crazy reviews

Die „Entertainment“-Kategorie. Hier gibt es meine Meinungen und Empfehlungen zu Manga, Büchern, Anime und manchmal vielleicht sogar Filmen.

Was wäre wenn … ? Der Zeichner als Gott – Manga Review „Opus“ Band 1

Was wäre … wenn du einen Manga zeichnest? Und was wäre, wenn die Figuren aus deinem Manga plötzlich real wären? Würden sie dich hassen? Dich lieben? Oder dich als ihren Erschaffer und Gott anbeten? Diese Frage stellt ein Klassiker unter den Mangas, der erst vor ein paar Jahren wiederentdeckt wurde: „OPUS“ von Satoshi Kon. Der Name des Mangaka sagt euch etwas? Das könnte daran liegen, dass er ein ziemlich bekannter Drehbuchautor und Regisseur war und unter anderem für Animes verantwortlich war wie Millenium Actress, Perfect Blue, Tokyo Godfathers und Paprika. Wenn ich das richtig sehe, geht es in fast all seinen Werken (vielleicht mit Ausnahme des „Weihnachtsmärchens“ Tokyo Godfathers) um die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, Einbildung und Wahrnehmung. Wie ihr euch anhand meiner kurzen Beschreibung schon denken könnt, gilt das auch für Opus.

OPUS Cover Band 1; Satoshi Kon; Carlsen Manga

OPUS Cover Band 1; Satoshi Kon; Carlsen Manga

Der Ausdruck „Opus Magnum“ oder „Magnum Opus“ ist übrigens lateinisch und bedeutet „Das große Werk“. Dieser Begriff steht für das bedeutendste Werk eines Künstlers und wurde in der Alchemie des Mittelalters sogar als Bezeichnung für die Erschaffung des Steins der Weisen verwendet. Also entweder awesome Bücher oder Sachen in Gold umwandeln, beides eigentlich ein ziemlich hoher Anspruch für einen Manga. ^^ In diesem Fall steht es höchstvermutwahrscheinlich für das große schriftstellerische Werk des Mangaka Chikara Nagai. Um diesen geht es nämlich. Er ist ein typischer und vollkommen überarbeiteter Shounen–Serien-Zeichner und hat im Manga „Resonance“ eine dystopische Welt entworfen, in der einige Menschen mit telepathischen Kräften oder anderen Superkräften ausgestattet sind und gegen einen großen Bösewicht mit Maske kämpfen. Dieser hat die Fähigkeit andere Menschen zu manipulieren und sogar ihre Wahrnehmung zu verändern. (mehr …)

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Creepy Gourmets, mehr Background und WTF – Review Tokyo Ghoul 4

So, endlich komme ich dazu, das Review zu Tokyo Ghoul Band 4 zu schreiben. Und das obwohl ich den Band direkt nach dem Kauf verschlungen habe. ^^ Alle, die nicht gespoilert werden wollen: Lest ihn! Ist awesome! ;) Freunde meiner detailreichen Beschreibungen dürfen auf „Weiterlesen“ klicken. Dieses Mal habe ich mich allerdings sogar kurz (okay, kürzer) gefasst! :D

Tokyo Ghoul Band 4; Sui Ishida, Kazé Manga

Tokyo Ghoul Band 4; Sui Ishida, Kazé Manga; featuring: Creepy Gourmet …

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Old School Action! – „Black Lagoon 001“

Der neueste Mitbewohner in meinem Mangaregal ist bereits ein wenig älter und stammt aus dem Jahr 2003. Es handelt sich dabei um Black Lagoon Band 1 von Rei Hiroe. Und da ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte, warum ich das Ding mitgenommen habe, hier ein kurzes Review.

Ääääckschööööönn!

Man sieht es bereits auf dem Cover. Eine wild um sich ballernde Frau mit Zigarette im Mundwinkel guckt herausfordernd in die Kamera. Ich als hochbegabte Detektivin mit jahrzehntelanger Erfahrung schlussfolgerte also: Hier gibt es vermutlich die volle Dröhnung Action.

Cover Black Lagoon Band 1; Rei Hiroe; Carlsen Manga

Cover Black Lagoon Band 1; Rei Hiroe; Carlsen Manga

Als ich dann die Rückseite ansah, war es um mich geschehen. Die Überschrift der Zusammenfassung lautet: „Baddest Motherfuckers in Asian Seas“. :D Das hat mich so zum Lachen gebracht, dass ich den Band einfach mitnehmen musste. Ich hatte keine Wahl, ja?! :D (mehr …)

Fliegende Fische, Superkräfte und Pinguine – Kurzreview „Tokyo ESP“

Ich mag ja Bahnhofsbuchhandlungen, das hatten wir ja schon. Dort findet man manchmal eben eine sehr schöne Auswahl an Mangas. Beim letzten Mal habe ich wieder zwei eingesteckt, von denen ich den ersteren bereits mehrmals im Auge hatte, ihn aber bisher nie gekauft hatte. Es handelt sich dabei um den ersten Band von „Tokyo ESP„. von Hajime Segawa, der auch „Ga-Rei“ gemacht hat. :)

Vom Kauf abgehalten hatte mich bisher ehrlich gesagt der Rückseitentext. Erstaunlich, da meine Storybeschreibung fast genauso anfängt, wie der vom Verlag aufgedruckte. Ich fand den Text nur einfach dahingehend wenig aussagekräftig, dass ich nicht einschätzen konnte, ob der Manga lustig, actionlastig, ernst, splattermäßig oder gar öde herausstellen würde. Denn auch ein obskurer Hinweis auf leuchtende Fische am Himmel ist meiner Meinung nach keine Garantie auf Spaß. Allein durch Absurdität bringt man mich nicht unbedingt zum lachen. ;) Aber kommen wir zunächst einmal zum „Look“ des Mangas. (mehr …)

Every anime has a food maniac

Warum guckst du Anime?

Einfach so zum Spaß (oder für die bessere Lesbarkeit) gibt’s jetzt hier noch einmal meinen Anime-Text als einen einzigen Artikel mit Seiten, so zum umblättern und so, voll krass und so!

Mein Geständnis des Tages: Ich schaue sehr gerne Anime, also diese japanischen gezeichneten Comicserien, die in Papierform übrigens „Manga“ heißen. Die meisten Menschen, denen ich begegne, halten mich deswegen für seltsam und können mit dieser Art der Unterhaltung überhaupt nichts anfangen. Da ich immer das Gefühl habe, in solchen Momenten die Gedankenblase mit „Warum guckt die so einen Schwachsinn??“ über dem Kopf meines Gegenübers zu sehen, dachte ich mir, ich versuche einmal dieses Mysterium zu lüften. Also hier nun meine ausufernde Antwort auf die Fragen „Warum guckst du Anime?“ und „Warum liest du Manga?“. Die kurze Antwort ist natürlich, dass ich den Blödsinn einfach mag. Aber das hilft uns hier nicht weiter. Deswegen muss ich leider recht weit ausholen. Ich hoffe meine imaginären Leser verzeihen mir das. (mehr …)

Warum guckst du Anime? – Teil 4

Endlich! Der letzte Teil der Serie! :D

Es ist ja so romaaaantisch

Aber auch was Liebesgeschichten angeht, stehen Animes den westlichen Filmformaten in nichts nach. Es gibt jede erdenkliche Kombination, was das Liebesleben angeht. Dabei werden die meisten Standard-Animes gar nicht explizit, sondern arbeiten auf den Höhepunkt eines ersten Dates oder eines Kusses hin. Es geht mehr um die Schwierigkeiten, die dafür sorgen können, dass ein Paar nicht zueinander findet. Und was das alles sein kann … o.O Es gibt normale widrige Umstände, socially awkward penguins (also Leute, die sich einfach nicht trauen, andere anzusprechen), love triangles, love äh pentagons (ich vermute es gibt auch love decahedrons oder so, wenn man nur lange genug sucht :D), Beziehungen zu imaginären Personen, Beziehungen zu Werwölfen und natürlich auch -als eigenes Genre!- Beziehungen zwischen Männern. (Über Beziehungen zwischen Frauen gibts auch welche, die hab ich aber seltsamerweise noch nie im Buchladen rumliegen sehen.) (mehr …)

Warum guckst du Anime? – Teil 3

Kultureller Tellerrand

„Alltägliche“ Animes, so nenne ich sie jetzt einfach mal, sind für mich Serien, in denen es um normale Menschen geht, die in einer den normalen physikalischen Gesetzen folgenden Welt, relativ normale Dinge erleben. Dazu zählen für mich auch Serien wie Detektiv Conan, denn abgesehen von diesem einen Punkt mit dem Schrumpfmittel, ist die Serie so realistisch wie jeder Spionagethriller aus den USA. Sie spielt im modernen Japan und da die Serie bereits seit gut 18 Jahren on air ist, kann man nette Details wie das Aufkommen von Mobiltelefonen/Smartphones und Internet beobachten. Vor allem im „Mädchen-Anime“-Bereich gibt es Tonnen solcher Serien, die sich vor allem mit dem Liebesleben der Protagonistinnen oder Protagonisten beschäftigen und in sehr sehr vielen Fällen im Schulbereich angesiedelt sind (Schuluniformen-overload, sag ich nur). Aber auch „Jungs-Anime“-Bereich gibt es viele Serien, die sich mit dem Schulalltag beschäftigen und in denen es um normale Probleme, wie das Außenseiter-Dasein, Klausuren oder ähnliches geht (oder einfach um bescheuerte Männer, wie bei GTO, dem ich nie sooo viel abgewinnen konnte). Da ich aber auch bei deutschen und englischen Serien eher nicht auf so etwas stehe, sind meine Fachkenntnisse in diesen Bereichen recht begrenzt. ^^ (mehr …)

Warum guckst du Anime? – Teil 2

Wo liegt der Unterschied zu Animes?

Nun. Ein Punkt, der mir immer wieder auffällt ist der, dass sich Anime viel schlechter erklären lässt. Ernsthaft jetzt. Sobald ich versuche jemandem die Storyline eines Animes zu erklären, lande ich fast zwangsläufig bei Sätzen wie „äh, also das ist ein wenig kompliziert, aber…“

Während bei Sherlock einfach ein ungleiches Ermittlerduo Fälle löst – PUNKT, ermittelt bei Detektiv Conan ein Grundschüler, der eigentlich ein siebzehnjähriger Schüler ist, aber durch eine böse Organisation geschrumpft wurde und deswegen … äh, ihr seht was ich meine? Und das ist glaube ich für mich ein Reiz bei Anime. Die Stories sind in den meisten Fällen haarsträubend unrealistisch. Wie bei Fantasy und Science-Fiction lassen Mangaka (also die Zeichner) ihrer Phantasie freien lauf. Alles ist erlaubt. Trotzdem sind die Charaktere bei guten Animes sehr realistisch gezeichnet – im Sinne von „dargestellt“. (mehr …)

Warum guckst du Anime? – Teil 1

Mein Geständnis des Tages: Ich schaue sehr gerne Anime, also diese japanischen gezeichneten Comicserien, die in Papierform übrigens „Manga“ heißen. Die meisten Menschen, denen ich begegne, halten mich deswegen für seltsam und können mit dieser Art der Unterhaltung überhaupt nichts anfangen. Da ich immer das Gefühl habe, in solchen Momenten die Gedankenblase mit „Warum guckt die so einen Schwachsinn??“ über dem Kopf meines Gegenübers zu sehen, dachte ich mir, ich versuche einmal dieses Mysterium zu lüften. Also hier nun meine ausufernde Antwort auf die Fragen „Warum guckst du Anime?“ und „Warum liest du Manga?“. Die kurze Antwort ist natürlich, dass ich den Blödsinn einfach mag. Aber das hilft uns hier nicht weiter. Deswegen muss ich leider recht weit ausholen. Ich hoffe meine imaginären Leser verzeihen mir das.

Da der Artikel wirklich lang geworden ist, werde ich ihn in mehrere Teile aufspalten. Den kompletten Artikel mit Umblätterfunktion findet ihr übrigens hier. :)

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