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Mögen die Spiele … designt werden!

Meine letzten Wochen waren gefüllt mit sehr vielen Zusammenkünften von der Art, bei der man entweder viel Spaß hat oder sich herrlich fehl am Platz fühlen kann. Also Weihnachtsfeiern, Familienfeiern, Silvesterfeiern und so weiter. Dazwischen gab es Geschenke von awesome bis „Was soll ich denn bitte damit?“ – ich hoffe bei euch lagen alle eher in ersterer Kategorie, damit ihr nicht erzwungenermaßen Schrottwichteln spielen müsst. ^^

Einen Vorteil hatte das Heimfahren für mich allerdings (neben dem ganzen kostenlosen Essen, das Mutti für einen einkauft, natürlich ;) ). Denn ich habe zuhause ein Buch wiederentdeckt, das ich mir vor ungefähr zwei Jahren gekauft und nie gelesen habe. Der Grund? Es hat 450 Seiten und ist damit recht unhandlich und ich habe es vemutlich zwecks Gewichtsreduktion beim letzten Umzug wohl lieber liegen gelassen. Jetzt bin ich dank vieeeelen Zugfahrten zwischen diversen Freunden und dem Wohnort meiner Eltern und der Rückreise nach Bielefeld aber endlich dazu gekommen es zu lesen und dachte mir prompt: WARUM HABE ICH DAS NICHT FRÜHER GETAN?!?! Kennt ihr diesen Moment? Man hat jahrelang irgendetwas bei sich herumfliegen, nutzt dieses Etwas aber nie und wenn man es tut ist es das beste Etwas ever und man tritt sich in den Hintern, weil man das Etwas ja schon viel früher genießen hätte können? Gilt für Bücher ebenso wie für Filme, Musik oder sogar Rezepte/Fertiggerichte, bei denen man einfach nie dazu gekommen ist, sie auszuprobieren.

Frustrierend. Okay, nun wollt ihr sicher endlich wissen, von welchem Buch ich denn die ganze Zeit schwärme, oder? Okay, ich erlöse euch. Der Titel des Artikels gibt euch schon einen Hinweis: Es geht um Spiele. „Besser als die Wirklichkeit“ von Jane McGonigal. Die Autorin ist vielleicht eine entfernte Verwandte der Verwandlungslehrerin von Harry Potter, aber definitiv eine amerikanische Spieledesignerin, die sich mit dem Bereich Gamification auseinandersetzt. Ich weiß gerade gar nicht, ob sie den Begriff im Buch irgendwo verwendet, ich habe darüber jedoch mal einen Kurs gemacht und würde das jetzt ganz grob so bezeichnen. Ihr geht es darum, die Wirklichkeit mit Hilfe von Spielen und Spieleprinzipien zu verbessern.

Allein diese Aussage hat sie mir schon einmal sehr sympathisch gemacht. :D Die Vision ist einerseits simpel und andererseits sehr komplex und eine große Herausforderung, wenn man sie umsetzen möchte. Es geht nämlich nicht darum, alle von uns permanent vor den PC oder die Konsole zu setzen, damit wir Call of Duty, League of Legends oder World of Warcraft durchzocken. (Kurze Frage am Rande: Warum haben Spiele eigentlich so oft einen „X of Y“ Titel? Klingt das beeindruckender? Vermutlich. „Dutycall“ wäre wahrscheinlich zu nahe an „Bootycall“ und Legendary League“ klingt auch nich sooo episch wie das ausgeschriebene LoL. Aber egal.)

Alternative Reality und Serious Games

Viel zu viele Dinge in der Wirklichkeit sind – laut Jane McGonigal und meiner langjährigen persönlichen Erfahrung – langweilig, stupide und unmotivierend, müssen aber trotzdem von den meisten von uns erledigt werden. Dazu zählen Haushaltsaufgaben wie putzen oder abspülen, Wartezeiten bei der Deutschen Bahn, aber auch Dinge, die wir vielleicht an sich gerne tun, für die wir nur manchmal zu faul sind, wie beispielsweise Joggen oder ins Fitnessstudio zu gehen.

Wenn man nun eine Methode hätte, diese Dinge so zu gestalten, dass wir sie tun wollen und uns dafür gerne von der Couch erheben, weil wir Spaß dabei haben, dann wäre das doch ziemlich awesome, oder? Bei den von McGonigal vorgeschlagenen Gaming-Ansätzen geht es genau darum, Dinge die wir in der Wirklichkeit tun müssen, durch spielerische Ansätze erfreulicher zu machen. Spielerisch heißt in dem Fall nicht übertrieben bunt und pseudo-fröhlich aussehend, sondern bezieht sich auf den Einsatz von bestimmten Prinzipien aus Spielen auf Abläufe in der Realität. Die Autorin nennt ein solches Spiel das in der Realität abläuft und uns Vorteile in der Wirklichkeit beschert „Alternate Reality Game“ oder kurz ARG.

„Achievement unlocked! Du bist 5 Mal pünktlich aufgestanden!“ xD

Um uns Gamedesign-Noobs beizubringen, wie man zu einem solchen ARG kommt, erklärt McGonigal im ersten Teil des Buchs zunächst, wie Spiele allgemein funktionieren. Denn nur bunte Buttons einzubauen bringt nichts, man muss schon wissen, welche Dinge die Gamer (aka alle Menschen) motivieren. Denn an sich sind wir uns alle sehr ähnlich und springen alle auf bestimmte Belohnungsprinzipien an. Spiele machen uns meist deswegen so viel Spaß und wir (okay, die Letsplayer, die ich schaue :P) kehren immer wieder zu ihnen zurück, weil sie uns positive Rückmeldungen geben – oft wesentlich mehr als das wirkliche Leben dies tut. Daher bezeichnet McGonigal die Wirklichkeit auch als kaputt. Der englische Originaltitel des Buchs lautet dementsprechend auch „Reality is broken“. Ihrer Meinung macht es uns die Wirklichkeit oft viel zu schwer, gewisse Glücksmomente zu erleben und das ist der Grund warum immer mehr Menschen Games quasi als Fluchtmöglichkeit vor dieser grauen Wirklichkeit nutzen. Das ist aber irgendwie doof, denn die Wirklichkeit könnte sehr schön sein – wenn die nur jemand richtig designt hätte. ^^

Die Prinzipien jetzt alle abzuhandeln würde zu weit führen, aber ich nenne euch mal ein Beispiel. Was ich ganz klar sehe, ist dass sowohl bei unserem Schulsystem als auch in der Arbeitswelt sehr SEHR oft die positive Rückmeldung fehlt. Wir haben kaum Erfolgserlebnisse. Während man im Spiel für jede noch so kleine Futzelquest Erfahrung sammelt, die einen immer auf irgendeine Weise weiterbringt (sei es als kleiner Fortschritt des Erfahrungsbalkens auf das nächste Level zu, als Punkte, mit denen wir unser Skills verbessern können oder als direkt einsetzbare Währung, mit denen wir uns neues Equipment kaufen können), habe ich nahezu null Rückmeldung, wenn ich auf der Arbeit meine nervige Aufgabe des Tages abschließe. Ein „Cool, danke“ von den Kollegen muss da schon reichen.

In der Schule hat man letztendlich auch nur sehr selten eine direkte Rückmeldung dazu, wie gut man seine Hausaufgaben erledigt hat. Und eine Skill- oder Levelanzeige für meine einzelnen Fähigkeiten, die auch nach der Schule weiterwächst, weil ich beispielsweise Vorträge halte (Sozialkompetenz +1), ins Ausland gehe und dort eine andere Sprache spreche (Englisch +1) fände ich persönlich sehr cool. Denn so habe ich zwar Zertifikate, aber einen Skilltree zu haben, also eine Übersicht mit all meinen Fähigkeiten und deren Ausprägung, würde mir sogar beim Bewerbungen schreiben enorm weiterhelfen. :D Wer weiß? Ein „Achievement unlocked! Du hast heute 4 Bewerbungen geschrieben! +1 Ausdauer“ hätte mich vielleicht gestern motiviert noch eine Bewerbung zu schreiben. ;)

Mir ist klar, dass es ein unrealistisch großer Berg Arbeit wäre, in der Realität ein automatisches System einzubauen, das mir jedes Mal Punkte oder XP zuwirft, wenn ich meinen Hintern irgendwo hinbewege. Aber ich sehe das differenzierter. Natürlich wird mir niemand ein System designen, mit dem ich permanent aufleveln kann. Das wäre auch ein bisschen creepy, denn dazu müsste man alle meiner Tätigkeiten tracken und wer möchte schon plötzlich das Achievement aufplöppen hören „Süßigkeiten-Lover! Du hast heute 2 Packungen Kekse gegessen! +1 Insulinresistenz“ oder „Biologie-Experte! Du hast eine neue Lebensform in deinem Biomüll erschaffen! -3 Verantwortungsgefühl“? Euch fallen da sicher noch andere kreative Negativ-Achievements ein, mit denen man gequält werden könnte. Aber zumindest für die kleinen Tätigkeiten, die jedem von uns schwer fallen, ließe sich bestimmt einiges ändern.

Gehe auf eine epische Quest – und putze das Klo!

McGonigal nennt auch ein paar Beispiele für solche „Realitätsverbesserungen“, unter anderem „Chore Wars“, ein nettes Spiel, bei dem man sich wie bei einem Rollenspiel einen Charakter basteln und Freunde bzw. Mitbewohner einladen kann, einer Gruppe beizutreten. Im Gegensatz zum typischen Rollenspiel reiten die Helden dann allerdings nicht davon, um den bösen Drachen von Dingsyrion zu töten, sondern begeben sich auf die Reise, um die Wohnung zu putzen. Ja, genau. Das englische Wort „Chore“ bezeichnet nämlich genau das: all die nervigen Arbeiten wie den Abwasch zu erledigen, das Klo zu putzen und die Wohnung aufzuräumen. Warum man das tun sollte? Weil man dafür XP bekommt!

Natürlich ist das keine Garantie dafür, dass der putzscheue Mitbewohner nun auf einmal den Staubwedel schwingt, weil er damit die bösen Geister des Asthmations bezwingt – aber es ist ein amüsanter Ansatz, der bei kompetitiven Menschen durchaus dafür sorgen könnte, dass sie unliebsame Aufgaben übernehmen. Denn die XP-Anzahl, die man sich mit einer Quest verdient, kann man selbst bestimmen und wenn die Geisterbezwingung 100 XP bringt und euer Mitbewohner ein höheres Level erreichen möchte als ihr … O:) Ich finde den Ansatz jedenfalls sehr nett. Hätte ich das mal in einigen meiner alten WGs gekannt, hätte ich es definitiv meinen Mitbewohnern aufgezwungen. ^^ Solche Ideen könnten sich bestimmt auch gut als App umsetzen lassen, bei der man sich direkt mit den Mitbewohnern/Freunden vernetzt und von unterwegs triumphal berichten kann, dass man soeben die gefährliche Mission der Vorratsbeschaffung abgeschlossen hat. Noch während man an der Supermarktkasse steht. Äh. Das erlegte Wildschwein auf den Karren wuchtet? Oder mit dem Obsthändler über den Preis verhandelt? Ja, irgendwie sowas …

Nun zum negativen Teil …

Nach all dem Lob muss ich nun natürlich noch Kritik am Buch anbringen. Denn so gern ich mich von der Vorstellung, dass man mit Spielen alles verbessern kann, euphorisch mitreißen lasse, ist mir doch eines klar: Games können süchtig machen. Genau das motiviert uns ja so schön, immer weiter zu spielen und genau diesen Ansatz möchte McGonigal ausnutzen. Deswegen merken einige Leute ihre Bedenken an, wenn man genau diese suchterzeugenden Mechanismen überall einbaut. Wenn man es damit schafft, den Alltag motivierter zu bewältigen finde ich das überhaupt kein Problem. Schwierig wird es, wenn wir uns mit zu vielen verschiedenen dieser Games überladen und frustriert sind, weil wir nicht für alle Zeit haben.

Noch schwieriger wird es, wenn Gamification für Werbezwecke eingesetzt wird. So lobt die Autorin zum Beispiel Foursquare. (Gibt es das noch? Nutzt das noch jemand?) Ein System, bei dem man sich in einer Bar oder einem Laden einloggt und zum „Bürgermeister“ des Lokals wird, wenn man am häufigsten aller Foursquare-Nutzer dort eingeloggt war. Das steigert den Umsatz, verleitet aber eventuell auch dazu, zwanghaft irgendwelche Lokale zu besuchen, nur um ein Achievement zu erreichen – und eben nicht weil man das gerade möchte oder Spaß am Besuch hat. Vom Haushalten mit Geld oder dem Alkohohlproblem, das manche Leute entwickeln könnten, wenn sie jeden Abend in einer Bar sitzen, möchte ich mal gar nicht anfangen.

Einer der Gründe warum meine verspätete Lesung besonders frustrierend war, ist der, dass ich erst einmal recherchieren musste, inwiefern sich die Dinge, über die Jane McGonigal berichtet, in den letzten fünf Jahren (das Buch ist von 2011) weiterentwickelt haben. Welche Projekte gibt es noch? Welche waren erfolgreich und welche sind vielleicht neu hinzugekommen? Andererseits konnte ich so natürlich auch die weiteren Entwicklungen anschauen über die McGonigal damals nur spekulieren konnte. Bedauerlicherweise kam ich hier zu einer sehr ernüchternden Bilanz. Nachdem ich einige euphorische Berichte über die Projekte aus den Jahren 2009 bis 2011 gefunden habe, konnte ich für die meisten Beispiele, die sie im Buch genannt hat, keine aktuellen Apps oder Links mehr finden.

Bilanz 2016: Welche ARGs existieren noch?

FreeRice gibt es noch, eine Webseite auf der man Quizfragen beantworten und für richtige Antworten Reiskörner spenden kann. Diese werden über verschiedene Firmen finanziert, die auf der Seite Anzeigen schalten. Auch das biologenfreundliche Spiel „Foldit“ gibt es immer noch. ^^ Wer Bock hat, in seiner Freizeit Proteine zu falten, um damit der wissenschaftlichen Forschung weiterzuhelfen, der findet hier mehr Infos dazu: Foldit. Wer lieber DNA-Stückchen aneinander klebt, um daraus Minikunstwerke zu basteln, der ist jedoch hier richtig: Nanocrafter.

Dann gibt es noch zwei Projekte, die man sich zumindest online noch nachvollziehen kann. Bei „World Without Oil“ geht es (Überraschung!) darum, was passiert wäre, wenn der Welt 2007 das Öl ausgegangen wäre. An dieser fiktiven Ölkrise haben sich über 1.000 Mitspieler beteiligt und Beiträge eingereicht, in denen sie beschreiben, was im Fall solch einer Ölkrise geschehen würde, wodurch die Situation sehr realistisch ein Gefühl für eine richtige Ölkrise vermitteln sollte. Und das alles before the shit hits the fan, das war doch ein netter Ansatz, um zu erklären, warum es doof ist, sich dauerhaft auf Öl als Energieträger zu verlassen.

Was ich mir auf jeden Fall mal anschauen möchte, ist Evoke, ein Spiel, bei dem man die Welt rettet (unter anderem geht es wohl um Lebensmittelsicherheit, Armut, Energie, Bildung) und das irgendwie über einen Webcomic funktioniert. Da ich es noch nicht genau angeschaut habe, kann ich euch nicht mehr verraten, aber ihr könnt ja mal reinschauen. Als das Spiel online ging, konnte man sich jedenfalls direkt daran beteiligen und zumindest im Februar 2015 ist noch etwas auf der Webseite passiert. Also selbst wenn das Projekt mittlerweile verstorben ist, ist es nicht so tot, wie viele anderen im Buch erwähnten. :D

McGonigal erwähnt noch zwei Spiele, die fernab von Computern funktionieren und einerseits Menschen mit ihrer Sterblichkeit konfronieren (Tombstone Hold’Em) und andererseits dafür sorgen sollen, dass die Nettigkeit an öffentlichen Orten wieder ansteigt (Cruel2BKind). Dafür müssen die Spieler in der Realität zusammenkommen und sich an die Spielregeln halten, die ich einfach mal verlinkt habe.

Nicht mehr auffindbar sind unter anderem: The Comfort of Strangers (im Rahmen der Come Out & Play 2010 gestartet), Day in the Cloud (ein Spiel von Virgin Airlines, um Fluggäste zu unterhalten), Top Secret Dance-Off wurde seit 2011 nicht mehr aktualisiert (sollte Mitspieler ohne Talent zum anonymen Tanzen motivieren und so Glückshormone freisetzen). Auch „plusone.me“ habe ich nicht mehr finden können. Das war eine Webseite, die ein Besucher eines ihrer Vorträge entwickelt hatte, bei der man Leuten für ihre Arbeit ein „+1“ schicken konnte. Also quasi Skills verbessern, indem andere Leute einem ein „+1“ schicken, wenn sie mitbekommen, dass man etwas bestimmtes geleistet hat. An sich eine nette Idee, hier wurde jedoch wieder kritisiert, dass Leute mit vielen technikaffinen Freunden wesentlich mehr Chancen auf ein +1 haben, was ich auch ein bisschen kritisch sehe. Zusätzlich habe ich als Kritik gelesen, dass es (für den Fall eines Fails?) kein „-1“ gibt. Aber gibt es das überhaupt so häufig in Games? -1 hieße doch, dass man wieder etwas verlernt, oder irre ich mich da? Nun ja, die Seite ist eh futsch, von daher …

Warum sollte Arbeit episch sein?

Ein anderer Punkt, den McGonigal anspricht, ist Epicness. Ein wunderbar übertriebenes Wort, ich weiß. :D In dem Kapitel geht es hauptsächlich darum, dass wir unter bestimmten Umständen motivierter sind, Dinge anzugehen und Zeit oder Mühe in etwas zu investieren. Und zwar genau dann, wenn wir dabei das Gefühl bekommen, an einer Sache beteiligt zu sein, die größer ist als wir selbst. Eine epische Mission zur Rettung der Welt wäre das im Falle vieler Games – im echten Leben könnte es einfach sein, dass uns unsere Firma durch ihre Firmenphilosophie motiviert, weil je nachdem wie gut wir arbeiten Hilfsprojekte umgesetzt oder Spenden finanziert werden. Nur mal so als „Gutmenschen-Beispiel“. Mehr Mitbestimmungsrecht bei einigen Dingen würde vermutlich in vielen Fällen auch schon weiterhelfen.

Ich glaube nämlich, dass gerade einige der Tech-Firmen und Startups bei ihren Mitarbeitern ein viel höheres Zusammengehörigkeitsgefühl und unter anderem dadurch eine höhere Motivation und teilweise auch mehr Innovationen herbeiführen als der große Teil der normalen Unternehmen. Anders sieht das wohl oft bei asiatischen Unternehmen aus, bei denen man teilweise auch als Außenstehender das Gefühl bekommen kann, dass die Angestellten sich dort eher als Familienmitglieder fühlen anstelle von relativ uninvolvierten Mitarbeitern. Was natürlich auch zu schädlicher Überarbeitung und viel Stress führen kann, aber ein weeeenig mehr Identifikation mit dem Arbeitgeber, weil er awesome ist und nicht weil man das muss, das wäre doch ganz schön. Oder seht ihr da ein Problem?

Hab ich erwähnt, dass Schule mal ein Upgrade bräuchte?

Nur bevor das jetzt so klingt: Ich bin nicht der Meinung, dass man alles in ein Spiel verwandeln sollte. Gerade wenn wir aus einer Beschäftigung an sich bereits unsere Motivation ziehen, ist es meiner Ansicht nach eher kontraproduktiv, die Sache auch noch künstlich mit Belohnungen zu versehen. Außerdem wird es immer Dinge geben, die wir nicht spannend finden, die aber trotzdem erledigt werden müssen. Ich persönlich brauche zum Beispiel auch keine Chore Wars, um meinen Abwasch zu erledigen. Wenn ich mir da wiederum einige ehemalige Mitbewohner anschaue, so könnten die definitiv ein paar XP im Spülschwamm-Handling brauchen.

Ich glaube also, dass es sehr stark von den einzelnen Personen abhängig ist, in welchen Bereichen wir noch mehr Motivation benötigen, dass wir jedoch – vor allem dank unseres verkorksten Schulsystems – ganz gut daran täten Lernprozesse und dauerhafte Motivation mal ein wenig ganzheitlicher zu betrachten. Vielleicht muss man ja nicht gleich mit Leveln und XP arbeiten, aber Binge-Lernen vor Klausuren, nur um danach den ganzen Müll direkt wieder zu löschen, den man erzwungenermaßen ins Kurzzeitgedächtnis gestopft hat, ohne zu wissen, wieso man das Zeug überhaupt lernen sollte … also das könnte man schon besser machen, oder?

Nachdem mir eine befreundete Grundschullehrerin neulich erzählt hat, dass nun Minecraft als Lernspiel in ihrer Schule angeschafft wurde, war ich dann doch fast geneigt, an die Innovationswilligkeit der Schulkoordinationsmenschen dort draußen zu glauben. Auch wenn ich mir ein bisschen unsicher bin, warum nun ausgerechnet Minecraft und inwiefern das dann auf dem Lehrplan berücksichtigt wird. Das Spiel ist gut und fördert räumliches Denken, Kreativität und diverse andere Sachen, aber wird wohl schwerlich einen Platz im Herzen der computerskeptischen Deutschlehrerin erobern. In den USA ist die Auswahl an sogenannten Education Games wohl schon wesentlich größer und diese sind meist auch auf bestimmte Altersstufen und Fächer beziehungsweise Lernziele zugeschnitten. Das ist immerhin schon mal ein Anfang.

Neurofeedback und Fitness-Apps

Was ich sehr spannend fand, als ich mir ein paar dieser Lernspiele angeschaut habe, was dass GainPlay Studio sich mit Neurofeedback-Spielen beschäftigen, die eher auf geistige Gesundheit abzielen. Diese Spiele sind vermutlich (noch) nicht für den Einsatz im heimischen Wohnzimmer geeignet, weil sie spezielles Equipment brauchen. Dachte ich. Das Headset, das die Hirnwellen ausliest kostet wohl „nur“ 89 €. Das hat mich jetzt schon überrascht. (Es ist glücklicherweise nicht mit Mobilgeräten kompatibel, wer andere Fahrgäste in der Bahn irritieren will, muss sich das teurere Mobilheadset kaufen.) Solche Biofeedback-Spiele erlauben es Kindern zum Beispiel den Umgang mit Angstzuständen zu lernen und diese zu kontrollieren. Ein anderes Spiel namens „Moodbot“ wurde speziell für Menschen entwickelt, die sich in psychiatrischer Behandlung befinden. Das niedlich aussehende Spiel ist leider nur auf Niederländisch vorhanden, weswegen mir auch das Infovideo nicht sooo viel gebracht hat. ^^ Laut Text ist es dazu da, damit Patienten ihre Stimmung ausdrücken und sowohl online als auch real mit ihren Betreuern über ihr Befinden reden können. Die anderen Spiele zielen beispielsweise darauf ab die Konzentration der Spieler zu verbessern oder ihnen Entspannungs- und Beruhigungstechniken beizubringen. Alles in allem sehr coole Ansätze, wie ich finde.

Ganz anders, aber vermutlich wesentlich bekannter wird wiederum Six to Start sein, denn das ist die Gamedesign-Firma, die Spiele wie Zombierun oder den Superhero Workout entwickelt hat, also Motivationsapps für Sportlichseinmöchtende. Mit solchen Apps lassen sich in der Theorie auch Couchpotatoes zum Sport motivieren. Fitness-Apps sind ja ohnehin in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Verbindet man diese beiden Ansätze, dann kommt man früher oder später auch auf die Idee, Apps zu entwickeln, die ihren Nutzern helfen, das Leben zu meistern. Ich denke da jetzt vor allem an Menschen mit Depressionen, Sozialängsten oder einfach chronischen Krankheiten, die vielleicht durch motivierende und unbedrohliche Apps (=keine soziale Interaktion nötig) durch motivierendes Feedback ein ganz klein wenig mehr Energie für den Tag sammeln könnten. Hm. Und jetzt muss ich doch nochmal Werbung für die Tante machen, die das Buch geschrieben hat. Die hat nämlich genau so ein Spiel mit dazugehöriger App entwickelt: Superbetter. Damit soll man alle Herausforderungen von Depressionen bis zu physischen Verletzungen besser meistern können. Ich habe es noch nicht ausprobiert, spiele aber mit dem Gedanken. Aber dazu muss man sich halt auch motivieren können. ^^

Insgesamt ist das System sicher ein guter Ansatz, es fragt sich nur, ob für spezielle Krankheiten/Herausforderungen nicht auch speziellere Methoden sinnvoller wären. Nun ja, das interessiert euch jetzt wahrscheinlich nicht mehr so sehr, sondern zählt eher als Notiz an mich selbst, falls ich doch eine Chance sehen sollte, mal „irgendetwas mit Gamedesign oder so“ zu machen. ^^ Nun wisst ihr jedenfalls, wie ich auf eine solche Idee gekommen bin. Bücher sind schuld! :D Ach ja, falls euch besagtes Buch interessiert, findet ihr bei Googlebooks eine Leseprobe von „Besser als die Wirklichkeit“.

So. Ich glaube ich verabschiede mich damit erst einmal und gehe wieder Letsplays schauen. Natürlich nur aus Lerngründen. Ich überprüfe gerade, ob das positive Feedback auch bei passiven Games-Konsumenten ankommt. Jawohl, alles rein wissenschaftlich! :D Was haltet ihr von den ganzen Theorien? Welche Ansätze findet ihr spannend, welche eher nicht? Oder habt ihr prinzipiell eher das Gefühl, dass sich alle immer viel zu sehr anstellen und einfach mal ihren verdammten Job machen sollten, anstatt bei der Arbeit Spaß haben zu wollen? Ist ja auch eine berechtigte Meinung! ^^ Kennt ihr irgendeines der Spiele oder der Apps, die ich erwähnt habe? Bei welchem Spiel hättet ihr am meisten Lust es auszuprobieren? :)

Einen spielfreudigen, motivierten Tag wünscht euch
eure 0utofjoint! =)

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23 Kommentare

  1. Ich musste beim Lesen an zwei Dinge denken:
    1. Ingress. Eine Spieleapp, die einen dazu bewegt zu reisen, rauszugehen und sich mit wildfremden Leuten zu treffen. Ich hatte diese App eine Stunde auf dem Handy und habe bereits ein Treffen mit Leuten organisiert bekommen :D
    Inzwischen spiel ichs aber nicht mehr… wird leider schnell eintönig.

    2. Die Shadowrun-Reihe. Dort gibt es ebenfalls Virtuelle Realitäten, allerdings auch Menschen, die davon abhängig wurden und dadurch einen vollkommenen Realitätsverlust erlitten habe. Das alles, weil die Welt dieser Spiele seeeehr dystopisch und düster ist und sie versuchten, dem zu entkommen.

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    1. Jaaaa, die wollte ich auch mal nutzen … hatte dann aber keine Zeit -.- Das ist das Problem bei vielen Spielen. Aber so einen äääh wiehießesnoch naja, jedenfalls so einen Halb-VR-Ansatz finde ich generell eine coole Idee. ^^
      Okay. Das klingt gruselig. o.o Da fällt mir ein :D Du bist mittlerweile wieder aus deiner Vault in die äußere Welt entstiegen, oder? Keine mutierten Riesenkakerlaken oder so, die dich davon abhalten? ^^
      Realitätsverlust ist natürlich immer eine Gefahr, bei sehr gut funktionierenden Spielen. Alles was verhaltensändernd wirken soll, muss glaube ich wirklich wirklich gut und mit viel Bedacht designt werden, bevor man jemandem aus Versehen das Hirn verwurschtelt.

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  2. du liest das Buch ewig nicht, weil es zu lang ist, mutest dann aber uns so einen Text zu? :o

    klingt nach nem ziemlich spannenden Konzept – und das Belohnungssystem wird auch mit Sicherheit funktionieren – wenn es denn wen gäbe, der mich fürs abwaschen belohnt.. :D

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    1. Ähm, ähm … es tut mir leeeid! Ich muss aber zu meiner Verteidigung sagen, dass 450 _virtuelle_ Seiten einen beim Bahnfahren nicht die Schultern abbrechen lassen, im Gegensatz zu einem Klumpen von Buch, der gefühlte zwei Kilo wiegt! ^^
      Dann musst du wohl in eine gamingfreundliche WG ziehen, da führt einfach kein Weg dran vorbei! ;) Wobei ich auch schon überlegt habe, ob man das als Alleinwohnender nich einfach mit Leuten über Distanz spielen kann. Ich putze mein Bad, du machst deinen Abwasch und wir competen quasi gegeneinander, wer seine eigene Wohnung am besten sauberhalten kann.

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  3. Ehrlich gesagt ich kenne gar nicht so unglaublich viele Spiele die ein „X“ in ihrem Namen tragen… Dafür unheimlich viele Formeln :D

    Zum Thema Achievements usw. Ehrlich gesagt, ich finde mann muss eben seinen Arsch hochkriegen… Ich denke nicht, dass ich die Wäschewaschen würde nur um dafür ein Achievement zu bekommen, anderes seit Menschen mit sehr kleinem Selbstbewusstsein könnte es helfen an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Wobei ich aufpassen würde wo die Grenze zuglächerlichen verläuft. Allerdings etwas gegen Binge-Learning zu unternehmen wäre sagenhaft1 Neige ich leider viel zu sehr dazu, aber alles ständig zu wiederholen bei den Massen? Ich finde so vieles, unheimlich interessant und Jeep morgens ist es garantiert wieder weg.

    Die Frage nach der Sucht ist immer so eine Sache, denn letztendlich kann man von allem süchtig werden. Bücher, Kaugummis, Flauschesocken etc.

    Moodbot und Superbetter hören sich toll an, wobei ich nicht weiß ob die Kommunikation per Display für sozialängstliche Menschen wirklich richtig ist. Eigentlich müssten sie lernen weg vom Display zu kommen. Fitness Apps brauchte ich noch nie :D

    UnsereSchulen sollten einfach die Unis werden oder wie das finnische Schulsystem. Selbstbestimmtheit und Spaß am lernen… Aber wie man die Schule verändern könnte würde defintiv zu lang werden.

    Firma= Familie, ist nur dann toll wenn es von allein entsteht. Wenn es zu einer Familienfirmenpropageda ausartet würde bei mir nur zu 100% führen.

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    1. Du willst mich auf den Arm nehmen, oder? :( Pöh! Ich hab doch vom „of“ geredet und nicht vom „X“, du Keks, du!

      Klar sollte man das auch ohne Spiel hinbekommen, aber manche Menschen tun das einfach nicht. XD Du willst nicht wissen, wie viele meiner Mitbewohner lieber im Dreck gehaust hätten, als selbst mal einen Finger krumm zu machen … Wäsche waschen ging übrigens fast immer (wenn man nicht sowieso dafür zu Mutti heimgefahren ist), denn man musste ja ordentlich aussehen. Egal wie eklig die Wohnung ist. o.O
      Vielleicht sollten wir mal eine Anti-Bingelearning-Bewegung gründen? ^^

      Flauschesocken! *~*

      Ich glaube da geht es mehr um die Mischung, weil man das sozusagen zusammen mit Therapeuten/Betreuern spielt, mit denen man sich trifft und dann die eigenen Fortschritte im Spiel bespricht.

      Glaube mir, auch an Unis gibt es oft genug Bingelearning. Leider. :/ Ja, das Schulsystem ist echt ein sehr großes DINGS, das sich nicht so einfach überarbeiten lässt, ohne, dass man zig andere Dinge mit verändern muss … Trotzdem isses doof. ._.

      Ich glaube da hast du ein Wort vergessen. Zu 100 % was würde das führen? :) Ja, Propaganda ist doof, da fühlen sich die Leute ohnehin sehr schnell veralbert und sind dann eher noch negativer eingestellt als vorher. ;)

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      1. Oh, jetzt ergibt das Alles auch viel mehr Sinn. Ach ja Legastenie lässt grüßen :D

        So kann der Schein trügen! Glaub mir mittlerweile mache ich alle 2 Wochen bei mir Rambazamba, aufgrund der chinesischen Folter meiner lieben Miss Mutti. 17 Jahre lang die 100%ige Essenz des Herummeckerns lassen einen wirklich schizophren werden und man bekommt Wahnvorstellungen. Ich sehe schon Flecken wo keine sind… -.-

        Anti-Bingelearning- Bewegung finde ich super! Wie heißt sie dann? Ich habs, ganz stereotypisch: We want to learn for life! :D

        Trotzdem klingt cool… Besser als: „Ja also, ich bin seit 2 Jahren bei den anonymen Alkoholikern“ und ich glaube es ist im Internet viel leichter eben Anonym zu bleiben, weil wenn in deiner Selbsthilfegruppe dein Chef sitzt ist es dahin mit deiner Anonymität.

        und… nach dreimal durchlesen habe ich endlich das fehlende Wort. Das Wort war Stress.

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        1. Aaahh, okay. Verlesen kann sich jeder mal. Das klang nur so nach veräppeln. :D

          Tja, dann solltest du definitiv seeeehr gründlich auswählen, wenn du dir mal Mitbewohner suchen solltest. Mit Putzfimmel geht man sonst noch ein und fängt an besagte Mitbewohner mit Badreiniger einzusprühen oder so. „Muss. Saubermachen. Alles. Schmutzig. O_____O“

          Jaaa! Dann können wir auch direkt so als Alternative zu diesen Jesus-Armbändchen, die’s in den USA so oft gibt „WWLL“-Bändlichen verteilen. „We Want to Learn for Life“

          Das stimmt wohl. Anonym ist immer relativ. Einzelne Therapeuten sollten da schon sehr hilfreich sein, es sei denn man trifft den Chef am Hauseingang.

          Aaaaaaah. Stress! Okay. :D Das ist nachvollziehbar. Die Überarbeitung in manchen asiatischen Ländern, in denen man die Firma als Familie sieht, stimmt dir da eindeutig zu. ;)

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          1. Ich würde den Mitbewohner samt Klamotten in die Dusche stellen und ganz schnell den Vorhang zumachen und Wasser Marsch :D Musste ich schon einmal am eigenen Leib erfahren.

            Ja! Mit so Wickeluniformen und einer Hymne und dann gibt es noch Abzeichen zu sammeln und wir verkauften Fairtrade-Öko-Vegane-Super-Lernkekse :)

            Ich würde in einer japanischen Schule noch nicht einmal einen Tag überleben :D

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            1. Klingt gut, nur wie bekommt man den komplett angezogenen Mitbewohner in die Dusche? :D Das fällt doch auf, oder nich?

              Jaa, wie die Pfadfinder in den USA, die gehen doch auch manchmal von Haus zu Haus und verkaufen Kekse (also die Girl Scouts oder wie die heißen) und sammeln Abzeichen. ^^

              Ach, ein Tag ginge schon, da ist man sicher so sehr damit beschäftigt, verwirrt zu sein, dass man das übersteht. Auf Dauer … schwierig, ob man sich daran gewöhnen kann oder nicht. :)

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    1. Hahaaa! Ich habe dich erwischt! Du hast nicht jeden Satz meines drölfzillionen Zeichen langen Textes verinnerlicht! Also ich glaube ich habe es irgendwo gegen Ende erwähnt. ;) Das war auf jeden Fall ein ganz großer Auslöser, doch, du hast mich durchschaut. ^^

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      1. Jaaaa erwischt. Ich gestehe ;) Glaube ich habe zwei Drittel normal gelesen und dachte dann, dass ich das letzte Drittel quer lesen kann. Hat offensichtlich nicht so gut geklappt. Da war irgendwie plötzlich die Zeit knapp. *seufz* … ertappt …

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    1. Ooh, ein sehr gutes Video! Ja, von diesem chinesischen Big Brother System hab ich auch schon gehört. Das ist definitiv die creepy Seite dieser psychologischen Tricks und nicht zu unterschätzen! :( Ich hoffe ja wirklich, dass dieses System nie mandatory wird.
      Es kommt eben immer darauf an, was man mit den Mitteln anstellt und was man dabei als „gute Idee“ definiert. In meinem Hirn heißt das Hausarbeit erledigen yay, Selbstüberwachung der Bürger auf Staatstreue nich so yay. Aber irgendwelche Staatsobersten in China sehen das eventuell anders … ^^

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