Fame – ist das ansteckend?

Da geht man ausnahmsweise mal zu Twitter und liest sich motivierterweise die eigene Timeline durch und schon hat man wieder das Gefühl, dass die Welt doch irgendwie gar nicht so schön ist, wie man bis gerade eben noch dachte. Und dafür muss nicht einmal ein Anschlag passiert sein oder irgendjemand radikalidiotische Äußerungen von sich geben, nein, es muss nur einfach jemand über das lustige Verhalten der sogenannten „Celebrities“ aka „Stars“ twittern. Was is‘ dieses Mal passiert? Ausnahmsweise hat das auf was ich mich beziehe nicht nur mit der deutschen Youtubeszene zu tun. Also alle Youtube(r)-Hasser unter euch dürfen ein wenig aufatmen. ;)

In diesem Fall geht es – noch schlimmer? – um Justin Bieber. Der Sänger, dessen Name nun wirklich allen, abgesehen von meiner ausschließlich Alpenromane lesenden Omi, etwas sagen sollte. Ja, genau der Milchbubi, der bereits mit unter 20 Jahren Berühmtheit erlangte und gleichzeitig mit einer Masse hysterischster Fangirls und erschreckend viel anonym über ihn ausgeschütteten Hass zurechtkommen musste. Eben weil er jung aussah und war und mit Popsongs erfolgreich war, die nicht unbedingt jedem mit ihrer seichten Art zusagen. Mir auch nicht und ich muss zugeben, dass ich ebenfalls von seiner Omnipräsenz genervt war und sogar über einige „JB ist doooof!“-Witze gelacht habe. Zumindest bis mir bewusst wurde, dass er ja auch einen Internetzugang haben wird und sich garantiert nicht besser fühlt, wenn er mitbekommt, wie anonyme Menschen ihn verachten und ihm mit schöner Regelmäßigkeit den Tod wünschen. Einfach nur, weil er existiert und ein gutes Ziel abgibt, nicht weil er diesen Personen etwas getan hätte. Anderen das Recht zu leben abzusprechen fällt vielen Leuten online oft gruselig leicht.

Bevor ich mit der Psychoanalyse fortfahre: Was ist denn nun passiert und warum interessiere ich mich plötzlich für Justin Bieber? Ganz einfach aufgrund dieses Tweets:

//platform.twitter.com/widgets.js <– Tweets-einfügen-Funktion scheint kaputt zu sein. Keine Ahnung warum das hier steht, ignoriert es einfach. ^^‘

Meine Reaktion war „Wait, what??“ und natürlich habe ich auf den Link geklickt, um mir die ganze Story durchzulesen. Kurzgesagt: Justin Bieber hat vor knapp einer Woche bei Instagram ein Selfie von einer Userin geteilt mit dem Kommentar „Omg who is this!!“. Vermutlich (gewagte These!), weil er sie hübsch findet. Daraufhin haben seine drölfzillionen, äh, 48 Millionen Follower sich auf die Suche nach der Selfieproduzentin gemacht. Bei Twitter hat er übrigens schnucklige 71 Millionen Follower. Ahahahahaha. Solche Zahlen kann mein Hirn gar nicht mehr aufnehmen, geschweige denn sich die Personen hinter den ganzen Twitter- und Instagram-Accounts vorstellen. O_O Aber zurück zum Thema. Gegrammt, gefunden, seine Follower haben ihm innerhalb kürzester Zeit alle möglichen Infos zu dieser Userin geschickt, die sich irgendwie auftreiben ließen. Neben ihrem Instagram-Account wohl auch ihre Wohngegend und andere stalkerige Dinge. Ein bisschen creepy, oder?

Ein Beispiel. Ihr ältestes Bild bei Instagram von vor 8 Wochen hatte ca. 30 Kommentare … bis Justin passiert ist. Jetzt hat es 274 Kommentare, 4.475 Likes und in den neuesten Kommentaren geht es fast nur um Justin Bieber und die Frage, wo man denn noch mehr Accounts von ihr fände, damit man sie noch weiter stalken kann. Zwischendrin klebt dann auch mal ein netter „Justin’s over that bitch“-Kommentar, der in seiner Wichtigkeit selbstverständlich oberste Priorität hat, wenn man andere Menschen im Internet stalkt und deren Bilder, Aussehen und generelle Neigung zur Existenz kritisieren muss. Die übrigens 17-Jährige hat zuletzt vor vier Tagen ein Bild gepostet. Schlicht in rosa mit dem Titel: „I so do not know how to deal with this“ und dem Hinweis, dass sie keinen Twitter- und keinen Tumblr-Account mehr habe. Dort wurden innerhalb von Stunden nämlich viele Fakeaccounts erstellt, um von dem ungewollten Fame der Userin zu profitieren. Das rosafarbene Quadrat hat nun 24.651 Likes und 7559 Kommentare. Gruselig? Gar nicht.

Wenn ich mir vorstelle, dass Tausende Menschen, die ich nicht kenne, plötzlich meinen Instagram-Account überschwemmen, dann bin ich wieder froh, dass ich dort im Normalfall keine Selfies poste. 24.000 Mal Kritik an meinem Essen kann ich ja noch ertragen, aber 7.000 Kommentare zu mir und meinem Aussehen? Okay, die meisten Kommentare haben nur etwas zu Justin Bieber gefaselt, aber ich weiß trotzdem nicht, ob ich dann nicht schnell in Embryonalstellung unter meiner Bettdecke verschwinden würde.

Der Text bei Thinkprogress klagt ganz klar Justin Bieber an, der laut der Autorin des Artikels Instagram und seine Follower als Suchmethode für hübsche Frauen zu nutzen scheint. Ein direkter Aufruf, um in die Privatsphäre anderer Menschen einzudringen ist selbstverständlich nicht okay. Ich sehe das Problem aber eher in unserer Nutzung sozialer Medien. „Followerpower“ kann gut und schlecht sein. Damit lassen sich einerseits Umfragen starten, Empfehlungen oder Tipps sammeln und andererseits Shitstorms und „Aufmerksamkeitslawinen“ starten und andere Menschen in unangenehme Situationen bringen, wie es hier geschehen ist. Diese Machtposition von Personen mit vielen Followern ist schwierig. Denn gehen wir einfach mal davon aus, dass Justin Bieber ein trotteliger Typ wäre, der einfach spontan „Oh, die ist hübsch! Das teil‘ ich mal!“ gedacht hat, ohne Hirnpower, Zeit oder Voraussicht genug zu haben, sich die Folgen auszumalen. Hätte er 48 statt 48 Millionen Follower, dann hätte man ihm immer noch vorwerfen können, dass er oberflächlich ist oder Frauen als Objekt betrachtet oder oder oder. Da fände sich bestimmt etwas. :P Aber man hätte ihm nicht vorwerfen können, dass er eine Hetzjagd auf jemanden veranstaltet, der keine Aufmerksamkeit möchte.

Stars haben nicht unbedingt bessere Optionen, nur andere

Andersherum gedacht: Mit nur 48 (oder meinetwegen auch 480) Followern hätte er die Instagramerin seines Begehrens auch einfach anschreiben und sich normal mit ihr unterhalten können. Dass jemand, der einen Bekanntheitsgrad wie Justin Bieber hat, einfach „normale“ Menschen mit seinem offiziellen Account anschreibt, also das bezweifle ich einfach stark. Denn selbst wenn er trottelig wäre, die Behandlung durch den Rest der Welt in den letzten Jahren hat recht deutlich gezeigt, dass er sich keine Schwachstelle erlauben sollte und ein privates Gespräch mit einer anonymen Dame zu führen, dass diese dann (wenn sie einen fiesen Charakter hätte) an die Öffentlichkeit weiterleitet … also ich glaube da wurde der werte Herr Bieber schon oft genug gebrandmarkt um dauernd nicht ganz soooo freimütig zu sein. Alternativ könnte sie einfach nur nett zu ihm sein, weil er dieses berühmte „fame“ ist oder sie hyperventiliert gleich, weil sie durch Zufall zu seinen Fangirls gehört. Von daher halte ich die Frage „Warum schreibst du sie nicht einfach an??“, die im Artikel gestellt wird, für eine rhetorische Masche, um einfach noch einmal darauf hinzuweisen, dass es ja genügend Alternativen zum Teilen des Bildes gegeben habe.

Die Tatsache, dass er das Bild geteilt hat wird durch dieses Argument natürlich auch nicht besser. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass unbedachte Äußerungen bei Leuten, die permanent beobachtet werden, eben gleich viel krassere Konsequenzen haben. Vielleicht ist Justin Bieber das auch alles egal oder er denkt sich „Soll sie sich doch über die Aufmerksamkeit freuen!“ (was sie ganz eindeutig nicht tut) und er ist einfach ein schlechter Mensch. Aber wir sollten einerseits den Menschen mit viel zu vielen Followern vielleicht ab und zu eingestehen, dass sie selbst nicht immer abschätzen können, wie krass ihre Followerpower sich auswirken kann und andererseits sollte vielleicht jemand Kurse veranstalten – oder ein Famecheck-Instagram-Plugin für solche Leute entwickeln – mit dem sichergestellt wird, dass man sich vor dem Posten von dummen Dingen über deren mögliche Konsequenzen bewusst ist. Mittlerweile gibt es ja sogar Social Media Manager, die den ganzen Tag nur Soziale Medien von Firmen oder Stars verwalten und selbst oft weit danebenliegen, wenn sie die Konsequenzen ihrer Tweets, Grams oder Facebook-Posts einschätzen. Obwohl genau das ihr Job ist.

Das Web und andere Menschen sind eben unberechenbar. Was mich wiederum an die Letsplays erinnert, die ich gerade schaue. Wenn man fast eine Million Abonennten bei Youtube hat, ist es scheinbar egal, wie oft man in den Videos erwähnt, dass man nicht mit den Zuschauern zusammen spielen wird und sie daher nicht weiter nach einer Einladung auf den Server fragen und auch bitte keine Fanarts nur aus diesem Grund schicken sollen. Es scheint so, als würde man trotzdem vier Milliarden Kommentare und Tweets mit der Frage: „Kann ich auf’n Serveeeeeer?!?!“ erhalten, ebenso wie Tonnen von Fanarts. Follower sind eben nicht immer so steuerbar, wie man sich das denkt.

Fame für den guten Zweck nutzen ^.^

Jetzt möchtet ihr doch sicher noch ein Positivbeispiel für Followerpower, oder? Während eines Streams erwähnen, dass man sich beim Sponsor bedanken möchte, der fürs Sponsoring keine großartige Gegenleistung verlangt hat und die Follower spammen den Sponsor bei Twitter mit #danke zu. ^^ Nicht genug und zu Sponsor-lastig? Okay. Selber Livestream. Mithilfe der Zuschauer innerhalb von 12 Stunden mehr als EINHUNDERTFUCKINGTAUSEND EURO gesammelt. Dieses Geld geht zusammen mit Geld aus T-Shirt-Verkäufen, Versteigerungen von Spielen des eben genannten Sponsors und weiteres Gaming-Equipment an eine Charity-Organisation. „Gaming Aid“ verwendet das Geld für Projekte wie Flüchtlingshilfe, vor allem werden aber – wie man bereits am Namen der Organisation sieht – Projekte, die mit Spielen zu tun haben, gefördert. So beispielsweise die Reha-Maßnahmen für den Sohn eines Spieleredakteurs nach einer Herz-OP und die Ausstattung von Jugendstationen, Kinderheimen, Krankenhäusern etc. mit Gaming-Equipment. Ein zwölfstündiger Livestream, der einfach mal so 100.000 € Spenden sammelt und die Beteiligten zum Heulen bringt, weil sie nicht mit so viel Nettigkeit gerechnet hätten und ein Spendenziel von 20.000 € hatten … da ist man schon sprachlos, was so eine Community schaffen kann. :)

Falls ihr jetzt furchtbar neugierig seid und es bisher noch nicht mitbekommen habt: Die Veranstaltung bzw. der Stream hieß „Friendly Fire“ (Link führt zum Ankündigungsvideo) und lief über Gronkhs Twitch-Kanal, also über die Streaming Plattform, die hauptsächlich für Games verwendet wird. Mit dabei waren er und einige weitere Letsplayer, von denen allein das Fünfer-Team von PietSmiet nochmal gut 1,9 Millionen Youtube-Abonnenten vorweisen kann. Zusammen mit Gronkhs 3,9 Millionen sind das also schon mal eine ganze Menge an potenziell interessierten Zuschauern. Ich weiß, auf die Abonnentenzahl kommt es am Ende gar nicht an, vor allem weil es da sicher sehr große Überschneidungen zwischen den PietSmiet- und Gronkh-Schauern geben wird, nur sind die Zahlen allein schon sehr beeindruckend. Aber ein weiterer Hinweis: Im Durchschnitt haben diese beiden großen Kanäle locker mehr als 50.000 Aufrufe pro Video und gerne mal über 70.000 oder sogar 100.000 Views. Hätte man da nicht damit rechnen können, dass es zwischenzeitlich mehr als 50.000 Zuschauer beim Stream gibt? Und dass sich diese Zuschauer vielleicht motiviert fühlen zu spenden? Und dass vielleicht nicht alle den gesamten 12-Stunden-Stream schauen, dafür aber immer wieder neue Spendenfreudige zuschalten? ^^ Hätte man. Vielleicht. Trotzdem waren alle am Ende mit den Nerven fertig, weil sie die große Summe der Spenden kaum fassen konnten und während der Sendung „Belohnungen“ für das Erreichen immer neuer Spendenziele improvisieren mussten. (Einige Haarprachtbesitzer mussten leiden. :D)

Zahlen überfordern uns

Wieso also sind selbst solch alte Hasen wie Gronkh (angeblich ja DER Letsplayer Deutschlands) überrascht, wenn sie feststellen, was ihre Community alles kann? Weil wir uns die großen Menschenmengen an Followern, Zuschauern und Abonnenten einfach nicht richtig vorstellen können. Große Zahlen sind für uns große Zahlen und selbst wenn wir wissen „Yeah, Baby, I got dem followers!“ und uns etwas auf X Millionen Menschen einbilden, die unsere Videos schauen … wir werden nie korrekt einschätzen können, was diese Menschen für uns oder wegen uns tun werden. Rufen wir zu Spenden auf, ist es zwar realistisch, dass welche zusammenkommen, aber wie hoch die Summe am Ende sein wird? Who knows? Wollen wir die Identität einer Dame bei Instagram herausfinden und fragen spontan Millionen Menschen, wer sie ist – sollten wir vielleicht damit rechnen, dass wir eine Antwort bekommen. Aber haben wir uns im Vorhinein wirklich gedacht, dass nun soundsoviele Menschen das gesamte Internet auf der Suche nach einer Antwort und peinlichen Details aus dem Leben dieser jungen Frau durchforsten?

Menschen sind vor allem in Gruppen schwer einzuschätzen. Denn je nach Zusammensetzung der Gruppe entwickelt sich eine Gruppendynamik, die das Verhalten ganz schnell in eine extreme Richtung schieben kann. Ob diese nun extrem positiv oder extrem ungesund ist, wie bei dem „cut for Star xyz“, lässt sich vom Objekt der Followerbegierde nicht immer beeinflussen. Ich finde diese Machtpositionen sehr schwierig. Denn mit einer unbedarften Äußerung kann man als berühmtes Wesen ganz schnell eine Lawine lostreten, deren Zielort man selbst überhaupt nicht abschätzen kann, weil man doch nur oben im Skihäuschen stand und einen Schneeball geworfen hat und unten plötzlich drei Dörfer von Schneemassen zermatscht werden. Natürlich habe auch ich keine Lösung für diese äh Lawinenproblematik. Menschen haben ja angeblich einen freien Willen und so kann man nie einschätzen, was sie als nächstes twittern werden. Und niemand kann vorher alle Reaktionen abwägen. Dennoch versuchen die vorbildlichen Berühmtheiten ihre Äußerungen so zu filtern, dass sie möglichst niemandem einen Anlass zum shitstorming geben und keine leicht zu beeinflussenden Menschen auf dumme Ideen bringen. Leider hören fanatische Fans ja ohnehin paradoxerweise eher selten auf ihre Stars, da sie zu sehr damit beschäftigt sind, sich auszumalen, was bei einer Begegnung oder ähnlichem passieren könnte, ignorieren sie vollkommen, dass sie vielleicht gerade sehr nervige, irrationale oder sogar selbstverletzende Dinge tun, um ihrer Fanatasie einen Schritt näher zu kommen.

Vielleicht sollten wir allgemeingültig Kurse zum Thema „Social Media Kompetenz“ veranstalten, damit nicht immer gleich alle so ausrasten, wenn irgendjemand mit mehr als drei Followern irgendetwas tut? Angeblich gibt es da ja noch so Dinge wie gesunden Menschenverstand, aber ich befürchte mittlerweile, dass in vielen Fällen beim Anklicken der AGBs von sozialen Netzwerken genau das als Pfand verwendet wird, damit man es auch ja nicht im Netzwerk benutzt …

Was haltet ihr vom Thema? Oder eher von den Themen? Fame for Charity = toll? Sollten berühmte Menschen besser einschätzen können, was ihre Tweets/Aktionen auslösen oder ist es verständlich, wenn die Mist bauen? Haltet ihr Justin Bieber nun für einen schlechteren Menschen als vorher? Oder war das gar nicht mehr möglich? :D Was haltet ihr von Charity Aktionen? Und habt ihr vielleicht zufällig den Livestream gesehen? O:) Bringe ich zuviel Verständnis für bekannte Leute auf? ^^ Wärt ihr selbst gerne „fame“? Und seit wann sagt man eigentlich nicht mehr „berühmt“? :D Fällt euch etwas ein, wie man die Probleme, die so viele Follower mit sich bringen, besser angehen könnte? Oder gehört das einfach irgendwie dazu? Beantworten müsst ihr natürlich nur das, wozu ihr euch spontan berufen fühlt. Nicht dass das wieder jemand als Fragebogen versteht. :D

Einen flauschigen und möglichst entspannt-ruhmfreien Sonntag wünscht euch
eure 0utofjoint =)

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24 Kommentare

  1. Ich weigere mich ja, über Leute wie Bieber ernsthaft nachzudenken (dafür bin ich doch viel zu alt. *ThewlifsGIFsammlungaufTumblrerweiter*), aber ich finde den ganzen Kult um Stars sehr bedenklich, in dem Sinne, dass es nicht mehr um Zuneigung von Talenten geht (Ach, der Thewlis, der ist ein so famoser Schauspieler. Und Schriftsteller. Und Vegetarier. Ich verehre ihn.), sondern dass alles so oberflächlich aufs äußere bedacht ist. Und ich denke, die meisten Berühmtheiten, die sich selbst auch privat ständig präsentieren müssen, die werden einfach brotig und bescheuert im Hirn und machen dann solch unreflektierte Scheiße wie der Bieber. Klar, du kannst jetzt sagen, dass doch auch tolle Leute einen Twitteraccount haben (Stephen Fry, John Cleese etc.), aber die sind alt und weise. *lach* Boah, das Thema macht mich aggressiv, weil es so ambivalent ist. Und nicht lösbar. Deswegen ein unqualifizierter Kommentar meinerseits. Gratis. Fakt ist, es wird immer schlimmer und wenn ich dann reich und berühmt bin, wird dit alles anders, Kinders!

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    1. Ich glaube für Starhypes ist man entweder schon immer zu alt gewesen oder wird es nie werden. :D
      Brotig. So ein schönes Wort dafür, danke! :D
      Ich glaube auch, dass oft die frühe Berühmtheit zu mehr Brotigkeit führt, je nach Festigkeit des Charakters und eventueller Betreuung durch Mentoren. (Was natürlich auch später berühmt werdenden Menschen passieren kann, die sind ja auch nicht alle charakterlich unbeeinflussbar und so.) Ich finde es jedenfalls echt schade, weil vielleicht wären solche Menschen sonst total tolle begabte Wesen geworden. :<
      Nicht aggressiv werden. Ignorieeeeeeere die Menschen, die dich aufregen. Ooooohhhmmmmmmm … ;)
      Wie würdest du es denn anders machen? :D

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    1. Oh neeein! :< Aber ich hoffe auch, dass es das nochmal als YT-Video geben wird, ich hab leider aufgrund akuter Müdigkeit auch die letzten Stunden verpasst. Und (nur falls du hättest spenden wollen,) die FF-Shirts gibt's noch bis Donnerstag zu kaufen und die werden zusammen mit den Versteigerungserlösen draufgerechnet.

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          1. Uuuund wieder verschweigt mir WordPress eine Antwort auf einen Kommentar… ts…

            Stimmt… da laufen ja rund um die Uhr alte Streams… muss ich mal immer wieder reinschauen.

            Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und für was er/sie spart. :D Warum sind alle tollen Sachen eigentlich so teuer? :O

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            1. Dieses Mal liegts vermutlich ausnahmsweise daran, dass ich dank App aus Versehen deinen Kommentar gelöscht habe (man muss nur zu weit neben „Genehmigen“ patschen) und ihn in der App auch nicht wiederherstellen konnte. Was ich aber erst gemerkt hab, als ich mich am Laptop eingeloggt habe. Antworten konnte ich dir nämlich noch.
              Das was ich möchte ist so teuer, dass es mich direkt wieder demotiviert zu sparen xD
              Weil. Oder damit wir uns umso mehr freuen, falls wir es dann doch irgendwann mal schaffen sollten, uns das Ziel zu ersparen. ^^

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            2. Dreist, einfach meinen Kommentar zu löschen :P
              Hm, ich glaube, das kann ich nachvollziehen. Manchmal muss ich mich echt beherrschen und mich daran erinnern, dass ich soviel Geld wie möglich zur Seite schaffen muss…

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            3. Gomennasai, CryOfWrath-samaaaaa! ;_; Es war keine Absicht! :D
              Vielleicht sollte ich mir ein Sparschweinchen-Konto einrichten, auf das ich jeden Monat automatisch überweise. Aber ich befürchte das klappt nicht allzu lange. ^^‘ Zur Seite schaffen klingt übrigens nach angenehm schaufelbaren Geldmengen :D

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  2. Justin Bieber… Ah ja. Bin ich froh, dass ich niemals ein Belieber war oder sein werde. Nun selbst, dass scheint nichts zu nützen… Ich stelle mir gerade vor wie der Typ meinem Blog entdecken würde O.O Oh mein Gott. Ich würde den Computer nie, nie wieder starten. Ich finde, dass Mädchen ist sehr klug damit umgegangen… Naja also setzt man 48 Millionen mal ins Relation. Frankreiche müste 52 Millionen Einwohner haben 52-4= 48… Das heißt Frankreichseinwohner – Berlinseinwohner. Hilfeeeeee.

    Es kommt darauf an :D

    Dem Utilitarismus zufolge wäre FriendlyFire eine enorme ethisch „korrekte“ Institution. Nach Kant, wäre Friendly Fire „unethisch“ bzw. „unmoralisch“, da es den möglichen Eigennutzen gibt.

    Ich persönlich mag solche Shows, ich habe von Friendly Fire genau 5 Minuten geschaut :D und Menschen sind definitiv absolut unberechenbar.

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    1. Ganz ruhig, die Wahrscheinlichkeit, dass er Deutsch kann ist relativ gering, oder? ^^ Ja, die 48 Millionen sind ja quasi halb Deutschland, das ist schon wirklich creepy. Ein kleines Land folgt deinem Leben auf Twitter. O_O
      Eigennutzen im Sinne von, die Deppen vor der Kamera machen sich albern, um damit noch mehr von diesem Fame zu ergattern? Oder im Sinne von „man weiß ja nicht, ob die Spenden wirklich gespendet werden“? :)
      Nur? Banausin! xD Nein, muss man ja nicht. Ich mag’s :3

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      1. Nein, eigentlich war das gar nicht auf Friendly Fire bezogen :D Nur müsste man das immer das immer im hinter Kopf behalten…
        Beides kann passieren. Mir ist es wurscht weshalb sie die Spenden einfahren. Und eigentlich wollte ich ja schauen, aber ich hatte keine Zeit :D und die Peets, sind definitiv nicht mein Fall. Ich muss noch Rumpels und Gronkhs Livestreams nachholen. Das wird Jahre dauern

        Reicht ja schon, dass der Herr fragt: Who can read this?

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        1. Hups, ach so. Da hab ich dich wohl missverstanden. :)
          Ja, die Zeit ist immer so eine Sache. Vor allem bei zwölfstündigen Streams … xD Von den alten Streams habe ich kaum was gesehen. Die Pietsmiets mag ich teils ja teils nein. Aber glücklicherweise gab es während des Streams ja immer wieder Abwechslung und die Gruppen wurden gemischt, sodass die meisten Kombis erträglich bis sehr lustig wurden. ^^

          Äääh, warte. Wer hat gefragt „Who can read this?“? Justin Bieber? Gronkh? Jemand ganz anderes? Verwirr mich doch nich so! :D

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          1. 1. Gut, die Gruppenwechsel habe ich definitiv nicht mitbekommen. Habe aber auch noch nichts nachgeholt :D Wer war denn noch so dabei?

            2. Zu dem „Who can read this…“ meinte ich eigentlich, dass er es tun könnte… Irreales Geschehen und so ;-)

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  3. Wer bitte ist Justin Bieber? Ist der wichtig? (Ironie off)
    Ich bin ja nun durchaus an neuen Medien interessiert und tippe seit Jahren fingerflink im Internet. Aber Twitter, Facebook & Co. bleiben mir suspekt.

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    1. Also „wichtig“ ist ja sowieso ein relativer Begriff … ;)
      Ja, nachvollziehbar. Ich frage trotzdem nach. :D Zu viele Details von der eigenen Person im Netz? Oder zu unfreundlicher Umgangston? Kannst du das festmachen, was dich an den sozialen Netzwerken stört? :)

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      1. Der Verlust der Privatsphäre. Schon ein Blog ist eine Sache für sich. Aber das schon fast unkontrolliert zu nennende einstellen von Bildern, intimsten Details, weckt Begehrlichkeiten von dritter Seite. Das können Perverse sein, vielleicht nur der Onlinehändler von nebenan, oder Behörden / potenzilelle Arbeitgeber. Eine verblödete Masse tippt hirnlos ins Handy, muss immer und überall präsent sein. Digitale „Freunde“ sind plötzlich wichtiger, als der soziale Kontakt im normalen Leben. Willste noch mehr? ;-)

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        1. Hehe, nee, danke das reicht schon. :D Also sind es bei dir auch die „üblichen“ Gründe, die eigentlich jeder kennt, die aber kaum jemanden davon abhalten, permanent bei Facebook und Twitter rumzuwuseln. Ich finde es ehrlich gesagt aber auch schwierig, sich aus diesem Sozialmediengedöns rauszuziehen, eben weil so gut wie alle meiner Freunde dort irgendwo präsent sind oder ich sozialmedialpräsent für die Arbeit sein soll. So ist das moderne Leben. ^^

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