japanisch

日本語もいいですか? Kann ich Japanisch?

Eine der häufigsten Fragen, wenn ich erzähle, dass ich in Japan war, ist sicherlich diese. „Oh, sprichst du denn Japanisch?“ So gern ich auch mit einem „もちろん!“ also „Selbstverständlich!“ antworten würde, so weit bin ich davon entfernt mich als sprechfähig anzusehen. Dafür habe ich in den letzten Jahren sehr viele verschiedene Methoden ausprobiert, um Japanisch zu lernen und bin momentan in einer recht motivierten Phase, in der ich das einfach mal mit euch teilen möchte.

Für den Fall, dass ihr euch noch nie mit Japanisch auseinandergesetzt habt und mit den Begriffen Hiragana ひらがな, Katakana カタカナ und Kanji 漢字 nichts anfangen könnt hier eine ultraknappe Erklärung. Wie ihr anhand der Nupsis neben den Worten seht, sind die ersten beiden japanische Silbenalphabete, die eher nach Buchstaben aussehen und das dritte sind die komplizierten gemalten Zeichen, die mal aus China importiert wurden. Als Romaji bezeichnet man es, wenn die Aussprache der japanischen Kanji-Bildchen statt mit den japanischen Hiragana-Schriftzeichen mit römischen Buchstaben grob wiedergegeben wird (also mit denen, die ich hier gerade tippe). Ich gehe deswegen darauf ein, weil es nicht empfehlenswert ist dieses System langfristig zu nutzen.

Warum? Nun, erstens weil man Hiragana und Katakana sowieso braucht, wenn man japanische Texte lesen möchte. Und zweitens, weil sich mit den römischen Buchstaben nicht alle Laute des Japanischen wiedergeben lassen. Zum Beispiel sind gerade die R-Laute für Ausländer oft eine Herausforderung, weil es eben kein simples deutsches „Rrrr“ ist. Diese einfach als „ra, ri, ru, re, ro“ wiederzugeben ist schlicht falsch und führt zu einer arg schrägen Aussprache. Auch andere Sprachen haben bekanntlich ihre eigenen Laute. Nicht umsonst nutzen Englischbücher in Deutschland normalerweise ein phonetisches Alphabet, um die Aussprache der Vokabeln zu erklären. So kann man „This is an elephant“ statt schlechtdeutsch als „Ssis is ön älefennt“ (oder so) lieber mit allen benötigten Lauten phonetisch darstellen, also als „ðɪs ɪz ən ˈɛlɪfənt“ – auch wenn es auf den ersten Blick komisch aussehen mag. Das aber nur als Grundlagenwissen. Kommen wir nun zum eigentlichen Lernen. ^^

Der Klassiker: Ein Sprachkurs an der VHS oder Sprachschule

Der Startpunkt, um mit Japanisch zu beginnen ist sicherlich bei vielen ein Japanischkurs. So einen habe ich auch gemacht, um ehrlich zu sein sogar zwei. An der VHS in Bielefeld gab es einen Crashkurs, bei dem man fast täglich erschien und einen normalen Kurs mit nur einem Termin pro Woche. Auch wenn einmal wöchentlich gerade für Leute mit einem Vollzeitjob wesentlich sinnvoller erscheint, so hat mir der Crashkurs damals doch mehr gebracht. Denn macht man die ganze Woche jeden Tag etwas, kommt man viel weiter als wenn man bis zum nächsten Termin bereits die Hälfte des Gelernten wieder vergessen hat. Logisch, oder?

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Sprachansprüche – Japanisch, ich und die Welt.

Sprache. Sprache ist wichtig. Ohne ein anständiges Vokabular und ein bisschen Grammatik könnten wir alle nicht miteinander kommunizieren. Genauso hält man Menschen viel schneller für dumm, wenn sie sich nicht richtig ausdrücken können. Auch wenn das vielleicht einfach daran liegt, dass die Sprache, in der wir sie gerade herumeiern hören, nicht ihre Muttersprache ist oder sie nie die Gelegenheit hatten, sie richtig zu lernen.

Es gibt schwierigere Sprachen und leichtere Sprachen. Englisch gehört zu der Version, wo man keinerlei seltsame Artikel, wie „der, die, das“ im deutschen hat und auch nicht Worte abändern muss, je nachdem, ob wir sagen möchten, dass unsere Oma ein Kaffeekränzchen veranstaltet hat und ihr dabei ihr leckerer Kuchen neben den Teller gefallen ist oder ob unser Opa seinen ungenießbaren Kuchen unauffällig hinter der nächsten Topfpflanze hat verschwinden lassen. Mit Deutsch bin ich praktischerweise aufgewachsen, weswegen ich ein gewisses Sprachgefühl für Omas Törtchen und Opas Topfpflanzen-Verschönerungen habe. Englisch liegt mir glaube ich auch. Nun kommt aber für mich noch eine Sprache dazu. Ihr ahnt es. Japanisch.

Nachdem ich entschieden habe, in acht Monaten nach Japan zu gehen, ist (abgesehen vom Geld) meine größte Sorge eigentlich die japanische Sprache. Denn Japan hat sich historischerweise anscheinend entschieden, es Ausländern bitteschön nicht allzu einfach zu machen, selbige zu erlernen. Es gibt verschiedene Schriftarten – zweimal Silben und einmal … kleine Bildchen, die jeweils einzelne Worte darstellen. Aber je nach Zusammenstellung der Worte bedeuten diese Bildchen (von Profis auch „Kanji“ genannt^^) eventuell etwas vollkommen anderes und werden auch anders ausgesprochen, als wenn sie alleine stehen. Juchhe. Konzentrieren wir uns vielleicht erstmal auf die einfacheren Schriften Hiragana und Katakana, mit denen man theoretisch auch alles schreiben kann. Japanische Worte mit den rundlichen Hiragana-Silben und aus dem Ausland übernommene Worte wie „Konpyuuta“ (=Computer) mit Katakana. Ich weiß, die meisten von euch haben das schon in drölfzig Artikeln oder Büchern gelesen, aber ich wollte es für alle wiederholen, die bisher kein Interesse an Japanisch hatten. Die sollen ja auch mitkommen. :) (mehr …)

Hiragana-Gekrakel

Ohayooooo! Und sonst so?

Guten Morgen! Bzw. „Mooooooooorgen“, wie man diesen wunderbaren semi-japanischen Titel wohl übersetzen könnte. Ihr merkt also schon, ich hatte meine erste Japanisch-Stunde. :D Montag war es endlich so weit! Nach einem Wochenende zuhause, bei dem ich mich an einer Familienfeier erfreuen durfte. Wer genießt Familienfeiern schließlich nicht?

Anderen Leuten bei der Diskussion darüber zuhören, ob das Ende des Moderators Andi Dingens beim abends erscheinenden Schlagerfestival-Sonder-Spezial auch angemessen gewürdigt werden könne oder ob das gleichzeitig stattfindende Fußballspiel der deutschen Frauenmannschaft dadurch wohlmöglich vernachlässigt würde? Daran zweifeln, ob man sich eigentlich wirklich im Allgemeinen ganz gerne unterhält, wenn man mit gefühlten 98 % der Anwesenden keinerlei Gesprächsthemen hat? Zu versuchen unauffällig die eigene Sprechlautstärke zu erhöhen, ohne dadurch aggressiv zu wirken, während man versucht der schwerhörigen Großmutter zu erklären, dass „ein Smartphone quasi ein Handy ist, äh, also ein Handy ist quasi ein Telefon … also das hier kann halt noch zusätzlich Fotos vom eigenen Essen machen und die dann in die ganze Welt an mir selbst meistens völlig unbekannte Menschen zu versenden … äääh …“ und es dann doch lieber aufgibt. Okay, vielleicht sind eure Familienfeiern alle awesome und ich bin die einzige, die damit nicht so viel anfangen kann. Aber ich wollte ja auch nicht über Familienfeiern reden, verdammt! :D
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