medien

Kommentieren, diskutieren, trollen – das Internet halt

Da ich gerade … streicht das. Da ich eigentlich dauernd nur sehr wenig Zeit habe und immer noch an den Feinheiten der Föderationsraumschiff-Stories arbeite, dachte ich mir, ich teile euch mal mit, wieso ich überhaupt Beiträge zur Kommentarkultur auf verschiedenen sozialen Plattformen schreibe. Immerhin seid ihr selbst sicher zumindest bei ein paar davon Mitglied oder habt schon mal vorbeigeschaut, warum sollte ich euch also Dinge erzählen, die ihr schon wisst? Nun, erstens, weil ich mich selten davon abhalten lasse, meine Meinung loszuwerden, egal ob die jemanden interessiert und zweitens, weil ich Kommentare sehr gerne mag.

Das liegt natürlich einerseits daran, dass ich mich hier bei meinen eigenen Texten unglaublich über eure Rückmeldung freue. Da kann ich Kommentare quasi gar nicht nicht mögen. ;) Aber auch allgemein können die Kommentarspalten sehr bereichernd sein. Probleme gibt es, wenn ganze Kommentarseiten von Trollen oder hasserfüllten Menschen überrannt werden, die eine vernünftige Diskussion unmöglich machen. Das passiert hier glücklicherweise nie, da ihr ja alle lieb seid und ich keine riesige Plattform betreibe, bei der Leute gezielt nach kontroversen oder heiß diskutierten Themen suchen, einfach um dem Beitragsschreiber mitzuteilen wie scheiße er oder sie doch sei. Gerade bei Themen wie Feminismus oder dem damit zusammenhängenden Gamergate war es jedoch oft eine Qual den Twitter-Stream von anderen Frauen zu verfolgen, die sich bei einem der Themen engagiert haben. Dort bestanden so gut wie alle Tweets aus hasserfüllten Angriffen gegen die Feministin/Femnazi/Social Justice Warrior (letzteres zwei Begriffe, die gerne abwertend für Frauen verwendet werden, die sich selbst als Feministin bezeichnen) und den entsprechend mit der Zeit stetig aggressiver werdenden Antworten. Ähnliches gilt teils auch für Kommentare bei Youtube. Aber warum möchte ich denn dann das Kommentieren nicht verbieten, wenn es so viele destruktive Leute da draußen gibt?

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Media Revolution Sunday #1

Ich mach dann jetzt einfach mal. Noch weiß ich zwar nicht, wo die Reise hingehen wird, aber die Medienlandschaft zu revolutionieren klingt doch nach ner coolen Tätigkeit. Und wenn Friedlvongrimm so nett bittet, da kann ich doch gar nicht anders als die Revolution einzuleiten. Zugegeben, es ist eine eher behäbige Revolution, mit wenigen Explosionen und leider auch ohne umstürzende Statuen von BILD-Chefredakteuren oder so. Aber jeder fängt mal klein an, oder? ^^ Aber bevor ihr nun denkt, dass ich nicht episch sein kann: Ha! Da habt ihr euch aber gewaltig geschnitten, habt ihr euch da! Obacht Welt, denn nun folgt der wohl epischste Trailer für dieses Format, den sich ein Mensch Samstag nachts zwischen 0 und 1 Uhr 30 nur hätte überlegen können! xD

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PEGIDA, die Lügenpresse und wo ist eigentlich das Problem?

Ab und zu komme sogar ich nicht einmal an aktuellen Ereignissen vorbei. Zum Beispiel an PEgIdA, einer Bewegung deren eigentlich korrekte Schreibweise glücklicherweise niemand nutzt, da die mich an pubertierende Teenager in sozialen NeTzWErKEn erinnert. Irgendwann werde ich mir vielleicht auch merken können, dass das Kürzel für *lufthol* „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ steht. Wie ich auf dieses Thema komme? Nun ja, vorgestern war ich auf dem Heimweg und rannte direkt in eine Menschenmenge, die den Weg zu meiner Bahnhaltestelle blockierte. Super. Es ist 19 Uhr, hinter mir liegt ein stressiger Arbeitstag, ich komme gerade vom Sport, mit dem ich es laut meinem Fuß etwas übertrieben habe, es sind gefühlte 2 Grad und ich habe seit einer Stunde schon Hunger. In dieser Situation ist mir mit 99%iger Wahrscheinlichkeit vollkommen egal, wofür oder wogegen irgendjemand protestiert, Hauptsache IHR GEHT MIR AUS DEM WEG!! Da das natürlich nicht passiert ist, bin ich fluchend, grummelnd und vermutlich sehr seltsam wirkend am äußeren Rand der Demo entlang geschlängelt, während mir begeisterte junge Familien entgegen kamen und Rentner über mich hinweg in Richtung … in welche Richtung auch immer schielten, in der wichtige Dinge passierten.

Als ich dann frierend an der Bahnhaltestelle stand (die natürlich im Gegensatz zur anderen auch noch draußen war), verfluchte ich gedanklich diese motivierten Menschen, die es wagten, ihre Meinung auf meeeeeinem Heimweg auszuleben, anstatt das wie jeder vernünftige Mensch mithilfe einer Internetpetition zu tun. Ich meine, in welchem Jahrhundert leben wir eigentlich? Da muss ich doch für so unwichtige Themen meine Wohnung nicht mehr verlassen, also wirklich! Wobei … für welche Themen eigentlich? Die Demo war eine Anti-Pegida-Demonstration, von der mir mittags noch jemand erzählt hatte. Dass dazu wirklich mehrere Tausend Menschen erscheinen würden, damit hatte mein Hirn natürlich nicht gerechnet. Vor allem, da ich immer noch nicht so ganz verstanden habe, was zum Henker diese komische Organisation, gegen die alle demonstrieren, nun eigentlich will.

Also … worum geht’s hier eigentlich?

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I’m a Journalist in a Bubble

Das Leben in der Filterblase. Ich finde es sehr interessant, wie viele Subkulturen es innerhalb der Gesellschaft gibt, die nebeneinander existieren, ohne sich jemals der Existenz der anderen Gruppen bewusst zu werden. Voll der megaphilosophische Einstieg, ne? Ich bin stolz auf mich.

Worauf ich hinaus möchte, ist folgendes: So lange man nicht Mitglied einer Gruppe ist und niemanden aus dieser Gruppe kennt, kann es sehr gut sein, dass man nach Jahrzehnten erschrocken feststellt, dass es die Gruppe gibt und diese bisher auch gut ohne die eigene Teilhabe ausgekommen ist, herzlichen Dank. (mehr …)