Eigentlich müsste man ja mal …

Jeder kennt sie, diese Momente. Momente, in denen man sich dazu hinreißen lässt, folgendes zu sagen: „Also ich müsste ja …“ gefolgt von einer Tätigkeit, die man in Angriff nehmen sollte, auf die man bloß gerade keine Lust hat. Abspülen kann man schließlich auch später noch. Das Buch ist gerade so spannend.
Die Steigerung folgt dann, wenn man durchgehend zu wenig Zeit hat: „Eigentlich müsste ich ja mal …“ Konkret wäre das zum Beispiel: „Eigentlich solltest du aufräumen, aber noch sieht man den Boden ja. Stellenweise.“ Dabei fungiert „eigentlich“ als das Signalwort für die Tatsache, dass wir hier nur von theoretischen Veränderungen im Raum-Zeit-Aufräum-Kontinuum sprechen, die wir in der nächsten halben Stunde oder vor dem Ende der Staffel unserer momentanen Lieblingsserie ohnehin nicht in Angriff nehmen werden.

Die nächste Steigerungsform ist eine, über die ich in gewisser Weise bereits ganze Artikel verfasst habe und die nie langweilig wird: „Ich wollte ja immer mal …“ Dieses Konstrukt enthält einzig und allein die Aussage, dass ich mich für eine Sache interessieren würde, wenn es nicht einen gewissen Aufwand bedeuten würde sich mit dieser aueinander zu setzen. So wollte ich ja immer mal Japanisch gelernt haben oder mir ein paar koordinatorische Fähigkeiten beim Sport aneignen. Aber wenn mir nicht spontan jemand einen Kurs inklusive Urlaub dafür spendiert, werde ich das auch die nächsten Monate oder im schlimmsten Fall die nächsten Jahre nur gewollt haben. Denn obwohl der Satz ja eigentlich einen vergangenen Zustand ausdrückt, scheint der Zeitpunkt „mal“ bei dieser  grammatikalischen Form mysteriöserweise immer in der Zukunft zu liegen. Unabhängig davon, wie oft man den entsprechenden Satz äußert.

Theoretisch müsste ja mal jemand irgendwas tun.

Doch diese Konstrukte haben nicht nur für den Sauberkeitsgrad unserer Wohnungen oder für meine Fremdsprachenkenntnisse eine Bedeutung – mitnichten! Denn es gibt noch eine viel gefährlichere Steigerung: „Eigentlich müsste man ja mal …“ Bei genauer Betrachtung ist das nämlich einer der hilflosesten Sätze ever. Eigentlich: Okay, also nur theoretisch? Müsste: Müssen, aber irgendwie auch nicht so wirklich. Auf dass sich bloß keiner zu irgendetwas verpflichtet fühle. Man: Wer müsste nun was? Irgendjemand, hauptsache nicht der Sprecher selbst. Und schließlich wieder dieses „mal„, das dafür sorgt, dass wir uns mit unserem Vorschlag bloß nicht auf einen festen Zeitpunkt festnageln lassen. Oft werden diese Aussagen auch abgeschlossen mit ähnlich vagen Formulierungen, wie „Eigentlich müsste man da mal was machen.“ Wer? Was? Wie?? Solche Sätze entstehen immer dann, wenn man mit Missständen konfrontiert wird, es aber zu anstrengend oder unangenehm wäre, sich weiter damit auseinander zu setzen. „Schon schlimm, dass die Obdachlosen bei – 20 °C draußen schlafen. Da müsste man echt mal was gegen tun …“ ist also gleichbedeutend mit: „Kann die mal jemand wegräumen? Die machen mir ein schlechtes Gewissen.“ Aber weil ich nicht weiß, wie ich allen Obdachlosen, die unordentlicherweise auf meinem Heimweg herumfrieren, weiterhelfen könnte, wäre es suuuuuper, wenn da mal „der Staat“ oder irgendeine besonders soziale Einrichtung was gegen tun würde und die alle einsammelt und ins Warme verfrachtet. Dann fühle ich mich nämlich auch besser.

Das ist jetzt ein gemeiner Vergleich, aber mir geht es oft genug so. Einerseits wäre ich gerne so ein toller Mensch, der dafür sorgt, dass andere Menschen nicht frieren müssen, andererseits habe ich keine Ahnung wie ich das machen könnte, ohne einen signifikanten Teil meiner Zeit und meiner Finanzen zu opfern. Und das Konto ein wenig zu plündern oder sich selbst in eine Suppenküche zu stellen, also das ist doch nun wirklich zuviel Aufwand. Irgendwie.

Gegenseitige Gewissensberuhigung

Warum faseln wir dann trotzdem so gerne über Themen, an denen wir eh nie etwas ändern werden? Ganz einfach, um unser Gewissen zu beruhigen. Indem wir immer mal wieder fallen lassen, dass wir ja „schon immer mal“ Altgriechisch lernen wollten, zeigen wir unserem Umfeld, dass wir total coole und abgedrehte Interessen haben – oder zumindest eins von beidem … ;) Gleichzeitig machen wir deutlich, dass wir zwar noch Hoffnung vortäu … offiziell noch Hoffnung haben, irgendwann auch tatsächlich mal mehr als drei Worte zu lernen, dass wir aber so ultrawichtige andere Aufgaben haben und so immens gestresst und toll und blaa sind, dass wir bedauerlicherweise keine Zeit dazu haben.

Worauf wir dann von unserem Gegenüber die Absegnung bekommen, es sei völlig verständlich, wenn wir diese Sache nicht jetzt sofort in Angriff nehmen würden. Denn besagtes Gegenüber besitzt vermutlich ebenso viele „Ich wollte schon immer mal“s (bzw. IWSIMs) wie wir und kennt das Gefühl eines sich anbahnenden schlechten Gewissens garantiert nur zu gut. Durch diese Absegnung in Form von „Nein, das ist ja auch wirklich aufwändig!“ oder „Ja, klar, du hast ja im Moment totalen Stress.“ drückt uns selbst unser schlechtes Gewissen eben nicht mehr, weil unser mangelndes Engagement auf einmal gerechtfertigt ist. Außerdem kann sich der Absegnende dann auch gleich ein selbst ein wenig besser fühlen, weil andere Menschen ja auch nicht dazu kommen ihre IWSIMs abzuarbeiten.

Warum bekommen wir alle unseren Hintern nicht hoch? :D

Das ist glaube ich relativ einfach zu erklären: Wir alle sind meistens relativ gestresst. Die einzigen, die vielleicht noch nicht so viel gestresst sind, sind Kinder und die machen ja ohnehin gerne einfach was sie wollen, haben also höchstens WIMGBs also „Wenn ich mal groß bin …“-Träumereien. Und der Traum von der Karriere als Astronaut lässt sich logischerweise im Grundschulalter in den allermeisten Fällen wirklich noch nicht umsetzen. ;) Die anderen Menschen sind entweder von Arbeit und organisatorischem Privatgedöns gestresst oder machen ebenfalls was sie wollen und brauchen deswegen nur 10 Minuten zwischen der Idee IWSIM und der Anmeldung zum Altgriechischkurs in der VHS (Volkshochschule, nicht dieses seltsame Medium, das ohnehin keiner unter 20 mehr kennt). ^^

Beim Rest von uns tritt das Phänomen ein, das ich „Gerade heute passt es mir nicht“ nennen möchte. Denn wir haben immer eine besonders stressige Woche, immer ziehen wir gerade um oder suchen eine Wohnung oder sind zu schlecht drauf oder sind zu gut drauf oder haben zu wenig Geld oder wollen das Geld lieber sparen oder geben es lieber für etwas anderes aus oder oder oder. Das liegt schlicht daran, dass wir sobald wir gestresst oder übermüdet sind, fast immer eine geringere Motivation haben, anstrengende Dinge zu tun. Leider ist so gut wie jeder fast immer etwas gestresst (sei es privat oder beruflich) oder übermüdet. Und fast immer sind die Sachen, die auf unserer IWSIM-Liste stehen, mit einer gewissen Anstrengung verbunden. Und sei diese noch so gering. Ihr wollt einen Sportkurs machen? Der ist abends nach der Arbeit und da seid ihr ja eh müde, außerdem hättet ihr dann viel weniger Zeit für andere Dinge und überhaupt. Dass der Sportkurs euch vielleicht mehr entspannen würde, als zuhause zu sitzen und drei Staffeln eurer Lieblingsserie zu gucken, ignoriert ihr dabei. Ich persönlich würde das natürlich nie so machen. Sieht man an meinen vielen absolvierten Sportkursen und der Tatsache, dass ich permanent einen Tab mit Youtubevideos vom vorigen Abend geöffnet habe … o_o

Das gleiche gilt für Sprachkurse, Malkurse, Reisen oder sogar neue Serien anzufangen. Denn alles benötigt eine gewisse Menge an Organisation. Wohin soll’s gehn? Wo buche ich den Flug? Rundreise oder Strandurlaub? Welcher Malkurs zu welcher Uhrzeit? Lieber eine bestimmte Kunstrichtung oder doch eher den Grundkurs für „Wie zeichne ich eine gerade Linie?“? Wo kann ich überhaupt die Serie streamen, die ich gucken möchte? Will ich die legal schauen und dafür zahlen? Wie geht das überhaupt? Möchte ich mich jetzt wirklich mit neuen Charakteren auseinandersetzen oder doch lieber was mit Tatort-Schema gucken, bei dem ich weiß, woran ich bin? Die Fragerei könnte ich endlos weiterführen. Und jede dieser Fragen entzieht uns bei der Beantwortung ein kleines bisschen Motivation, sodass wir vielleicht schon kurz vor der Buchung des Töpferkurses sind, der unser Leben verändern würde – sich dann aber herausstellt, dass wir nur mit Kreditkarte zahlen können und die Karte liegt mindestens 5 m von uns entfernt … also dann buch ich den Kurs doch lieber morgen.

„Meine Motivation rennt nackt mit einem Cocktail über die Wiese!“

Aus welchem sozialen Netzwerk dieser schöne Spruch stammt, wird wohl niemals geklärt werden. Er illustriert aber ganz nett, meine Theorie. Ich glaube, dass jeder von uns im Alltag nur eine begrenzte Menge an Motivation für alles mögliche hat. Je stressiger das sonstige Leben, desto eher neigen wir dazu nur Dinge zu tun, die für uns einfach sind. Ob das jetzt Extrembergsteigen oder zuhause rumgammeln ist, das hängt natürlich von der jeweiligen Person ab. Schließlich lädt jeder seine Akkus anders auf. Aber jeder kommt auch irgendwann mal an sein Limit und fängt an mit IWSIMs um sich zu werfen. Denn das sind so kleine schöne Träume, in denen wir kurzzeitig das tun, was wir schon immer mal machen und uns ausmalen, wie es wäre, wenn wir denn den Hintern hochbekommen hätten und unsere Gemälde dank des Malkurses bereits bei Christie’s für Millionen versteigert werden würden. Bevor ihr mich falsch versteht: Ich bin mir sehr bewusst, dass diese Träume sehr wichtig sind, damit wir im Alltag nicht völlig durchdrehen. Seeeehr! :D (Andernfalls würden Menschen sich im Büro keine tropischen Strände als Desktophintergrund machen.) Deswegen gönne ich jedem seine IWSIMs und IMJMs und wie sie alle heißen. Ich fände es nur toll, wenn aus dem ein oder anderen IWSIM vielleicht bald ein IHEMG-UEWA werden würde, also ein: „Ich hab einfach mal gemacht – und es war awesome!“ ;)

Generell habe ich festgestellt, dass es sehr hilfreich ist, Dinge mit anderen Leuten zusammen anzugehen, weil man sich so die Planung aufteilen kann, sich zusammen freuen kann und ein noch viel schlechteres Gewissen bekäme, wenn man den anderen dann doch enttäuscht, weil man den Hintern nicht hochbekommt. Aber da erzähle ich euch sicher nix neues. Außerdem versuche ich ab und zu dann doch mal spontan Menschen zu fragen, ob sie nicht ein IWSIM mit mir machen wollen bzw. wenn jemand mich fragt, ob ich Lust hätte eines ihrer IWSIM umzusetzen, versuche ich so oft wie möglich ja zu sagen. Denn gerade spontane Aktionen lohnen sich sehr oft. Wie ich bei meiner Amsterdam-Reise gemerkt habe. ^-^

Ich war heute aber wieder ernst. Es tut mir leid. Anscheinend wirkt sich eine übermegahyperstressige Woche nicht nur auf die Themen meiner Artikel aus, sondern auch auf die schriftstellerische Qualität. Ich hoffe ihr verzeiht mir den Exkurs in die sprachanalytische Welt (von der ich eigentlich keine Ahnung habe xD) ebenso wie das virtuelle Rumgemeckere, dass ihr gefälligst viel mehr tolle Sachen unternehmen sollt. ^^ Vielleicht konnte ich ja den einen oder anderen von euch so sehr ärgern, dass ihr bald eure IWSIMs in Angriff nehmt! Wer weiß? ;) Generell war diese Woche furchtbar, weswegen ich auch seit Dienstag nicht mehr bei WordPress war, abgesehen von einer einzigen Kommentarantwort, glaube ich. Ich hoffe aber sehr, dass ich nächste Woche wieder etwas ungestresster sein werde, denn andernfalls werde ich jede Woche zwischen Mittwoch Morgen und Samstag Mittag in einen komatösen Zustand verfallen, in dem ich kopfschmerzen- und schwindelanfallsgeplagt zur Arbeit wanke und da irgendwelche Sachen erledige. Und das fänd ich jetzt nicht so schön. o.O Aber genug des Selbstmitleids und der Wehklagen über meinen ach-so-schlimmen-Schlafmangel! :D Ich wollte nur darauf hinweisen, dass mir nächste Woche jemand in den Hintern treten muss, damit ich mittwochs nicht wieder meine Motivation zu allem außer planlosem Herumatmen verliere. :P

Was sind eure IWSIMs? Bei welchen „Hach, das wär schon toll“-Aussagen ertappt ihr euch immer wieder, ohne dass es einen wirklichen Grund gibt, die nicht einfach umzusetzen? Welche habt ihr vielleicht schon umgesetzt? Und wie konntet ihr euch dazu motivieren? :)

Falls ihr Denk- oder Logikfehler findet, dürft ihr mir die natürlich gerne aufzeigen, wer weitere Motivationstipps hat, darf die auch sehr gerne in den Kommentaren mit dem Rest des Internets teilen und falls ihr den Artikel total doof und unzusammenhängend fandet, dann schreibt mir da doch bitte hin, warum ihr das findet. ;)

Ich hoffe eure Woche war viel toller und wünsche euch einen entspannten und IWSIM-freien Samstag!
Eure 0utofjoint =)

PS: Ich versuche noch den dritten Band von NO. 6 fertig zu machen und dann eventuell noch was zu den drei Fragezeichen oder irgendwas vollkommen anderes, was mir spontan einfällt. Jetzt wollte ich eigentlich schon seit heute morgen mal einkaufen gehen, damit ich neben planlosem Herumatmen auch noch planlos nicht verhungern kann. Tüdelüü! :D

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21 Kommentare

  1. Japanisch lernen, Bungee-Jumpen gehen, einen Berg besteigen, viele Länder besuchen, und vor allem: überhaupt mal IRGENDWAS zu Ende bringen (-.-)… und noch vieles mehr :D
    So viele IWSIMs, die darauf warten ihren Auftritt zu bekomme… o_o

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    1. Hey, bei ersterem können wir unsere IWSIMs zusammenpacken! :D Der Rest klingt aber auch sehr lohnenswert :)
      Ähm … Also siehst du quasi alles als IWSIM? :D das war jetz‘ aber nich Sinn der Sache. :P Wenn du selbst schon sagst, dass es so viel ist, weißt du denn jeweils woran es hakt oder fühlst du dich generell einfach unmotiviert für alles? ^^

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      1. Ist halt ne richtig schöne Sprache :)
        Nein, ich seh nicht alles als IWSIM. So war das nicht gemeint…
        Also zum einen liegt es an der Motivation, die sich dauerhaft Urlaub genommen hat und zum anderen am Geld. Sonst würde ich wohl ein paar Sachen zusammenpacken und mich aufmachen, die Welt zu sehen :D

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        1. Ja, soooollte man echt mal lernen, ne? ;)
          Ach sooo :) Immer diese urlaubssüchtigen Motivationen. Ich finde die sollten das vorher zumindest absprechen! ò.ó
          Sohn bzw. Tochter eines spendablen Millionärsehepaars müsste man da sein :D aber dann wär man bestimmt voll verzogen und könnte sich nich dran freuen. Von daher … Vielleicht schenkt dir ja einfach spontan mal wer Geld! ^^

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            1. Da sollte wirklich mal jemand ein Machtwort sprechen … :D Hach, diesen Spruch kann man aber auch überall einbauen, schön.

              XD Genau das machen natürlich alle Sprösslinge von superreichen Menschen. Nur noch am Bungeejumpen am sein am tun. :D Ich dachte jetzt eher an seltsam oder verzogen werden wie bei Paris Hilton oder Jaden Smith, aber gut … ^^

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            2. xD „Heute im Bravo-Interview: CryofWrath! Er konnte sich als Sohn von Multimilliardär Soundso die Karriere als professioneller Vollzeit-Bungee-Jumper erkämpfen!“

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  2. Oje, eine harte Woche…
    Und das Wochenende war wahrscheinlich auch wiedermal viel zu kurz, oder? .____.

    Das mit der Motivation ist immer mehr ein Problem, vor 50 Jahren hätte nie wer vermutet, dass „Motivationstrainer“ mal ein Beruf sein wird *hust*
    Aber ich glaube gar nicht, dass das nur mit dem Zeitmanagement und dem Stress zusammen hängt, der einem im Alltag erwartet. Klar ist die Freizeit nur ein kleiner Teil der Woche, der immer viel zu schnell vergeht, aber das war früher genauso. Sogar noch mehr, denn sowas wie „gesetzliches Ausmaß von Arbeitsstunden“ gibt es noch nicht so lange. Genauso wie bezahlten Urlaub, diverse Karenzierungsformen (gibt ja nicht nur Karenz bei Kindern, sondern auch Bildungskarenz und Ähnliches), bezahlten Krankenstand und und und…
    Also eigentlich gibt es schon viele Entlastungsmöglichkeiten gegen früher, durch die wir viel mehr anpacken können. Und es auch tun. Nur kommt es jedem immer so vor, als würde er in seinem Leben alles vor sich hinschieben, weil die Leute immer höhere Ansprüche haben, was ihre Ziele betrifft. Was früher mal „den Laden meiner Eltern übernehmen und eine Familie gründen“ war, ist heute „eine tolle Ausbildung machen“, „den perfekten Job finden“,“Karriere machen“,“Sport treiben und zur perfekten Figur finden“,“ein Musikinstrument lernen“,“die Welt bereisen“, „den perfekten Partner finden und vllt Kinder bekommen“,“die Kinder voll Bio ernähren und zum nächsten Geschäftsführer erziehen“,…
    Kein Wunder, dass also jeder eine ellenlage Liste mit Wünschen hat, die er einfach nicht abgearbeitet kriegt. Ich glaube das ist so eine Schattenseite der neuen Medien, weil man ständig vorgehalten bekommt, was es nicht noch alles Tolles zu machen/zu erleben gäbe, das ja „in greifbarer Nähe“ wäre.

    Ich bin aber auch so ein Typ, der sich immer viel vornimmt und weil mich das dann schon oft frustriert hat, wenn ich etwas wiedermal aufgeschoben habe, habe ich da schon mein eigenes System x3
    Was Alltägliches betrifft, schreibe ich mir immer eine Notiz in meinen Wochenkalender, der bei mir im Wohnzimmer (also so, dass ich immer daran vorbei muss) steht. Zum Beispiel stand da letzte Woche am Samstag „Keller ausmisten“. Und wenn etwas erledigt ist, hake ich es ab.
    Und dadurch rufe ich mir das immer ins Gedächtnis, wenn ich am Kalender vorbei gehe. Und es fuchst mich ungemein, wenn ich sehe, dass da etwas noch nicht abgehakt ist. Noch schlimmer ist es, wenn ich etwas nächste Woche wieder in den Kalender schreiben muss, weil ich es nicht gemacht habe. Dadurch schiebe ich kaum mehr etwas auf.
    Und was größere Pläne betrifft, habe ich mir angewohnt, innerlich meine Prioritäten zu ordnen und einfach Stück für Stück das zu machen, was gerade am besten möglich ist bzw. mir am wichtigsten ist. Zum Beispiel will ich die Abendmatura machen und evtl. doch noch studieren. Aber jetzt bin ich schwanger und kriege erstmal ein Kind, da geht so ein großes Vorhaben einfach nicht. Dafür habe ich jetzt Zeit dafür, endlich meine „kreativen Interessen“ auszuweiten – sprich backen, basteln etc., weil das mit Kindern sowieso immer nett ist. Also werde ich mich mal daran machen. Und dann sehen wir weiter. Immerhin sind wir jung und haben noch alle Zeit der Welt ~
    Das Leben ist mit 30 noch nicht aus ;3

    Und was so allgemeine „Man müsste mal…“ angeht, davon halte ich gar nichts. Wie du schreibst, ist das doch mehr ein „eigenes Gewissen beruhigen“. Wenn ich bei den Obdachlosen vorbei gehe und zu einer Person sage „Man müsste denen mal helfen.“, will ich doch nur Anerkennung von der Person, weil ich ja „so eine soziale Person bin und so viel Mitgefühl zeige“. Für mich ist das aber reine Heuchlerei.
    Klar gibt es Dinge die schlimm sind und deren Grausamkeit jedem natürlich bewusst sind. Aber wir sind auch nur Menschen und keine Götter. Es ist auch nicht jeder Multimillionär und kann ohne weiteres ein Obdachlosenheim bauen. Und es hat auch nicht jeder den Mut und die Aufopferungsgabe, dass er sein eigenes Leben aufgibt und sich ganz den schlimmen Dingen widmet. Aber es gibt auch kleinere Beiträge, die man leisten kann. Man kann seine Klamotten an soziale Einrichtungen spenden, man kann €5 im Monat spenden, man kann in der Freizeit freiwillig in Einrichtungen für sozial bedürftige arbeiten…
    Wenn man also helfen will, gibt es genug Möglichkeiten. Dann soll man das auch tun.
    Wenn man aber nicht helfen will, weil man sich vorrangig um den Mist vor der eigenen Tür kümmern will, ist das auch total ok. Aber sich dann als „halber Samariter“ auszugeben, indem man immer predigt, dass doch geholfen gehört, finde ich nicht in Ordnung. Denn dann versucht man Anerkennung für etwas einzuheimsen, das man in Wirklichkeit eh gar nicht tun will. Und für was die Heuchlerei?
    Im Endeffekt gäbe es kaum Missstände, wenn jeder sich einfach um sein unmittelbares Umfeld kümmern würde. Jeder Obdachlose hat auch eine Familie (normalerweise). Würde die den Obdachlosen unterstützen, müsste er nicht auf der Straße leben. Und damit müsste sich kein Dritter gezwungen fühlen, der armen Person zu helfen, obwohl er gar keine Möglichkeit dazu hätte. Und es gibt leider tatsächlich genug Obdachlose, die einfach von der eigenen Familie verstoßen wurden – ich kenne selber einen Fall in meinem Umfeld, der überhaupt nichts dafür kann. Der durch einen Kopfschuss nun stark im kognitiven Bereich eingeschränkt ist und einfach nicht mehr selbst für sich sorgen kann. Und meistens nur mit besoffenen Obdachlosen abhängt, weil ihn seine eigene Mutter meidet, weil er ihr jetzt „peinlich“ ist, wo er nicht mehr der intelligente Studierte ist. Sie hat ihn total im Stich gelassen, obwohl es sicher kein Problem wäre, wenn sie ihm in ihrer Frühpension regelmäßig bei Alltagsangelegenheiten helfen würde – oder zumindest „da wäre“. Und genau diese Frau ist eine dieser Personen, die in Gesellschaft immer davon redet, dass man die Obdachlosen doch mehr unterstützen müsste und wie schlimm es doch in Welt zugeht. Soviel dazu.
    Und solche Fälle habe ich schon in Mengen erlebt. Da wird über das Leid anderer geredet, um zu zeigen wie „sozial man doch ist“ und um Lob dafür einzuheimsen und gleichzeitig geht man selbst über Leichen. Deswegen hört man sowas von mir auch nie.
    Ich habe mir schon angewohnt, solche Menschen ein bisschen bloßzustellen, wenn sie wieder mit so etwas kommen.
    Wenn mir z.B. jemand sagt, dass die Menschen aus Syrien so arm sind und man sie unbedingt mehr unterstützen sollte, sage ich ihm, dass die Caritas noch viele Freiwillige sucht, die ab und zu in der Notunterkunft aushelfen. Und siehe da – die Menschen weichen auf einmal total aus. Es ist oft witzig zu beobachten wie reagiert wird. Manche suchen krampfhaft Ausreden, warum sie das doch nicht machen könnten (die ich dann auch gern etwas hinterfrage, denn auch wenn man eine 13-jährige Tochter hat, könnte man sicher mal einen Sonntag entbehren, wenn einem das tatsächlich wichtig wäre), wechseln das Thema oder tun so, als ob sie ja gar nicht wüssten wie sie das jetzt genau machen könnten.
    Da sieht man dann wirklich schnell, wer nur so daherredet und sich damit als „supersozial“ präsentieren will und wer die Aussage tatsächlich ernst gemeint hat.
    Und leider ist es sehr selten, dass das der Fall ist. Zumindest in meiner Erfahrung.
    Da ist mir lieber jemand ist ehrlich und steht zu seinen persönlichen Grenzen bzw. seiner Aufopferung und tut dann wirklich auch was, wenn er davon redet. Statt immer nur zu reden und nie was zu tun.

    Öhm ja…
    Ich glaube ich bin schon wieder zu sehr ausgeufert xDDDD

    Also was sind meine IWSIMs?
    Nach Japan fliegen (da sind wir scheinbar ja schon viele xDDD), per Abendschule meine Matura nachholen, Psychologie studieren, einen Zumba-Kurs (oder anderen Sport) besuchen, mehr selber kochen und so teure Fertiggerichte verbannen, kreative Sachen ausprobieren, mit denen ich dann die Wohnung dekorieren kann (derzeit: leere Einweggläser in hübsche Kerzen verwandeln, ich habe noch nicht mal Wachs gekauft…), ein Buch schreiben (XDDD), beruflich in die Selbstständigkeit wechseln (aber das hat leider richtig viele Nachteile eigentlich Q___Q) und vielleicht irgendwann, wenn die Kinder bereits wieder ausgezogen sind, vllt doch einen kleinen Eigentum kaufen können (ich gehöre nicht zu den glücklichen Erbkindern und habe meinen Freund auch nicht nach seinem Gehaltszettel ausgesucht… daher ist das ein richtiger „Seifenblasentraum“ *hust*)
    Joa. Mehr will ich mir gar nicht vornehmen, immerhin soll ja alles davon auch irgendwann irgendwie machbar sein und ich habe nur ein Leben, nicht 10 xDDD

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    1. Jaaaa! Ich habe noch nicht mal den Müll rausgebracht und der geplante Artikel existiert auch noch nicht xD dafür „muss“ ich heute noch mit gefühlt 10 Leuten telefonieren, weil ich mich bei denen die ganze Woche (oder 2 oder 3 Wochen…) nich gemeldet habe.

      Da hast du wohl Recht. Mittlerweile vergleicht sich ja jeder mit jedem und so träumt dann auch z.B. das Bauernkind aus der Pampa vom Jetset-Leben. Was ja okay ist, aber oft auch unglücklich macht, wenn man schlichtweg keinerlei Möglichkeit hat, da hinzukommen. Warum vergess ich eigentlich dauernd die Hälfte in meinen Artikeln und du musst das dann immer ergänzen? :D Naja, aber mir ging es an sich ja auch eher darum, dass mich persönlich diese Aussagen nerven, bei denen man weeeeiiiß, dass die Person, die das vor sich hin betet es nie machen wird. Und natürlich, dass ich Japanisch lernen genauso vor mir herschiebe. ^^
      Bei mir ist es übrigens aber auch so, dass ich immer das Gefühl habe, ich sollte mich wenn sobald ich 5min frei habe, sofort bei allen sozialen Netzwerken und allen Nachrichtenseiten und prinzipiell im ganzen Internet über alles informieren. Los! Jetzt! Sofort! Das stresst mich dann unterbewusst und ich hab deswegen schon längst keine Lust mehr zu Facebook zu gehen, leider erreiche ich ein paar Freunde fast ausschließlich darüber …

      Ich hab das mal mit Erinnerungen versucht. Leider führt das nicht dazu, dass ich die Sachen erledige. Nur bei einfachen Sachen, die ohnehin anstehen (also Glasmüll wegbringen oder Paket aufgeben) und die würde ich eh machen. Also auch wenn die Methode echt gut ist, bei Sachen, auf die ich keine Lust habe oder die zu diesen offiziellen „vormittags Termine machen“-Dingen gehören, helfen mir leider auch 10 Kalendereinträge wenig. :D

      Was du willst nicht gleichzeitig ein Kind kriegen und dein Abitur machen?!? Also das ist aber ja wohl mal total unmotiviert! XD Matura war doch Abitur, oder? :) Aber dann ergänzt es sich ja sehr gut, wenn du eine kreative Ader hast und gerne rumbastelst und kochst! ^-^ Ich finde das einen coolen Plan. Erstens sollte man im Leben auch Zeit für kreative Sachen haben (vielleicht hast du dann ja auch zeit uns im Blog von deinen Erlebnissen zu berichten! :3) und zweitens hört man ja nicht auf neue Sachen dazuzulernen oder darf nie wieder was anderes machen, nur weil man plötzlich ein Kind hat. :)
      Ich hoffe sehr, dass du da Recht hast! Wäre schade wenn mit 30 plötzlich alles doof ist. XD

      Jepp, die Heuchlerei ist wirklich nur zur Gewissensberuhigung da. Ich versuche dann mal lieber damit klar zu kommen, dass ich kein toller Mensch bin oder überlege, ob ich nicht doch was tun kann.
      Was?! :o :o :o Wie gemein ist das denn? Also das wovon du da berichtest klingt ja wirklich furchtbar. Es ist sehr schade, dass so viele Menschen nicht damit zurecht kommen, wenn ihre Kinder nicht (mehr) den Ansprüchen entsprechen, die man an sie stellt. Bedingungslose Liebe können viele Eltern nicht. Vor allem die, für die Kinder nur ein Lifestyle-Accessoire zum angeben sind. „Mein Sohn macht jetzt seinen Doktor und bekommt sicher bald den Nobelpreis!“ Aber ich kenne die Frau nicht und möchte ihr nichts unterstellen. Es hat mich nur daran erinnert. Ich wüsste übrigens (vor allem da ich ja eh nicht so der kinderverstehendste Mensch bin), wie ich als Mutter mit einem behinderten Kind umgehen würde. Könnte also gut sein, dass ich damit auch überfordert wäre. Aber trotzdem klingt im Stich lassen einfach nur fies, vor allem wenn sie wirklich nur für ihn da sein müsste … Das geht doch nich! ._. Hach, Menschen sind doof.

      Ohja, da hast du glaube ich den wunden Punkt sehr vieler Leute entdeckt. ^^ Einfach mal nachfragen, warum man nichts gegen die grässlichen Missstände tut, bringt glaube ich einigr ins Stottern. Aber vielleicht kommen ja auch einige dadurch auf die Idee doch was zu tun. :)

      Kein Ding, war ja ein sehr spannender Kommentar! Nu hab ich auch viel zuviel geschrieben, aber das füllt ja nur unser „Kommentarbuch“ weiter an! :D
      Ui, Pschologie! Das klingt doch alles nach sehr guten Plänen. ^^ Und ja, sobald ich mal genügend Geld und Japanischkenntnisse habe, flieg ich mit! :P
      Weißt du denn schon worüber du ein Buch schreiben willst oder willst du einfach generell mal eins schreiben? :D
      Selbstständigkeit ist schwierig, ja. Das ist ja meine Alternativoption, falls ich bis nächstes Jahr keine Stelle finde. Und da hab ich auch ein wenig Angst vor. O_O
      Hm, ich kenne auch nicht viele, die sich bisher sowas leisten konnten. Eigentlich nur eine aus meiner Schule, deren Freund aber auch fleißig 10 Jahre lang sein Beamtengehalt gespart hat. Und sie haben dann einfach auf das Haus der Schwiegereltern noch eine Etage gesetzt, wodurch es deutlich günstiger wurde. Aber das will natürlich auch kaum jemand xD Viel Erfolg auf jeden Fall bei der Umsetzung aller deiner Pläne! ;)

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      1. Wahrscheinlich hätte ich an die Hälfte von dem Zeug nicht gedacht, dass du erwähnt hast xDDD

        Ui, jetzt weißt du warum ich nicht bei Facebook bin. Auch wenn mich ständig alle damit nerven und mir schon sagen, dass ich mich wie eine Oma aufführe – ich weiß ganz genau, dass ich dann auch immer da rumhängen würde .__.
        Soziale Netzwerke (und Onlinespiele) sind böse~
        (Da vergeht die Zeit so schnell und man fühlt sich so schnell verpflichtet…nope, ich bleibe unabhängig! xDDD)

        Ich habe mir das mit dem Kalender mal in der Arbeit bei wem abgeguckt, aber stimmt, das funktioniert echt nur bei so einfachen ToDo-Geschichten…

        Jep, Abitur heißt bei uns Matura. Eigentlich war ich ja bis zur Oberstufe im Gym, mir hätten nur noch 2 Jahre gefehlt – aber zu dem Zeitpunkt damals wollte ich einfach nicht mehr. Ich war in einer Schule, in der ich die Einzige ohne studierte Eltern war und die als ziemlich schwer galt. (eigentlich war ich nur dort, weil es bei mir ums Eck war XD) Und mit den Noten war es auch nicht mehr so rosig, deswegen bin ich ausgestiegen. War aber schonmal ein Semester in einer Abendschule (Habe die dann abgebrochen, weil ich nicht mehr alles unter einen Hut bekommen habe. Denn damals bin ich in der Abendschule in einem späteren Semester eingestiegen, habe zusätzlich Fächer vorgezogen, wollte an den Abendschulenfreien Tagen ins Fitnesscenter – und die Firma hat auch genau damals beschlossen, dass wir zur Teamstärkung „freiwillige“ 2-tägige Seminare machen sollten. Und mein Freund gab es ja auch eigentlich noch, auch wenn wir schon mehr zur WG geworden sind, weil ich keine Zeit mehr hatte….) und weiß deswegen, wenn ich es das nächste Mal „normale angehe“, dass es kein Problem sein dürfte. Bin eigentlich gut mitgekommen, also yay, ich war damals nicht zu doof für die Schule, die Schule war zu doof für mich *muha*

        Jo, kreativ…
        Ich WILL gerne kreativ werden, könnte man eher sagen xDDD

        Hach ja, das passt schon, die Person ist nämlich wirklich nicht ganz einfach. Bei der handelt es sich nämlich um meine Oma. Und der besagte Sohn ist mein Onkel, zu dem ich aber leider keinen Kontakt habe, weil er sich selber auch vor meiner Mutter (die ja seine KLEINE Schwester ist) schämt und sich deswegen zurück zieht. Jaja, wenn man Freunde meiner Oma trifft, hört man immer interessante Sachen – dass ich die Matura fertig gemacht und studiert habe, dass meine Mama auch die Abendmatura gemacht hat (hat sie ja, aber sie konnte sie wegen einem Bandscheibenvorfall nicht fertig machen, weil sie dann die Zeit zur Jobsuche gebraucht hat) und jetzt voll die Topnotch-Beamtin ist…
        Und das sind wir natürlich alle nur wegen ihrer bedingungslosen Unterstützung.
        Schön, dass meine Oma scheinbar Sachen über mich weiß, die ich selber noch nicht mal wusste xDDDD
        Also das klingt jetzt sicher als würde ich meine Oma nicht ausstehen können, aber sie ist halt doch meine Oma und war immer da – auch wenn mit Vorsicht zu genießen.
        Aber traurig ist es halt doch, wie sich manche Menschen ihre heile Welt zusammen lügen müssen, weil sie einfach nicht sehen können, dass „Glück“ nicht nur mit so oberflächlichen Dingen zusammen hängt…

        Haha, ich mache das sowieso gerne xD
        Zu mir hat mal eine Psychologin gesagt, dass ich auf mein Umfeld wahrscheinlich zum Teil recht bedrohlich wirken kann, weil ich zwar immer nett und freundlich bin (und man mir somit nichts Böses nachsagen kann), aber ich einfach schnell Leute durchschaue und mich somit nicht vorführen lasse – und ich wahrscheinlich oft Dinge merke, die die Leute tunlichst zu verstecken versuchen oder die ihnen selber noch nicht ganz bewusst sind. Und wenn ich sie dann damit konfrontiere… nyo ~
        (ich wäre wahrscheinlich voll die Manipulier-Psychologin *höhö*)

        Als ich so 14 war, habe ich mit Fanfictions angefangen und mir vorgenommen einen Roman zu schreiben – seitdem spukt die Idee immer wieder in meinem Kopf herum, aber jetzt habe ich oft das Gefühl das würde irgendwie nicht passen, nachdem ich selber kaum mehr Romane anrühre xDDD

        Ja, das mit der Selbständigkeit ist so eine Sache. Einerseits ist es toll, der eigene Chef zu sein, andererseits ist man da so benachteiligt…
        Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber bei uns hat man da oft richtig die A****karte .____.
        Miese Sozialversicherung, kaum arbeitsrechtlichen Schutz…

        Hab letztens einen Bericht gelesen in dem stand, dass Leute, die einen Eigentum erben konnten, im Durchschnitt dreimal so viel Geld zur freien Verfügung haben…

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        1. :D Ach, Hauptsache es ergänzt sich gut, was wir hier zusammensenfen! ;)

          Wie war das mit diesen Leuten, die immer alles gleichzeitig wollen? xD Ja, das is dann doch ein bisschen viel. Aber schön auch, dass euer Chef für euch entschieden hatte, was ihr freiwillig machen wollt. Das ist doch mal die Definition von „frei entscheiden“. ^^
          Wie lange muss man denn zu so einer Abendschule gehn? ^^“ Hab mich damit noch nie beschäftigt, weil ich so priviligiert war, keine zu brauchen, weil alles irgendwie geklappt hat. :)

          Der Wille zählt! Oder so. :D *Bastelsachen vor Nekosani ableg* Daaa, werd kreativ! ^^

          Hach, das is natürlich unschön. :( Aber faszinierend, vielleicht sollte deine Oma auch mal einen Roman schreiben, die Fantasie dazu hat sie ja scheinbar. ^^
          Ich würde einfach mal raten, dass sie früher vielleicht aufgrund irgendwelcher Lebensumstände von außen fertig gemacht wurde (oder ihre Eltern oder so) und sich das eingebrannt hat, weswegen sie nicht damit umgehen kann, „Unelitäres“ über ihre Familie anzuerkennen. Oder dass ihre Eltern ihr das vielleicht sogar eingebläut haben. Was man einmal stark verinnerlicht hat, das ändert sich ja in den seltensten Fällen. Aber ich will ja auch nicht deine Oma psychoanalysiern! o.O Vielleicht ist sie einfach nur seltsam. :D

          Vielleicht solltest du als angehende Manipulier-Psychologin später Kurse geben, wie man sein Glück findet und dass das nicht materiell ist oder aus Statussymbolen besteht. ;)
          Klingt auf jeden Fall so als würdest du öfters mal Leute vor den Kopf stoßen. Ich hoffe das wird dir nicht negativ ausgelegt. :) „Oh neeeein, Rambo-Nekosani kommt, um uns unsere Geheimnisse zu entlocken!“ :D

          Die Praxis wäre sicher hilfreich. Dann solltest du vielleicht wieder häufiger was lesen? Zusätzlich zu deinen anderen 3098 Vorhaben. :D Andererseits … ich glaube unsere Artikel-Kommentar-Kombos zählen auch als Roman. Ich erlaube dir also hiermit groooßherzigst, es bei ausreichender Langeweile mit einem Roman zu probieren. XD Dann will ich aber auch probelesen dürfen! :D

          Oh ja, das muss man hier auch ziemlich gut planen, sonst schrammt man da permanent (je nachdem was man macht) am Existenzminimum bzw. einfach am „Ich kann nächsten Monat eventuell die Miete nicht zahlen“ entlang. :/

          Hm, das kann gut sein. Schließlich haben die Eltern vermutlich mehr Geld, weil sie sich früh ein Haus leisten konnten und das im Zweifelsfall auch früh abbezahlen konnten. Ergo: Keine laufenden Mietkosten und mehr Unterstützungsgeld für die Kinder.

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          1. Jo, das habe ich mir auch gedacht. Die „Zusammenkünfte“ wurden zwar als freiwillig ausgeschrieben, aber Kollegen haben mir gesagt, dass letztes Mal, als der Chef sowas geplant hatte, eine Kollegin – eben auch wegen der Abendmatura – abgesagt hat. Und die hatte er seitdem scheinbar am Kieker, weil er ihr das so ausgelegt hat, dass sie nicht an einem guten Arbeitsklima interessiert wäre…

            Das mit der Abendmatura ist unterschiedlich, denn wenn man bereits im Gymnasium war, kann man sich Zeiten anrechnen lassen. Ich zum Beispiel hätte sie in 2 Jahren machen können (mit jeweils etwa 2 Abenden von 17:00 – 22:00), wenn man aber ohne Anrechnung einsteigt, muss man 4 Jahre investieren. Also eigentlichso lange, wie man in der Oberstufe sitzen würde ;)
            Es gibt auch eine „Kurzmatura“, die man auch ohne Anrechnung in 2 Jahren machen kann und wo man nur die Hauptfächer und ein „Spezialfach“ maturiert. Damit kann man dann in dem Zweig, in dem man das Spezialfach absolviert hat, studieren und ist aber für alle anderen Studienrichtungen nicht zugelassen.
            Was ich genau machen werde weiß ich noch nicht – weil mein Freund auch gerne die Matura nachholen würde (die volle) und aber keine Anrechnung kriegen würde. Jetzt ist natürlich im Raum, das wir es gemeinsam machen könnten. Das wäre sicher leichter, dafür müsste ich auch die vollen 4 Jahre opfern und man bräuchte eine fixe Kinderbetreuung für 2 Abende in der Woche, verlässlich für 4 Jahre. Am besten kostenlos, sprich zukünftige Oma ;)
            (die noch nichts von ihrem Glück weiß xDDDD)

            Yay, ich spüre schon den kreativen Schub! x3

            Meine Oma hatte es sicher nicht leicht in ihrem Leben, ihre Mama (also meine Uroma) war ein extrem unguter Zeitgenosse. Ein richtiger „Beißzechn“ würde man bei uns sagen ;)
            Man kann eh nichts machen, irgendwann sind Menschen in einem Alter, wo sie sich einfach nicht mehr aus ihrer Welt reissen lassen .___.
            Man muss halt beide Seiten sehen. Ich weiß zwar, dass sie hinter dem Rücken immer anders redet, komische sture Ansichten (inzwischen meidet sie schon den Kontakt zu den meisten Familienmitgliedern) hat und als „Möchtegern-Luxus-Tante“ sehr anstrengend sein kann – dafür ist sie dann (finanziell) spendabel und unterstützt einen auch öfter (z.B. Kinder aufpassen, zum Arzt fahren) – immerhin kann sie dann erzählen, was sie alles für ihre Familie macht ;3
            Und eigentlich hängt sie auch an dieser, aber sie ist eher eine Person, die meint man würde Liebe mit Geld ausdrücken und auch die Einstellung hat, dass man immer auf ältere Personen eingehen muss, egal wie komisch und schwer sie sind. Deswegen kann sie auch oft nicht damit leben, wenn eine jüngere Person sich nicht 100% nach ihr richten will.
            Es ist zwar richtig schade, dass das unsere Familie schon ziemlich zerrissen hat und sie ist sicher keine „klassische Oma“, aber ich kenne sie schon lange genug und habe halt gelernt sie mit ihren Macken lieb zu haben x3

            Hey, dann kann ich auch so ein Manipulierbuch schreiben, mit dem ich dann über „Materieller Luxus ist nicht alles“ predige und selber voll die Kohle mache *höhö*

            Die sollten Selbstständigkeit endlich födern, immerhin floriert die Wirtschaft damit Q__Q

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            1. Juhuuu, unparteiisch und fair, so lieben wir unsere Chefs! :D Dann hoffe ich dass dir das nächste Mal keiner im Weg rumplant.

              Äääääh, das klingt ja fast schon nach Mathe. :D Die Kurzmatura ist dann glaube ich das, was bei uns „Fachabitur“ heißt. Damit kann man nämlich auch nur fachbezogen studieren, wenn ich mich recht entsinne. :)
              Ach, Omis freuen sich doch bestimmt über sowas. Vor allem, wenn sie danach dann mit deinem Erfolg angeben dürfen … O:)

              Sehr gut! :D

              Ich glaube manche Menschen sind da schon mit 19 fest in ihrer Welt verwurzelt. ;)
              Solange du mit ihren Macken klarkommst ist das ja auch völlig in Ordnung. Schade halt nur für den Zusammenhalt der restlichen Familie. Aber man kann die Leute ja leider nicht zu ihrem Glück zwingen.

              Jiaaaa, so macht man das! Da würde sich übrigens auch Youtube für anbieten, da machen das dauernd Leute xD

              Ich hab leider keinen direkten Draht zu „denen“, sonst würd ich direkt Bescheid geben ._. ^^“

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  3. „Eigentlich müsste man den Artikel mal komplett lesen“…aber ich habe ja nur 3x angesetzt :D
    Es gibt tatsächlich einfach zu viele IWSIMs. Zeitweise dachte ich der erste Schritt macht die Musik, aber ich sitze seit gut drei Wochen in den Resten meiner letzten „Ich räume jetzt auf“-Aktion.

    Interessanterweise habe ich festgestellt, dass es manchmal nicht mehr benötigt als einen Gedanken und einen Gesprächspartner. Voll die Erkenntnis. Nachdem ich zu mir sagte, dass es „so“ nicht weitergeht und anschließend mit meiner Freundin drüber gequatscht habe konnte ich in den letzten gut 8 Tagen tatsächlich einiges abhaken. Leider nicht das Aufräumen…

    Tjoa Japanisch fände ich auch interessant, liegt aber etwas tiefer auf meiner Liste.
    Dafür habe ich in letzter Zeit mehr (oder überhaupt) Lust mal mehr aus dem Haus/der Stadt zu gehen. Und zack, wofür hat man schließlich gute Freunde? Genau, denen geht es scheinbar genauso und schon haben wir einen Spontantrip nach Irgendwo geplant….den wir dann absagen mussten (Ironie?), aber in 2 Wochen gehts dann nach Frankfurt. Einfach nur weil. Schließlich macht der erste Schritt die Musik, nicht wahr?

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    1. :D das passt ja super zum Thema!

      Naja, alles auf einmal geht ja auch nicht. ;) Aber mit jemandem drüber zu reden ist natürlich auch ein guter Ansatz, da bekommt man ja manchmal auch ganz gute Anreize, wie man etwas umsetzen kann. :)

      :D Och menno. Schade! Aber dann hoffe ich mal, dass der nächste Spontantrip klappt! Jepp, nach dem ersten Trip kommen die nächsten bestimmt viel leichter zustande :) Was macht man denn eigentlich tolles in Frankfurt? Hab das jetzt nie sooo als Reiseziel gesehn … ^^

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      1. Nicht?:D

        Ja, das hatte zwar noch andere Hintergründe, aber recht haste. Interessanterweise gehen viele (notwendig lange/intensive) Gespräche unter bzw. werden stark verkürzt dank Skype, WhatsApp, Twitter und wie sie nicht alle heißen. Dauerhaft verknüpft zu sein ist irgendwie nervig^^

        Tja nach dem Informationen, die wir von einem Einheimischen haben (und ich zitiere): „Das Rotlichviertel?“ Nein eher nicht „Dann gibts ein(!) tolles Lokal in der Innenstadt und die Skyline ist super“
        Tjoa, sieht nicht so aus als wär da allzuviel zu holen, aber wir wollen gucken ob es ne Messe gibt oder irgendwas derartiges, das man besuchen könnte.
        Hauptsächlich gehts auch erstmal darum zusammen rauszukommen und der Rest ist relativ zweitrangig, geht zumindes mir so .

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        1. Also ich hab’s gefeiert :D Hast du bestimmt voll durchdacht und so! ^^

          Oh ja …….. netzwerken ist aaaaaanstrengend. o_o Ich bin aber immer wieder angenehm überrascht, wie oft man in den Kommentarspalten interessante „Gespräche“ führen kann. :) Vor allem beim Umfang meiner Kommentare xD

          Ja, die Skyline sieht echt super aus. Man kann auch auf irgendeines der hohen Gebäude fahren und sich die von oben angucken. Aber frag mich jetzt nicht, wo das war xD
          Hm, war bisher sehr selten in Frankfurt, aber da gibt es einen coolen Irish Pub (also fand ich) inklusive Tanzfläche und direkt am Hbf (also auffindbar :D). Auch wenn die Gegend an sich definitiv nicht zum abends rumlaufen einlädt (!), fand ich der/die/das Pub cool: http://oreillys.com/frankfurt.html Ansonsten hab ich da leider auch noch nie viel gemacht. :) Stimmt aber, Messen gibt es da auch immer tonnenweise und hauptsache ihr macht was! ;)

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          1. Jaaaneee

            Hm. Gut, Punkt für dich.

            Danke für den Tipp, det finden wir schon…irgendwie ;)
            Ich habe auch nur den Flughafen und ein bisl Hbf gesehen bisher, aber „O’reily’s“ weckt Erinnerungen an Irland, keine Ahnung warum :D Und wieder danke für den Tipp :)

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            1. Raube mir ruhig meine Illusionen, dass du das voll geplant hast! :<

              Biddeschööön! :) Glaube das is auch ne Kette, vielleicht kommen die ja wirklich aus Irland ^^ Da gibt's anscheinend sogar Karaoke-Abende seh ich grad, das klingt doch nach nem Plan für euch! xD

              Gefällt 1 Person

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