Was ist eigentlich dieses „K-Pop“?

Yo, was geht? Ich sitze hier grade mit Tiefkühlgemüse und Instantreis (weil ich es kann) und mir ist aufgefallen, dass ich seit gefühlten Milliarden Jahren mal wieder nichts geschrieben habe.

Es ist aber keineswegs so, dass ich momentan einfach gar nichts tue. Vielmehr ist meine Priorität momentan immer noch die, neben der Jobsuche vor allem meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Das bedeutet ich lerne jeden Tag viel und es macht mir Spaß, laaaaaangsam aber sicher ein wenig besser Japanisch verstehen zu können. Dadurch wird aber mein Tagesablauf von außen betrachtet halt bloß kaum spannender, sondern eher langweiliger. :D

Ich führe zwar jetzt ein sogenanntes Lerntagebuch, aber das ist für den Rest der Welt nun wirklich nicht interessant. Darin plane und dokumentiere ich, was ich jeden Tag lernen möchte (also dieses Grammatikgedöns, jene Vokabelliste, die Lektion in Lehrbuch „Denken für Deppen“ etc.) und was davon ich letzten Endes auch geschafft habe. Eine der ersten Reaktionen auf meine Aussage, dass ich nun so einen Lernplaner habe war übrigens: „Darauf können auch nur diese verrückten Asiaten kommen!“ Was einerseits wieder einmal zeigt, wie wichtig interkulturelle Kompetenz ist und andererseits die Wahrnehmung eurer zwischen Lehrbuch- und Notizbergen hockenden Bloggerin durch andere Lebewesen veranschaulicht … „Das is‘ die, die diese verrückten Asiaten so mag!“ Ooookay.

Mein Geständnis … *Dramatikregler hochkurbel*

In diesem Sinne: Ich muss euch allen etwas gestehen. Ich lerne nicht nur mehr oder minder erfolgreich Japanisch und nerve meine Mitmenschen mit Anime- und Mangagefasel, nein, es ist noch eine zweite Leidenschaft dazugekommen! Nach dem Anime- und Mangafieber hat mich nämlich vor einer Weile noch ein anderes asiatisches Virus befallen, das im Moment scheinbar sehr verbreitet zu sein scheint. Ich spreche von *döm-döm-DÖÖÖÖÖÖMMMMM* … K-Pop, also koreanische Popmusik. Das überrascht euch jetzt vermutlich nur, wenn ihr den fetten Spoiler-Titel komplett übersehen habt. Aber gönnt mir meine Dramatik! :D

Jupp, ich habe angefangen Koreanisch zu lernen. Bevor ihr mich nun alle für bescheuert erklärt oder für meinen Musikgeschmack steinigt, möchte ich betonen, dass ich deswegen andere Musikrichtungen nicht automatisch nicht mehr gut finde. Und dass ich mir bewusst bin, mich dadurch virtuell inmitten von vielen weiblichen und gerne auch hysterischen Teenagern zu befinden. Ich könnte euch auf Anhieb gleich mehrere Dinge nennen, die ich an der koreanischen Musikindustrie gar nicht mal so toll finde.

Trotzdem kann ich mich für einige der Boygroups bzw. für deren Musik begeistern. Die wenigsten Sänger sind in Südkorea übrigens solo unterwegs, den größten Marktanteil machen unzählbar viele Boy- und Girlgroups aus. Das mag bei der ein oder anderen Person verstaubte Erinnerungen an Backstreet Boys oder N’Sync wecken. (Schreibt man die so?? Ich hab mich bisher nie für Boybands interessiert, sorry. Ich hole das jetzt scheinbar nach … :D) Oder an die wesentlich jüngere Gruppe One Direction. Und diese Assoziation ist gar nicht mal so falsch, denn hinter dem Wort K-Pop verbergen sich sehr erfolgreiche koreanische Musikgruppen, bestehend aus jungen, talentierten und hübschen Menschen, die Unmengen an Fans haben, die bei deren Konzerten ähnlich laut sind, wie das die Fans bei Boygroups aus den 90ern wohl gewesen sein müssen. Hier nun also eine nahezu wissenschaftliche Abhandlung über das Phänomen „hübsche Asiaten singen und schaffen es dabei anatomisch unmögliche Dancemoves hinzubekommen und alle rasten aus“ aka K-Pop. (mehr …)

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Ich lebe das Chaos.

Hey, ich lebe noch! Die übliche Anrede, nachdem ich es mal wieder viel zu lange nicht geschafft habe zu bloggen, ich weiß. Die letzten Wochen waren interessant – aber das ist nicht der Grund, warum ich so lange nichts geschrieben habe. Ich hatte einfach andere Prioritäten. Das habe ich nämlich vor Kurzem realisiert. Früher war dieser Blog hier mein Ding und das ist er auch heute noch, aber ich habe einfach viel zu häufig andere Dinge zu tun, die ich als wichtiger erachte. Aber fangen wir von vorne an! Was habe ich denn in den letzten Wochen gemacht?

Nun, da ich ja momentan arbeitssuchend bin, habe ich meine zuständige Arbeitsamtsmitarbeiterin in Kaffenshausen darum gebeten, mich doch bitte eine Fortbildung machen zu lassen, die ich vor etwa anderthalb Monaten angefangen habe. Nun kann ich nach dem ersten Kurs noch mehr Photoshop und werde bald vermutlich meine geistige Zurechnungsfähigkeit anzweifeln, da ich mich freiwillig für einen PHP-Kurs entschieden habe … Aber ich wollte ja schon immer mal mit Programmierkenntnissen angeben können und je mehr man weiß, desto besser kann man sich auf dem Arbeitsmarkt doch pros..verkauf…bewerben. Ja, oder? Nun ja, jedenfalls habe ich durch diese Kurse etwas zu tun und mein Hirn rostet nicht ein und ich kann mir etwas in den Lebenslauf schreiben. Win-win-win und so.

In den ersten beiden Wochen des Kurses musste ich allerdings noch von meinen Eltern aus pendeln und da diese wie erwähnt in Kaffenshausen-Hinterfluren wohnen, betrug die tägliche Pendelzeit etwa anderthalb Stunden. Pro Strecke. Wartezeiten, da der Zug nur einmal pro Stunde fährt, nicht mit eingerechnet. Abfahrt war um 6.30h morgens. Für mich als Nachtmensch also ideal und kaum erschöpfend – aber ich habe während der Zugfahrten fleißig Japanischlektionen durchgeackert und bin dadurch gefühlt dem Verständnis schon etwas näher gekommen. Zwar sind es immer noch Minischritte und ich kann bei Weitem keiner richtigen Konversation folgen, aber flauschig ernährt sich das Eichhörnchen … nee, der ging anders, der Spruch. Ähm. Kleintiere bauen auch Mist? Ihr äh ihr wisst schon was ich meine. :D (mehr …)

日本語もいいですか? Kann ich Japanisch?

Eine der häufigsten Fragen, wenn ich erzähle, dass ich in Japan war, ist sicherlich diese. „Oh, sprichst du denn Japanisch?“ So gern ich auch mit einem „もちろん!“ also „Selbstverständlich!“ antworten würde, so weit bin ich davon entfernt mich als sprechfähig anzusehen. Dafür habe ich in den letzten Jahren sehr viele verschiedene Methoden ausprobiert, um Japanisch zu lernen und bin momentan in einer recht motivierten Phase, in der ich das einfach mal mit euch teilen möchte.

Für den Fall, dass ihr euch noch nie mit Japanisch auseinandergesetzt habt und mit den Begriffen Hiragana ひらがな, Katakana カタカナ und Kanji 漢字 nichts anfangen könnt hier eine ultraknappe Erklärung. Wie ihr anhand der Nupsis neben den Worten seht, sind die ersten beiden japanische Silbenalphabete, die eher nach Buchstaben aussehen und das dritte sind die komplizierten gemalten Zeichen, die mal aus China importiert wurden. Als Romaji bezeichnet man es, wenn die Aussprache der japanischen Kanji-Bildchen statt mit den japanischen Hiragana-Schriftzeichen mit römischen Buchstaben grob wiedergegeben wird (also mit denen, die ich hier gerade tippe). Ich gehe deswegen darauf ein, weil es nicht empfehlenswert ist dieses System langfristig zu nutzen.

Warum? Nun, erstens weil man Hiragana und Katakana sowieso braucht, wenn man japanische Texte lesen möchte. Und zweitens, weil sich mit den römischen Buchstaben nicht alle Laute des Japanischen wiedergeben lassen. Zum Beispiel sind gerade die R-Laute für Ausländer oft eine Herausforderung, weil es eben kein simples deutsches „Rrrr“ ist. Diese einfach als „ra, ri, ru, re, ro“ wiederzugeben ist schlicht falsch und führt zu einer arg schrägen Aussprache. Auch andere Sprachen haben bekanntlich ihre eigenen Laute. Nicht umsonst nutzen Englischbücher in Deutschland normalerweise ein phonetisches Alphabet, um die Aussprache der Vokabeln zu erklären. So kann man „This is an elephant“ statt schlechtdeutsch als „Ssis is ön älefennt“ (oder so) lieber mit allen benötigten Lauten phonetisch darstellen, also als „ðɪs ɪz ən ˈɛlɪfənt“ – auch wenn es auf den ersten Blick komisch aussehen mag. Das aber nur als Grundlagenwissen. Kommen wir nun zum eigentlichen Lernen. ^^

Der Klassiker: Ein Sprachkurs an der VHS oder Sprachschule

Der Startpunkt, um mit Japanisch zu beginnen ist sicherlich bei vielen ein Japanischkurs. So einen habe ich auch gemacht, um ehrlich zu sein sogar zwei. An der VHS in Bielefeld gab es einen Crashkurs, bei dem man fast täglich erschien und einen normalen Kurs mit nur einem Termin pro Woche. Auch wenn einmal wöchentlich gerade für Leute mit einem Vollzeitjob wesentlich sinnvoller erscheint, so hat mir der Crashkurs damals doch mehr gebracht. Denn macht man die ganze Woche jeden Tag etwas, kommt man viel weiter als wenn man bis zum nächsten Termin bereits die Hälfte des Gelernten wieder vergessen hat. Logisch, oder?

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Pinguine, Oktopusse und Wettbewerbe – Cosplay auf der DoKomi 2017

Ich habe es endlich geschafft meine Fotos von der Messe weiter zu sortieren und hier ist nun das Ergebnis. Alle Cosplays, deren Fotos einigermaßen annehmbar waren. Auf dem Titelbild seht ihr übrigens wie das richtige Fotografen wohl machen sollten, jaha. Die Modelle positionieren und erklären, was gemacht werden muss, damit alles besser aussieht. Da ich panisches Wesen mit ständigem „Wie funktioniert nochmal dieses Kameradings hier?!“-Blackout das aber absolut nicht hinbekomme, wenn ich Menschen ansprechen muss, bitte ich euch schon mal um Verzeihung für die ganzen Vignetten und Filter. Aber auch wenn der Hintergrund auf den Fotos dank Tiefenschärfe einigermaßen unscharf war, war er aufgrund von alles-wuselt-durcheinander meistens ultra unruhig und mit Vignettinierung lenken zumindest am Rand des Fotos nich mehr ganz so viele Leute ab, die gerade durchs Bild schlurfen. Ich hoffe also keiner von euch bekommt einen Instagram-Koller! ^^“

Gaming und Gedöns

Zuerst kommen mal ein bisschen random bzw. Gaming-Sachen. Ich habe an dem Tag gefühlte 20 „D.Va“s aus Overwatch gesehen. (Für den Fall, dass der Hype wirklich an euch vorbeigegangen sein sollte und der Name nicht offensichtlich aussprechbar aussieht: Man spricht die Dame „Diva“ aus.) Aber diese hier war eine der wenigen, die nicht einfach nur einen Morphsuit an hatte, sondern auch die Details daran hervorgehoben und eine Waffe dabei hatte. Letzteres ist für eine D.Va ohne Rüstung ja nun wirklich essenziell. Daaann war da noch ein sehr cooles Paar von ähm Androiden? Cyborgs? Nee, wie nennt man die beiden gothisch-düster gekleideten Charaktere aus „Nier Automata“ nochmal? Egal, detailgetreu gecosplayt waren sie!

Das Bild mit dem lustigen rothaarigen Brillenträger mit Kopfhörern hebt das, was ich in meinem ersten Artikel zur DoKomi schon erwähnt hatte, noch einmal hervor, nämlich dass sich koreanische und japanische Popkultur sehr gut verstehen. Denn „Seven“ aus dem koreanischen mobile game „Mystic Messenger“ habe ich an dem Tag unglaublich oft gesehen. Sowohl als Cosplay als auch als Zeichnung. (Woher ich den kenne? o_o‘ Ja, also ich weiß auch nich …) Die andern Fotos sind glaube ich auch selbsterklärend, oder? Bitte lest das Schild! :D

Wenn ihr auf die Bilder klickt, geht eine Extra-Galerie auf, wenn ihr mit der Maus drüberfahrt, plöppt unten eine Beschreibung auf. Da die oft zu klein ist, um mein Gebrabbel vollständig anzuzeigen, könnt ihr am PC auch per Mouseover den gesamten Text anzeigen.

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Zu viele Künstler, zu wenig Geld – die DoKomi 2017

Whoop whoop, convention time! Ich war ja 2016 schon auf der DoKomi und dieses Jahr habe ich mir die vollen zwei Tage gegeben. Also ein Wochenende nur Herumrennen zwischen Cosplayern, Merch anschauen, Onigiri essen und mich selbst davon abhalten mir alle Zeichnungen der etwa 450 Zeichner vor Ort zu kaufen. Und das war keine Übertreibung, es waren wirklich viele Zeichner dort. Was auch einer der ersten Punkte ist, bei denen ich der DoKomi ein Lob aussprechen muss.

Es gab einige Änderungen, unter anderem sind die Zeichner nicht wie im letzten Jahr in einem viel zu kleinen Raum untergebracht, sondern in einer richtigen Messehalle, wo man sich wirklich umschauen kann, ohne Angst zu haben, jemandem mit dem Rucksack den Stand zu zerstören oder nie wieder aus dem Raum zu kommen, weil eine Gruppe von Menschen mit ausladenden Cosplays den Gang verstopft. Diese Änderung finde ich schon mal sehr gut, denn sie hat das ganze Messeerlebnis wesentlich entspannter gemacht, da man drei komplette Hallen zur Verfügung hatte.

Außerdem waren die Hallen in diesem Jahr auch besser gefüllt als im letzten Jahr, wo irgendwie ein Drittel der großen Ausstellerhalle leer stand. Eine Halle war immer noch recht leer. Dort befanden sich die Workshop-Räume, Bring&Buy, der Karaoke-Raum und Sachen wie Lasertag und Sachen mit Hüpfburg-Feeling. :D Da hier aber auch Bänke standen und an einer Seite per Beamer Anime-Musik-Videos an die Wand geworfen wurden, war das eher die Entspannungs-Halle und deswegen fand ich es gar nicht weiter schlimm, dass sie nicht so vollgestopft war.

Zusätzlich zu den Itasha-Autos und den Zeichnern befand sich in der Halle daneben auch ein kleiner Gaming-Bereich und ein paar Fotoboxen mit Hintergründen wie einem japanischen Klassenraum oder einer gruseligen Burg, vor denen Cosplayer posieren konnten. Und ein Bällebad gab’s direkt neben dem Klassenzimmer! Vermutlich damit die nicht cosplayenden und nicht fotografierenden Begleiter sich beschäftigen konnten, während die Fotoshoots stattfanden oder so. Solche wichtigen Details will ich ja nicht unterschlagen.

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Wohlfühl-Feuerwerke, Tattoos, Geisterjäger und depperte Goldfische – Manga Rückblick #7

Whaaaaaat? Manga-Reviews? Hier? Nach all dieser Zeit? :D Tja, das habt ihr alles der Tatsache zu verdanken, dass ich zwei Wochen nach meiner Ankunft in Deutschland mit Manga-Entzugserscheinungen in einen Buchladen gestolpert bin und gleich vier Manga mitgenommen habe. Ich hätte auch 15 mitnehmen können, aber erstens habe ich ja immer noch kein Geld und zweitens (in diesem Moment vermutlich der entscheidendere Faktor) hatte ich nicht so viel Platz im Rucksack, weil dort noch Lebensmittel rein sollten. Fangen wir aber lieber mal an. Hier meine spoilerfreien Beurteilungen. :)

Ein angenehmer Sommerabend

Einer der Manga, die ich spontan mitgenommen habe, ist der erste Band von „Graffiti of the Moment“ von Hinoki Kino und ist in 4 Bänden abgeschlossen. Die Mangaka hat auch bereits „NO. 6“ gezeichnet, einen Shounen Ai Manga mit Sci-Fi-Setting, den ich sehr gut fand. Daher werde ich auf den Zeichenstil, den ich sehr mag, nicht weiter eingehen und nur noch einmal betonen, dass ich ihre Art Augen zu zeichnen sehr schön und gleichzeitig sehr speziell finde. Im Gegensatz zu NO. 6 stammt bei diesem Manga auch die Story von ihr. Spontan hat mich allerdings nicht der Name der Zeichnerin, sondern die Farbkombi auf dem Cover angesprochen. Ich mag einfach bunt. Mit „Graffiti of the Moment“ beweist Hinoki Kino jedenfalls mal wieder, dass es wirklich Manga über alles geben kann, denn das Thema hier ist, wie erwähntes Cover unschwer erkennen lässt: Feuerwerk. Ein Thema, das mich persönlich nicht wirklich interessiert und das vollkommen unpassend für das Medium Manga scheint, aber in Japan ebenso wie die Kirschblüten-Picknicks im Frühjahr als Teil der Sommerfeste eine traditionelle Beschäftigung ist.

Zur Story: Der Hauptcharakter Kou hat Angst vor Feuer, da seine Eltern bei einem Brand ums Leben kamen – seltsamerweise ist er aber trotzdem zutiefst fasziniert von Feuerwerk. Im ersten Band lernt er einen Experten für Feuerwerk kennen und möchte mehr dieser magischen Momente erleben und sogar selbst mitmachen. Insgesamt wirkt die Story auch hier so, als könnte der Manga entweder Shoujo mit viel Feeling oder Shounen Ai sein. Bisher sind noch alle Optionen in dieser Richtung offen – vielleicht wird Liebe aber auch komplett außen vor gelassen, weil es genug andere „Awww!“-Momente gibt. Ich muss sagen, ich war positiv überrascht davon, dass das Thema Feuerwerk durch viele fachliche Erklärungen so interessant werden konnte und das bei schwarz-weißen, sich nicht bewegenden Zeichnungen! Es geht zwar um Kous Geschichte, aber durch die Tatsache, dass er sich immer mehr mit Feuerwerk beschäftigt sind viele Szenen genaue Beschreibungen der Entfaltung von einzelnen Feuerwerkskörpern und es wird die Choreographie gelobt, mit der die Lichter im Einklang mit der Musik erscheinen – die man im Manga natürlich ebenfalls nicht hört. Aus diesem Grund könnte ich mir die Story aber sehr gut als Anime vorstellen, denn das könnte definitiv optisch und akustisch beeindruckend werden. Prädikat: Sweet und wenn ich dazu komme, kann ich mir gut vorstellen, mehr über Kou Setsuna zu lesen. :) (mehr …)

Seems legit – Anime legal streamen

Vor zwei Tagen habe ich mit dem werten Anime-Experten PeeT unter anderem über die Streamingmöglichkeiten von Anime in Deutschland und die Anime-Industrie im Allgemeinen diskutiert. Da es ja bekanntlich keine Zufälle gibt, habe ich kurz danach bei Otaku Journalist einen verlinkten Twitter-Thread gesehen, in dem jemand über die Anime-Industrie in Japan und weltweit spricht.

Vieles basiert dabei auf dem „Anime Industry Report 2016“ der „Association of Japanese Animations“. Ja, es gibt so einen Verein und ja, die hauen selbst in die englische Kurzfassung sehr viele Daten rein. (Neugierig? Hier findet ihr die AJA-Seite mit den Reports.) Leider heißt der Report zwar „2016“, enthält aber nur die Daten für 2015. Weil ja große Behörden immer mindestens 3 Monate für die Auswertung ihrer ganzen Daten brauchen. Warum es noch keinen Report für 2017 gibt, obwohl wir schon fast Juni haben, das dürft ihr mich allerdings auch nicht fragen. Ich hoffe es liegt daran, dass die Daten dieses Jahr so toll sind, dass die Verantwortlichen zuviel Party gemacht und vergessen haben, den Report rechtzeitig einzureichen. Und nicht daran, dass die Zahlen so abgesackt sind, dass sich jeder Sorgen um die Zukunft der Industrie macht …

Streaming wird immer wichtiger und es gibt immer mehr legale Angebote!

Noch ein kleiner Exkurs, bevor wir zum eigentlichen Thema des Artikels kommen. Außerhalb Japans stiegen die Einnahmen im Zusammenhang mit Anime letztes Jahr von 19,5 auf fast 35 Milliarden Yen (etwa 281,5 Millionen €) an. Das ist immer noch nicht die größte Industrie der Welt, aber der höchste Wert für die Einnahmen seit … ever! Auch die Zahl der Verträge/Lizenzen im Ausland stieg im Vergleich zu den Vorjahren an. Gleichzeitig sind die Produktionsfirmen am Limit, was die Anzahl der produzierten Anime angeht. Über die Studie könnte man noch ewig weiterreden, aber einer wichtigsten Punkte des Reports ist jedenfalls, dass die Umsätze aus Online-Diensten ebenfalls steigen. Das heißt, es gibt mehr und mehr Online-Angebote, bei denen man legal Anime schauen und mit denen man die kreativen Menschen dahinter auch unterstützen kann. Und wir haben uns doch sicher alle schon mal gefragt, wie das eigentlich mit der Legalität bei Anime-Streams ist, oder?

Kurz gesagt ist eigentlich so gut wie alles illegal, bei dem Videos von Leuten hochgeladen und angeschaut werden, für die der Uploader keine Lizenzrechte erworben hat. Das heißt auch sehr beliebte Seiten wie proxer.me sind offiziell nicht legal und auch die Zuschauer dieser Portale können theoretisch fürs Anschauen der illegal hochgeladenen Streams zu Geldstrafen verurteilt werden. Dem europäischen Gerichtshof ist die Argumentation, warum man keine Jahrzehnte auf eine Lizensierung in Deutschland warten möchte oder dass der Anime nur als Fansub existiert oder gar die Tatsache, dass einem die Import-DVDs zu teuer sind, nämlich leider herzlich egal. :/ Ein ausführlicheres Video dazu hat NinotakuTV erst vor Kurzem gemacht.

Jedenfalls bin ich als gesetzestreues Otaku-Wesen nach meiner Rückkehr aus dem fast alle ausländerfreundlichen Streaming-Services blockenden Land Japan noch einmal die Plattformen durchgegangen, bei denen man von Deutschland aus legal Anime schauen kann. Es hat gedauert und die Technik war gegen mich, aber ich habe es geschafft! Meine Erfahrungen teile ich nun in einem wie immer ausladenden Artikel mit euch. Am Ende des Artikels findet ihr die wichtigsten Fakten noch einmal in einem knappen TL;DR. Einfach Strg+F drücken und „TL;DR“ suchen, falls ihr keine Zeit zum Lesen habt. :) Auch wenn ich natürlich hoffe, dass auch irgendwer den Rest des Artikels zu würdigen weiß. :D

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Ich bin wieder da! Kulturschock in Deutschland

Halloooooo alle zusammen! Eure Lieblings-Labertasche aus dem nicht Real Life ist wieder da! Äh, also hier. Also in Deutschland jetzt. Genauer gesagt, bei meinen Eltern zuhause. Irgendwie fühle ich mich mit jedem Satz weniger euphorisch, ich glaube ich sollte nochmal von vorne anfangen … :D

Ahem. Ich bin jedenfalls am ääääh Sonntag in Frankfurt gelandet und habe nach einer mehr oder weniger turbulenten Woche beschlossen, doch einfach mal eine Bilanz zu ziehen – über die Rückreise, Japan und meinen Mini-Kulturschock in Deutschland. Jepp, den gab es nämlich irgendwie schon. Aber fangen wir vorne an. Eine Reise mit mir wäre ja keine richtige Reise, wenn nicht irgendetwas schief gehen würde. Nach diversesten Pannen während meiner Japandurchquerung habe ich aber mittlerweile einerseits die Haltung entwickelt „I don’t have enough fucks to give“, bei der man meditativ ruhig bleibt, egal was passiert und einen alternativen Weg sucht, um ans Ziel zu kommen. Andererseits habe ich auch gelernt, immer mehr Zeit einzuplanen, als ich theoretisch bräuchte.

Ich + Reise = Murphy’s Law

Was dann dafür gesorgt hat, dass ich obwohl der von mir zwei Tage vor Abflug für viel Geld gebuchte Expresszug zum Flughafen in Tokio spontan bei meiner Ankunft am Bahnhof wegen Triebwagenschadens den Rest des Tages gecancelt wurde, immer noch fünf Stunden zu früh am Flughafen war. Aber gut. Besser so als fünf Stunden zu spät. :D Nachdem ich mit meinem äääh 17kg Rucksack, einem 7kg Laptoprucksack und einer Handtasche mit genügend warmen Jacken und Schals, um eine Arktisexpedition anzuvisieren, am Bahnhof stand, das Schild mit „Narita Express cancelled! 14.33h, 15.00h, 15.33h“ waren meine einzigen Gedanken: „War irgendwie klar …“, „Wo krieg ich jetzt das Ticket erstattet?“ und „Ich google mappe mal, wie ich stattdessen da hinkomme.“ Das Schild nannte zwar eine Alternativroute, aber man kann ja nie zuviel auf Nummer Sicher gehen. (mehr …)

Die Psychologie eines Flirt-Games – Ich spiele Mystic Messenger.

*räusper* … *hysterischer Fangirl-Modus an* „♥.♥ Yoosung is ma bae!! ! ! ~~~“ So, damit hätte ich jetzt eure Aufmerksamkeit und mal wieder euer vollstes Misstrauen in meine Zurechnungsfähigkeit, oder? :D Sehr gut! Woher kommt dieser plötzliche Versuch, wie ein vierzehnjähriger K-Pop-Fan zu klingen? Es begann alles eines Tages, als mir über Umwege die Idee für diesen sehr random wirkenden Artikel kam.

Ihr wisst vielleicht, dass man in Japan statt Whatsapp eher „Line“ nutzt, eine Chat-App, die vor allem durch ihre Milliarden an animierten und nicht-animierten Sticker hervorsticht. Solche Bildchen gibt es standardmäßig kostenlos mitgeliefert, aber wer es etwas individueller haben möchte, der kauft sich die Sticker mit den lustigsten Charaktern oder einfach das Set mit der Lieblingsband, den liebsten Idols oder den Protagonisten aus dem besten Anime wo gibt. Auf der Startseite dieses Sticker-Shops ist mir permanent das Set für „Mystic Messenger“ empfohlen worden, einem anscheinend sehr beliebten Mobile Game. Neugierig geworden, habe ich mir das Spiel im Google Playstore mal näher angeschaut und entschieden, dass ich es einfach mal ausprobiere und meine Erfahrungen mit euch teilen werde. Wie ihr euch vielleicht dank der Einleitung denken könnt, wird das hier aber kein rationaler Walkthrough für das nächste RPG oder ein Guide für den neuen Egoshooter, bei dem man Brieftauben abschießt. Denn das Spiel gehört ins berüchtigte Genre der Dating-Sims und kann (daher auch der K-Pop-Aspekt) sowohl auf Englisch als auch auf Koreanisch gespielt werden.

Richtig, es ist gar kein japanisches Game und dementsprechend ist es eigentlich doof, es hier im Rahmen meiner Japan-Artikel zu besprechen. Aber erstens hat mich sowas wie fehlender Kontext noch nie von lustigen Ideen abgehalten und zweitens passt es irgendwie doch zum Games-Konsum in Japan. Denn hier sind sogenannte Visual Novel Games sehr beliebt und genau das ist „Mystic Messenger“. Die Spiele – in der japanischen Version oft als „Otome Games“ bezeichnet – richten sich vor allem an junge Frauen und Mädchen und es geht schlicht darum, ein romantisches Verhältnis zwischen dem weiblichen Hauptcharakter (aka einem selbst) und einem der angebotenen männlichen Charaktere aufzubauen. Soweit so langweilig. Was mich jedoch fasziniert hat, waren die hysterisch-positiven Rezensionen der Fans dieses Spiels, die mich stark an die Kommentarsektionen unter K-Pop-Videos erinnert haben. Schon wieder Südkorea, verdammt. Aber das Spiel schien wirklich gut gemacht zu sein, hat sogar ein eigenes Wiki, tausende Fanartikel und Walkthroughs. Und da ich einfach mal davon ausgegangen bin, dass mich ein gut gemachtes südkoreanisches Spiel im gleichen Genre mehr erleuchtet als ein schlecht gemachtes aus Japan, war ich da jetzt einfach mal ländertechnisch so frei, das zu übersehen.

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Anime, Manga, Sex und LGBT+ in Japan

Bäm! Da isser! Der Artikel, der sich mit dem klischeebehaftetsten Teil Japans überhaupt befasst. Also starten wir direkt durch, indem ich zusammenfasse, inwiefern ich hier mit den Themen Anime und Manga konfrontiert wurde. Eine Warnung vorweg: Dies ist kein jugendfreier Artikel und wenn euch die Themen Sex, Penisse und Perversitäten abschrecken, dann überspringt besser die Abschnitte, bei denen ich entsprechendes in die Zwischenüberschrift gepackt habe. Der Hauptfokus des Artikels ist aber wesentlich fluffiger, nämlich meine Begeisterung dafür, Geld für Fanartikel auszugeben und meine Verzweiflung darüber, dass ich wesentlich weniger Geld besitze als Japan coolen Merch rausbringt … Aber eine Warnung kann ja nicht schaden, ebenso wie ein „Sorry!“ für den sehr provokativen Titel. ^^

Womit fangen wir an? Manga, also japanische Comics (für alle, die es immer noch durcheinanderbringen^^) haben in Japan eine sehr lange Tradition. Redet man jedoch heutzutage von Manga, dann sind damit vor allem die Comics gemeint, die in den letzten 30-40 Jahren erschienen sind. Der Übergang vom Comic zur animierten Serie (ja, genau, sowas nennt sich dann „Anime“) ist dabei oft fließend, da viele Manga später eine Adaption fürs Fernsehprogramm bekommen und manchmal sogar Spiele (wie Yokai Watch, Danganronpa oder Persona4) im Nachhinein eine eigene Anime- oder Mangaversion bekommen oder umgekehrt Spiele entwickelt werden, die auf einer erfolgreichen Animeserie basieren. Wenn man damit Geld machen kann, dann ist so gut wie alles drin.

Im Gegensatz zu Deutschland oder den USA sind die Charaktere aus verschiedenen Manga/Anime in Japan nahezu omnipräsent. Das liegt einerseits daran, dass das Medium sehr beliebt ist und man häufiger Menschen sehen wird, die in der Bahn Paperbacks mit ebenjenen Zeichnungen lesen oder auf ihrem Handy durch das neueste Kapitel ihres Lieblingsmangas scrollen (oder neben mir die aktuelle Folge Tokyo Ghoul in zweifacher Geschwindigkeit mit englischen Untertiteln auf ihrem Handy schauen … <3). Andererseits wird der typische Manga- bzw. Anime-Zeichenstil einfach sehr häufig auch für andere Dinge verwendet und so kann es sein, dass eine Anzeige für Kontaktlinsen die Form eines fünfminütigen Anime annimmt, in dem weibliche Charaktere gegen böse Augenkrankheiten kämpfen. Kann man machen, oder? (mehr …)