Wie sich Journalisten, Zeichner und Youtuber unterscheiden

Ihr werdet euch jetzt sicher fragen, was für einen Blödsinn ich hier wieder mal verzapfe. Mangazeichner und Youtuber? Was haben die mit Journalisten zu tun? Is‘ doch klar, dass die sich unterscheiden! Allerdings haben alle drei eine Gemeinsamkeit: Sie zählen zu den „Kreativ-Arbeitern“ und deswegen ist es finde ich es sehr spannend, die unterschiedlichen Wege zu vergleichen, mit denen die drei Berufsgruppen ihr Geld verdienen. Zunächst einmal zu den Gemeinsamkeiten: Alle drei Berufsgruppen leben mehr oder weniger gut ihre eigene Kreativität aus und hoffen darauf, mit den Produkten ihrer Kreativität Geld zu verdienen. Und bei allen dreien kann sich das mehr oder weniger schwierig gestalten.

Mangaka, Webdesigner und Kellnerin in einem O.o

Fangen wir mit denen an, über die ich am wenigsten weiß. ^^ Die guten Mangazeichner. Nur so ein paar schwarz/weiß-Bildchen malen und dafür Kohle einsacken klingt einfach, oder? Janee, wie die meisten von euch sicher wissen werden, ist das keineswegs einfach. Denn man muss erstens das entsprechende Zeichentalent haben, zweitens genügend Kreativität, um sich eine spannende Story auszudenken, die dann auch noch jemand lesen möchte und drittens mit dieser Story auch entdeckt werden, um schließlich bei einem der größeren Verlage im Mangasortiment zu landen und einen Teil der Einnahmen durch die Mangaverkäufe zu erhalten. Nicht zu vergessen: Sich wie ein kleines Kind an Weihnachten zu freuen, wenn das eigene Zeichenkunstwerk von anderen Menschen tatsächlich gekauft und gelesen wird. ;) Da allerdings nur die Zeichner ausschließlich von Mangas leben können, denen der große Coup einer neverending Story (wie One Piece, Detective Conan o.ä.) oder eines „Alltime-Classics“ mit abgeschlossener Story gelingt, die sich permanent verkaufen, darf man sich auch noch auf andere Dinge einstellen. Vermutlich darauf, Aufträge für diverseste Projekte anzunehmen, bei denen je nach eigener Qualifizierung von Webseitendesign bis Einkaufstütengestaltung vermutlich alles dabei ist, das irgendwie mit Zeichnungen zu tun hat. Alternativ hat man direkt ein zweites Standbein, entweder in Form eines „richtigen“ Jobs oder in Form von weiteren Freelancer-Arbeiten wie Layouter oder ähnlichem. Aber ich vermute auch als Mangaka der Topverdienersparte wird das Leben nicht unbedingt leichter, da nun ja sehr viele Leser Erwartungen an einen haben und man mehr oder weniger erzwungenermaßen in einem recht hohen Tempo neue Seiten raushauen muss, um keine Leser zu enttäuschen und sie so eventuell zu verlieren.

Falls ihr mehr Erfahrung im Mangazeichnen habt oder mehr darüber wisst, wie Mangazeichner in Deutschland/Europa arbeiten, dann zögert nicht, Ergänzungen in die Kommentare zu schreiben bzw. mich zu korrigieren. Mein Halbwissen basiert auf diversen Foreneinträgen und Twitterkonversationen von deutschsprachigen Mangazeichnern, ich lasse mich also durchaus belehren! ^^ Warum ich mit diesem Halbwissen überhaupt ankomme? Nun ja, weil ich zeigen wollte, dass es gerade europäische Mangazeichner selten einfach haben, auch deswegen da ihre Werke oft in der schieren Masse an beliebten japanischen Mangaserien untergehen und sie -ähnlich wie die anderen erwähnten kreativen Berufe – oft nicht allein davon leben können.

Mangazeichner haben Fans :3

Die einzige Alternative, die mir sonst bisher begegnet ist: Patreon. Eine meiner Meinung nach sehr schöne, in Deutschland aber wohl noch recht unbekannte, Idee, mit der sich kreative Menschen über Wasser halten können. ^^ Ich habe das System schon einmal erwähnt, aber bevor ihr jetzt alte Artikel durchforsten müsst, tu ich es einfach nochmal. Bei Patreon unterstützt man als „Patron“ einzelne „Creators“ jeden Monat mit einem bestimmten Betrag. Man abonniert also quasi einzelne Zeichner – kann sie aber auch nur einmalig unterstützen und direkt danach das Abo kündigen. Einfacher als die meisten Zeitschrifen-Abos also. :D Die Creators verpflichten sich im Gegenzug, je nachdem wie viel Geld sie insgesamt bekommen, monatlich soundsoviele Comicstrips online zu veröffentlichen oder zum Beispiel Livestreams mit ihren Unterstützern zu machen. Es gibt auch die Möglichkeit als Unterstützer bestimmte „Gimmicks“ zu bekommen, wie eine persönliche Zeichnung von sich selbst als Mangafigur oder früheren oder exklusiven Zugang zu neuen Comics. Ich werfe hier Comics und Mangas wild durcheinander, weil diese Plattform auch oft von Zeichnern genutzt wird, die keine Mangas zeichnen.

Zwei Beispiele für Zeichnerinnen, die Patreon nutzen, sind Sarah Burrini, die Zeichnerin von „Das Leben ist kein Ponyhof“ und Mikiko Ponczeck, die Zeichnerin von „Crash ’n Burn„, dem ersten Yaoi-Manga, von dem ich begeistert war. ;) Mikiko Ponczeck kann mit dem monatlichen Geld bereits ihre Miete zahlen (OMG, ein Einkommen!!!) und hat so mehr Zeit sich auf ihre Minicomics zu konzentrieren, für die sich wohl die meisten ihrer Unterstützer interessieren. Bei Sarah Burrini ist es ein wenig anders geregelt, denn bei ihr gilt der Betrag den man spendet pro Comic. Wenn also im Monat zwei Comics erscheinen und ihr einen Dollar pro Comic zahlen wollt, werden am Ende des Monats zwei Dollar bei euch abgebucht. So schaufelt sich auch Sarah Burrini mehr Zeit frei, um ihren Ponyhof zu zeichnen. Noch habe ich mir kein Patreon-Konto angelegt, aber bisher ist das für mich die sinnvollste Methode Zeichner zu unterstützen.

Gerade wenn man größtenteils online veröffentlicht und Webcomics macht, ist man andernfalls darauf angewiesen, dass die Nutzer der eigenen Webseite den Adblocker für diese Webseite ausstellen, weil man sonst mit der dargestellten Werbung kein Geld verdienen kann. Was man als Leser zwar netterweise machen kann, aber mal ehrlich, wer von uns ist nicht zu faul, bei mehr als einer Webseite den Adblocker extra auszuschalten? Und wer ist nicht genervt von Werbebannern jeglicher Art? Deswegen war auch Sarah Burrinis erster Meilenstein gleich die Abschaffung der Banner auf ihrer Seite, was zeigt, dass kreative Menschen da vermutlich selbst keinen Bock auf Werbung haben. ^^ Dieser Meilenstein lag übrigens bei insgesamt 40 $ pro Comic, was bei einem Comic pro Woche also 36,87 € wöchentlich und ~171 € pro Monat ergibt. An sich also erschreckend wenig. Also zumindest, wenn man bedenkt, dass dadurch zwei eventuell nervige Banner auf einer Webseite wegfallen.

Das einzige, was vermutlich noch viele deutsche Nutzer davon abhält, sich einen Patreon-Account zuzulegen, ist wohl, dass man entweder einen Paypal-Account braucht oder seine Kreditkartendaten dalassen muss. Ich bin mir sicher, dass das genügend Leute misstrauisch stimmt, um dann lieber doch ihr Geld für sich zu behalten. ;)

Youtuber und die Schleichwerbung :<

Jaa, ich muss jetzt zunächst mal auf das negative Gedöns eingehen., denn sogar Böhmi Böhmermann hatte ja darüber berichtet. Um nicht zu sagen, er hat uns alle darauf aufmerksam gemacht, dass Youtuber nicht immer so ganz korrekte Menschen sind. Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte: In einem der ersten Videos mit ihm, wo ich ihn fast nahezu durchgehend annähernd sympathisch fand. Oder ihm zumindest nichts an den Kopf werfen wollte. Und das heißt ja schon was. :D Für den Hinweis bin ich jedenfalls sehr dankbar, denn ich glaube, dass das doch oft genug untergeht. Ich stehe ja meistens eher auf Seiten der Youtuber und fangirle ein wenig herum, aber ich kann mich trotzdem nicht dazu überwinden, die tausend Beautychannels oder gar Herrn Tutorial anzuschauen, deren Videoinhalt zu 90 % daraus besteht, Produkte in die Kamera zu halten.

Leider wird an den wenigsten Stellen darauf hingewiesen, wer welche Youtuber wie genau unterstützt. Und das ist eine ziemlich miese Nummer. Es gab ja bereits vor einem Jahr einen Skandal darum, dass diverse Youtuber (viele davon unter Vertrag bei Mediakraft …) Produkte in ihren Videos zeigen, testen und teilweise auch direkt bewerben, ohne klar zu machen, dass sie diese Produkte von den Firmen geschenkt bekommen haben oder dass sie vielleicht sogar Geld erhalten, wenn sie über diese Produkte sprechen. Andererseits ist es natürlich auch klar, dass hauptberufliche Youtuber irgendwie ihr Geld mit und auf Youtube verdienen müssen. Aber eben nicht mit so undurchsichtigen und manipulatorischen Maßnahmen wie „Ich tue mal so, als wäre das Produkt voll cool  und bekomme dann Geld dafür.“ Dass diese Taktik aber funktioniert bzw. funktionieren würde, zeigen diverse Beispiele, in denen Youtuber Dinge beworben haben, die dann prompt ausverkauft waren.

Als Positivbeispiel, was die Kennzeichnung angeht, habe ich übrigens vor kurzem GermanLetsPlay wahrgenommen, der – ihr ahnt es – deutsche Letsplays macht und in einem Video seinen neuen und gesponsorten Gaming-PC Deluxe-megafuckingawesome-ultrateuer vorstellt. Im Video steht die ganze Zeit eingeblendet „Werbevideo“ und er erklärt ganz klar, dass sein vermutlich 5.000-6.000 € teurer PC von den Herstellern gesponsort wurde. Dann halt noch die Vorteile des PCs und warum er den Lieferanten gut findet. Also eindeutig als Werbung gekennzeichnet (und kein Schwein wird sich das Teil leisten können *hust*), sowohl im Video als auch darunter mit „*Werbevideo: Der Computer wurde von Mifcom.de sowie MSI, NVIDIA, Corsair und Samsung gesponsert.“, weswegen ich diese Art von Werbung vollkommen in Ordnung finde. Das Video muss sich ja auch keiner seiner Abonennten angucken. Kleiner Fun Fact zum Thema „Macht der Youtuber“: Unter dem Video verlinkte der guteste GermanLetsPlay dann auf die Seite des PC-Zusammenstellers und kaum 11 min später war der Server der Seite down. :D

Generell erhalten Youtuber, sofern sie ihre Videos zum Geldverdienen nutzen, von Youtube Geld pro Klick bzw. Videoaufruf und dann werden immer wieder Banner eingeblendet oder diese nervigen Werbevideos vor, nach oder mitten in die Videos gepackt. Das Geld, das man so verdient sind aber keineswegs immer Millionen, da die Menge hier von der Anzahl der Videoviews abhängt und davon, wieviel das jeweilige Netzwerk des Youtubers einkassiert. Jetzt wisst ihr, warum auf jedem zweiten Thumbnail irgendwelche Brüste zu sehen sind und sich manche Youtuber gegenseitig mit reißerischen Titeln überbieten. It’s all for dem clicks, people. :) Wer jedoch trotz Capslock und Brüsten nur auf ein paar läppische Tausend Abonennten und Videoviews kommt, der verdient vermutlich eher ein „Taschengeld“ mit Youtube und wird nebenher noch andere Geldquellen auftreiben müssen. Abgesehen von diversen Produktplatzierungen, die sich für Firmen auch nur bei großen Youtubern lohnen, gibt es dann noch die sogenannten Affiliate-Links, die ich ja auch benutze. Das sind Partnerlinks zu Webseiten wie Amazon, bei denen man pro über den Link abgeschlossenen Verkauf einen bestimmten Anteil des Verkaufspreises als „Vermittlungsgebühr“ vom Händler (aka Amazon) bekommt, weil dieser durch den Link Umsatz generiert hat. Da die Affiliate-Links für Draufklickende nicht mehr kosten, als wenn sie das Produkt direkt bei Amazon gefunden hätten, ist diese Art des Zuverdienstes an sich okay und gefühlt fast jeder Youtuber hat mittlerweile sein Video-Equipment auf diese Art unter vielen Videos verlinkt. Problematisch wird es dann wieder, wenn Dagibibibees genau das tun, was Jan Böhmermann bemängelt hat, nämlich gesponsorte Produkte zu loben (also dafür Werbung zu machen) und dann auch noch mittels Affiliate-Links den Bonus für die verkauften Produkte zu kassieren. Aber gut, da gibt es noch mehr schwarze und graue Schäfchen, ich rege mich lieber nicht zu sehr auf.

Youtuber sind ihr eigenes Produkt! *-*

Im Unterschied zu Mangazeichnern kauft man ja bei Youtubern kein fertiges Produkt. Selbst Webcomiczeichner bieten oft eine Printversion ihrer Werke an, die man dann wirklich so handfesterweise zuhause rumstehen haben kann. Was also tun, um nicht länger nur vom virtuellen Youtube abhängig zu sein? Einen Webshop zulegen! Oder zumindest Fanartikel und -kleidung mit deinem eigenen Logo/einer inspirierenden Botschaft oder selbstentworfene Plüschkissen bei 3dsupply, moodrush oder yvolve lagern. Ich kenne ganz ehrlich nur seeeehr wenige größere Youtuber, die keinen Fanshop haben. Was aber auch daran liegt, dass viele Leute ihre Stars/Idole/kreative Menschen unterstützen wollen oder anderen zeigen möchten: „Hey, ich finde den Youtuber cool!“ Das liegt einfach daran, dass Youtuber ihre eigene Marke sind und hier bereits viel mehr Leute auf die Idee kommen, sie irgendwie zu unterstützen – meistens eben dadurch, dass sie sich Fanartikel oder Plüschis kaufen. Oft allerdings auch eben bei denen, die ohnehin bereits genug Geld mit ihren Videoaufrufen machen, was die Sache ein wenig redundant macht, aber der Wille war ja da. Die bekanntesten Youtuber sind in vielen Fällen einfach cool und es ist ja nachvollziehbar, wenn man die unterstützen möchte, die man toll findet. Ach, ihr wisst, was ich meine. ^^ Ein paar kleinere Youtuber, die vielleicht nicht die Möglichkeit dazu oder keinen Bock auf einen Fanshop haben, nutzen sogar Patreon, also so langsam verbreitet sich das System. :) Bei einigen Youtubern gibt es außerdem seit einer Weile den Trend unabhängig vom jeweiligen Talent einfach mal ein Album rauszubringen. So mit „Musik“ drauf und so. Denn wer hat nicht mal davon geträumt, später ein eigenes Album rauszubringen? Alternativ gibt es auch noch Bücher mit Lebenshilfstipps von Leuten, die es voll drauf haben und nicht ohnehin schon mehrere Tausend Euro im Monat verdienen … ô_o … oder über anderen random Stuff. Okay, ich höre auf rumzukritteln.

Gerade Letsplayer haben auch noch die Möglichkeit zu streamen, also die Zuschauer live an einem Video teilhaben zu lassen. Natürlich streamen auch andere Leute und machen z.B. Fragerunden. Aber Games bieten sich am meisten für Livestreams an, da ein Letsplay in den meisten Fällen nur wenig geschnitten wurde und live irgendwelche Comedysketche zu performen ergibt für 99 % der Comedykanäle vermutlich auch wenig Sinn. Denn Streams sind wirklich dazu da, auch live mit der Community, die so oft beschworen wird, zu interagieren. Sei es mittels einer Liveabstimmung, um zu klären, welches Spiel gespielt werden soll oder im Zweifelsfall sogar, damit man so wie Gronkh um helfende Blicke bei einem Wimmelbild-Spiel bitten kann. ^^ Im Normalfall geschieht so eine Streaming-Session bei YouNow oder bei Twitch. Von Ersterem habe ich wenig Ahnung, aber bei Letzterem kann man als Zuschauer für 5 $ pro Monat einen Kanal abonnieren, wodurch man Benachrichtigungen erhält, wenn der nächste Livestream online geht, der eigene Name kurz im Stream erscheint, man special fancy Emoticons im Chat nutzen kann oder mit den anderen Abonennten und dem Youtuber „exklusiver“ chatten (Teamspeak nutzen) kann. Alternativ kann man auch eine beliebige Summe spenden, woraufhin live im Chat der eigene Nutzername mit einer persönlichen Nachricht von bis zu 200 Zeichen und dem Betrag eingeblendet werden kann, so lange, bis der nächste spendet. Also in etwa: „DerpDerpson: 250 € – ALTAH, IHC 0WNE EUCH ALLE!!! YOLO SWAGZ!!111!!“ So können Streamer auch mit Twitch Geld verdienen und sich dabei nicht nur auf Werbeanzeigen verlassen.

Beim Spenden beginnt es allerdings leicht problematisch zu werden. Denn unterschiedliche Leute können sich natürlich unterschiedlich große Spenden leisten und die Streamer möchten natürlich eigentlich einem DerpDerpson eine Gegenleistung dafür bieten, wenn dieser sie so sehr unterstützen will und gleich völlig bekloppterweise 250 € spendet. Tut der Streamer das jedoch, vermittelt er ja quasi allen anderen, dass sie nur genug Geld spenden müssen und mit ihm zusammen eine Runde Minecraft zocken/ein romantisches Candlelight-Dinner verbringen können. Und dann könnten sich erstens Leute benachteiligt fühlen, die kein Geld haben oder Geld spenden, das sie eigentlich gar nicht haben. Eine Situation, die für beide Seiten nur unangenehm sein kann. So gesehen neulich bei einem kleineren Youtuber, der explizit und leicht verzweifelt wirkend gesagt hat, dass er keine großen Spenden möchte, auch wenn er sich darüber freut. Eben einfach weil er es unfair fände, reiche Zuschauer zu bevorzugen. Natürlich können sich reiche Leute auch mehr Comics etc. leisten, aber gerade bei solchen Livestreams ist ja die Aufmerksamkeit des Streamenden quasi das „Produkt“, was die ganze Sache aus meiner Sicht komplizierter werden lässt als „Du 5 € gezahlt, hier ist Comic, danke!“. Ich hoffe ihr versteht was ich meine. ^^ Den Livestream des Youtubers kann ich natürlich nicht mehr verlinken, denn der war ja live und ist dementsprechend nu rum. :D Bei seinen Abonennten sieht man jedenfalls, dass sich zwei Zuschauer battlen und immer wieder gegenseitig mit ihren Spenden überbieten. Juchhe, wir können über ein paar Wochen verteilt zwischen 400 und 500 € spenden, um Kurznachrichten in einem Stream einzublenden … o.O Die Lösung im Stream war jetzt glaube ich personalisierte Emoticons für die Megaspender zu erstellen. ;)

Journalisten kennt keiner ~.~

Jetzt hatten wir Zeichner und Youtuber, denen fröhlich gespendet wird, kommen wir nun also zu den Journalisten. Dann mal raus damit, wie viele Journalisten kennt ihr mit Namen, die nicht die Tagesschau oder das heute-Journal moderieren? :D Naaa? Seht ihr, da liegt das Problem. Ich gehe jetzt einfach mal dreist davon aus, dass ihr keine Küchenrolle mit Namen vollkritzeln konntet. ^^

Dementsprechend wird heute auch an jeder Journalistenschule und überall sonst gelehrt, dass man sich als Journalist als Marke etablieren soll. *Lehrerbrille zurechtrück* Jawohl, so macht man das heutzutage. In Zeiten, in denen keiner mehr den „Mainstreammedien“ vertraut, muss man als Journalist mit seinem eigenen Namen für den Quark stehen, den man so verzapft und dementsprechend trauen einem die Leute oder eben nicht. Und wenn sie einem trauen, dann geben sie einem manchmal sogar Geld. Hab ich gehört. :D Namen von Journalisten sagen aber glaube ich eher den Zeitungskennern etwas – oder halt anderen Journalisten. Im Moment ist es in Deutschland doch noch relativ selten so, dass man sich denkt „Yo, das is‘ doch der Kerl, der immer über Grünkern schreibt!“ und dem dann auf irgendwelchen Plattformen folgt und besonders seine Texte liest. Verdienen tut man als Journalist also seltener, weil man leidenschaftlich über Themen schreibt, sondern (ähnlich wie die gequälten Mangazeichner), indem man Butterbrot-Aufträge annimmt, die einem die Miete zahlen und darüber hinaus ein paar Leidenschaftsprojekte hat. Was nicht heißt, dass es keinen gibt, der nicht zufälligerweise auch generell über tolle Themen schreibt – ich glaube halt nur, dass es seltener ist als die andere Version. ;) Dann gibt es natürlich auch noch diese komischen Menschen, die eine Festanstellung haben. :O

Was machen denn die, bei denen so glückliche Festangestellte vor sich hin wuseln? Die setzen auf Banner-Overload, Spenden, weil wir die alle so lieb haben oder Bezahlmodelle, die eigentlich das gleiche sind, wie die alten Zeitschriften-Abos. Medien wie Netzpolitik sind im Gegensatz zu Spiegel Online zum Beispiel gemeinnützig und informieren trotzdem über wichtige Themen, sind deswegen aber auf Spenden angewiesen sind und nerven statt mit der Frage „ABO!?!?!“ mit der Frage „Spende … ? We … we need you! ;_;“. Gerade die Abos gehen mir persönlich also mehr auf den Keks, weil sie meistens sogar total schwierig abzuschließen sind und es nur in den wenigsten Fällen die Möglichkeit gibt, einzelne Artikel zu kaufen und ich nur selten ein Jahresabo möchte, weil mir ein Artikel eines Journalisten gefällt. Denn das heißt nicht, dass mir die gesamte Zeitung oder Zeitschrift gefällt und ich mit den restlichen Themen etwas anfangen kann. Selbstverständlich können auch random andere Themen cool sein, aber nur in sehr wenigen Fällen kommt es mir so vor, dass sich ein Abo da auch lohnen würde. Beispielsweise hat die Rheinzeitung vor einer Weile eine Bezahlschranke eingeführt, obwohl die Artikel meistens eher nicht soooo das übermegahohe Niveau hatten. Glaube ich. Nachgucken kann ich es jetzt nicht mehr, da kein einziger Artikel frei verfügbar ist. Geschickt, oder? :D Bei der New York Times ist es so, dass man pro Monat eine bestimmte Anzahl Artikel kostenlos lesen kann und erst danach ein Abo (Digital für PC und Smartphone $ 3,75 pro Woche) abschließen muss.

Wenn jedoch der Journalismus auch nur am Rande der Existenz herumkrebst, besteht auch hier die Gefahr, dass man zu sehr auf die eigenen Anzeigenkunden eingeht und zu positiv und unkritisch über Dinge berichtet, weil man ja niemandem auf die Füße treten möchte, der eventuell vielleicht irgendwann mal eine Anzeige schalten könnte. Unschöne Situation. Deswegen haben sich auch manche Leute schon für einen gemeinnützigen Journalismus ausgesprochen, was ich für gar keine so schlechte Idee halte. Vorausgesetzt wir bekämen es dann irgendwann mal hin, zu definieren, wann Journalismus denn toll und awesome und gemeinnützig ist. Ich mein, Rundfunkgebühren gibt es ja eh schon und davon wird auch ganz viel vollkommen unnützes und uninformatives Zeug bezahlt. Looking at you, Rosamunde Pilcher …

Blogger … irgendwo dazwischen ^^

A propos „nicht anerkannt als Journalismus“: Dann gibt es da noch … naja, uns halt. :D Blogger! Ein yaaaay für uns! :3 Die meisten der flauschigen Menschen in diesem Teil des Internets bloggen ja bekanntlich aus Leidenschaft und die wenigsten verdienen damit Geld, geschwerige denn, dass sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen können. Ein paar gibt es jedoch, die damit über die Runden kommen. Vor kurzem habe ich erst einen Technikblogger gesehen, der ein ultrakrasses Pensum von 10 Artikeln pro Tag hat und bereits seit 10 Jahren bloggt und zwar keine Millionen verdient, aber sogar anderen Menschen einen Lohn für ihre Artikel zahlen kann. ^^ Im Artikel geht er auch darauf ein, wie er mit dem Blog Geld verdient, wer also eine Weile Zeit hat zu lesen (der Artikel ist ähnlich lang wie meiner :D), der kann sich den mal anschauen. Dann gibt es da noch den Journalisten und Blogger Richard Gutjahr, den ich irgendwie auch schon mindestens drei Mal erwähnt hab. Der verdient sein Geld mit Artikeln, mit Laterpay, einem System, bei dem man für einzelne Artikel zahlen kann und mit bekannt sein. :D Denn wäre er nicht durch Aktionen bekannt, wie die Tatsache, dass er Liveberichte von Plätzen aus gemacht hat, an denen gerade eine Revolution startete. Aber lest selbst, dann muss ich weder das noch das Bezahlsystem wieder erklären. ^^ Das nutzt er jedenfalls, um neben einzelnen Artikeln zum Beispiel auch Zusatzinfos zu bestimmten Artikeln gegen Geld anzubieten oder exklusive Fotos von Veranstaltungen, wie der Präsentation eines neuen iPhone-Modells zum Download bereitzustellen. Einen Hoffnungsschimmer für den Kauf von Einzelartikeln gibt es also schon.^^

Was bietet sich denn sonst noch an, wenn man bloggt? Nun, mein eigentliches Idol ist ja auch eine Bloggerin – allein schon wegen ihres Namens: Otakujournalist. :D Lauren Orsini ist eine Bloggerin und Journalistin, die über Anime schreibt und auch gerne mal auf Veranstaltungen ist und sich auf bestimmte Animes spezialisiert hat. So grob gesagt. Sie lebt aber auch nicht von ihrem Blog, sondern auch von einem Buch, das sie übers Otaku-Journalisten-Dasein geschrieben hat und von sehr vielen anderen Projekten. Also irgendwie schon wieder das gleiche wie bei den Mangazeichnern. Wir lernen also aus diesem gesamten Artikel: Nicht nur auf eine Einnahmequelle setzen, es sei denn ihr seid DER Pro auf eurem Gebiet. Also ich wäre ja einfach dafür, dass es einen „Like“-Button auf jeder Webseite gäbe, der immer einen von mir frei wählbaren Minibetrag (von den Profis „Micro-Payment genannt) an den kreativen Menschen spendet, der hinter dem Artikel/Foto/Video/Dingsi steht. Das wär schon fresh, um mal im Youtube-Jargon zu bleiben. Also bau das doch mal bitte einer von euch, ja? :D Oder sorgt dafür, dass irgendeine der vorhandenen Bezahlideen sich durchsetzt und gleichzeitig total toll ist. Dankeeeee! Auch wenn es das am weitesten verbreitete Micropayment-System ist, ist mir Flattr übrigens zu unpraktisch, weil man da einen Grundbetrag hat, der immer an alle Creators ausgeschüttet wird, egal ob ich in einem Monat 200 Sachen geflattert habe oder nur 2. Dementsprechend ist das für die geflatterten Menschen sehr unfair, wenn sie je nachdem, wie viele Sachen ich momentan toll finde, viel weniger oder viel mehr Geld bekommen. Nur weil mir in einem Monat weniger awesome Dinge begegnen oder ich weniger Zeit zum Flattern habe, heißt das ja nicht, dass die Sachen toller sind als die Sachen von denen in busy Monaten, in denen ich 23 Sachen pro Tag flattere.

Was haltet ihr von den verschiedenen Bezahlmodellen? Denkt ihr überhaupt darüber nach, einzelnen Medien oder Personen Geld zu spenden oder nutzt ihr lieber alle frei verfügbaren Sachen voll aus? Wem würdet ihr etwas zahlen, warum und wofür? ^^ Oder habt ihr vielleicht sogar bestimmte Accounts oder Abos, bei denen ihr es gerechtfertigt findet, wenn die Geld haben möchten? :) Seid ihr eher der Text-, Bilder- oder doch der Video-Typ? Oder interessiert ihr euch gleich für alles? ^^ Ich bin gespannt, was ihr von dem Thema haltet! Ich hoffe wirklich, dass ich keine gröberen Fehler in den Text eingebaut habe, ich bin heute sooo müde. :/ Falls doch oder falls ich keinen roten Faden mehr hatte oder falls einfach alles doof war: Es tut mir leid! Dann müsst ihr wohl jetzt selbst revolutionieren! :D

Der Artikel kam natürlich wieder ultravielzuspät, aaaaaaaaaaber Revolutionen beginnen doch gerne mitten in der Nacht. Ja. Genau. Das war der Grund. :D Nicht weil ich die Woche über so viel zu tun hatte und heute noch meinen Koffer packen musste für die nächste Woche. Deswegen weiß ich auch nicht, ob und wie viele Artikel ich nächste Woche schaffen werde, da werde ich nämlich wieder auf einer Messe rumspringen und Leute filmen. Dieses Mal werden es aber Menschen sein, die sich da freiwillig für melden und ich muss auch nicht selbst vor der Kamera vor mich hin nuscheln müssen. ^^

Ich hoffe also ihr hattet Spaß bei diesem Artikel, dass wir uns bald wieder lesen und wünsche euch einen motivierten Start in die Woche!
Eure 0utofjoint =)

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11 Kommentare

    1. Pfff, kürzer! Welch infamer Vorschlag! :D Das kann ich doch so schlecht. :( Und Aufteilung kam mir auch doof vor, weil ich ja vergleichen wollte. Naja, optimierungsfähig isses auf jeden Fall noch. :)

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  1. Boah, was für ein langer Artikel xDDD
    Aber ich habe ihn durch ;3

    Also zu den Bezahlmodellen kann ich nicht viel sagen, ich blicke da noch nicht ganz durch ;3
    Ich finde es aber immer gut, wenn es eine Paypal-Variante gibt, denn immerhin kostet ein Paypal-Konto ja nichts und bietet wirklich viel Schutz und Bequemlichkeit.

    Das mit dem Bezahlen für Mangastrips, Artikel, Spenden…
    Ich würde da wahrscheinlich nicht mitziehen. Wenn jemand mit Werbung oder Klicks etwas verdient finde ich das ok, solange ich nicht mit der extremst nervendsten Werbung konfrontiert werde. Also ein paar Banner einzubinden finde ich nicht schlimm. Und auch wenn Produkte vorgestellt werden, ist das für mich ok. Wenn die Bewertung dann auch ehrlich ist. Im besten Fall wird erwähnt, dass es sich um eine Spende handelt. aber solange der Betroffene ehrlich dabei bleibt (und nicht nur übertrieben hochlobt) passt es mir auch so.
    Ist ja immer noch meine Entscheidung, ob ich das dann kaufe – man ist auch im Fernsehen und Radio mit genug (oft mit Unwahrheiten überhäuften) Werbungen konfrontiert. Damit muss man eben umgehen lernen.
    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich Spendebuttons bzw. -aufrufe bei Blogs eher abschrecken. Ich habe schon oft Fälle gesehen, in denen Menschen aus ihrem Hobby den Berufswunsch machen wollten. Und wo das total schief gegangen ist. Da gab es hohe Erwartungen und viele frustrierte Rückmeldungen, wenn das nicht so funktioniert hat.
    Wenn jemand nicht kommerziell bloggt, kann man sich immer darauf verlassen, dass er es einfach aus Spass macht und seine Beiträge „aus dem Bauch heraus“ schreibt. Ist aber Geld im Spiel, bin ich mir da nicht mehr sicher.
    Außerdem könnte ich mir mit Geld gleich ein Buch zu dem Thema, über das der Blogger schreibt, kaufen oder eine normale Zeitung abonnieren, bei der ich doch davon ausgehe, dass die Infos besser recherchiert sein müssten. (als Blogger kann ich ja sonst was behaupten) Und ein Blog kann jederzeit einfach verschwinden und dann habe ich Geld bezahlt und nichts mehr dafür.

    Wie das jetzt bei Youtube aussieht, weiß ich nicht, da ich mich da gar nicht damit beschäftige. Bei Zeichnern finde ich das aber total ok, wenn für Bilder z.B. bezahlt wird, denn immerhin sind Zeichenaufträge kein „negatives Beeinflussen“, sondern mehr ein „Ausleben“ und trotzdem noch „der eigenen Linie treu“. (immerhin kann man seinen Zeichenstil im Normalfall nicht einfach switchen, bzw. wird man ja wegen des Stils Aufträge bekommen)

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    1. Ja, aber so wie ich das mitbekommen habe, sind die Deutschen eher etwas Paypal-skeptisch. Sicherheitslücken und so waren da glaube ich der Grund. Aber vielleicht kam mir das auch nur so vor. ^^

      Ja, aber ich finde dass es so einige Sachen gibt, wo man sich nicht sicher sein kann, ob „Spenden“ nicht doch rin wenig besser bewertet werden. Man hat doch immer ein schlechtes Gewissen, wenn einem jemand was schenkt und man dann meckert. ;) Dass es im Fernsehn viel schlimmer ist, stimmt natürlich, aber da weiß man immerhin, dass es Werbung ist. Wie du schon sagst, muss man als Zugucker auch damit umgehen können und wenn nicht explizit „Geschenk/Werbung!!“ dabeisteht, denkt man wohlmöglich, dass es doch eine persönliche Empfehlung ist. Also die Kennzeichnung ist da ganz wichtig und ich wette auch mit Werbeeinblendungen gibt es genug Leute, die Sachen nur wegen dem Werbemaskottchen kaufen. Aber gut, da hast du prinzipiell Recht, das is ja dann deren Problem. :D
      Als Journalist könntest du auch sonst was behaupten. :P Ist aber lustig, dass du noch Vertrauen in die Zeitungen hast :) Ich meinte auch eher für besonders gute Artikel einzeln zu bezahlen, es ging jetzt nich darum, ein Blog zu abonnieren. Dein Geld (meistens sicher unter einem Euro) wäre also nur für bereits gekaufte und gelesene Sachen weg. Aber wenn dir Blogs allgemein zu unsicher wären und du Angst hättest, dass du da fehlinformiert wirst, ist das natürlich verständlich. Aber ich denke es hängt extrem vom jeweiligen Blog ab, wie gut recherchiert die sind. Und Spenden sind halt einfach eine Möglichkeit das Projekt am Laufen zu halten, wenn man es nur nebenher macht und durch den Server etc. ja noch Zusatzkosten und Zeitmangel entstehen. Aber das weißt du ja sicher selbst. ;) Außerdem müssen es ja nicht nur megaaufwändig recherchierte Sachen sein, es gibt ja auch Texte, die einfach schön oder besonders unterhaltsam sind. Das wäre ja dann fast das gleiche wie bei Zeichnungen, oder? :)

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      1. Ok, ich war immer der Meinung dass Paypal nach Zahlen auf Rechnung (das einem ja kaum angeboten wird leider) das sicherste Zahlungsmittel im Inet ist. Weil man bei Kreditkarte und so Seiten wie „Sofortüberweisung“ ja ziemlich empfindliche Daten rausrückt. Und bei Paypal könnte man immer noch nur ein Guthaben auf das Konto überweisen und damit zahlen – dann wären gar keine Daten von einem im Inet – wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will :3

        Hm, ich finde solange die Person den Artikel dann ehrlich bewertet – da können ja dann auch negative Aspekte genannt werden – ist es nicht so ein „irreführendes Andrehen“, wie es dann oft in der „normalen Werbung“ ist. Weil dann kann ich anhand der Vor-/Nachteile immer noch entscheiden, ob ich es kaufe. Wie Artikel jetzt bei Youtube vorgestellt werden und ob die dann ein Produkt mit „zu guter Werbung“ weiter kriegen wollen, weiß ich jetzt nicht. Bei Blogs habe ich schon viele Beispiele gesehen, wo jemand ein Produkt wirklich konstruktiv bewertet und trotzdem weiterhin Produktproben bekommt. Obwohl er auf das Positive und Negative eingeht. Und da finde ich das dann ok :3
        Ich denke mal für die Firmen ist allein die Erwähnung schon genug Werbung, da ist es nicht tragisch ist wenn ein Produkt nicht „nur gelobt“ wird. Und wenn in einem Video jetzt Schleichwerbung vorkommt, indem ein Youtuber beim Quatschen neben sich jetzt z.B. ne Flasche Cola stehen hat und da vllt wirklich sogar was verdient, dann sei es ihm vergönnt x3
        Also wenn man das dann auch als „manipulierende Werbung“ bezeichnet und verbieten will ist es für mich so, als würde man davon ausgehen, dass Menschen komplett unfähig zur eigenen Entscheidung sind und als müsste man schon alles überwachen, damit sie ja nicht auf den Gedanken kommen können eine Fehlentscheidung zu treffen. Da würde ich ein Einschreiten schon extrem übertrieben finden xDDD (und leider habe ich Beschwerden über sowas auch schon öfter aufgeschnappt)

        Mir geht es da eigentlich weniger um ein größeres Vertrauen, sondern mehr darum, dass ich bei der Zeitung was „in der Hand habe“, das nicht mehr einfach verschwinden kann.
        Falls ich also später wieder nachlesen oder es wem zeigen will, schnappe ich mir die Zeitung.Verschwindet aber der Blog, auf dem ich es gelesen habe, ist damit auch die Info unwiderruflich verloren.
        Also ich wäre sogar eher dafür für ein Blogabo zu „spenden“, wie für einen einzelnen Beitrag. Denn ich kann ja noch gar nicht beurteilen, ob mir der Beitrag extra Geld Wert ist, wenn ich nicht die Möglichkeit habe, hinein zu schnuppern. Bzw. zahle ich lieber so etwas wie eine „Pauschale“ und habe dann die Möglichkeit, alle Artikel zu lesen.
        Was ich im Falle einer „Zahlvariante“ (wegen meinem „etwas in der Hand haben“) toll finden würde, ist wenn es die Artikel auch in einer PDF-Variante geben würde. Das ist gar nicht so viel mehr Arbeit (dann schreibt man die Artikel eben in einem Textprogramm vor und kopiert das dann in den Blogeditor und speichert es dann als PDF – oder umgekehrt, kopiert den Blogeintrag in ein PDF) und damit hätte man dann die Möglichkeit, sich die Artikel irgendwo für die Ewigkeit zu speichern oder sogar zu drucken.
        (Einfache Druckansichten sind meistens gestaltungstechnisch echt hässlich .___.)
        Ich würde das sowieso praktisch finden (wenn ich einen „ernsthafteren Blog“ führen würde, würde ich das wahrscheinlich sogar machen), vielleicht kommt WordPress ja mal auf die Idee ein PDF-Umwandeln standartmäßig zu ermöglichen. Ware spitze *_____*

        Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich als „zahlender Kunde“ dann mehr erwarten würde wie nette „Plauderbeiträge“ oder kleine persönliche Meinungsäußerungen. Dafür musste ein Blog dann schon mehr wie das „Standartprogramm“ zu bieten haben.
        Und da tue ich mir schwer, mir fällt nämlich kaum ein Blog ein, der hier punkten könnte. Wobei ich auch eher private Blogs lese, weil mir „professionell wirkende“ Blogs dann oft schon zu kalt sind und meistens eine „besondere Note“ fehlt.
        Um mich zufrieden zu stellen, müsste der Blog eine Kombination aufweisen können – „ernsthafter geführt“ und trotzdem auch „Persönlichkeit“. Sonst ist es für mich wie die dutzend privaten Blogs, in denen ich einfach schmökere – aber die ich jetzt nicht „unbedingt“ verfolgen müsste. (Übrigens habe ich auch kein kostenpflichtiges Zeitungsabo, ich beziehe alle Infos aus TV oder kostenloser Zeitung)
        Vielleicht bin ich beim Thema Schreiben aber sowieso kritischer als z.B. bei Bildern oder Videos, weil ich selber einen Blog führe und deswegen sicher nicht „den“ Respekt davor habe wie vor den Zeichnungen und Videos, die ich nie so hinkriegen würde xDDD
        (ich hoffe du weißt was ich meine)
        Schweres Thema .__.

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        1. Hm, da muss ich mich dann mal genauer informieren o.o

          Ja klar, aber erwähnen, dass der Artikel gratis ist oder dass man Geld fürs Bewerten bekommt, das muss schon drin sein, finde ich. ;)

          Hm..ich glaube ich bin da etwas empfindlicher. Klar, wenn du eh mit einem Produkt gearbeitet hättest und das dann vor der Kamera gelandet wäre, dann isses natürlich praktisch, wenn du dafür auch noch Geld bekommst. Ich hab halt nur oft das Gefühl, dass dann Produkte nur dort landen, weil man dafür Geld bekommt. Und dann eher auch teure Sachen, wie Klamotten einer bestimmten Marke, die sich jüngere Leute dann gerne kaufen, um ihren Idolen nachzueifern. Und das finde ich dann schade. :( Deswegen finde ich, dass sowas immer gekennzeichnet werden sollte. Auch wenn natürlich das Publikum oft schon mehr reflektiert. Aber du weißt halt gerade bei Youtube nie, wie beeinflussbar deine Zuschauer sind.

          Ach so, okay. Dann sollte ich demnächst also mal Pdf-Versionen meiner Artikel anbieten, ja? :P Das mit dem in der Hand haben kann ich verstehen. Das mag ich auch. :) Und wenn man den Artikel lesen oder halb lesen könnte und dann ein Bezahl/Spendenknopf käme? Oder meinst du, das würde eher abschrecken?
          Naja, ich meinte jetzt auch nicht, dass man für jeden Beitrag fünf Euro zahlen soll. ;) Ich glaube wenn man genug Leser hätte, wäre es kein Problem bei solchen Plauderbeiträgen einfach um 10 Cent oder so zu bitten. Das wäre ja jetzt nicht die Welt und man muss es ja auch nicht bei jedem Artikel machen. Eurobeträge waren ja eher was bei richtig aufwändig recherchiertem wie einer Reportage oder einem großen Interview oder so.

          Klar, ich verstehe was du meinst. :) Gerade deswegen dachte ich ja an das artikelweise spenden, weil eben nicht jeder Artikel eines Blogs garantiert toll oder interessant ist. Die Kombination aus seriös und persönlich ist denke ich sehr schwierig zu treffen. Da müsste ich z.b. ja abgesehen von den Themen meine „awesome!“s und Wortneukreationen voll runterfahren und dann wär es vermutlich irgendwann zu trocken und würde mir keinen Spaß mehr machen. Und Fachmedien nehmen sich dafür immer viel zu ernst. ^^ Sag jedenfalls Bescheid, wenn du so eine Idealkombi irgendwo findest, das will ich dann auch lesen! :D

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          1. Hm, ich weiß nicht…
            ich finde es einfach schade, wenn man nach und nach allem den Geldstempel aufrückt. Klar verstehe ich, dass man um jedes Geld froh ist. Bin ich auch.
            Aber für mich gibt es Hobbies, wie den Blog, die auch eines bleiben sollen. Und sobald man an das Geld im Hintergrund denkt, macht man es einfach anders – weil man ja so effizient wie möglich sein will. Deswegen finde ich, dass wenn man für seinen Blog Geld verlangen will, es eindeutig etwas anderes wie das „Hobby“ sein sollte, sondern eben eine professionellere Form. Und mit dem „persönlich“ meinte ich eigentlich nur, dass man schon auch die Persönlichkeit eines Autors mitliest und die Artikel nicht so geschrieben sind, dass man nur noch die Info rausliest und keine persönliche Färbung mehr drinnen ist. So wie es in der Zeitung eben ist…
            (außer bei Kollumnen)

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