Küchenrolle, Kekse und Kirschblüten

Agentin 0. Joint war wieder einmal unterwegs, um eine wichtige Mission zu erfüllen. Ohne ihre Fähigkeiten würde das Land dem Untergang geweiht sein! So oder so ähnlich habe ich versucht, mich zu motivieren, als ich an den ersten blühenden Bäumen vorbei Richtung Supermarkt lief. Gedanklich epische Musik beim Überqueren einer Straße zu unterlegen, auf der weit und breit nichts gefährlicheres als ein kleines Mädchen auf einem pinkem Tretroller in Sicht ist, will eben gelernt sein! Und wenn man noch dazu vor sich hin schnieft, weil gerade eben jene Frühjahrs-Saison beginnt, in der die Pollen einem zu schaffen machen, ist das sogar schon der Experten-Verblendungsmodus. Das Schniefen bringt mich aber schon zum Grund für meine äh nahezu gefährliche Reise ans andere Ende von … äääh also … halt so zehn Minuten zu Fuß von mir zuhause entfernt. Ich lass es ja schon bleiben, alles umdichten zu wollen. :D

Warum teile ich meine Einkaufsliste mit euch? Man weiß es nicht …

Ich brauchte auf jeden Fall Küchenrolle. Ja, Küchenrolle. Schon mal was unepischeres gehört? Nein? Kommt gleich. Die Küchenrolle nutze ich hier nämlich als Taschentuchersatz, weil man hier in Japan irgendwie keine Taschentücher verwendet, weil das bääääh ist. Und die Taschentücher, die man kaufen kann, sind gefühlt 0,5-lagig und halten dementsprechend einer trötenden 0utofjoint’schen Allergienase nicht im Entferntesten stand.

Weil ich außerdem Hunger hatte, mein Tee alle war und ich neuen „Brotaufstrichersatz“ brauchte und man das alles nicht in jedem Laden hier findet, kamen halt noch versehentlich-vegane Kekse (anders vegan kriegt man hier kaum), Reistee und Tomatenmark auf die Einkaufsliste. Und weil ich durch einen 100-Yen-Shop gegangen bin, landeten auch noch Onigiri-Behälterchen (bzw. Omusubi) in meinem Einkaufskorb, weil ich in letzter Zeit immer Reisbällchen mit zur Arbeit nehme. Zu sehen alles auf dem qualitativ hochwertigsten Foto, das in den letzten Jahren von jemandem in meiner Tokioter Vorstadts-WG-Küche vor der Zubereitung eines Genmaicha (gerösteten Reistees) aufgenommen und mit den schlechtestmöglichen Filtern der Foto-App eines Handys verschlimmbessert wurde.

Während ich so durch die Gegend gelatscht bin, ist mir jedenfalls ein bisschen was aufgefallen. Erstens: Ich bin immer noch fasziniert von der japanischen, sehr oft zufällig zusammengewürfelt aussehenden Architektur. Zweitens: Ich bin immer noch fasziniert, wie krass nah an der japanischen Realität manche Animeserien doch sind, wenn ich mich hier so umschaue. Drittens: In nicht einmal zwei Monaten bin ich wieder in Deutschland. (mehr …)

Takamatsu, Japan

Hallo Vergangenheits-Ich – Eine Quasi-Roast-Yourself-Challenge

Habt ihr das manchmal, dass ihr euch an Dinge erinnert, die ihr irgendwann mal gemacht habt und euch fragt, wie zum Teufel ihr damals auf so eine strunzdumme Idee (schönes Wort btw) gekommen seid? Also ich hab das nich. Ich liege nur manchmal abends im Bett und erinnere mich spontan daran, wie peinlich ich mich in bestimmten Situationen verhalten habe, versenke mein Gesicht trotz nicht-vorhandener Zuschauer und mangelnder Beleuchtung in den Händen und frage mich: „Warum sind eigentlich Leute mit dir befreundet?“

Aber abgesehen von diesen leichten Selbstzweifeln und der entnervenden Beschäftigung mit längst vergangenen Geschehnissen, an denen man eh nichts mehr ändern kann, gehe ich relativ selten davon aus, dass ich aufhören sollte, mit dem Rest der Welt zu kommunizieren. Heute bin ich geradezu überschwänglich, ich weiß! Meistens überdenke ich Dinge dann, wenn ich einen Anlass dazu habe, also zum Beispiel neue Informationen bekomme oder zufällig an ein Thema erinnert werde, mit dem ich mich schon einmal beschäftigt habe, und feststelle, dass meine jetzige Meinung vielleicht gar nicht mehr meiner damaligen entspricht. (Darüber, dass sich Menschen ändern können, habe ich sogar schon mal einen Artikel geschrieben! :D)

Dumm ist das dann, wenn man über solche Themen bereits Artikel verfasst hat. Zu meinem Glück ist mein Gedächtnis so schlecht, dass ich nicht auch nur annähernd aufzählen könnte, über welche Dinge ich bereits Artikel geschrieben, geschweige denn, was ich daran so von mir gegeben habe. Jaja, ich bin schon eine gute Autorin. Das ist doch die Definition von „gut“, wenn man die eigenen Texte nochmal lesen und darüber lachen kann, als hätte man die eigenen Witze noch nie gehört. Oder? (mehr …)

Eine dramatische Liebesgeschichte

Ich weiß, es ist so ziemlich der größte Luxus, sagen zu können, dass  man sich langweilt. Aber mir is trotzdem langweilig! Da sitzt die olle 0utofjoint in Tokio und anstatt tonnenweise Videos und spannende Artikel rauszuhauen, zu feiern und sich eine der gehyptesten Städte schlechthin anzuschauen, meckert sie nur rum, weil sie kein Geld hat, um eben diese Stadt genauer anzuschauen. Was soll man dazu noch sagen? Anscheinend eine ganze Menge, zumindest wenn es nach mir geht. Denn in letzter Zeit nerve äääh versorge ich so ziemlich alle meiner Freunde, wenn nicht mit Skypeanrufen, so doch mit mindestens zehnminütigen Sprachnachrichten, die dann anscheinend wahlweise zum Einschlafen, Aufwachen oder als Hörbuch-Ersatz beim Auto- oder Bahnfahren gehört werden. Vielleicht sollte ich anfangen zu podcasten oder so. Das Problem ist nur, dass ich denen ja auch nichts besonderes erzähle, sondern einfach nur so vor mich hin schwafele, wie ich das hier des öfteren schriftlich tue. Und dann kam mir der Gedanke, dass ich das ja auch noch einmal schriftlich tun könnte, vielleicht würde ich mich dann zumindest produktiver fühlen als zuvor.

Was habe ich in der letzten Woche gemacht? Ich war ein Mal arbeiten (yaaaay!), weil ich dort nicht mehr Schichten bekomme und bin einen nervenaufreibenden Tag lang durch Tokio gerannt. Nachdem ich eines Morgens verwirrt aufgewacht bin, weil mein Wecker nicht geklingelt hat, erlitt ich erst einmal den Schock meines Lebens (okay, des Monats). Denn mein Handy war über Nacht scheinbar verstorben und ließ sich nicht mehr anschalten oder aufladen. Ohne Handy, Geld und Rückflugticket in Tokio? Ich sah mich schon zum Flughafen trampen und dort Leute anbetteln, dass sie mich in ihrem Koffer mit an Bord schmuggeln … (mehr …)

Selbsterkenntnisse in Japan

Warum bin ich nochmal gleich nach Japan gereist? Genau, um Japanisch zu lernen, das Land zu sehen und herauszufinden, was ich so mit meinem Leben anfangen möchte. Oder so ähnlich. Was davon setze ich im Moment um? Äääh … Japanisch zu lernen hat Spaß gemacht, ich konnte mir aber nur insgesamt sieben Wochen Sprachschule leisten, weswegen ich seit Dezember eigentlich null Japanisch gelernt und vermutlich alles bis dahin Gelernte auch wieder vergessen habe. Der Punkt fällt also schon mal weg. (Wer übrigens vom Artikelbild verwirrt sein sollte, der muss sich noch ein wenig gedulden, sorry. ^^)

Sollte ich nich schon DIE Erkenntnis gehabt haben?

Das Land habe ich zwar streckenweise gesehen und für cool befunden, aber aus dem gleichen Grund wie der Sprachkurs fällt momentan auch eine größere Erkundung Tokios und der Umgebung weg: Geldmangel. Cool, also hätten wir das schon mal abgehakt als sinnergebende Punkte meiner Reise. Dann wäre da noch diese ominöse Selbstfindung, die angeblich alle möglichen Menschen mit Auslandsaufenthalten immer betreiben. Eine neue Umgebung und neue Menschen um einen herum regen einen ja schließlich immer zum Nachdenken an und somit findet man in der Theorie einfacher heraus, was man letztendlich von diesem Leben haben und darin erreichen möchte. In der Theorie. ^^

In der Praxis hatte ich leider bisher keine Erleuchtung, die mir spontan den Weg geebnet hätte, um nun meinen Lebenstraum zu verwirklichen und Töpferkurse in der Toskana zu geben (oder Yogakurse was man sonst so an klischeehaften Dingen machen könnte) und muss euch auch bei den Punkten Bekanntschaften enttäuschen. Weder habe ich bisher meinen Traumpartner hier gefunden noch irgendwelche Bekanntschaften gemacht, die mir den beruflichen Wiedereinstieg in der Heimat vereinfachen würden. Ganz im Gegenteil lebe ich momentan so wie vor einigen Jahren wieder vom Geld meiner Eltern und fühle mich dem Versagersein ein Stück näher, da ich bisher keinerlei großartigen Job hier gefunden habe, mit dem sich Miete und Essen einfach so bezahlen lassen.

Andererseits habe ich dann doch ein paar Erkenntnisse gehabt, während meines Jobbens in Tokio. Bis vor ein paar Tagen hatte ich nämlich gleich zwei Teilzeitjobs hier, die sehr unterschiedlich waren, mir aber auf ihre Art ein paar Erkenntnisse über mich selbst geliefert haben. Fangen wir mit dem Job an, den ich verabscheut habe: Airbnb-Apartments sauber machen. (mehr …)

Lookism – A manga got me thinking

I just read a Manhwa (a Korean Webcomic) called „Lookism“ and somehow I feel the need to talk about it. Why in English? Because I can. :D For further info in German scroll a looong way down. :>

Da heck is a „lookism“?

Before we delve deep into the manga itself, let’s shortly define what the concept of „lookism“ is. According to the world’s main source of information, Wikipedia, this word stands for „a concept used to describe a setting where there exists discriminatory treatment toward physically unattractive people; […] While not classified in the same way as racial, cultural sexual discrimination, „lookism“ is widespread and affects how people are perceived as well as affecting their opportunities in terms of relationships, job opportunities, etc.“ That being said, the manga focuses exactly on all those things.

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Glamourös leben in Japan 101

Ich wollte mich ja mal wieder melden, nich wahr? Nachdem ich jetzt den ganzen Nachmittag alte Artikel im WordPress-Universum durchgelesen und versucht habe, auf den neuesten Stand zu kommen, isses nun aber auch wirklich mal an der Zeit, dass ich auch noch mal was schreibe. Kann ja nicht angehen, dass ich nachher noch vergesse, wie dieses Tippen auf der Tastatur funktioniert. Das hier wird demnach der erste Artikel in meiner neuen Wohnung in Tokio und quasi eine Anleitung, wie auch ihr so ein unglaublich spektakuluxuriösisches Leben hier führen könnt! (mehr …)

osaka

Menschen sind schon eine Sache für sich

Reise und du lernst die Welt kennen. So oder so ähnlich lautet bestimmt einer dieser pseudoweisen Sprüche, die zwar an sich wahr sind, aber gleichzeitig auch so offensichtlich, dass man sie kaum noch als weise bezeichnen kann. Wie dem auch sei, beim Reisen lernt man nicht nur andere Länder und andere Gebräuche kennen, sondern auch sich selbst und vor allem andere Menschen. Ich weiß zum Beispiel jetzt, dass ich ungerne auf Dauer mit anderen in einem Zimmer lebe, da das Zusammenleben doch anstrengender ist, als man sich das gemeinhin vielleicht denken würde.

Nicht nur, dass es schwierig wird, wenn die Mitbewohner einen anderen Schlafrhythmus haben, als man selbst und vielleicht das Licht bis zwei Uhr nachts anlassen, wenn man eigentlich schon längst schlafen wollte (Schlafmasken sind da hilfreich). Nein, auch die Sauberkeit und Ordnung wird in einem Share House schnell zum Problem. Das Zusammenleben mit anderen Menschen ist nämlich im Prinzip nichts anderes als Politik. Selbst wenn die Partei, die vor einem an der Macht war und im Zimmer gewohnt hat, nie geputzt hat und deswegen das Bad in einem unannehmbaren Zustand hinterlassen hat, so muss man sich entweder damit abfinden, sehr viel Arbeit zu investieren,um den Zustand zu verbessern (aka ekelhaftere Dinge zu putzen als man je erwartet hätte), oder sich darauf berufen, dass vor einem ja auch niemand geputzt hat und man halt weiterhin mit dem dreckigen Bad leben muss. Denn die eigene Amtszeit ist ja schließlich auch nur begrenzt.

Generell schaffen es die besseren Redner vielleicht die Aufgaben sogar zu verteilen und nicht alleine zu putzen. Aber genug der Putzmetaphern. Die Herrschaft über die Klimaanlagensteuerung könnte ebenfalls ein ganzes Kapitel im Buch „Diplomatie für Share House Bewohner“ füllen. Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte, ist, dass man unterwegs die interessantesten und seltsamsten Menschen kennenlernt. (mehr …)

Hi 2017, hier spricht Tokio :)

Na? Lebt ihr noch? Ja? Schön. ^^ Ich? Hmhm, glaube schon. Was ich so mache? Och, dies und das. Warum ich seit Ewigkeiten keinen Blogartikel mehr veröffentlicht habe? Hm. Ihr legt auch direkt mit den schweren Fragen los, was?

Okay, ich fasse das mal zusammen: Ich befinde mich im Moment in Tokio und mein Problem ist ein eklatanter Mangel an Energie. Tokiiioooo? Werdet ihr jetzt eventuell fragen und ein „Voll cool/awesome/mega/positives Wort eurer Wahl und Generation einfügen“ dranhängen. Und ich werde mir nur denken „Joa. Geht so, ne?“ und das Gefühl haben gerade sehr hochnäsig rüberzukommen. :D Ich meine, es ist Tokio, Japan, weit weg, sagenumwoben und fancy. Aber es ist eben auch beengt, voller Menschen und teuer.

Was mache ich gerade? Nun, ich sitze in einem Share House, wo ich kostenlos gegen ca. 16h Arbeit pro Woche wohnen darf. Eigentlich gar kein schlechter Deal, wenn ich nicht in einem Viererzimmer schlafen und mir das Bad mit insgesamt 11 anderen Leuten teilen müsste, von denen insgesamt 12 überhaupt keine Lust haben es zu putzen. Ja, da zähle ich mich mit. Denn nach den ersten zwei Tagen hier hatte ich mich überwunden, den Höllenpfuhl, den man hier als Badezimmer betiteln darf zumindest grundzureinigen. Mit der Folge, dass Schimmel und Dreck für etwa zwei Tage einen taktischen Rückzug angetreten haben, nun aber schon längst wieder das Gebiet eingenommen haben, auf dem ich gerne meine körperhygienischen Vorhaben durchführen würde, ohne Angst zu haben, die Oberflächen könnten mich angreifen. Bilder erspare ich euch einfach mal. ^^  (mehr …)

Keine Ahnung, kein Plan, keine Verständigung – 0utofjoint in Japan

Hallo, ich bin in Japan! :D Ich bin seit Samstagabend hier, habe mich aber bisher noch nicht gemeldet, da das die anstrengendste Reise meines Lebens war. Alter … Ich sitze gerade bei meinem ersten Sojamilchkaffee in Japan und nutze das kostenlose WiFi in Fukuoka. Das ist die Stadt in Südjapan (Kyushu), in der ich in ein paar Stunden meinen Sprachkurs beginnen werde. 

Aber der Reihe nach. Wie war meine Anreise? Ahahahahahah …. O_O Entschuldigung, aber es war wirklich wirklich aufzehrend. Gestartet bin ich mit Halsschmerzen (Erkältungen haben ein noch besseres Timing als zufällige Ticketkontrollen) am Donnerstagabend. Erst mit dem Zug nach Frankfurt, wo ich dann bei einer lieben Freundin übernachten und meine Erkältung mit mindestens 12h Schlaf halbwegs auskurieren konnte. Freitag nachmittags wankte ich dann mit meinem ganzen Gepäck zum Flughafen und es ging los. Also nach ein paar Stunden. Der Flug hatte nämlich eine Stunde Verspätung. Da ist mir auch zum ersten Mal etwas passiert, was fast dafür gesorgt hat, dass ich meinen Hals hätte komplett vergessen können. Ich hatte zu wenig Wasser dabei. Ich! Zu wenig Wasser! Ich trinke meistens 4l pro Tag und aus Matschigkeit durch die Erkältung habe ich schlichtweg vergessen mir Wasser zu kahfen, bevor ich in den Flieger gestiegen bin. Gottseidank hatte ich die bereits erwähne Silikonwabbelflasche, weshalb ich wenigstens 0,75l Leitungswasser dabei hatte. Danke an die edle Spenderin der Rettungsflasche! ;_; 

Mit genügend Betteln habe ich dann insgesamt vielleicht 1-1,5l im Flieger geschafft, dachte aber dennoch beim Zwischenstopp ich müsste direkt einen Laden überfallen, wenn ich nicht schnellstens Wasser bekommen sollte. Glücklicherweise gab es am International Airport in Seoul gratis Wasserspender, an denen ich dann auch meine Flasche wieder auffüllen konnte. Und einen Starbucks mit Sojamilch. Die fünf Stunden Aufenthalt habe ich damit verbracht, einen Kaffee und einen Smoothie von dort in einem ruhigeren „Lounge-Bereich“ zu trinken und vollkommen beeindruckt von Asiaten zu sein. Ich weiß, rassistisch, aber das Klischee von asiatischen Wunderkindern hat sich leider während des Aufenthalts 5 m neben mir an ein herumstehendes Piano gesetzt und einfach mal göttlich gut gespielt. Ich saß staunend daneben und habe mich mal wieder gefragt, ob ich in meinem Leben eigentlich irgendwann mal irgendeine so beeindruckende Fähigkeit gelernt habe. Immer diese einschüchternden Asiaten! ^^ Die Mutter stand übrigens daneben und hat ihren Sohn stolz gefilmt. Nach diesem spontanen Konzert bin ich dann eigentlich bis zum wieder verspäteten Flug ziellos herumgerannt und habe den ziemlich coolen Flughafen bewundert, an dem es sogar ein koreanisches Kulturzentrum gibt, bei dem man kostenlos traditionellen Schmuck basteln kann. 

Siehe hiiiieer. ^~^ 

Und noch mehr Flüge

Weiter ins nächste Flugzeug für die anderthalb bis zwei Stunden nach Fukuoka. Zu diesem Zeitpunkt war ich übrigens schon seit gut 18h unterwegs und hatte im Flieger vermutlich nur 2h Schlaf. Aber gut. Dieses Mal mit genügend Wasser im Gepäck ging es ereignislos nach Japan. Bei meiner Ankunft stellte ich fest, dass es kaum eine halbe Stunde dauert mit allen anderen Ausländern zusammen die Passkontrolle hinter sich zu bringen und dass besagte Ausländer keineswegs ein Problem damit haben, japanische Angestellte zu ignorieren, wenn diese „NO CAMERA!“ rufen, aber ein K-Pop-Star nebendran steht und einreist. XD Da ich mir denken konnte, dass es sich vermutlich um einen koreanischen Popstar handelte, habe ich einfach mal die Koreanerin mit der Spiegelreflex neben mir gefragt, wer das sei, den sie so wild fotografiere. Sehr verständnislos ob meiner Unwissenheit lautete die Antwort schlicht: „Exo“ – nur falls ihr euch für K-Pop interessiert und mich nun anschreien möchtet, warum ich die jungen Herren nicht von hinten fotografiert habe, von denen ich nur die gefärbten Haare und im Zweifelsfalle noch die Gesichtsmaske erkennen konnte. Hach, Star sein is doch irgendwie überall gleich scheiße … xDNach der Einreise folgte das Warten auf Godot, bzw. den Bus, um damit zum andern Terminal und zur U-Bahn zu kommen. Japaner stehen gerne in Schlangen. Ich nich so. Vor allem dann nicht, wenn die Schlange etwa 50m lang und ich schwer bepackt bin. Ich habe erwähnt, dass mein Rucksack 19kg wiegt und ich noch einen vollen Laptoprucksack und eine Tasche mit meiner Spiegelreflex dabei habe? Nee? Dann stellt euch nun meine Freude angesichts langer Wartezeiten, zehnminütiger Fahrten in überfüllten Bussen, in denen ich nur die Handtasche abstellen konnte und den darauffolgenden Transfer vor. Erwähnte ich, dass ich danach zur U-Bahn und dann noch einmal umsteigen musste? Nein? Auch nicht, dass ich 10-15min Fußweg von der einen zur anderen Bahn schaffen musste und zwischendrin kurz dachte, dass ich einfach mitsamt meines Gepäcks umkippe? Dann wisst ihr’s nun. :D Ich muss definitiv Zeug loswerden, bevor ich weiterreise. Das geht so auf gar keinen Fall! 

Als ich gegen 22h in der Unterkunft ankam (etwa 3h nach meiner Landung o.o), war ich jedenfalls so fertig wie selten in meinem Leben. 

Soo viele freundliche Menschen :o

Bisher waren alle sehr nett und ich habe mich schon mir den unterschiedlichsten Leuten unterhalten. Einige Otakus waren übrigens dabei. Und ich wurde schon gefragt, ob ich nicht mit ins Maid-Café kommen möchte. :D 

Das ist übrigens das Manga-Regal in der Küche meines Dorms. ^^

Auch in der Unterkunft sind alle sehr nett und ich habe heute erst von einem Chinesen und seiner Freundin als ich anfangen wollte zu kochen ihren zuviel zubereiteten Reis angeboten bekommen (Klischee, I know^^) und danach hat er spontan mein Essen für mich gekocht. Das hatte ich auch noch nicht, einen persönlichen Koch. xD Danach gab es ein multikulturelles Sprachwirrwar, während die beiden aus China versucht haben mit mir, die ich kein Japanisch spreche und einem Koreaner, der kein Englisch spricht, ein Gespräch zu führen. Eine Herausforderung, sag ich euch! :D

Sprechen Japaner wirklich kein Englisch?

A propos Sprache. Komme ich mit meinem nichtvorhandenen Englisch zurecht? Das hängt ganz davon ab. Die meisten verstehen einen besser, wenn man gestikuliert, als wenn man nur Englisch redet. :D Dafür hat eine Verkäuferin mich im Supermarkt auch von sich aus in perfektem Englisch angesprochen, nachdem ich gefühlte 10min lang versucht habe eine Inhaltsstoffliste mithilfe von Google Translate zu übersetzen. Mit ihrer Hilfe ging das wesentlich schneller. Aber vor allem an Kassen bin ich regelmäßig verwirrt, weil die Kassierer einfach durchgehend reden und ich keine Ahnung habe, was davon zu den Höflichkeitsfloskeln zählt und was wirklich Dinge sind, auf die man reagieren sollte. Auch bei Yodobashi Camera zum Beispiel, einem riesigen Elektronikladen war mein semivorhandenes Anfängerjapanisch bei einem Verkäufer sehr notwendig:  „Etooo…eigo desu ka? Iie? Oh … Anoo … adapteru for passokon? Powaa adapta, hai! Aah, beesement desu ka? Arigatooou!“ Ich hoffe niemand unter den fließend Japanisch sprechenden ist gerade verstorben … xD Ein anderer Verkäufer hat uns wiederum von sich aus angesprochen und uns erklärt, welche SIM-Karte man für drei Monate in Japan nutzen kann. Es variiert also stark. :) 

Ich werde mich nun – da es hier ja nur 28 Grad bei 1200% Luftfeuchtigkeit sind – zum ersten Mal mit einer japanischen Waschmaschine auseinandersetzen. Wünscht mir Glück! ^^‘ Ähem. Kurzer Nachtrag: Ich hoffe mittlerweile einfach nur noch meine Wäsche überlebt … ;_;

Ich bin leider immer noch nicht zum Filmen oder Fotografieren gekommen, weil ich den ganzen Tag nur auf der Suche nach Essen durch Bahnhöfe oder Supermärkte renne und mich dabei in ungefähr 2 von 3 Fällen verlaufe und andere Menschen nach der Übersetzung potenziellen Essens frage. Das meistens aus Onigiri, also Reisbällchen, besteht und dementsprechend nahrhaft ist. Also kalorientechnisch vermutlich schon, aber nährstofftechnisch vermutlich nicht. O.O

Ich hoffe ihr habt einen flauschigen und missverständnisfreien Tag, Abend oder was auch immer gerade bei euch ist. :D Ich gehe mich dann jetzt mal weiter um meinen Wäsche kümmern und dann ins Bett. 

おやすみなさい!Gute Nacht ^~^ 

eure überforderte 0utofjoint =)

Ich lebe noch :o

Hallooo :)

Dieser Blog ist in letzter Zeit sehr untergegangen, auch wenn ich eigentlich öfters Mal ein Thema im Kopf gehabt hätte. Donnerstag war endlich mein letzter Arbeitstag, aber die letzten zwei Arbeitswochen waren noch einmal doppelt so stressig, wie alles zuvor. Kombiniert mit der Tatsache, dass ich seit Sonntag auf einer Gymnastikmatte plus Decke und dünner Bettdecke geschlafen habe (siehe Beitragsbild^^), weil ich mein Bett verkauft habe und dass ich morgens etwa 10min lang random Klamottenkombinationen aus drei verschiedenen Koffern und Stapeln suchen musste, weil auch alle meine Kleidungsaufbewahrungsmöbel weg sind, war ich abends einfach nur noch: „LasstmichalleinRuuuuuuuhe.“

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