Amsterdam kann alles

Die Mangareviews sind erst mal durch – und schon hab ich was Neues zu schreiben. So gehört sich das. Ich war am Wochenende mit einer Freundin in Amsterdam und weiß gar nicht wo ich zuerst anfangen soll. So viel rumlaufen, so oft die Luft anhalten, weil kiffende Touristen an einem vorbeilaufen und so viele Dinge, die man fotografieren, ausprobieren oder kaufen will. Und damit meine ich jetzt keine Joints oder Hanfsamen. :D Mein Fazit ist jedenfalls: Amsterdam kann fast alles.

I’m walking in sunshiiiine, wohoooo :)

Wir haben so viel gemacht und ich hätte mich ohne den Orientierungssinn meiner Freundin garantiert 98 Mal verlaufen. Denn so ziemlich alle Häuser sehen gleich faszinierend knuffig aus und alles ist voller Details, die ich alle völlig begeistert betrachtet hab, anstatt auf den Weg zu achten. „Ooooh, da is ein Krönchen auf der Laterne! Ooooh, da sind Schnörkel! Oooh, guck doch mal, wie hübsch der Balkon da verziert ist!“ Der Reiseprofi steht währenddessen entnervt mit dem Fuß wippend 20 m weiter vorne und hat das alles in einem Sechstel der Zeit gesehen, für gut befunden und nun könnte man aber auch so langsam mal WEI-TER GE-HEN. Abgesehen von einem Abend hatten wir auch richtig gutes und sonniges Wetter, wofür ich auch sehr dankbar bin. Obwohl ich natürlich gemeckert habe, dass ich die falschen Klamotten eingepackt habe. Aber irgendwas is ja immer.

Eine lustige Stadttour haben wir auch gemacht und zwar eine Free City Tour. Dabei wuseln motivierte Menschen mehrere Stunden lang mit einem durch die Stadt, denen man am Ende der Tour so viel zahlt, wie man möchte. Also wenn ihr die Tour für die „BEST TOUAR EVAH“ befindet, dann zahlt ihr dem netten Onkel all euer Erspartes und wenn ihr euch drei Stunden lang gelangweilt habt, könntet ihr ihm theoretisch grummelnd nen Cent in die Hand drücken und gut is. Dadurch dass genau das machen könnte, geben sich die Tourguides mehr Mühe als welche, die schon vorher bezahlt wurden. So zumindest die Theorie. ;) Aber unser Tourguide, der Geschichte und Politik-Gedöns studiert hatte, war wirklich ziemlich motiviert und manchmal kaum zu bremsen uns noch mehr lustige Infos über Amsterdam mitzuteilen. Also definitiv weiter zu empfehlen – vorausgesetzt ihr seid gut zu Fuß und haltet drei Stunden (mit Pause) durch.

Schlafen. Schlaaaaafen!

Nach einem anstrengenden Tag freut man sich natürlich auf sein Bett und das taten wir auch … bis wir unser Hostel zum ersten Mal gesehen haben. :D Spaß beiseite. Es war wirklich ranzig und abgerockt, aber nicht grässlich dreckig. Also auch wenn das Etagenbett bei jeder Bewegung meines Untermieters geschwankt hat, war das Bettzeug, an dem ich mich festgeklammert habe, sauber. Das is doch schon mal was, oder? ^^ Wobei ich in den Bädern nun nicht häufiger duschen müsste. Vor allem nicht, wenn da immer gebrauchte Boxershorts auf dem Boden rumliegen … Hm, selbst für mich klingt das jetzt nich besser. :D Wir haben übrigens vermutet, dass das Hostel eigentlich einen Gemeinschaftsraum hat und nur weil Amsterdam an dem Wochenende völlig ausgebucht war, ebendieser Raum zu unserem Schlafsaal umfunktioniert wurde, indem man sechs Hochbetten auf ungefähr 20 m² gequetscht hat. Ich weiß übrigens nicht, welches Hostel auf den Bildern bei booking.com abgebildet ist. Das Zimmer, in dem wir waren hatte ebenso wie die Bäder keinerlei Ähnlichkeit mit den Fotos online. Das einzige, was ich bestätigen kann, ist die Ansicht von außen. ^^ Bad und so hab ich nicht fotografiert, aber hier ein paar Snapshots aus unserem Zimmer, damit ihr wisst was ich meine:

Hab ich schon erwähnt, dass die Betten alle belegt waren und wie sich das gehört von den zwölf Leuten in unserem Zimmer in der ersten Nacht mindestens drei geschnarcht haben? ^^ Ach ja, die Straßenbahn fuhr übrigens auch direkt vor unserem Fenster lang. Und das hat man auch bei geschlossenen Fenstern gehört, was eventuell auch an den „Lüftungslöchern“ in den Wänden gelegen haben könnte (siehe Fotos). Die waren allerdings auch dringend notwendig, denn sonst hätten wir uns gegenseitig den letzten Rest Sauerstoff weggeatmet, der morgens noch vorhanden war. Erholung pur also. Aber dafür geht man ja auch nicht ins Hostel, sondern weil man sich was fancyeres als überschwemmende Duschen und kaputte Wasserhähne nicht leisten kann. :P Immerhin das WLAN hat meistens funktioniert, drei von fünf Sternen könnte man dafür schon mal geben. ^^

If you’re happy and you know it: Serve some food!

Auch wenn die Unterkunft so najaaaaa war: Das Essen war super! :) Es gibt vegane Falafel bei einer Falafelkette und bei Bagels & Beans gab es einen veganen Bagel für mich als Frühstück. Am letzten Tag wollten wir in einem sehr beliebten Café essen, dem „Eetcafé Singel 404“, kreativerweise so benannt, weil es in der Straße „Singel“, Hausnummer 404 ist. ^^ Leider waren wir schon um kurz nach 10 Uhr da, das Café sollte aber erst um 10.30h öffnen. Nachdem wir also 20 min vor der Tür gewartet und der Bedienung beim rumräumen zugeschaut hatten, informierte uns selbige sehr zuvorkommende *hust*nicht*hust* Bedienung, dass man heute ohnehin später öffnen würde, so gegen 11 Uhr, tschüs. Da wir in den nächsten 30 min kein anderes Café gefunden haben, das auch für mich was zu Essen hatte und meine Freundin nicht wollte, dass ich mir nur ein trockenes Brötchen beim Bäcker hole, sind wir schließlich zähneknirschend doch wieder ins Eetcafé. Das Essen war auch wirklich gut und die andere Bedienung hatte wohl auch einen besseren Tag als ihre Kollegin. ^^ Also zum Service nicht zu empfehlen, aber das Hummus-Gemüse-Gedöns auf braunem Brot (siehe Galerie am Ende) war echt lecker. :) Der kleine Lachsbagel war allerdings im Vergleich echt mickrig und hat wohl auch nicht satt gemacht.

Was mich auch absolut begeistert hat, war der Kaffee! <3 Im Bagels & Beans war der Kaffee richtig gut – da hing sogar ein „Wir haben schon einen Preis für unseren Kaffee gewonnen“-Preis-Plaketten-Dings im Fenster. Meine Güte, ich bin aber wieder wortgewandt heute. :D Und jetzt möchte ich eine Petition starten: Ich will, dass die coffeecompany auch zu uns kommt! Die haben sooooo leckeren Kaffee! ;_; Und sogar Sojamilch und Mandelmilch. Aber die gab es in Amsterdam ohnehin an jeder Ecke, was mich natürlich auch begeistert hat. ^^ Warum die Coffeecompany außerdem noch einen Stein bei mir im Brett hat, sind ihre schwarzen Merchandise-Shirts mit dem Aufdruck: „Sleep is overrated.“ Oh. Ja. xD Das denkt sich mein Hirn auch immer, wenn es mir erklärt, dass ich um fünf vor 12 nachts (also jetzt gerade) total gut noch diesen Amsterdam-Artikel fertig schreiben könnte, weil ich doch schon so lange nix mehr geschrieben hab und ja auch erst in sechs Stunden aufstehen müsste. Und mal ehrlich, wer braucht schon volle sechs Stunden Schlaf? *spontan in Heulkrampf ausbrech* Ich will Uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuurlaub! Also einen MIT Schlaf! Ohne schnarchende und neben meinem Bett feiernde Menschen. Is denn das zuviel verlangt?! :D

Muss. Fooooootoooooos. Machen. o_o

Exakt. Ich habe nicht nur Hostel-Schock-Fotos gemacht, sondern auch fleißig meine Kamera ausprobiert und dabei über 700 Fotos gemacht. Da die aber wegen „ichkommjaschonichkommjaschon!“-Hinterherrennen, leicht schwankenden Bootstouren und generellem Zeitmangel hauptsächlich überbelichtet, verwackelt oder wirklich öde waren, hab ich mal netterweise eine Auswahl mit den besten 10 % für euch gemacht. So grob jetzt. :D Das mit den Einstellungen muss ich also ein andermal üben, wenn ich Zeit habe. Wer sich durchklicken mag: Viel Spaß mit der Galerie! :) PS: Ich hab mich so ein bisschen in meine Kamera verliebt … ^_^

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Ich hoffe euch hat der Artikel so gut gefallen, wie mir Amsterdam. ^-^ Da werde ich auf jeden Fall noch einmal hinfahren! Ein kleinerer Artikel zur Stadt kommt auch noch, ich wollte euch ja nicht total überfrachten mit Infos. :D

Einen wunderschönen Abend wünscht euch
eure 0utofjoint

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5 Kommentare

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