Pixabay / Johnhain

Die Endzwanziger-Krise ^^

Ich hab ja vor einer Weile einen wieder viel zu langen Artikel übers Bewerben geschrieben, auf den ich nur kam, weil ich einen Blogartikel gelesen hatte, in dem es um die Krise geht, die Leute mit Ende 20 manchmal haben. Deswegen jetzt hier noch einmal meine persönliche irgendwo-in-den-zwanzigern-Krise. Live und exklusiv nur für euch – und den Rest des Internets. :D

Warum sollte man sich mit Ende 20 Sorgen machen?

Nun, erstens kann man sich doch immer Sorgen über irgendetwas machen, wir sind doch alle kreativ! Zweitens hat man mit Ende 20 vielleicht das ganze Gedöns, das ich im Bewerbungs-Artikel beschrieben habe bereits mehrmals durchgemacht – ist aber immer noch nirgendwo angekommen. Für mich ging es zum Beispiel von Studienort 1 zu Auslandssemester, zu Studienort 2, zu externer Masterarbeit zu Praktikum 1, zu Praktikum 2, zu Mitarbeit auf Zeit (omfg, in der gleichen Firma O-O) *Luft hol* zur Arbeitssuche, zu meinem aktuellen Volontariat. Immer verbunden mit einem Städtewechsel, abgesehen von dem einen Mal, wo ich in der gleichen Firma bleiben konnte und sogar noch die Jobsuche in der gleichen Stadt dranhängen durfte. Yaaaay. ^^

Jedenfalls heißt das, dass ich immer noch keinen dauerhaft festen Arbeitsplatz habe und mich so langsam frage, ob ich wirklich alles richtig gemacht habe. Ich meine, schreiben macht mir wirklich Spaß und ich finde die Idee eine Leidenschaft zum Beruf zu machen total toll, aber hätte es nicht auch gereicht, einen öden Job zu machen und dann privat zu bloggen? Hätte ich nicht – wie mein Vater nicht müde, aber umso verzweifelter wird, zu betonen – einfach einen Job machen können, der auch gut bezahlt wird? Wo man die Sicherheit hat, dass man nicht nur für ein ötteliges Jährchen übernommen wird und selbst dazu noch eine Riesenfeier schmeißen darf, weil eine Übernahme so außergewöhnlich ist? Also Feiern könnte man ja auch eher dann schmeißen, wenn man eine größere Wohnung und Geld dafür hätte, aber man kann zumindest selbstgebackene Muffins mit ins Büro bringen. ;)

Das sind so die Fragen, die man sich stellt, wenn am Ende des Monats -10 € auf dem Konto sind, weil man nicht mit Geld umgehen kann. Oder vielleicht auch deswegen, weil die Kamera, die man als Investition sieht, mal eben die Hälfte des eigenen Gehalts verschlungen hat und somit alle Puffer der letzten Monate aufgebraucht hat. Wenn man dann noch im nächsten Monat unerwartete Sonderausgaben (wie überteuerte Hostels in Amsterdam, noch mehr Geld vorstrecken für berufliche Reisen oder einfach nur seit langem geplante Zahnarzttermine) hat … dann muss man auch mit über 25 vielleicht noch einmal die Eltern anpumpen, um sich ein Bahnticket zu selbigen leisten zu können. Natürlich ist das nicht die Regel und das Gehalt sollte ja noch steigen (und die Hotelkosten wurden sogar bereits nach vier Wochen vom Arbeitgeber erstattet ^^), aber man macht sich schon seine Gedanken.

Wo werde ich in einem Jahr landen?

Der Jobmarkt ist generell so unsicher, dass man sich nie sicher sein kann, einen Job zu finden, geschweige denn bei einem Arbeitgeber zu bleiben. Zumindest wird mir das, egal wo ich hinblicke, immer vermittelt. All das verursacht eine gewisse Nervosität bei jedem, dessen Zeitvertrag sich dem Ende zuneigt. Was werde ich nur in x Monaten tun? Sich fleißig bewerben vermutlich, aber das Thema hatten wir ja schon mal. Ich mache den Job, den ich mir nun ausgesucht habe (ja, das war so was mit schreiben und Journalismus) aber nicht, damit ich viel Geld verdiene, denn das wäre für mich ein ziemlich unbefriedigener Grund zu arbeiten. Nur fürs Geld arbeiten, das geht, wenn die Arbeit auf ein paar Stunden beschränkt ist. Aber wenn einem das, was man während dieser Stunden tun muss, überhaupt keinen Spaß bereitet, will man keine Minute länger bleiben als nötig. Und bei einer normalen 40-Stunden-Woche bleibt für meinen Geschmack dann viel zu wenig vom Leben übrig, das man mit leben verbringen kann.

Trotzdem braucht man natürlich (leider leider) Geld, um zu überleben und sich lustige Plüschkätzchen, Mangas und leuchtende Wasserkocher leisten zu können – oder einfach nur die Wahl zu haben, ob man Wasser und Brot oder doch lieber Sushi essen möchte. (Wer meinen Geschmack nicht teilt, kann ja hier andere lebenswichtige Grundlagen wie Kettensägen, HD-Bildschirme, Schuhe oder argentinische Steaks einsetzen. ;)) Deswegen stellt sich natürlich immer noch die Frage: Wenn ich mich bewerbe und einen Job angeboten bekomme, der eher so „meh“ bis „grässlich“ ist, soll ich ihn dann trotzdem annehmen, aus Angst, dass ich sonst nichts finde? Das lässt sich ganz einfach beantworten, Lebensberaterin 0utofjoint sagt: Kommt drauf an. ^^ Es kommt darauf an, ob der Job mit all seiner Meh-igkeit dir auf dem Weg dorthin weiterhilft, wo du hin möchtest. Macht er dir keinen Spaß, aber lernst du dort trotzdem etwas wichtiges? Dann kann es sich für dich trotzdem lohnen für eine Weile dort zu arbeiten und sich danach zu neuen Ufern auf zu machen. :) Meine Philosophie, die ich hoffentlich auch selbst befolgen werde (*zukünftiges Ich streng anguck ò_ó*) ist folgende:

Finde dich nie mit etwas ab, das nur als Zwischenlösung gedacht war!

Wenn ich nicht darf, dann auch niemand sonst!

Natürlich will nicht jeder den perfekten Job haben und viele erfüllt ihr Job durch Kundenkontakt oder bestimmte Arbeitsabläufe auch so schon. Den Glücklichen reicht ihre Freizeit aus, weil sie im Arbeitsleben bereits genügend Positives finden. Das ist natürlich total toll! ^-^ Aber nicht alle (verkorkste Studiumswechsler, Spätzünder, generell Unentschlossene oder Ängstliche) landen direkt in dem Bereich, in dem sie die nächsten Jahrzehnte arbeiten möchten. Wenn diese Menschen sich dann trotzdem mit dem erstbesten Job abfinden, weil es halt der einzige war, der ihnen in dem Moment zur Verfügung stand und sie keinen angemessenen Ausgleich haben, macht das die Leute auf Dauer kaputt. Meiner Meinung nach führt es nämlich oft dazu, dass diese Leute zu dem Schluss kommen, sie könnten gar nichts an ihrer Situation ändern. So bleiben sie ihr (Berufs-)Leben lang unglücklich. Oder wer hatte noch nie mit verbitterten, unfreundlichen Menschen zu tun, die bei allem eine zynische „ist nicht mein Problem“-Einstellung an den Tag legen?

Denk mal an die eine Dame auf egal welchem Amt, die deine Anträge immer wochenlang durch effiziente Lagerung in ihrem Posteingang bearbeitet, wodurch du regelmäßig Fristen verpasst, was sie aber nur mit schnippischen Kommentaren quittiert. Vielleicht hat sie unter ihrer starren Dauerwelle selbst immer davon geträumt, einen ganz anderen Job zu machen. Aber im Laufe der Jahre ist ihr Wunsch, Tänzerin zu werden und um die Welt zu ziehen oder zu studieren und dann ein Heilmittel für Krebs zu entdecken, zwar immer noch da, aber der Traum wurde immer blasser. Und wenn dann plötzlich Leute wie du ankommen, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben und deren Träume noch so frisch und bunt sind, dass sogar sie die von der anderen Seite des abgeranzten Schreibtischs aus über dir herumschweben sieht … dann wird sie neidisch. Da sie aber, wie die wenigsten, zugeben kann, dass sie nicht ihrem eigenen Traum gefolgt ist, macht sie dann lieber die Träume der anderen schlecht – oder ist einfach unfreundlich zu ihnen, weil sie nicht anders damit umgehen kann.

Jedem der passende Traumberuf – oder sein Beruf + Traum ^-^

Ich will damit jetzt nicht sagen, dass nur die fancy kreativen Berufe toll sein können, ganz im Gegenteil! Es gibt genügend Menschen, die einen Beruf ergriffen haben, der von außen betrachtet total toll wirkt, ihnen aber eigentlich überhaupt keinen Spaß macht. Einfach weil sie ihn aus den falschen Gründen ergriffen haben. Wenn dein einziger Beweggrund um Sängerin zu werden der ist, dass man damit eine Menge Geld machen kann, von unglaublich vielen Leuten angehimmelt werden wird und sich eine Menge rausnehmen darf, weil man ja „berühmt“ ist … könnte es passieren, dass dir die Sache mit dem Stress, Druck und diesem musikalisch sein am Ende doch nicht so viel Spaß macht. Oder du zu einem dieser Internet-Phänomene wirst, die zwar berühmt sind, aber auch allseits verhasst, weil sie (im Zweifelsfall mithilfe von ganz viel Technik und/oder Photoshop) einfach nur Dinge produzieren, die sich verkaufen und keine gute Musik. Kann natürlich sein, dass man dann trotzdem Spaß an der Sache hat, aber für mich wär das nix. ^^ Ebenso gibt es eine Unmenge von Menschen, die ich immer dafür bewundern werde, dass sie zielstrebig genau den richtigen Job gewählt haben und damit glücklich sind. Sei es als Kaufmensch im Einzelhandel, Jurist oder Landschaftsgestaltungsexperte. Ich bin so gut im Berufe korrekt benennen. :D Und ich schweife ab. (Was ganz neues …)

Ich bin mir jedenfalls sicher, dass es in den kreativen Berufen eine Menge Leute gibt, die mit ihrer blauäugigen „Ich glaub das könnte cool sein!“-Einstellung derbe auf die Fresse geflogen sind. Könnte mir auch passieren, das weiß man schließlich nie 1000-prozentig vorher. Vor allem, da ich ja wie erwähnt in meiner Berufssparte auch nie weiß, wo ich in zwei Jahren landen werde. ^^ Alle freiberuflichen Tätigkeiten bergen das große Risiko der Nichtabsicherung. Deswegen ein kurzer Abstecher in diesen nervigen rationalen Teil vom Planungs- und Gewissenskortex eures Hirns. Tut das, was euch Spaß macht, aaaaaber ihr solltet euch vielleicht trotzdem informieren, wie das noch gleich mit so einer Krankenversicherung ist, ob ihr im Zweifelsfalle Reserven habt, um die nächsten Mieten (und das nächste Sushi) zu zahlen und wie viel ihr überhaupt mit eurer eigenen Traumtätigkeit verdienen müsst, um davon überleben und leben zu können. Schließlich sind da bei jedem die Maßstäbe anders. Wohnt ihr in Deppenhausen in einer WG und ernährt ihr euch nur von Toast und Beeren aus dem Deppenforstener Wald, braucht ihr bei der Reservemiete vermutlich nicht nachdenken. Läuft. :D Wohnt ihr in New York City in … also eigentlich egal wo und wie da genau ihr wohnt, ernähren könntet ihr euch auch von Luft und müsstet euch trotzdem noch Gedanken um die Miete für die nächste Woche machen. ^^

Stay up all night to get lucky … ;)

Ihr seht also, die ganze Sache ist nicht zwingend so einfach wie: „Ich nehm jetzt mal ein paar Videos auf, lad die bei Youtube hoch und dann hab ich Geld.“ Nope. Ihr seid nicht Gronkh und selbst als GronkhisBeautyPalace2 müsstet ihr erst einmal ziemlich viel arbeiten, bevor ihr auf dem Stand eures großen Vorbilds ankommt. Eventuell bietet es sich also doch an, erst einmal einen anderen Job zu machen, so mit diesem Sicherheits-Dings, ne? Also einen Job, bei dem ihr wisst, dass ihr keinen Kredit aufnehmen müsst, wenn euer Laptop schlapp macht und euch die Idee für das nächste große Kunstwerk einfach nicht kommt oder sich das Projekt doch irgendwie um zwei Wochen verzögert. Viele Dinge kann man erst einmal „nebenher“ machen, um zu schauen, wie die so sind, um besser zu werden, um zu merken, ob das wirklich das ist, was man hauptberuflich machen möchte. Vielleicht gibt es ja ein paar Nebenjobs, die einem genügend Freiraum lassen, um nebenher eure Leidenschaft auszuleben. Andernfalls gilt der besserwisserische Spruch: Wenn ihr wirklich Leidenschaft für etwas empfindet, dann halten euch auch keine anderen Jobs, Stress oder sonstiges davon ab, es auszuüben. Sleep is for the weak und so. ;)

*RÄUSPER* Wäheeemmmm … kommen wir nun zum völlig zusammenhängenden und wohldurchdachten Abschluss meines heutigen Artikels. Worum ging’s nochmal? o.O Ach ja, sollte man sich mit Ende 20 Sorgen machen? Nein, man sollte sich keine Sorgen machen. wir tun das einfach nur fast alle. Punkt. Ihr solltet vielleicht mal überdenken, was ihr noch so vorhabt in eurem Leben und ob ihr irgendwelche Chancen seht, euer Leben noch weiter zu verbessern. Falls ihr vollkommen zufrieden seid, dann meditiert vor euch hin und erfreut euch an der Schönheit der Welt. ^^ Ihr könntet auch erfahren, warum sich viele Menschen mit 30 noch so verhalten, wie mit 20 und was das Problem daran ist. Man übernimmt zum Beispiel oft keine Verantwortung, wenn man so durchs Leben geht, weil man „hat ja noch Zeit“. Ha! Gespoilert! So und damit ich jetzt doch mal ein wenig Schwäche zeigen und ins Bett fallen kann, verlinke ich euch noch eben das Video (Englisch), in dem es um dieses Thema geht: „Why 30 is not the new 20„, ein tiefgründiger TED Talk von Meg Jay.

Was haltet ihr vom Thema? Wie geht es euch jobtechnisch? Habt ihr einen Traumjob oder übt ihr den vielleicht sogar aus? Oder ist ein Job für euch nur Nebensache und ihr findet Erfüllung in eurem Privatleben? :) Ach ja und wie fandet ihr diesen Artikel? Habe ich nur Binsenweisheiten wiedergegeben, die euch eure Omma auch hätte erzählen können? Oder fandet ihr es zu selbsthilfig? Ooooder konnte ich euch irgendwie inspirieren oder amüsieren oder vielleicht sogar eine sinnvolle Idee mitgeben? Man weiß ja nie! ^^

Einen wunderschönen inspirierten Donnerstag wünscht euch
eure 0utofjoint =)

PS: Sorry für die vielen verlinkten Zenpencil-Comics, aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welches hypermegainspirierende Motto ich euch antun wollte. :D Aber generell ist die Seite empfehlenswert, wenn man mal unmotiviert ist. ;)

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12 Kommentare

  1. Echt spannendes Thema das du da angesprochen hast! Nachdem ich mit Mitte 20 selber langsam auf das Ende zugehe, beschäftigt mich das auch immer öfter :)

    Aber ich glaube, dass diese Krise nicht nur mit dem Beruf zusammen hängen muss. Es ist einfach so: Wenn man in seinen Teens noch in der Schule sitzt, malt man sich immer seine Zukunft aus und hat so seine Ziele, die man als „Neuerwachsener“ erreichen will.
    Für mich war das zum Beispiel vor 30 eine Familie gründen (besonders da alle Frauen – bzw. die 2 Generationen, die ich kenne – in meiner Familie mit Mitte 30 Krebs im Bereich der Gebärmutter bekommen haben) und Psychologin werden. Ja, mich hat die menschliche Psyche mit ihren Facetten schon immer interessiert, auch wenn viele Menschen ein schlechtes Bild von Psychologen haben xDDD
    Und ich wollte mein Leben ohne Kredite führen können, nicht unbedingt im Luxus, sondern einfach schuldenfrei und so, dass es die Basisbedürfnisse (Essen, Miete, mal Kino gehen,…) abdeckt.

    Bei vielen sieht die Zukunftsvorstellung aber eher so aus: Egal welcher Job, hauptsache studieren und in höherer Position, ein sehr guter Verdienst und ein „perfekter“ Partner.
    Klar könnte man das sogar erreichen – aber das sind dann nur Glücksfälle oder wenn man zufällig das Kind eines Chefs ist *hust*

    Wenn man dann 20 wird und es ans Eingemachte geht, wird man dann schnell mal in seinen Plänen gedämpft. Vielleicht reicht der Notendurchschnitt für das Wunschstudium/-ausbildung nicht? Man bekommt keinen Platz? Es entpuppt sich als schwerer als gedacht oder man merkt, dass es doch nicht so das wahre ist? Nach der Ausbildung steht man trotzdem ohne Job da? Man wohnt immer noch im Hotel Mama und beneidet alle, die sich schon eine eigene Existenz aufbauen konnten? Und das mit dem Partner haut auch nicht so hin?

    Man merkt dann auf einmal, dass es doch nicht so einfach ist, wie man sich das gedacht hat.
    Und wenn etwas nicht klappt, sieht man gleich das Leben vor seinen Augen scheitern.
    Ich glaube fast keiner schafft es, mit Ende 20 alles erreicht zu haben, das er sich vorgenommen hatte. Und das frustriert dann halt, weil viele meinen, „jetzt ist eh schon alles vorbei und entschieden.“.

    Ich hatte mal einen Lehrer, der uns gesagt hat, dass jeder Mensch in seinem Leben im Durchschnitt 7mal (ich weiß die Zahl nicht mehr genau) seinen Beruf wechselt.

    Ich finde das Leben ist mit Ende 20 noch lange nicht aus. Man kann sich auch später noch Schritt für Schritt an seinen Traum heranarbeiten. Besonders heute gibt es sehr viele Möglichkeiten, z.B. Ausbildungen nebenberuflich zu machen. Wieso sich so stressen, wenn man mit Ende 20 immer noch das ganze Leben vor sich hat?

    Ahja und wie es bei mir aussieht:
    Nöp, ich bin keine Psychologin geworden, ehrlich gesagt hatte ich schon vor dem Matura-/Abiabschluss meine Probleme und habe den gar nicht mehr gemacht.
    Ich habe dann eine sehr allgemeine Ausbildung im sozialen Bereich gemacht, mit der ich leider nichts anfangen konnte. (weil ich in der „ersten Testklasse“ war, der noch viel versprochen wurde, das die Schule dann nicht anerkannt bekommen hat)
    Und bin dann per Umschulung ins Büro gewechselt, weil man dort am leichtesten neben dem Beruf noch eine Ausbildung machen kann. (so schöne Arbeitszeiten hat man sonst nirgends xD) Dort bin ich dann zufällig in die Personalabteilung geflutscht und habe dieses Jahr den Personalverrechner per Abendkurs gemacht. Ist zwar nicht meine Psychologin, aber auch ein sehr interessanter Beruf, mit dem ich eigentlich zufrieden bin x3
    Also ich habe immer einfach nur darauf geachtet, dass ein Job für mich „ok“ ist und mich dann von der „Berufswelle“ tragen lassen xDDD
    Das mit dem Partner hat geklappt und dadurch, dass ich ein eisener Finanzminister (xDDD) bin, haben wir bis auf den kleinen Autokredit (Der noch 1 1/2 Jahre läuft) auch keine Schulden.
    Aber auch wenn bei uns schon Nachwuchs unterwegs ist, bin ich noch nicht hundertpro zufrieden und werde sicher irgendwann per Abendschule Matura/Abi nachholen und was ich dann damit mache, lasse ich mal auf mich zukommen x3

    Man muss einfach mal sehen, was man schon erreicht hat und nicht immer nur das, was noch nicht möglich war :)
    (und sich auch mal auf Alternativen einlassen, oft verbirgt sich dahinter etwas, das einem sogar mehr Spass macht wie man gedacht hätte ;3)

    Gefällt 2 Personen

    1. Uuuuiiii, wieder so ein langer Kommentar, yay! ^-^

      Also Psychologie is total toll! Um das spannend zu finden, muss man doch auch keine Psychologen sympathisch finden. ;)
      Oh krass … dann stand das für dich ja schon früh fest, wie du so ungefähr dein Leben leben möchtest, das ist wiederum ziemlich cool. Auch wenn es natürlich nich durch die positivste Story verursacht wurde.
      Naja, das mit dem Chefposten ist glaube ich ohnehin nicht jedermanns/-fraus Sache. Ich könnte mir halt vorstellen, dass viele einfach selbst nicht genau wissen, was sie glücklich macht und deswegen so stellvertretend „Öööh, Geld!“ oder „Ääääh, ich werd Bankdirektor!“ oder so was beschließen. ^^
      Klar kann man sich immer umentscheiden. Aber man sollte sich halt mit Mitte zwanzig so langsam klar darüber werden, was man möchte und nicht nur rumgammeln. Jetzt einen Job zu machen, der Spaß macht, aber nichts für immer ist, ist ja völlig okay. Ich wollte nur darauf hinaus, dass eben viele Leute denken, dass es nicht geklappt hat und deswegen unmotiviert werden, etwas zu ändern (genau wie du das sagst :) ) oder sich irgendwie in die falsche Richtung stressen und durch diesen Alltagsstress dann in einem Leben hängen bleiben, das ihnen gar nicht mal soooo viel Spaß macht. Ich hoffe du weißt, was ich meine … ^^‘
      Und richtig gut, dass du was gefunden hast, das dir Spaß macht! ^-^ Bei mir ist es ja mittlerweile auch nicht mehr das, womit ich angefangen habe (Bio), wechseln kann eben sehr lustig sein.
      Na wenn du dann nochmal nachlegst mit ner neuen Ausbildung oder so, wird es ja nach dem ersten Kind noch spannender für dich. Cooler Plan! :D

      Kurz gesagt: Ich kann dir nur zustimmen, fröhliches Jobwechseln kann auch echt eine Erfahrung wert sein. ;)

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      1. Bei mir gibts keine kurzen Kommis, irgendwie labbere ich viel zu gern xDDD

        Ich war sowieso schon immer ein total rationaler Typ, der wenig von „Ruhm und Geld“ geträumt hat, sondern sich eher realisitischere Ziele setzen wollte x3

        Ohja, ich kenne auch viele, die immer noch nicht wissen was sie wollen – nämlich nicht einmal die Richtung und was sie interessieren könnte. Mein Freund ist leider auch so ein Fall – Mitte 30, mit dem Job unglücklich und egal wie ich versuche seine Arbeitsinteressen aus ihm heraus zu kitzeln, er hat keine Ahnung was er eigentlich will. Und wüsste deswegen auch nicht, wie er etwas an seiner Situation ändern kann, weil er ja nicht weiß WOHIN er sich hin ändern sollte. Also ich bin froh, dass ich ungefähr weiß was mich interessiert (Psychologe, was mit EDV oder Arbeitsrecht find ich auch spannend ;3) und deswegen immer wüsste, was ich machen könnte um mein Berufsleben zu verbessern. Aber wenn man echt GAR NICHTS weiß, ist das schon frustrierend…
        Ich glaube es gibt gar nicht DEN Job für jeden. Wahrscheinlich gibt es für jeden eine Hand voll Jobs, mit denen sie total glücklich wären, aber die muss man auch mal finden .___.
        Besonders weil man ja trotz der ganzen „Berufsinfogeschichten“ eigentlich nicht die Möglichkeit hat, in alle Jobs zu schnuppern. Oft schaut es beim Arbeiten ja dann ganz anders aus, als man sich das vorgestellt hätte :/

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        1. Aus unseren Kommentaren kann man sicher am Ende ohne Probleme nen zweiten Artikel basteln. ;)

          Oooh ja, es ist echt viel wert, wenn man weiß, was man will! Also ich fand die ollen Berufstests und so, die wir in der Schule mal gemacht haben total sinnlos, weil die einem irgendwie nichts konkretes sagen konnten. „Heey, du eignest dich zu 10 % für was kaufmännisches, zu 30 % für was soziales, zu 20 % für was kreatives, zu 15 % für was langweiliges und zu 25 % für was technisch-analytisches! Jetzt bastel dir daraus nen Traumjob, viel Spaß!“ o.O
          Genauso wie oft das Studium nicht auf den Beruf vorbereitet, kann man nur bei den wenigsten Berufen vorher einschätzen, wie sie einem gefallen. Es sei denn man arbeitet ohnehin schon privat hobbymäßig öfter an ähnlichen Aufgaben. Andernfalls ist der Berufseinstieg meiner Meinung nach immer ein Sprung ins Ungewisse.
          Es müsste da echt so einen Harry Potter Sorting Hat geben, der einmal aufgesetzt direkt losblökt „DU WÄRST EIN VOLL GUTER KOCH!“ oder „WIE WÄRE ES MIT FACHKRAFT FÜR xyz? ALTERNATIV GINGE AUCH ZAHNMEDIZINISCHER FACHANGESTELLTER …“ Das fänd ich voll cool. Also einfach ein paar konkrete Vorschläge, die man dann natürlich auch noch testen können darf – und danach entscheidet doch lieber Möglichkeit 53, Rockmusiker, in Angriff zu nehmen. ^^

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          1. ja stimmt, das mit den Prozent ist so für den allerwertesten…
            was sagt mir das, wenn ich für 30% für den sozialen Bereich geeignet bin? Da gibt es dann in dem Bereich immer noch genug Jobs, die nicht verschiedener sein könnten .__.
            So ein Hut wäre praktisch! xDDDD
            Würde ja schon helfen, wenn man in der Schule auch schon „Schnupperwochen“ hätte, wo man bei verschiedenen Jobs auch den Berufsalltag sieht…
            Aber das wäre den Firmen wahrscheinlich zu viel Aufwand -.-

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  2. Ich versuche grade was für die Arbeit/Ausbildung auszuarbeiten und lese nebenbei deinen Text, der im übrigen richtig super ist, und denke mir nur: Du bist 21 und hast eine ziemliche sichere Variante gewählt ohne das vorher so richtig realisiert zu haben. Ich habe wirklich Spaß dabei, aber wie immer will man hier und da was verbssern. Das Deprimierende ist nur, dass das gefühlte Ewigkeiten dauern wird. Aber immerhin kann man Einfluss nehmen, wenn man es richtig angeht…

    Hm. Jetzt bin ich noch deprimierter als vorher :D
    Aber der Text ist klasse und bringt mich dazu, ein Idee weiter zu verfolgen. Danke :)

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    1. :D Uaaah, neeeein! Nich deprimiert sein!
      Naja, wenn sich was ändern lässt, ist das doch schon mal ein sehr guter Anfang, oder? Was machst du denn für ne Ausbildung, wenn man fragen darf? :)
      Ich wollte übrigens niemanden davon abhalten, einen sicheren Job zu ergreifen, da gibt es ja schon eine Menge die auch Spaß machen können. ;) Nur bevor hier jemand schreibt „Danke, wegen dir hab ich ohne Alternativplan meine Ausbildung/Studium abgebrochen, dein Text klang so (de)motivierend!“ :D

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      1. Das sollte nur eine Feststellung sein, weil mir das vorher keiner sagte und ich auch nicht wirklich darüber nachgedacht habe. und dann kam plötzlich: „Jaaa, das ist so ziemlich einer DER Jobs der Zukunft.“ Bäm. Aha :D
        Fachkraft der Altenpflege ist übrigens das Ziel meiner Ausbildung ;)

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        1. Ach so :D
          Naja, das ist auf jeden Fall ein sehr nützlicher Job – gerade im Vergleich zu meinem „ich verwirkliche mich, indem ich die ganze Welt zufasele <3" ;) Aber wenn dir direkt deine erste Jobwahl sogar auch Spaß macht, dann zieh ich meinen Hut (bzw. meine Kuschelmütze) vor dir! :)

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