Kommentieren, diskutieren, trollen – das Internet halt

Da ich gerade … streicht das. Da ich eigentlich dauernd nur sehr wenig Zeit habe und immer noch an den Feinheiten der Föderationsraumschiff-Stories arbeite, dachte ich mir, ich teile euch mal mit, wieso ich überhaupt Beiträge zur Kommentarkultur auf verschiedenen sozialen Plattformen schreibe. Immerhin seid ihr selbst sicher zumindest bei ein paar davon Mitglied oder habt schon mal vorbeigeschaut, warum sollte ich euch also Dinge erzählen, die ihr schon wisst? Nun, erstens, weil ich mich selten davon abhalten lasse, meine Meinung loszuwerden, egal ob die jemanden interessiert und zweitens, weil ich Kommentare sehr gerne mag.

Das liegt natürlich einerseits daran, dass ich mich hier bei meinen eigenen Texten unglaublich über eure Rückmeldung freue. Da kann ich Kommentare quasi gar nicht nicht mögen. ;) Aber auch allgemein können die Kommentarspalten sehr bereichernd sein. Probleme gibt es, wenn ganze Kommentarseiten von Trollen oder hasserfüllten Menschen überrannt werden, die eine vernünftige Diskussion unmöglich machen. Das passiert hier glücklicherweise nie, da ihr ja alle lieb seid und ich keine riesige Plattform betreibe, bei der Leute gezielt nach kontroversen oder heiß diskutierten Themen suchen, einfach um dem Beitragsschreiber mitzuteilen wie scheiße er oder sie doch sei. Gerade bei Themen wie Feminismus oder dem damit zusammenhängenden Gamergate war es jedoch oft eine Qual den Twitter-Stream von anderen Frauen zu verfolgen, die sich bei einem der Themen engagiert haben. Dort bestanden so gut wie alle Tweets aus hasserfüllten Angriffen gegen die Feministin/Femnazi/Social Justice Warrior (letzteres zwei Begriffe, die gerne abwertend für Frauen verwendet werden, die sich selbst als Feministin bezeichnen) und den entsprechend mit der Zeit stetig aggressiver werdenden Antworten. Ähnliches gilt teils auch für Kommentare bei Youtube. Aber warum möchte ich denn dann das Kommentieren nicht verbieten, wenn es so viele destruktive Leute da draußen gibt?

Ganz einfach, weil es auch sehr sehr sehr viele konstruktive Kommentarschreiber gibt und ich gerne mit anderen Menschen interagiere. Also manchmal. Wenn mir danach ist. Und ich das über WLAN machen darf. Ich finde, sobald man Kommentarspalten abschafft oder alle Kommentare blockiert, verliert man einen großen Teil der Welt außerhalb des eigenen Tellerrands. Ich kann verstehen, wenn kleine Redaktionen oder Einzelpersonen, die mit zuviel Hass konfrontiert werden, nicht mehr bei Twitter vorbeischauen oder keine „kontroversen“ Posts mehr bei Facebook online stellen und würde Leuten, die dort persönlich angegriffen werden auch gar keinen Vorwurf machen. Nur wenn daraufhin kein Austausch bei anderen Plattformen stattfindet oder die Kommentarfunktion komplett fehlt, finde ich das … schade. Und ignorant. Ich habe es irgendwo schon einmal erwähnt, aber die Süddeutsche Zeitung hat bereits 2014 die Kommentarspalten abgeschafft – diskutieren darf man dort nur noch über Facebook und bei gezielt von man-weiß-nicht-wem ausgewählten Artikeln auf der eigenen Seite. Scrollt man jedoch als ahnungsloser Leser nach unten, findet man ganz am Ende eines Artikels in den allermeisten Fällen heraus, dass es eine automatische Teleportations-Funktion gibt, mit der man direkt wieder zur Startseite katapultiert wird. Nett gemeint, so muss ich nicht mehr auf den Pfeil im Browser klicken, aber dennoch will ich ja vielleicht etwas zum Artikel loswerden.

Was der Süddeutschen und anderen Medien dabei entgeht

Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass die FAZ zwar eine Kommentarfunktion hat, diese jedoch nur mit Registrierung unter Klarnamen funktioniert und gleich mit einer ganze Reihe von Regeln und Nutzungsbedingungen verknüpft ist? So kann der eigene Kommentar auch zufällig in den Google-Suchergebnissen auftauchen, worauf die FAZ selbst hinweist. Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass man, sobald man einen Kommentar schreibt, auch zu dessen Inhalt stehen sollte und durch die Klarnamen-Regelung Spam und Trolling verhindert wird. Andererseits kann es ja auch sein, dass ich bei einem Artikel zum Thema „transgender“ oder „Erfahrungen mit üblen Chefs“ meine Lebenserfahrung weitergeben möchte – auf konstruktive Art und Weise. Aber wenn ich dann beispielsweise schreibe, dass ich mich als Mann fühle oder ich überlege zu kündigen, weil der Chef immer xyz tut, dann möchte ich vielleicht nicht, dass zukünftige Arbeitgeber diese Sachen beim Googlen nach meinem Namen präsentiert bekommen. Denn ersteres ginge sie nichts an und letzteres könnte als Lästern über den Arbeitgeber gesehen werden. Noch schlimmer wäre es nur, wenn der aktuelle Arbeitgeber auf das Suchergebnis stößt und nicht kritikfähig ist. Von politisch verfolgten Menschen, die kommentieren möchten, wie es in ihrem eigenen Land abgeht, will ich jetzt mal gar nicht anfangen …

Standpunkte

Eine Menge, wie ich finde. Erstens entgehen uns so sehr viele Einblicke von anderen Menschen. Und andere Menschen haben so gut wie immer ein ganz anderes Leben geführt als wir selbst und allein deswegen oft einen vollkommen anderen Blick auf ein bestimmtes Thema. Sind wir bei moralischen oder ethischen Fragen, wird eine Diskussion zwar schnell unangenehm, aber ohne Gedankenaustausch würde doch immer jeder bei seiner eigenen Meinung bleiben und niemand würde einmal mit einer anderen Meinung konfrontiert werden als der, die er (und im Falle des Autors vielleicht auch der Rest seiner Redaktion) bereits hat. Wie sollen wir unseren Horizont erweitern und uns Meinungen bilden, wenn wir immer nur in der eigenen Komfortzone bleiben?

Erfahrungen

Etwas das mir bei englischsprachigen Medien aufgefallen ist, war die große Anzahl an kritischen Kommentaren bei politischen Themen. Vor allem wenn es sich dabei um Wahlen oder ähnliches außerhalb des Landes handelte, in dem der Artikelautor saß. Dazu schrieben regelmäßig Menschen, die in dem Land wohnen, um das es im Beitrag ging, warum der Beitragsschreiber Recht habe oder weshalb er daneben liege. Meistens mit einer Erklärung, warum zum Beispiel Partei XY dem Land bisher nur geholfen oder eben nichts zustande gebracht habe. Des Flauschepudels Kern ist in diesem Falle: Lebt der Autor des Artikels nicht in dem Land, über das er schreibt und hat er nur begrenzte Kontakte vor Ort, kann er eigentlich gar nicht mit Sicherheit sagen, wie das Leben dort aussieht und ob die Bürger eine Partei für ihre Armut/Kriege/Verlust der Meinungsfreiheit verantwortlich machen oder ob durch die Regierung bestimmte Sozialmaßnahmen umgesetzt wurden, die für die Bürger vor Ort ganz akut vielleicht viel wichtigere Auswirkungen haben. Oder ob es doch nur bestimmten Schichten gut geht. Oder ob die Menschenrechte permanent verletzt werden. Wenn man nicht selbst sieht, wie es vor Ort abgeht, ist so eine Beurteilung ganz schön schwer. Genau das war ja das Problem an der Ukraine-Krise. Deswegen finde ich Input von außen immer wichtig, auch wenn man den natürlich kritisch beleuchten muss.

Auch wenn es immer wieder organisierte Kommentarschreiber gibt, die eine Diskussion auf ihre Seite ziehen möchte, so würden wir ohne jegliche kritische Kommentare die Meinung des Artikelschreibers doch als gegeben hinnehmen oder uns höchstens im Stillen wundern, oder? Voraussetzung dafür, dass sich der Umgang mit den Kommentaren bessert ist übrigens meiner Meinung nach eine überaus komplexe und hochaufwändige Technik, die heutigen Redakteuren und Autoren oftmals große Schwierigkeiten bereitet: Die Kommentare zum eigenen Artikel auch lesen. Natürlich kann niemand jeden Tag dreihundert Kommentare lesen, wenn man noch weitere Artikel zu schreiben hat, aber wenn man einmal pro Woche einen Artikel veröffentlicht, sollte es doch möglich sein, die Kommentare wenigstens zu überfliegen und vielleicht eventuell ganz potenziell möglicherweise auch irgendwie mal kurz darauf einzugehen. Nicht?

Übrigens scheint es die bezahlten Kommentarschreiber traurigerweise wirklich zu geben. Ob diese nun in der PR-Abteilung von großen Unternehmen arbeiten, um Produktwerbung unauffällig in Foren unterzubringen oder ob sie bezahlt werden, um den eigenen Staat schön zu reden, es spricht viel dafür, dass es sie gibt. Vor kurzem erst berichteten ein paar Medien (unter anderem die SZ …) darüber, dass auch Putin bezahlte „Trolle“ einsetze, die hauptsächlich die Ukraine-Krise kommentieren sollten. Es gab sogar ein Interview mit einer ehemaligen Kommentarschreiberin aus einem dieser Unternehmen beim Spiegel. Das „lustige“ ist nun, sich zum Beispiel bei diesem Artikel von Netzpolitik.org wiederum die Kommentare anzuschauen. Daran sieht man nämlich wie  wenig begeistert die eigenen Leser manchmal von „Enthüllungen“ sein können und wie schwierig es manchmal ist, sich bei den ganzen Meinungen und verlinkten Belegen zurecht zu finden.

Erlebnisse, Geschmack und Ratschläge

Ähnlich wie bei Standpunkten finde ich es immer wieder faszinierend, wenn mir Leute ihre persönlichen Erlebnisse mitteilen. Selbstverständlich weil ich einerseits so voyeuristisch veranlagt bin, wie der Rest von uns, aber andererseits eben auch, weil sich dadurch für mich wieder neue Einblicke ergeben. Ich finde es zum Beispiel immer interessant, wenn mir Leute erzählen, dass sie eine völlig andere Meinung zu einem Manga oder einem Film haben als ich und ich herausfinde, in welchen Punkten sich unser Geschmack unterscheidet. Da kann man dann natürlich auch schön spekulieren, warum das so ist.

Außerdem haben ganz viele von euch ganz viel mehr Ahnung von bestimmten Dingen als ich. Deswegen finde ich es total bereichernd (*sülz schleim*) wenn ich Kommentare lese, bei denen mir Neuigkeiten mitgeteilt werden. Also zum Beispiel wenn ich einen Manga rezensiere und feststelle, dass es dazu vielleicht einen historischen Hintergrund gibt, von dem ich nichts wusste oder wenn mir gebürtige Japanerinnen erklären, was ich bei meiner Yokai-Definition noch hinzufügen könnte. ;)

Wo wir gerade fast bei Japan sind: Reisen. Auch wenn ich (bisher!) fast ausschließlich in Deutschland herumgekurvt bin, freue ich mich immer wieder, wenn Leute mir Ratschläge geben, wo ich zum Beispiel in Hamburg Sightseeing machen könnte oder vielleicht auch wo ich „on the road“ veganes Essen herbekomme. Als Tourist ist man doch teilweise etwas aufgeschmissen, weil man die richtigen Ecken nicht kennt, da finde ich es immer sehr cool, wenn Leute ihren Senf dazugeben. ^^ Gleiches gilt natürlich auch für ganz viele andere Themen. Vielleicht stellen euch eure Leser auch Fragen, auf die ihr selbst nie gekommen wärt, weil ihr sie so absurd findet, wie: „Werde ich in Japan komisch angeschaut, wenn ich als Frau ungeschminkt rumlaufe?“ Oder weil ihr einfach noch nicht damit beschäftigt habt: „Brauche ich als Bewerber Visitenkarten?“ Vielleicht schreibe ich in ein paar Monaten mehr über meine Jobsuche (weil mein Vertrag Ende des Jahres ausläuft) und stelle fest, dass ich plötzlich zum Bewerbungs-Experten mutiere – oder dass ihr alle unglaublich hilfreiche Kommentare schreibt, dank derer ich dann meinen Traumjob finde! :)

Beim Reisen finde ich es auch besonders spannend, wenn Leute mit Reiseblogs ihre Leser vorher fragen, was sie denn alles anschauen sollen, wenn sie in Exotisches-Land-Soundso sind. So interagieren sie mit Leuten irgendwo auf der Welt, die vielleicht nie die Möglichkeit haben werden, sich die genannte Sehenswürdigkeit anzuschauen und wissen möchten, ob diese wirklich so großartig ist, wie alle immer behaupten. Oder sie geben den Bloggern Geheimtipps, weil sie selbst schon vor Ort waren oder von einer bestimmten Sache gehört haben, die dem Blogger gut gefallen könnte.

Ihr merkt, ich habe in letzter Zeit zu viele Reiseblogs gelesen. :D Aber ein wenig Fernweh schadet ja nie. Ich hoffe jedenfalls ich konnte alle Aspekte, die mir so spontan zum Thema Kommentare eingefallen sind, einigermaßen gut rüberbringen. Wie seht ihr denn das? Sind Kommentare sinnvoll oder lest ihr bei ganz vielen Plattformen nur Schrott? Habt ihr bei eurem Blog immer sehr konstruktive Kommentare oder kommt bei euch auch viel Spam an? Wie findet ihr die Entwicklung, dass einige Zeitungen ihre Kommentarspalten abschalten oder einschänken? Ich persönlich kommentiere ja total gerne auch bei anderen Leuten, weil ich irgendwie immer zu allem was zu sagen habe – oder mir das zumindest einbilde. xD Kommentiert ihr gerne oder eher zögerlich? Tja, dafür müsst ihr jetzt ausnahmsweise leider auch kommentieren, es führt kein Weg daran vorbei. ;)

Ich wünsche euch einen kommentarfreudigen, horizonterweiternden Tag!

Eure 0utofjoint =)

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9 Kommentare

  1. Die Sache mit der anderen Meinung ist für manche Menschen offenbar ein Rätsel. Ich hatte das z.B. mal auf Moviepilot, daß mich jemand fragte, warum ich Freund sein wolle, wo wir doch nur gut 30% Übereinstimmung hätten (das zeigt Moviepilot ja anhand der abgegebenen Wertungen an). Hatte ich vorher nie drüber nachgedacht, weil ich genau darin eben Potential sah, zu wachsen. Ich finde es eher langweilig, meine Meinung ausschließlich bestätigt zu sehen. Nichts gegen etwas Bauchgepinsel hier und dort, aber eine andere Perspektive eröffnet mir vielleicht, was ich noch gar nicht bedacht oder in Bezug gesetzt hatte. Ich finde das sehr wertvoll und bin daher auch grundsätzlich Fan von Kommentaren, wobei meine Artikel da oft leer ausgehen, weil es typisch randgruppiges Material ist, welches im Extremfall erst nach Monaten von jemandem gesucht würde. Da ist es dann einfach auch schön zu hören/lesen, daß sich noch jemand anderes mit dem Thema befasst (hat).
    Ich bin selber allerdings auch lese- und daher kommentarfaul geworden bzw. da ich das aktuelle Filmgeschehen weitestgehend ausblende, sind mir viele Artikel in dem Moment unwichtig. Dabei gehört es bei einer Community schon auch irgendwie dazu, daß man sich bei anderen meldet, um in Erinnerung zu bleiben.

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    1. Schönes Beispiel! ^^ Ja, ich glaube da denken sich die meisten eher: „Hä? Wie könnten wir befreundet sein, wenn wir nur so wenige Gemeinsamkeiten haben?“ Dabei sind es doch oft die Beziehungen, die einem am meisten bei der eigenen Weiterentwicklung helfen, bei denen man das gar nicht gedacht hätte. Und sei es „nur“ beim Filmgeschmack. ;) Wobei ich zugeben muss, dass ich mich online schon seeehr häufig in meiner eigenen Blase bewege und eher Leuten folge, die ähnliche Interessen haben wie ich. Gerade beim Bloggen schaffe ich es zwar ab und zu über Kommentare auf anderen Blogs interessante Menschen zu finden, aber die Blogs, die ich lese, lesen eben oft auch nur Menschen, die mit mir eine gewisse Ähnlichkeit haben. Wie machst du das denn so mit dem „neue Menschen suchen“? Ich meine hier bist du ja auch nicht unbedingt auf einem Filmblog gelandet :D
      Ja, die Art von Bestätigung finde ich auch immer toll. „Es denken noch andere Menschen über das Thema nach! Praise the internet! ;_;“ :)
      Merke ich nichts von. :O Stimmt aber, sobald man nicht mehr mitredet, wird man vermutlich bei den anderen nicht mehr so präsent sein.

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  2. Ich finde es jedes Mal total schade, wenn ich sehe, dass irgendwo Kommentare abgeschalten sind Ist es nicht das Besondere am Internet, dass man seine Meinung mit unzähligen Menschen TEILEN kann? Und teilen ist nunmal keine Einbahnstrasse, wenn man etwas behauptet, muss man auch anderen die Möglichkeit lassen, einen weiter zu erleuchten x3
    Wenn ich wo eine abgeschaltene Kommentarfunktion sehe, bin ich sofort weg. Für mich sagt die:“Hier schreibt jemand, der nicht kritikfähig ist, Angst vor bösen Kommentaren hat und uns nur einseitig mit seiner Meinung zwangsbeglücken will.“
    Klar kann es auch mal unkonstruktive Kommentare geben, teils auch richtige Beschimpfungen – aber das lässt sich ja auch entfernen. Entweder kann man es selbst oder man muss es eben dem Netzwerk melden. Ist nicht so, als müsste man sich jeden Kommentar gefallen lassen.
    Und seien wir ehrlich: Wenn es wer nötig hat so böse zu schreiben, soll er doch. Für was soll ich mich aufregen, wenn ein anonymer Heinrich auf meinen anonym verfassten Artikel schimpft?

    Ich bin auch dagegen, wenn man wo seine persönlichen Daten angeben muss und nicht mehr anonym sein darf. Deswegen weigere ich mich auch immer noch gegen Facebook .__.
    Bei allen Themen kann man halt nicht so offen und ehrlich darüber reden, wenn man weiß, dass die wissen wer du bist – besonders wenns was persönliches ist.
    Und außerdem müsste man dann wieder bei jedem Wort aufpassen…

    Also ich schreibe total gern Kommentare, aber ich muss halt auch was zu sagen haben. Ich halte jetzt nicht so viel von Ein-Satz-Kommentaren, wo man nichtmal merkt, ob der Kommentator das überhaupt gelesen hat.Nur wenn ich einen Blogger schon lange kenne, tue ich mir wirklich alle Beiträge an und schreibe überall was dazu. Wenn man wen schon kennt hat man ja auch einen anderen Bezug zu der Person selbst :3

    Das mit der Manipulation in den Kommentaren ist doch eh schon viel länger, oder?
    Deswegen vertraue ich nur Bewertungen, wo 30 Menschen dieselbe Einschätzung abgeben und ich auch was Negatives finde – nichts ist perfekt xDDD

    Achja und ich lese auch richtig gern Kommentare, manchmal sogar lieber wie einen Eintrag selber xDDD
    Ich habe schon so oft idiotische Posts gesehen und mir dann schmunzelnd die diskussion der aufgeregten Kommentatoren angesehen :3
    Und immerhin können Kommentare auch echt aufschlussreich sein und sogar zusätzliche Infos zu einem Thema beinhalten, die der Autor des Posts noch gar nicht aufgeführt hat x3

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    1. Da stimme ich dir voll und ganz zu. Der Sinn von vieeeelen Plattformen sollte eigentlich der MeinungsAUSTAUSCH sein und nicht die Meinungspräsentation. Ich dachte jetzt eher an die Leute, die wirklich nur noch hunderte Hasskommentare am Tag bekommen, was ja gerade bei dieser Gamergate/Feminismus-Diskussion der Fall war. Da kann ich wirklich verstehen, wenn einem das irgendwann zusetzt und man sich einfach ausklinkt und vielleicht einfach gar nichts mehr sagt. Auch wenn es natürlich sehr sehr schade ist, wenn eine Diskussion so sehr aus dem Ruder läuft, dass sie in Morddrohungen und dem Schweigen einer eingeschüchterten Person endet. Hoffen wir einfach, dass solche Dinge die ganz gaaaaaaaaaaaaanz seltene Ausnahme bleiben werden!

      Jaa, ich finde es auch sehr seltsam, wenn man unbedingt meinen Klarnamen haben möchte. Bei Karrierenetzwerken wie Xing und LinkedIn verstehe ich das, sind ja schließlich Netzwerke, wo man als man selbst gefunden werden möchte und dementsprechend aufpassen sollte, was man den Arbeitgebern so präsentiert. Aber überall sonst sehe ich da spontan kein Problem mit Nicks. Selbst Bezahlfunktionen sind doch bei ebay oder so nie ein Problem gewesen und dort konnte man sich mit „schnuffelfee64“ anmelden, ohne dass jeder direkt gesehen hat, dass dahinter Robert W. steht, der seine Dildosammlung verkaufen möchte.

      Awr, das ist ja lieb. :3 Hm, also überall muss ich auch nichts zu schreiben. Gerade beim Media Monday, an dem viele teilnehmen, denen ich folge, habe ich meistens keinerlei Ahnung von welchen Serien geredet wird und worum es geht. Darum kommentiere ich da nur, wenn mir eines der angesprochenen Themen auch etwas sagt. ^^

      Ja, aber es gab da halt nun noch einmal dieses Skandälchen, weswegen allen wieder aufgefallen ist, dass im Internet eben nicht alles so ist, wie es scheint. ;) Schreib es nicht zu offensichtlich, sonst lernen die Fake-Kommentare-Schreiber da noch draus und bauen auch negative Punkte ein! :O

      ^^ Es ist so schön, wenn von Erfahrungen berichtet wird und die Kommentare dann zur Hälfte „JA IS VOLL SO!“ und zur anderen Hälfte aus „Hä? Nie erlebt, bei mir war das immer exakt andersrum.“ bestehen.
      Jepp, gerade bei Reiseblogs finde ich das sehr spannend! Der Autor nennt einen Sightseeing-Tipp oder erklärt, dass er Probleme hatte, Produkt/Service XYZ zu finden und zack sind drei Kommentare drunter, die den Tipp ergänzen oder ihm sagen, wo er Produkt XYZ finden kann. Me loves helpful comments! <3

      Und deine Kommentare finde ich auch immer cool! :3 Bevor ich vergesse das zu sagen. :D Auch wenn ich meistens länger brauche um dir zu antworten, weil wir ja immer noch an unserem Buch schreiben und vermutlich bereits über die 500 Seiten hinaus sind … xD

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      1. Ja, wenns so schlimm ist wie bei dem Fall, den du beschrieben hast, verstehe ich es auch. Würde wahrscheinlich jeder nachvollziehen können .__.
        Leider verwechseln „Anonymität“ viele mit einem Freifahrtsschein fürs Assozial sein …

        Ich meine, klar, vielleicht gibt es Plattformen wo es wichtig ist eine Person ausfindig machen zu können, weil schlimme Sachen passieren können. (z.B. wenn es um Verkauf geht, wie bei Ebay oder was weiß ich) Aber ist es nötig, dass alle den realen Namen sehen können müssen? Reicht es nicht, wenn man mit Nicks agieren kann und der Seitenbetreiber notfalls den realen Namen wissen würde? Wäre ein Mittelweg zwischen der Anonymität und der Sicherheit. Denn solange ein User dann nicht kriminelles macht, würde sein wahrer Name nie recherchiert werden. Also mit sowas könnte ich leben, wenn es auf einer Plattform ist, wo so Sicherheitsmaßnahmen auch nachvollziehbar sind :3

        Ja, ich habe auch ein paar Blogs, bei denen ich zwar Leser bin, aber nicht wüsste was ich dazu sagen soll. Bei mir ist es auch wenn es um Filme,Serien geht (und z.B. grade bei den Serien hat man schnell das Nachsehen, wenn man nur das Free-TV Angebot nutzt) oder im kreativen Bereich. JEdes Mal „klingt interessant“ oder „sieht toll aus!“ schreiben würde mir irgendwie komisch vorkommen xDDD

        500 Seiten pf – dank Ebook sind wir eh nicht mehr an die Limits eines physischen Buchs gebunden, da gehen locker mehrere 1000 Seiten! *muha*

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        1. Das ist halt bei diesen Gamergate-Sachen wohl häufiger vorgekommen, leider. :(
          Die Idee finde ich auch sehr sinnvoll! Dann sieht nicht jeder gleich, wer was versteigert (außer man hat überall den gleichen total eindeutigen Nick ^^) und man kann im Notfall trotzdem haftbar gemacht werden, wenn man wirklich was dummes anstellt.
          :D Copy&Paste-Kommentare sind vermutlich für die Blogschreiber da auch nicht so interessant. ^^
          Stimmt, dann arbeiten wir doch mal schön weiter dran! :D Ich habe nur immer noch nicht herausgefunden, wer eigentlich unsere Zielgruppe bei dem ebook ist. Das muss man ja heutzutage immer wissen! Immääär! O-o

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  3. WordPress filtert dümmliche Kommentare / Spam oft selbstständig aus. Den Rest mache ich. Nicht aus Angst. Aber Streit im Internet, ist verlorene Lebenszeit. Einige provozierende Kommentare lasse ich zu, die hast du schon gelesen. Den krassen Rest mute ich niemand zu. Es macht mir aber durchaus Spaß, die „Bösen“ vorzuführen, was ganz einfach ist.

    Ich mag Kommentare (auf meine Artikel). Aber vermutlich überfordere ich oft meine Leserschaft mit Themen, die sie nur ansatzweise kennen. Und die große Masse schweigt. Leider.

    Kommentare halte ich für sinnvoll. Aber viele Kommentatoren fungieren nur als eine Art von Papagei und wiederholen, was bereits im Text gesagt worden ist. Ich mag Menschen lieber, die auf einen meiner Texte mit einem eigenen Erlebnis reagieren, Beispiele aus ihrem Leben bringen.

    Vor über einem Jahr habe ich meine Kommentarfunktion dahingehend eingeschränkt, dass ich jeden Kommentar freischalten muss. Der Grund waren Attacken und Diskussionen, die in meiner Abwesenheit geführt worden sind. Zickenkrieg und Machogehabe braucht kein Mensch. Zeitungen haben das Problem, dass eine Diskussion schnell in Bereiche abgleiten kann, die Juristen auf den Plan rufen. Und schon hagelt es Anzeigen und Abmahnungen. Dem wird oft vorgebeugt.

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    1. Ich muss ja zugeben, ich habe nur nette Leser *~* weswegen Spam bei mir normalerweise wirklich Spam ist (oder die blockierten Kommentare des armen CryofWrath, den WP irgendwie nicht mag -.-)
      Das glaube ich dir sofort. ;) Ich verstehe auch immer noch nicht, weshalb es Menschen gibt, die unter Artikeln beleidigend werden, dass man deren Kommentare dem Seelenfrieden der Leser zuliebe gar nicht freischalten kann. Das wird sich mir wohl nie erschließen. :(

      Die Schweigsamkeit liegt vielleicht auch an deinen Themen, bei denen viele sicher Angst haben, in ein Fettnäpfchen zu treten oder sich als etwas zu outen, was sie lieber nicht wären.

      Oh, da kann ich dir leider fast nie mit dienen.Weder fahre ich getunte Autos, noch habe ich abenteuerliche Erlebnisse mit Pick Up Artists oder homophoben Menschen vorzuweisen. :) Diese Art Kommentar mit eigenen Erlebnissen finde ich persönlich aber auch immer sehr spannend.

      Ja, daran wird es auch liegen. Ich finde es nur sehr schade, dass gerade dort, wo man endlich auf die Leser eingehen könnte und vielleicht herausfinden könnte, was die interessiert oder wieso ein Artikel schlecht ankommt, wieder spart. Ein Moderationsteam für eine spam- und beleidigungsfreie Diskussion wäre einfach sehr sinnvoll bei so etwas.

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