Einfach, aber gut! – Monster Hunter Orage

Ich habe es geschafft! Ich habe endlich eine Mangareihe angefangen und sie auch direkt beendet! Das heißt, ich kann euch nun ein Review der kompletten Reihe von „Monster Hunter Orage“ bieten. Ich bin so stolz auf mich! Okay, es waren nur vier Bände, aber man muss sich auch über die kleinen Dinge freuen können. ;) Wie bin ich auf den Manga gekommen? Weil einer meiner Lieblings-Vollidioten-Youtuber (das IST ein Kompliment, ja? :D) Chan den in einem Mangachaos empfohlen hat – und ich kurz danach am Bochumer Hauptbahnhof darüber gestolpert bin. (Ich und Bahnhöfe …)

Irgendwas kommt mir hier bekannt vor …
Alle vier Bände Monster Hunter Orage bezwungen von meiner Nemu-Neko (Neko-nemu?o.o); Hiro Mashima; Carlsen Manga

Monster Hunter Orage von Nemu-Neko bezwungen; Hiro Mashima; Carlsen Manga

Abgesehen von meinem Plüschtierchen könnte euch der Name Hiro Mashima bekannt vorkommen. Der Mangaka zeichnet nämlich auch Fairy Tail. Den Zeichenstil muss ich also nicht näher beschreiben, denn er ist wirklich fast 1:1 wie bei Fairy Tail und das mag man eben oder man mag es nicht.

Professionellst fotografiert! Band 1-4 von Monster Hunter Orage

Professionellst fotografiert! Monster Hunter Orage 1-4

Die vier Mangas basieren auf der Welt der Spielreihe „Monster Hunter„. Mashima ist nach eigener Aussage ein totaler Fanboy dieser Games und war deswegen völlig aus dem Häuschen, als Capcom ihn gefragt hat, ob er einen darauf basierenden Manga basteln möchte. Nachvollziehbar. ^^ In den Spielen (die ich nicht gespielt habe) geht es selbsterklärenderweise darum, Monster zu erlegen. Wer hätte das gedacht? Diese Grundidee findet sich auch beim Manga, Mashima durfte jedoch auch eigene Monster entwerfen. Im Spiel kann man Teams mit bis zu vier Spielern bilden, um besonders badass Monster anzugreifen. So, das wars zum Hintergrund, nun zum Manga – der macht nämlich wirklich Spaß, auch ohne dass man einen Plan vom Spiel hat.

Story: Man muss den Manga nicht immer neu erfinden :)

Shiki ist einer der typischen hirnlosen, aber sehr sympathischen Helden, die alles platt machen, was ihnen in den Weg kommt. Nach dem Tod seines Meisters begibt er sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Übermonster Miogaruna. Auf seinem Weg trifft er auf andere Jäger, die ihn dann begleiten. Also grob gesagt, ein bisschen One Piece+Fairy Tail im Schnelldurchlauf. Auch was das Aussehen der anderen Hauptcharaktere und die Gesichtsausdrücke angeht. ;) Ach ja, Waffen-Upgrades gibt es auch ab und an, denn man will ja nicht vergessen, woher die Idee zum Manga kommt. ^^

Monster Hunter Orage ist wirklich witzig gemacht, ich muss allerdings zugeben, dass ich ihn beim Reinschmökern im Laden fast nach den ersten paar Seiten wieder weggelegt hätte. Einfach weil Shiki am Anfang wirklich grenzdebil rüberkommt und ich mir dachte „Oahnöö, Natsu in noch depperter? Nu übertreibt er aber …“. Nachdem ich trotzdem weitergelesen habe, war ich aber schnell versöhnt und fand die Story auch angenehm unterhaltsam. Also falls ihr erst einmal reinlest, habt ein wenig Geduld mit dem Manga. Natürlich darf man bei dieser Story keine wirklich tiefgründigen Ansätze erwarten, doch als Unterhaltung mit den fast standardmäßig dazugehörenden Elementen „Freunde halten immer zusammääääään!“ und ein ganz klein wenig auf die Dramatik-Tränendrüse drücken, reicht es durchaus. Es gibt natürlich auch einen Bösewicht in der Geschichte, doch wie der so drauf ist, verrate ich mal nicht. :)

Kleine und große Mängel: Y U NO fill Manga with Manga?!

EIn paar Dinge haben mich noch gestört. Erstens, dass der Manga so krass albern anfängt, was sich aber legt. Zweitens, dass der Mangaka dem Charakter Kuron die Eigenheit verpasst, bei Redewendungen die falschen Worte zu verwenden, wodurch dieser ebenfalls eher eine Lachnummer wird. Doch ab dem zweiten Band spricht er plötzlich wie ein ganz normaler zurechnungsfähiger Mensch. Das hat mich leicht irritiert. Entweder Comedy oder ernstzunehmender Charakter, aber so ein plötzlicher Umschwung? Das wirkt eher so als hätte Mashima selbst den Klamauk ein wenig zurückschrauben wollen. ^^ Alles in allem nimmt das dem Manga aber nichts, sondern sind nur Kleinigkeiten, die mir auffielen.

Das größte Ärgernis für mich war es, am Ende der Story festzustellen, dass vom vierten Buch noch mehr als ein Drittel übrig ist. Hä? Wie jetzt? Ihr habt richtig gehört, der vierte Band enthält nur zu knapp zwei Dritteln Manga und der Rest sind kurze 4-Panel-Stories vom Kollegen (bzw. Untergebenen) Mashimas, der auch am Projekt Monster Hunter Orage beteiligt war. Der Mangazeichner Shin Mikuni hat während die Reihe Monster Hunter Orage in Magazinen veröffentlicht wurde, jedes Mal seinen Comic namens „Jägerleben“ dazu gezeichnet, in dem es um die Arbeit in der Redaktion geht. Das sind jeweils neun dieser Kurzstories pro Ausgabe und von „Jägerleben“ gibt es 13 Stück plus ein paar längere Sondereditionen. Macht also über 117 davon und mehr als ein Drittel des gesamten vierten Bandes.

Ich verstehe ja, dass es schade wäre, dieses Gimmick einfach komplett wegfallen zu lassen und ich verstehe auch, dass es seltsam wirken würde, wenn der vierte Band auf einmal wesentlich dünner ist als die anderen. Bedauerlicherweise fand ich „Jägerleben“ aber überhaupt. nicht. lustig. Nicht im geringsten. Keine einzige Episode und ich habe ALLE gelesen, in der Hoffnung, dass doch noch etwas lustiges dabei ist. Daher hat es mich nicht gerade begeistert nach einem guten Manga über 117 Episoden davon ans Ende des vierten Bandes geklatscht zu finden. Da ich also eher genervt von Shin Mikumis Art war, wird mich das eher davon abhalten, seine eigene 4-bändige Serie „Spray King“ irgendwann mal anzufangen. (Bei Amazon gibt es sowohl Mangas unter dem Autorennamen „Mikumi“ als auch „Mikuni“, also das war kein Tippfehler, man ist sich wohl nur nicht sicher, wie der Mann wirklich heißt. :D)

Ein „Yaaay!“ von mir ^-^

Abgesehen von diesem Punkt kann ich den Manga nur an alle Shounen- und Draufhau-Story-Fans weiterempfehlen, die Hiro Mashimas Zeichenstil und vielleicht auch dem typischen Humor etwas abgewinnen können. In vier Bänden ist die Story angenehm kurz gehalten und wird nicht langweilig und man kann damit ein paar unterhaltsame Stunden verbringen – und Lust bekommen, selbst auf Monsterjagd zu gehen. :D (Eigentlich ein Dilemma, so als Veganer. Aber Fabelwesen zählen vielleicht nicht … hmm …^^)

Wer jetzt am liebsten direkt loslesen würde, findet die Mangas bei Amazon hier: Band 1Band 2, Band 3 uuuund natürlich auch Band 4.

Also immer schön die Schwerter, Armbrüste und sonstige Waffen in Schuss halten und auf die nächsten Monsterangriffe vorbereitet sein! ;)
Eure 0utofjoint =)

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