Grüner Smoothie Foto: EvolvingScenes/Pixabay

Dear vegans, don’t be stupid. Please.

Ich wollte ja eigentlich das Thema Veganismus aus diesem Blog eher heraushalten. Aber in letzter Zeit habe ich so oft Dinge gehört, die bei mir einen akuten Entnervtheits-Anfall ausgelöst haben, dass ich das jetzt doch mal ansprechen muss. Frei getreu dem Motto:

https://i1.wp.com/weknowmemes.com/wp-content/uploads/2012/05/how-can-you-tell-if-someones-a-vegan.jpg

Ja, so isses. Nein, eigentlich nicht, weil das Thema meistens aufkommt, wenn ich keinen Bock habe den Leuten zu erzählen, dass ich laktoseintolerant oder gerade auf Diät bin, aber trotzdem eine Antwort erwartet wird, warum ich denn dieses oder jenes nicht essen möchte. Glücklicherweise ist der Veganismus mittlerweile so in, dass ich lange keinem mehr erklären musste, was genau Veganismus eigentlich bedeutet. Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem immer mal wieder das lustige Liste-abhaken-Spiel mit meinem Gegenüber spielen darf. Nach „Dann isst du kein Fleisch?“ kommt nämlich meistens der Moment, in dem mein Gegenüber seine gedankliche Lebensmittelschublade öffnet und ich zehn Minuten lang kopfschütteln darf.

„Also auch kein Fisch?“ „Nein.“ „Und Milch?“ „Nee.“ „Aber Eier, oder?“ „Nein, auch keine Eier.“ „Aber was ist denn dann mit Sahne/Butter/VollMILCHschokolade?!“ „Da is‘ auch Milch drin.“ „Was also das auch nicht?“ „Nein.“ [94 Lebensmittel später] „Ooooh ach so … aber überfahrene Igel gehen, oder?“ „…“

Alternativ werde ich auch sehr gerne gefragt, was ich denn statt Brot esse. Oder ob ich Reis esse. Weil das is ja, das is ja Essen! Und ich lebe ja nur von äh Luft. Oder so … :D Aber daran hab ich mich eigentlich gewöhnt und es amüsiert mich meistens nur noch. Ich bin ja schließlich froh, wenn sich andere Menschen so dafür interessieren und das verstehen möchten. :) Andererseits hat die zunehmende Anzahl an Veganern und veganen Läden irgendwie dazu geführt, dass ich in letzter Zeit ein paar Mal über Äußerungen von Veganern gestolpert bin, bei denen ich gerne gefacepalmt hätte. Genauer gesagt, war mein Gedankengang eigentlich eher: „DENKT IHR DENN NICHT NACH, BEVOR IHR SOWAS MACHT?!? Könnt ihr alle kein Google?!“ Deswegen an dieser Stelle ein Anti-Facepalm-Artikel meinerseits, um frisch gebackenen Veganern, solchen die es werden wollen und generell neugierigen Menschen ein paar Infos an den Kopf zu werfen. Es gibt schließlich gerade am Anfang ein paar Standard-Fragen, die man für sich selbst beantworten sollte, wenn man eine große Ernährungsumstellung plant. Da das aber heutzutage keiner mehr selber macht, tu ich das jetzt.

Vegan = Gesund, oder?

Nee. Ganz einfach. Nee. Oreos sind vegan. Schokolade und damit zubereitete Schokobrownies sind vegan. Pommes sind (je nach Frittierfett) grundsätzlich ja auch eher pflanzlich und es gibt mittlerweile für jedes Fast Food eine Ersatzversion. Aber nur weil die vegan ist und statt tierischen Fetten Pflanzenfett enthält, wird das Zeug nicht gesünder. Da sind genauso oft Zucker und Zusatzstoffe drin, wie in unveganem Fast Food. Okay, ein bisschen seltener sind E-Stoffe drin, weil die meisten Veganer auch gerne Bioprodukte kaufen und deswegen außer Erbsen ungern Sachen die mit E anfangen in den Inhaltsangaben sehen.

Generell solltet ihr euch, wenn ihr einige Lebensmittel (aka tote Tiere und Tierprodukte) von eurem Speisezettel ausschließt, der Tatsache bewusst sein, dass die nicht alle furchtbar giftig sind und nicht alles was sich darin befindet unnötig ist. Einige von den Sachen haben sogar Nährwert und deswegen essen andere Leute das! :O Ebenso wie man mit einer einseitigen und fleischlastigen Ernährung vermutlich keine Gesundheitspunkte gewinnt, solltet auch ihr also darauf achten (bittääääh!) nicht nur von Nudeln mit Tomatensoße und den vorher erwähnten Fertiggerichten zu leben. Lernt kochen und setzt euch mit den lustigen bunten Zutaten auseinander, die euch in der Gemüseabteilung so begegnen. Das ist zwar aufwändiger, aber awesome. Und ihr könnt euch beim nächsten Vorstellungsgespräch nicht mehr mit der Pseudo-Schwäche „Ich kann nicht kochen“ rausreden und müsst euch endlich mal eine vernünftige Antwort auf diese belämmerte Frage einfallen lassen. :D

Lest euch ein wenig ein oder besorgt euch der Einfachheit halber für den ersten Überblick eine Nährwerttabelle, wie zum Beispiel von rootsofcompassion oder von peta, auf denen ihr eine grobe Übersicht findet welche Gemüsesorten besonders viel von einem bestimmten Nupsi wie Vitamin D oder Eisen enthalten. Auf diese Sachen solltet ihr nämlich auch achten. Haferflocken, Vollkornprodukte und grünes Blattgemüse bieten sich da an. Ja, das klingt alles furchtbar eklig gesund, aber ihr wolltet doch öko, oder? ;) Den Eisenwert kann man übrigens auch recht einfach beim Arzt testen lassen, falls ihr euch unsicher seid, ob ihr genügend Eisen aufnehmt. Die Aufnahme von Eisen aus tierischen und pflanzlichen Produkten funktioniert nämlich unterschiedlich gut und je nachdem, was ihr sonst so esst (oder wie euer Körper sonst so drauf ist) habt ihr am Ende ausreichend viel oder zu wenig Eisen im Blut. Nehmt ihr viel zu wenig Eisen auf, wäre das ungünstig. Ihr würdet das aber merken, da Eisen für die Sauerstoffaufnahme eurer roten Blutkörperchen wichtig ist (und btw auch der Grund warum die rot sind) und ohne genug Sauerstoff wär‘ irgendwie doof, oder? ^^

Denk doch jemand an die Proteine!

Alter, geh mir weg mit diesem Protein-Mist! Jeder zweite, der irgendwie mitbekommt, dass ich Veganerin bin, muss mich anscheinend fragen: „Wo bekommst du denn dann deine Proteine her?“ Das wurde offiziell in der Gürkchen-Konvention von 2011 festgelegt, um die unentspannte Behandlung unschuldiger Veganer sicherzustellen. Ausnahmen bilden Gruppen, da reicht es, wenn einer entsetzt fragt und die anderen fasziniert zuschauen.

Frage ich dann aber nach, woher denn mein nicht-veganes Gegenüber seine Proteine bezieht oder wofür die wichtig sind, kommt meistens entweder ein „Äh … für die Muskeln, oder?“, was korrekt ist, oder direkt die „Isch geh‘ pumpen!“-Antwort. Bei der werden dann stolz alle low-fat-Milchprodukte aus dem Kühlregal plus diverse tote Tiere mit ebenfalls geringerem Fettanteil runtergerattert. Im Fall eines advanced Fitnessfanatikers wird das ganze noch gefolgt von einem: „Und Shakes natürlich!“ Ich rede da niemandem rein, auch wenn ich das für recht unnötig halte darf ja jeder das Zeug in sich reinschütten das er möchte, aber prinzipiell ist es möglich vollkommen proteinshakefrei Muskeln aufzubauen. Ich hab sogar auch welche, glaubt es mir, denn noch kann ich nicht mit meinen Gedankenströmen tippen und ich muss sogar zur Arbeit mindestens ein paar Meter laufen. Wenn man Kraftsport macht, dann ist der Bedarf an Proteinen natürlich höher, denn man will ja auch mehr Muskeln aufbauen. Dennoch wäre es auch ohne Proteinshakes möglich genügend Muskeln aufzubauen, es gibt sogar vegane Fitnessmenschen (oder Bodybuilding-Weltmeister), die das auch irgendwie hinbekommen haben. :P Aber gehen wir mal nicht davon aus, dass ihr unbedingt einen Strongman-Wettbewerb gewinnen oder Miss Universum in der Fitnessklasse werden wollt. Braucht ihr nicht trotzdem Proteine?

Ja, die braucht ihr. Allerdings enthalten sehr sehr sehr viele Lebensmittel Proteine, denn wir und unsere Nahrung (sowohl die tierische als auch die pflanzliche) bestehen nämlich alle aus Aminosäuren und das sind die Bausteine der Proteine. Sobald wir das geklärt haben, stellt sich nur noch die Frage: Wie viele Proteine hat denn so eine Selleriestange? Nun ja, die speziell jetzt nicht besonders viele, es kommt also ein wenig darauf an, was genau ihr zu euch nehmt. Aber bevor ihr jetzt angesichts eurer vor dem geistigen Auge rapide verkümmernden Muskulatur in Panik geratet, möchte ich euch an dieser Stelle mitteilen, dass ihr in fancy-überversorgten Ländern wie dem unsrigen nur sehr schwer einen Proteinmangel bekommen könnt. Solltet ihr das trotzdem schaffen, dann ist das höchstwahrscheinlich nicht euer einziges Problem, denn nehmt ihr wenige Proteine auf, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass ihr ohnehin nicht genug von vielen anderen Nährstoffen aufnehmt. Solange ihr euch nicht nur von einer Reiscrackern oder ausschließlich von Gurken-Tomaten-Salat ernährt, solltet ihr also safe sein. Der Proteinbedarf ist übrigens wie alle anderen Nährstoffbedürfnisse abhängig von eurem Alter (die kleinen lauten Wuseldinger/ Erwachsene/nicht mehr ganz so frisch), eurer sportlichen Aktivität und vermutlich einfach euren Genen. Die sind ja immer schuld. ^^

Um auf Nummer sicher zu gehen und vielleicht auch Heißhungerattacken auszuweichen, die bei sehr kohlenhydratreicher Kost manchmal entstehen (also vor allem bei Weißbrot, Nudeln oder Keksen als Hauptsättigungselement, weniger bei Vollkornprodukten), könnt ihr euch ja noch ein wenig mit diesem Tofu und den niedlichen kleinen Hülsenfrüchten auseinandersetzen. Letztere sind ohnehin gesund und so lernt man auch gleich genauer kennen, was in den hipsterigen Gerichten im veganen Restaurant um die Ecke eigentlich serviert wird: Sautierte Bohnen, Kichererbsen-Paté und gedingste Linsen und so. Mischen und abwechslungsreich essen solltet ihr ja sowieso. Erwähne ich vermutlich auch nur 35 Mal in diesem Artikel. Was ihr nicht machen müsst, ist „Proteine zu mischen“. Es gab mal die Theorie, dass nicht alle Pflanzen alle wichtigen Aminosäuren (also die Proteinbausteine, gell?) enthalten und man deswegen bei einer Mahlzeit am besten von jeder Aminosäurequelle etwas essen soll, damit ihr ja nicht direkt nach dem Essen mit Proteinmangel tot umkippt. Das ist aber Schwachsinn. Auch wenn meines Wissens nach noch keiner genau analysiert hat, wer wann wieviel von welcher Aminosäure aus welchem Gemüse aufnimmt und es sein könnte, dass in manchen Gemüsesorten zu wenig eines bestimmten Proteinbausteins enthalten sind: Euer Körper kommt durchaus damit klar, wenn ihr das erst bei der nächsten oder übernächsten Mahlzeit mit einer anderen Proteinquelle ausgleicht. Oder ich habe durch Zufall sechs Jahre lang immer genau die richtige Kombi gegessen oder zeige einfach keine anständigen Symptome des Aminosäuremangels XYZ. ;)

Das Blabla, dass zu viele Proteine sowieso ungesund sind, erspare ich euch lieber, denn das könntet ihr euch zwar merken, bringt euch aber nicht viel weiter – außer ihr wollt Bodybuilder in eurer Gegenwart aggro machen, während die sich post-trainingziös den dritten Proteinshake reinhauen. ;)

Pflanzen enthalten ALLES, was ich brauche!

Jo, also Vitamine sind eh drin, Proteine also auch und dann hätten wir alles, oder? Janöööö! Es sind eben nicht alle Vitamine in Gemüse enthalten, die ihr braucht. Ja, auch das für seinen Auftritt in der Milchtüte berühmte Vitamin D, das den Star Calcium beim Knochenaufbau unterstützt kommt in manchen Gemüsesorten vor – und lässt sich prima mithilfe von ein wenig photovoltaische Energie durch subkutane Synthese herstellen. Also geht auch mal raus und haltet eure Nase (und den Rest des Körpers, soweit noch legal) in die Sonne, dann bildet euer Körper nämlich selbst Vitamin D. Aber vermutlich weiß das auch mittlerweile jeder und ihr langweilt euch schon. ^^ Die Frage ist halt immer wieviel man von einem Vitamin braucht und ob ihr wirklich in so sonnigen Regionen lebt, dass es sich nicht doch anbietet, auf angereicherte Milchersatzprodukte zurückzugreifen, in denen ist praktischerweise auch meistens Calcium enthalten.

Auch zum Thema Omega-3-Fettsäuren könnte man einiges sagen. Es gibt verschiedene Fettsäuren, von denen gerade die erwähnten Omega-3-Fettsäuren seltener in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. In einigen Nüssen, Raps und Leinsamen kommen sie jedoch vor. Aber ich glaube da lasse ich euch mal selbst weiter recherchieren, denn sonst wird der Artikel noch viel mehr zu ausführlich als er ohnehin schon ist. :/ Falls ich darüber noch einmal einen einzelnen Artikel schreiben soll, weil euch das Thema besonders interessiert, könnt ihr mir ja einen Kommentar mit „Omega-Waaaaas? O_O“ da lassen. ^^

Also kommen wir endlich zum allerwichtigsten Teil dieses Gelabers: Vitamin B12 oder auch „Cobalamin“. Das ist ein essenzielles Vitamin, ohne das ihr in ziemliche Schwierigkeiten geratet, weil es für die Blutzellen und das Nervensystem wichtig ist. Symptome eines Vitamin B12-Mangel können neurologischer Art sein: Wenn eure Nerven so langsam kaputt gehen, dann spürt ihr irgendwann nicht mehr richtig, wenn ihr berührt werdet, eure Reflexe können schlechter werden und – noch viel wunderschönererer – ihr könnt auch ein paar psychische Probleme bekommen. Yaaay, oder?

scared cat lel - I can has deficiencies?

Ich mache jetzt ein wenig Panik, damit ihr da auch wirklich mal drüber nachdenkt, denn je länger man das ignoriert, desto dämlicher. Das gleichzeitig gute und schlechte an einer zu geringen B12-Versorgung ist, dass man die Auswirkungen erst nach einer relativ langen Zeit bemerkt. Das liegt zum einen daran, dass der menschliche Körper (vor allem in der Leber) einen B12-Vorrat speichern kann, der für bis zu fünf Jahre reicht. Zum anderen werden die anfänglichen Mangelerscheinungen bei Veganern und Vegetariern durch den hohen Gemüsekonsum ausgeglichen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Gemüse bzw. Hülsenfrüchte und noch ein paar andere Sachen enthalten viel Folsäure und die sorgt anscheinend dafür, dass ihr anfangs nichts merkt, sondern erst wenn wirklich alles kaputt geht, juchhe! Außerdem hängt die Größe eures B12-Vorrats natürlich davon ab, wie gut euer Körper B12 speichert und wieviel ihr davon vor eurer Ernährungsumstellung aufgenommen habt. Da das keiner allzu genau wissen kann, könnte es theoretisch auch sein, dass eure Speicher nach einem halben Jahr bereits leer sind. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass ihr nach einem halben Jahr Veganismus plötzlich mit Koordinations- und Gedächtnisstörungen zusammenbrecht, aber vielleicht macht euch meine leichte Panikmache ja bewusst, wie ungenau man solche Dinge abschätzen kann und dass man bei gesundheitlichen Sachen doch ein wenig vorsichtiger sein sollte.

Wir haben jetzt also geklärt, dass ihr unbedingt auf euren B12-Haushalt achten solltet, aber wie tut ihr das am besten? Nun, da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Mit B12 angereicherte Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder sogar B12-Spritzen. Von letzterem habe ich allerdings keine Ahnung. Die Vegan Society empfiehlt entweder 2-3 Mal am Tag Lebensmittel (z.B. angereicherter Sojajoghurt) zu essen, die insgesamt 3 µg B12 liefern oder ein Mal pro Tag eine Tablette mit mindestens 10 µg zu nehmen oder ein Mal pro Woche 2.000 µg (=2 mg) B12 einzunehmen. Warum diese unterschiedlichen Werte? Weil B12 ein sehr verwirrendes Vitamin ist. Je mehr ihr davon auf einen Schlag esst/trinkt/zu euch nehmt, desto geringer ist der Anteil, den euer Körper davon aufnehmen kann. Nehmt ihr zum Beispiel 1 µg davon zu euch, kann der Körper davon 0,5 µg also 50 % aufnehmen. Aber wenn ihr euer Verdauungssystem mit mehr als 1.000 µg konfrontiert, macht das gleich alle Schotten dicht und lässt nur noch 0,5 % des Vitamins rein, also 5 µg. In den letzten zehn Jahren gab es allerdings mehrere Studien, die den Bedarf mit ca. 6-7 µg ungefähr doppelt so hoch einschätzen, wie alle Werte, die aktuell noch bei Wikipedia und sogar bei den verschiedenen Organisationen stehen – eben weil die Aufnahme dieses Stoffs so ein hussle ist. Deswegen empfiehlt sich wirklich über den empfohlenen 2-3 µg pro Tag zu landen. Um euch das nicht vorzuenthalten: Manche Studien kamen sogar auf einen B12-Tagesbedarf von 10 µg. Am besten wäre es also, wenn ihr wüsstet, wie viel B12 ihr persönlich braucht und ob ihr genug aufnehmt.

Dazu kann man beim Arzt den B12-Wert messen lassen, ihr solltet allerdings darauf achten, welche Werte dabei gemessen werden. Denn die direkte B12-Messung wäre zwar toll, leider ist das Ergebnis davon nicht immer verlässlich. Warum? Erkläre ich gleich. Abhängig von der Art des Tests kosten die auch mehr oder weniger viel. Eine kurze Zusammenfassung mit den wunderbaren Fachbegriffen wie Holo-Transcobalamin, MMA und Homocystein findet ihr beim „Bund für vegane Lebensweise“ und auch beim vebu, dort sogar mit den Grenzwerten für die einzelnen Stoffe. (Eine ganz ganz ausführliche Erklärung findet ihr bei vitaminb12.de, die Seite finde ich wirklich gut, sie ist halt nur sehr ausführlich …^^) Der Bund für vegane Lebensweise empfiehlt einen B12-Test einmal pro Jahr und da ich jetzt endlich mal länger als ein Jahr irgendwo wohne, sollte ich auch so langsam mal einen machen … -.- Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Schweinchen werfen und so. Aber Hauptsache ihr geht nicht kaputt, weil euch mein Gefasel motiviert hat! :)

B12-Mythenbashing mit 0utofjoint

Aber woher will die olle Tante denn eigentlich wissen, dass wir uns dieses Traraa antun müssen und dass in pflanzlichen Lebensmitteln gar kein B12 drin ist? Weil es eine Tatsache ist, dass B12 nur von Bakterien produziert wird und nicht von Tieren, Pflanzen oder ominösen Pilzen. Punkt. In den meisten Fällen wird das B12 in den Tabletten von sogenannten Cyanobakterien produziert, weswegen diese Form von B12 auch Cyanocobalamin genannt wird. Dieses wird dann im Körper zum eigentlich wirksamen Methylcobalamin umgewandelt. Ihr solltet euch also auch nicht wundern, wenn ihr diesen Namen auf einem B12-Präparat seht. :)

Weil mir das mit dem „B12 is‘ nich‘ in Pflanzen drin!“ so einfach dahergesagt aber wahrscheinlich keiner glaubt, dürft ihr jetzt noch weiter meinen Ausführungen lauschen, wenn ich einige Mythen anspreche, die mir schon häufiger in irgendwelchen Internetforen begegnet sind und bei denen ich nur hoffen kann, dass sie so langsam mal ausgestorben sind.

B12 wird von niedlichen kleinen Bakterien produziert – aber warum ist es dann in Tieren drin? Die müssen das doch scheinbar auch selbst herstellen können! Und deswegen können wir das sicher auch! Ich hab gehört der Nachbar von meinem Schwippschwager seiner Tante hat herausgefunden, dass wir auch B12-produzierende Bakterien im Darm haben. Dann is das doch voll unnötig mit den Tabletten!

Nee. Ich zitiere jetzt einfach mal frech Wikipedia, weil ich diese Aussage auch schon bei anderen Quellen gelesen habe, Wiki aber doch meistens am verständlichsten formuliert ist:

Man nimmt an, dass Pflanzenfresser den Hauptteil ihres Bedarfes über eine Symbiose mit Mikroorganismen ihrer Darmflora decken. Auch beim Menschen kommen Mikroorganismen im Darm vor, die Vitamin B12 produzieren. Allerdings erfolgt die Synthese vor allem im Dickdarm, während die Absorption nur im terminalen Ileum, also kurz vor dem Dickdarm erfolgen kann. Daher wird das im menschlichen Dickdarm gebildete Vitamin B12 ungenutzt ausgeschieden.[19]

Soll heißen: Ja, auch wir können niedliche B12-produzierende Bakterien in unserem Verdauungssystem beherbergen, aber die wohnen leider an der falschen Stelle, nämlich da, wo wir schon längst keine Nährstoffe mehr aufnehmen können. (Oder zumindest keine genügend große Menge davon.)

Aaaaaaaaaaaaaaber bei der Fermentation – also der Vergärung – von Lebensmitteln, da benutzt man doch auch Bakterien! Das heißt in Sauerkraut/fermentierter japanischer Tee/fermentiertes Tempeh/fermentiertes Irgendwas enthält also doch B12!! Jein. Also bei Sauerkraut bin ich mir ziemlich sicher, dass es kein B12 enthält, ebenso wie bei Hefe, weil Hefezellen nicht das Gleiche sind, wie Bakterien, die B12 produzieren. Hefen sind keine Bakterien, auch wenn sie klein sind und stinkig rumgammeln! Nur weil irgendwelche Dinge sich ähneln, heißt das nicht, dass sie auch die gleichen Eigenschaften besitzen. Sorry, aber diese Gerüchte sind mir alle schon begegnet und die regen mich immer ein wenig auf, weil nichtsahnende Menschen so auf (für Wissenschaftler) völlig absurde Gedanken gebracht werden. :D

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Picard versteht mich! :D

 

Was jedoch Kombucha-Tee oder ein paar andere ausgewählte fermentierte Sachen angeht: Ja, da wurde in einigen Fällen nachgewiesen, dass die biologisch wirksames B12 enthalten, was an sich ja total super ist. Allerdings gab es noch keine Studien dazu, ob das denn wirklich in jeder Produktionscharge so ist oder ob das von Tasse zu Tasse (oder Flasche zu Flasche) schwankt. Außerdem hat noch niemand geschaut, ob sich nur mit solchen fermentierten Sachen der B12-Wert dauerhaft halten lässt. Falls ihr das testen möchtet, dann tut aber einem Doktoranden was Gutes und werdet sein Studienobjekt. Dann hat erstens ein Doktorand ein hoffentlich spannendes Thema für seine Abschlussarbeit und zweitens könntet ihr mit der neuen Studie anderen Veganern Gewissheit in der „fermentiertes Zeugs mit B12“-Frage verschaffen. ;)

Also ich nehm ja Spirulina-Algen, die sind sowieso gut für alles. GRAARGH. Atmen. Ähem. Also. In der Tat, bei Spirulina handelt es sich sogar um eine Art von Cyanobakterien und in diesem Zeugs und manchen anderen algigen Präparaten, die gerne mit „Heilt alles!“ beworben werden, ist B12 enthalten – aber leider nicht nur B12, sondern auch B12-Analoga und hier liegt das Problem. Mit B12-Analoga sind Stoffe gemeint, die fast genauso aussehen wie B12, aber nicht die gleiche Funktion erfüllen können wie das Vitamin selbst. Da sie aber so aussehen, werden sie sowohl in reinen B12-Bluttests (deswegen auch die anderen Sachen testen lassen!) von Laboren mitgezählt als auch von eurem Körper erstmal als „Ui, B12, cool!“ wahrgenommen. Das Pseudo-B12 wird also fleißig von euren Transportnupsis im Körper aufgenommen und rumgefahren, weil es genauso aussieht, wie das richtige B12. Aber wenn es am Ziel ankommt, kann es leider dort nicht das tun, was das richtige B12 tun sollte. Quasi als würde euer Zwilling euren personalisierten Fahrschein klauen und schwarz zu eurem Arbeitsplatz fahren, nur um dann dort zu chillen und euch Ärger mit dem Chef einhandeln. Da in Spirulina leider 80 % der Fahrscheinnutzer nur Faker sind, haben die anderen hart arbeitenden 20 % leider kaum eine Chance an ihrem Arbeitsplatz anzukommen. Das Pseudo-B12 überschwemmt einfach alle Rezeptoren und das richtige B12 schwimmt doof in eurem Körper herum, ohne vor der Abreise was sinnvolles erledigen zu können. Ich hoffe ich treibe euch mit meinen Vereinfachungen nicht in den Wahnsinn. Mir wurde schon mal vorgeworfen, dass ich in den Erklärmodus für Kleinkinder verfalle, wenn ich nicht weiß, wie viel Ahnung mein Gegenüber von einem komplexeren Thema hat. Also versteht das bitte nicht als Beleidigung eurer Intelligenz. ^^

Jetzt nur noch eine kurze Auflistung, was ihr denn an Sachen nehmen könntet, die auch wirklich ganz in echt B12 enthalten und kein gefaktes Zeug. Die Komplettpackung „VEG-1“ von der Vegan Society liefert gleich noch Vitamin D, Folsäure, Selen und Jod mit, damit auch alle ausgelaugten Böden bedacht sind, denen euer Gemüse keine Nährstoffe mehr entziehen kann. Gibt es zum Beispiel bei alles-vegetarisch.de. Wer nur B12 möchte und vielleicht auch nur ein wöchentliches Präparat, der kann mal bei Amazon schauen, dort gibt es gefühlte 10.000 Präparate, bei denen oft auch direkt dabei steht, wenn sie vegan sind. Wer panisch sofort und ohne Lieferzeit B12 zu sich nehmen möchte, weil mein Artikel ihn doch nervös gemacht hat (oder er/sie es einfach haben möchte :D), der kann auch beim dm oder in anderen Drogeriemärkten mal in der Gesundheitsabteilung vorbeischauen. Neben Vitamin C Pülverchen und Multivitamin-Gedöns findet ihr da zum Beispiel die B12-Minitabletten von taxofit, die 25 µg Vitamin B12 enthalten und laut Herstellerangaben frei von tierischen Inhaltsstoffen sind. Ein Vegan-Label haben sie allerdings nicht, deswegen garantiere ich nicht für eure ethisch-moralische Reinheit, falls ihr sie kauft. Da müsstet ihr schon selbst nachfragen. Oder mit dem Zweifel leben. :) Ach ja, Zink und ein paar andere Sachen sind da wohl auch noch drin. „Nur“ B12 scheint den meisten Herstellern irgendwie zu langweilig zu sein …

Foto: Ambra/Pixabay

Sorry für den langen Artikel, hier habt ihr eine <3-Kartoffel! :3

So. Jetzt hätte ich die ganzen veganen Vorurteile abgehakt und dieser Artikel hat auch echt Zeit gekostet, weil ich alles, was ich mir schon mal angelesen hatte, noch einmal nachrecherchiert habe. Man weiß ja nie, ob sich in den letzten Jahren nicht doch etwas geändert hat (so wie das bei der B12-Empfehlung passiert ist). Falls ich etwas vergessen haben sollte und ihr DIE unerwähnt gebliebene B12-Quelle schlechthin kennt, ich irgendetwas unverständlich erklärt habe oder ihr einfach noch mehr zu einem Thema wissen möchtet, dann sagt Bescheid! Dafür sind die Kommentare da. :) Ich hoffe ich habe euch weder zu Tode gelangweilt, noch ganz frische Veganer durch diese Tonnen von Gesundheitsaspekten abgeschreckt. Ich finde es nur wichtig, dass man sich vorher informiert. Denn wenn man sich am Anfang schon darauf einstellt, was man alles beachten sollte, ist es eigentlich gar nicht so schwer, das irgendwie in den normalen Tagesablauf einfließen zu lassen. :) Falls irgendjemand überhaupt so lange gelesen haben sollte, würde mich natürlich interessieren, ob ihr im Artikel was gelernt habt. Oder ist Veganismus mittlerweile nicht nur fast-normal, sondern es weiß auch noch jeder alles über Ernährung und ich hab euch nur olle vegane Kamellen serviert? ^^ Auch generelle Kommentare zu diesem Thema und die kritische Auseinandersetzung damit sind natürlich gerne gesehn – solange ihr nett und fluffig seid. :D

Einen gesunden und unmythischen Start ins Wochenende wünscht euch
eure völlig übermüdete und deswegen vermutlich ein paar Tippfehler übersehen habende
0utofjoint =)

PS: Ich habe kurz überlegt ein anderes Foto als Titelbild zu nehmen, aber fand es dann doch zu albern. Vorenthalten kann ich es euch aber auch nicht. Also hier mein wtf-Stockphoto des Tages. xD

PPS: So, ich geh jetzt kochen, es ist ja erst halb 9! Habt einen flauschigen Abend! :D

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23 Kommentare

  1. Wow, was ein Tempo. So schnell bin ich glaube noch nie durch einen Artikel gegangen :D Tjoa, ist jetzt nicht so als könnte ich was produktives beisteuern, aber bei dem Titel musste ich irgendwie an meine Medizinlehrerin denken, die andauernd „aus medizinischer Sicht“ über die Unsinnigkeit des Veganismus (heißt det so..?) aufregt.

    Schön mal die andere Seite zu hören/lesen und das (fast) ohne Geschrei :D

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    1. Danke fürs Durchkämpfen! :)
      XD Ja, ich habe mir auch Mühe gegeben nicht allzu öde uuund nicht allzu aggro zu schreiben!
      Solche ungefragten Berater hatte ich auch schon. Da wurde dann sinngemäß gesagt: „Ja, warten Sie mal ein paar Jahre ab, dann sind Sie ein Wrack!!!!!!“ „Öhm..Tut mir leid? ._.“
      Und ja, es heißt Veganismus ^^

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  2. Ich hoffe doch nicht, dass mein Schinkengeist dich in den Wahnsinn getrieben hat.^^
    Dadurch, dass ich ab und zu zum essen bei meinen Eltern einfalle ist meine Ernährung echt sehr ausgewogen, deswegen mochte ich mich noch nicht mit der ganzen Präparats/Vitamin-Geschichte befassen. Glaube, deswegen werde ich dich an anderer Stelle nochmal ausfragen.

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  3. Also… Ich finde auch, dass hausgemachtes Apfelmus einfach am besten schmeckt. Das aus dem Supermarkt ist nie das Wahre. Wie falsches Thema…? Hoppala ;-)

    Na dann mal los: *räusper*

    Ich kann es nicht lassen. Ich geb malwieder meinen Senf dazu. Früher also vor genau einem oder auch zwei Jahr/en habe ich veganes Leben komplett für unmöglich gehalten, zumindest für mich. Da wusste ich aber noch nicht, dass manche Diagnosen in Sachen Allergien und Unverträglichkeiten gar nicht sooo richtig waren wie die Ärzte immer dachten und nun mein Leben wieder viel aufgeräumter aussieht.

    Bis dato hatte ich vegan auch gerne mit Mangelernährung in Verbindung gesetzt, was aber daran lag das eine Mitschülerin aus meiner Klasse „Veganerin“ ist. Ergo, ihr Veganismus äußert sich darin, dass sie genau ein Drittel Gurke und eine halbe Möhre in genau 9 Stunden Unterrichtszeit isst…

    Ich finde allerdings das Menschen die sich über Veganismus aufregen genauso wie über Vegetarismus sehr, sehr nervig. Denn der Spruch: „Du isst meinem Mittagessen das Essen weg“ trifft meistens nicht zu. Denn was die Herren oder auch Frauen zum Mittag verzehren, hat davor noch nicht einmal die Chance bekommen überhaupt das Alter zu erreichen, in dem sie auf feste Nahrung umsteigen! Die tranken nämlich noch die Muttermilch.

    Vorab: Ich für mich habe mich dazu entschlossen jetzt nicht vegan zu leben. Einerseits weil mir mein Jogurth, mein Käse und vor allem die Meeresfrüchte unheimlich fehlen würden. Gegen Soja-Jogurth habe ich definitiv nichts, zumindest gegen den Geschmack oder psychisch. Aber mein psychisches ist sich mal wieder mit meinem physischen uneinig, weshalb ich dies lieber lasse.
    Meiner Meinung nach sollte der oder die jenige dann nicht nur vegan essen sondern auch vegan Trinken, vegane Klamotten etc.

    Allerdings muss ich sagen, dass seit dem ich mir mal so ein veganes Kochbuch einfach mal aus Neugierde gekauft habe, ich auf sehr leckere Sachen gestossen bin und die gerne nachkoche. (Ich wusste zwar das es nüsse gibt, aber die schiere Anzahl von Nussmussen oder Mehlsorten o.O #Neuland)

    Ich klatsche mal ein paar Informationen noch dazu. Nur um mich noch mal richtig aufregen zu dürfen… Nicht über deinen Artikel, der ist grandios, aber über diese ganzen engstirnigen Holzköpfe da draußen.

    Wenn wir schon mal beim Thema sind:

    Viele empören sich darüber, dass Tofu gar nicht lecker schmeckt und ziemlich ekelig ist. Das liegt aber daran dass die meisten nicht den richtigen Tofu auswählen und nicht lecker zubereitem. Räucher oder Mango-Nuss Tofus sind hammer lecker dazu gibt es auch einen großen Unterschied zwischen Seiden und normalen Tofu…Dazu ist Tofu gesünder als alle denken, pro 100g kommen 5,4 mg Eisen au die netten Zellchen. Linsen haben sogar 7,5. Das nächste Fleisch, was alle ja so lieben, wäre Kaninchenfleisch mit 3,5mg. Zwar enthält Rotwurst 6,0mg aber jeden Tag diese Rotwurst will man auch nicht essen.

    So und jetzt an alle Diätler die auf Kanichenfleisch schwören. Kanichenfleisch ist fettarm klingt zuerst schön, aber nicht wenn zu viel Verzehr von Kanichenfleisch zum sogennanten Kanichenhunger führen kann. Eine Magelernährung aka Proteinvergiftung. Dem Menschen fehlt das Fett-> bekommt immer größeren Hunger-> ists immer mehr (bis zur vierfachen Mennge) bekommt aber trotzdem keine Nährstoffe und verhungert elendig. Wie die Kinder in Indien die am weißen Hunger sterben.

    Deshalb an die Liebenbodybilder, wenn Proteine dann bitte nicht nur aus Kanichenfleisch… Sportler schaffen veganen Muskelzuwachs ja auch irgendwie.

    Zu Calcium kann ich aber Grünkohl, Sesam und auch Brokkoli empfehlen. Sehr leckeres Grünzeug und Ölsaaten sind eh die beste Erfindung.

    Und Omega 3 Fett Säuren= Nüsse, Nüsse, Nüsse. Haben zwar viel Fett, aber dafür das beste verwertbarste fett für de Körper. Ausserdem machen Ceshewkerne durch ihren Tryptophangehalt zusammen mit ein paar Kohlenhydrathen glücklich, da sie zusammen im Gehirn dann Serotonin bilden, solches so direkt in nur sehr wenigen Lebensmitteln enthalten ist.

    Das mit dem B12 fand ich sehr interessant, da ich bis jetzt immer dachte das Vitamin B12 nur in Muskeln drin sein sollte und weder Veganer noch Vegetarier Muskeln essen. Mein Vitamin B12 Vorrat beschränkt sich auf Natto Bohnen und Tempeh, wobei beides nicht wirklich jedermans geschmack ist und man Tempeh genauso wie Tofu am besten marinieren sollte und zwar lange! Aber das weißt du ja sowie so.

    Aber wenn du meinst das in Natto und Tempeh sich nur um Analoga handelt… Hui, da geh ich jetzt mal ganz schnell zum Arzt.

    Ich denke man müsste doch eigentlich nur ein chemisches Vorgehen dafür erfinden/ entwickeln wie man Vitamin B12 nachweisen könnte. Ich freue mich jetzt schon auf die neue Chemiestunde. (Danke! Ich versuche mich gerade um ein Referat zu drücken)

    *Hust*, *Hust* aus der Sicht der Professoren für Bio und Chemie gibt es keine Bedenken gegenüber veganem Leben.

    So ich Hoffe, dass das zumindest irgendwie zum Thema gepasst hat^^

    Hier nochmal in Kurzform…

    Artikel toll. Mediziner spinnen manchmal etwas. Auf Ernährung achtgeben. Und ich bewundere Veganer.

    Dir noch ein schönes Wochenende!

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    1. Huuui, so ein langer Kommentar, danke!
      Also das mit dem Kaninchenfleisch hab ich ja noch nie gehört O.o Aber ich kenne auch ehrlich gesagt niemanden, der Kaninchen isst. In meiner Umgebung gelten die wohl eher als Haustiere. ^^
      Zu deiner Mitschülerin: „Vegan“ und „essgestört“ ist nicht unbedingt dasselbe, richtig erkannt. Auch wenn es natürlich eine gute Ausrede ist, um ganz viele Sachen abzulehnen, die einem essenstechnisch angeboten werden.
      Das Thema mit den dummen Sprüchen hab ich mal lieber nur am Rande erwähnt. Sonst wär der Artikel ja nie fertig geworden. :D
      Es muss ja auch nicht jeder Veganer sein, ich kann mir gut vorstellen, dass der Verzicht auf Dinge manche Menschen v.a. psychisch so negativ beeinflusst, dass ihnen das überhaupt nichts bringt.
      Ja, Nüsschen und Tofu hab ich auch nur ganz kurz erwähnt. Ich hoffe Interessierte recherchieren das ein wenig selbst. Aber danke für die Ergänzung. :)
      Natto? :D Wo kriegst du die denn her? Und nee, die wird wirklich kaum jemand mögen. Nee, in Tempeh sind nicht unbedingt nur B12-Analoga drin, aber es ist halt ungewiss wieviel B12 drin ist, weil die Menge von der Menge und Produktionslaune der Bakterien abhängt. Das heißt, es könnte zwar sein, dass du genügend B12 aufnimmst, aber es kann auch hut sein, dass in deinem Tempeh zu drei Vierteln der Zeit nur minimal viel B12 drin ist, das überhaupt nicht ausreicht. Tests gibt es ja, aber da müsste man glaube ich jede Charge Tempeh testen, weil ja immer andere Bakterien draufsitzen. ;) Aber jetzt bin ich verwirrt. Isst du nun alles oder doch nicht? Weil wenn du Fleisch oder so als B12-Quelle hättest, müsstest du dich doch nich testwn lassen? Sorry, aber die Meeresfrüchte haben mich irritiert! XD
      Ich hoffe ich hab nix übersehen, auf dem Handy sind lange Kommentare immer eine Herausforderung! :D
      Dir auch ein flauschiges Wochenende! ^-^

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      1. Also Natto bekommte ich ganz normal im Asia-Markt. Dort drinnen finde ich allerdings nichts. Ich bin absolut lost, da eben alles auf japanisch ist. Schau doch mal im Internet, nach deinem nächst gelgenen Asi-Markt. Den müsste es doch eigentlich geben.

        Und zu meiner Ernährungseinstellung: Irgendetwas zwischen Freeganer (ich durchwühle keine Mülltonnen!!!) und ich esse alles ausser Säugetierfleisch. Fisch und Meeresfrüchte, Ei, Jogurth esse ich. Allerdings bin ich gerne Flexiveganer :D Also ein ziemlich komplizierter Misch-Masch.

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        1. Echt? Na dann schau ich da nächstes Mal genauer, bin nur sehr selten hier im Asialaden. :) Was B12 auf Japanisch heißt uns ob die das überhaupt draufschreiben kann ich dir allerdings auch nicht sagen. :/
          Ach, du isst einfach worauf du Lust hast, das ist doch nicht kompliziert! ^^ Du darfst nur nicht versuchen das vorher ernährungsphilosophisch zu erklären. ;)

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          1. Tipp: Schau in der Tiefkühltruhe. Und ehrlich gesagt ich glaube nicht, dass sie das drauf schreiben (Google spuckt das hier aus: ビタミンB12 aber ob das richtig ist…)

            Und ja so kann man es auch ausdrücken :D Ich mag es einfach nur andere Leute zu verwirren.

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            1. Ah, okay, danke! :)
              Hm..würde echt vermuten, dass B12 eher nicht in Natto drin ist :/
              Okay, dann mach weiter mit deinen Erklärungen. XD Vielleicht solltest du noch „Und dienstags dann nur linksdrehende Milchsäuren und donnerstags nur Meeresfrüchte aus dem Pazifik …“ oder so einbauen?

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  4. Ich gebe zu, dass mir diese „Ich werd jetzt Veganer…weil gerade total in und so“-Mentalität etwas auf den Zeiger geht. (Liegt nicht daran, dass es speziell um Veganismus geht, sondern einfach darum, dass so viele Menschen auf den fahrenden Zug aufspringen. Das hab ich irgendwie noch nie verstanden…). Aber gut… sollen die Leute das tun, was sie wollen, solange ich in Ruhe mein Steak essen kann. Und da haben wir auch schon das nächste Problem: ein kleiner Teil der Veganer scheint es sich zur Lebensaufgabe gemacht zu haben, fleischessende Menschen als Untermenschen und Abschaum der Welt zu bezeichnen. Ich bin da ja immer ziemlich sprachlos, was man sich da so anhören darf… von Beleidigungen bis pseudo-wissenschaftlichen Aussagen („Der Mensch war schon immer ein reiner Pflanzenfresser! Hurr durr!“) ist da alles dabei. Ich meine… wenn jemand aus moralischen Gründen kein Fleisch essen möchte, darf er natürlich gerne darauf verzichten. Aber wieso müssen dann automatisch alle anderen Menschen dem Teufel verfallen sein… ? xD Es soll sogar Fleischesser geben, die darauf achten, woher sie ihr Fleisch beziehen :O
    Andersrum natürlich genauso… es gibt viele Fleischesser, die Menschen sofort verurteilen, wenn diese sich veganisch ernähren. Mal im Ernst… gibt es denn nichts wichtigeres, was den Charakter einer Person ausmacht?

    Proteinshakes… also ich trinke ja hin und wieder mal einen. Allerdings nicht wegen „Jetzt war ich im Fitness und deshalb pfeif ich mir das jetzt rein“, sondern weil ich es einfach nur riiichtig lecker finde :D Wenn ich aber so darüber nachdenke, dass ich das jeden Tag machen müsste/könnte/dürfte… Neee, da wird mir nur schlecht^^

    Sehr informativer Artikel… und mal wieder sehr humorvoll verpackt :)

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    1. Ja, mich irririert es ja selber, dass das seit einer Weile so in ist. XD
      Das Lustige ist ja, dass mir solche Aggroveganer eigentlich bisher nur online begegnet sind. Persönlich kenne ich zwar nur ca. drei andere Veganer, aber die reden auch schon noch mit Fleischessern und das sogar ohne die fertigzumachen. :D Aber vielleicht sind die auch einfach nur in meiner Gegenwart nett! O.O Wenn meine Stichprobe größer wäre, wärn sicher auch welche der online habitierenden Aggrovegans dabei. Aber wir sind nich‘ alle unflauschig. Ihr seid ja auch nicht alle gemein zu Pflanzenessern. :3
      :D Okay, das is natürlich auch ein Grund. Stimmt, mich hat mal wer einen probieren lassen, vor Ewigkeiten. War sehr vanillig.^^ Wer weiß, vielleicht is so ein Shake eine Alternative zu Süßkram, aber ich kenn mich mit denen nich‘ aus und mir kommt es trotzdem viel zu künstlich vor, als dass ich mich trauen würde Proteinshakes wirklich „gesund“ zu nennen. :)
      Sänk juuu! ^-^

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      1. Das stimmt… die Veganer, die ich näher kenne sind allesamt nett. Wobei ich jetzt auch nur ein paar persönlich kenne… Naja… Internetrambos gibt es in allen Themenbereichen^^

        Ob es gesund ist, ist fragwürdig… solangs schmeckt ist es für mich aber eher zweitrangig^^

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  5. Hm…
    Also ziemlich interessanter Artikel. Ich habe mich selber nie wirklich groß mit dem Thema beschäftigt, aber ich hatte scheinbar Recht damit, dass mir das alles zu umständlich/kompliziert wäre xDDD
    Ich verstehe sogar, wenn solche Menschen wie ich oft blöd nachfragen müssen – ich meine ok, die Fragen die du hier als Beispiel genommen hast, hätte ich nicht mehr fragen müssen XDD
    Aber wie du dir dann gewisse Nährstoffe aus anderen veganen Produkten holst bzw. für was du dann auch Ergänzungsmittel brauchst, ist gar nicht so unkompliziert, wenn man sich nie damit beschäftigen muss :3
    Wahrscheinlich würde ich einen Veganer spätestens wenn er mal auf Besuch kommt oder ich koche fragen, wie er sich selbst bekocht. Ich bin mir sicher es gibt auch Produkte, von denen man es nicht erwartet, wo tierische Ursprünge vorhanden sind. Fängt ja schon bei Kleinigkeiten an, wie bei Soßen – keine creme fraiche, keine Milch, keine Sahne und ich habe keine Ahnung was jetzt genau in gewissen „Soßenhilfsmitteln“ drinnen ist.
    Und Nudeln macht man ja auch mit Eiern, also die fallen ja z.B. auch weg und da denkt man viellecht gar nicht daran. Viele wissen ja schon gar nicht mehr, aus was manche fertige Lebensmittel bestehen.
    Also so ohne ist das Thema gar nicht :3

    Was Vegane, Vegetarische oder einfach uneingeschränkte Ernährung angeht finde ich, dass jeder einfach so leben soll wie er will. Selbst wenn jemand „vegan“ mit „Hasen-Dasein“ (also ich meine nur noch Salat und so) verwechselt, ist das seine Sache. Wir sind alle erwachsene Menschen und können unsere Entscheidungen selbst treffen und damit leben. Was geht es andere an, was ich essen will?
    Richtig schade finde ich nur, dass die Einstellung die wenigsten Menschen haben.

    Ich kenne schon viele Menschen, die über Vegetarier oder Veganer schimpfen oder sich sogar lustig darüber machen, denn „der Mensch sei ein Allesesser“ und die „sinnlose Bioschiene wäre nur anstrengend für Mitmenschen“. Denn Veganer/Vegetarier sind ja immerhin eine zustätzliche Arbeit, wenn man sie einladen würde, weil man nicht mit altbewährten Mitteln kochen/backen kann. Habe ich schon öfter gehört, gerade von Menschen, die ziemlich konservativ sind – da wird die „neuere Schiene“ Vegan bzw. Vegetarier nicht wirklich verstanden.

    Und leider gibt es die Vorurteile bzw. Unannehmlichkeiten andersherum leider auch. Also ich habe keine Lust mich über mein Essverhalten belehren zu lassen, weil „Menschen wie ich Schuld daran sind, dass Tiere leiden müssen“. Oder jedes Mal einen tadelnden Blick zu ernten, wenn ich etwas essen will, das tierischen Ursprungs ist.
    Was auch ein Problem für mich ist, ist dass dann viele wirklich „Fleischesser“ wie kleine Monster behandeln. Es gab – auch in unserer Stadt – schon Fälle von Sachbeschädigung und Körperverletzung Metzgern gegenüber, ganz zu Schweigen von den Beleidigungen. Sowas finde ich nicht ok.
    Ein anderes Beispiel sind öffentliche „Zurschaustellungen“, die man sich auch mal genauer durch den Kopf gehen lassen sollte. In Salzburg gibt es zum Beispiel jedes Jahr eine „Milchnacht“ (weil Salzburg Land für seine Milch ziemlich bekannt ist, ich glaube von dem Fest ist der Milchhof dann Sponsor oder so), wo besonders Familien ein kleines Happening geboten wird. Ich war da mal mit meiner Familie, als mein Bruder gerade mal 4 oder so war. Und da waren (auf einem Familienfest!) Tierschützer unterwegs, die in einem sehr realistischen Kuhkostüm umher gewandert sind, mit einem abgetrennten Kuhkopf in der Hand. Ich habe meinen Bruder dann geschnappt, damit er das nicht sieht. Man kann sich vorstellen was das für hübsche Kinderträume auslöst, wenn man eine geköpfte, vor Kunstblut triefende Kuh herum laufen sieht. Mit einem Mensch nebenbei, der rumbrüllt das wir alle Mörder sind und jede Kuh wegen uns so ein Schicksal erleidet.

    Sowas geht echt nicht. Tierschutz schön und gut, aber ich bin der Meinung, dass dieser nie so weit gehen sollte, das Menschen zu Schaden kommen. Ich kann ja nicht „Unrecht“ mit „Unrecht“ vergelten und dabei unbeteiligte mit hinein ziehen, nur weil die nicht denselben Idealen nachjagen.
    Und ich glaube solche extreme Gruppierungen oder Einzelpersonen sind hauptsächlich der Grund, warum so ein Unverständnis (und auch oft Unmut) zwischen Veganern/Vegetarieren und „Fleischessern“ herrscht. Also ich selbst war nach der Aktion auf der Milchnacht damals auch mächtig sauer. Und das, obwohl ich jetzt kein „überzeugt konservativer Fleischesser“ bin, sondern einfach gerne alles genieße, das einem natürlich zur Verfügung steht.
    (und für mich ist der Verzehr von tierischen Produkten genauso natürlich wie der von Salat, das Problem ist ja derzeit hauptsächlich die Haltung und Behandlung der Tiere. Würde ja auch keiner einem Löwen vorwerfen, dass er sich in Zukunft von Pflanzen ernähren muss)

    Ich esse auch gerne mal fleischlos (ab und zu ist auch mal was vegan, wie ein Salat, aber da achte ich nicht so drauf) und finde es immer wieder toll, wie sich der Speiseplan erweitert hat, seitdem bei vielen klassischen Speisen statt Fleisch etwas anderes verwendet wird. Immerhin macht das die Vielfalt größer und das wäre ja was Schönes. Und im Gegensatz zu früher braucht unsere heutige Gesellschaft nicht mehr so „reichhaltiges“ Essen, kaum jemand muss körperlich noch das leisten, das früher zur Tagesordnung gehört hat.
    Aber trotzdem will ich lieber diese Vielfalt genießen, statt mich von der alten Hausmannskost zu trennen und nur noch die neue Schiene zu essen. Und ehrlich gesagt wäre es mir auch zu teuer, denn ich bin mir sicher, dass viele Alternativen für Veganer etwas teurer sind, weil man sie nicht einfach beim Diskonter um die Ecke kriegt.

    Was mir aber letztens zum Thema Veganer (ein ordentlicher WTF-Moment XDDDD) unter die Augen gekommen ist: Eine Wurst ohne Fleisch für Veganer. Da dachte ich mir echt:“ Wenn ihr schon predigt, dann esst nicht eine Chemiewurst (was auch immer in einer fleischlosen Wurst ist, ich kann mir da nichts darunter vorstellen xDDD) als Ersatz für das, was normalerweise das Fleisch bieten würde.“ xDDD
    Also eine Wurst ohne Fleisch finde ich schon lächerlich, das wirkt gerade so, als wäre es ok Fleisch & co. zu essen, wenn Fleischprodukte in Zukunft aus dem Reagenzglas kommen. xDDD
    Tschuldigung, aber als ich die Werbung gesehen habe, dachte ich nur ich kann nicht mehr. Das ist für mich dann eine reine Heuchlerei xDDDD

    Ich glaube ich bin schon wieder viel zu ausgeufert, also lass ich es jetzt mal xDDDDDDDDDDDD
    Aber das müsstest du von mir eh schon gewohnt sein *hust*

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    1. Klar, es ist aufwändiger, sich erstmal damit auseinanderzusetzen. Aber die Grundlagen gehen ja recht schnell, quasi fast schon innerhalb eines Artikels. ;)
      Ich meinte auch gar nicht, dass alle immer doofe Fragen stellen und ich verstehe ja auch, dass viele nicht wissen, was wo genau drin ist, wenn sie gar keinen Grund haben, sich damit auseinanderzusetzen. Allerdings verliere ich immer den Glauben in die Menschheit, weil so viele Leute nicht wissen, woraus Brot besteht oder was genau Reis ist. ^^ Aber ich glaube oft ist das auch nur so eine Überforderung, bei der man einfach mal alle Lebensmittel nachfragen will, die einem spontan in den Kopf kommen. :D
      Soßenbinder sind meistens Stärken, aber die mit Geschmack enthalten meistens tierische Auszüge (Rindergeschmack und so) oder eben Milchpulver, da hast du Recht. :3
      Warum kommen eigentlich alle mit ihren Nudeln an? xD Tut mir leid, wenn ich so belehrend rumnöle, aber es giiiiibt auch Hartweizengrießnudeln. Das sind ursprünglich sogar die ollen, langweiligen und stinknormalen Spaghetti gewesen. Also Nudeln sind durchaus drin, nur halt keine „frischen“ aus der Kühltheke (wie Maultaschen oder oft auch Tortellini) oder selbstgemachte, weil da eben Ei drin ist. :)

      Jaaaa :( Mittlereweile hat sich das zwar oft gewandelt, aber viele Leute sind immer noch sehr misstrauisch oder irritiert, wenn sie mitbekommen, dass ich mich ohne tierische Lebensmittel vor dem Hungertod bewahre. Ich finde auch, dass jeder essen darf, was er möchte und werde (wie in diesem Artikel) nur dann oberlehrermäßig, wenn ich mitbekomme, dass mein Gegenüber durch Unwissenheit total ungesund lebt. Es sei denn ich finde die eh doof, dann können sie ruhig ungesund weiter leben und ich ernte keine genervten Blicke. xD

      ._. Ich hab immer ein schlechtes Gewissen, wenn mich Leute zum Essen einladen … weil entweder müssen die sich wegen mir zusätzliche Mühe machen und was besonderes kochen oder ich ess nix bzw. bringe vielleicht was mit und dann kommt es so rüber als würde ich deren Kochkünsten nich trauen. :<

      Ich glaube das ist einfach ein sehr emotionales Thema. Wenn du dir sehr viele dieser Dokus anschaust und wirklich mitleidest, wenn du hörst, dass jemand anders irgendwie indirekt ein Tier tötet oder leiden lässt, dann ist es für dich selbst einfach vollkommen unbegreiflich, warum jemand anders so weitermacht. Mir ist ja bewusst, dass die Methode einfach blutige Bilder herumzuzeigen nicht weiterhilft, sondern eher abschreckt, aber wenn man sich davon, wie Tiere oft behandelt werden, einfach nicht mehr abschotten kann, dann fällt es vielen schwer gelassen mit dem Thema umzugehen. Ich weiß nicht, ob dir die Erklärung weiterhilft, aber vielen "extremen" Tierschützern wird es so vorkommen als ob du neben ihnen auf kleinen Kätzchen rumtrampelst, wenn sie sehen, wie du Fleisch isst. Das ist jetzt kein Vorwurf, ich will dir nur deutlich machen, dass gerade Veganer oder Tierschützer solche gruseligen Hintergedanken nicht mehr ausblenden können und deswegen permanent um sich herum mit solchen "Triggern" konfrontiert werden. Da kann man schon mal verzweifeln und mit blutigen Kuhkostümen durch die Straßen ziehen. Ich hoffe du verstehst was ich meine. :)

      Vielfalt ist immer gut! ^-^

      :D Also ich esse ehrlich gesagt sehr gerne Tofuwürstchen. Die bestehen halt aus Weizenproteinen, Tofu und jeder Menge Gewürzen und ich mag die einfach. <3 Außerdem gibt es jetzt nicht so viele Formen, in denen man Dinge zubereiten kann, da müssen auch Würstchen erlaubt sein. :D
      Naja, ich glaube Ersatzgerichte sind meistens einfacher einzusetzen, weil man halt durch Tofu-Wurst/-Schnitzel/-Whatever erklärt bekommt "Aaah, das soll ich wie ein Schnitzel anbraten, soso!" und dann gleich weiß, wie man es zubereitet. Außerdem heißt es ja nicht, dass alle Veganer den Geschmack oder die Konsistenz von Fleisch furchtbar fanden als sie es noch gegessen haben. Klar sind die Fertiggerichte nicht immer gesund (wie oben erwähnt, die vegane Pizza xD), aber prinzipiell finde ich es nicht schlimm, wenn man unvegane Gerichte so ungefähr nachbastelt, wenn die einem halt gut schmecken. Das was ich so standardmäßig koche enthält meistens eher Räuchertofu, die besagten "Würstchen" :D, normales Tofu mit Gewürzen oder mal Bratlinge. Richtige fertig panierte "Schnitzel" oder "Burger" versuche ich selten zu essen, schmecken aber je nach Marke nicht schlecht.
      Aaah, ich glaube jetzt wird mir gerade klar, was du für eine Wurst meinst! Dieser Brotbelag von einer Firma, die auch richtige Wurst herstellt, oder? xD Ja, das hat mich auch etwas irritiert. Aber solche Brotbelag-Scheiben gibt es auch in diversen Arten, sogar beim Aldi-Süd. :D
      Und du wirst es nicht glauben, aber das mit dem Reagenzglas-Fleisch ist eine ernsthafte Glaubenssache! :D Das gibt es ja in Laboren schon und wird iiiiirgendwann vielleicht auch in "Serienproduktion" gehen, falls es wirtschaftlicher wird als Kühe zu halten. Dann wäre richtiges Fleisch also eher Luxus. Jedenfalls finden Fleisch aus dem Reagenzglas 50 % der Leute ultra gruselig und 50 % halten es für eine tolle Idee und würden es essen. Ich bin noch unentschlossen. :D
      Hihi, kein Problem. ^^ Ich hoffe ich konnte deinen flammenden Standpunkten etwas verständliches entgegensetzen! XD

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      1. Echt, gekaufte Nudeln (also nicht aus dem Kühlschrank, sondern aus dem normalen Regal) enthalten gar keine Eier mehr? Das wusste ich gar nicht xDDD
        Ich weiß nur vom selber machen aus dem Kochunterricht, dass man die mit Eiern macht…
        Boah, ich glaube ich dürfte echt nicht für Veganer kochen xDDD
        Aber Reis kommt ja von der Plantage und zählt doch zu den Hülsenfrüchten oder so…
        Oder liege ich da auch falsch? Peinlich *hust*
        (leider hatte ich keine Kochbegabte Hausfrau in der Familie, die mich in die geheime Kunst eingeweiht hätte xDDD)

        Ich habe sicher auch nicht die gesündeste Ernährung, weil ich mich kaum nach irgendwelchen Plänen richte, sondern einfach das esse, worauf ich Lust habe. Nachdem ich auch gerne Salate und Gemüse esse, dürfte es nicht zu schlimm um mich stehen, aber ich lande auch gerne mal bei der Fertigpizza oder McDoof…
        Aber ich denke mir da nicht viel, dafür trinke und rauche ich nicht und esse kaum Süßes, irgendwas muss man sich ja auch gönnen dürfen :3

        Ich glaube es wäre ganz spannend, wenn man dann einfach mit dem Veganer gemeinsam kocht. Ist zwar ein bisschen seltsam, wenn man der Gastgeber ist, aber es gibt sicher auch viele Sachen, die man zu zweit schnell hinbekommt. Dann nimmt man den Druck aus der Geschichte und hat auch mal seinen Horizont erweitert x3

        Klar verstehe ich, dass es viele Menschen richtig mitnimmt, wenn sie von so grausamen Vorkomnissen hören oder es vielleicht sogar miterleben. Aber es muss einfach für alles seine Grenzen geben und das muss auch für den Tierschutz gelten.
        Ich kann ja auch nicht hergehen und jemanden terrorisieren, weil er nicht eingeschritten ist wie eine Freundin verprügelt wurde. Das ist erstens Selbstjustiz, und zweitens weiß man nie, aus welchem Grund diese Person nichts dagegen gemacht hat. Drittens straft man hier eine Person, die nicht in direktem Zusammenhang mit der grausamen Tat gestanden ist. Egal, wie schlimm es für einen ist, dass das mit der Freundin passiert ist – es gibt einfach Dinge, die man nicht tun darf.
        Und das weiß jeder Mensch. Klar hält sich nicht jeder in einem emotionalen Moment daran, aber man weiß es. Gewalt (und die muss ja nicht nur körperlich sein) führt nur zur weiteren Gewalt. Daher finde ich nicht, dass sich Tierschützer immer aus dieser Regel ausgeschlossen fühlen dürfen. Egal wie leid ihnen Tiere tun, es gibt ihnen nicht das Recht, selbst mit psychischer oder physischer Gewalt zu antworten. Es sagt ja keiner etwas gegen friedliche Demos, bedachtes Aufmerksam machen auf Missstände (ich finde es z.B. auch persönlich ok, wenn da Aufnahmen von schlimmen Zuständen öffentlich gemacht werden, auch wenn das rechtlich strafbar ist) und ähnliches. Aber Horrorkostüme auf Familienfesten, Sachbeschädigung, Beleidigung oder sogar Körperverletzung gehen zu weit.
        Und es ist ja nicht jeder Fleischesser potentieller Tierquäler. Es gibt immer noch genug Bauern, die ihren Tieren freien Auslauf lassen. Da kommt auch zur Schlachtung der Metzger auf den Hof, falls es der Bauer nicht selbst macht und das Tier wird betäubt und dann – ja. Bei uns in Österreich kriegt man hauptsächlich heimisches Biofleisch im Supermarkt, laut einer Doku kauft bei uns sogar McDoof ausschließlich bei heimischen Bio-Bauern ein (zumindest haben die bei uns ein Bio-Siegel). Wo also die Tiere ihren Freilauf haben. Eier von z.B. Legebatterien sind bei uns sogar verboten.
        Und da frage ich mich, wieso ein Metzger, der brav seine Runden bei den heimischen Bauern macht, es verdient hat, dass man sein Geschäft demoliert.
        Oft ist es sogar so, dass wilde Tiere auf dem Teller landen, die ohnehin getötet werden. Ist ja sehr oft bei z.B. Reh & Hirsch so, wenn die Jäger den Abschussbefehl bekommen, weil eine Rasse im vorherrschenden Ökosystem Überhand nimmt. Das ist dann immer die Zeit, in der man bei Wirten mit Wildgerichten überrannt wird xDDD

        Womit ich jetzt nicht sagen will, dass alle Vegetarier oder Veganer so extrem sind. Ich will damit nur erklären, warum Vegetarier/Veganer wahrscheinlich bei Fleischessern nicht immer nur auf positive Rückmeldungen stossen werden. Ich glaube so Aussagen wie „dass man sich damit unzureichend ernährt“ sind nur Reaktionen darauf, wenn man selbst kritisiert (z.B. „Tiermörder“) wird. Es muss wahrscheinlich gar nicht sein, dass einem das gerade der vorgeworfen hat, der dann die patzige Aussage zu hören bekommt. Wahrscheinlich hat derjenige die Kritik entweder schon gehört oder geht gleich davon aus, dass die sowieso bald folgen wird – und kontert deswegen gleich im Voraus.

        Wenn wir Verständnis dafür haben sollen, dass ein Tierfreund einfach emotional auf das Thema reagiert und wir deswegen kein Fleisch mehr neben ihnen essen (ich muss ja nicht unbedingt Fleisch essen, wenn ich mit vegetarischen bzw. veganen Freunden unterwegs bin), muss der aber auch Verständnis dafür haben, dass wir uns nicht von unserem Fleisch trennen wollen. Jeder Fleisch essende Mensch würde sich für die Tiere das beste Leben wünschen – der Grund warum nicht jeder sein Fleisch vom Biobauern bezieht ist einfach oft das liebe Geld. Gerade jetzt, wo arm und reich immer mehr außeinander klafft, kann es sich nicht jeder leisten die teuere nachhaltige Variante zu kaufen. Oft muss da jeder Cent umgedreht werden.
        Dann könnte man es noch weniger leisten, Nährwert-Alternativen zu beschaffen, denn die sind oft noch teurer. Und keiner wird seinen Kindern Gesundheitsgefährdende Mangelernährung bieten, weil damit Tiere gerettet werden könnten. Da kümmert man sich doch zuerst um die Lebewesen, die man in der unmittelbaren Umgebung hat.

        Aber in einem gebe ich jedem Fleischverzichter Recht – es muss nicht sein, dass man sich „internationale Delikatessen“ (Känguru, Krokodil und was weiß ich) auf den Teller holt. Genauso wie es Menschen gibt die jeden Tag ein Fleisch am Teller haben wollen. (und keiner „braucht“ das, auch wenn gerade manche „ganze Männer“ das Gegenteil zu behaupten versuchen) Da sterben Tiere meiner Meinung nach sinnlos, das ist wieder so ein typisches Manko unserer „Genussgesellschaft“, wo keiner den Magen vollkriegen kann.
        Genauso wie ich gegen sinnlose „Luxusgüter“ wie Pelze, spezielle Möbel (aus exklusivem Holz des Regenwaldes) etc. bin. Das muss echt nicht sein.

        Wenn jeder nur das essen würde was er braucht und das aus dem Umfeld, in dem er lebt, hätten wir wahrscheinlich kaum Hungersnöte mehr – und das, obwohl wir viel weniger Lebensmittel produzieren müssten. Was auch stark gegen Massentierhaltung intervenieren würde. Aber ja – leider geht es vielen Menschen viel zu gut, als dass sie das jemals aufgeben würden.

        Ja, ich meine diese Wurst für aufs Brot. Da wo es immer heißt „Wurst ohne Fleisch, die auch richtigen Fleischessern schmeckt.“ Da ist dann so eine Tante, die beim Essen auf einmal einen Löwenkopf kriegt. xDDD
        Sowas wie „Burger“ in veganem Stil finde ich nicht schlecht, ein Burger muss ja nicht gleich implizieren, dass da Fleisch drinnen ist. Gibt ja auch so faschierte Laibchen, die statt Faschiertem mit irgendwas anderem gemacht werden. Das ist dann für mich so ein Fall, wo man ein altes Gericht durch neue Zutaten aufpeppt und das finde ich sogar ziemlich interessant. Nur eben das mit der (Brot)Wurst ohne Fleisch finde ich seltsam, denn Wurst ist nunmal Wurst – da geht es nicht um das Ändern mancher Zutaten, sondern da muss das Ausgangsprodukt (das dem ganzen ja seinen Namen gibt) schon etwas anderes sein…
        Das finde ich irgendwie komisch.

        Nein, das mit dem Reagenzglas finde ich nicht gut. Klar ist nicht alles giftig, das teilweise im Labor heranwächst, aber ich habe doch schon öfter davon gehört, dass es auch eine Gefahr sein kann. Genmanipulierte Gemüsesorten bedrohen doch öfter Ökosysteme, ohne dass man das anfangs geahnt hätte. Aber da weißt du sicher viel besser bescheid wie ich, ich habe ja nur hier und da was aufgeschnappt ;)
        Ich bin sowieso prinzipiell gegen die ganzen Eingriffe in die Natur, egal ob bei Pflanzen, Tieren oder Menschen – das fühlt sich an wie „Gott spielen“ und als ob wir immer mehr versuchen würden, uns alles „Passend“ zu machen. Der Gedanke gefällt mir nicht Q___Q

        Hach, ich verstehe die Argumente, ich bin für „leben und leben lassen“ – aber das dann eben für beide Seiten ;3
        Man kann nicht Verständnis verlangen und selber keines entgegen bringen. Ich habe selber vegetarische Freunde und da kein Problem damit, weil die auch meine Meinung akzeptieren. Aber es muss einfach auf Gegenseitigkeit basieren, ein einseitiges „drüberfahren“ finde ich nicht ok.

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        1. Huiuiui, ganz ruhig! :D Nicht aufregen!

          Ja, es gibt auch trockene Nudeln mit Ei, aber eben auch Spaghetti und sowas, da ist dann kein Ei drin. Einfach auf die Zutatenliste gucken. :3
          Und ja, Reis kommt von der Plantage, wollte nur verdeutlichen, dass ich sogar das schon gefragt wurde. So im Sinne von „Aber atmen darfst du noch, oder?!?!“ :D

          Ach, ich glaube so schlimm ist das nicht, wenn es nicht der Hauptteil deiner Ernährung ist. ;)

          Jiaa, gemeinsam kochen ist auch toll! ^-^ Das geht halt nur bei so großen Abenden schlecht, wenn 7 Leute Fleisch essen, man die einzige Veganerin ist und ein fettes Menü gekocht wird. ^^ Aber da muss ich dann durch.

          Ich wollte dir nur sagen, in welchem Gedankenkreislauf die meisten Leute stecken, die solche Aggro-Demos mitmachen. Ich verstehe schon, warum du das nicht gut findest. Vor allem wenn man unbeteiligte Menschen mit hineinzieht, die gar nicht wissen, warum man sich so aufregt und denen vielleicht sogar noch was antut, kann ich das auch gar nicht gutheißen. :3
          Das mit den Wildtieren ist dann auch eher eine Einstellungssache. Wenn man der Meinung ist, dass jegliches Fleisch zu essen Mord ist, dann wirst du mit den Leuten, die so denken vermutlich auch kaum diskutieren können. :) Und ja, ich krieg dann immer die Vorurteile ab. :D
          So und jetzt spar ich mir mal auf die ganzen anderen Details einzugehen, sorry. Aber sonst sitzen wir noch in drei Wochen an den Antworten hier, weil es in Grundsatzdiskussionen ausartet. :D

          Aaaahja. :D Gut, dass ich keinen Fernseher hab, sonst dürfte ich die Werbung vielleicht auch bewundern.
          Was zum Henker ist heißt „faschiert“ und was ist ein „Laibchen“?! XD Ist das wieder sowas wie der Geilheitsfaktor? Ich vermute mal, da es um Burger ging, dass du so Bratlinge meinst, die nicht aus Hackfleisch (=Faschiertes??) gemacht sind, sondern aus Teig-Zeugs … oder? :D Ich finde „Aufschnitt“ an sich okay, manche Sachen davon schmecken auch ganz gut. Dass es direkt ein Wurstimitat sein muss, naja … ist glaube ich auch Geschmackssache, ob man sowas braucht, weil es so nostalgisch klingt. :D

          Hihi ^^ Nein, da geht es nicht um Genmanipulation. Für solche Labor-Burger werden (Achtung, klingt auch sehr eklig!) werden bestimmte Tierzellen im Labor gezüchtet. Also quasi Muskeln von Kühen, die im „Reagenzglas“ vor sich hin wachsen. Die kann man dann „ernten“ und zusammen mit anderen Zellen und Fetten und so, die normalerweise auch in Burgern drin sind mischen und dann braten. So bekommt man Fleisch, für das theoretisch kein Tier getötet werden musste, weil die Zellen irgendwann mal einem Tier entnommen wurden und dann im Labor so lange vermehrt wurden, bis sie für den Burger ausreichen. Aber natürlich gibt es das noch nicht im großen Stil, sondern nur in monatelanger ultrateurer Arbeit für einen einzigen Burger. Ich hoffe das war verständlich erklärt. Man braucht also kein Gengemüse dafür, es sei denn man will den Burger mit Gen-Gürkchen belegen. :D
          Ja, das ist einer der großen Kritikpunkte. Viele Dinge werden einfach nur gemacht, weil man es kann und das ist glaube ich sehr oft ein schlechter Ansatz. o.o

          Jaaaa, es sollen einfach alle lieb zueinander sein! ^_^

          Ich hoffe ich hab nicht zuviel von deiner Antwort übersehen :D

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          1. Ok, bei so einem großen Zusammentreffen ist das nicht so leicht. Es gibt doch viele, die nicht auf ihr Fleisch verzichten wollen und wenn dann jemand dabei ist, der es nicht nur nicht selber essen will sondern dem einfach schon beim Anblick schlecht wird…
            Verstehe ich, dass das dann eine schwere situation ist.
            Vielleicht sollte man dann lieber „süße Treffen“ machen, soweit ich weiß gibt es beim Backen für alles einen guten Ersatz – habs zwar noch nie probiert, aber soll ganz gut funktionieren und schmecken :3

            Wie gesagt verstehe ich da eh beide Seiten. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie auf „extrem überzeugte“ Vegetarier bzw. Veganer getstossen bin (also im Bekanntenkreis), die andere von ihrer Meinung überzeugen wollten – außer eben Fremde auf der Straße. Ich habe aber auch schon bemerkt, dass es bei uns in Österreich noch viel weniger verbreitet ist wie z.B. in Deutschland. Dafür ist bei uns der Bio-Trend viel stärker, wie gesagt findet man bei vielen Produkten (z.B. Milch, Eier) nur noch heimische Produkte in den meisten Märkten. Ich merke den Unterschied oft, wenn ich nach Deutschland einkaufen fahre (wohne relativ an der Grenze), weil da vieles billiger ist (kaufe da gerne meine Reinigungsmittel und so). Ich denke es ist einfach wichtig, dass man so lebt, dass man es mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Und man muss halt auch akzeptieren, dass jeder da andere Grundsätze hat. Und manchmal krachts dann vielleicht auch mal zwischen Leuten mit verschiedenen Ansichten, das gehört einfach dazu xD

            Ah ja, Faschiertes ist bei euch Hackfleisch glaube ich. Also das durch den Fleischwolf gejagte Fleisch, das man dann mit (nach altem Rezept) Eier und Zwiebeln zu kleinen Laibchen (also was man oft in Burgern findet, keine Ahnung wie das bei euch heißt) formt. Weißt du was ich meine? Und da gibt es zum Hackfleisch ja auch schon Alternativen. Man könnte ein ganzes Wörterbuch mit Ösi-Deutsch Deutsch-Ösi füllen xDDD
            Genauso wie Sackerl=Tüte, wenn bei meinen Deutschlandeinkäufen eine Verkäuferin mit eher Norddeutschen Wurzeln war, gab das schonmal Verständnisprobleme ;)
            (die Bayern, die auch nahe der Grenze aufwachsen, kennen die meisten Worte dann schon, weil sie ja immer zum Tanken zu uns kommen x3)

            Hm, ich weiß nicht…
            Mir gefällt das trotzdem nicht xDDD
            Irgendwann geht das dann in die Richtung, dass man bei den Menschen vor der Geburt auch schon eingreifen will, um „Optimierungen“ durchzuführen Q__Q
            Da bin ich vielleicht sogar paranoid, aber ich traue es der Welt zu…

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  6. Super Artikel :) Gerade dass vegane Ernährung IMMER gesund ist und ZWANGSLÄUFIG schlank macht …. da hatte ich nach dem Vegan-Projekt ebenfalls meine Zweifel dran ;) (auch wenn jetzt tatsächlich und unbeabsichtigt 1,5 Kilo unten sind, yeaaah!)

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