Journalisten

Bahnfahren, Kranfahren und jede Menge Kameras

Mein Rücken tut weh. Ich meine mich zu erinnern, dass ich so schon öfters meine Artikel angefangen habe, von daher sollte ich mir entweder Sorgen um meinen Rücken machen oder mich fragen, warum ich immer mit solchem Gejammere anfangen muss. Oder beides. Vielleicht habt ihr euch gewundert, dass ich diese Woche noch keinen Artikel geschrieben habe. Das liegt daran, dass ich montags noch den Feiertag genossen habe, dienstags zu faul dazu war, nach der Arbeit, Sport und sonstigem Gedöns um 22 Uhr noch zu schreiben und die letzten zwei Tage (also Mittwoch und Donnerstag) auf einer Pressereise war, die irgendwie so leicht anstrengend war und wegen der ich auch das rheinländische Phänomen „Rücken“ haben tu. Aber keine Sorge, das klang jetzt zwar schon wieder wie Gejammer, trotzdem soll das hier kein Rumnöl-Artikel werden. Also nicht mehr als sonst zumindest. :D

Die Pressereise an sich war nämlich sehr cool. Bei so einer Veranstaltung war ich noch nie und hatte mir als vorsorgliche veranstaltungsbezogene Pessimistin wieder einmal im Vorhinein alles an Schreckensszenarien ausgemalt, die man sich nur ausdenken konnte. Letztendlich traf davon dann aber wenig ein. Die Reise führte eure wuselige Schreiberin zu einem Schwerlasthafen (genauer gesagt zum Rendsburg Port), an dem Windkraftanlagen verladen werden – weswegen sich auch mein Arbeitgeber für solch ein Thema interessiert. Aber meine Befürchtungen waren natürlich, dass es stinklangweilig werden würde, weil wir nur dröge Fachvorträge oder Politikergeschwafel zu hören bekämen, dass alle anderen viel mehr Ahnung haben würden als ich (schließlich bin ich weder Logistik-, noch Schifffahrts oder auch nur Windkraftanlageneinzelteilzusammenbauungs-Expertin) und dass die Anreise mit der Bahn durch halb Deutschland sich so traumhaft herausfordernd wie immer gestalten würde.

Davon sind dann nur manche Dinge eingetreten. Das mit der Bahn hat zum Beispiel wunderbar funktioniert, selbst ohne Streik. Da hätte ich mir also gar keine Sorgen (oder Hoffnungen) machen müssen, in der Funktion des Wermutstropfens ist die Bahn eigentlich immer verlässlich. :D Ich bin gemein und populistisch, ich weiß. Aber dass auf der Hinreise ein Zug nur zur Hälfte ankam, deswegen alles überfüllt war und meine Sitzplatzreservierung noch in Köln stand und ich auf dem Gang hocken durfte und der zweite Zug einfach mal 35 Minuten Verspätung hatte und ich eine Umstiegszeit von 33 Minuten eingeplant hatte, das hat mich doch stellenweise ein weeeeeenig geärgert. Ein Gutes hatte es: Ich habe an diversen Bahnhöfen noch ein paar Mangas mitnehmen können und eine neue Reihe für mich entdeckt. Sollte ich irgendwann mal wieder Zeit haben, reviewe ich natürlich vor mich hin. Und einen neuen Mangarückblick könnte ich eigentlich auch schon fast wieder machen. Haaach, die Zeit vergeht! Selbst die Pressereise kam mir unglaublich kurz vor, so im Nachhinein, weil ich mehr erlebt habe, als gedacht. :) (mehr …)

Wie sich Journalisten, Zeichner und Youtuber unterscheiden

Ihr werdet euch jetzt sicher fragen, was für einen Blödsinn ich hier wieder mal verzapfe. Mangazeichner und Youtuber? Was haben die mit Journalisten zu tun? Is‘ doch klar, dass die sich unterscheiden! Allerdings haben alle drei eine Gemeinsamkeit: Sie zählen zu den „Kreativ-Arbeitern“ und deswegen ist es finde ich es sehr spannend, die unterschiedlichen Wege zu vergleichen, mit denen die drei Berufsgruppen ihr Geld verdienen. Zunächst einmal zu den Gemeinsamkeiten: Alle drei Berufsgruppen leben mehr oder weniger gut ihre eigene Kreativität aus und hoffen darauf, mit den Produkten ihrer Kreativität Geld zu verdienen. Und bei allen dreien kann sich das mehr oder weniger schwierig gestalten.

Mangaka, Webdesigner und Kellnerin in einem O.o

Fangen wir mit denen an, über die ich am wenigsten weiß. ^^ Die guten Mangazeichner. Nur so ein paar schwarz/weiß-Bildchen malen und dafür Kohle einsacken klingt einfach, oder? Janee, wie die meisten von euch sicher wissen werden, ist das keineswegs einfach. Denn man muss erstens das entsprechende Zeichentalent haben, zweitens genügend Kreativität, um sich eine spannende Story auszudenken, die dann auch noch jemand lesen möchte und drittens mit dieser Story auch entdeckt werden, um schließlich bei einem der größeren Verlage im Mangasortiment zu landen und einen Teil der Einnahmen durch die Mangaverkäufe zu erhalten. Nicht zu vergessen: Sich wie ein kleines Kind an Weihnachten zu freuen, wenn das eigene Zeichenkunstwerk von anderen Menschen tatsächlich gekauft und gelesen wird. ;) Da allerdings nur die Zeichner ausschließlich von Mangas leben können, denen der große Coup einer neverending Story (wie One Piece, Detective Conan o.ä.) oder eines „Alltime-Classics“ mit abgeschlossener Story gelingt, die sich permanent verkaufen, darf man sich auch noch auf andere Dinge einstellen. Vermutlich darauf, Aufträge für diverseste Projekte anzunehmen, bei denen je nach eigener Qualifizierung von Webseitendesign bis Einkaufstütengestaltung vermutlich alles dabei ist, das irgendwie mit Zeichnungen zu tun hat. Alternativ hat man direkt ein zweites Standbein, entweder in Form eines „richtigen“ Jobs oder in Form von weiteren Freelancer-Arbeiten wie Layouter oder ähnlichem. Aber ich vermute auch als Mangaka der Topverdienersparte wird das Leben nicht unbedingt leichter, da nun ja sehr viele Leser Erwartungen an einen haben und man mehr oder weniger erzwungenermaßen in einem recht hohen Tempo neue Seiten raushauen muss, um keine Leser zu enttäuschen und sie so eventuell zu verlieren. (mehr …)