Können Deutsche Manga? – Skull Party Kurzreview

Ich habe mir vor einiger Zeit schon den Manga „Skull Party“ gekauft und da mittlerweile schon der zweite Teil erschienen ist, dachte ich mir, ich schreib mal ein kurzes Review dazu.

Warum Skull Party?

Warum habe ich mir diesen Manga gekauft? Nun, das hatte mehrere Gründe.
1. Die Story klang interessant. Ich habe nämlich damals die ersten paar Seiten in diesem gratis Manga-Preview gelesen, das Carlsen Manga immer herausgibt. Eine Werbemaßnahme die also bei mir persönlich ganz gut funktioniert. ^^  (Ob das bei anderen auch so ist, weiß ich nicht und da ich das Heftchen länger nicht mehr gesehen habe, befürchte ich ja schon fast, dass es sich nicht rentiert hat und sie jetzt nur noch ein pinkes Mädchenmangaheftchen rausgeben. Das lag nämlich letztes Mal dort wo sonst das andere liegt und ich geh einfach mal davon aus, dass es auch von C.M. war. Aber vielleicht wars auch nur ne Sonderausgabe …)

2. Ich wollte einfach mal wissen, ob deutsche Mangaka was drauf haben. :D Ernsthaft. Meines Wissens habe ich vorher noch nie einen Manga gelesen, der nicht von einem Asiaten gezeichnet/geschrieben wurde (also in 99,9% der Fälle wohl aus Japan oder Südkorea stammt). Jetzt muss ich allerdings noch dazu sagen, dass Melanie Schober, die Mangaka hinter Skull Party, eigentlich Österreicherin ist. Also meine Überschrift stimmt nur sprachtechnisch, aber „Können Österreicherinnen Manga?“ wäre doch arg spezifisch gewesen. ;) Außerdem gibt es schon jede Menge deutsche Zeichner und Zeichnerinnen, die teilweise auch sehr gehyped werden und wurden, aber mir persönlich sind deren Mangas halt nie in die Hände gefallen. Und wenn habe ich nicht registriert, dass es sich dabei um deutsche Mangas handelte. Was eventuell für einen guten „japanischen“ Zeichenstil spricht oder auch einfach dafür, dass mich die Story nicht interessiert hat. Also ich muss da nochmal recherchieren, gehe bald mal durch den nächsten Buchladen und schau nur auf die Autorennamen. :D Allein online finde ich locker 10 Stück, die auch nicht nur Yaoi machen (und dass das nix für mich is, hatte ich ja schon erwähnt ^^), die ich aber im Buchladen noch nie in der Hand hatte. Ich brauche wohl wirklich endlich einen anständigen Comicladen. -.-

Wie sieht’s denn nu aus?

Also es ist definitiv … anders. Aber das ist ja nichts negatives! Der Zeichenstil ist sehr untypisch, finde ich. Ich weiß, dass meine Mitbewohnerin genau aus diesem Grund Skull Party nicht einmal aufschlagen würde, weil sie den Stil furchtbar hässlich findet. Aber mich störts nich, ich lese ja erstens auch One Piece und zweitens finde ich den Stil nicht hässlich, einfach nur unjapanisch. Die Gesichtsform des Hauptcharakters ist zum Beispiel individueller und man könnte ihn vielleeiiicht (halleluhja!) sogar ohne pinke/blaue/grüne/karierte Haare vom Rest der männlichen Charaktere unterscheiden.

Aber den Zeichenstil lasse ich euch lieber selbst beurteilen. Hier findet ihr eine Leseprobe aus dem zweiten Band (links neben dem Cover auf „Leseprobe“ klicken). Das ursprüngliche Bild habe ich entfernt, weil Copyright und so.

Und wo spielt’s?

Die Umgebung und auch ein paar andere Dinge in Skull Party haben mich lustigerweise im ersten Moment ausgerechnet an „Attack on Titan“ erinnert, obwohl die Hintergrundstory an sich doch recht unterschiedlich ist. Das liegt daran, dass AoT einer der wenigen Mangas ist, in dem die Charaktere (bis auf Mikasa) keine irgendwie asiatischen Namen haben, sondern Eren, Armin oder ähnlich europäisch oder sogar deutsch angehaucht heißen. Außerdem spielt das ganze in europäisch wirkenden Städtchen. Bei AoT eher in mittelalterlichen und bei Skull Party im heute.

Und worum gehts nu?

Also es geht um den männlichen Hauptcharakter, der ultratraditionell „Emil“ heißt. Allein das is schon mal gewagt. :D Emil ist so ziemlich anti-alles und kommt am Anfang als Schulschwänzer nicht gerade sympathisch rüber. Bis man dann erfährt, dass er in einer Gesellschaft lebt, die diversen Science Fiction Filmen und Romanen alike ihre Bürger gerne mit Drogen beruhigt. Als er mithilfe dieser chemischen Keule ausgeschaltet wird, hat der gute Emil zum ersten Mal eine Vision. Im Laufe der Story werden die Visionen häufiger und immer verworrener. Zunächst sieht er aber erst einmal nur ein vogelähnliches Wesen mit Gruselumhang, das etwas von ihm verlangt und hält alles für einen blöden Traum.

Nach und nach stellt sich dann heraus, dass Emil sein ganzes Leben lang angelogen wurde, was den Aufbau der Gesellschaft angeht und dass auch seine Familie in gar nicht mal so coole Dinge verstrickt ist – allerdings gehört die eine Hälfte dabei zu den Bösen und die anderen zu den Guten, was es Emil nicht gerade leichter macht, mit der neuen Situation klar zu kommen. Denn es geht im Endeffekt natürlich mal wieder um die Rettung der Menschheit bzw. der Welt, wie sich das so gehört. Zwischendrin kommen vor: Kämpfe, Blut, Monster, Gewalt, Blut, nennen-wir-es-mal-Erotik, verstörende Visionen und eine langsame Erklärung der mystischen Hintergründe des plötzlichen Aufplöppens von Monstern in der Gegend und der Verwicklung von Emils Familie und Emil selbst in die Geschichte.

DAFUQ? So was von NSFW!!

Ich finde den Manga insgesamt erfrischend anders, sowohl was den Zeichenstil als auch was die Story angeht. Eine bunte Mischung aus Sci-Fi und mythischen Elementen, Action und einem Hauptcharakter mit Daddy Issues (an dieser Stelle gibt es also eindeutig doch wieder Ähnlichkeiten zu Eren von AoT!). Allerdings blickt man auch nach dem zweiten Band noch nicht so richtig durch und die Story kommt eigentlich jetzt erst in Fahrt.

Eines muss ich aber erwähnen. Was das Klischee angeht, dass Japaner sehr seltsame Fantasien haben, so muss ich sagen, dass Melanie Schober da allen durchschnittlichen Hentai-Anfängern vermutlich durchaus das Wasser reichen kann. Ich meine, bei BTOOOM! gab es eine Szene, die mich ziemlich aufgeregt hat, aber bei Skull Party hatte ich irgendwie gar nicht mit Sex-Szenen gerechnet, von denen aber dann eine plötzlich einfach da war. Und das will ich euch jetzt natürlich nicht vorenthalten. In extra klein und ein Ausschnitt, auf dem man möglichst wenig erkennt. :P (Nachtrag 10.07.2014: Und welches Bild wurde am häufigsten geklickt in der letzten Woche, hm? Jepp. Das Internet und seine Bewohner, allet so vorhersehbar hier! :D Und noch ein Nachtrag vom 19.9.2014: Ich hab das Bild jetzt ganz rausgenommen, da es auch nach Monaten das am häufigsten geklickte ist. Und Pornobildchen zu liefern war ja nu nich meine Absicht bei diesem Blog. :/ Tut mir leid, aber die Brüste müsst ihr euch ab sofort selbst vorstellen – oder einfach den Manga kaufen. :))

Hab ich schon erwähnt, dass das wieder mal ein „empfohlen ab 16“-Manga war? :D Ich sollte an meiner Auswahl arbeiten. Nun ja, das wäre ja noch kein Grund, die arme Mangaka des hentai-igen Zeichnens zu bezichtigen. Aber das Ende des zweiten Bandes war für mich einfach „DAFUQ?! O_O“, weil also, äh. Es ist jedenfalls ein Cliffhanger und es soll ein böser Gegner besiegt werden, während er etwas weibliches …äh…also…ähm…auszieht. Soviel kann ich dann doch sagen, ohne zu spoilern, hoffe ich. Auch wenn euch das natürlich bei der Wahl des Manga nicht unbedingt weiterhilft. :D

Mein Gesamtfazit lautet allerdings nicht „dafuq“, sondern dass ich mir definitiv den dritten Band kaufen werde. Sollte der Anteil an Sexszenen darin noch mehr ansteigen, beziehungsweise sollten darin in der Hinsicht noch abgedrehtere Sachen vorkommen, dann weiß ich wirklich nicht, ob ich bis zum vierten Band durchhalten mag. Aber wir werden sehn. ^^

Hier findet ihr übrigens das Review zu Band 3. :)

Ich wünsche euch einen schönen Feiertag! :3
Eure 0utofjoint – die verspricht, sich bald mal mehr mit deutschen Mangas auseinander zu setzen. Also falls ihr Empfehlungen habt: Immer her damit! ;)

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5 Kommentare

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