crazy world

In dieser Kategorie findet ihr alles, was weltweit für Aufregung sorgt – sofern ich es mir zutraue darüber zu schreiben und es nicht schon zu viele Artikel darüber gibt. Ganz allgemeine Aufreger könnten dabei ebenso vorkommen, wie die neuesten Entdeckungen verrückter Wissenschaftler.

Ich mach das jetzt einfach.

In den letzten Monaten habe ich viel nachgedacht. Das Hauptthema meiner Grübeleien war mit Sicherheit: Was zur Hölle fange ich mit meinem Leben an? Gerade in den letzten paar Monaten meines Volontariats (aka Ausbildung) habe ich festgestellt, dass mir immer noch irgendetwas fehlt. Ich bin seit 2007 insgesamt 8 Mal umgezogen, darunter auch kurze Aufenthalte von 1-3 Monaten inklusive 1 Monat Gästebett. Nicht mitgezählt habe ich dabei die vier Umzüge innerhalb einzelner Städte, bei denen ich beispielsweise Studentenwohnheime nach einigen Monaten räumen musste, weil „isso“ oder wo ich erst nach einem erholsamen Aufenthalt im Hostel eine Zwischenmiete ergattern konnte.

Trotzdem. Während meiner Bewerbungsphase habe ich mich zwar für ein paar Jobs begeistern können, die Vorstellung mir nun einen Job zu suchen, bei dem ich die nächsten Jah … nein, bei dem ich vielleicht für immer an der gleichen Stelle wohnen und für immer die gleiche Arbeit verrichten werde, reizt mich grade nicht allzu sehr. Deswegen habe ich meinem alten Chef, bei dem ich ja bereits zwei Jahre gearbeitet habe, zugesagt, dass ich ab März nochmal für weitere sieben Monate bei ihm arbeiten werde. Klingt logisch, oder? :D

Die neue Stelle ist besser bezahlt als meine bisherige Stelle und ich darf so bequem sein und hier wohnen bleiben. Also genau das, was mich eigentlich nicht reizt, oder? ^^ Aaaaaber … dank der genialen Idee einer Kollegin habe ich nun einen Masterplan. Das Geld, das ich in den nächsten Monaten hoffentlich mehr verdiene, wird gespart. Und dann? Ihr ahnt es sicher schon. :D Danach erfülle ich mir den Traum, mit dem ich schon seit Monaten mein gesamtes Umfeld nerve … (mehr …)

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Foto: Pixabay/Qiye

Mögen die Spiele … designt werden!

Meine letzten Wochen waren gefüllt mit sehr vielen Zusammenkünften von der Art, bei der man entweder viel Spaß hat oder sich herrlich fehl am Platz fühlen kann. Also Weihnachtsfeiern, Familienfeiern, Silvesterfeiern und so weiter. Dazwischen gab es Geschenke von awesome bis „Was soll ich denn bitte damit?“ – ich hoffe bei euch lagen alle eher in ersterer Kategorie, damit ihr nicht erzwungenermaßen Schrottwichteln spielen müsst. ^^

Einen Vorteil hatte das Heimfahren für mich allerdings (neben dem ganzen kostenlosen Essen, das Mutti für einen einkauft, natürlich ;) ). Denn ich habe zuhause ein Buch wiederentdeckt, das ich mir vor ungefähr zwei Jahren gekauft und nie gelesen habe. Der Grund? Es hat 450 Seiten und ist damit recht unhandlich und ich habe es vemutlich zwecks Gewichtsreduktion beim letzten Umzug wohl lieber liegen gelassen. Jetzt bin ich dank vieeeelen Zugfahrten zwischen diversen Freunden und dem Wohnort meiner Eltern und der Rückreise nach Bielefeld aber endlich dazu gekommen es zu lesen und dachte mir prompt: WARUM HABE ICH DAS NICHT FRÜHER GETAN?!?! Kennt ihr diesen Moment? Man hat jahrelang irgendetwas bei sich herumfliegen, nutzt dieses Etwas aber nie und wenn man es tut ist es das beste Etwas ever und man tritt sich in den Hintern, weil man das Etwas ja schon viel früher genießen hätte können? Gilt für Bücher ebenso wie für Filme, Musik oder sogar Rezepte/Fertiggerichte, bei denen man einfach nie dazu gekommen ist, sie auszuprobieren.

Frustrierend. Okay, nun wollt ihr sicher endlich wissen, von welchem Buch ich denn die ganze Zeit schwärme, oder? Okay, ich erlöse euch. Der Titel des Artikels gibt euch schon einen Hinweis: Es geht um Spiele. „Besser als die Wirklichkeit“ von Jane McGonigal. Die Autorin ist vielleicht eine entfernte Verwandte der Verwandlungslehrerin von Harry Potter, aber definitiv eine amerikanische Spieledesignerin, die sich mit dem Bereich Gamification auseinandersetzt. Ich weiß gerade gar nicht, ob sie den Begriff im Buch irgendwo verwendet, ich habe darüber jedoch mal einen Kurs gemacht und würde das jetzt ganz grob so bezeichnen. Ihr geht es darum, die Wirklichkeit mit Hilfe von Spielen und Spieleprinzipien zu verbessern.

Allein diese Aussage hat sie mir schon einmal sehr sympathisch gemacht. :D Die Vision ist einerseits simpel und andererseits sehr komplex und eine große Herausforderung, wenn man sie umsetzen möchte. Es geht nämlich nicht darum, alle von uns permanent vor den PC oder die Konsole zu setzen, damit wir Call of Duty, League of Legends oder World of Warcraft durchzocken. (Kurze Frage am Rande: Warum haben Spiele eigentlich so oft einen „X of Y“ Titel? Klingt das beeindruckender? Vermutlich. „Dutycall“ wäre wahrscheinlich zu nahe an „Bootycall“ und Legendary League“ klingt auch nich sooo episch wie das ausgeschriebene LoL. Aber egal.) (mehr …)

Peace sign, graffiti, Photo: Evag/Pixabay

An manchen Tagen ist wirklich Freitag der Dreizehnte

Geht die Welt unter? Was meint ihr? Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Anschlägen in Paris und enthält einige ungewöhnliche Analogien. Falls ihr lieber nichts mehr darüber lesen oder keine seltsamen Vergleiche möchtet, dann skippt diesen Artikel vielleicht lieber. :)

Ich bin samstags mit einer furchtbaren Erkältung aufgewacht (war ja lange nicht mehr krank) und habe mir gedacht, dass mein Leben mich hassen muss. Als erstes habe ich noch im Halbschlaf eine Whatsapp-Nachricht gesehen, von Franzi. Gesendet 2.02h. „Woah, die sollte mal an ihrem Schlafrhythmus arbeiten“, nörgelt mein erkältungsbenebeltes Hirn, das schlichtweg eifersüchtig ist, weil es am Abend zuvor viel früher ins Bett fallen musste. Franzi: „Bekommst du gerade das aus Paris mit?“ Paris? Wieso Paris? Nee, denke ich mir, die Stadt interessiert mich jetzt nicht so sehr. Immer noch vollkommen übermüdet antworte ich mit Gejammer über meine Erkältung, die ätzenden Kollegen, die mich angesteckt haben und der Frage, warum ich freiwillig samstagmorgens um sieben Uhr aufstehe. Nur weil ich nach Köln fahren will, zur „Star Wars Identities“-Ausstellung …

Plötzlich Realität

Nachdem ich mich ohne Unfälle in die Dusche und zum Frühstück geschleppt habe, checke ich einigermaßen wach meine Twitter-Timeline. Falls nachts etwas passiert sein sollte, dann finde ich da auf jeden Fall einen Hashtag zu. Und wach bin ich. #PrayForParis ist in den Trends, meine Hirnzellen verstehen endlich, warum Franzi etwas von den „Eagles of Death Metal“ geschrieben hatte. Eine Band, die ich mag, aber bei der ich keinen Zusammenhang mit Paris sah. Gesehen hatte. Irgendjemand hat während eines Konzerts der Band in Paris das Publikum als Geiseln genommen und bis zum Ende der mehrstündigen Geiselnahme 89 Leute erschossen. Gleichzeitig gab es noch sechs weitere Anschläge in Paris, die bisher weitere 40 Opfer forderten. Restaurants wurden in Mafia-Manier im Drive-by beschossen, Selbstmordattentäter sprengten sich in die Luft und rund um ein Stadion, in dem gerade ein Fußballspiel zwischen Frankreich und Deutschland stattfand, kam es ebenfalls zu Explosionen. Anscheinend hat sich der Islamische Staat zu den Taten bekannt.

Der Staatschef Francois Hollande verhängte den Ausnahmezustand und begab sich zur Konzerthalle, um seine Anteilnahme und vermutlich auch ein „Handeln statt Reden“-Image zu vermitteln. Während ich bei der Tagesschau rückwärts durch die Timeline der Anschläge scrolle, lese ich immer mehr Solidaritätsbekundungen anderer Staaten. Wichtige Gebäude werden in den Farben der französischen Flagge angeleuchtet, Staatschefs geben Statements gegen den Terror ab. Die Opferzahlen werden immer kleiner, je weiter ich nach unten scrolle. Doch selbst die niedrigste Zahl ist noch zu hoch. Nachdem ich den ersten Schock überwunden habe, muss ich mich auf den Weg zum Zug machen. Eine Fahrt nach Paris würde von Köln aus gar nicht so viel länger dauern, als meine Zugfahrt zur Ausstellung … wieder einmal wirkt alles so viel näher. (mehr …)

Das Krankheitstagebuch der O. Joint

Hallihallo liebe Leser, ich lebe noch – auch wenn es mir zwischenzeitlich nicht ganz so vorkam. :D Auch wenn ich im Moment über so viel wichtigere Themen schreiben könnte, so sehr auf der Höhe fühle ich mich noch nicht. Da die letzten paar Monate sehr krankheitslastig für mich waren, dachte ich mir, ich verarbeite das mal und lasse euch an meiner Kaputtheit teilhaben. Die dann hoffentlich mit dem Oktober wieder endet. ;)

Anfang bis Mitte September – blaue Flecken und Atembeschwerden

3.09.2015: Endlich hab ich die Impfstoffe für meine Reise zusammen – dabei dachte ich, das wären ganz normale, die man als Impfarzt auf Lager hätte. Und dass man die nicht selbst bezahlen müsste … -.- Aber gut, ich wusste ja, dass diese Reise teuer werden würde. Und jetzt muss ich nach der Impfberatung noch einen zweiten Termin ausmachen, an dem ich dann geimpft werde. Nicht, dass ich nicht ohnehin schon viel zu spät dran wäre. Aber hey, wer kann denn vor lauter Zimmerbuchungen und Informationen zusammensuchen UND arbeiten auch daran denken, dass es in den exotischen Ländern in die wir fliegen wollen vielleicht auch exotische Krankheiten gibt?

7.09.2015: Sehr gut, heute geht’s dann auch wirklich auf zur Impfung. Knapp genug, wir fliegen ja schon am 20. September … o.O (mehr …)

Natürlich künstlich mit einem Hauch von Haze – Singapur

Singapur ist ein spannender Stadtstaat mit etwas mehr als 5 Millionen Einwohnern, die verschiedene ethnische Hintergründe haben (Chinesen, Malaien und Inder) und in dem auch viele Ausländer arbeiten, weshalb wir dort gar nicht soo sehr aufgefallen sind. Außerdem ist Singapur was das Durchschnittsgehalt angeht, reicher als Deutschland, dort findet man also sehr viele schicke Menschen und sehr viele hübsche Menschen. Ob letztere auch durch das hohe Gehalt entstehen, weiß ich nicht, es waren jedenfalls so einige davon da. Immer diese hübschen Asiatinnen, die einem das Selbstbewusstsein zunichte machen! :D Der Staat ist gerade mal 50 Jahre alt und der vor kurzem verstorbene Staatsgründer hat Singapur innerhalb weniger Jahrzehnte vom Entwicklungsland zu dem internationalisierten Stadtstaat gemacht, der nun auf Platz vier der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten weltweit ist. (Die teuerste deutsche Stadt ist nach dem gleichen Ranking übrigens München und liegt auf Platz 87, nur so als Vergleich.)

Mit diesem Reichtum wird auch gerne mal angegeben – ebenso wie in Kuala Lumpur und Dubai – und so haben wir nicht nur große Malls bewundert, sondern auch Marina Bay Sands, eines der bekanntesten Luxushotels, das aussieht, als hätte sich ein Schiff auf dem Dach einiger Türme niedergelassen. Außerdem befindet sich auf diesem „Schiff“ ein Skypool, in dem alle Hotelbewohner vermutlich permanent angeberische Selfies machen. Würde ich auch, aber uns war es mit um die 200 € pro Person und Nacht dann doch zu teuer. ;) Falls ihr euch anhand meiner phänomenalen Beschreibung kein Bild davon machen könnt: Fear not, I hath made pictures!

marinabaysands

Das Hotel Marina Bay Sands von weitem. Ich bin gerade zu faul um es schöner zu photoshoppen, sorry. :D

Überhaupt waren wir in diesem Urlaub größtenteils nur damit beschäftigt Fotos zu machen. Die Freundin mit der ich unterwegs war ist nämlich noch fotografierbegeisterter als ich. Und ich habe schon rund 800 Fotos allein von Singapur gemacht. Dabei allerdings auch jedes Motiv ungefähr fünf Mal fotografiert, weil wir so in Eile waren und ich immer einen um einen Millimeter verschobenen Ausschnitt fotografiert habe und anderen Blödsinn. Im Nachhinein könnte ich also vermutlich 500 Fotos davon löschen. :D (mehr …)

There and back again!

Endlich wieder zurück. Wie lange ist es her, dass ich zuletzt einen Artikel geschrieben habe? Ich weiß es nicht. Viel zu lang, aber ich hatte eine Pause dringend nötig. Leider war die Pause alles andere als wirklich erholsam, aber dafür umso spannender. Nach tausenden Vorbereitungen bin ich vor gut zwei Wochen nämlich endlich in meinen allerersten großen Urlaub gestartet. Mit nur vier Stunden Schlaf (vor Aufregung und weil ich natürlich zu spät ins Bett bin) und habe an wirklich alles gedacht – außer an meinen Kulturbeutel. Aber wer braucht im Urlaub schon eine Zahnbürste? -.-

Zum Glück hatte ich in vollstem Vertrauen auf die Bahn einen seeehr frühen Zug nach Frankfurt genommen und konnte so zusammen mit der Freundin, mit der ich in Urlaub geflogen bin, noch einmal alles von Duschgel bis Zahnpasta in Reisegröße neu kaufen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Glücklicherweise ist meine Freundin schon häufiger weiter weg geflogen und hatte mehr Routine, weswegen sie meine darauffolgenden „ICH HABE BESTIMMT ALLES ANDERE AUCH VERGESSEN!!!!“-Panikattacken sehr souverän beruhigen konnte. Aber woher soll ich denn wissen, ob ich wirklich alles im 20-Kilo-schweren Koffer drin habe, was ich brauche? Vielleicht löst sich der Reisepass, dessen Anwesenheit ich bereits 200 Mal überprüft hatte ja spontan in Luft auf?! :D

Ich brauche Urlaub vom Urlaub!

Nach diesen kleineren Kataströphchen waren wir dann jedenfalls reisebereit. Und stellten schnell fest, dass wir uns irgendwie sehr viel vorgenommen hatten und von Erholung nicht allzu viel zu spüren war. Innerhalb von zwei Wochen haben wir speed-reising gemacht und waren zuerst vier Tage in Singapur, dann ging es weiter nach Malaysia auf eine kleine Insel, dann in die Highlands, dann nach Kuala Lumpur und zu guter Letzt hatten wir noch anderthalb Tage in Dubai, bevor es wieder nach Deutschland zurück ging. Das klingt vielleicht gar nicht sooo stressig, aber wir mussten ja auch immer von A nach B kommen und allein die Reise von Singapur zu den Perhentian Islands war eine komplette Nacht Busfahrt mit anschließendem gut einstündigem Taxitransfer zum Hafen, Zwischenstopp am Geldautomaten, weil wir ja noch malaysische Ringgit brauchten und nicht mit Singapur Dollar bezahlen konnten und anschließender hüpfender Bootsfahrt bis zur Insel, wo wir dann so gegen Mittag einchecken konnten.

Wie genau ich die ganzen Abenteuerlichkeiten dieser Reise zusammenfassen werde? Ich habe noch nicht die geringste Ahnung … :D Macht euch jedenfalls auf einiges Gefasel von mir gefasst! Ich habe jetzt so lange die Klappe gehalten, da muss ich doch jetzt wieder so einiges aufholen! ;) Vielleicht werde ich einen Artikel lang nur übers Essen reden, den könnten dann alle Nicht-Veganer ignorieren. Aber vermutlich werde ich pro Artikel über einen Aufenthaltsort reden … oder nur über die Highlights der Reise … aber davon gab es so viele! Haaach. Ich bin jedenfalls froh, wieder hier zu sein. Denn auch wenn die Reise toll war, ist so ein eigenes Bett und die Gewissheit, dass man die Landessprache spricht und sich selbst wenn man sich in der eigenen Stadt verläuft, auf das Datenvolumen des Handys verlassen kann, um sich den Weg zu ermappen oder zu ergooglen, ganz zu schweigen vom zuverlässigeren Kontakt mit der Außenwelt … also all das weiß ich doch schon sehr zu schätzen. :)

Generell hatten wir auf der Reise nicht so oft die Gelegenheit Wifi zu nutzen, weswegen ich Instagram nicht so oft mit meinem Essen oder schönen Landschaftsbildern beglücken konnte, wie ich wollte. ^^ Dafür kann ich das ja nun nachholen. Wir haben in Singapur, Kuala Lumpur und Dubai bei Airbnb-Hosts übernachtet, die alle sehr nett waren, aber die wir durch unseren, ähem, leeeiiicht überfrachteten Zeitplan meist nur sehr selten gesehen haben. ^^‘ Die muss ich auch noch alle bewerten. Nach der Reise ist vor der Reise, oder so, wenn es darum geht genug zu tun zu haben. Auf der Insel hatten wir ein Hotel und in den Cameron Highlands (beides Malaysia) haben wir in einem unglaublich tollen Bed&Breakfast Gästehaus übernachtet. Falls ihr mal da hinkommen solltet, kann ich euch das „Do Chic Inn“ nur empfehlen. Die beiden Gastgeberinnen sind unglaublich nett, beantworten einem alle Fragen, haben für uns sogar Transferbusse, Taxis und Sightseeing-Touren gebucht – und kochen sehr sehr leckeres Essen. Verpflegungstechnisch waren die Cameron Highlands wirklich ein Highlight. Es gab Wasser und Kaffee soviel wir wollten und für mich wurde nicht nur begnadenswert gutes veganes Essen zum Frühstück und Abendessen gekocht, nein, es stand sogar eine Packung Sojamilch für mich im Kühlschrank. Dat Gastfreundschaft! ;_;

You’re frozeeen, when your aircondition’s not turned ooooooff! *sing*

Generell hatten fast alle unsere Reiseorte eine Gemeinsamkeit: Automatische Veranlassung des Kryoschlafs bei Betreten eines Gebäudes. Soll heißen: Die haben ihre verdammten Klimaanlagen alle immer auf gefühlte 2 °C gestellt! Argh! In allen großen Städten haben wir relativ viel Zeit in Malls, also Einkaufszentren, verbracht. Die waren einerseits immer ziemlich überdimensioniert und andererseits immer sehr unterkühlt. Ebenso wie Taxis, Metros, Flugzeuge und andere geschlossene Dinge, die man als Architekt wohl bei flüchtigem Hinsehen mit einem Kühlschrank verwechseln könnte. Dadurch kam man immer von angenehm-unangenehmen 30 °C in Hallen mit 15 – 20 °C Durchschnittstemperatur und hat sich gefragt, warum man eigentlich in den Urlaub fährt, wenn man sich dort genauso den Hintern abfriert wie zuhause. Vor allem wenn man beim ersten Mall-Besuch noch nicht mit der Kälte rechnet und weder Schal noch Jacke dabei hat.

Da wird einem schnell klar, wie es die Leute vor Ort schaffen, mit langen Klamotten rumzulaufen. Die bräuchten nicht einmal an die Hitze gewöhnt zu sein, denn sie könnten theoretisch immer nur von Metro zu Mall zu Taxi zur eigenen klimatisierten Wohnung hüpfen und zwischendrin kurz ein wenig Tauwärme ertragen. ^^ Aber ich will mich ja nicht beschweren, ohne Klimaanlagen wären wir erstens viel häufiger zerstochen worden (Stechmücken mögen keine kalten Räume), zweitens vor Hitze eingegangen und drittens hätten wir vor allem in Singapur nicht so gut vor der Haze flüchten können. Okay, bevor ich den Begriff „Haze“ erkläre, fange ich lieber vorne an und gehe die Reise einfach mal chronologisch durch und beginne mit Singapur.

Da der Artikel aber unglaublich lang wird und seeeehr viele Fotos beinhalten wird, müsst ihr euch nun noch bis vermutlich heute Abend gedulden, während ich weitertippe und ein wenig meine Erkältung auskuriere, die ich mir dank der vielen Klimaanlagen auf dem Rückflug eingefangen habe … -.- *grummel* Naja, immerhin nicht während des Urlaubs. ^^

Ich freue mich jedenfalls wieder da zu sein und euch gaaaaaanz viel aus meinem Urlaub zu berichten! Ach ja, hab ich was verpasst in der Zwischenzeit? War irgendwas los? Hätte ich euch zu Dingen gratulieren oder tolle Artikel von euch kommentieren sollen? Raus damit! :) Ohne Wifi ging das WordPress-Updaten so schlecht und man will ja auch mal die Landschaft angucken und nicht immer nur das Handy … ;)

In diesem Sinne: Ich hoffe ihr habt die 0utofjoint-freie Zeit überstanden und freut euch ebenso wie ich, dass ich wieder da und schreibwütig bin! :D

Einen fluffigen Taaaaaaaaaaaaaaaaaaaag! ^~^
Eure Rückkehrerin 0utofjoint =)

PS: Das Artikelbild ist übrigens eine Teeplantage in den Cameron Highlands in Malaysia und der Grund für den hobbitigen Titel des Artikels. ^^ Über die Plantagen werde ich dann vermutlich im äääh dritten Artikel berichten, nach Singapur und dem ersten Teil von Malaysia.

random Twitter-Reaktionen zu #proudofmelina

Wie einen Hashtags ins Grübeln bringen können

Was tut man, wenn man eigentlich Bewerbungen schreiben müsste, aber nach einem telefonischen Urlaubsübernachtungsgelegenheitssuch-Telefonmarathon einfach zu nichts mehr aufraffen kann? Genau, man schaut Youtube-Videos und entdeckt, wie viele Hashtags und Twitter-Auseinandersetzungen man in der letzten Zeit eigentlich verpasst hat. Nahezu skandalös!

Das heißt, egal ob es euch interessiert oder nicht: Ihr werdet nun informiert über Youtube-Deutschland und einen unglaublich weltbewegenden Hashtag über die Schädlichkeit veganer Lebensmittel ganz am Ende des Beitrags. ^^ Aber zunächst erhaltet ihr gratis meine tiefgründige Interpretation eines anderen Hashtags, der eigentlich schon fast einen Monat alt ist, aber mir irgendwie immer noch im Kopf herumschwirrt. Ein Hashtag der da lautet:

#ProudOfMelina

Stolz auf Melina! So heißt der Hashtag. Falls ihr den Rummel darum nicht mitbekommen haben solltet, dann fragt ihr euch jetzt vielleicht: Wer ist Melina? Und warum sollten wir stolz auf sie sein? Melina ist eine relativ erfolgreiche deutsche Youtuberin, deren Kanal „MelinaSophie“ (vorher „LifewithMelina) kurz vor einer Million Abonennten steht. Diese Melina hat am 31. Juli ein Video veröffentlicht, in dem sie folgendes erklärt hat: Sie ist lesbisch. Das war’s auch schon. :D Etwas aus der Kategorie „Aha? Okay.“ also, das den meisten von uns vermutlich vollkommen und absolut latte sojamacchiato sein kann. Nach diesem Video trendete allerdings ewig lang der erwähnte Hashtag „#proudofmelina“, da ihre Fans bzw. Follower der Meinung waren, ihren Schritt unterstützen zu müssen, dass sie mit ihrer sexuellen Orientierung an die Öffentlichkeit geht. (mehr …)

Superbrains in Anime, L (Death Note), Shiro + Sora (No Game No Life), Lelouch (Code Geass); I remixed some pics, Original Copyright belongs to the Anime-creators!

Aspects of Anime #1 – Superbrains

Es ist zwanzig vor zwei. Nachts. Mein Schlafrhythmus ist gerade wirklich nicht der gesündeste … Jedenfalls meinem Hirn zufolge genau jetzt die ideale Zeit, um eine neue Artikelreihe zu beginnen, von der ich nicht mal weiß, ob ich mehr als einen Artikel dazu schreiben werde. Aber man gönnt sich ja sonst nix, oder? Also hiermit startet nun „Aspects of Anime„, in dem ich mich (vielleicht) häufiger mit verschiedenen Aspekten von Anime- bzw. Mangareihen befassen werde, die mir im Laufe der Zeit aufgefallen sind. Da ich sehr allgemein herumphilosophiere, lassen sich meine Schlussfolgerungen oft sicher auf andere Medien übertragen und könnten so auch für Nicht-Anime-Fans interessant sein. Los geht es mit einem spontanen Geistesblitz beim Zähneputzen. Ihr werdet mich vermutlich für diesen Artikel hassen, weil ihr gleich eine ausführliche Kostprobe bekommen werdet, welche Wege meine Gedanken manchmal nehmen. Aber da müsst ihr jetzt durch. ;) Das Thema dieses Artikels ist auf jeden Fall:

Warum mögen wir Superbrains als Hauptcharaktere?

Mir ist klar, dass die bei weitem nicht jeder mag, immerhin können einem Charaktere, die besserwisserisch und einfach nur intelligent und sonst nichts sind, schnell auf den Keks gehen. Aber genügend Leute haben Spaß daran, sich Kriminalfälle anzuschauen und darunter sind nicht wenige, die Werke wie „Sherlock Holmes“ mögen, in denen der Hauptcharakter ein zwar sozial eher nur semi begabtes Wesen aber dafür absolut genial ist. Auch in Animes finde ich oft gerade diese übertrieben logisch denkenden und genial vorausplanenden Charaktere spannend und liebe beispielsweise Detektiv Conan – wie ich irgendwie auch bloß in jedem zweiten Artikel zu erwähnen scheine, so langsam sollte ich gesponsort werden! Aber warum ist das eigentlich so? (mehr …)

Foto: Pixabay/hslergr1

#greece #thisisacoup #merkelstreichelt oder doch #netzfragtmerkel?

Die griechische Regierung war nach dem Votum der Griechen gegen weitere Sparmaßnahmen vermutlich voller Hoffnung und dachte sich: „Bei diesem Treffen müssen sie endlich einsehen, dass eine weitere Sparpolitik sinnlos ist! Reformen sind notwendig, aber unser Land ist am Ende, wir können so nicht weiter machen. Mit der Abstimmung hat das griechische Volk klar gemacht, dass es sich nicht in den Hungertod sparen lässt!“ Und Angela Merkel einfach nur so: „EU says no.“

Ich habe schon mehrfach gehört, dass Alexis Tsipras unverschämt sei, weil seine Regierung keine Erfolge vorweisen kann (was so gedeutet wird, als habe er sich einfach geweigert, jegliche Reformen umzusetzen), aber auch, dass er ein „Wendehals“ sei, also gerade die Meinung vertritt, die am günstigsten ist, egal welche Meinung er vorher hatte. Denn nachdem gerade seine Regierung gewählt worden war, weil sie flammende Reden gegen die Sparpolitik der EU hielt, kam Tsipras aus der letzten EU-Verhandlung zurück und verkündete im Parlament, dass man doch wieder sparen müsse. Was natürlich nicht gerade auf Begeisterung stieß. Es mag sein, dass Tsipras in den gefühlt 200 Verhandlungen bis zur Einigung einfach nur mit Merkel, Hollande und Schäuble Cocktails geschlürft hat, um Zeit zu schinden, bis der Rest der Welt angemessen nervös ist und seine Landsleute ihm abkaufen, dass er in der Zeit verhandelt hat.

Aber da ich mir erstens Angela Merkel nicht im Hularöckchen-Party-Outfit vorstellen möchte und man halt selbst bei Politikern manchmal noch an das Gute im (Hosen-)Anzug glauben sollte, gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass sie verhandelt haben. Nach den Verhandlungen sah man auch häufig Bilder von Tsipras in den internationalen Medien, in denen er wie ein gebrochener Mann wirkte. Einfach völlig fertig und mit der Gewissheit, dass er seinem Volk genau die Maßnahmen würde andrehen müssen, die er eigentlich verhindern wollte. Wie beschissen muss man sich da fühlen? Zumal er dann auch fast noch die Merkelsche Rhethorik anwenden darf, die wir alle so gerne hören: „Das ist alternativlos.“ Denn die Alternative ist ebenso furchtbar wie die neue Abmachung: Entweder Griechenland erklärt den totalen Bankrott oder sie setzen die sehr dubiosen Sparmaßnahmen der EU um. Juchhe.

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This is not a bowl ... ;)

Tellerränder und Suppenschüsseln

Manchmal bin ich selbst erstaunt davon, in was für einem kleinbürgerlichen Umfeld ich aufgewachsen bin. Ich komme vom Dorf und habe selbiges auch bis zum Studium auch nur verlassen, um mich beim betreuten Strandplantschen mit den Eltern oder gelegentlichen Shoppingtouren mit den besten Freundinnen in der nächstgrößeren „Stadt“ zu vergnügen. Nach meiner Landei-Zeit wurde mir dann immer bewusster, wie groß diese Welt doch eigentlich ist. Versteht mich nicht falsch, ich habe mich nie als engstirnig gesehen (okay, wer tut das auch schon? :D) und ich habe als Kind sehr sehr viel gelesen – meine Freizeit bestand quasi aus fast nichts anderem. Und ich habe auch früher gerne mal zwischen Harry Potter, Schiller und den Drei Fragezeichen gewechselt, habe also nicht vollkommen einheitliches Schreibgut konsumiert, in dem ausschließlich Leute, die so sind wie ich auch genau dasselbe tun wie ich. Das fände ich auch heute wohl noch ziemlich öde. ^^ Nein, stattdessen wollte ich mich in andere Welten versetzt fühlen, wo es Magie gibt, spannende Geschichten lesen und miträtseln oder mitfühlen, wenn tragische Helden in einer Geschichte vor unlösbare Aufgaben gestellt werden oder Schicksalsschläge erleiden. So habe ich gewissermaßen vom heimischen Kinderzimmer aus meinen Horizont erweitert und ich wusste: Es gibt noch sehr vieles, was du nicht gesehen hast und sehr vieles, was du nicht erlebt hast.

Als ich also, hochnäsig wie das junge Menschen nun einmal gerne sind … Hm, vielleicht bin ich das auch immer noch, der erste Absatz klingt irgendwie ein wenig so, sorry, falls dem so sein tun sollen täte! :D Ähem, als ich jedenfalls ins Studium gestartet bin, war ich quasi der Meinung, mein Tellerrand wäre bereits wunderbar weit, herzlichen Dank, denn ich hatte mich ja darauf eingestellt, dass es viele Menschen mit anderen Meinungen, Erlebnissen und schlichtweg vollkommen anderen Lebenswegen dort draußen geben würde. Mein Tellerrand war also auf Weitsicht eingestellt und so konnte ich mich total kosmopolitisch fühlen und überhaupt und so.

Worauf ich nicht vorbereitet war, war … das Leben. :D Denn abgesehen vom Tellerrand, der zugegebenermaßen immer noch ein Stück weiter werden kann, als er bereits ist, stellte ich fest, dass sich noch mehr Geschirr auf meinem metaphorischen Tisch befand. Ich stand nicht nur auf einem Teller, nein, ich stand mitten in einer ziemlich kleinen und ziemlich steil aussehenden Suppenschüssel. Wo kam die denn auf einmal her? Und wieso stand sie auf meinem gepflegten weitsichtigen Tellergelände? Mir war leider entgangen, dass ich zwar schon viel gelesen und dadurch viele Erfahrungen pseudo-miterlebt hatte, aber dass ich diese eben nicht selbst gemacht hatte. Nur von der Kuschligkeit des heimischen Kinderzimmers aus liest es sich zwar ganz gut, man kann aber schlecht nachvollziehen, wie es anderen Menschen wirklich geht und wie kompliziert es manchmal ist, richtig mit denen zu interagieren.
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