#pokemonGo

Foto: Pixabay/Unsplash

Wir müssen reden …

Ich muss euch etwas mitteilen. Nein, geratet jetzt nicht in Panik! Ihr habt nichts falsch gemacht, es liegt an mir. Ich muss euch etwas gestehen. Es ist jetzt 22.39h und ich war gerade draußen und bin planlos mit dem Handy durch die Gegend gerannt, weil mir angezeigt wurde, dass ein Schiggy in meiner Umgebung gespawnt ist.

Ich gestehe: Ja, ich habe mir Pokémon Go installiert und möchte, ebenso wie der Rest der Welt, mit euch darüber reden. Im Gegensatz zum Rest der Welt habe ich allerdings nicht vor euch „Tipps für angehende Pokémon-Trainer“ zu geben oder darüber zu meckern, dass jetzt wirklich alle nur noch auf ihren Bildschirm starren. Für letzteres konnte man sicher gut einen der Smombie-Artikel von 2014 wiederverwerten.

Ich möchte einfach meine Faszination für dieses Phänomen mit euch teilen und auch ein paar schöne und eher unschöne Erlebnisse, die damit zusammenhängen. Für alle, die es (wie auch immer ihr das geschafft haben solltet) nicht mitbekommen haben: Pokémon Go ist eine App von Nintendo (bzw. Niantic), bei der man die niedlichen kleinen Monster, die man früher als Karten gesammelt oder am Gameboy eingefangen hat, per Augmented Reality in der Wirklichkeit einfangen kann. So. Und diese App ist sehr krass eingeschlagen, so krass, dass nach dem Launch die Server der App des öfteren  vor dem Ansturm der Pokémon-Sammelwütigen kapitulieren. Woraufhin wiederum Twitter mit einer Welle von „Mein #PokemonGo klappt nicht, repariert eure Server!!! ;_;“-Nachrichten rechnen kann.

Mit 10 Millionen Downloads innerhalb von rund zwei Wochen ist die App im Google-Playstore auf Platz 1 bei den Spielen, vor Clash of Clans, Candycrush und wie der ganze andere Mobile Games Kram sonst noch so heißt. Bei den Top-Apps ist es vor Whatsapp, wird also momentan heruntergeladen wie blöd, die Messenger-App wird aber vorerst vermutlich von den Gesamt-Downloads her nicht überholt werden. Denn das ist nur eine unbedeutende Milliarde. o.O Aber Slither.io (quasi die neue Version vom Ur-Handyspiel Snake) ist sicher zu schaffen, das hat nämlich „nur“ 50 Millionen Downloads. :D

Wie auch immer. Die App wurde jedenfalls im Vorhinein bereits monatelang gehyped, weshalb es kein Wunder ist, wenn möglichst viele Nutzer die Sache ausprobieren wollen. Denn hier werden gleich drei Gruppen angesprochen:

  1. Die Leute, die schon in ihrer Kindheit Pokémon gespielt haben und es aus Nostalgie-Gründen und/oder, weil sie das Spiel total toll fanden, jederzeit wieder spielen würden.
  2. Die Leute, denen die Idee von Virtual und Augmented Reality gefällt und die alles ausprobieren möchten, was in diese Richtung geht.
  3. Die Leute, die ohnehin meistens auf ihrem Handy spielen, weil sie sich unterwegs damit beschäftigen.

(mehr …)

Advertisements