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Ein Blick in die Zeichnerhalle der DoKomi 2019.

Die Zeichnerhalle oder: Why I’m broke. DoKomi 2019 #2

Wie war die Dokomi 2019 eigentlich so? Meine Eindrücke vom Gesamtgeschehen bzw. von Halle 14 und 15 gab es schon am Sonntag. Jetzt komme ich auch endlich mal dazu, über die Zeichnerhalle, Halle 13, zu schreiben.

Zuallererst möchte ich sagen, dass ich auch dieses Mal wieder unglaublich dankbar dafür war, dass es eine gesamte Halle für talentierte Menschen gab! *~* Ich erinnere mich daran, wie alle künstlerisch begabten Menschen versucht haben, in einen Miniraum gequetscht zu überleben, während die Besucher mit diversen Taschen regelmäßig die Auslage weggefegt und halb im Stand gehangen haben, wenn plötzlich ein ausladenderes Cosplay an ihnen vorbeilaufen wollte … Die Halle ist verdient und auch so ziemlich gut gefüllt. Eine Liste mit allen teilnehmenden Menschen findet ihr auf der Seite der DoKomi. Das würde nun wirklich zu weit führen, eine ganze Messehalle aufzulisten. So viel habe ich dann doch nicht gekauft. ^^

Eine Warnung vorweg: Wer irgendein Interesse an Zeichnungen hat und diese Halle betritt, wird, genauso wie bei der Merch-Halle, seeeeehr wahrscheinlich froh sein, wenn die Fahrkarte für die Rückfahrt schon bezahlt ist. A propos Rückfahrt, ich möchte auch noch kurz anmerken, dass ich aufgrund der Tatsache, dass ich seit meinem kurzen London-Trip kein einziges Mal mehr ausgeschlafen hatte, ein wenig fertig war und mich deswegen schon abends um 18 Uhr auf den Heimweg gemacht habe und auch nicht alles angeschaut habe, was ich mir hätte anschauen können. Wobei das irgendwie auch nichts neues ist, weil so eine Convention ja darauf ausgelegt ist, dass man dort eine Woche lang campen müsste, um alles zu sehen. :D

Dracheneier, Plüschis, Aufsteller, alles!

Aber zurück zu Halle 13. Prinzipiell findet sich in dieser Halle so gut wie alles an Zeichenstilen, was geht. Von klassischeren Gemälden über düstere Strichzeichnungen, an Albumcover von Heavy Metal Bands erinnernde Drachen, Shounen-Manga-Fanarts, Comicversionen der Verfilmungen amerikanischer Comics (wie meta^^), Shoujo-Manga-Figuren mit dem dafür vorgeschriebenen 200% Augenanteil pro Kopf, Zeichnungen, die nach traditionellen asiatischen Holzschnitten aussehen bis hin zu kawaii-Gedöns ist alles vorhanden und (so gut wie immer) auch kaufbar. Insbesondere die niedlichen Chibiversionen von allen möglichen Charakteren oder Tieren verleiten mich jedes Mal wieder dazu, mein buddhistisches Lieblingsmantra aufzusagen: „Du brauchst das nicht, du hast kein Geld dafür, du würdest das eh nicht benutzen und du möchtest diesen Monat mehr als trockenen Reis essen …“

Ich habe mir nicht von allen Leuten, deren Zeichnungen auf den Fotos sind, Visitenkarten mitgenommen, aber soweit ich das habe, werde ich es immer dazuschreiben und meistens auch die Instagram-Accounts verlinken. :)

Links oben seht ihr den Stand von Koiless Artwork und rechts oben Christian Klements monochromatische Strichzeichnungen, die mich spontan an den Manga „Ajin“ erinnert haben. Die Füchschen und Pandas sind von Verena Achenbach. Und das Bild vom wandelnden Schloss fand ich zwar schön, habe es aber natürlich verpeilt, auf den Namen der Zeichner zu schauen … (Falls ihr Ergänzungen habt, immer gerne in die Kommentare damit! :) )

Aber wo kämen wir denn da hin, wenn es in so einer riesigen Halle wirklich nur Zeichnungen gäbe? Selbstverständlich gab es also auch Pins, Schlüsselanhänger, Schmuck, Plüschis, Aufsteller oder einfach direkt Dracheineier aus Metall. :D Schlüpfgarantien gibt es dafür zwar glaube ich keine, aber man weiß ja nie, wann man die mal brauchen kann. Aber ernsthaft, die waren wirklich gut gemacht und wer auf solche Deko steht, freut sich sicher darüber. (An sich macht „Sternnebel – Scale Artist“ übrigens eher Schmuck als Drachennachwuchs, wenn ich das richtig gesehen habe. Die Dracheneier haben mich nur am meisten überrascht. ^^)

Die Strick-Totoros sind von selfmadebyvava und die Aufsteller habe ich bei Senri fotografiert.

Wofür ich mein Geld ausgegeben habe …

Okay, ich habe natürlich auch Geld für Onigiri ausgegeben – das muss ich einfach, wenn ich in Düsseldorf bin. Für alle Nicht-Anime/Japan-Fans, die sich diesen Artikel aus unerfindlichen Gründen trotzdem antun: Onigiri sind japanische Reisbällchen, umwickelt mit mehr oder weniger viel Seetangblättern und gefüllt mit verschiedenen Sachen, oft mit Fisch. Bei „Waraku„, dem Laden, der die DoKomi beliefert und der eigentlich eben in der Düsseldorfer Innenstadt ist, gibt es immerhin zwei vegane Sorten für Menschen wie mich: Avocado-Wasabi und Möhre-Sojasoße. (Ersteres war nachmittags bereits ausverkauft, aber das ist da irgendwie normal, da denen bei jeder Veranstaltung ihre Onigiri aus den Händen gerissen werden.)

Für den Rest der Welt gab es natürlich auch Essen mit Tier drin und so, an dem bin ich aber eher ignorant vorbeigelaufen. An anderen Stellen (hauptsächlich draußen) gab es noch mehr Essen, laut Karte sogar ziemlich gut klingende japanische Gerichte wie Okonomiyaki und auch vegane Sachen – aber ich war zu fokussiert darauf, mein Geld für Zeichnungen auszugeben und zu übermüdet, um mich auch noch dahin zu begeben, also äh ja. Ich bin so eine gute Reporterin. xD

Finally, we proudly, or in case of my wallet rather ashamedly, present to you: the Zeichnungen! ^^

Dafür dass ich bereits nach drei Ständen mein ursprüngliches Tageslimit ausgegeben hatte, ist es letzten Endes eigentlich gar nicht so viel. Das hier ist allerdings noch nicht alles. Aber der Reihe nach: Aaaaalso das Poster links ist von Senri uuund bei der Onigiri-Kette (ja, das ist ein Onigiri :D) habe ich vollkommen vergessen auf den Namen am Stand zu achten. Zur Ablenkung von meiner erneuten Schusseligkeit hab ich sie mal auf einen „Ich kann voll Japanisch und so!“-Hintergrund gelegt. Ihr seid jetzt also abgelenkt ~~~ o_o Beim Bild oben rechts wird es dann komplizierter: das Deadpool-Pikachu-Crossover ist von natto und das Fanart mit My Hero Academia am japanischen Shinto-Schrein (ich mochte die Idee ^^) ist von miiinoko. Die gelbe Postkarte, die Katzenkarte und die beiden holografischen Bilder (also Bilder mit Holo-Effekt) sind von Hon Hon und ich hab die paar Sachen einfach noch einmal einzeln fotografiert, sonst erkennt man ja nix.

Hier noch einmal nur die Bilder von Hon Hon.

Abgesehen vom Niedlichkeitsfaktor der Katze mag ich den Neon-Stil und diese Stadtausblicke einfach gerne. Der Neon-Stil mit dem Typen, der „Devil“ auf dem Hals und „쩔어“ im Hintergrund stehen hat, bringt uns dann aber auch zum nächsten Thema. Denn laut Künstler-Artbook, in das ich kurz reingeschaut habe, wurde diese Zeichnung von BTS-Member Taehyung/V inspiriert … Also von seiner Existenz und seinem Stil, ich bezweifle, dass er Zeit hat, Fanartists Modell zu stehen, ungeachtet der Tatsache, dass sowas schon ziemlich cool wäre. ^^ Aber Ryan Reynolds wird vermutlich auch nicht mit Deadpool-Kostüm und Pikachu zusammen für ein Porträt bei natto aufgekreuzt sein, von daher lassen wir das mit der Übergenauigkeit und widmen wir uns einem meiner Lieblingsthemen.

Okay, ich hab euch gewarnt.

Jepp. Ich habe euch bereits im letzen Artikel gewarnt: Ein erstaunlich großer Teil der zeichnenden Menschen auf der Dokomi gehört anscheinend zu den immer zahlreicher werdenden K-Pop-Fans. Das heißt, nicht nur in der Merch-Halle, nein, auch hier wurde man quasi alle paar Meter von gezeichneten gutaussehenden jungen Männern und Frauen aus Korea angelächelt. Was ich persönlich jetzt nicht schlimm finde, aber ich weiß ja, dass andere Leute meinen Geschmack da nicht ganz teilen. :D

Beruhigend fand ich übrigens, dass ich, obwohl Yaoi/Boys Love nach wie vor ein sehr präsentes Genre im Manga- und Fanart-Bereich ist, nur einmal eine angedeutete Shipping-Zeichnung mit K-Pop-Künstlern drauf gesehen habe. Love for all und so, aber ich finde es immer noch unangenehm, wenn man von realen Menschen, die in den meisten Fällen nicht einmal ihre sexuelle Ausrichtung öffentlich machen, explizite sexuelle Darstellungen oder Fanfictions veröffentlicht. Es gibt zwar auch zwischen männlichen und weiblichen Idols Shipping, aber das Phänomen kommt meines begrenzten Wissens nach im BL-Bereich einfach viel häufiger vor, daher dieser kurze Umweg.

Gut, eigentlich ging es darum, dass unter den kinnladenherunterklappend talentierten KünstlerInnen auch Fans sind, die ihre liebsten Sänger/Rapper/Idols beeindruckend dargestellt haben. Auf dem Foto seht ihr erstmal einen Doppelstand mit BTS-Sachen, an dem ich eveeeentuell eine halbe Stunde verbracht habe, weil ich den Artstyle so toll fand. Daneben eine wirklich coole Wand mit „Selfies“ der Gruppe Monsta X von Minemikomali, deren Stil, abseits von reinen Idol-Porträts, übrigens auch sehr cool und individuell ist. Blackpink gab es auch häufiger zu sehen, aber ich voreingenommenes Wesen habe natürlich nur die Gruppen fotografiert, die ich selbst auch höre (sorryyyyy!) und erst im Nachhinein daran gedacht, dass sich für andere K-Pop-Gruppen offensichtlich ja auch jemand interessieren könnte …

Als nächstes nun ein Überblick über meinen (ich werde jetzt endlich das Wort verwenden, so als wär ich Beauty-Youtuber, krass oder??) *ähem* über meinen Haul! Also hier nur die Sachen, die auch direkt mit BTS zu tun haben. Für alle, die BTS null interessiert und die es bis hier durchgehalten haben: Ihr könnt bis zur nächsten Überschrift scrollen. :)

Die Postkarten auf diesem Bild (ebenfalls von Hon Hon) musste ich mitnehmen, weil niedlich. (Waiting for you, Anpanmaaaaaan!) Genauso wie den Yoongi-Schlüsselanhänger. Habt ihr jemals etwas so niedliches gesehen?!?! (Ja, habt ihr bestimmt, aber lasst mir meine Quietsch-Momente. Ich brauche die!) In diesem Sinne, hier nochmal eine Großaufnahme des Anhängers (*~*) und der Visitenkarte der Künstlerin Nanniimo, an deren Stand einfach mal aus 20 Metern Entfernung ein BTS-Poster mit dem Satz „BTS paved the way“ zu sehen war. I stan. (Ich stelle fest: Nicht-Fans wird mindestens die Hälfte des Artikels wohl vollkommen verwirrt zurücklassen. Es tut mir leid! :D)

This is so cuuuuuute!

Und was ist das über den Postkarten? Tja, was tut man, wenn man sich nicht entscheiden kann, welches Bild einem am meisten den Atem verschlägt? Genau, man kauft gleich ein ganzes Sketchbook. :D Nee, aber ernsthaft jetzt. Ich brauche an sich keine Poster von BTS, ich weiß mittlerweile so ungefähr wie die aussehen und werd das nicht spontan wieder vergessen. Gleichzeitig fand ich aber den Artstyle der beiden am Doppelstand so unglaublich gut, dass ich da nicht einfach vorbeigehen konnte! First world (fan) problems, I know.

Die Zeichnungen mit „MIC DROP“ und „IDOL“ darauf stammen von LORDiXZY und ich habe zwar gesagt, dass mir „der“ Stil gut gefällt, aber im Buch sind zum Beispiel auch ein Bild von Taehyung im Stil von van Gogh’s „Starry Night“ (wer es noch nicht wusste und trotzdem interessiert ist: der werteste ist großer Kunst-Fan) und ein Bild im eher zuckerwattigen Stil mit den Comic-Charakteren BT21, die ich im ersten Artikel schon mal erwähnt habe. Und alle Stile sind irgendwie awesome! Wie soll man sich denn da entscheiden? Unerhört! Wobei ich persönlich die Lichtreflexe auf dem Bild ganz oben rechts am awesomesten finde. ^^ Aber ich ergebe schon wieder so wenig Sinn, lieber weiter zum nächsten Kunstwerk!

Perfekte Überleitung: Sinn – Gin! Ein Blick ins Artbook von Gin, zu finden unter @ginecinic. Die Brushstroke-Optik und die Darstellung des Lichteinfalls fand ich einfach sehr ansprechend. Ich hab’s scheinbar mit der unglaublich professionellen Aussage „Ich mag, wie du Licht darstellst“. :D Aber stopp, jetzt werdet ihr sicher sagen: „Hey, da sind ja doch kleinere Bilder dabei! Wie war das mit nix aufhängen?“ Najaaaaa, das ist eine längere Geschichte, die passenderweise sogar eines der Probleme der Convention verdeutlicht.

Auch offline geht nichts ohne Internet

Also … Ich wollte unbedingt an Gins Stand etwas kaufen, hatte aber leider ganz überraschenderweise nach vier Stunden Zeichnerhalle und zwei Onigiri kein Bargeld mehr. (Ich verdächtige die Onigiri, ganz klar.) Am Stand war auch ein kleines Schild auf dem stand, dass Kartenzahlung okay sei. Allerdings hatte Gin das gleiche Problem, das bereits der Verkäufer davor gehabt hatte: schlechtes Internet.

Wenn man auf so einer Messe mit Tausenden anderen Menschen unterwegs ist, die alle gerade instagrammen, wo sie sind, welches Cosplay sie gesehen haben und was sie essen, ist es logisch, dass der Empfang bzw. das mobile Internet mies ist. Viele der Stände hatten allerdings eigene Kartenlesegeräte für die Bezahlung mitgebracht und die brauchen wiederum eine Internetverbindung, weil sie sonst die EC- oder Kreditkarten nicht mit der Datenbank da draußen im virtuellen Banknetz abgleichen können. Deswegen ist so etwas eine ziemlich ungünstige Kombination. Gin hat mir dann angeboten, dass ich per Paypal zahlen könnte – leider hatte ich genauso schlechtes Internet und konnte nicht einmal Google laden, geschweige denn irgendwelche Überweisungen per Paypal starten …

Eine kleine Odyssee

Was also tun? Die Zeichnungen nicht zu kaufen … war selbstverständlich keine Option. Während Gin sich bereits 17 Mal bei mir entschuldigt hatte, dass alles so umständlich sei, habe ich einfach versprochen, mit Bargeld wiederzukommen und mich auf die Reise gemacht. Zuerst also auf die DoKomi-Karte schauen. Fotoecken, WCs, Sitzecken, mit Anime-Motiven dekorierte Autos, Host Club, Maid Café, Bühnen … nope. Also einmal bis zum Ende der Halle laufen und schauen, ob auf dem dort fest angebrachten Plan der Messe etwas von Geldautomaten steht. Aha! Es gibt ein EC-Symbol, also vermutlich auch einen Geldautomaten. Also machte ich mich angemessen motiviert auf die Pilgerung zu der Halle, in der ich den Automaten vermutete. Ob ich die Karte jetzt richtig gelesen habe, sei mal dahingestellt, denn irgendwie kam ich am VIP-Eingang wieder raus. Da dort aber nicht nur sehr beschäftigte DoKomi-Helfer, sondern auch eine gerade sogar nicht gestresst aussehende Mitarbeiterin der Düsseldorfer Messe waren, habe ich sie einfach mal gefragt, wie es mit einem Geldautomaten aussieht.

Ihre Antwort: Also theoretisch gibt es den, aber leider ist der nicht zugänglich, weil die Halle mit dem Automaten für die Messe abgesperrt wurde. Ich: „Oh. Ja, das ist jetzt doof.“ Sie: „Ja.“ Auf die Frage hin, ob es denn sonst in der Nähe einen gäbe, sagte sie, dass sich vor der Messe einer befinden würde, aaaaber ich jetzt hier nicht rausgehen könnte, sondern nur über den Ausgang in der Halle am anderen Ende der Messe, weil hier kein offizieller Ausgang war. Also noch einmal den gesamten Weg, auf dem ich mich selbstverständlich nicht wieder drei Mal verlaufen und/oder ablenken lassen würde zurück? Eeeehhh …

Da ich mittlerweile echt müde und die Dame sehr nett war, dachte ich mir, ich frage einfach mal dreist nach. „Komm‘ ich denn mit einem Presseticket hier raus?“ Der Hauptgrund, warum ich ursprünglich ein Presseticket wollte, war nämlich, dass ich nicht vor der Halle anstehen, sondern stattdessen mit einem halbwegs schlechten Gewissen durch den sogenannten VIP-Eingang schlendern wollte. Denn ich erinnerte mich noch mit Schrecken an das Schlangestehen in der prallen Sonne vor der Messe … „Da muss ich mal nachfragen!“, unterbrach die nette Dame meine immer verworrener werdenden Gedankengänge. (Ich glaube das war auch auf den akuten Koffeinmangel zurückzuführen, da es in der Messe natürlich keinen fancy Sojamilchkaffee gab.) Die ebenfalls sehr freundliche DoKomi-Mitarbeiterin scannte jedenfalls kurz darauf mein Ticket, um mich auszuloggen und ich machte mich wieder auf den Weg.

Die frische Luft tat auch meinem etwas zermatschen Hirn gut und deswegen beschloss ich einfach, statt um die Messe herumzurennen, einfach zur Bahnhaltestelle zu laufen, da dort eine Sparkasse ist. Was ich übrigens nicht wusste, weil ich ausnahmsweise mal mitgedacht habe und mir vorher irgendwelche wichtigen Punkte der Umgebung eingeprägt habe, sondern weil das bei der Ankunft in der Bahn jemand neben mir sagte: „Guck mal, da is auch direkt ne Sparkasse, dann kannst du ja doch noch Geld abheben!“ Danke random Person, dass du für mich mitgedacht hast.

In der Sparkasse habe ich dann tatsächlich auch vollkommen unspektakulär Geld abgehoben und es danach noch unspektakulärer ohne falsche Abzweigungen (auf einem vollkommen geraden Weg immer der Straße lang …) wieder bis zum „VIP“-Eingang und in die Halle mit den auf mich wartenden Zeichnungen geschafft. Und ich wurde selten so gerührt empfangen, dafür dass ich eigentlich nur fünfzehn Minuten Fußweg hinter mich gebracht habe. Fühlte sich vermutlich für beide Seiten wesentlich länger an. :D

Ein vielleicht nützlicher Vorschlag

Das war die übertrieben lange Geschichte, wie ich von einer sehr netten Person drei Postkarten mit BTS-Mitgliedern darauf geschenkt bekommen habe. [Kurze Anmerkung: Ich lese mir den Text vor noch einmal durch und sehe gerade, dass ich das „darauf“ vergessen habe. Wunschdenken, pures Wunschdenken hier! XD]

Was lernen wir daraus? Übt das Kartenlesen (also nicht das EC-Kartenlesen, das Messekarten-Lesen, ihr wisst schon!) und merkt euch, wo die nächste Bank ist oder nehmt einfach direkt genügend Bargeld mit. Ich dachte ich hätte genügend dabei, aber mit fällt jedes Mal wieder auf, dass das doch ein sehr dehnbarer Begriff ist … :D Andersherum solltet ihr euch das mit der Bank vielleicht lieber nicht merken, wenn ihr ein festes Limit habt, wieviel ihr ausgeben könnt. Ich will euch ja mit meinen Vorschlägen nicht unnötig in Schwierigkeiten bringen sodass ihr den Rest des Monats nur noch Cup-Ramen essen könnt …

Ich sag es nur noch einmal: Es war voll. Das Foto habe ich eine halbe Stunde nachdem die DoKomi geöffnet hat aufgenommen.

Ich weiß nicht, ob man am schlechten Internet etwas machen kann, also ob es sich lohnen würde bzw. organisierbar ist, dass die Aussteller ein WLAN zur Verfügung gestellt bekommen – immerhin gibt es oft bei Messen ein Messe-WLAN, das man sogar als normaler Besucher nutzen kann. Vielleicht könnte man ja sowas für diejenigen einrichten, die damit ihre Kartenleser betreiben? (Alle Besucher damit auszustatten würde ja eher nichts bringen, weil es dann genauso lahm wäre wie vorher.) Ich weiß auf jeden Fall, dass diese mobilen Lesegeräte WLAN nutzen können. Ob so ein semi-öffentliches WLAN jetzt sicher genug wäre oder der Vorgang dadurch unsicherer würde oder so, kann ich nicht beurteilen, ich werfe hier als Nicht-IT-Expertin nur meine Erfahrungen und random Vorschläge in den Raum. ^^

So, ich glaube damit bin ich endlich am Ende meines Gefasels angelangt. Es war eine sehr coole Veranstaltung und ich hoffe, dass ich irgendwann mal ausgeschlafen zur DoKomi komme und genügend Zeit und Energie habe, um endlich noch einmal an den Workshops und den Vorführungen teilzunehmen. Also mir die anzugucken, auf der Bühne möchte mich dann vermutlich doch keiner haben. ^^ Falls ihr noch mehr zu einem bestimmten Kunstwerk wissen wollt oder den Namen von jemandem kennt, den ich nicht genannt habe, dann sagt Bescheid! :) Jetzt fällt mir aber auch nicht mehr großartig viel ein, außer dass ich mich natürlich generell über alle Rückmeldungen von euch freue und bereits überlege, was ich bei der nächsten Veranstaltung besser machen könnte. Denn ich habe jetzt so lange nichts gemacht (weil Arbeit -_-), dass London&DoKomi innerhalb von einer Woche und die Aussicht auf eine weitere (Nicht-Anime-)Veranstaltung in einer Woche bei mir definitiv wieder die Reise- und Berichtslust geweckt haben.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen ereignisreichen und motivierenden Tag – ich glaube das habe ich beim letzten Artikel auch schon, aber man kann ja nie zuviel Motivation haben!^^ – oder alternativ einen entspannten Start ins Wochenende!

Eure euphorisch ihre neuen Zeichnungen aufhängende
0utofjoint =)

PS: Die beiden Zeichnungen, die auf dem Titelbild des Artikels zu sehen sind, stammen von Rebezza. :)

Was ist eigentlich dieses „K-Pop“?

Yo, was geht? Ich sitze hier grade mit Tiefkühlgemüse und Instantreis (weil ich es kann) und mir ist aufgefallen, dass ich seit gefühlten Milliarden Jahren mal wieder nichts geschrieben habe.

Es ist aber keineswegs so, dass ich momentan einfach gar nichts tue. Vielmehr ist meine Priorität momentan immer noch die, neben der Jobsuche vor allem meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Das bedeutet ich lerne jeden Tag viel und es macht mir Spaß, laaaaaangsam aber sicher ein wenig besser Japanisch verstehen zu können. Dadurch wird aber mein Tagesablauf von außen betrachtet halt bloß kaum spannender, sondern eher langweiliger. :D

Ich führe zwar jetzt ein sogenanntes Lerntagebuch, aber das ist für den Rest der Welt nun wirklich nicht interessant. Darin plane und dokumentiere ich, was ich jeden Tag lernen möchte (also dieses Grammatikgedöns, jene Vokabelliste, die Lektion in Lehrbuch „Denken für Deppen“ etc.) und was davon ich letzten Endes auch geschafft habe. Eine der ersten Reaktionen auf meine Aussage, dass ich nun so einen Lernplaner habe war übrigens: „Darauf können auch nur diese verrückten Asiaten kommen!“ Was einerseits wieder einmal zeigt, wie wichtig interkulturelle Kompetenz ist und andererseits die Wahrnehmung eurer zwischen Lehrbuch- und Notizbergen hockenden Bloggerin durch andere Lebewesen veranschaulicht … „Das is‘ die, die diese verrückten Asiaten so mag!“ Ooookay.

Mein Geständnis … *Dramatikregler hochkurbel*

In diesem Sinne: Ich muss euch allen etwas gestehen. Ich lerne nicht nur mehr oder minder erfolgreich Japanisch und nerve meine Mitmenschen mit Anime- und Mangagefasel, nein, es ist noch eine zweite Leidenschaft dazugekommen! Nach dem Anime- und Mangafieber hat mich nämlich vor einer Weile noch ein anderes asiatisches Virus befallen, das im Moment scheinbar sehr verbreitet zu sein scheint. Ich spreche von *döm-döm-DÖÖÖÖÖÖMMMMM* … K-Pop, also koreanische Popmusik. Das überrascht euch jetzt vermutlich nur, wenn ihr den fetten Spoiler-Titel komplett übersehen habt. Aber gönnt mir meine Dramatik! :D

Jupp, ich habe angefangen Koreanisch zu lernen. Bevor ihr mich nun alle für bescheuert erklärt oder für meinen Musikgeschmack steinigt, möchte ich betonen, dass ich deswegen andere Musikrichtungen nicht automatisch nicht mehr gut finde. Und dass ich mir bewusst bin, mich dadurch virtuell inmitten von vielen weiblichen und gerne auch hysterischen Teenagern zu befinden. Ich könnte euch auf Anhieb gleich mehrere Dinge nennen, die ich an der koreanischen Musikindustrie gar nicht mal so toll finde.

Trotzdem kann ich mich für einige der Boygroups bzw. für deren Musik begeistern. Die wenigsten Sänger sind in Südkorea übrigens solo unterwegs, den größten Marktanteil machen unzählbar viele Boy- und Girlgroups aus. Das mag bei der ein oder anderen Person verstaubte Erinnerungen an Backstreet Boys oder N’Sync wecken. (Schreibt man die so?? Ich hab mich bisher nie für Boybands interessiert, sorry. Ich hole das jetzt scheinbar nach … :D) Oder an die wesentlich jüngere Gruppe One Direction. Und diese Assoziation ist gar nicht mal so falsch, denn hinter dem Wort K-Pop verbergen sich sehr erfolgreiche koreanische Musikgruppen, bestehend aus jungen, talentierten und hübschen Menschen, die Unmengen an Fans haben, die bei deren Konzerten ähnlich laut sind, wie das die Fans bei Boygroups aus den 90ern wohl gewesen sein müssen. Hier nun also eine nahezu wissenschaftliche Abhandlung über das Phänomen „hübsche Asiaten singen und schaffen es dabei anatomisch unmögliche Dancemoves hinzubekommen und alle rasten aus“ aka K-Pop. (mehr …)