messe

Biometrische Zuggedanken

Ich war mal wieder auf einer Messe unterwegs. Während ich so im Zug vor mich hingegammelt habe, habe ich die Zeit genutzt noch ein paar Artikel auf dem Handy zu lesen und in einem Gratis-Firmenmagazin zu blättern. Dabei bin ich immer wieder auf ähnliche Themen gestoßen, weswegen ihr hier nun (etwas verspätet) meine Grübeleien aus dem Zug findet.

Manchmal hätte ich gern jemanden, mit dem ich einerseits spontan tiefgründige bis blödsinnige Themen diskutieren könnte. Gleichzeitig wäre auch so eine Art Allroundexperte super, den ich zum Beispiel befragen kann, wenn es darum geht, mein Online-Leben sicherer zu machen. Beispielsweise habe ich gerade im Zug gelesen, dass es in den USA bei einigen Banken bereits möglich ist, sich mithilfe biometrischer Merkmale zu identifizieren. Also über einen Iris-Scan der Augen, einen Fingerabdruck oder sogar die Stimmfrequenz.

Die wichtigen Bankmenschen, die sowas wissen, haben der New York Times gesagt, dass sie davon ausgehen, dass Passwörter in einigen Jahren nicht mehr gebraucht werden. Was mich persönlich zu der Frage führt: Wie viele Youtubevideos gibt es eigentlich da draußen, deren Qualität mittlerweile so gut ist, dass man mithilfe zusammengeschnipselter Nahaufnahmen einen Iris-Scanner überlisten könnte? Und wie viele Youtuber haben so einen guten Sound, dass man mit Clips deren Stimme ein ganzes Gespräch mit gelangweilten Callcentermitarbeitern führen, geschweige denn nur einen Satz zur Identifikation abspielen könnte? (mehr …)

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Messe München

U-Bahn-Chaos, Baristas und Stress in München

Ich bin wieder dahaaaaa! Okay, das war jetzt vielleicht nicht die zurechnungsfähigste Einleitung, aber ich war wirklich länger weg und entschuldige mich an dieser Stelle fürs Nicht-Bloggen. Allerdings waren die letzten beiden Wochen doch ein wenig auslaugend und ich war fertiger als gedacht. Nachdem ich ja letztes Wochenende in Berlin war und davor noch eine Freundin beherbergt habe, war ich nur noch mal eben montags arbeiten, beim Sport und habe Sachen gepackt und bin Dienstag direkt mittags von der Arbeit mit meinen Kollegen nach München zu einer Messe gefahren. Mein Schlafdefizit war also bereits bei unserem Aufbruch durchaus vorhanden, unter anderem weil ich natürlich noch einen kleinen Berlin-Nachbericht so zwischen Tür und Angel schreiben wollte. Immerhin habe ich im Lauf der Woche meine Fähigkeit weiter trainiert, in Autos, Zügen und sogar U-Bahnen kurze Nickerchen zu halten und dem Schlafmangel etwas entgegen zu wirken.

Aber das interessiert euch sicher nicht so sehr, wie die Frage: Watt war denn nu in München? In München war mal wieder eine Messe, auf der ich, wie bereits auf ein paar anderen Messen (zum Beispiel hier oder hier), mit Stativ und Kamera herumlaufen und Menschen filmen durfte. Dieses Mal allerdings keine random aus der Menge gepickten Besucher, sondern Menschen, die ihre wichtigsten Produkte des Jahres oder DAS Produkt, das den Innovationspreis gewonnen hat, kurz vorstellen wollten. Naja, oder sollten. Je nachdem, wer von seinen Kollegen vor die Kamera geschoben wurde, war mein Opfer gar nicht mal so begeistert. Ich habe aber festgestellt, dass mir das Filmen – auch wenn es gefühlt tausende Themen gibt, die spannender sind, als „Was kann Ihr Produkt?“ – mittlerweile wirklich Spaß macht. Selbst wenn manche Leute sechs Anläufe brauchen, um die Besonderheiten des Produktes vorzustellen. Auch das kann sehr unterhaltsam sein und ich hab ja Geduld, wenn die Menschen nett sind. :D Vor allem aber auch dann, wenn ich nicht nebenher noch zehn andere Sachen machen muss und die Filme NICHT am gleichen Tag fertig machen soll. Das ist ja auch schon vorgekommen und damals habe ich (unter anderem weil ich quasi im Hotel zum ersten Mal das Schnittprogramm genutzt habe …) dann immer so bis 22 oder 23 Uhr im Hotel gesessen, um einen Film fertig zu stellen. Das habe ich dieses Jahr zwar auch ein Mal, aber es war nicht ganz so krass und ich habe in der gleichen Zeit immerhin mehrere Filme geschafft. xD (mehr …)

Is this the real life …

Is this just fantasyyyyyy? Caught in a Stativtaschenhalter, no escape from Schulter-aaaachyyy!
Heavy lift, heavy go!
Maaaammaaaaa, uhuhuhuuuu!
Mama, I just killed a man – by turning around and hitting the idiot with my heavy Statiiiiv … Okay, ich bin melodisch raushekommen und weiß nich mehr, wo ich im Text war. XD Jedenfalls ist die Messe so wie jede Veranstaltung dieser Art mal wieder anstrengend und wer hätte es gedacht: Abends tun einem die Füße weh. Und mir zusätzlich die Schultern, weil ich die ganze Zeit ein glücklicherweise leichtes Stativ, eine glücklicherweise handliche Kamera und einen glücklicherweise nur 13,3 Zoll messenden Laptop mit mir rumschleppe. Das aktuelle Fazit: Wasser im Supermarkt der Frankfurter Messe (ich wusste gar nicht, dass Messen Supermärkte haben!), kostet weniger als am Hamburger Dammtor Sonntag abends. Was jetzt nicht heißt, dass ich drei Euro für anderthalb Liter Sprudelwasser irgendwie preisgünstig finde … O.o
Meine Schultern sind … Ach nee, das hab ich ja schon zwei Mal erwähnt :D und meine Füße auch. Hm. Sonst war eigentlich nix, außer dass ich immer wieder fasziniert bin, wie sexistisch die Werbung auf einer Handwerker-/Technik-Messe auf einen wirken kann. Heftchen, auf denen ein weiblicher Hintern in Jeans-Hotpants zu sehen ist mit einem Zollstock daneben und dem Spruch „Wenn nicht nur die Länge zählt …“ Was genau dann sein soll, wenn nicht mehr nur die Länge zählt, weiß ich nicht, da ich zu schnell an besagtem Heftchen vorbeigehetzt bin, aber an sich wäre es schon komisch, wenn die Länge nicht mehr zählt, denn wofür außer zum Messen und Dinge hinter der Heizung hervorangeln hat man denn sonst einen Zollstock? O.O Ich bin verwirrt.
Dann gab es da noch das obligatorische „Wortspiel“, das man schon nicht mehr als eines bezeichnen darf, weil es so durch ist, nämlich „heiß“ bzw. „der wird so richtig heiß“ in Kombination mit einer obenrum recht leicht bekleideten Frau, die lasziv in die Kamera guckt. Aber welchr Frau würde das bei einem unglaublich sparsamen Heizgerät auch nicht?!
Aber auch die restliche Werbung scheint von sehr kreativen Menschrn erdacht worden zu sein. Mit „kreativ“ meine ich dabei übrigens „Häh?“ :D Entlang dieser hübschen Rollbänder, mit denen man im Schneckentempo durch die kilometerlangen Verbindungsgänge zwischen den Messehallen gurken darf, sind nämlich immer Werbeplakate platziert. In diesem Fall waren auf einer solchen Plakatserie zum Beispiel glückliche Paare zu sehen, die gemeinsam vor einem Kamin entspannten und dabei „EDELSTAHLVENTILE“ dachten. Oder zumindest sah es so aus, weil direkt unter ihren glücklichen Gesichtern völlig zusammenhanglos solche Worte schwebten. Eine andere Frau schwärmte beim Kaffeetrinken von ihrer Wärmepumpe und die Familie, die auf dem Wohnzimmerboden mit Blick zur Decke bei dem Gedanken an kupfernes Ventilgedöns dahinschwelgte möchte ich auch nie wieder missen. Ihr seht also, so eine Messe iet durchaus lehrreich, was die Träume und Ambitionen von fremden Model-Familien angeht. Da hat sich einer echt in die hineinversetzt, denn sonst hätte er nie durchschaut, dass zum Beispiel die eine Frau sich nicht über ihren Kaffee freut oder für die Kamera lächelt, weil sie dafür bezahlt wird … Aber vielleicht ist die Kampagnr auch einfach ein dadaistischer oder absurd-intellektueller Ansatz, um das beworbene Awesomenupsi angemessen unterschwellig zu bewerben. Ich bin wahrscheinlich nur zu müde oder zu untiefgründig, um es zu verstehen. ^^

Einen wunderbaren … welchen Wochentag haben wir?! Einen wunderbaren Tag, fernab von verwirrenden Werbebotschaften wünscht euch
eure 0utofjoint =)

PS: Hoffentlich nach der Messe wieder ausführlicher. Da vom Handy aus gebloggt, sieht der Artikel wahrscheinlich seltsam aus, aber Hauptsache ich kann euch zulabern. :D

Messe-Stress

Hab ich schonmal erwähnt, dass Messen verdammt anstrengend sind? Ich war nämlich gerade beruflich auf einer Messe (boah klingt das professionell!).

Vorbereitung ftw!

Was habe ich dort gemacht? Nun, eigentlich sollte ich Material für einen Artikel sammeln, aber dann wurde spontan entschieden, dass ich ja letztens „so ein Mobile Reporting-Seminar“ hatte und doch eigentlich Filmchen von den Firmen drehen könnte, die da ausstellen. Okay, dass wir das Filmen dort ausprobieren wollten war abgesprochen und wir hatten sogar extra noch ein Schnittprogramm besorgt und ich hatte auch bereits eine halbe Stunde damit geübt. Vorbereitung hoch zehn also :D Jedenfalls war ich echt gespannt, wie das so werden würde und hab mich auch darauf gefreut. (mehr …)