Ich bin frustriert.

Nein nein, nicht was ihr jetzt denkt. Oder vielleicht doch was ihr gerade denkt? Naja, es kommt darauf an, woran ihr gerade denkt. Aber kommen wir zum Thema. ^^

Ich habe gerade mehr oder weniger mitten im Satz drei Artikelentwürfe geschlossen, an denen ich in den letzten Tagen gearbeitet habe. Denn ich habe festgestellt, dass die Artikel nicht meinen Ansprüchen genügen beziehungsweise in eine völlig falsche Richtung gehen. Angefangen hatte ich, weil ich endlich noch einmal etwas bloggen wollte. Prinzipiell keine schlechte Idee, prinzipiell aber auch keine gute Idee, wenn man keinen konkreten Einfall für einen Artikel hat. Aber ich habe ja schon mehrmals einfach drauflos geschrieben und trotzdem irgendetwas lesbares fabriziert. Manchmal hat man ja auch Glück. Gerade in den letzten Tagen jedoch eher nicht, was eigentlich seltsam ist, da meine letzten Tage recht schön waren.

Am Wochenende habe ich nach gefühlt langer Zeit noch einmal etwas mit zwei Freundinnen unternommen – es gab veganen Frozen Yoghurt (hatte ich vorher noch nie gegessen, ist awesome!) und wir haben uns Shakespeare im Freien angeschaut, weil wir uns gebildet fühlen wollten. Weshalb auch keiner von uns vorher eine Ahnung hatte, worum es im Stück ging. Man will sich ja überraschen lassen! Oder so. ;) Es war jedenfalls sehr lustig und ich hab mich gefreut nochmal „unter Leute zu kommen“. Auch wenn mich dieser Ausdruck immer an „unter die Räder kommen“ erinnert, was jetzt ja eher nicht so positiv wäre. Naja, die falschen Leute können einen ja auch plattmachen, so schief ist das Bild also vielleicht gar nicht. ^^

Verworrene Fäden …

Trotzdem habe ich beim Schreiben gemerkt, dass ich nicht fokussiert war, sondern immer wieder von Themenansatz zu Themenansatz gesprungen bin, ohne einzelne Gedanken wirklich zu beenden. Und selbst wenn ich sonst auch wild herumspringe, so haben meine Texte ja meistens zumindest einen roten Faden oder einen größeren Zusammenhang. Das war bei den Artikelentwürfen nicht ganz so. Heute war ich krank und bin mittags schon heimgegangen, weil mein anscheinend ebenfalls frustrierter Kreislauf vor meiner Allergie kapituliert hat. Deswegen habe ich den größten Teil des Nachmittags vor mich hin gedöst und – ganz wichtig – fast nichts getan, was ich unbedingt hätte tun müssen. Jetzt ist es 21 Uhr und mein Hirn hatte den halben Nachmittag Zeit, um runterzukommen. Nicht unter Leute oder unter irgendwelche Räder, sondern um von „GAAAAAAAAH WIR MÜSSEN NOCH DINGE TUN!!!!!!!!!!!!!!!!!“ auf „Okay, wir haben noch Zeit. Was machen wir jetzt?“ runter zu schalten. Ersteres ist in letzter Zeit glaube ich so meine Standardeinstellung und ich habe erst jetzt gemerkt, wie viel meiner Hirnkapazität das eigentlich kaputt macht. Ich habe da zwar mal einen Artikel drüber geschrieben, aber das heißt ja nicht, dass man ständig die eigene Hirnkapazität überprüft. Dafür hat man doch gar keine Zeit, wenn man zuviel zu tun hätte! ^^

In den Artikeln, die vermutlich nie vollendet werden, war ein wiederkehrendes Thema mein Zeitmangel und meine Frustration mit meinem Job. Das ist eigentlich der Kern des Ganzen. Denn ich habe ja bereits oft genug angesprochen, dass ich mich mit dem Prinzip des achtstündigen Herumsitzens nicht anfreunden kann und viel zu häufig das Gefühl habe, eine sinnlose Tätigkeit auszuführen, die so gut wie gar nicht selbstbestimmt ist und einfach nur dazu da ist, um mir die Zeit für wichtigere Dinge zu stehlen. Die grauen Herren aus Momo wären stolz …

Manchmal ist eine verspätete Bahn auch ganz nett. (Manchmal!)

Wichtigere Dinge sind zum Beispiel … in Ruhe ein Buch lesen und dafür mehr als vier Straßenbahnhaltestellen Zeit zu haben, virtuelle Monster zu töten oder natürlich mit Freunden zu telefonieren und dabei nicht zu fertig zu sein, um mehr als „Mhm, joa, nee, hier gibt’s auch nix neues.“ zu sagen. Die Japan-Planung währenddessen … habe ich erwähnt, dass ich manchmal so müde bin, dass ich mich nicht einmal darauf freuen kann? Weder Panik, weil der Zeitpunkt der Abreise immer näher rückt, noch Euphorie, weil ich bald ein Abenteuer erleben werde. Einfach nur: „Ich will schlafen.“ Das ist glaube ich kein gutes Zeichen, aber dieser Zustand kehrt leider immer wieder. Mit Vorliebe nach anstrengenden Arbeitstagen. Vielleicht bin ich einfach nicht für dieses Arbeitsdings geeignet? Falls ich das übrigens schon zu oft wiederholt haben sollte, dann verzeiht mir, mein Gedächtnis leidet teilweise auch unter dem Alles-gleichzeitig-erledigen-wollen-Syndrom …

In diesem Zustand kann ich jedenfalls kaum die Artikel schreiben, die ich schreiben möchte. Denn wie ihr seht, schreibe ich im Moment wirklich nur über mich selbst und spare mir die philosophische Tiefgründigkeit. Eine wissenschaftliche Erklärbärfunktion nehme ich auch nicht wahr und humortechnisch ist es ebenfalls gerade mau. Und genau das, also unterhalten oder vielleicht sogar unterhaltend informieren, ist ja der eigentliche Sinn meiner Artikel. Ich ziehe da jetzt kein Fazit. Eventuell sollte man in so einer Situation daran arbeiten, dass es besser wird, aber langfristiger habe ich ja noch die Hoffnung, dass ich ab Ende September die personifizierte Motivation bin und voller Elan nach Japan starte und euch alle mit Blogartikeln, Fotos und Videos bombardiere, die ihr natürlich alle unglaublich toll finden werdet. :D

Die smiley’sche Geisteszustands-Analyse

Das war der erste lachende Smiley in diesem Text. Die Situation ist also durchaus ernst! Wer mich persönlich kennt, der macht sich meistens Sorgen, sobald ich in Textnachrichten keine Smileys mehr packe. :D Hach, aber da war ja noch einer. Wir dürfen also alle beruhigt sein, meine Finger finden die Tastenkombination aus Doppelpunkt und großem D noch und es ist noch nicht alle Hoffnung auf ein wiederaufleben meiner Humorsynapsen verloren. Halleluh…luja..lujah? … das ist so ein Wort, das ich nie schreiben kann, weil ich es so gut wie nie ausgeschrieben gesehen habe und auch nie ernsthaft verwende.

Also gerade wollte ich es natürlich sehr ernsthaft verwenden und keineswegs ironisch, denn dann wäre die Ironie ja quasi der Beweis dafür, dass es meinem Humor schon fast wieder gut gehen könnte und ich hätte euch alle 900 Worte lang umsonst mit meinem unhumoristischen Gelaber gelangweilt oder vielleicht sogar noch Sorgen bereitet. Das geht doch nicht! Und jetzt hab ich mich in meiner eigenen Ironie verheddert und weiß gerade selbst nicht mehr, in welche Richtung dieser Witz gehen sollte. Ihr seht also, die Hoffnung ist nicht verloren, aber ich muss das wohl scheinbar wieder üben. Dieses lustig sein. Ich will ja schließlich später ganz groß als Nicht-Beauty-Youtuberin rauskommen, da muss man ja mit irgendwas anderem punkten können.

Hach. Jetzt hab ich mich irgendwie fast wieder selbst motiviert bekommen. ^^ Es geht mir körperlich zwar immer noch nicht yaaay, aber wenigstens habe ich mir jetzt den Frust etwas von der Seele und euch auf die Sehzellen geschrieben. Damit bin ich sogar fast schon soweit, endlich mal vom Besuch im Konsulat in Düsseldorf zu berichten. Seitdem hatte ich nämlich irgendwie null Zeit dafür. Und in zwei Wochen geht es schon wieder heim, weil da schon wieder jemand Geburtstag hat. Immer diese Menschen mit Geburtstagen, schrecklich!

Ich hoffe der nächste Artikel wird sinnvoller und entsteht mit einem höheren Arbeitsaufwand meiner geliebten Hurmorsynapsen! (Ja, das ist selbstverständlich ein wissenschaftlicher Terminus, das habe ich mir nicht gerade eben ausgedacht, nein nein!) Wie würdet ihr meine Matschigkeit werten? Übermüdung, Unmotiviertheit, Faulheit, generelle Selbstfindungsphase? Oder vielleicht auch etwas positiver? :D Geht es euch auch manchmal so, dass ihr nach zwei Sätzen den Faden verliert und nur noch schlafen möchtet? Wenn ja, was tut ihr dagegen? ^^ Falls ich irgendwo wirklich den Faden verloren haben sollte, dann weist mich bitte darauf hin. :)

Einen Tag voller Zielstrebigkeit und Motivation wünscht euch
eure 0utofjoint =)

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6 Kommentare

  1. Da wären wir schon einmal zu zweit auf diesem Planeten Erde…
    Ich glaube ich bräuchte dringens mal eine Lebensberatung geht ja nicht, dass man gerade mal mit 18 schon in einer Mid-life-chrisis steckt :D

    Bei mir ist es die pure Unzufriedenheit mit mir selbst und mit meinem nicht vorhandenen sozialen Umfeld.

    Ich glaube, dir tut Japan wirklich gut, zieh das Jahr einfach durch muss ich jetzt auch noch -.-

    PS: Größter-Fan deines Wortspieles über die Menschen und Räder… Spricht mir aus der Seele

    Gefällt 1 Person

    1. Das klingt wirklich nicht gut. :D Aber du fängst dann bald/nächstes Jahr sicher mit was anderem an, wenn die Schule um ist, oder? Das hilft auf jeden Fall, wenn man mal in ein neues Umfeld kommt. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass man meistens zumindest ein paar Leute findet, mit denen man sich für die nächsten Monate oder 1-2 Jahre sehr gut versteht und manchmal sogar Leute, die es Jahrzehnte mit einem aushalten. ;) Und ja, auch 1-2 Jahre wirkt vermutlich sehr lang, aber ich wollte das jetzt mal so langzeitbetrachten. :D Und natürlich darfst du dann nicht der Versuchung erliegen, im neuen Umfeld in den gleichen alten Trott zu verfallen und genau die Eigenschaften weiter zu kultivieren, die dich gerade an dir selbst stören. Aber das weißt du ja vermutlich. Erfülle hier nur wie immer gerne meinen nichtvorhandenen Bildungsauftrag und versuche nerviges Gewissen zu spielen. xD
      PS: Danke! ^-^ Beruhigt mich irgendwie, dass das noch jemand so sieht. :)

      Gefällt 1 Person

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