Charakterentwicklung ist awesome. Manga-Review „Big Order“ Band 5

Yaay, der fünfte Band von Big Order ist draußen! Dieser zum ersten Mal im schwarzen Style und nicht wie die anderen in weiß. Deutet das auf eine neue Richtung des Manga hin? Vielleicht …

Big Order, Band 4; Sakae Esuno; Egmont Manga

Big Order, Band 4; Sakae Esuno; Egmont Manga

In diesem Manga bekommen auf jeden Fall wieder andere Personen die Chance mehr im Mittelpunkt zu stehen, was ich eine angenehme Abwechslung finde. Zwar geht es immer noch um Eiji und die Rettung der Welt, aber nun taucht endlich der große böse Widersacher auf, der bisher im Geheimen gearbeitet hat.

Der Bösewicht ist wie im vierten Band erwähnt Gennai Hoshimiya – Eijis und Senas Vater. Doch beide sind sehr misstrauisch ihm gegenüber, da sie bis zu der Begegnung mit diesem Mann und seiner Behauptung ihr liebender (*hust* Heuchler *hust*) Vater zu sein, zehn Jahre lang davon ausgingen, dass der jute Mann tot ist. Und jetzt taucht er einfach so auf, entführt seine Tochter und macht Eiji gegenüber rätselhafteste Andeutungen, was bei der großen Zerstörung passiert ist und geht einem generell ziemlich auf den Sack. Also mir zumindest. :D Denn, welch eine Überraschung, er plant die Zerstörung der Welt mithilfe einer noch größeren Katastrophe als der von damals, juchhe! Also ein rundum sympathischer Papi, den die beiden da haben. Falls er das denn wirklich sein sollte.

Ich rechne ja so langsam wieder mit einem abgedrehten Ende wie bei Mirai Nikki und traue deswegen keiner der Figuren mehr so wirklich über den Weg. Ausgenommen Eiji, Sena und Rin. Ersterer weil er der völlig überforderte Hauptcharakter ist, der sich bedauerlicherweise wohl nicht mehr daran erinnern kann, was zum Henker denn nun eigentlich vor zehn Jahren passiert ist. Kann dem mal jemand nen Schlag versetzen? Dann erinnern sich doch in Filmen die Leute meistens wieder und so langsam würde ich schon gerne mal wissen, was da los war. Rin, weil ihr Lebenszweck so schön einfach ist: Eiji killen, den sie dummerweise manchmal doch sympathisch zu finden scheint. Und jetzt soll sie sich auch noch um Sena kümmern. Da hat sie gar nicht genügend emotionale Kapazitäten, um gleichzeitig noch Pläne für die Weltherrschaft zu schmieden. Sena, weil sie knuffig ist und den größten Teil des Manga bisher eingefroren in der Zeit verbracht hat, damit Eiji Zeit hat ein Heilmittel für sie zu finden und weil sie nun endlich mal eine etwas größere Rolle spielen darf, bei der klar wird, dass ihr ihr Bruder sehr wichtig ist.

Go Sena, go!

Sena befindet sich in den Händen von Gennai bzw. bei der Abteilung für öffentliche Sicherheit. Rin darf für das kleine, zarte Wesen das Kindermädchen spielen und stellt nach kurzer Zeit fest, dass Sena mindestens so entschlossen ist, Eiji zu retten, wie umgekehrt. Außerdem hat sie sich längst mit ihrer Krankheit abgefunden und ist dazu bereit knallhart mit dem Chef zu verhandeln. Dazu heckt sie sogar einen cleveren Plan aus, mit dem sie versuchen möchte, Gennai Hoshimiya dazu zu bringen, Eiji in Ruhe zu lassen und zuzugeben, dass er und sein olles Forschungsinstitut eigentlich an der Zerstörung schuld sind. Eine erstaunliche Charakterentwicklung, die noch zu einem spannenden verbalen Show-Off am Ende des Manga führt.

Eiji ist indessen kurz vorm Austicken, weil seine Schwester schon wieder entführt wurde und rennt ihr – Shounen-Manga Helden Regel Nummer 1 – kopf- und planlos hinterher. Unterstützt wird er dabei von Ayahito, einem der seltsamsten Mitstreiter der Daizafu-Regierung, der ehrlich gesagt wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Doch das fehlende Porzellan sorgt dafür, dass er Eiji zu Hilfe eilt und ihm so ein paar Mal den Hintern retten kann. Ayahito möchte übrigens mit Eiji eine Kombifähigkeit ausprobieren, was dieser ein weeeenig unangenehm findet, da ihm Ayahito ebenso irre vorkommt als dem Leser. Aber wer weiß, in welche Notlagen die beiden noch geraten und ob sie nicht doch mal passende „Schwingungen“ entwickeln. Auch wenn die dann keineswegs so romantisch wären wie bei Eiji und Iyo. ;) Gleichzeitig fand ich es faszinierend, wie sehr Sena ihren Bruder durchschaut und dass sie die ganze Angelegenheit viel abgeklärter betrachtet als der emotionale Eiji.

Mein Fazit

Nach diesem Band bin ich schon wieder sehr gespannt auf den nächsten. So langsam bekomme ich auch das Gefühl, dass wir bald endlich endlich eeendlich mal erfahren werden, was bei der großen Zerstörung vor sich ging und welche Rolle Eiji, Sena und der Oberirrenboss Gennai gespielt haben. Hauptsächlich wegen Gennais Andeutungen, aber ich will ja nicht zuviel verraten. :) Außerdem war ich beeindruckt von Senas Intelligenz und hab mich wirklich gefreut, dass sie trotz Entführung Nummer X endlich mal eine aktivere Rolle spielen durfte als die gerettet werden müssende kleine Schwester.

Ach ja, den Manga solltet ihr vielleicht nicht in der Bahn lesen, da Eijis kleine Schwester und Rin ziemlich am Anfang ein tiefgründiges Gespräch im Bad führen. Nackt. Also das was im vierten Band bei Iyo noch durch imaginäre Lichtreflexe (aka Radier-Tools) zensiert wurde, war nun bei Rin und sogar Sena größtenteils zu sehen. Ab dem zweiten Kapitel isses dann aber wieder bahntauglicher. ^^

Was haltet ihr von Fanservice? Stört er euch und denkt ihr euch immer „Mensch, das könnten die doch jetzt auch mit mehr Klamotten besprechen.“ oder „Wiiieeeso genau betrachten wir die Szenerie gerade von unten links durch die Beine dieses Schulmädchens?“? Ignoriert ihr das, weil ihr es schon gewöhnt seid? Oder freut ihr euch aus irgendeinem Grund vielleicht doch drüber? Irgendwer muss das ja tun, sonst würden das die Zeichner nicht immer einbauen. Oder? Oder?!? :D Wie geht ihr damit um, wenn ihr Charaktere liebgewinnt, die eigentlich die ganze Serie über schon zum Tod verdammt wurden? Also so wie das bei der undefiniert „schwerkranken“ Sena passieren könnte. Lest ihr „Big Order“? Falls ja, was haltet ihr vom Manga? :) Und falls nicht: Warum lest ihr trotzdem ein Review zu Band 5? :D

Ich wünsche euch einen motivierten Mittwoch!
Eure 0utofjoint =)

PS: Irgendwas is‘ immer. Dieses Mal hat wohl ein Grafiker niesen müssen oder ist kurz weggenickt, während er oder sie die „Was bisher geschah“-Seiten aufgebaut hat und hat deswegen einen Punkt zur Daizafu-Regierung in den Anschnitt geschoben (also aus der Seite raus). Was nicht allzu schlimm ist, da sich von den meisten Europäern vermutlich ohnehin kaum jemand die japanischen Präfekturen oder Orte merken könnte, in denen besagte Regierung regiert. Hauptsache darüber ist noch die niedliche kleine Japankarte. ^^ Ich weiß selbst gar nicht mehr genau, was da wichtiges drunter stand und wollt’s nur erwähnt haben, falls ihr zufällig bei Egmont Manga arbeitet oder so. Das sieht doch so unordentlich aus, wenn da Text abgeschnitten ist. ;)

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