Review Tokyo Ghoul Band 2

Endlich! Eeeeendlich hab ich mir Tokyo Ghoul Band 2 zugelegt! <3 Nachdem ich vom ersten Band ja bereits sehr begeistert war, dachte ich mir, ich teile euch kurz mit was ich vom zweiten Band halte. :) Ich habe versucht im Review nichts wichtiges zu spoilern! (Falls ihr den ersten Band noch nicht kennt, habe ich auch noch einmal ein wenig Grundwissen mit einfließen lassen.)

Also zu den Zeichnungen und dem Setting habe ich mich ja schon ausführlicher geäußert, deswegen werde ich dieses Mal mehr auf die Story eingehen. Das Cover fand ich wieder sehr schön gezeichnet, auch wenn mich das erste mehr angesprochen hat. Zu sehen ist darauf der zweite Hauptcharakter Toka Kirishima.

Cover Tokyo Ghoul Band 2; Kaze Manga; Sui Ishida

Cover Tokyo Ghoul Band 2; Kaze Manga; Sui Ishida

Toka ist ein eher schroffer Charakter. Sie arbeitet im Café „Antik“, das eine Art Treffpunkt für Ghule ist und wo ihr Ken bereits im ersten Band begegnet ist. Nach einem etwas dramatischen Finale (nich spoilern, nich spoilern) ist er im zweiten Band nun auch dort gelandet und versucht sich als Kellner. Toka unterstützt ihn dabei hauptsächlich mit entnervter Kritik an seinen mangelnden Kellnerfähigkeiten, seiner Weichherzigkeit und seiner generellen Existenz in ihrer Gegenwart. So richtig sympathisch ist sie also nicht, aber man bekommt den Verdacht, dass sie Gründe (dramatische Vergangenheit und so) für ihr menschenfeindliches Verhalten hat und wohlmöglich sogar eine waschechte Tsundere ist. Letztere machen ja schließlich in den meisten Mangas fast nahezu alle unfreundlichen Personen aus, abgesehn von den Superbösewichtern. ;)

1st Ghoul Problems

Ken beginnt so langsam sich daran zu gewöhnen, dass er nun -irgendwie- wohl auch zu den Ghulen gehört. Doch ihm stellen sich immer noch die gleichen Probleme wie am Anfang. Wie vermeidet er, dass jemand herausfindet, was er nun ist? Er muss sich möglichst menschlich verhalten, etwas das viele Ghule, die keine Einzelgänger sind, auch tun. Sein größtes Problem dabei: das Essen. Er kann kein Essen mehr zu sich nehmen, denn alles schmeckt für ihn verdorben, eklig und schlicht nicht essbar, was er auch in beiden Bänden wunderbar farbenfroh beschreibt. :D „Der Toast schmeckt wie ein Schwamm und der Salat riecht wie Kompost …“ Die einzige Ausnahme (und hier vermute ich fast eine persönliche Note des Mangaka, die mir den Manga gleich noch sympathischer macht) ist Kaffee. Auch wenn das gestandene Büromitarbeiter häufiger versuchen, können wohl leider nicht einmal Ghule ausschließlich von Kaffee leben. ;) Also soll Ken trainieren, auch weitere Lebensmittel zu sich zu nehmen, damit er nicht allzu sehr auffällt. Doch bis er das ohne Würgereiz hinbekommt, wird es wohl noch ein paar Bände dauern.

Nette Arbeitgeber sind Gold wert

Während er im „Antik“ jobbt, lernt er auch weitere Ghule kennen und erfährt mehr darüber, wie deren Gesellschaft aufgebaut ist. Der Chef kümmert sich um Ken und versucht ihm die überlebenswichtigsten Dinge beizubringen. Eine neue Aufgabe muss unser Hauptcharakter jedoch schon wahrnehmen und zwar die Essensbeschaffung. Also das Essen für Ghule. Wir erinnern uns, es handelt sich dabei um Menschenfleisch. Nun erfahren wir auch woher Ghule, die keine Menschen töten möchten, ihre Vorräte beziehen und betreten wiederum ein schwieriges moralisches Terrain. Ist es in Ordnung die Leichen von Selbstmördern verschwinden zu lassen, wenn man dadurch nicht-menschliche Personen am Leben erhält? Oder ist es in Ordnung, wenn man damit verhindert, dass die Ghule vor Hunger vielleicht Amok laufen und Menschen umbringen, die nicht vorhatten zu sterben? Ich muss gestehen, eine viel bessere Lösung außer dem Plündern von Bestattungsunternehmen oder Krankenhäusern fällt mir auch nicht ein …

Es kommen, wie erwähnt, einige neue Charaktere vor. Da wäre zum Beispiel der am unverdächtigsten aussehende Nebencharakter schlechthin, Uta. ^^

Ausschnitt aus Tokyo Ghoul Band 2; Uta ist dabei Ken einzuschüchtern

Ausschnitt aus Tokyo Ghoul Band 2; Also eigentlich wollte ich euch nur Kens panische Reaktion auf Uta zeigen. :D

Außerdem gibt es noch Yomo, den Leichenbeschaffungsexperten (schöner Beruf, gell?) und eine Mutter mit ihrer Tochter, die versuchen möglichst unauffällig zu leben und wie sehr normale und sehr nette Menschen rüberkommen. Die schüchterne Tochter Hinami kann aus Angst aufzufliegen nicht zur Schule gehen und übt deswegen alleine lesen und schreiben. Ken hat Mitleid mit ihr und bringt ihr einige schwierigere Worte bei, während sie im „Antik“ auf ihre Mutter wartet. Sehr knuffig die Kleine und begeistert von den neuen Worten und Ken. ^-^

Die Gegner

Der Hauptfokus des zweiten Bandes liegt aber ganz klar auf einer anderen Sache. Denn die Ghule leben nicht unbemerkt unter uns, sondern ihnen ist eine Spezialeinheit auf der Spur. Die Ermittler machen Jagd auf Ghule und möchten diese auslöschen. Ihnen kommt es dabei gar nicht in den Sinn, dass es sich bei diesen nicht ausschließlich um Monster handelt. Wobei, das ist eigentlich falsch. Sie provozieren Ghule denen sie begegnen und wissen anscheinend genau, dass diese um tote „Artgenossen“ (also Familienmitglieder und Freunde …) trauern und heizen Konfrontationen dadurch noch mehr an. Alles in allem haben die Ermittler also eigentlich eine wichtige Aufgabe und dienen einer guten Sache, weil sie Menschen vor bösen Ghulen beschützen wollen. Da die Hauptermittler aber derbst unsympathisch dargestellt werden und unabhängig vom Verhalten der einzelnen Ghule anscheinend immer drauflosmetzeln, neigt sich die Waagschale bei dieser Organisation doch eher in Richtung durchgeknallte Irre mit Moral als fadenscheiniger Ausrede.

Natürlich sind nicht alle Ermittler schlechte Menschen und die Kontakte zu Ghulen laufen höchstwahrscheinlich selten friedlich ab, um sich mal nett zu unterhalten, aber der erste Eindruck von den Ermittlern ist dennoch der von den „Bösen“. Während der Fahnder Kureo Mado einfach nur irre und sadistisch wirkt, scheint der leitende Ermittler Kotaro Amon eine Tragödie in seiner Vergangenheit zu verbergen und es würde mich nicht wundern, wenn später noch einige … faszinierende Dinge über sein Leben ans Licht kommen. Den werde ich auf jeden Fall im Auge behalten. :) Ken möchte nachdem er die Ermittler in Aktion gesehen hat jedenfalls auch das Kämpfen lernen, um sich selbst und seine neu gewonnen Freunde zu beschützen. Wenn ich zu diesem Vorfall mehr sagen würde, wäre das spoilern, also sage ich einfach nur: Es ist dramatisch! :(

Ein Dackelblick Richtung Mangaka *-*

Auch der zweite Band von Tokyo Ghoul hat mich sehr unterhalten.  Der Hauptcharakter ist zwar immer noch leicht überfordert, aber nicht so anstrengend passiv, wie z.B. Yukiteru und weiterhin sehr sympathisch. Die nächsten Bände versprechen außerdem noch etwas actionlastiger zu werden, da Ken ja kämpfen lernen will. Bei vielen Charakteren gibt es noch ein großes Entwicklungspotenzial und bisher kennen wir von fast keinem Charakter seine Hintergrundstory. Da herrscht also noch Nachholbedarf. (In diesem Fall wirkt das Zurückhalten der einzelnen Geschichten auf mich übrigens wesentlich natürlicher und sinnvoller als bei B.A.D.!). Außerdem kam in diesem Band Kens besten Freund Hide kaum vor, der bereits im ersten Band in Mitleidenschaft gezogen wurde und bei dem man das Gefühl hatte, dass er früher oder später wieder in die Sache mit Kens neuer Diät verwickelt werden wird und vielleicht sogar von selbst dahinterkommt, dass Ken kein Mensch mehr ist. Und wie Hide darauf reagiert, also das fände ich überaus spannend.

Wie lautet also meine Bitte des Tages? Lieber Ishida-Senseeeiii*, zeichne weiter so tolle Mangas und lass möglichst bald genug Material für den dritten Band zusammenkommen! ^_^ Und euch gebe ich eine klare Kaufempfehlung für Band 2 mit auf den Weg. Falls ihr den Manga schon kennt, würde mich eure Meinung dazu interessieren! Und falls ihr sonst irgendwas loswerden möchtet, tippt euch auch aus! ;)

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch
eure 0utofjoint =)

(*Oooh, oder sollte ich ihn Sui-Sensei nennen? Ich komme immer durcheinander, wie die Namen in den deutschen Mangas gedruckt werden. Aber meist dreht man die bei der Übersetzung ja um, also gehe ich jetzt mal davon aus, dass der Mangaka eigentlich Ishida Sui heißt. Falls ihr es besser wisst, korrigiert mich bitte!)

Nachtrag: Das Review von Band 3 findet ihr hier. :)

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2 Kommentare

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