#GamerGate Pt. 2 – Wie Zoe Quinns Exfreund das Internet explodieren ließ.

Es ist schon faszinierend. Da ver-hashtag’ed man ein Mal was mit einem Wort, das gerade in ist und schon verdreifachen sich die Besucherzahlen. Sowohl Feminismus als auch der Begriff Gamergate sind wohl einfach sehr polarisierend. In meinem letzten Artikel bin ich ja mehr auf Anita Sarkeesian eingegangen und darauf, was sie überhaupt in ihren Videos gesagt hat und warum ich die Kritik daran nicht in Ordnung fand: Weil sie unsachlich und nicht auf den Inhalt der Videos bezogen war. Im Verlauf des zweiten Artikels versuche ich ein wenig mehr auf andere Aspekte einzugehen, die überhaupt dazu geführt haben, dass Hashtags wie „Gamergate“ plötzlich im Trend waren. Es geht, ganz einfach, um die journalistische Integrität einer ganzen Mediensparte. Dies wird ein sehr langer Artikel, setzt lieber schon mal nen Tee auf. Einen Beruhigungstee am besten. ^^ (Für ein TL;DR ohne Details: gaaaaaaaaaanz weit runterscrollen.)

Anita Sarkeesian und die Twitterdrohung

Auf Twitter haben mich direkt nachdem der Artikel online ging sogar gleich zwei Leute aufgrund des Hashtags #GamerGate angesprochen. Einer erklärte, dass Anita Sarkeesian die Todesdrohungen selbst fabriziert habe und verwies auf eine Seite, wo Screenshots der Tweets und verschiedene nicht zusammenpassende Indizien genannt wurden. Es wäre wirklich ein ziemlich krasser PR-Stunt, wenn Sarkeesian einfach nur, um Aufmerksamkeit zu bekommen und alle ihre Diskussionsgegner zu diskreditieren, an sich selbst Todesdrohungen geschickt hätte. Mittlerweile (18.9.2014) berichten aber sogar deutsche Medien berichtet ein deutsches Medium darüber, dass sich Anita Sarkeesian anscheinend nie bei der örtlichen Polizei gemeldet hat, als sie angeblich ihr Haus verlassen musste. Tja. Ohne die IP des Twitter-Nutzers zu haben, der die Drohungen twitterte, ist das leider alles nur Spekulation. Doch sollte es stimmen, dann hat sich Frau Sarkeesian nun wirklich ins Bein geschossen, denn zukünftige Videos von ihr würde doch so niemand mehr ernst nehmen. Bedauerlich, da ich an sich ja vielen ihrer Aussagen über Frauendarstellungen in Videogames zustimme.

Was ebenfalls bedauerlich ist, ist die Tatsache, dass der erste Link den ich zu den nicht zusammenpassenden Drohungs-Tweets bekam, auf eine Seite führe, deren Glaubwürdigkeit ich in dieser Hinsicht sehr anzweifle. Dabei handelt es sich nämlich um ReturnofKings.com, eine Seite für (festhalten!) „heterosexual, masculine men. It’s meant for a small but vocal collection of men in America today who believe men should be masculine and women should be feminine.“ Also eine Seite, die ausschließlich für maskuline und vor allem heterosexuelle Männer gedacht ist, die feminine Frauen mögen. Frauen und Homosexuelle dürfen auf der Seite gar nicht erst kommentieren. Jepp, richtig gelesen: „Women and homosexuals are prohibited from commenting here. They will be immediately banned, and anyone who replies to them will also be banned. This includes replying in any thread that they started.“ God bless America, sach ich da nur. Allein aufgrund der Tatsache, dass auf der Seite Artikel stehen wie „5 Gründe, eine Frau mit einer Essstörung zu daten“ und sich gerne mit „Fat Shaming“* beschäftigt wird, kann ich diese Seite leider nicht als seriöse Quelle akzeptieren. (*Eine Beschäftigung, von der ich glücklicherweise bis dahin noch nie gehört hatte. o.O)

Hier jetzt aber noch einmal der Link zu einem vernünftiger klingenden Blogger, der die ganze Sache analysiert und einfach mal bei der Polizei vor Ort angerufen hatte: Billthemanfromkentucky. Mittlerweile wurde allerdings bei der Gamingseite Kotaku (wo der Kerl arbeitet, der mit Zoe Quinn ein Verhältnis hatte) veröffentlicht, dass das San Fransisco Police Department sich nun doch an den Anruf von Anita Sarkeesian erinnern kann. Dort rief man bei Nachforschungen bezüglich einer Bombendrohung dort an, die einer Veranstaltung gemacht wurde, sollte Anita Sarkeesian dort auftreten. Also gehen wir jetzt entweder davon aus, dass Kotaku sich das ausgedacht hat oder dass sie wirklich beim SFPD angerufen und Anita Sarkeesian die Drohungen wirklich gemeldet hat. Ich hoffe ja mal letzteres. Sonst kann man wirklich niemandem mehr trauen.

Hat hier eigentlich irgendjemand Beweise für irgendwas? -.-

Genau deswegen fragen sich Gamer allerorts nun, ob sie vielleicht doch so langsam mit den Verschwörungstheorien anfangen sollten. Also, setzt alle den Alufolien-Hut auf, wir versuchen das jetzt mal. Zunächst zu dem unglaublich umfassenden und sehr unflauschigen Wollknäuel an Behauptungen, die sich alle um Zoe Quinn drehen. Diese schreibt sich übrigens eigentlich wohl „Zoë“, aber ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich zu faul bin, jedes Mal das e-mit-Pünktchen-Symbol zu suchen. :/ Also hier noch einmal kurz (heh, „kurz“ …) die Hauptpunkte. Außerdem habe ich versucht so weit wie möglich objektiv zu bleiben und immer deutlich zu machen, wenn ich keine Belege für Behauptungen einer Seite gefunden habe. Leider war das recht häufig der Fall …

Ihr erinnert euch, wie alles begann? Zoe Quinns Exfreund hat einen Blog eröffnet, in dem er ALLES aufdeckt, was ihn an seiner Ex stört. Natürlich sind das hauptsächlich private Dinge, doch dass sie Affären mit verschiedenen Leuten aus der Indiegame-Branche hatte, hat sofort das Interesse von sehr vielen Leuten geweckt. Quinn hat zuletzt ein textbasiertes Spiel entwickelt, das sich „Depression Quest“ nennt, das helfen soll, Depressionen besser zu verstehen und dessen Erlös teilweise an Wohltätigkeitsorganisationen gehen soll. Sehr löblich also und die Idee ein Spiel „gegen“ Depressionen zu entwickeln, finde ich persönlich auch positiv. Doch Quinn hat ihre Glaubwürdigkeit was so einiges angeht, dadurch aufs Spiel gesetzt, dass sie, während sie in einer Beziehung war, mit verschiedenen Game-Journalisten und Entwicklern geschlafen hat, die nun unter Verdacht stehen, ihr Spiele „Depression Quest“ quasi promotet zu haben. Nicht im Sinne von Artikeln, sondern indem beispielsweise der Polygon-Redakteur Ben Kuchera, Quinns Spiel mithilfe der Crowdfunding-Plattform Patreon unterstützt hat, woraufhin Polygon sogar seine Offenlegungs-Politik für Interessenskonflikte änderte und die aufgrund von Nathan Grayson sehr kritisierte Seite Kotaku es seinen Schreibern seit Ende August direkt verbietet, Entwickler finanziell zu unterstützen. Außerdem könnten Journalisten das Spiel bei der Spiele-Vertriebsplattform Steam gepusht haben, damit es ein „Green Light“ bekommt.

Was ist Steam Greenlight? Greenlighten bedeutet, dass die Community, die bei Steam angemeldet ist, selbst darüber abstimmen kann, ob bestimmte Games in Zukunft im Steam Store erhältlich sein werden. Das hat beim ersten Versuch mit Depression Quest nicht funktioniert, deswegen hat Quinn das Game ein zweites Mal zum „greenlighten“ ausgeschrieben.  Kurz danach hat sie, so berichten verschiedenste Seiten, derbe Anfeindungen und Beleidigungen hinnehmen zu müssen. Diese reichten laut ihr von „Frauen sind doof“ bis hin zu „Depressionen gibt es gar nicht“ – selbstverständlich wesentlich unfreundlicher und mit „fuck you, you fucking fuck!“-Intentionen formuliert. Beweise für die Anfeindungen lieferte sie jedoch keine.

Journalismus? Ach, du meinst abschreiben?

Die Medien (und ich ja eigentlich zuerst auch, weil ich noch keine Zeit hatte, mich anständig zu informieren und mich zuerst über das Zeug um Sarkeesian aufregen musste) gingen einfach davon aus, dass sie schon die Wahrheit sagen würde. Dementsprechend gingen sie auch alle davon aus, dass diverse Foren und Gesellschaftsgruppen ihre Zeit im Internet damit verbringen, geifernd weibliche Gamedeveloper in Foren und bei Twitter zu bashen, deren Privatnummern an sich zu bringen und (da sie ja alle männliche Jungfrauen sind), mithilfe dieser Nummer dann vor besagter Gamedeveloperin am Telefon zu masturbieren. Das macht man halt im Internet so, gell? o.O Im Ernst, die meisten amerikanischen Medien haben wohl gegenseitig ihre Überschriften kopiert und ein wenig mit kreativem copy&paste die Artikel umgeändert, aber richtig nachrecherchiert hat anscheinend niemand. Halloohoo? War da nich mal was, so mit Verpflichtungen von Journalisten? Informieren? Die Wahrheit ans Licht bringen? Nein …? -.- Okay, vergessen wir das Herzstück des Skandals, die inkompetenten und korrupten Medien, kurz wieder und kehren zurück zu den Behauptungen von Quinn.

Da muss ich jetzt aber schon wieder fluchen. What the hell? Wer Menschen verfolgt und beleidigt und sogar sexuell belästigt, ist wirklich durch und hat keinen Respekt – aber dafür vielleicht eine Therapie – verdient. Doch einfach zu behaupten, dass jemand so etwas verachtenswertes tut? Um Aufmerksamkeit zu bekommen? Meiner Meinung nach genauso mies. Denn hier haben wir das typische Problem, das entsteht, wenn Leute aus welch unverständlichen Gründen auch immer, behaupten, vergewaltigt worden zu sein. Mit dieser Behauptung ruinieren sie nämlich erstens jemandes Leben, der fortan immer als Vergewaltiger betrachtet werden wird, obwohl er ja gar keiner ist. Zweitens rauben sie, sobald ihre Lüge ans Licht kommt, allen Opfern, die wirklich vergewaltigt wurden, ein Stück ihrer Glaubwürdigkeit. Dies gilt meiner Meinung nach nämlich auch für die Vorwürfe, die Zoe Quinn geäußert hat. Sollten diese nicht stimmen, hat sie nämlich ganze Communities diskreditiert. Okay, es sind Internet-Communities, die sind das vermutlich gewöhnt. ;) Aber zusätzlich wird es jede Frau, die mit Videospielen zu tun hat und aus irgendeinem Grund wirklich sexuell belästigt bzw. fertig gemacht wird, wesentlich schwerer haben, die angemessene Aufmerksamkeit zu bekommen, weil man viel eher ihre Glaubwürdigkeit anzweifeln wird. Wobei, je nachdem wie die Mainstream-Medien in Zukunft weiter berichten, sind ja vielleicht immer noch alle Gamer hassenswerte Frauenfeinde und jede Andeutung von Sexismus wird sofort wieder zum Skandal. Das wäre echt ein trauriges Ende für diese Affäre, also hoffen wir mal, dass sich irgendwann die vernünftigen und nicht die lauten Mitstreiter durchsetzen werden. :/

Was haben Zauberer damit zu tun?

Die Community, die Quinn in diesem Fall diskreditiert hat, hatte nicht einmal etwas mit Gaming zu tun. Es handelt sich dabei um „wizardchan.org“, ein Imageboard ähnlich wie 4chan, jedoch ausschließlich für männliche Jungfrauen über 18 – der äh Internet-Legende entsprechend, dass Jungfrauen über 30 automatisch Zauberer, also Wizards, werden. Und meine Fresse, die Seite ist eine der deprimierendsten Sachen, die ich in den letzten Jahren entdeckt habe! Eine Community, in der bereits im FAQ erwähnt wird, dass viele unter physischen oder psychischen Krankheiten wie Depressionen oder sozialen Phobien leiden („may be afflicted by physical or mental illnesses such as depression and social anxiety“), die ein extra Board für das Thema Depressionen hat und deren Mitglieder sich selbst danach messen, wie weit unten sie auf der absoluten-Loser-Skala stehen. Ausgerechnet die sollen eine weibliche Spieleentwicklerin angreifen, die ein Spiel über Depressionen entwickelt hat? Das kann ich mir nicht so recht vorstellen. Aber wir befinden uns natürlich im Internet, wo theoretisch die Anonymität frei macht und so. Man könnte auch argumentieren, dass gerade die langjährigen Jungfrauen, die nie etwas mit Frauen am Zaubererhut hatten, völlig frustriert sind und deswegen der Frau eins auswischen möchten, die erfolgreich ist und sich gerade in ihrer Expertensparte der Depressionen breit macht. Insgesamt finden sich in der Community glaube ich eher eine negative Stimmung gegenüber normalen Menschen/“normies“.

Doch selbst wenn einzelne aus dieser Community sich so verhalten haben sollten, bekommt nun die ganze Community eins drauf. Da ich keine männliche Jungfrau über 30 bin, bin ich dort nicht Mitglied und habe dementsprechend leider keine Ahnung, ob nicht viele der Mitglieder fürchterliche menschliche Wesen sind – aber trotzdem regt es mich auf. Denn das ist indirektes Bashing von Leuten, denen es (vermutlich) ohnehin schon dreckig genug geht und die es garantiert sowieso gewohnt sein dürften, dass die Gesellschaft ihnen ihre bloße Existenz übel nimmt – oder sie sich zumindest so fühlen. Und jetzt bulldozert auch noch eine sogenannte social justice warrioress* mit all ihrer Publicity und all ihren 19.000 eigenen Followern über deren Forum hinweg, in das sie eigentlich gar nicht reindürfte, weil Frauen sich auf der Seite nicht anmelden sollen? Talk about an unfair fight. (*Ich habe nichts gegen soziale Gerechtigkeit, fände die vielmehr eher toll, aber habe etwas dagegen, wenn man die als Schild vor sich hält, während man andere Leute sehr unsozialerweise fertig macht.)

Man kann nun auch anmerken „Wääh, diese Wizards schließen ja Frauen aus, das is doch sexistisch!“, wie ich das bei ReturnofKings selbst gemacht habe. Doch im Gegensatz zu letzterem glaube ich persönlich, die „Wizards“ möchten einfach nur ihre Ruhe vor dem Teil der Gesellschaft, mit dem sie nicht zurechtkommen (also … 90 % davon? o.o) und wenigstens einen Teil des Internets, wo sie sich verstanden fühlen. Bei ReturnofKings bin ich mir hingegen sicher, dass diese ihre Seite auch ganz gezielt dazu nutzen möchten, um frauen- oder einfach menschenverachtende Botschaften weiter zu verbreiten.

Mehr Frauen in Games! Doch wer Games von Frauen designen lässt, beutet Frauen aus! Äh, was?

Aber kommen wir zurück zu Zoe Quinn. Nach meinen Recherchen ist weiterhin nicht geklärt, ob sie wirklich und wenn ja von wem sie bedroht wurde. Außerdem hat sie laut Aussage von „The Fine Young Capitalists“ versucht deren Projekt zu sabotieren. „TFYC“ hatten ein Projekt beim Crowdfunding-Plattform „indiegogo“ angemeldet, mit dem sie den Anteil von Frauen im Gamedesign erhöhen wollten. Das Projekt sollte es einer Frau, die nie zuvor ein Spiel designt und keinerlei Programmiererfahrung hatte, erlauben, mithilfe von Developern ihr eigenes Game zu entwickeln. Dazu bat das Team von TFYC um insgesamt 65.000 $, damit alle Beteiligten bezahlt und das Spiel -nachdem die Gewinnerin über ein Online-Voting ausgesucht worden war- entwickelt werden konnte. Vom Gewinn, den das Spiel machen würde, erhielte eine von der Gewinnerin ausgewählte Charity-Organisation dann 8 %.

Klingt cool, oder? Find ich auch. Leider kam es anscheinend zu einem Zusammenstoß zwischen Zoe Quinn und TFYC. Sie behauptete, dass das Projekte ausbeuterisch sei und somit, entgegen der eigentlichen Absicht des Projektes, frauenfeindlich. Die Logik muss man sich erst einmal geben. Das Argument war wohl, dass die Frauen nicht für ihre kreative Leistung bezahlt würden. So wie ich das verstanden habe, bekommt die Gewinnerin des Projektes aber Royalties -also Lizenzgebührgedöns-, die jedem schaffenden Künstler zustehen. Wieviel genau das im Endeffekt ist, hängt wieder davon ab, wieviel das Game an Umsatz einfährt. So habe ich die Erklärungen auf dem Blog der Fine Young Capitalists verstanden. Diese wollten mit Zoe Quinn in Kontakt treten, um herauszufinden, was denn nun bitteschön an ihrem Projekt ausbeuterisch sei. Doch Quinn meldete sich nicht mehr. Sie boten ihr sogar an, sie als Beraterin einzustellen. All das half nichts. Quinn zeigte weiterhin keine Reaktion.

TFYC führten auch mehrere Interviews, doch keiner der Journalisten veröffentlichte die Artikel, die eigentlich über das Projekt erscheinen sollten. Zusätzlich wurden noch die indiegogo-Seite des Projektes sabotiert und persönliche Infos der Gruppe TFYC im Internet verbreitet – worüber aber zunächst auch niemand berichtete! Denn das waren ja die bösen Ausbeuter, die dort fertig gemacht wurden. Da lohnt sich das berichten ja nicht. Im Nachhinein scheint es, als hätte allein Cinemablend positiv über das Projekt berichtet und von berühmteren Persönlichkeiten nur Adam Baldwin die Gruppe unterstützt, indem er ihre Projekt-Seite bei Twitter teilte. Bis am 9.9. ein Interview bei apgnation online ging, in dem TFYC erklärten, was während der Funding-Phase bereits alles schief ging, sah es also düster aus. Das Funding-Ziel ist mittlerweile sogar überschritten und das Voting für das beste Spiel kann beginnen. Dann hoffen wir mal, dass das Projekt wirklich erfolgreich wird und ein gut designtes Spiel dabei herauskommt und sich der ganze Aufwand gelohnt hat! :)

Vorteile durch Bekanntschaften, Teil … viele.

Also so langsam wird es lächerlich. Ich meine, bei jedem ist es doch so, dass er oder sie eher was mit Leuten anfängt, die in den gleichen Interessenskreisen unterwegs sind. Aber Zoe Quinn hat echt eine Auswahl getroffen … Wenn ich die Seite des Veranstalters nicht fehlinterpretiere, dann war der Spieleentwickler Robin Arnott von Soundselfgame im Jahr 2013 zum zweiten Mal für die Auswahl der „Night Games“ bei der Veranstaltung IndieCade verantwortlich. Lo and behold, unter den 24 „Night Games“ von 2013 war auch Depression Quest. Und, als hätten wir es geahnt: Auch mit Robin Arnott hatte Zoe Quinn laut ihrem überaus wütenden Exfreund eine Affäre.

Abgesehen von Zoe Quinn fehlen mir leider andere Beispiele für die Korruption in den Game-Medien. Also „leider“, in Anführungszeichen. Denn natürlich reichen auch diese Beispiele aus, um völlig angewidert auf diverse Medien zu blicken und noch skeptischer zu sein, als man das ohnehin schon sein sollte. Um das noch einmal klarzustellen: Der Game-Journalist Nathan Grayson hat nach dem, was ich herausgefunden habe nie ein Review über Depression Quest geschrieben. So hat er nur in einem Artikel vom 8.1.2014 bei „Rock, Paper, Shotgun“ erwähnt, dass der (Zitat) „Twine Darling Depression Quest“  zu einer Gruppe von 50 gegreenlighteten Steam-Spielen gehört und bei Kotaku nur einen Artikel über eine gefloppte Gameshow in der Zoe mitspielen sollte veröffentlicht. Der einzige Artikel bei RPS, in dem es direkt um Depression Quest geht stammt von einem gewissen Adam Smith, der, so unglaublich es uns auch erscheinen mag, bisher noch nicht mit Quinn oder deren Bett in Verbindung gebracht wurde. Zur Erinnerung: Das waren nur Brandon McCartin, Robin Arnott, Kyle Pulver, Nathan Grayson und Joshua Boggs. Also auch keiner von denen, die bei Kotaku, dem aktuellen Arbeitgeber von Grayson, über Depression Quest geschrieben haben. Bei Kotaku bearbeiteten Phil Owen, Patricia Hernandez und Ian Mahar das Thema oder erwähnten das Spiel in ihren Texten.

Wenn momentan wirklich alle Games-Medien korrupt sind etc., sollte es dann nicht mehr Beispiele geben, dass Reviews oder unterstützende/bashende Artikel beeinflusst wurden? Nun ja, viele Youtuber berichteten über das Phänomen, dass Gaming-Seiten sich während der „Zoe Quinn Sache“ plötzlich dahingehend äußerten, dass es ja nicht angehen könne, Quinn dermaßen fertig zu machen und ihrerseits die Gaming-Community ankeiften. Die hatte jedoch eigentlich damit gerechnet, dass jemand auf die Vorwürfe der Korruption in der Branche antworten würde und war dementsprechend verdattert, dass nun alle Gamer die Bösen waren. Doch als wäre das nicht genug, wurde nun wirklich ernst gemacht und der Begriff des „Gamers“ für altbacken und überholt erklärt und erläutert, dass man diese misogynistischen (aka frauenfeindlichen, aber das klingt nich annähernd so pseudogebildet) Menschen gar nicht bräuchte, weil es ja mittlerweile so viele Frauen gebe, die Videogames spielen. Ab diesem Zeitpunkt waren die meisten Leute, die sich selbst bisher freudig als „Gamer“ bezeichnet haben, ohne irgendwie damit frauenverachtende Tendenzen zu beweisen, zu Recht ziemlich angepisst.

Die Secret Mailing List of Game Journalists

Vor ein paar Tagen (17.9.) gab es dann noch so einen Skandal, dessen Skandalösität ich zunächst nicht so recht verstanden habe, der aber direkt mit dem „Medien vs. Gamer“-Phänomen zu tun hat. Jemand hat eine Mailingliste veröffentlicht, auf der viele Game-Journalisten stehen, die sich miteinander unterhalten. Diese Liste gehört nach Aussagen verschiedener darauf zu findender Journalisten zu einer Google+ Gruppe, in der nun ja, Dinge besprochen werden, die man innerhalb einer Branche so bespricht. Das sollte ja an sich niemanden vom Hocker fallen lassen, oder? In den emails scheint es allerdings nicht darum zu gehen, sich gegenseitig Informationen zukommen zu lassen. Also nicht so, wie ich das von journalistischen Gruppen erwartet hätte: „Hey, das is nicht unser Gebiet/wir haben nicht die Resourcen für so eine Story, aber an sich ganz spannend, will da einer von euch was draus machen?“ sondern eher „Hey, wir mögen das Thema nicht, lasst da mal die Finger von!“ Konkret ging es natürlich mal wieder um Zoe Quinn. Bezüglich ihres Sexlebens wurde allen auf der Mailingliste eingebläut, dass sie doch bitte nichts zum Thema zu sagen hätten und wenn dann bitte Unterstützung für die feministischen Feministinnen in Feministia leisten sollen.

Ein Beweis dafür, dass sich die Leute abgesprochen haben? Nun ja. Kurzes googlen ergibt, dass Dan Golding, Gamasutra und Kotaku am 28.8. die Artikel „The End of Gamers“, „Gamers are over“ bzw. „We might be witnessing the end of an identity“ veröffentlichten. Das ist schon verdächtig, aber ich möchte anmerken, dass ein generelles Problem der Medienlandschaft das der erzwungenen Aktualität ist. Wenn ein Medium eine heiße Story veröffentlicht, kann man sich sicher sein, dass die Konkurrenz, sofern sie nicht verschlafen ist, in den meisten Fällen spätestens am nächsten oder übernächsten Tag dasselbe Thema behandeln wird. Je Internet desto schneller. Leider oft aber auch „je weniger eigene Recherche und je mehr abschreiben, desto schneller“. Dennoch ist es vor allem im Zusammenhang mit der Mailingliste auffällig, wie gut aufeinander abgestimmt die verschiedenen Medien wirken und dass die meisten in die gleiche Kerbe hauen, anstatt sich mit dem Problem, um das es eigentlich gehen sollte, zu beschäftigen.

Die DiGRA-Illuminaten

Ihr habt alle noch euren Alu-Hut auf, oder? :) Sehr gut. Denn jetzt kommt etwas, was für mich wirklich absurd und wie eine Verschwörungstheorie klingt. Der Vorwurf lautet: Zoe Quinn und andere Indie-Gamedeveloper wollen gar keine „richtigen“ Spiele mehr herstellen, sondern Spiele, die nach der Definition keine sind – also zum Beispiel keinen Gewinner und Verlierer haben. Da das aber auch auf andere Spiele, wie „Sims“ zutrifft, weiß ich nicht, ob das Argument so stichhaltig ist. Oder hat von euch je einer eine Familie bei den Sims so lange gespielt, dass er oder sie als Gewinner aus dem Spiel hervorgegangen ist? ^^ Geht das überhaupt? Ich hab da immer nur Häuser gebaut und dekoriert … :D Aber lassen wir die Definition, was ein Spiel ist und was nicht, mal so stehen und wenden uns der Verschwörung zu.

Die Übeltäter hinter den Kulissen sind: DiGRA. Was nach einem zombie’esken Ausspruch klingt, steht für „Digital Games Research Associtation“, also einer Organisation, in der Akademiker (die anderen Nerds quasi) sich über Games austauschen und daran forschen können. Die Organisation wird gefördert vom US-Ministerium DARPA, der Defense Advanced Research Projects Agency, und hält Konferenzen, bei denen Silverstring Media einer der Teilnehmer ist. Silverstring Media wiederum unterstützen Zoe Quinn und Anita Sarkeesian. Ihr habt richtig gelesen. Ein Unterministerium der USA, das „Defense“, also Verteidigung, im Namen hat, fördert die Organisation DiGRA. Und sie haben mit Medien zu tun, die dafür bekannt sind eher hysterisch auf Seite der Feministinnen zu stehen. Und äh, mit Zoe Quinn (über deren PR-Dame). Aber wo käme Quinn in diesem Wirrwarr nicht vor?

So weit, so unheimlich. Leider kann ich mich nicht dazu aufraffen, euch jetzt zusätzlich zu eurem Verschwörungstheorienhut auch noch eine glaubwürdige Theorie dazu mitzugeben. Denn meiner Meinung nach ist es normal, dass forschungsorientierte Einrichtungen von irgendwelchen Ministerien gefördert werden – bedauerlicherweise eben auch oft von Verteidigungsministerien. Sobald die etwas sehen, das sie selbst verwenden könnten, sitzt das Geld eben etwas lockerer. Das heißt aber keineswegs, dass DiGRA Massenverblödungsgames oder ähnliches entwickelt, sondern nur, dass irgendetwas an deren Forschung interessant sein könnte. Auf dieser Seite findet ihr noch mehr zum Gamergate und dort werden die Verbindungen zwischen den verschiedenen Gruppen noch einmal zusammengestellt, das allerdings zumindest für die DiGRA-Infos keineswegs neutral! Also seid bitte auch hier skeptisch.

Politisch korrekt = langweilig?

Auch die Tatsache, dass Leute bei verschiedenen Medien arbeiten und dann „Oh Wunder!“ im Rahmen einer DiGRA-Konferenz als Vortragende auftauchen, heißt doch nur, dass die DiGRA sich mit Themen beschäftigt, für die diese Leute Experten sind. Woher sollte man sonst seine Experten für Vorträge hernehmen? Nehmen wir an, ihr macht eine Konferenz zum Thema „Die besten Wege, den perfekten Kuchen zu backen“ und ladet euch dazu einer Meisterkonditor oder eine Patisserie-Expertin ein. Da ihr das alles nicht alleine finanzieren könnt, bekommt ihr außerdem Geld von der Bäckerinnung und vom Lebensmittelsonstwas-Ministerium. Plant ihr deswegen die Welt mithilfe von Törtchen zu kontrollieren? Unwahrscheinlich.

Wovor haben also diejenigen Angst, die in der DiGRA eine Weltuntergangsorganisation sehen? Ich glaube, die Gamer, denen die DiGRA Angst einjagt, reagieren mittlerweile einfach allergisch auf den Ausdruck „politisch korrekt“. Denn genauso wie der Begriff „Social Justice Warrior“ in den letzten Wochen zu einem Schimpfwort wurde, ist auch der Ausdruck „politically correct“ zu etwas ganz anderem geworden, als er ursprünglich gedacht war. Die Leute bei DiGRA möchten nämlich, wenn ich das richtig sehe, dass Games vielseitiger werden,  mehr Frauen darin vorkommen und mitdesignen, aber vermutlich auch, dass Menschen mit anderen Ethnien drin vorkommen und nicht immer (dummes Beispiel) schwarze Gangster und asiatische Kungfu-Meister in Spielen vorkommen. Um das zu erreichen, muss man über das Thema diskutieren und das tun diverse Menschen im Rahmen der DiGRA-Konferenz 2014. Natürlich sind Verstrickungen mit Sachen wie Verteidigungsministerien immer mit Vorsicht zu genießen, doch ich persönlich habe in der („laut Internet“ authentischen) Mitschrift der DiGRA 2014 nichts gefunden, was auf die Übernahme der Weltherrschaft hindeutet.

Warum sollte man überhaupt in Panik verfallen, wenn man hört, dass jemand politisch korrekte Games erschaffen will? Nun, ich glaube viele haben einfach die Befürchtung, dass in Zukunft nur noch Anita Sarkeesians Games designen dürfen und dass niemand mehr seine Kreativität ausleben darf, sobald darin potenziell eine wehrlose Prinzessin oder eine leichtbekleidete Nebenfigur vorkommen könnte. Es geht um Zensur. Ebenso wie reddit (nicht zum ersten Mal) vorgeworfen wurde, dass dort Kommentare gelöscht wurden, weil sie den Namen Zoe Quinn enthielten, breitet sich im allgemein-misstrauischen Klima nun die Angst aus, dass Spiele zukünftig nur noch danach hergestellt würden, ob sie politisch korrekt sind und nicht mehr danach, ob sie den Gamern Spaß machen. Das wäre, sagen wir mal, schlecht, würde vermutlich aber auch den Spieleherstellern nicht helfen, die ihre Produkte verkaufen wollen, oder? Ich bin immer dafür, dass Spiele mehr Diversität beinhalten, aber das heißt doch nicht, dass sie langweilig oder zensiert sein müssen. Ich naives Wesen habe mir jetzt eher vorgestellt, dass man bei Games, wo der eigene Charakter im Vordergrund steht, mal ganz andere Charaktere spielen kann als die Standard-Helden/-Antihelden. Wenn durch politisch korrekte Spieleentwicklung nur noch langweiliges Zeug produziert wäre, wäre das wohl der Tod einer ganzen Industrie. Deswegen hoffe ich, dass Games kein Mittel zum Zweck der „politically-correct-Indoktrinierung“ werden, sondern einfach ein breiteres Spektrum abdecken. Keine Zensur, sondern mehr Vielfalt.

Im Endeffekt fasst die Überschrift eines Artikels bei Cinemablend sehr passend zusammen, wie verworren die ganze Situation irgendwann war und wie ermüdend (und unmöglich) der Versuch wurde, alle Standpunkte gleichzeitig zu diskutieren: „GamerGate: Everyone Hates Each Other And I’m Really Tired„. Deswegen höre ich auch nach dem nächsten Kapitel damit auf und mach mir nen Kaffee.

TL;DR: Warum ist denn nun alles explodiert?

Ich glaube, die zugrundeliegenden Probleme an allen Dingen, die ich hier genannt habe, waren:
1. Schlechte Recherche durch verschiedene Medien bzw. generelles Vertrauen in bestimmte Personen, ohne dass deren Behauptungen verifiziert wurden.
2. Arroganz bei den Journalisten: Ihr unterstellt uns, dass wir nicht sauber gearbeitet haben? IHR seid doch das Problem!
3. Verallgemeinerung: Alle Gamer sind gegen Frauen oder alle Feminist(inn)en sind gegen Gamer. → 1.-3. kurzum: beschissene Kommunikation!
4. Überreaktion einiger weniger und Ausnutzung der Aufregung durch Mega-Trolle bis hin zu Todesdrohungen oder Bombendrohungen.
5. Die Verstrickungen um eine der Gamesmedien-Firmen „Silverstring Media“ wurden immer noch nicht aufgeklärt. Einen zusammenfassenden Artikel, mit allem woran Silverstring Media so beteiligt ist, der nun wirklich den Rahmen dieses schon viel viel zu langen Textes sprengen würde, findet ihr hier.

Ein Youtube-Rant von einem US-Gamer macht meiner Meinung nach sehr schön deutlich, wieso im Moment keiner mehr keinem vertraut. Die Spieleindustrie und die über Spiele berichtenden Medien sind auf einmal zu der Schlussfolgerung gekommen, dass wenn irgendjemand Frauen/Feministinnen anfeindet, die sich mit Games beschäftigen, diese jemande den Großteil der traditionellen Gamerszene ausmachen. Wodurch plötzlich wieder das seit Jahren (erfreulicherweise) veraltete Klischee wieder aufkam, dass Gamer alle männliche Jungfrauen sind, die mit starken Frauen nichts anfangen können und um jeden Preis die eigene Sphäre der Games für sich selbst beanspruchen möchten. Ach ja und unfreundlich und unhygienisch sind sie auch noch. Plötzlich wurde sogar der Begriff des „Gamers“ für veraltet erklärt und alle, die sich bisher als solche verstanden hatten, waren logischerweise vor den Kopf gestoßen und versuchten sich zu wehren. Doch in vielen Fällen wurden die aufgebrachten Gamer dann nur weiter in die antifeministische Ecke gedrängt, egal ob es ihnen darum ging weibliche Entwickler zu beleidigen oder sie sich gegen die Praxis zur Wehr setzen wollten, dass irgendein Entwickler, der zufälligerweise weiblich war, Absprachen mit Journalisten über Spiele getroffen hat.

Ach ja, und dann war da noch Zoe Quinns Exfreund, der selbst nicht damit gerechnet hat, welche Folgen sein Blogbeitrag haben würde. Schon lustig, wenn ein wütender Exfreund glaubwürdiger und vernünftiger rüberkommt als viele Nachrichtenseiten. Oder ist es eher traurig? Abschließend noch einmal ein Youtube-„call for kindness and common sense„. Ich hoffe es kommt bald endgültig ans Licht, wer mit wem wie wann warum zu tun hatte und dass den beteiligten Journalisten und Medien endlich klar wird, wie sie das Vertrauen ihrer Leser/Zuschauer verspielen. Und dann wird hoffentlich alles gut …

Wie immer gilt: Sollte ich etwas falsch dargestellt oder vergessen haben, schreibt es mir in die Kommentare. Ich hoffe, ihr konntet mit diesem Artikel zu #GamerGate etwas anfangen und bin gespannt, wer überhaupt bis zum Ende durchgehalten hat. ^^ (Die Mangas kommen dann wirklich in den nächsten Artikel. Hoffe ich.)

Ein erholsames und hoffentlich verschwörungsfreies* Wochenende wünscht euch
eure 0utofjoint =)

PS: Vielen Dank an Cen, der mich mit seinen Kommentaren zu meinem ersten Artikel auf viele neue Details aufmerksam gemacht hat.
PPS: * Den Alufolien-Hut dürft ihr wieder ausziehen und euch alles noch einmal ohne ihn durch den Kopf gehen lassen. ^-^

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20 Kommentare

  1. Tach, mir hat der Artikel gut gefallen.
    Die einzige Sache die mir etwas sauer aufstößt ist diese angebliche DARPA Verschwörung.
    Muss das jedesmal auftauchen? Selbst in der Gamestar kam das vor.
    Das wäre wie wenn man bei jedem Artikel über Nasa auch gleich mal die Mondverschwörungstheortiker auspackt.

    VG

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    1. :D Aber ich wollte doch so gerne den Alufolienhut aufsetzen dürfen!
      Nein, ernsthaft. Ich dachte mir, ich entkräfte die Vorwürfe lieber etwas, als dass ich gar nix dazu schreibe. Dann kommt nämlich (vermute ich) wieder „Alles zur DiGRA wird zensiert! Niemand will sich dazu äußern!“ und so weiter. Die Mondverschwörung is ja mittlerweile doch so ziemlich durch. Hrm, vielleicht hab ich’s nicht genug entkräftet, muss ich noch mal überdenken …
      Aber vielen lieben Dank erst mal für die positive Rückmeldung! :)

      Dein Nutzername ist empört, dass mein Blog eine email-Adresse haben möchte, nehm ich an? Das liegt nur daran, dass ohne email-Adresse und freischalten viel schneller Spambots die Kommentar-Sections zumüllen. Ist zumindest meine Erfahrung. Und die Option ein Captcha o.ä. zu verwenden gibt es meines Wissens bei wp.com leider nicht. Keine Sorge, ich sammle die Adressen nicht, veröffentliche sie nirgendwo und verschicke auch keine Spammails. :)

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      1. Guten Tag, Ich finde es gut, dass du alles erwähnt hast. und ja mittlerweile kam aus, dass sie dem FBI angerufen hat.
        Ansonsten super Artikel alles drin was bis zirca zum 19 Sep passiert war. Respekt gut nachgeforscht!

        ich finde es auch nicht schlecht das du den Alufolienhut aufsetzt

        Mal schauen was die Zukunft bringt, nachdem was gestern alles geflüstert wurde..
        wird die nächste Woche spannend

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        1. Danke für das Lob! :) Freut mich, wenn ich nix wichtiges vergessen hab. Ja, ich bin auch gespannt und sobald ich mich nicht mehr mit dieser verschleppten Erkältung rumquäle, beobachte ich auch wieder irgendwelche Nachrichten … ^^

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  2. Heyho,

    netter Artikel, inzwischen sind sich aber so wie ich das gehört habe alle zimelich einig, dass Frau Sarkeesian die Behörden eingeschaltet hat. Ist wohl ans FBI direkt weitergeleitet worden.

    Ansonsten mach weiter so, guter Artikel!

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  3. Hallo, so habe diesen Artikel nun auch gelesen, erst mal meine Anerkennung für die ganze Mühe, die das gemacht hat, all diese Fakten nicht nur zusammenzutragen, sondern auch irgendwie zu strukturieren. Ich finde das ist Dir hier wirklich gut gelungen, weil Du es auch schaffst „on the fence“ zu bleiben und das pro und kontra beider Seiten gut abzuwägen.

    Ich weiß nicht, wie es Dir geht, ich habe mich mittlerweile ja notgedrungen eher einer Seite zugewandt, weil ich die Art zu diskutieren der anderen Seite nicht mehr tolerieren wollte (Geordi Tait und die Unfähigkeit darauf zu reagieren waren da nur der letzte Tropfen, schon Brianna Wus „lustige“ Aspergerkind Fotos fand ich eigentlich jenseits dessen, was ich unterstützen kann). Aber das nur am Rande, interessant ist für mich vielmehr, wie sehr sich die Fronten seitdem Du deinen Artikel geschrieben hast nun noch verhärtet haben. Dabei ist der Artikel gerade mal 2 Monate alt.

    I feel like a stranger in a strange land

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    1. Vielen Dank für die positive Rückmeldung! ^-^ Da hat sich das recherchieren ja wirklich gelohnt. :)

      Also je nachdem, was noch kommt, bin ich eher versucht, meinen Kopf in den Sand zu stecken und zu hoffen, dass alles bald vorbei ist. -.- Das hält doch kein Mensch aus, ohne durchzudrehen! Das Problem ist auch, dass so gut wie alles immer auf irgendwelchen Tweets basiert, deren Authentizität sich schlecht bis gar nicht nachprüfen lässt, sobald sie gelöscht oder zum Beispiel die User geblockt wurden. Oder zumindest glaube ich das, ich kam ja noch nicht dazu, weiter zu recherchieren. Ich weiß übrigens grade gar nicht, was du für Fotos meinst, ich hab nur mitbekommen, dass sie eine Userin „Aspie“ genannt haben soll, was natürlich auch mal gar nicht geht.
      Ja, ich kann dir da nur zustimmen. Man kommt kaum hinterher, so viel eskaliert da … Ich bin mal gespannt, wo das endet oder was erst explodieren muss, damit die lautesten Rumbrüller auch realisieren, dass da was schiefläuft … :/

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      1. Die Kontroverse entzündete sich an Fotos eines unter Asperger leidenden Kindes, das auf dem Bild wütend schreit und sie (oder ein Freund von ihr, das ist nicht klar, sie hat jedenfalls getweetet) hat nur runtergeschrieben „GamerGate is about Ethics in Video Games“, als ob das Kind das sagen würde.
        Das sie jemanden Aspie genannt hat, war, soweit ich es mitbekommen habe eine Ente.
        Ja das mit den Tweets die gelöscht werden ist ein Problem, leider führt es dazu, dass nun beide Seiten jeden Tweet sofort archivieren und dann herumreichen.
        Ich hab momentan auch keine Lösung parat, irgendwann wird sich das ganze totlaufen, wie alles vorher auch, aber ich glaube es ist von beiden Seiten soviel Porzellan zerschlagen worden, dass ein zurück zum vorher lange nicht möglich sein wird. Beide Seiten werden sich wohl eigene Communities aufbauen und nicht mehr miteinander reden (wie es in der US amerikanischen Atheismus Bewegung 2012 der Fall war, deren Crash hat große Ähnlichkeit mit GamerGate).

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        1. Aaah, das meinst du! Ja, das war doch eine Reihe von Memes, die ihr wohl ein Fan zugesendet hat. Siehe hier: https://twitter.com/Spacekatgal/status/520282355567964160 Jedenfalls war das Bild wohl ein Stockphoto und aus welchem Zusammenhang es stammt, sieht man ja nicht direkt, wenn man’s nicht recherchiert. Da würde ich ihr jetzt nur vorwerfen, dass sie die andere Seite als kindisch bezeichnet und somit die Stimmung noch weiter anheizt, was sicherlich nichts besser machen wird.
          Aber generell ist der Tonfall bei beiden Seiten mittlerweile ohnehin sehr verachtend, dass sich da fast nichts mehr annähern kann …
          Ja, wie sollte die auch aussehen? Alleine das Gamergate schließen und alle sind friedlich? Wäre toll, geht aber leider nicht. :)
          Oooh, okay, also wenn ich doch noch mal was schreibe, sollte ich bei den Atheisten auch noch mal recherchieren. Das wäre ja spannend, wenn man da einen direkten Vergleich ziehen kann!

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          1. Naja Stockphoto würde ich das nicht nennen, immerhin ist es aus einer Broschüre über Asperger herauskopiert ;)
            Die Atheisten sind priceless, wo anders bekommst Du Sätze über Konferenzen einer Bewegung zu lesen wie den hier:
            „Then secret harassment police swooped in out of nowhere, because Amy had evidently told someone about the ongoing anti-Amy sentiment at some point who knew the secret harassment police.“
            Pack das mal in Google, ist ein guter Ausgangspunkt, so deprimierend, dass man manchmal nur noch lachen kann.

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            1. Oh, siehste mal, das wusste ich nicht. Aber auch Broschüren verwenden oft Stockphotos! :P Und schon kann man wieder alles zerdiskutieren, wie anstrengend. :/
              Uuh, okay, me will google this! Secret Harassment Police klingt sehr interessant ^^

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            2. Have fun, ich treibe mich jetzt seit knapp 2 Wochen auf KotakuInAction rum und versuche reddit zu verstehen, werde nächste Woche wohl einen Erfahrungsbericht darüber schreiben, 2 Wochen im Gamergate Camp. Erstaunliches, Erwartetes, Erfreuliches, Erschreckendes, ich kann Dir ja mal Bescheid geben dann, aber das dauert wahrscheinlich noch ein wenig, erst mal muss ich ein paar Worte über Assassin’s Creed Unity verlieren ;)

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  4. Sehr gerne doch! Ich bin gespannt, was du dann zu berichten hast. :)
    :D Okay, dann viel Spaß dabei, Entspannung/Abwechslung von Gamergate muss ja auch mal sein. Ich müsste eigentlich noch tonnenweise Artikel schreiben, werde dieses Wochenende aber wohl zu nix kommen ..

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