Superbrains in Anime, L (Death Note), Shiro + Sora (No Game No Life), Lelouch (Code Geass); I remixed some pics, Original Copyright belongs to the Anime-creators!

Aspects of Anime #1 – Superbrains

Es ist zwanzig vor zwei. Nachts. Mein Schlafrhythmus ist gerade wirklich nicht der gesündeste … Jedenfalls meinem Hirn zufolge genau jetzt die ideale Zeit, um eine neue Artikelreihe zu beginnen, von der ich nicht mal weiß, ob ich mehr als einen Artikel dazu schreiben werde. Aber man gönnt sich ja sonst nix, oder? Also hiermit startet nun „Aspects of Anime„, in dem ich mich (vielleicht) häufiger mit verschiedenen Aspekten von Anime- bzw. Mangareihen befassen werde, die mir im Laufe der Zeit aufgefallen sind. Da ich sehr allgemein herumphilosophiere, lassen sich meine Schlussfolgerungen oft sicher auf andere Medien übertragen und könnten so auch für Nicht-Anime-Fans interessant sein. Los geht es mit einem spontanen Geistesblitz beim Zähneputzen. Ihr werdet mich vermutlich für diesen Artikel hassen, weil ihr gleich eine ausführliche Kostprobe bekommen werdet, welche Wege meine Gedanken manchmal nehmen. Aber da müsst ihr jetzt durch. ;) Das Thema dieses Artikels ist auf jeden Fall:

Warum mögen wir Superbrains als Hauptcharaktere?

Mir ist klar, dass die bei weitem nicht jeder mag, immerhin können einem Charaktere, die besserwisserisch und einfach nur intelligent und sonst nichts sind, schnell auf den Keks gehen. Aber genügend Leute haben Spaß daran, sich Kriminalfälle anzuschauen und darunter sind nicht wenige, die Werke wie „Sherlock Holmes“ mögen, in denen der Hauptcharakter ein zwar sozial eher nur semi begabtes Wesen aber dafür absolut genial ist. Auch in Animes finde ich oft gerade diese übertrieben logisch denkenden und genial vorausplanenden Charaktere spannend und liebe beispielsweise Detektiv Conan – wie ich irgendwie auch bloß in jedem zweiten Artikel zu erwähnen scheine, so langsam sollte ich gesponsort werden! Aber warum ist das eigentlich so?

Nun, beim Zähneputzen habe ich Radio gehört. Das erzähle ich euch jetzt nicht nur so, weil ich völlig im schlaflosen Delirium vor mich her tippe, das wird noch relevant, glaubt mir! Radio, weil ich den ganzen Tag noch keine Nachrichten gelesen/geschaut/telepathisch aufgenommen hatte und manchmal dieses „Ich sollte mich mehr informieren!“-Gefühl bekommt. Habt ihr das auch? Bei mir kommt das ab und zu, resultiert aber meistens darin, dass ich nach einer halben Minute mit den Gedanken wieder vollkommen woanders bin und auf Ideen für Blogartikel komme. In diesem Fall habe ich es sogar eine ganze Minute ausgehalten und wurde sogar durch die Nachrichten inspiriert. Das nenne ich doch mal den Bildungsauftrag erfüllen, liebes öffentlich-rechtliches Rundfunk-Studio. Auch wenn ich deswegen dann wieder den Rest der Beiträge verpasst zu haben scheine. Nun ja. Es ging jedenfalls um wichtige Dinge wie Waffenlieferungen in Kriegsgebiete und die angemessene Kritik an diesen Lieferungen.

Mir ist bewusst, dass Deutschland keine Kriegswaffen in Krisengebiete liefert. Was aber nicht heißt, dass Kleinwaffen (also Handfeuerwaffen und so) nicht doch exportiert werden, geschweige denn nach ihrem Export nicht irgendwie mysteriöserweise in Drittländern auftauchen könnten, die eigentlich als Krisenländer gelten. Ich muss mir nur den Wikipedia-Artikel zu den Rüstungsexporten Deutschlands anschauen, um spontan eine leichte Übelkeit bei mir hervorzurufen. Yay, wir exportieren 11 % der Waffen weltweit und liegen damit auf Platz 3 hinter den USA und Russland, wie schön. Aber Frankreich, Großbritannien und China sind sehr nahe dran und je nach Jahr haben sie sogar die Waffenexport-Nase vorn. Muss man ja fast kein schlechtes Gewissen mehr haben … Nun fragt ihr euch vielleicht: „Was in drei Nupsis Namen hat das nun bitte mit Anime zu tun?!“ Ich kann euch beruhigen, zwischen den beiden Themen findet man ganz einfach einen Zusammenhang. Zumindest wenn man mein Hirn ist und manchmal sehr verworrene Gedankengänge hat. Also habt noch ein wenig Geduld!

Der Kreislauf der Gewalt

Während ich so darüber nachdachte, wie furchtbar es doch ist, wenn sich Politiker von der Waffenlobby beeinflussen lassen und dadurch unglaublich viel Leid verursachen, kam mir in den Sinn, dass ich heute irgendwo etwas über „Das Ziel ist Frieden.“ gelesen habe. Und friedliches Zusammenleben wäre schon mal nett. Dann habe ich jedoch wieder an ein Video gedacht, in dem es um Flüchtlinge ging, die gewalttätig wurden und dass es diese durchaus gibt. Ja, es gibt gewalttätige Flüchtlinge, das sind jedoch nur einige und diese werden auch oft nur deswegen gewalttätig oder aggressiv, weil sie wochenlang zusammen mit unerträglich vielen anderen Menschen eingesperrt sind, in Ungewissheit leben und dabei vielleicht gleich von mehreren Leuten aus Kulturen umgeben sind, die ihnen völlig fremd sind. Oder es sind Jugendliche, die ohne irgendwelche Verwandte im Flüchtlingslager gelandet sind und traumatische Ereignisse hinter sich haben, für die sie eigentlich dringend eine psychologische Behandlung oder zuallermindestens mal einen guten Gesprächspartner bräuchten, der ihnen hilft, mit sich selbst, den Erlebnissen und ihrer Umgebung zurecht zu kommen. Was aber dank den grandiosen Zuständen unter denen Flüchtlinge hier oft ausharren „dürfen“ in den meisten Fällen nicht passiert.

Durch Waffenlieferungen in Krisengebiete tragen wir doch eigentlich dazu bei, dass diese Flüchtlinge in unseren Nachbarländern oder bei uns landen, oder? So schließt sich für mich gedanklich der Kreis der Gewalt wieder. Doch gleichzeitig gibt es noch den Teil, den ich gar nicht durchschaue, über den ich natürlich aber auch nachdenke. Es gibt Menschen, die jegliche Aspekte ausblenden, die nicht in ihr glückliches Leben passen. Und wenn man seine Familie gut ernährt, indem man Waffen in den Staat XY verkaufen oder einem Politiker noch ein paar mehr Geschäftsessen ausgeben kann um Waffenlieferungen genehmigen zu lassen, dann gewöhnt man sich vielleicht daran, die leise Stimme, die einem mitteilt, was mit solchen Waffen passiert, gedanklich in ein Hinterzimmer zu schieben und den Schlüssel umzudrehen. Oder vielleicht hatte man nie so eine Stimme, das könnte natürlich auch sein.

Für Politiker stellt sich die Sache vielleicht auch wieder anders dar. Vielleicht sehen sie die Waffenlobby bzw. die Waffenverkäufe als unschön aber notwendig an, weil sie wissen, dass so gut wie niemand möchte, dass unschuldige Menschen erschossen werden, dass sich solche Dinge, wenn sie im Ausland geschehen, auch von den Bürgern viel leichter verdrängen lassen. Außerdem bliebe unsere Aufregung meist ohnehin folgenlos und die wirtschaftlich positiven Auswirkungen von Exporten überstrahlen für viele ohnehin alles. Und wir haben uns als Nicht-Politiker eben nicht dem Rumgenöle des Volkes zu stellen, falls dann doch mal das wirtschaftliche Gleichgewicht ein wenig aus der Balance geraten sollte und vielleicht doch mehr Exporte gebraucht würden, um was weiß ich anzustellen, vielleicht um Griechenlands Mineralienschürfrechte zu ersteigern oder die Akropolis oder so.

Das ist keine Rechtfertigung, nur eine Erklärung, die ich mir selbst zusammenreime, mit der ich teilweise irgendwie nachvollziehen kann, was in den Köpfen großer Waffenlieferungsvertragsabschließer vorgeht. Falls übrigens durch unsere Waffen noch mehr Flüchtlinge zu uns kommen, wird es sicher eine interessante Verwirrtheit durch diesen Zusammenhang geben. Natürlich wird dann auch sicher wieder das Argument aufkommen: „Wenn wir nicht liefern, dann tut es wer anders und profitiert davon!“ Aber Kindergartenargumente, die nicht auf Prinzipien, sondern auf Profitmaximierung basieren, die sind wir ja mittlerweile gewöhnt.

Öhm … Thema war nochmal?

Nachdem ich über solche komplexeren Zusammenhänge nachgegrübelt habe, komme ich meistens zu dem Schluss, dass ich meinen Kopf nicht um dieses Dilemma herumgewickelt bekomme (ein sehr passender englischer Ausdruck finde ich), also einfach nicht alle Teile des Puzzles kenne, geschweige denn alle gleichzeitig betrachten und verstehen kann. Und in diesen Momenten sehne ich mich nach Edogawa Conan, Sherlock Holmes oder Justus Jonas. Superbrains eben, deren Köpfe kein Problem damit haben sollten, solche komplexen Themen zu analysieren.

Ich bin seit kurzem Fan des Mangas „Denpa Kyoushi„, dessen Titel wohl so viel wie „Nonsens-Lehrer“ oder „durchgeknallter Lehrer“ heißt. Der Lehrer ist in diesem Fall ein absoluter Otaku, der nur für Anime, Manga, Games und diverse Merchandise-Gegenstände zu leben scheint. Gleichzeitig ist Kagami aber auch ein Genie und meistert jedes Spiel ebenso wie jede Aufgabe aus der Quantenphysik. Im Manga geht es darum, dass er gezwungen wird, Schüler zu unterrichten und jedes Mal völlig sinnlose Aufgaben an seine Schüler verteilt, die diesen aber im Endeffekt immer helfen ihr Ziel zu erreichen und deren Logik erst im Laufe der Zeit für den Leser (und die Schüler) klar wird. Denn nicht jeder glaubt ihm sofort, dass „Wir helfen meiner liebsten Mangaka dabei, ihren aktuellen Erotik-Manga zu zeichnen!“ etwas lehrreiches sein könnte oder dass er einen sinnvollen Grund dafür hat, permanent im Maid-Café abzuhängen, der nicht mit gewissen männlichen Vorlieben zu tun hat. Natürlich hat unser unorthodoxer Lehrer auch Gegner, doch Kagami ist ihnen immer überlegen und schafft es, aus jede noch so ungünstige Situation in ein gutes Ende für alle Beteiligten zu verwandeln. Er plant innerhalb von Sekunden das Verhalten anderer Menschen mit ein und schafft es so, jedem einen Schritt voraus zu sein.

Am Ende wird alles gut

Der gute Conan geht ähnlich vor, nur dass er keine Schüler mit unnötig wirkenden Aufgaben quält, sondern auf Verbrecherjagd ist. Egal in welcher Situation er ist, irgendwie scheint er immer schon bevor der Verbrecher (oder wir) etwas geahnt haben, eine Falle vorbereitet zu haben, in die jeder Verbrecher unweigerlich tappen wird. Denn Conan hat sie alle durchschaut. Ihr erkennt das Muster, oder? Selbst wenn Justus Jonas von den Drei Fragezeichen einmal nicht weiß, wer gerade in die Zentrale eingebrochen ist und ein wichtiges Beweisstück gestohlen hat: Wir können uns fast sicher sein, dass er einen Peilsender daran angebracht hat, der uns zum Täter führen wird. Selbst wenn Velma bei Scooby Doo am Ende nur die Maske des Monsters abnehmen und „In Wirklichkeit ist unser Yeti der Bürgermeister!“ rufen durfte, hatte auch sie den Plan des Bösewichts durchschaut und dieser wurde am Ende gefasst. Letzteres ist neben dem Miträtseln auch einer der Reize an Kriminalfällen.

Im Endeffekt gilt hier das gleiche, wie beim klischeehaften Shounen-Helden. „Egal wie widrig die Umstände auch sein mögen und egal wie freundlich der Held sonst ist: Bedrohst du seine Freunde, tickt er aus und du weißt, der Held wird IMMER seine Freunde retten. No exceptions.“ Ebenso kann man sich darauf verlassen, dass die Superbrains immer jeden Gegner überlisten und allen einen Schritt voraus sein werden. Außer wenn es aus Spannungsgründen für ein paar Kapitel/Episoden so aussehen muss, als sei der Held überlistet worden, damit wir einen netten Twist bekommen. Aber tief im Innersten wissen wir doch alle, dass am Ende (fast) immer die Guten gewinnen.

Natürlich gibt es auch sehr viele Erzfeinde oder generell böse Genies. Man nehme da nur Yagami Light aus Death Note, der ja keineswegs jemand wäre, dem man nun unbedingt die Leitung eines Staates (oder die Weltherrschaft) überlassen möchte. Aber auch bei diesen Charakteren sind wir gespannt, wie sie auf die nächsten Aktionen ihrer Gegner reagieren werden, ob sie mal wieder alles im Voraus geahnt haben und ob sie nicht doch einmal überrumpelt werden können. Die Faszination bleibt und, das müsst ihr zugeben, auch eine gewisse Bewunderung für die Intelligenz und Geistesgegenwart solcher Charaktere.

Superbrain zwecks Weltrettung gesucht

Bei uns gibt es selten Bösewichte, die so einfach zu erkennen sind wie die im Manga, aber gerade deswegen wünsche ich mir manchmal einen hyperintelligenten Lehrer herbei, der einfach einen Blick auf unsere Politiker, die Weltwirtschaft und den ganzen anderen Kram wirft und dann entscheidet: „Ihr spielt jetzt Pokémon und ihr da hinten helft mir meine Figurensammlung zu sortieren!“ Und plötzlich erkennen alle, wo ihre Fehler liegen, werden zu besseren Menschen und wir können dank eines genialen Plans alle zufrieden und friedlich nebeneinander leben, ohne dass es Kriege, Hungersnöte und andere schreckliche Dinge gibt. Denn ein Superbrain wacht über uns und ist für alle Eventualitäten gerüstet. Leider ist das wirkliche Leben nicht so einfach aufzuhübschen. Und deswegen finden wir die Idee von jemandem der intelligenztechnisch mit nichts überfordert ist doch ganz reizvoll, oder? Vielleicht war dieses Verlangen nach allwissenden Wesen auch der Grund, warum Menschen irgendwann begonnen haben, an göttliche Existenzen zu glauben … aber gut, das führt nun wirklich zu weit! ^^“

Was haltet ihr von Superbrain-Charakteren? Habe ich für euch furchtbar wichtige vergessen? Wie findet ihr meine Theorie? Habt ihr da schon mal drüber nachgedacht und leuchtet sie euch ein oder war euch das ohnehin alles schon längst klar? Hasst ihr auch diese Menschen, die euch eine Story erzählen wollen, dann plötzlich mit etwas vollkommen anderem anfangen und stundenlang nicht wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen, bis sie euch endlich den Zusammenhang erklären? Ich hoffe ihr habt meinen roten Faden gefunden! :D Habt ihr euch auch schon mal jemanden gewünscht, der einfach bei allem durchblickt bzw. wärt ihr gerne selbst so jemand? (Oder seid ihr es vielleicht schon und verheimlicht uns das nur?! Das wär nich nett! :O) Mögt ihr überhaupt Superbrain-Charaktere oder findet ihr die eher öde? Falls ihr nie verstanden habt, was andere Leute an denen finden, konnte ich euch hoffentlich ein wenig weiterhelfen. :)

So, mit diesen hoffentlich nicht allzu deprimierenden Worten, begebe ich mich um drei Uhr dann auch mal ins Bett. Falls ihr doch deprimiert sein solltet, dann lest (oder schaut) Denpa Kyoushi, das ist sehr unterhaltsam. ;) Den Artikel stelle ich wohl erst mittags bis nachmittags online, weil ich vorher doch lieber noch einmal über meine übermüdeten Ergüsse lesen sollte … Ahem. Habe ich und habe dann irgendwie gleich noch einmal locker zwei Stunden lang ergänzt, ein Coverbild gebastelt und herumgedoktort. So viel zum Thema nächtliche Kreativität. Ich hoffe nun ist der Artikel lesenswert und bin gespannt auf eure Rückmeldungen! ^^

Einen intelligenzfördernden und heiteren Sonntag wünscht euch
eure 0utofjoint =)

PS: Im Coverbild sind zu sehen, von links oben nach rechts unten: L (Death Note), Sora und Shiro (No Game No Life), Edogawa Conan (Detektiv Conan) und Lelouch Lamperouge (Code Geass), der btw einen eher unschönen Charakter und einen noch unschöneren Namen hat. :D Bei „No Game No Life“ muss ich übrigens eine Warnung für moralisch einwandfreie und leicht zu schockierende Menschen aussprechen, aufgrund des hohen Fanservice-Anteils, der Sexualisierung von Minderjährigen und angedeutetem Inzest. Mit aufgenommen habe ich die Serie trotzdem, da hier gleich beide Hauptcharaktere den Status „Superbrain“ verdienen. Ich habe die Bilder nur zu Illustrationszwecken zusammengestellt, das Copyright der Originale liegt bei den jeweiligen Anime-Studios und Zeichnern.

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17 Kommentare

  1. Uhh, ich bin endlich mal die Erste, die hier schreibt oder? Ich sehe zumindest jetzt noch keinen Kommentar…

    Also zum Thema Waffenlieferung: Ich glaube nicht, dass nur 11% unseres Bruttoinlandsproduktes von „Rüstungsexporten“ stammen. Dass ist bestimmt noch mehr. Daraus denke ich mal weiter. Was wäre, wenn uns diese +11% fehlen würden?

    Deutschland ist jetzt schon stark verschuldet und gibt immer noch nicht genug aus für Bildung etc. Wir hätten noch weniger Geld in der Staatskasse, und damit ginge es uns schlechter. Die Bildung würde noch weniger Geld bekommen…

    Achtung Themensprung:

    Wenn ich jetzt sehr rational werden darf. Schußwaffen töten im Vergleich zu Napalm, atomaren Sprengsätzen, Streu-; Brand-; und Tellerbomben sehr human. Man wird direkt getroffen und dann geht hoffentlich das Licht aus.

    Bei Bomben gibt es Blindgänger; Tellerminen, die Jahrzehnte später losgehen können; oder atomare Verseuchungen.

    Beispielsweise gibt es auch noch einen anderen Aspekt dabei.

    Gedankenexperiment: Land A geht es gut. Es exportiert Waffen, möchte aber nicht in Kriegsgebiete liefern. Land B unterstützt Land C im Krieg gegen Land D. Land B besitzt wichtige Ressourcen, die für Land A überlebens notwenig sind. Land B braucht Waffen und bietet ein Tauschgeschäft an.

    Ressourcen gegen Waffen.

    Land A überlegt sich dies sehr gut, ordnet Land B als „neutrales“ Gebiet ein und sagt zu. Land A ist glücklich. Land B ebenso und liefert sogleich die Waffen an Land C. Nun sind alle glücklich und Land A hat sich keine wirtschaftlichenFeinde gemacht. Denn Land B kann schließlich jeder Zeit die Ressourcen unterschlagen und somit wäre Land A bald am Boden. Land D hat nun jetzt ein Problem. Doch halt! Wenn Land A schlau war, dann hat es den Waffen Typ 2exportiert und nicht Waffen Typ 1, denn Waffen Typ 2 ist neuer und besser. Jetzt verkauft es nämlich an Land E Waffen Typ 2, die wiederum verkaufen es an Land D. Land D schlägt damit Land C. Beide Waffen kommen ehemals aus dem Selben Land. Da Land A nicht direkt verkauft hat, könnte es als Totschlag durchkommen… Land A reibt sich die Hände… Aus Land C kommen vermutlich die Flüchtlinge, doch dafür hat man dann ja Chancen dass die Boote nun ein Leck haben oder man ist eben in die EU und kann die Ankommenden verteilen. Oder Land F bietet Land G, ganz plötzlich Hilfe mit den Flüchtlingen an, wobei die Vorher von Land G Geld geliehen bekommen haben, damit sie dies an Land D oder C verleihen können. Für „Rüstungsimporte“

    Ich denke so läuft das. Jeden Tag, nicht umsonst sind die deutschen Waffen die besten der Welt. Jeder steckt mit jjedem unter einer Decke. Es sind alle schuldig. Und wer soll einzelne Länder anklagen? Mindestens einer müsste beichten woher er denn die Informationen hätte und somit würde man sich ein Eigentor schießen. Ich sehe bei dem Beispiel oben einfach keinen Ausweg… Zumindest kein realistischen. Selbst wenn, es würde Jahrhunderte dauern, dies rückgänig zu machen. Das Problem an politischen oder wirtschaftlichen Systemen ist: Sie sind entweder unmöglich oder es muss mindestens einen Sündenbock geben.

    Was wäre, wenn Deutschland damals keine Hilfe von den USA 1945 bekommen hätte? GB, F, USA haben uns nun mal wirtschaftlich geholfen. Anders wäre womöglich ganz Deutschland an die UdSSR gegangen und dann… Nun Gute Nacht.

    Und falls jetzt der Eindruck geweckt wurde ich sei für den Waffenhandel. Nein! Bloß nicht. Nur ich alleine wüsste nicht wie man das stoppen sollte. „Rüstungsexporte“ sind nicht illegal und selbst wenn sie illegal würden, würden sie vermutlich trotzdem weiter gehen. Das Argument zählt nicht, aber der Mensch hat nun mal ein Ich, ein ES und das ÜBER ICH. Da der Mensch eben auch nur ein Tier ist, hört er meistens doch auf das ES. Den Instinkt.

    Was ich von Superbrain Charakteren halte? Ich hege eine extreme Vorliebe für sie. Dr. House, Dr. Who, L, (Light Yagami ist ein verdammter… äh Was auch immer^^) Sherlock, Psych oder auch nur der Mentalist, Monk… Also ich habe eine ganze Sammlng :D

    Das Problem ist, denke ich, an solchen Super-Brains (die es in der Realität tatsählich gibt) die Psyche. Denn wenn du so schlau bist, schlauer als alle anderen dann langweilst du dich und kommst auf ganz dumme Gedanken. Oder du bist so intelligent, dass dein Gehirn nichts mehr filtert und sich alles merkt (durch einen Neuronenverknüpfungsfehler), ergo du sieht jeden Tag schreckliche Dinge, durchlebst welche und kannst nichts mehr vergessen.

    Kurz um, ich glaube die Psyche eines Menschen, egal wie intelligent/ schlau es ist, hält dass nicht lange aus. Wie will man einen Menschen helfen, der alles weiß oder alles sofort durchschaut? Außer eben sein eigenes Gehirn. Ich glaube der Film „A beautiful mind“ stellt dass ganz gut dar. Von dem hab ich dir glaube ich schon mal erzählt.

    Im schlimmsten Falle, ist derjenige wie du schon angedeutet hat ein gottgleiches Wesen. Götter auf Erden ergeben nie Gutes. :) Spätestens jemand, der die Weltherrschaft an sich gerissen hat, zu besiegen wenn er allwissend ist könnte sich als schwierig gestalten.

    Wenn alle so hyperintelligent wären, dass sie über die materiellen Dinge unserer Welt hinweg kommen würden und alle erleuchtet wären. Wie sähe dann unser Leben aus? Wofür würde es sich lohnen zu Leben?

    Naja und ich bin selbst jemand, der Assoziationen teilt mit denen niemand etwas anfangen kann. :D Aber den Durchblick habe ich sehr selten…

    Man war das ein Kommentar. Naja, dass bist du ja gewöhnt ;)

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    1. :D Bist du! Darfst also „Erster!!“ schreiben. :D

      Nene, wir exportieren weltweit 11 % aller Waffen! Wie viel das jetzt umgerechnet in unser BIP ist, das hab ich leider spontan nicht gefunden, könnte man aber noch nachrecherchieren.

      Ich weiß, gerade dass alles so kompliziert ist, lässt mich an solchen Problematiken ja immer verzweifle. Löst man Konflikt A ist Land C sauer und befriedigt man irgendwie Land C ist plötzlich D beleidigt und so weiter und so fort. :/

      Du bist aber auch immer pessimistisch! :D Ich hab jetzt keinen Yagami Light oder Dr. House an die Macht rufen wollen, die emotional eher ein wenig ähm … Also deren emotionale Kompetenz leider nicht mit ihrer Intelligenz mithalten kann. ^^
      Deswegen sprach ich ja auch von den knuffigen, sympathischen Mangacharakteren, die eben genau das schaffen, was sonst in der Realität unmöglich wäre: Hyperintelligent sein, ohne komplett psychisch aus dem Gleichgewicht zu geraten und bei jedem Problem eine Lösung zu finden, mit der Land A, B, C, D, E und alle anderen auch zufrieden wären. Ich sage ja nicht, dass ich glaube irgendjemand könnte das mal eben in der Realität umsetzen. ^^

      Puh, ich glaube das musst du einen buddhistischen Mönch oder so fragen … O_O Vermutlich mit ganz wenigen Bedürfnissen vor sich hin meditierend einfach zufrieden sein? Wobei sich auch als hyperintelligente Wesen wohl nur die wenigsten zur Erleuchtung treiben ließen. Da bin ich dann doch wieder pessimistisch … :D Und lohnenswert ist das Leben, wenn man es sich lohnenswert macht. Innerer Frieden wäre ja nun keine schlechte Voraussetzung dafür, oder? Wobei einem vielleicht die Motivation zum Dinge tun fehlen würde, wenn alle anderen auch schon erleuchtet sind. Oooch … Wie hatten die das denn im Himmel geplant? Engelchen sind doch theoretisch, wenn sie nicht fallen, so quasi erleuchtet und hocken nur harfespielend auf irgendwelchen Wolken, oder?

      Ja, ich musste auch an deinen letzten Artikel denken, als ich das hier geschrieben habe! :D „Ha! Wordbuzz wird mein verworrenes Zeug bestimmt verstehen!“

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  2. *lol* ich bin auch ein „Super-Brain“,wenn es das Skript so will xDDD
    Also nicht falsch verstehen, ich mag solche Charaktere, weil sie eine Story interessanter machen.
    Aber aufs „richtige Leben“ übertragen finde ich es unwahrscheinlich, dass man allwissend sein kann. Eine Intelligenzbestie in einem Bereich ja, aber kein Allrounder. Aber in den meisten Filmen/Serien sind die „Super-Brains“ ja eh auch auf was spezialisiert, also ich glaube nicht dass Dr. House dir eine Erklärung zur Waffenpolitik liefern könnte xDDD

    Und wo man schon aufpassen muss, ist dass es nicht ZU inszeniert wird. Conan mag ich z.B. nicht, denn ich bin mir sicher, wenn die Mythbusters oder so mal alle Mode nachstellen würden, würden sich 90% als so nicht machbar erweisen. Das sind schon oft abenteuerliche Vorgehensweisen .____.

    Also ich bin lieber kein Super-Brain und muss dafür nicht am Rockzipfel meines persönlichen Watson hängen, weil ich den Alltag nicht mehr meistern kann ;)

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    1. :D Meinst du, man kann mal eben das Realitätsskript umschreiben?
      Wie gesagt, für sonderlich realistisch halte ich es nicht, dass es wirklich solche Menschen gibt, die plötzlich alle Probleme lösen können. Es ist halt nur (für mich) einer der Reize dieser Charaktere. :)

      Ich weiß. Ich mag ihn trotzdem. Ich verzeihe da dann doch relativ viel „Unrealismus“, einfach weil ich die Serie so unterhaltsam finde. xD

      Oah, ja, selbst so ein einseitig begabter Mensch zu sein, das wäre vermutlich noch anstrengender als vollkommen unbegabt zu sein und den ganzen Tag nur Mangas zu lesen und Anime zu schauen … :D Nein, im Ernst, Menschen mit Inselbegabungen und generell extrem „einseitig intelligente“ Menschen haben es im Alltag wohl oft ziemlich schwer. Sherlock oder Sheldon Cooper wären da ja so typische Beispiele. Letzerer zählt für mich allerdings nicht zu den Superbrains, einfach weil er nicht plant, da kein wirkliches Interesse an anderen Lebewesen vorhanden, nicht mal zur kriminologischen Analyse. ^^

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      1. Nyo, Sheldon hat ein fotografisches Gedächtnis, ich finde schon dass man das als „Super-Brain“ gelten lassen kann :3
        Ich finde nicht dass man sich für alles interessieren muss, um als „Super-Brain“ zu gelten. Dafür macht sich Sheldon halt in anderen Bereichen schlau, die für andere vielleicht Nonsense-Wissen sind xD
        Oder muss sich dein Super-Brain immer für Kriminologie interessieren? XDDDD

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        1. Neeeeeeeeeeeeeeein, du hast mich falsch verstanden. :D Ich meinte eben nur die Superbrains, denen ich die Weltherrschaft anvertrauen würde! :P Also okay, vielleicht das doch nich, aber eben welche, die man bewundert. Und Sheldon ist das für mich eben gerade nicht, weil er so sehr auf ein Feld fokussiert ist und kaum jemand anderen dafür begeistern kann. Ich hoffe das war irgendwie verständlicher. ^^ Dass er hypermegaklug ist streite ich ja nich ab! :D

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    2. Dr. House ist immer der Meinung, dass jeder lügt. Also ich glaube wenn alle Menschen 100% die Wahrheit sagen, dann wäre dies doch ein interessantes Experiment. Und eine Erklärung brauch der Waffenhandel nicht… Die hat weder Mao Tse-Tung gebraucht noch Gaddafi oder gar Hitler warum er genau dies in dem Moment tut. :)

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      1. Puh, ich weiß nicht ob das „immer die Wahrheit sagen“ gut ausgehen würde xDDD
        Immerhin lügt jeder ständig, egal für wie ehrlich er sich eigentlich hält. Nicht unbedingt aus böser Absicht, sondern einfach aus Selbstschutz, um keinen anderen zu verletzen…
        Fängt ja schon damit an, wenn dich jemand fragt wie ihm sein neues outfit steht und du antwortest, dass es Sch**** aussieht. Oder du dem Chef aufeinmal alles auf den Kopf wirfst, was du dir wirklich denkst – Job los. Ich glaube dann wäre bald jeder Mensch Einzelgänger xDDDD

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        1. Hehehe … ich stelle mir das gerade im Animestyle vor, wenn ich schlechte Laune habe … „GEHT MIR AUS DEM WEG IHR UNWÜRDIGEN, DIE IHR ES WAGT IN DER TÜR MEINER BAHN ZU STEHEN!!!!“ Oder so ähnlich. :D

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  3. Also 2013 lagen die Einnahmen durch Rüstungsexporte bei 34 Miliarden Euro, dass wären 1,4% des BIP. Das ist ordentlich…

    Und ich bin nicht pessimistisch, nur realistisch. Das ist etwas komplett anderes :D

    Achso… Naja nette Super-Brains finde ich eher nervig, die haben für mich dann gleich den Anschein nach Mary-Sue. Außerdem sind solche sozial Inkompetenten Charaktere doch viel sympathischer. Oder ich hab einfach nur einen gestörten EQ^^

    Sieht du, die realistische Falle trifft jeden. Vielleicht habe ich, aber genau dass beabsichtigt. Das du realistisch wirst. Psychospielchen :D

    Ja nur selbst im Himmel gibt es die Dummen, die in der Hölle sitzen. und wenn Gott, Menschen seines Ebenbildes geschaffen hat. Dann viel Glück beim Himmel und Hölle spielen. Was machen eigentlich die Engel, die kein Instrument spielen können?

    Außerdem ist es interessant, dass in der Bibel „gefallene Engel/ Dämonen“ nie genannt werden. Die Geschichte mit Luzifer, Samael aind reine Interpretationssache…

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    1. Ein wenig, ja … :/
      In unserer Gesellschaft irgendwie kaum mehr, weil man ja immer etwas realistisches finden kann, dass einen gleich deprimiert. ;)

      Nee, gestört is der glaub ich nich. Ich finde die teilweise auch liebenswert. Aber die regeln halt nich alles so schön zum Wohl aller, weil ihnen das Wohl aller oft egal is. :D

      Uaaahh! O_O
      Vielleicht zeichnen die dann? Gezwungen zur Kreativität, nahezu grausam dort oben! ;)

      Ach nich? Ich hab das Buch nie gelesen. Mir war immer eher nach anderen Arten von Fantasy … ^^“

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  4. „Ebenso kann man sich darauf verlassen, dass die Superbrains immer jeden Gegner überlisten“
    Und genau deshalb mag ich Superbrain-Charaktere in den meisten Fällen nicht. Zu vorhersehbar, zu langweilig (zu großkotzig, zu arrogant). Natürlich kann man argumentieren, dass die Spannung nicht durch das Fassen des Täters, sondern durch das „Wie“ aufgebaut wird. Stimmt, kann funktionieren (siehe Columbo), aber auch dieses Konzept wird irgendwann öde und ausgelutscht, wenn der supereit… superkluge Charakter nicht irgendwann in Bedrängnis gerät. Fande ich in Death Note gut gelöst, denn dort kämpfen gleich zwei ebenbürtige Brainiacs gegeneinander und der Ausgang war schlicht nicht vorauszusagen.

    Ich empfinde die Verbindung zwischen den Animecharakteren und Waffenexport/Flüchtlingspolitik zu vage und aus der Luft gegriffen, beinahe schon gezwungen. Und vor allem zu ausschweifend. Ich dachte während des Lesens, ob der restliche Artikel denn irgendwann noch zum eigentlichen Thema „Anime“ zurückkehrt oder ob dieses nur als Vorwand diente, um sich über Flüchtlingspolitik und Waffenexport auskotzen zu können. ^^
    So… ein klein wenig Kritik mal. Trotzdem fand ich den Artikel wie immer interessant und gut geschrieben :)

    Gefällt 1 Person

    1. Hm, das hab ich auch überlegt, ob’s nich zu weit hergeholt klingt. Für mich war allerdings der Zusammenhang wirklich da. Also so das Wunschdenken „Mach da doch mal jemand was!“, nicht der direkte offizielle Zusammenhang. Über Waffenexporte und Dingens hätte ich mich ja schließlich auch so aufregen können, aber da war mir ursprünglich gar nicht nach. Aber danke für die Kritik! :) Dann werde ich’s nächstes Mal lieber doch noch fünf Mal übergrübeln, ob mehr als 1 (eins) Menschen den Zusammenhang sinnig finden. :D
      Klar kann man das generelle „Superbraining“ langweilig finden (vor allem, wenn der Charakter dann entsprechend eingebildet ist. Bei Detective Conan mag ich halt auch das Drumherum sehr gerne und bei Denpa Kyoushi sind die Zusammenhänge einfach immer herrlich absurd und es wirkt ungeplant bis unfähig und daher nicht eingebildet. ;) Für meine Argumentation war jetzt aber auch nur wichtig, dass man sich auf diese Charakterchen ebenso verlassen kann, wie auf die Muskel-Helden, wenn es um ein Happy End geht. Letztere können auf Dauer ja auch öde sein. Ein Duell wie bei Yagami Light und L gibt es eben einfach nur sehr selten. :)
      Und eins noch: Columbooo! ^~^

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      1. Ist ja alles rein subjektiv^^
        Ich finde allgemein „Held rettet den Tag“ langsam sehr langweilig… ganz gleich, ob er den Teufel im Schach besiegt oder ihn zu Brei schlägt. :D Aber darum kommt man einfach nicht herum… irgendwas muss ja im Anime passieren^^

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        1. Verständlich, irgendwann hat man das Schema raus und sollte vermutlich während des Schauens nicht allzu sehr drüber nachdenken … ^^‘ Trotzdem ist jetzt natürlich die Schlagzeile des Tages: „Blogger Cry von W. (Internet) plädiert offiziell für Anime ohne Handlung!!“ :D Wobei, davon gibt es ja schon genügend. O.o Ich sag nur „Sleep with Hinako“ …

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