jetzt broke af bin … :D Ich warne euch allerdings schon einmal vor, der Artikel wird vermutlich noch ein wenig K-Pop-lastiger als dieser hier. Also falls euch das stört, tut es mir leid. Ihr werdet aber sehen, warum. :)

Unabhängig davon wüsste ich mal gerne, ob ihr schon mal auf so einer Convention wart und wenn ja auf welcher? Was findet ihr an solchen Veranstaltungen besonders toll? Oder was hält euch davon ab, zu einer zu gehen? :)

Ich hoffe der Artikel war einigermaßen unterhaltsam und verabschiede mich damit dann mal zum Abendessen. :D Ich wünsche euch einen begeisterungverursachenden Sonntag!
Eure 0utofjoint =)

Manga, Shoppingwahn und das beste Museum der Welt

Hi! Ich falle einfach mal mit der Browseröffnung ins Haus (oder so). Letztes Wochenende war ich in London! Wer jetzt rote Busse und die Tower Bridge erwartet, der muss sich leider noch ein wenig gedulden, denn zuerst folgt ein bildlastiger Beitrag über etwas ganz anderes: The British Museum. Ein Museum, das wir nur deswegen aus den gefühlt 300 verschiedenen Londoner Museen ausgewählt haben, weil ich auf einer der endlos langen U-Bahn-Rolltreppen ein Plakat für eine Ausstellung gesehen habe. Und welche Ausstellung könnte mich schon davon überzeugen, 19 Pfund für einen Besuch auszugeben? Genau, Manga!

Was findet man in so einer Ausstellung? Nun, ich muss zugeben, durch meinen Japanaufenthalt und den Besuch im Conan-Museum, dem Kyotoer Mangamuseum und einer Zeichnungsausstellung bin ich sehr verwöhnt, was so etwas angeht. (Und über nichts davon habe ich einen Artikel geschrieben!! Es tut mir leid! Wobei man bei der Ausstellung der Zeichnungen ohnehin nicht fotografieren konnte und auch vom Mangamuseum habe ich keine Bilder … aber Conan? Das schockiert mich jetzt gerade leich!)

Was ist eigentlich dieses „Manga“? ^^

Wie ist so eine Ausstellung aufgebaut? Nun, diese hier war zunächst einmal … sehr dunkel. :D Schwarze Wände und angeleuchtete Exponate und an den Wänden öfter einzelne Charaktere aus bekannten Serien wie Dragon Ball oder Jojo. Oder auch mal ein Titanenkopf. Womit man halt so rechnet, wenn man in die Welt eintaucht, in der alles möglich ist (scheinbar das Motto der Exhibition).

Wass ich immer wieder sehr interessant finde, ist, dass diese Ausstellungen nicht nur für Fans, sondern auch für Besucher gedacht sind, die einfach nur neugierig sind. Deswegen gibt es zu Beginn dann immer eine generelle Erklärung, was dieses Anime und dieses Manga überhaupt ist. Gerne gefolgt von etwas, das für Fans ebenfalls selbstverständlich sein wird: eine Erklärung der Symbole und Zeichen, die immer wieder auftauchen und eine Erläuterung, wie beispielsweise bestimmte Emotionen mithilfe von unterschiedlichen Sprechblasenformen oder Hintergründen dargestellt werden. Etwas, das mir so ins Unterbewusstsein übergegangen ist, dass ich vollkommen überrascht war, als meine Kollegin einmal meinte, sie hätte keine Ahnung, was diese komischen vier Klammern bedeuten. Welche komischen Klammern?

undefined Diese „komischen Klammern“! :D Zwar schlecht nachgezeichnet von mir, aber wenn ihr Manga lest, wisst ihr vielleicht (hoffentlich?) trotzdem, was sie bedeuten. ^^ (Bitte sagt mir, dass ich nicht sooo schlecht zeichne!)

Themenwand: Wieso sehen Manga so aus, wie sie aussehen?

Ein Hoch auf Mangaka

Abgesehen von random Köpfen und Anfängererklärungen lag der Hauptfokus natürlich auf den Zeichnungen.

Es waren einige sehr schöne Sachen dabei und es ist immer wieder cool zu sehen, wie die bekannten Figuren auf dem Original-Zeichenpapier entstanden sind. Natürlich gab einige besonders emotionalen Szenen, wie zwei der Herzschmerz-Momente aus One Piece oder eine Szene aus einem Manga, den ich mal wieder nicht kannte, in dem gerade die Tochter des Hauses die stundenlange Arbeit ihres Vaters ruiniert hat (rechts unten). Zusätzlich liefen noch ein paar Videos, in denen es zum Beispiel um die Comiket in Tokyo ging. DIE Messe für Manga und Doujinshi, also Fanzeichnungen/-Manga, bei der ich auch schon mal war und über die ich auch nicht berichtet habe … ich glaube ich sollte mein bloggerisches Pflichtbewusstsein mal wieder funden. Das scheint auch noch in Japan zu sein. o_o Ähem, und Videos zur generellen Entstehung von Manga in großen japanischen Verlagen, was immer wieder sehr cool mit anzusehen ist. Wer „Bakuman“ mag, wird sich definitiv daran erinnert fühlen. ^^

Manga-Shirts *~*

In Kooperation mit dem japanischen Modeladen „UNIQLO“ gab es zusätzlich übrigens auch noch eine neue Shirt-Linie mit, ihr habt es erraten, Manga/Anime-Motiven drauf.

Ich habe ein Hunter x Hunter-Shirt <3

Ich habe nicht die Kollektion fotografiert, weil einerseits viele Läden gar nicht so begeistert sind, wenn man drinnen fotografiert und es andererseits die Kollektion ohnehin nur in manchen Läden gibt – ob es die in Deutschland gibt, stand nirgends. Hier gibt es Uniqlo in Berlin, Düsseldorf, Köln und Stuttgart. Die gesamte Kollektion könnt ihr euch aber hier online anschauen. Leider gab es keine Detektiv Conan Shirts mehr oder ich habe sie einfach nicht gesehen. Was ich schade, aber wenig überraschend fand, dass auf den ersten Blick die Shounen-Manga (darunter alle Sport-Manga und Sachen wie My Hero Academia) in der Männer-Abteilung und die eher rosafarbenen Shirts mit vermeintlichen Shoujo-Manga eher in der Frauen-Abteilung waren. Bei genauerem Hinsehen habe ich dann folgendes festgestellt: In der Frauenabteilung gibt es nur Ranma 1/2, Conan und Inuyasha. Bei den Männern neun oder zehn Sorten und jeweils mehrere Motive. Naja, immerhin kann ich ein großes Männershirt als Kleid anziehen … ¯\_(ツ)_/¯

Kauft man übrigens ein Shirt dort, bekommt man Rabatt auf den Eintritt in die Ausstellung. Also solltet ihr zufällig gerade in London sein und beides wollen, dann macht es bitte in dieser Reihenfolge und nicht so wie ich. Ach ja und die Tickets für die Ausstellung muss man vorher online reservieren und einen bestimmten Zeitpunkt auswählen, zu dem man reingehen möchte.

Eine kurze Geschichte der Welt

Wer eine ungünstige Zeit erwischt, der kann die Wartezeit aber perfekt nutzen, um sich den Rest des Museums anzusehen. Denn das British Museum ist, kurz gesagt, einfach phänomenal. Allein der Innenhof voller griechischer (schlagt mich nicht, falls das falsch ist) Säulen und dem riesigen Glasdach … woah. Es ist ein Geschichtsmuseum, aber deckt quasi geschichtliche Epochen aus der ganzen Welt ab.

Angefangen bei den alten Ägyptern, vielen Sarkophagen und ein paar Mumien über den Stein von Rosetta, wortwörtlich tonnenweise griechische Statuen bis hin zum europäischen Mittelalter und sogar speziellen Ausstellungen über Dinge wie Uhren ist alles dabei.

Sich zurechtzufinden ist aufgrund der etwa 90 Ausstellungsräume alles andere als einfach, also lohnt sich eine Karte auf jeden Fall. Mit dieser haben wir dann auch den Weg zur permanenten Japanausstellung gefunden, zu der auch das klischeehafteste „Japanbild“ der Welt gehört: die Welle von Hokusai. Um das Kunstwerk zu schonen, wird das allerdings nur alle paar Jahre ausgestellt. Dafür kann man sich das im Museumsshop als Shirt, Becher, Geldbörse und ich glaube noch in fünf anderen Versionen zulegen. Ebenso wie die Hieroglyphen des Steins von Rosetta. Was ich natürlich niemals machen würde, also hier die Bilder. (Es gibt übrigens auch einen Shop für die Manga-Ausstellung, der hat mich aber nicht so begeistert, weil man vieles davon auch woanders bekommen hätte.)

Die Welle findet sich übrigens auch auf den Kaffeebechern des Cafés und der Kaffee war echt gut! Ein weiterer Punkt, der mir beim Gedanken an die Rückkehr schlechte Laune bereiten konnte, war, dass es in London so gut wie überall (auch im British Museum) nicht nur Sojamilch, sondern auch Hafer- und Kokos- oder Mandelmilch gab. Teilweise sogar kostenlos! ;_; Aber ich schweife mal wieder ab.

Japan, China, Korea … Asien.

Der Rest der Ausstellung reicht von alten Kleidungsstücken und Rüstungen, über Krimskrams bis hin zu Kunstwerken aus der heutigen Zeit und ist zwar so viel, dass man kaum alles davon wahrnehmen, geschweige denn genauer anschauen kann, aber eben auch so viel, dass eigentlich jeder etwas interessantes findet. Es gibt gleich mehrere Asien-Bereiche, deswegen begehe ich mal die kulturelle Insensibilität und packe alles in eine Galerie. Darunter finden sich eine hinduistische Statue/Bronze, eine japanische Samurairüstung, ein niedliches japanisches Figürchen, dessen Sinn ich nicht ganz verstanden habe, chinesisches Porzellan, eine der ältesten koreanischen Flaggen und schließlich ein traditionelles koreanisches Studierzimmer für Männer, weil äh die damals (in diesem Fall Mitte des 18. Jahrhunderts) nach konfuzianischen Prinzipien strikt getrennt von den Frauen leben sollten, und Geschichte is schon manchmal anstrengend …

So, das war’s auch schon. :D Ich dachte mir, wenn ich schon mal nach London reise und dort coole Dinge erlebe, dann kann ich das ja auch noch mal hier unterbringen. Was ich übrigens auch vermissen werde, sind die Buchläden, denn dort gab es logischerweise nicht nur die tollen englischen Sondercover, sondern auch grooooße Sprachabteilungen und bei Waterstones habe ich ein „Koreanische Sagen für Anfänger“-Buch gekauft und bei Foyles den ersten Band von „One Punch Man“ auf Japanisch. ^^ Wünscht mir viel Durchhaltevermögen beim Lesen. Wobei Action-Manga ja glücklicherweise oft seitenweise aus „UAAAAAHHHHHHHHH!!!“ bestehen, da muss ich also dann doch nicht alles übersetzen. :D

In diesem Sinne überlege ich mir dann mal, was ich wann noch vom Rest meines Londontrips berichten kann. Ach ja, wie ich überhaupt dazu kam, nach London zu fliegen, sollte ich vielleicht auch nochmal erwähnen …

Ich war beim BTS-Konzert im Wembley-Stadion xD

Also falls ihr zum Konzert oder generell zu London noch mehr Berichte möchtet, dann tretet mich in den Hintern! :D Generell fand ich die Stadt nämlich ziemlich nice und vom Konzert fange ich erst gar nicht an, sonst höre ich erst in 50.000 Zeichen wieder auf. Ihr kennt mich ja.

Ich wünsche euch einen grandiosen Start ins Wochenende und ebensoviel Begeisterung wie mein Londontrip bei mir ausgelöst hat!

Eure weiterreisen-wollende
0utofjoint =)

Eine leicht verstörende Weltsicht?

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob ich dabei bin, mein Leben auf die Reihe zu bekommen, ob mein Leben dabei ist, mich auf die Reihe zu bekommen – oder ob wir uns einfach beide etwas vormachen.

Triggerwarnung für diesen Artikel: Zynismus, Selbstmord, Lebenssinnmangel. Ich spreche generell über diese Themen, Also bitte nur weiterlesen, wenn ihr damit zurechtkommt. So, damit seid ihr hoffentlich angemessen vorgewarnt :)

Dieser Artikel ist mal wieder etwas random, daher erlaubt mir eine etwas längere Einleitung. Ich habe gestern einem meiner Sprachpartner erklärt, was „random“ bedeutet und war ein wenig stolz auf mich. Immerhin ist das ein ziemlich wichtiges Wort (für mich^^). Außerdem habe ich zwar noch nicht meine Steuererklärung gemacht, aber eine Unterkunft in Seoul gebucht, womit mein langer Urlaub nun endlich komplett feststeht. Whohooo! Auch wenn er mich insgesamt bisher (Flug plus Zimmer) bereits mehr als die Hälfte meines Monatsgehalts gekostet hat. (Brutto versteht sich. Wir wollen ja nicht übertreiben. ^^) Andererseits habe ich noch nie so viel verdient wie jetzt, weswegen ich entschieden habe, das jetzt auch auszunutzen (aka auszugeben). Eigentlich sollte ich mich so langsam mal um eine Altersvorsorge kümmern, aber irgendwie … ich weiß nicht. In diesem Fall bin ich sogar nicht einmal nur zu faul dazu, sondern habe vielmehr das Gefühl, einer anderen Generation anzugehören, als beispielsweise alle bei mir auf der Arbeit.

Dort sind alle mindestens zwei Jahre älter als ich, aber meistens eher 10 bis 20 Jahre älter. Aber selbst die Kollegin, die fast in meinem Alter ist, gehört zu den Menschen, die voll den Plan zu haben scheinen und zahlt bereits seit Jahren in eine Altersvorsorge ein. Eigentlich sind es sogar zwei. Löblich und doch fremd für mich. Ich weiß ja nicht, wie das bei euch aussieht. Vielleicht bin ich einfach nur sehr unvernünftig, aber irgendwie fühle ich mich eher der Generation (welche auch immer das sein mag) zugehörig, die online Witze darüber macht, dass man sich ja, bevor man in ein Altenheim gesteckt werden oder im Krankenhaus landen würde, einfach das Leben nehmen könnte. Ja, deswegen die Trigger-Warnung.

Das Ding ist, dass das keineswegs bedeutet, ich wäre momentan unglücklich oder wollte morgen vor einen Zug springen, es bedeutet einfach nur, dass ich – genauso wie sehr viele Menschen, die vermutlich oft jünger sind als ich – ziemlich resigniert auf diese Welt blicke. Es fällt mir einfach so schwer, mir eine nicht-bescheidene Zukunft vorzustellen (Altersarmut, Klimawandel/Naturkatastrophen, Kriege, politische Instabilität, Überbevölkerung – you name it), dass es einfacher ist, zynisch damit umzugehen, anstatt sich ernsthafte Gedanken zu machen, ob und wie man die Situation ändern könnte. Oder das Maximum an Vorsorge zu treffen, auf die Gefahr hin, dass es durch diverse Umstände dann doch nicht reicht und man im Alter mit 300 Euro pro Monat auskommen muss, während statt des Feinstaubs in der Innenstadt nur das Internet gefiltert wird und man im Livestream Waldbränden/Wintereinbrüchen, hungernden Menschen und Stürmen zuschauen darf. Moment, das wird jetzt doch etwas zu dystopisch, wenden wir uns lieber wieder den Gedanken zu, die ich hier eigentlich verfolgen wollte.

Faszinierend finde ich nämlich, dass solche Witze über das eigene Lebensende (so unlustig sie auch sein mögen) sehr viele andere Menschen größtenteils verwirren oder gar schockieren. Damit meine ich, dass mein Gegenüber dann nicht einschätzen kann, ob das ein geschmackloser Witz war, was für Empörung sorgen würde oder ob ich das vielleicht doch irgendwie ernst meine, worüber man dann schockiert wäre und nachfragen müsste, ob alles in Ordnung ist.

Ich glaube ich sollte eigentlich zu denen gehören, die schockiert sind, aber irgendwie … vielleicht habe ich zuviel Zeit im Internet verbracht und man wird hier so zynisch? Mein 22-jähriger Mitbewohner verbringt gefühlt 80 Prozent seiner Zeit mit Zocken und hat allgemein einen eher seltsamen Sinn für Humor (manche würden ihn gar „schlecht“ nennen), der hauptsächlich auf Schockwerten basiert und mir dementsprechend gerne mal auf den Keks geht. Gleichzeitig ist er dadurch aber auch jemand, der durch sein „lass mal schockierende Sachen sagen, dann lacht bestimmt jemand“ nicht mal mit der Wimper gezuckt hat, als ich meinte, dass ich vermutlich ohnehin keinen Grund hätte, allzu alt zu werden.

Die Frage ist nun … ist das gut oder ist das schlecht? Es ist sehr angenehm, so einen Gedanken mal aussprechen zu können. Gleichzeitig bin ich mir der Tatsache bewusst, dass es keine gute Idee ist, so einen Gedanken durch vermehrtes Aussprechen zu normalisieren.

So viel zum Thema „random“: Ein wenig random Motivation, falls euch das generelle Thema doch zu deprimierend war. ^^

Mich würde einfach mal interessieren, wie ihr mit Zukunftsängsten umgeht. Beziehungsweise ob ihr welche habt und ob euch dieses lapidare „Joa, dann muss ich dem halt früh genug ein Ende bereiten“ schon begegnet ist. Ich hoffe, ich habe euch nicht allzu sehr schockiert, das war nämlich nicht meine Absicht. Mir ist nur aufgefallen, wie unterschiedlich Menschen verschiedenen Alters ihre Zukunft anzugehen scheinen. Die einen scheinen nicht daran zu zweifeln, dass diese schon irgendwie zustande kommen und ganz okay sein wird. Die anderen scheinen davon auszugehen, dass es nur noch schlimmer werden wird und sich einen Notfall-Ausstiegs-Plan zurecht zu legen, um mit diesem Gedanken klar zu kommen. Es könnte natürlich auch so sein, dass man mit zunehmendem Alter automatisch eher nicht mehr nach so einem Plan sucht, weil bis zu diesem Punkt ja auch alles geklappt hat. Dennoch hat mich diese Verständniskluft ins Grübeln gebracht.

Ich habe jedenfalls gerade meinen Urlaub geplant, was ich exakt wegen des Themas dieses Artikels auch erwähnt habe. Denn erstens will ich nicht, dass sich spontan jemand um mich Sorgen macht, weil das hier nur eine theoretische Lebenseinstellungs-Rumüberlegung ist und zweitens wollte ich deutlich machen, dass diese Gedanken eben mehr oder weniger permanent anwesend, dabei aber keineswegs bedrohlich, sind. Ich hoffe ich konnte mich verständlich machen, habe niemanden getriggert, über die Maßen schockiert oder gar traurig gemacht. Ich werde mir jetzt einen Tee machen und überlegen, welche Sachen ich mir in Seoul anschauen kann. :)

Ich hoffe ihr habt einen flauschigen Tag und wünsche euch möglichst wenig Grübelei! :) Eure, sich trotzdem über jegliche Rückmeldungen freuende, zynisch in der Welt herumphilosophierende und sich sehr auf ihren Urlaub freuende 0utofjoint ^_^

PS: Ja, ich weiß, dass man für Zynismus eigentlich keine Triggerwarnung aussprechen müsste, aber ich wollte das mit angemerkt haben, damit man eventuell schlussfolgern kann, dass ich nicht detailliert ernsthafte Szenarien erläutere. Auch wenn das vermutlich trotzdem unnötig war.

PPS: Der Titel des Artikel ist übrigens aus meinem unterbewussten Versuch entstanden „world view“ und „Ansicht zu verschmelzdenglischen. Sorry dafür! 😅

Der Bahnhof Köln Messe/Deutz bei Sonnenaufgang

Oh … hey! Ich hab ja ’nen Blog! o_o

Einen wunderschönen Samstagmorgen wünsche ich euch! Ja, da staunt ihr, ich lebe noch! Ich habe gestern Abend mit Schrecken festgestellt, dass ich anscheinend seit Dezember 2017 (!) nichts mehr in diesem Blog gemacht habe. What the actual flausch! Das habe ich auch nur festgestellt, weil die liebe afictionesse anscheinend ein sehr sehr gutes Gedächtnis besitzt und mir netterweise eine Stellenanzeige weitergeleitet hat. Denn der letzte Stand und somit meine offizielle Lebenssituation war ja anscheinend, dass ich immer noch einen Job suche. Daher hiermit ein kurzer Infoartikel, in dem ihr erfahren werdet, ob ich 1. mittlerweile einen Job habe, 2. vielleicht sogar erwachsen geworden bin und 3. mich endlich kurz fassen kann.

Zuallererst: Ich nage nicht mehr am Hungertuch! Ungefähr als ich vom Arbeitslosengeld I auf Hartz IV gefallen bin, habe ich einen Job gefunden. Der Fall war übrigens recht weich, da mein Nicht-Hartz-IV-Satz nur etwa äääh 70 Euro über selbigem lag. Was definitiv auch einiges an Geld ist, wenn man wenig hat. Für 70 Euro bekommt man gute neue Spotschuhe, kann sich einmal komplett neu einkleiden, kann gefühlt Essen für mindestens eine ganze Woche kaufen oder sich einmal im Jahr überteuerte Konzerttickets leisten. Aber wenn der Satz vorher auch schon nahe am Limit war, dann resigniert man fast schon eher als dass man sich aufregt. Da heißt es einfach noch mehr auf Preise gucken und sich eben nur maximal einmal im Monat einen teuren Kaffee leisten. Oder sich von Freunden einladen lassen, wenn man noch etwas unternehmen möchte … Traurig, aber wenn man zur Leistungsgesellschaft nichts beiträgt außer den wichtigen Menschen die Luft wegzuatmen, dann ist das eben so.

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Was ist eigentlich dieses „K-Pop“?

Yo, was geht? Ich sitze hier grade mit Tiefkühlgemüse und Instantreis (weil ich es kann) und mir ist aufgefallen, dass ich seit gefühlten Milliarden Jahren mal wieder nichts geschrieben habe.

Es ist aber keineswegs so, dass ich momentan einfach gar nichts tue. Vielmehr ist meine Priorität momentan immer noch die, neben der Jobsuche vor allem meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Das bedeutet ich lerne jeden Tag viel und es macht mir Spaß, laaaaaangsam aber sicher ein wenig besser Japanisch verstehen zu können. Dadurch wird aber mein Tagesablauf von außen betrachtet halt bloß kaum spannender, sondern eher langweiliger. :D

Ich führe zwar jetzt ein sogenanntes Lerntagebuch, aber das ist für den Rest der Welt nun wirklich nicht interessant. Darin plane und dokumentiere ich, was ich jeden Tag lernen möchte (also dieses Grammatikgedöns, jene Vokabelliste, die Lektion in Lehrbuch „Denken für Deppen“ etc.) und was davon ich letzten Endes auch geschafft habe. Eine der ersten Reaktionen auf meine Aussage, dass ich nun so einen Lernplaner habe war übrigens: „Darauf können auch nur diese verrückten Asiaten kommen!“ Was einerseits wieder einmal zeigt, wie wichtig interkulturelle Kompetenz ist und andererseits die Wahrnehmung eurer zwischen Lehrbuch- und Notizbergen hockenden Bloggerin durch andere Lebewesen veranschaulicht … „Das is‘ die, die diese verrückten Asiaten so mag!“ Ooookay.

Mein Geständnis … *Dramatikregler hochkurbel*

In diesem Sinne: Ich muss euch allen etwas gestehen. Ich lerne nicht nur mehr oder minder erfolgreich Japanisch und nerve meine Mitmenschen mit Anime- und Mangagefasel, nein, es ist noch eine zweite Leidenschaft dazugekommen! Nach dem Anime- und Mangafieber hat mich nämlich vor einer Weile noch ein anderes asiatisches Virus befallen, das im Moment scheinbar sehr verbreitet zu sein scheint. Ich spreche von *döm-döm-DÖÖÖÖÖÖMMMMM* … K-Pop, also koreanische Popmusik. Das überrascht euch jetzt vermutlich nur, wenn ihr den fetten Spoiler-Titel komplett übersehen habt. Aber gönnt mir meine Dramatik! :D

Jupp, ich habe angefangen Koreanisch zu lernen. Bevor ihr mich nun alle für bescheuert erklärt oder für meinen Musikgeschmack steinigt, möchte ich betonen, dass ich deswegen andere Musikrichtungen nicht automatisch nicht mehr gut finde. Und dass ich mir bewusst bin, mich dadurch virtuell inmitten von vielen weiblichen und gerne auch hysterischen Teenagern zu befinden. Ich könnte euch auf Anhieb gleich mehrere Dinge nennen, die ich an der koreanischen Musikindustrie gar nicht mal so toll finde.

Trotzdem kann ich mich für einige der Boygroups bzw. für deren Musik begeistern. Die wenigsten Sänger sind in Südkorea übrigens solo unterwegs, den größten Marktanteil machen unzählbar viele Boy- und Girlgroups aus. Das mag bei der ein oder anderen Person verstaubte Erinnerungen an Backstreet Boys oder N’Sync wecken. (Schreibt man die so?? Ich hab mich bisher nie für Boybands interessiert, sorry. Ich hole das jetzt scheinbar nach … :D) Oder an die wesentlich jüngere Gruppe One Direction. Und diese Assoziation ist gar nicht mal so falsch, denn hinter dem Wort K-Pop verbergen sich sehr erfolgreiche koreanische Musikgruppen, bestehend aus jungen, talentierten und hübschen Menschen, die Unmengen an Fans haben, die bei deren Konzerten ähnlich laut sind, wie das die Fans bei Boygroups aus den 90ern wohl gewesen sein müssen. Hier nun also eine nahezu wissenschaftliche Abhandlung über das Phänomen „hübsche Asiaten singen und schaffen es dabei anatomisch unmögliche Dancemoves hinzubekommen und alle rasten aus“ aka K-Pop. (mehr …)

Zu viele Künstler, zu wenig Geld – die DoKomi 2017

Whoop whoop, convention time! Ich war ja 2016 schon auf der DoKomi und dieses Jahr habe ich mir die vollen zwei Tage gegeben. Also ein Wochenende nur Herumrennen zwischen Cosplayern, Merch anschauen, Onigiri essen und mich selbst davon abhalten mir alle Zeichnungen der etwa 450 Zeichner vor Ort zu kaufen. Und das war keine Übertreibung, es waren wirklich viele Zeichner dort. Was auch einer der ersten Punkte ist, bei denen ich der DoKomi ein Lob aussprechen muss.

Es gab einige Änderungen, unter anderem sind die Zeichner nicht wie im letzten Jahr in einem viel zu kleinen Raum untergebracht, sondern in einer richtigen Messehalle, wo man sich wirklich umschauen kann, ohne Angst zu haben, jemandem mit dem Rucksack den Stand zu zerstören oder nie wieder aus dem Raum zu kommen, weil eine Gruppe von Menschen mit ausladenden Cosplays den Gang verstopft. Diese Änderung finde ich schon mal sehr gut, denn sie hat das ganze Messeerlebnis wesentlich entspannter gemacht, da man drei komplette Hallen zur Verfügung hatte.

Außerdem waren die Hallen in diesem Jahr auch besser gefüllt als im letzten Jahr, wo irgendwie ein Drittel der großen Ausstellerhalle leer stand. Eine Halle war immer noch recht leer. Dort befanden sich die Workshop-Räume, Bring&Buy, der Karaoke-Raum und Sachen wie Lasertag und Sachen mit Hüpfburg-Feeling. :D Da hier aber auch Bänke standen und an einer Seite per Beamer Anime-Musik-Videos an die Wand geworfen wurden, war das eher die Entspannungs-Halle und deswegen fand ich es gar nicht weiter schlimm, dass sie nicht so vollgestopft war.

Zusätzlich zu den Itasha-Autos und den Zeichnern befand sich in der Halle daneben auch ein kleiner Gaming-Bereich und ein paar Fotoboxen mit Hintergründen wie einem japanischen Klassenraum oder einer gruseligen Burg, vor denen Cosplayer posieren konnten. Und ein Bällebad gab’s direkt neben dem Klassenzimmer! Vermutlich damit die nicht cosplayenden und nicht fotografierenden Begleiter sich beschäftigen konnten, während die Fotoshoots stattfanden oder so. Solche wichtigen Details will ich ja nicht unterschlagen.

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Selbsterkenntnisse in Japan

Warum bin ich nochmal gleich nach Japan gereist? Genau, um Japanisch zu lernen, das Land zu sehen und herauszufinden, was ich so mit meinem Leben anfangen möchte. Oder so ähnlich. Was davon setze ich im Moment um? Äääh … Japanisch zu lernen hat Spaß gemacht, ich konnte mir aber nur insgesamt sieben Wochen Sprachschule leisten, weswegen ich seit Dezember eigentlich null Japanisch gelernt und vermutlich alles bis dahin Gelernte auch wieder vergessen habe. Der Punkt fällt also schon mal weg. (Wer übrigens vom Artikelbild verwirrt sein sollte, der muss sich noch ein wenig gedulden, sorry. ^^)

Sollte ich nich schon DIE Erkenntnis gehabt haben?

Das Land habe ich zwar streckenweise gesehen und für cool befunden, aber aus dem gleichen Grund wie der Sprachkurs fällt momentan auch eine größere Erkundung Tokios und der Umgebung weg: Geldmangel. Cool, also hätten wir das schon mal abgehakt als sinnergebende Punkte meiner Reise. Dann wäre da noch diese ominöse Selbstfindung, die angeblich alle möglichen Menschen mit Auslandsaufenthalten immer betreiben. Eine neue Umgebung und neue Menschen um einen herum regen einen ja schließlich immer zum Nachdenken an und somit findet man in der Theorie einfacher heraus, was man letztendlich von diesem Leben haben und darin erreichen möchte. In der Theorie. ^^

In der Praxis hatte ich leider bisher keine Erleuchtung, die mir spontan den Weg geebnet hätte, um nun meinen Lebenstraum zu verwirklichen und Töpferkurse in der Toskana zu geben (oder Yogakurse was man sonst so an klischeehaften Dingen machen könnte) und muss euch auch bei den Punkten Bekanntschaften enttäuschen. Weder habe ich bisher meinen Traumpartner hier gefunden noch irgendwelche Bekanntschaften gemacht, die mir den beruflichen Wiedereinstieg in der Heimat vereinfachen würden. Ganz im Gegenteil lebe ich momentan so wie vor einigen Jahren wieder vom Geld meiner Eltern und fühle mich dem Versagersein ein Stück näher, da ich bisher keinerlei großartigen Job hier gefunden habe, mit dem sich Miete und Essen einfach so bezahlen lassen.

Andererseits habe ich dann doch ein paar Erkenntnisse gehabt, während meines Jobbens in Tokio. Bis vor ein paar Tagen hatte ich nämlich gleich zwei Teilzeitjobs hier, die sehr unterschiedlich waren, mir aber auf ihre Art ein paar Erkenntnisse über mich selbst geliefert haben. Fangen wir mit dem Job an, den ich verabscheut habe: Airbnb-Apartments sauber machen. (mehr …)

Hi 2017, hier spricht Tokio :)

Na? Lebt ihr noch? Ja? Schön. ^^ Ich? Hmhm, glaube schon. Was ich so mache? Och, dies und das. Warum ich seit Ewigkeiten keinen Blogartikel mehr veröffentlicht habe? Hm. Ihr legt auch direkt mit den schweren Fragen los, was?

Okay, ich fasse das mal zusammen: Ich befinde mich im Moment in Tokio und mein Problem ist ein eklatanter Mangel an Energie. Tokiiioooo? Werdet ihr jetzt eventuell fragen und ein „Voll cool/awesome/mega/positives Wort eurer Wahl und Generation einfügen“ dranhängen. Und ich werde mir nur denken „Joa. Geht so, ne?“ und das Gefühl haben gerade sehr hochnäsig rüberzukommen. :D Ich meine, es ist Tokio, Japan, weit weg, sagenumwoben und fancy. Aber es ist eben auch beengt, voller Menschen und teuer.

Was mache ich gerade? Nun, ich sitze in einem Share House, wo ich kostenlos gegen ca. 16h Arbeit pro Woche wohnen darf. Eigentlich gar kein schlechter Deal, wenn ich nicht in einem Viererzimmer schlafen und mir das Bad mit insgesamt 11 anderen Leuten teilen müsste, von denen insgesamt 12 überhaupt keine Lust haben es zu putzen. Ja, da zähle ich mich mit. Denn nach den ersten zwei Tagen hier hatte ich mich überwunden, den Höllenpfuhl, den man hier als Badezimmer betiteln darf zumindest grundzureinigen. Mit der Folge, dass Schimmel und Dreck für etwa zwei Tage einen taktischen Rückzug angetreten haben, nun aber schon längst wieder das Gebiet eingenommen haben, auf dem ich gerne meine körperhygienischen Vorhaben durchführen würde, ohne Angst zu haben, die Oberflächen könnten mich angreifen. Bilder erspare ich euch einfach mal. ^^  (mehr …)

Foto: Pixabay/Unsplash

Wir müssen reden …

Ich muss euch etwas mitteilen. Nein, geratet jetzt nicht in Panik! Ihr habt nichts falsch gemacht, es liegt an mir. Ich muss euch etwas gestehen. Es ist jetzt 22.39h und ich war gerade draußen und bin planlos mit dem Handy durch die Gegend gerannt, weil mir angezeigt wurde, dass ein Schiggy in meiner Umgebung gespawnt ist.

Ich gestehe: Ja, ich habe mir Pokémon Go installiert und möchte, ebenso wie der Rest der Welt, mit euch darüber reden. Im Gegensatz zum Rest der Welt habe ich allerdings nicht vor euch „Tipps für angehende Pokémon-Trainer“ zu geben oder darüber zu meckern, dass jetzt wirklich alle nur noch auf ihren Bildschirm starren. Für letzteres konnte man sicher gut einen der Smombie-Artikel von 2014 wiederverwerten.

Ich möchte einfach meine Faszination für dieses Phänomen mit euch teilen und auch ein paar schöne und eher unschöne Erlebnisse, die damit zusammenhängen. Für alle, die es (wie auch immer ihr das geschafft haben solltet) nicht mitbekommen haben: Pokémon Go ist eine App von Nintendo (bzw. Niantic), bei der man die niedlichen kleinen Monster, die man früher als Karten gesammelt oder am Gameboy eingefangen hat, per Augmented Reality in der Wirklichkeit einfangen kann. So. Und diese App ist sehr krass eingeschlagen, so krass, dass nach dem Launch die Server der App des öfteren  vor dem Ansturm der Pokémon-Sammelwütigen kapitulieren. Woraufhin wiederum Twitter mit einer Welle von „Mein #PokemonGo klappt nicht, repariert eure Server!!! ;_;“-Nachrichten rechnen kann.

Mit 10 Millionen Downloads innerhalb von rund zwei Wochen ist die App im Google-Playstore auf Platz 1 bei den Spielen, vor Clash of Clans, Candycrush und wie der ganze andere Mobile Games Kram sonst noch so heißt. Bei den Top-Apps ist es vor Whatsapp, wird also momentan heruntergeladen wie blöd, die Messenger-App wird aber vorerst vermutlich von den Gesamt-Downloads her nicht überholt werden. Denn das ist nur eine unbedeutende Milliarde. o.O Aber Slither.io (quasi die neue Version vom Ur-Handyspiel Snake) ist sicher zu schaffen, das hat nämlich „nur“ 50 Millionen Downloads. :D

Wie auch immer. Die App wurde jedenfalls im Vorhinein bereits monatelang gehyped, weshalb es kein Wunder ist, wenn möglichst viele Nutzer die Sache ausprobieren wollen. Denn hier werden gleich drei Gruppen angesprochen:

  1. Die Leute, die schon in ihrer Kindheit Pokémon gespielt haben und es aus Nostalgie-Gründen und/oder, weil sie das Spiel total toll fanden, jederzeit wieder spielen würden.
  2. Die Leute, denen die Idee von Virtual und Augmented Reality gefällt und die alles ausprobieren möchten, was in diese Richtung geht.
  3. Die Leute, die ohnehin meistens auf ihrem Handy spielen, weil sie sich unterwegs damit beschäftigen.

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