Fliegende Fische, Superkräfte und Pinguine – Kurzreview „Tokyo ESP“

Ich mag ja Bahnhofsbuchhandlungen, das hatten wir ja schon. Dort findet man manchmal eben eine sehr schöne Auswahl an Mangas. Beim letzten Mal habe ich wieder zwei eingesteckt, von denen ich den ersteren bereits mehrmals im Auge hatte, ihn aber bisher nie gekauft hatte. Es handelt sich dabei um den ersten Band von „Tokyo ESP„. von Hajime Segawa, der auch „Ga-Rei“ gemacht hat. :)

Vom Kauf abgehalten hatte mich bisher ehrlich gesagt der Rückseitentext. Erstaunlich, da meine Storybeschreibung fast genauso anfängt, wie der vom Verlag aufgedruckte. Ich fand den Text nur einfach dahingehend wenig aussagekräftig, dass ich nicht einschätzen konnte, ob der Manga lustig, actionlastig, ernst, splattermäßig oder gar öde herausstellen würde. Denn auch ein obskurer Hinweis auf leuchtende Fische am Himmel ist meiner Meinung nach keine Garantie auf Spaß. Allein durch Absurdität bringt man mich nicht unbedingt zum lachen. ;) Aber kommen wir zunächst einmal zum „Look“ des Mangas.

Die Zeichnungen

Ich bin begeistert. Die Zeichnungen haben mich sofort angesprochen. Eine richtig gute Mischung zwischen sehr hübsch und peinlich berührten Gesichtsausdrücken. Soll heißen: Endlich mal wieder ein Manga, der mich bereits nach ein paar Seiten zum Lachen gebracht hat. ;)

Tokyo ESP - Cover Band 1; Hajime Segawa; Tokyopop

Tokyo ESP – Cover Band 1;
Hajime Segawa; Tokyopop

Die Story von Tokyo ESP

Rinka, eine sehr arme Schülerin verfügt eines Tages auf einmal über Superkräfte. Und zwar kann sie sich durch Wände und andere feste Gegenstände bewegen. Verursacht wird dies durch … fliegende Leuchtefische, die nicht jeder sieht und die in manche Leute hineinfliegen und ihnen ESP-Kräfte verleihen. Falls ihr den Begriff nicht kennt, ESP steht für „Extra-Sensory Perception“ oder einfach außersinnliche Wahrnehmung. Immernoch völlig verwirrt von ihrer neuen Situation, trifft Rinka auf andere Menschen, die über ESP-Kräfte verfügen. Allerdings sind nicht alle von denen nett und umgänglich, die meisten versuchen vielmehr ein möglichst großes Chaos anzurichten, Menschen zu verletzen, Geld zu stehlen oder ganz einfach (juchhe, was ganz neues!) die Weltherrschaft an sich zu reißen. Es geht eben doch nichts über klassische Motive. :D

Zusammen mit einem anderen Schüler namens Azuma, wird Rinka so ungewollt zu einer Heldin, die für Gerechtigkeit kämpft. Azuma findet das total toll, während es Rinka eher unangenehm ist, zu einer Semi-Berühmtheit zu werden. Vor allem, da Azuma definitiv zu viele Superhelden-Filme gesehen hat und daher mit Vorliebe in dämlicher Verkleidung zu den heldenhaften Einsätzen auftaucht und hyperoptimistisch-positiv-geschwollene Reden schwingt.

Ansprechend?

Aber hallo! Die Story ist angenehm durchgeknallt, hat Humor und coole Charaktere. Besonders der Hauptcharakter Rinka ist mir sehr sympathisch. Ein Mädchen, das weder nur herumsteht, um gut auszusehen, noch ein dermaßenes Flintenweib ist, dass man nicht mehr wahrnimmt, dass sie eigentlich weiblich sein soll. Danke! Sie ist ein Kampfsport-As und springt gerne mal spontan mit einem Schädelbrecher-Psy-Kick ins Bild und auf den Kopf ihrer Gegner. Gleichzeitig ist sie nicht gefühlskalt, sondern macht sich Sorgen um andere.

Im Laufe der nächsten Bände wird sich sicher auch noch eine Lovestory entwickeln, schließlich ist der zweite Hauptcharakter ein Kerl in ihrem Alter, aber es wirkt nicht so, als würde diese dann den kompletten Manga einnehmen. Azuma ist übrigens auch sehr sympathisch. Er hat eine geheimnisvolle Geschichte, die wohl erst nach und nach aufgedeckt werden wird, glaubt manchmal beunruhigend fest an die Gerechtigkeit und ist im ersten Band oft das komische Element, wenn er Rinka mit dummen Sprüchen oder Verkleidungen in Verlegenheit bringt.

Außerdem bin ich gespannt auf die Hintergründe. Mal sehen, was der Mangaka sich da so ausgedacht hat, warum plötzlich die übernatürlichen Fische aufgetaucht sind, welche Biographie Azuma eigentlich hat und wie sich der Kampf gegen die bösen ESP-Nutzer entwickeln wird. Ein ganz großes Plus sind auch Peggi, der fliegende Pinguin und sein Frauchen. Ein knuffiges Maskottchen ist schließlich immer gut. :D

Etwas, das mir nun schon Sorgen bereitet, ist allerdings: Bisher gibt es erst drei Bände von Tokyo ESP und der vierte kommt erst im Oktober 2014 raus! :O Ich kann doch so schlecht auf sowas warteeeen! Von mir bekommt der Manga also eindeutig eine Empfehlung an alle Leute, die gerne unterhaltsame, actionlastige Stories über Menschen mit Superkräften lesen. :)

Hier findet ihr noch eine Leseprobe, also quasi so das erste Kapitel. Also reinlesen für depperte Gesichtsausdrücke. ^-^

Nachtrag August 2014: Band 2 und 3 hab ich durch. Hier findet ihr das Review zum zweiten und dritten Band. ^-^

Viel Spaß beim Lesen und Mitfiebern!
Eure 0utofjoint =)

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4 Kommentare

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