I’m a Journalist in a Bubble

Das Leben in der Filterblase. Ich finde es sehr interessant, wie viele Subkulturen es innerhalb der Gesellschaft gibt, die nebeneinander existieren, ohne sich jemals der Existenz der anderen Gruppen bewusst zu werden. Voll der megaphilosophische Einstieg, ne? Ich bin stolz auf mich.

Worauf ich hinaus möchte, ist folgendes: So lange man nicht Mitglied einer Gruppe ist und niemanden aus dieser Gruppe kennt, kann es sehr gut sein, dass man nach Jahrzehnten erschrocken feststellt, dass es die Gruppe gibt und diese bisher auch gut ohne die eigene Teilhabe ausgekommen ist, herzlichen Dank.

Die Sache mit dem Bloggen

In meinem Fall war es zum Beispiel so, dass ich zwar früher selbst ein paar Jahre lang gebloggt habe, aber das eher privat betrieben habe, um meinen Freunden, die weiter weg lebten mitzuteilen: „Hey, ich erlebe gerade folgendes …“ Dass es viele, viele, sehr viele, ja anscheinend geradezu verdammt viele Blogger gibt, die das mit völlig anderen Ansprüchen betreiben und für die das eben kein Livejournal ist, das ein Papiertagebuch ersetzt oder nur dazu dient drei Menschen, die man ohnehin kennt, ein Lebenszeichen zukommen zu lassen, das war mir bis vor kurzem nicht bewusst. Ich weiß, ich bin manchmal ein bisschen … langsam?


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Sorry, der musste jetzt sein.

Die Sache mit dem Anime

Ebensowenig hätte ich noch vor einigen Jahren gedacht, dass es so viele Bekloppte gibt, die Anime schauen :D Einfach weil ich bis dahin fast niemanden kennen gelernt hatte, der Anime toll findet bzw. nichts außer Pokemon und Sailor Moon überhaupt in die Kategorie hätte einordnen können. An dieser Stelle ein großes Danke an Micha und Max, die mir mit Großartigem wie „Ghost in the Shell“ und „Fullmetal Alchemist“ eine völlig neue Welt eröffnet haben. :) :) :)

Die Sache mit diesem Youtube

Tja und Juuutuuuhb, also da war ich ja nie so begeistert von. Denke das wird sich ebenso wenig durchsetzen, wie das Internet. ;) Nun mal ernsthaft, ich habe früher selten dort Videos geschaut, weil ich meistens am PC 23 Sachen gleichzeitig mache und chatte und zwischendrin kurz abspülen/kochen/Kekse suchen muss und es sich da halt nich so einfach auf eine Sache mit Bild UND Ton konzentriert. Die stellen halt auch Ansprüche, diese Videomenschen da! Und so wäre es mir nie in den Sinn gekommen, dass es einigr auserwählte Leute gibt, die mit lustigen Videos (und vermutlich einer Menge Arbeit daran) ihr Geld verdienen. Auf den Job „Youtuber“ wäre ich niemals gekommen, wenn man mich gefragt hätte!

Die Sache mit dem Twittern

Also ich übe ja noch, das merkt man sicher, und ich habe viel zu wenig Zeit, mir sinnvolles auszudenken, was es sich zu teilen lohnt. Daher folgen mir im Moment auch nur so 3 bis 4 Leute. Also falls jemand Tipps hat, immer her damit! ^^ Übers twittern komme ich dann aber auch zum eigentlichen Punkt des Posts. Und zwar:

Die Sache mit den Journalisten

Bei Twitter geht nämlich das Gerücht um, dass Twitter (zumindest in Deutschland) hauptsächlich von Leuten verwendet wird, die „was mit Medien“, also zum Beispiel Journalismus, machen. Dadurch finden eigentlich alle Konversationen in einer Blase statt, in der sich nur Leute zum Thema äußern, die ebenfalls Medienmenschen sind. So lässt sich über Twitter schwerlich die Tragweite von Problemen richtig beurteilen. Aber gut, Blogs lesen tut ja auch nicht jeder und kommentieren tun vielleicht auch eher andere Blogger, die gerne interagieren. Was ich an sich sehr schön finde, denn so lernt man immer mal wieder andere Menschen kennen, die sich vielleicht auch mit ähnlichen Dingen beschäftigen. :)

Die Sache mit der Blubberblase

Aber wo liegt denn nun das Problem, wenn man sich mit ähnlichen Menschen unterhält, die vielleicht die eigene Meinung teilen? Is doch toll, oder? An sich schon, aber eben nicht, wenn man wissen möchte, wie „die Gesellschaft“ zu einem Thema steht oder darauf reagiert. Denn wenn wirklich meistens nur Journalisten deine Sachen kommentieren, favorisieren, retweeten (oder weiß der Henker was man bei diesem Twitter noch so machen kann!), dann bekommt man schnell ein verzerrtes Bild davon, wie der Rest der Welt über ein Thema denkt.

Habt ihr zum Beispiel schon einmal was vom Printsterben gehört? Vielleicht mal irgendwann was drüber gelesen oder es wurde in irgendeiner Sendung erwähnt. Oder ihr habt vielleicht von der Schließung diverser Verlage oder sogar der Einstellung von großen Zeitungen gehört. Habt ihr? Cool, dann seid ihr sehr informiert. Habt ihr nicht? Is auch nich schlimm. :D In der Blubberblase der Journalisten, zu der ich ja auch gehöre, weil ich ja twittere und wenn ich groß bin Journalistin werden möchte, dort läuft man jedenfalls manchmal schreiend im Kreis, wegen diesem ominösen Printsterben. Zumindest kommt es mir so vor. Der Begriff „Printsterben“ bedeutet nichts anderes als dass die meisten Menschen (hallo Bloggerwelt!) mittlerweile viel mehr online lesen als sie z.B. Tageszeitungen lesen, geschweige denn abonnieren. Deswegen machen die ganzen Printmedien, wie Zeitungen und Magazine immer weniger Umsatz und gehen mehr oder weniger schnell den Bach runter, falls sie sich nich bald irgendwann mal ein vernünftiges Modell für die „Umsatzgenerierung“ in diesem neumodischen Internet einfallen lassen.

Unique clickbaiting visitor-advertising … was?!?!

In der Blubberblase der Journalisten wird nun deswegen gerne mal hyperventiliert, weil Redaktionen Mitarbeiter abbauen, die Gehälter gekürzt werden oder ganze Verlage oder Zeitungen dicht machen. Was natürlich verständlich ist, denn niemand sieht gerne zu, wie die eigene liebgewordene Branche, mit der man seine Kekse verdient, wegrationalisiert wird. Aber wir Journalisten sind ja nicht nur panisch, wir können auch anders, jawohl! Wir können nicht nur hyperventilieren, wir können auch nur den ersten Wortteil benutzen (sind ja sprachgewandt) und einfach nur hypen. Das tun wir gerne, wenn jemand endlich mal eine Idee hatte, wie man denn nun online Geld verdienen kann, mit dem Journalismus. Also falls ihr da eine Idee haben solltet, bastelt euch einfach schnell nen Twitteraccount und teilt das allen Journalisten und Medienmenschen mit, denen ihr followen könnt. Ich garantiere überschäumende Freude. ;)

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7 Kommentare

  1. *auf Flattr drück* :) was das mit den Printmedien betrifft, bin ich ganz deiner Meinung. Finde auch das dieser Artikel 20 cent verdient. Nur leider habe ich keine Ideen für andere Bezahlungsmethoden. Dieses Laterpay hört sich ganz interessant an. Bin auch gespannt ob diese Methode funktioniert & was sie für ein Erfolg rausbringt. Das mit Twitter….naja wenn das Gerücht stimmen sollte, frage ich mich wer von meinen 240 Follower was mit Medien zu tun hat? Ich habe 2 Acc. Der erste habe ich wegen einer Freundin gemacht, den ich allerdings nicht mehr benutze. Der 2. ist aktiv (& folgt dir sogar :D) war dafür gedacht, nur Animefreaks zu folgen. Da ich in Reallife einfach keine Freunde hatte, die das ebenfalls mögen. Was Tips angeht….naja…ich hab einfach drauf los getippt, jeden Schwachsinn gepostet :D hab mir auch mal selbst paar Leute rausgefischt denen ich folgen kann, die meist auch zurück followern. Bloggen tu ich ebenfalls (bin aber frischling, also immer her mit den ideen & tips ;) ) diese Idee dazu kam mir einfach so. Grund war auch meist Anime & Manga.
    Zurück zum eigentlichen: Ich lese dich sehr gerne & deswegen freu ich mich auf deinen nächsten (Roman)Blog :3

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    1. Aaaawwwwwwr! Danke für diesen lieben Kommentar, Inori! ^_^
      :D Einen Follower hast du, der was mit Medien macht; mich! Ich followe dir nämlich back und so. :) Aber ja, klar hat nicht jeder bei Twitter was mit Medien zu tun, aber da ich auch noch nen „professionellen“ Account für die Arbeit habe und da einigen Medienleuten folge, kommt es mir dann immer so vor, als würden da NUR Menschen über die Zukunft des Journalismus reden. Den ganzen Tag. Und irgendwann kann mans halt nich mehr lesen. ^^ Aber ja, mit meinem crazyth1ngs-Account will ich auch eher lustigen Anime/Manga-Menschen folgen, die reden dann sicher über was anderes. Der Grund, warum ich hier so viel über Mangas rede, ist lustigerweise ähnlich wie dein Twitter-Grund: Mir fehlen hier die direkten Gesprächspartner, die mit „diesen japanischen Comics“ was anfangen können. :D

      Tipps zum Bloggen? Also ich schreibe erstmal einfach immer drauflos, so wie du das anscheinend bei Twitter machst. ;) Meine Themen sind dann entweder Sachen, die mich gerade persönlich beschäftigen oder Dinge, die mir irgendwo begegnet sind. Oder natürlich Mangas, über die ich unbedingtjetztsofort meine Meinung loswerden möchte. Also einfach anfangen zu schreiben, dann merkst du sicher bald, welche Themen dir mehr liegen und wo es dir Spaß macht drüber zu schreiben. Ich bin jedenfalls auch gespannt auf deinen nächsten Blogartikel und werd den auch bestimmt lesen! (Deinen Text über „Maleficient“ hab ich ehrlich gesagt übersprungen, weil ich den Film unspannend fand, ähem, sorryyy ^^“) Schreib doch auch mal eine Mangaempfehlung oder über dein allerliebstes Lieblingsbuch oder so? Oder vielleicht hast du irgendwelche andern Hobbies, die du bewerben möchtest oder Sachen, die dich mega aufgeregt haben? *wild mit Ideen um sich schmeiß* :)
      So. Nu reichts aber, sonst wird der Kommentar ja auch wieder ein Roman … Danke nochmal fürs imaginäre Flattrn, ich freu mich immer, wenn meine Texte jemandem gefallen! ^^ Nyuuuuuu, liebe Grüße und einen schönen Sonntaaaag! :3

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      1. Kein Thema, nicht jeder mag dein ein & selben Film :) Der nächste Blog Eintrag wollte ich sowieso eine Mangaempfehlung texten :) muss nur warten wenn ich die Zeit dafür finde. Muss nun Hausaufgaben machen & lernen :/ wünsche dir auch einen schönen Sonntag :3

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